• Hi Leute,

    Muss mir was von der Seele schreiben sonst fang ich an zu weinen. :loudly_crying_face:

    Gestern hab ich meinen Steinaufbau im Beckens umgebaut. Ging zügig von statten. War ja alles Stabsmässig geplant.
    Klar am Anfang sieht man ja nicht viel. Nach ca. 1 h war wieder was zu erkennen. Bis auf hecheln der Fische viel mir nichts auf. Dachte mir eher der Stress den ich verursacht hatte.

    Da sah ich zum ersten mal meinen Stolz des Beckens. Chelmon rostratus ( 5 Jahre bei mir!! Futterfest etc.. ein Traumfisch) am Boden liegen und wild hechelnd. Ca. 30 min später tot.

    Wasserwechsel hatte ich ja vorher gemacht. Aktivkohle lief mit.

    Heute früh 2 grosse Hawaidocs tot am Boden. :loudly_crying_face:

    Gleich in den Keller und Osmoseanlage angeschmissen. (1600l Anlage). Als das nicht genug das mir die Fische sterben ist jetzt auch noch meine fast neue Osmoseanlage kaputt. Sprich die tropft bei der Druckpumpe. Wasser mach ich aber trotzdem noch damit. Brauchs ja. Sonst sterben mir ja alle. Hoffe das ich noch was retten kann.

    Eigentlich hätte ich ja die ganze Sache abblasen sollen als vorigen Montag meine Umwälzpumpe der Heizung flöten ging.
    Man sagt ja immer wieder wenns schiefgeht dann richtig und dann gleich 3mal. Scheisse ist mir schlecht. Könnt ko.... :loudly_crying_face:

    lg

    Jürgen

  • Hi Jürgen ohje das tut mir voll leid, hoffe passiert nicht mehr.
    Daumen sind gedrückt.
    Alles Gute Larissa

  • Oh je Jürgen, was für schlechte Neuigkeiten! :frowning_face:

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass alles schnell wieder in Ordnung kommt, und nicht noch mehr Deiner flossigen Mitbewohner sterben.

    Alle Daumen sind gedrückt, viel Glück!

    Mitfühlende Grüße,
    Ina

  • Hi Jürgen,

    schöne Sch.......

    Hoffe Du kriegst das schnell wieder in den Griff.

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo Jürgen,

    das ist ja ein Albtraum ! Hoffentlich kannst du die anderen Fische retten ..... Hast du eine Ahnung warum das passiert ist ? Hast du eine Seewalze im Becken die vielleicht eingequetscht wurde beim Steine umräumen ? Oder kann so etwas durch das Aufwühlen von Sand passieren ?
    Mein Mitgefühl und viel Glück
    Liebe Grüße
    Beate

  • Hi Leute,

    Vielen Dank für eure Anteilnahme. :thup

    Gerade 250l Wasser gewechselt. Insgesamt jetzt 460l.

    Dietmar
    Denk das was mit Sand nicht stimmt. Ausserdem war, ist Wasser leicht Gelb. Habs bim Wechseln bemerkt.
    Fische hecheln noch immer. Kann aber sein das ich jetzt wieder am Becken was gemacht habe. Morgen früh gleich zu, Händler und 2 Kübel Salz holen damit ich nochmal WW machen kann.

    Beate

    Nein kein Gifttierchen im Becken. Denk das es der Sand ist.

    @ all

    Habt ihr ne Ahnung wie ich den Sand ohne das ich den Restbestand Himmel rausbekomme?

    Thx
    Lg
    Jürgen

    lg

    Jürgen

  • Hi

    Schade drum!!!

    Da hast du mit deiner Umbauaktion zuviel der Biologie durcheinander gebracht!!! Anerobe Bakterien sind sehr empfindlich und verbrauchen sehr viel Sauerstoff beim Zerfall.Auch das Nitit steigt normalerweise bei so einen Eingriff auf einen kritischen Wert an.
    Du hättest nach der Umbau Aktion nen großen Wasserwechsel machen sollen und nicht vorher!!!

    Aber Kopf hoch das wird schon wieder :thup

    Gruß Norbert

    Einmal editiert, zuletzt von norbert b (17. Februar 2013 um 14:59)

  • Hi Jürgen,
    ich vermute, dass durch den Umbau und Dreckaufwirbelung der Ammoniak-Wert gestiegen ist.
    Ich habe diese Woche zufällig, wegen einer Krabbe, in meinem Becken auch alle Korallen. Steine, teilweise Sand entfernt und dabei den Aufbau neugestaltet. Schon während des Umbaus fingen einige Fische an, schnell zu atmen. Nach dem einbringen eines Filters mit Zeolith hat sich das ganze dann schnell wieder gegeben. Der einzige Verlust war eine zerdrückte Gobiodon okinawae.

  • hallo
    kann sein dass su im gestein oder sand gammelstellen hattest und mit umbau die stellen freigelegt wurden.
    soweit ich weis diese stellen können schwefelwasserstoff verbindungen beinhalten, das könnte ien grund für
    das fischsterben sein.
    also wenn du weiter im sand und gestein rumarbeitest, betseht sie möglichkeit noch maher stellen
    frei zulegen, du hattest selber geschrieben dass die fische weiter schnell atmen viellecht weil du wieder
    im becken gearbeitet hast.
    ich wurde dir raten bevor du im becken was machst versuche zuerst die fische zu separieren oder für
    paar tage ab zugeben. dann erst den sand zu entfernen.
    gruss

  • Hallo Jürgen,

    erst mal möcht ich dir mein ganzes Mitgefühl aussprechen!

    Deine Schilderung erinnert mich fatal an eine ähnliche Erfahrung, die ich einmal in meinem Gorgonienbecken machen musste. Da habe ich eine größere Menge Sand aufgewirbelt, um den Detritus, der sich zwischen den Körnern angesammelt hatte, abzusaugen. Wenige Stunden später war der Plectranthias im angeschlossenen Planktonteil tot, eindeutig mit Sauerstoffmangelsymptomen.

    Ich hab damals auch an eine Nitritvergiftung gedacht, weil sauerstoffarmes Bodenwasser dadurch in den Kreislauf gelangt ist und ich glaube, dass damit Nitrat zu NO2 reduziert wurde oder noch nicht verrottetes organisches Material plötzlich zuviel Sauerstoff gebunden und so zu einer Unterbrechung der Nitrifikation gaführt hat.

    Das Dumme an einer Nitritvergiftung ist ja, dass sie ähnlich abläuft wie bei uns Landtieren eine Kohlenmonoxidvergiftung: Das Zeug verhindert den Gasaustausch im Blut und ist so leicht und schnell nicht mehr aus dem Blut zu entfernen. Selbst eine unmittelbar darauf durchgeführte Rettungsaktion kann so vergeblich sein.

    Deshalb find ich's gut, dass du das Thema wieder angeschnitten hast. Bei mir war's damals 'nur' der eine Plectranthias (er war der einzige Fisch im Becken), bei dir sind jetzt gleich mehrere Fische gestorben. Wenn man die Ursachen kennt, kann man draus lernen für's nächste Mal.

    Ein Wasserwechsel unmittelbar nach einer solchen Umbauaktion könnte zwar helfen, die Folgen zu mildern, wirklich verhindern, glaub ich, kann er allein sie nicht. Nach meinem Verständnis wär es gut, im Vorfeld den Bodengrund im Bereich der Baustelle großflächig abzusaugen, um das Aufwirbeln des Mulms im Zug der Umbauarbeiten so gering wie möglich zu halten.

    Ich kann mir vorstellen, dass dir das grad jetzt in deiner Trauer, Enttäuschung, was auch immer, nicht helfen wird. Möglicherweise aber hilft es anderen, bei änlicher Gelegenheit solche Katastrofen zu vermeiden.

    Liebe Grüße
    Linda

  • @all
    Danke nochmal für eure Anteilnahme.

    Norbert
    Habe den Wasserwechsel im Zuge des Umbaus gemacht. Also Wasser abgesaugt als ich fertig war.

    @KS
    Meinst du Zeolith als Pulver oder direkt als "Zeolithfilter" mit festen Steinen?
    Zeolithpulver hätte ich.

    farshad
    Nein ich arbeite nicht im Becken.
    Vermute aber das ich beim Umnbau zu viel Sand aufgewirbelt habe und damit irgendwas ins Wasser gekommen ist. Muss mir morgen paar Test holen. Ammonim/Ammoniak, Nitrit test.
    Fische aus nem fast 1000 Liter Becken das extrem viel Verstecke hat und dann noch 100cm breit ist rausfangen da kann ich gleich das Becken ausräumen.

    Linda
    Ja denk das ich da mist gebaut habe. Hätte den Umbau lassen sollen. Aber hinterher ist man immer schlauer. Mir tut es einfach weh wenn man machtlos zusehen muss wie seine Tiere sterben. Aber ich tippe auf Sand. Irgendwas war im Sand. Will jetzt aber nicht noch mehr Schaden anrichten und wieder im Sand rum fummeln.

    @all
    Bis auf einen weiteren Verlust. Kanarienlippfisch, dürfte auch gestern schon verschwunden sein.

    Den restlichen Fischen gehts so recht und schlecht. Die kleinen Fische merkt man gar nichts an. Die schwimmen normal und "Atmen" normal. Die größeren hecheln zwar aber schwimmen normal im Becken. Denk das der 250l Wasserwechsel schon was gebracht hat.

    So bin Hundemüde. Bin jetzt knapp 30 Stunden wach und mir fallen die Augen fast zu so fertig bin ich schon.

    lg

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    aufrichtige Anteilnahme auch von mir! Es ist immer sehr traurig, wenn man einen lieb gewonnenen Mitbewohner verliert.

    Noch ein Tip: Wenn du vorhast, den Bodengrund abzusaugen (scheint aus der Ferne die sinnvollste Maßnahme zu sein), halte einen großen Vorrat an Salzwasser bereit. Man glaubt kaum, wie wenig Sand im Verhältnis zum Wasser abgesaugt werden kann, selbst bei einem recht groß dimensionierten Schlauch!

    Viel Erfolg!

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo Linda,

    Nitrit ist im Meerwasser im Gegensatz zum Süßwasser erst in sehr hohen Konzentrationen giftig. Bevor die erreicht werden, kommt es zu einer Ammoniakvergiftung. Und gegen die hilft, wie von Klaus schon geschrieben, Zeolith.

    @ Jürgen: Für die schnelle Wirkung ist das Pulver sinnvoller.
    Das Aufrühren von Schwefelwasserstoff aus dem Bodengrund könnte aber auch eine Ursache gewesen sein, ebenso wie Sauerstoffmangel. Vielleicht ist hier auch alles zusammengekommen.

    Grüße
    Ingrid

  • hallo Jürgen es hilft dir zwar nicht aber du bist nicht allein ich habe auch alle fische (24 )innerhalb eines Monats verloren
    warum kein plan :loudly_crying_face: wenn ich einen neuen nachsetze ist er in 2 tagen tot ich dachte erst an vibrionen im (futter )?
    aber auch die fische die nur Trockenfutter bekamen starben
    uv Ozon kohle usw helfen nicht am wasser ist nichts festzustellen kein nitrit oder ammoniak
    ich habe eine probe vom wasser zu Triton geschickt vielleicht bin ich dann schlauer
    lass dein wasser mal untersuchen ich denke nicht das es vom bodengrund kommt
    gruß wolfgang

  • Hi Jürgen,
    ich habe Zeolithgestein (Hobby) genommen, aber Zeolith-Pulver dürfte genauso funktionieren, vielleicht sogar schneller.

    Schwefelwasserstoff hättest Du deutlich gerochen.

  • Zitat

    Original von IngridR
    Nitrit ist im Meerwasser im Gegensatz zum Süßwasser erst in sehr hohen Konzentrationen giftig. Bevor die erreicht werden, kommt es zu einer Ammoniakvergiftung.


    Hallo Ingrid,

    dass NO2 im Meerwasser nicht so dramatisch ist wie im Süßwasser hab ich gelesen. Wirkt eine Ammoniakvergiftung ähnlich, sprich, Verhinderung des Gasaustauschs?

    An sich klingt es ja logisch, dass aus noch nicht abgebautem organischen Material vor dem Nitrit erst mal NH3 entsteht. Das müsste aber doch zumindest in gleicher Weise auf Wirbellose wirken. In meinem Fall damals hatte ich keinen Ausfall bei Schnecken und Krebsen.

    Zitat

    Und gegen die hilft, wie von Klaus schon geschrieben, Zeolith.


    Klaus' Beitrag hab ich erst nach dem Absenden meines Posts gesehen. Danke auf jeden Fall für den Hinweis.

    Zitat

    Das Aufrühren von Schwefelwasserstoff aus dem Bodengrund könnte aber auch eine Ursache gewesen sein...


    H2S löst sich schlecht in Wasser. An welche physiologischen Auswirkungen denkst du?

    Sauerstoffmangel als Todesursache steht für mich außer Zweifel. Welche chemischen Prozesse dahinter stehen würd mich interessieren. Das hab ich bis jetzt nicht verstanden.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi Leute,

    Zeopulver ist drinnen. Wasser ist leicht milchig. Also man sieht noch alles. Denk in 2 Stunden ist Becken wieder klar.
    Soll ich dann nochmal nen Schuss reinkippen??

    lg

    Jürgen

  • Zitat

    Original von jdeixi
    Soll ich dann nochmal nen Schuss reinkippen??


    Hallo Jürgen,

    beobachte die Fische und entscheide dann.

    @ Linda: Ammoniak ist ein Zellgift, dass mehrere Wirkungen hat. Schwefelwasserstoff ist ebenfalls stark giftig, auch wenn es sich schlecht in Wasser löst. Es ist eine der Hauptgefahren bei der Eutrophierung von Gewässern, wenn auf dem Grund der Sauerstoff verbraucht ist und anaerobe Prozesse stattfinden.
    Beide Gifte haben nichts mit Sauerstoffmangel bei den Fischen zu tun.

    Grüße
    Ingrid

    Einmal editiert, zuletzt von IngridR (17. Februar 2013 um 19:22)

  • Hallo Ingrid,

    Thx. Werde bevor Licht ausgeht nochmal alle Fischis beobachten. Wobei die Kleinen kommen mir um einiges besser vor wie die 3 restlichen Großen.

    lg

    Jürgen

  • Zitat

    Original von IngridR
    Beide Gifte haben nichts mit Sauerstoffmangel bei den Fischen zu tun.


    Hallo Ingrid,

    du meinst, dass NH3 und H2S unabhängig vom Sauerstoffmangel für den Tod der Fische verantwortlich sind?

    Ich hatte die abgespreizten Kiemendeckel des Plectranthias als eindeutigen Hinweis auf Tod durch Ersticken verstanden.

    Aber ich mag Jürgens Thread jetzt nicht mit weiteren Fragen zu Nebenschauplätzen verwässern.

    Werd noch einmal gründlich nachdenken und kommt ggf. an anderer Stelle noch einmal auf das Thema zu sprechen.

    Danke jedenfalls,
    liebe Grüße
    Linda

    Jürgen: Ich drück die Daumen, dass du keine weiteren Verluste mehr zu beklagen hast.

  • Hallo Jürgen,

    klingt ja ziemlich übel, hoffentlich kommen wenigstens die anderen Fische noch durch.
    Die hier geäußerten Befürchtungen wegen Nitrit kannst Du ignorieren, das ist nur in Süßwasser gefährlich. Ammonium, bzw. Ammoniak ist viel schlimmer. Ammonium (NH4+) und Ammoniak (NH3) stehen in einem pH-abhängigen Gleichgewicht zueinander. Je höher der pH Wert ist umso mehr Ammoniak hast Du, und das ist leider extrem gifitg. Zeolith bindet Ammonium und entzieht es damit dem Kreislauf, allerdings sollte das Pulver durch gute Feinfilterung und kräftige Abschäumung wieder rausgeholt werden. Zeolth kannst Du eigentlich nicht überdosieren, Du kannst also großzügig dosieren.
    Ein weiterer Übeltäter ist wohl auch der Schwefelwasserstoff. Du hast nicht geschrieben das es irgendwo mal nach faulen Eiern gerochen hat (vielleicht habe ich das aber auch überlesen), und eigentlich riecht man das Zeug selbst in extrem geringen Konzentrationen. Schwefelwasserstoff bindet Sauerstoff, außerdem ist es ein sehr gutes Nervengift. Das heftige Atmen der Fische lässt auf akuten Sauerstoffmangel schließen, ob nun durch Schwefelwasserstoff oder durch schlagartige Freisetzung von Detritus durch den Beckenumbau, der zu einer explosionsartigen Vermehrung von Bakterien geführt hat. Auf jeden Fall würde ich kräftig ozonisieren. Alles was Du oxidieren kannst zieht keinen Sauerstoff mehr aus dem Wasser.

    Solange Du die Fische nicht rausfangen und in einem separaten System mit sauberem Wasser behandeln kannst bleibt Dir erstmal nichts weiter übrig als möglichst viel Ammonium rauszuholen und die Sauerstoffsättigung hoch zu halten. Wenn das Schlimmste überstanden ist würde ich allerdings der Ursache auf den Grund gehen und als erstes den gesamten Sand entfernen. Ohne das Du den Dreck aus dem Becken kriegst wird es immer wieder zu solchen Problemen kommen. Erst wenn der ganze Dreck raus ist, und zwar nicht nur aus dem Sand sondern auch aus der Deko (mal mit einer kleinen Pumpe in die Ritzen blasen) würde ich wieder Sand einbringen. Vergiss mal das Gejammere über die Beckenbiologie, die hat ja schon offensichtlich einen ziemlichen Schuss weg und diverse Fische erlegt. Es findet genügend Denitrifikation im Gestein statt, dazu braucht es den Sand nicht.

    Grüße
    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer
    Zeolth kannst Du eigentlich nicht überdosieren, Du kannst also großzügig dosieren.


    Hi Jens,
    der Calcium-Wert sollte beobachtet werden. Je nach Material kann er ganz schön sinken.

  • Zitat

    Original von Linda
    du meinst, dass NH3 und H2S unabhängig vom Sauerstoffmangel für den Tod der Fische verantwortlich sind?


    Hallo Linda,

    Schwefelwasserstoff gilt als Hemmstoff der Atmungskette bei der Zellatmung. Das führt zu "innerem Ersticken", trotz Anwesenheit von Sauerstoff.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von jdeixi
    Hi Mädls,

    Bin froh das ihr darüber diskutiert. :face_with_tongue: :thu
    Vielleicht hilft es jemanden mal der diesen Fred liest.

    Hallo Jens,

    mir betimmt. Denke schon länger über einen Umbau nach, aber jetzt warte ich definitiv bis zu einem
    baldigen Umzug. Auch wenn der noch ca. 1 Jahr auf sich warten läßt.

    Habe den blöden Verdacht, dass es bei mir auch so enden könnte.

  • Hallo Zusammen,

    Mal nen Zwischenbericht.

    Verluste Insgesamt: 4 Stk.

    2 Hawaidocs
    1 Chelmon Rostratus
    1 Kanarienlippfisch

    Alle anderen sind wohlauf. Atmen wieder "normal" und schwimmen normal im Becken.

    Wasserwerte muss ich erst messen bzw. Für Ammonium etc. erst kaufen.

    Nochmals danke für eure Tips. Haben also geholfen. :thup

    Lg
    Jürgen

    lg

    Jürgen

  • Hey Jürgen,

    das sind doch mal gute Neuigkeiten! Wer weiß, vielleicht hat unser Daumen drücken doch ein bißchen gewirkt... :winking_face:

    Wäre sehr schön, wenn das Schlimmste nun überstanden wäre.

    Für alle Fälle bleiben die Daumen aber weiterhin fest gedrückt. Wäre schön, wenn Du noch ein bißchen weiter berichten würdest. Ich denke, wir können alle nachempfinden, was Du durchmachst und würden uns alle über (insbesondere hoffentlich positive) Meldungen von Dir freuen.

    Ina

  • Hall Ihr 2,

    Danke. Dürfte echt geholfen haben. Fische gehts wieder besser. Atmung normal und fressen auch gierig.
    Dürfte also mit nem blauen Auge davon gekommen sein.

    Wasserwerte sind auch bis auf PO4 alle soweit ok.

    Nitrat. 2,5 mg
    Ca 440mg
    Mg 1440 mg
    KH 7
    PO4 0,16 mg

    lg

    Jürgen

  • Hallo,

    Mir ist da noch was aufgefallen:
    Im Notfall (defekte Wasseraufbereitung) kann man auf die Wasseraufbereitung auch verzichten, da dann mitunter Minuten entscheiden. Dann kann man auch Leitungswasser direkt aufmischen und einsetzen.

    beste Grüße Andre´

  • Schön das es Berg auf geht und ich hab daraus schon gelernt. Entweder für alles vorbereitet sein oder ich mach (sollte es mal nötig sein) so eine Aktion nur, zu Öffnungszeiten der Händler da geht dann eben zur Not ein Tag Urlaub Flöten.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo,

    auch von mir herzliches Beileid an Jürgen und ich drück die Daumen, dass Ihr übern Berg seid!
    Wenn ich so was lese, trau ich mich immer 5 Tage lang nicht mehr, mein Aquarium auch nur böse anzuschaun :(.

    Aber vielen Dank, das Du hier berichtest, eventuell kann uns das ja helfen, Ähnliches zu vermeiden.
    Drum würd ich auch gern noch n paar Sachen fragen, wenn ich darf:

    Wenn ich den Thread bis hierher richtig verstanden habe, gehen alle im Moment von der Lösung von Depots aus dem Bodengrund aus. Auch wenn nicht ganz klar ist, was genau da gelöst worden ist.

    @jürgen: was für Bodengrund hattest / hast Du im Becken, welche Körnung, wie hoch? Hast Du Bodenbewohner (Schnecken, Seesterne, Grundeln, Krebse, etc.) drin?

    @Alle: wenn zumindest als eine der möglichen Ursachen akuter Sauerstoffmangel durch bakterielle Prozesse in Frage kommt, kann man so etwas nicht durch eine einfache (starke) Luftpumpe lösen, die man vorübergehend ins Wasser hängt?

    @Stefan / Alle: wie breitet man sich auf so was optimal vor? Aktivkohle, Ozon, UV(?), Luftpumpe? Vermutlich ausreichend Frischwasser vorbereitet. 50 Kerzen in der Frauenkirche können sicher auch nicht schaden, oder? :smiling_face:

    Danke Euch und Grüße
    Daniel

  • Hallo Community,

    weil Jürgen dem Begriff GAU eine neue, ein bisschen weniger dramatische Bedeutung - (grad noch einmal) gut ausgegangener Unfall - gegeben hat und Daniel mit seinem letzten Post neuerlich die Ursachenforschung anspricht ...

    Auch mir ist einiges noch nicht klar, aber ausgehend von Ingrids Hinweis auf den Schwefelwasserstoff glaub ich auch an diese Verbindung als Ursache für das Fischsterben.

    Jürgen schildert das Einsetzen der Atembeschwerden als unmittelbare Folge der Arbeiten, in deren Zusammenhang im Bodengrund abgelagerter Mulm und vermutlich sauerstofffreies Bodenwasser aufgewirbelt wurden. Das deckt sich mit meiner hier schon geschilderten Beobachtung, wonach der Erstickungstod bei meinem Fisch damals innerhalb von sehr kurzer Zeit erfolgt ist.

    Auf Wiki findet sich der Hinweis

    Zitat

    Die eigentliche Giftwirkung beruht auf einer Zerstörung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin...

    , was die Beobachtung erklären könnte, dass Krebse und Schnecken in meinem Fall damals nicht unmittelbar betroffen waren, weil sie in der Regel Hämocyanin als Blutfarbstoff für den Sauerstofftransport besitzen. Ist das korrekt? (Deshalb war ich auch auf die Nitritvergiftung als mögliche Ursache gekommen, ein bisschen nachlesen bei Armin Glaser hat aber schon geholfen, die geringe Gefahr im Meerwasser zu verstehen :))

    H2S ist nach meinem Verständnis nicht die Ursache für Sauerstoffmangel, sondern eine Folge davon. Ist die Bildung von H2S lediglich eine von biologischen Prozessen unabhängige chemische Reaktion (Sulfatreduktion unter anoxischen Bedingungen)?

    In anaeroben bzw anoxischen Bereichen sorgen Schwefelbakterien für den Abbau von H2S, weil sie für ihren Stoffwechsel Schwefel statt Sauerstoff veratmen können. Das ist jetzt zwar ein Nebenschauplatz und hat nicht unmittelbar mit dem Problem zu tun, ich möcht das aber anführen mit dem Hinweis, dass begrenzte 'schwarze Stellen' etwa unter Steinen oder in Mulmecken nicht grundsätzlich schädlich sind und so keineswegs Panik auslösen müssen. Man muss halt wissen, was passiert, wenn das Ganze umgerührt wird - sei es durch Tätigkeiten des Aquarianers oder durch neu eingesetzte Tiere. Seht ihr das auch so?

    An Sauerstoffmangel infolge Massenvermehrung aerober Bakterien nach dem Aufwühlen des Mulms kann ich nicht glauben, weil selbst Bakterien mit rasanten Vermehrungsraten für die Verdopplung der Population eine halbe Stunde brauchen. Nitrifikanten sind wesentlich langsamer, und die Reaktion der Fische ist sowohl bei Jürgen als auch bei mir sehr rasch erfolgt.

    Dass sauerstofffreies Bodenwasser durch die Mischung mit freiem Beckenwasser zu einem gefährlichen Rückgang des Gesamt-O2-Gehalts führt kann ich mir aufgrund der Volumsrelation und des Gasaustauschs bei guter Strömung auch nicht vorstellen.

    Als besonders wahrscheinliche Ursache für das Fischsterben wurde NH3/NH4 angeführt. Wenn ich's richtig verstanden hab, greift Ammoniak die Schleimhäute an und beeinträchtigt auf diese Art die Atmung. Daneben gibt es eine neurotoxische Wirkung des Ammoniums, die zum Zelltod führt. Davon mussten aber auch wirbellose Tiere in gleichem Maß betroffen sein, oder?

    Für Ammonium als Verursacher spricht, dass der Einsatz von Zeolith rasch Abhilfe gebracht hat.

    Allerdings fehlt mir noch die Erklärung, wie NH3/NH4 in so kurzer Zeit entstanden ist.

    Ingrid, Jens und Klaus stellvertretend für alle, deren Wissen über das Hobbyniveau hinausgeht: Ich hoff, ihr habt Verständnis für die Hartnäckigkeit, mit der ich das Thema Ursachenforschung verfolge. Ich möcht ganz einfach wissen, was sich in einem solchen Fall bei der Beckenbiologie abspielt.

    Dass die Tipps für Sofortmaßnahmen - allen voran Zeolithpulver und Abschäumung - zielführend gewesen sind, ist prima und die eine Sache.

    Die andere ist, wirkliche Gefahren von Mythen unterscheiden zu lernen und nach Möglichkeit Risken von vornherein richtig einzuschätzen.

    Für die beste aller Methoden halt ich die Prävention.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo,

    ich habe das ja auch schon mal geschrieben.

    Mir ist sowas ähnliches beim Umzug ins neue größere Becken passiert. Und auch ich denke, dass die vorher anaeroben Bereiche plötzlich an der Oberfläche liegen und dadurch plötzlich Gifte entstehen. Ich hatte es mir langeso vorgestellt, dass die Anaerobier plötzlich zu viel Sauerstoff bekommen und das Nitrat nun nicht mehr zu Stickstoff sondern zum Nitrit umbauen (weil sie nicht mehr so viel Sauerstoff brauchen), aber einige (u.a. Armin Glaser) haben mir gesagt, dass wohl eher das Ammonium eine Rolle spielt. Vielleicht wird ja durch die plötzliche Vergrößerung der Oberfläche plötzlich Nitrat im größeren Rahmen wirklich zu Ammonium umgewandelt und der Sauerstoff spielt eine untergeordnete Rolle. Schwefelwasserstoff schließe ich mal aus, bei mir gab es keine auffälligen "Gerüche".

    beste Grüße Andre´

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