Reine Geschmackssache?

  • Es ist voll wie ein Supermarktregal mit bunten Joghurtbechern. Langweilige Struktur, keine Spannung, keine Story, keine Message ausser „boah ist das bunt und viel“, nur Riesenauswahl in mehreren Reihen und Etagen.

    Was an dem von dir zitiertem Satz verstehst du denn nicht?

  • Zitat

    Original von Anja
    Es ist wohl untergegangen, weil es ganz am Anfang erklärt wurde:

    es geht nicht um die traditionelle 1 zu 1 Nachgestaltung eines ganzen oder halben oder viertels Quadratmeter real existierenden Riffs oder das Schrumpfen von 10 qm Realriff auf 1 qm AQ Riff. Es geht nicht darum, ein reales Stück Natur zu kopieren, sondern die Idee der Natur auf engstem Raum auszudrücken..

    aha..

    also eher natur als kunstobjekt.

    solange es den pflegeanspüchen des besatzes nicht widerspricht, ist dagegen nix einzuwenden.

    aber - wie schon gesagt - nicht reden, machen!

  • Hallo Jüregn,

    ich dachte schon ich bin der Einzige der hier nichts versteht....
    Keine Story, keine Message....
    Die Idee der Natur auf engstem Raum auszudrücken...
    Für mich ist das ziemlicher Käse.

    Natürlich bilden wir ein Stück Natur nach, und ein Riff ist nun mal ein extrem eng besiedelter Raum.
    Daraus Kunst machen zu wollen oder eine "Message" herauslesen... ich weiß nicht.

    Vielleicht das falsche Forum dafür

    Olaf

    Gruß von der Ostsee

  • Hallo Jürgen,

    Du hast es auf den Punkt gebracht - ich verstehe sie auch nicht ganz. :winking_face_with_tongue:
    Ich hoffe sehr, dass Anja uns nach Beginn ihres Kunst-Objektes an der Entwicklung teilhaben lässt.

    Anja: Vielleicht könntest uns ja mal eine Skizze machen, ruhig was einfaches mit der Hand gekrickelt oder so, damit wir eine bessere Vorstellung bekommen von Deinen Ideen.

    Ich finde es nur schade, dass sich alles immer nur um die Optik dreht. Ich bin da immer eher bei den Tieren, ihren Pflegeansprüchen und dem Wunsch, dass es ihnen gut geht. Natürlich meint Anja, dass es ihr auch wichtig ist, dass es den Tieren gut geht, aber so eindeutig kommt mir das eigentlich nicht rüber. Gewisse Dinge für ein (in meinen Augen) artgerechtes Pflegen lassen sich mit drei Steinhaufen im Sand eben nicht so richtig verwirklichen.

    Dazu müsste man sich dann auch ein bißchen mit den Bedürfnissen der Tiere vertraut machen...

    Ina

  • Jürgen lass es. Wir sind alles nur Knipser...

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Korallenknusperer? Knusper knusper knäuschen :face_with_tongue:

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    Viele Grüße
    Stefan

  • Zitat

    Original von Jürgen Mletzko
    Hallo Anja

    Es ist nicht nur der Satz den Ich nicht verstehe.
    Ich ich versteh dich nicht.
    Hast du denn überhaut eine Vorstellung wie das Becken aussehen soll?

    Gruß Jürgen

    Doch, ich verstehe Anja...

    Nach ihrer optischen "Wertvorstellung" sind 99% der hier vorgestellten Becken Mist :ylol

    Gruß

    Michael

  • Servus Anja!
    Ist ja toll, welche Emotionen du mit deiner Frage nach „ästhetischen“ Meerwasseraquarien ausgelöst hast.
    Ich komme auch aus der Süsswasserecke und bin mit Aquascaping und Amano vertraut, daher fällt es mir vielleicht etwas leichter dich zu verstehen.
    Dem, was Clemens hier gesagt hat, kann ich nur voll und ganz zustimmen.
    So wie ich das bisher beurteilen kann, gibt es im Meerwasserbereich (abgesehen von verschiedenen Riffaufbauten) keine Stilrichtung, die du dir zum Vorbild nehmen könntest.
    Es ist daher allein deiner eigenen Phantasie und Vorstellungskraft überlassen, ein ästhetisches Meerwasseraquarium zu gestalten. Wobei Ästhetik = Geschmack und darüber, da muss ich dir widersprechen, kann man sehr wohl streiten, denn Geschmäcker sind verschieden.
    Aus meiner Sicht gibt es dabei nur ein (großes) Problem. Du bist, wie du selbst sagst, neu in der Meerwasseraquaristik. Um deine Pläne umsetzen zu können, benötigst du aber eine derartige Menge an Spezialwissen und Erfahrung, ohne die du meiner Meinung nach nur scheitern bzw. dein Ziel, so wie du es dir vorstellst, nicht erreichen kannst.
    Im Süsswasser habe ich Aquascaping betrieben. Im Salzwasser (ein Becken läuft seit 1 ½ Jahren, das zweite befindet sich gerade in der Einfahrphase) würde ich mich noch lange nicht dazu in der Lage sehen.
    Trotzdem, gib nicht auf, machbar ist alles – vielleicht sehen wir hier in sechs Monaten ja schon wohin die Reise geht.....?!

    Liebe Grüße!
    Günter :thup

    Grüße!

    Günter

  • Hallo Jürgen,

    tut mit leid, dass ich mich nicht für dich verständlich ausgedrückt habe.

    Aber vielleicht kannst du (mal bitte absehen vom Fischbesatz) doch erkennen, welches von den drei Becken aus der veralteten Aquaristik kommt und welche zwei aus Ansätzen der modernen?

    http://fish-etc.com/wp-content/upl…ooking-tank.jpg

    http://fish-etc.com/wp-content/upl…nese-reef-2.jpg

    http://fish-etc.com/wp-content/upl…acked-reef2.jpg

    Wenn ja, hast du mich doch schon etwas verstanden. Sonst frag ruhig noch mal nach.

    Gruss
    Anja

  • Hallo Anja

    Ich finde alle 3 Becken Wunderschön.
    Sehe das aber ganz anders wie du.Ich sehe die Arbeit die in diesen Becken steckt.
    Es ist am Anfang nicht so einfach (Ohne Erfahrung) ein 60liter Becken zum laufen zu bringen.
    Deswegen - Mach einfach einen Versuch (gibt ja bestimmt in deiner Nähe ein paar Meerwasseraquarianer die dir Ableger anbieten können).
    Und dann viel Freude mit der Meerwasseraquaristik.
    Gruß Jürgen

  • Wenn du alle drei Becken schön findest, bestätigst du die alte Erkenntnis, dass man über Geschmack nicht streiten kann. Der eine findet eben das, der andere das und noch ein anderer findet alles schön.

    Trotzdem gibt es so etwas wie guten und schlechten Geschmack.

  • Hi,

    ich finde die meisten hier vorgestellten Becken irgendwie schick. Die große Artenvielfalt der Meerwassertiere, die große Farbbandbreite, die interessanten Verhaltensweisen, die teils fast schon außerirdisch wirkenden Lebewesen - also ich habe nun auch schon mehrere Jahre Süßwasserbecken - das gibt es dort nicht so einfach automatisch und dann entstehen halt so Trends wie Aquascaping etc., die dort auf eine andere Weise irgendwie eine besondere Ästhetik herbeizaubern möchten.
    Allein schon deshalb glaube ich, ist das Bedürfnis nach sowas im Meerwasserbereich deutlich geringer.

    Ich glaub auch, dass das ganze etwas überschätzt wird. Ich habe nie ersthaft selbst Aquascaping propbiert, aber ich weiss wie sich meine gesund und frisch aussehenden Pflanzen (oft wesentliches Element) verhalten - Sie sind normal jung und wachsen wie bekloppt.
    Ich habe manchemal so Sweet Spots, wo das Becken so etwa 3 Tage wunderbar ausschaut. Danach wucherst es einfach nur zu, untere Pflanzen werden abgeschattet, alte Teile wachsen weniger, man gärtnert massiv herum, dann brauchts wieder paar Tage und man hat wieder einen Sweet Spot.
    Ich möchte nicht wissen, wieviele dieser Aquascape-Supervideos genau einen Sweet Spot aufnehmen, und den kann man am besten mit einem frisch aufgesetzten Becken erreichen, und danach gehts nur bergab oder kostet massiven Aufwand.
    Das kann für die darin lebenden Tiere, auch wenn es oft nur wenige kleine Fische / Garnelen ssind, nun auch nicht so toll sein.

    Viele Grüße,
    André

    Einmal editiert, zuletzt von andrePankraz (6. Februar 2013 um 15:16)

  • Hi André,

    als ich noch im Süsswasser unterwegs war, hab ich mich auch mal mit Amano beschäftigt irgendwo stehen da noch Bücher rum. Ich hatte damals einen super Händler ders mir 1:1 so gesagt hat wie du gerade mit den sweet spots. Er war auch der Meinung, dass die ganzen Bilder von Amanos Becken von frisch eingerichteten Becken stammen und so ein Status Quo einfach nicht zu halten ist.

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    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Anja
    Zeig uns doch mal Bilder (wenn es welche gibt) von 60liter Becken die so aussehen wie auf den Fotos die du gepostet hast.
    Deine Vorstellungen sind so für mich nicht machtbar.
    Hab ich jetzt einen guten oder schlechten Geschmack? :smiling_face:
    Gruß Jürgen

  • Zitat

    Original von Anja
    Aber vielleicht kannst du (mal bitte absehen vom Fischbesatz) doch erkennen, welches von den drei Becken aus der veralteten Aquaristik kommt und welche zwei aus Ansätzen der modernen?


    Es ist eine Sache zu erkennen, dass die ersten beiden Becken nach anderen Prinzipien gestaltet wurden als das dritte, eine andere ist, ob man das automatisch schöner findet.

    Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich anmaßend, einfach per Rundumschlag quasi alle, die dir hier antworten (und vermutlich auch die meisten, die nicht antworten) als "veraltete" Aquarianer zu bezeichnen, die einen "schlechten Geschmack" haben. Eine wertfreiere Formulierung wäre da in meinen Augen deutlich angebrachter gewesen.

    Ich verstehe allmählich wohl schon, worum es dir geht. Und die einzelnen Fotos, die hier mittlerweile auftauchen, zeigen ja, dass es irgendwie auch geht. Aber du übersiehst (mangels Kenntnis im Meerwasserbereich) völlig, dass es noch viele andere Aspekte beim Aufbau und der Pflege von Meerwasseraquarien gibt, und definierst unter diesem eingeschränkten Blickwinkel einfach mal eben pauschal, wer hier gute, moderne Aquaristik betreibt, und wer die geschmacklose, veraltete.

    Im übrigen finde ich es keine neue Erkenntnis, darauf zu achten, dass ein Riff nicht symmetrisch aufgebaut ist (unseres wurde selbst erst vor ein paar Wochen dahingehend umgebaut), dass man Schwerpunkte sinnvoll im Becken verteilt, auf die Farbzusammenstellung der Korallen achtet (Komplementärfarben), soweit es möglich ist usw. Dumm nur, wenn die grüne Acropora von der roten Anemone vernesselt wird, wenn die lila Montipora viel mehr Strömung braucht als die orangefarbenen Krustenanemonen usw.

    Ich denke auch: Fang doch einfach mal an, bau' dir ein kleines Nano auf und gestalte es mal nach deinen Vorstellungen. Oder mach' zumindest mal eine konkrete Planung, wie es aussehen könnte.

  • Jürgen, du willst wirklich von mir wissen, ob du einen guten oder einen schlechten Geschmack hast, wenn du alle drei Becken wunderschön findest?

    Die eigentliche Frage war aber, ob du erkennen kannst, welches Becken von den dreien der veralteten Aquaristik entspricht. Diese Frage hast du nicht beantwortet.

    Erst wenn man den Unterschied zwischen alter und moderner Aquaristik erkennen kann, kann man sich bewusst entscheiden.

    Wenn man sich dann trotzdem für die alte Aquaristik entscheidet und dabei aber den insgesamt weniger Fischen viel mehr Schwimm- und Rückzugsraum gönnt als sonst so üblich, dann wäre es ok. Guter Geschmack hin oder her, denn vor allem sollte das Wohl der Tiere stehen.

    Gruss
    Anja

  • Hi,

    was soll denn bitte schön veraltete Aquaristik sein?

    Nur weil High stacked reef der gute alte Geröllhaufen ist? Der entstand ja nicht per se früher aus mangelndem ästethischem Empfinden, sondern weil es früher kaum bekannte Alternativen zum Aufbau mit lebenden Steinen gab, und versuch aus denen mal was filigranes selbst zu bauen bevor Du das beurteilst. Das ist schon etwas frech.
    Ich finde den dennoch ganz gut gelungen, bekomme das erst mal hin.

    Wie gesagt, Aquqscaping....ich weiss was für Pflanzen das sind, die derart frisch ausschauen. Wer noch nie selbst erlebt hat, wie schnell derartige Wasserpflanzen in dem Lebensabschnitt wachsen, der kann das kaum nachvollziehen. Den kannste zugucken...ein Tag >15 cm...kein Problem. Da kannste Dir selbst ausrechnen was mit solchen Tanks passiert nachdem die Kamera aus ist.


    Diese farm-japanese sieht ja nett aus (für was kleines), aber ich sehe da superfeinen Sand, keine Grundeln, keine Wasserbewegung etc. - würd mich nicht wundern wenn auch noch etwas Photoshop dabei ist. Künstlerischer Anspruch ist ja das eine, aber mit Deinem grad erwähnten "Wohk der Tiere" geht das nicht immer konform.

    Mir gefällt nebenbei more natural tank am besten, wegen der luftigen Tiefe. Aber ob das wirklich "more natural" ist...den Geröllhaufen findet man sicher öfter in der Natur :winking_face:


    Viele Grüße,
    André

  • Beeinträchtigt moderne Aquaristik das Wohl der Tiere?

    Machen wir es mal ganz einfach und ganz praktisch.
    Im Vergleich zur veralteten Aquaristik gibt es in der modernen:

    Becken, die tiefer sind und durch die Gestaltung auch tiefer wirken

    weniger Steine und mehr Wasser

    eine Anordnung der Steine nach ästhetischen Prinzipien

    eher kleinbleibende Tiere

    eher weniger Fische

    eher weniger verschiedene Arten

    Gefährden die genannten Punkte das Wohl der Tiere, verbessern sie es tendentiell, oder sind sie egal?

  • Das hat doch mit modern oder veraltet nichts zu tun sondern ist und bleibt Frage des persönlichen Geschmacks und darüber lässt sich nicht streiten auch wenn du da anderer Meinung bist. Das eine ist Modell Kaimauer, das andere eben ein luftiger Aufbau mit viel Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten.

    Dein theoretisches Geblubbel und Designbegriffe sind schlicht überflüssig. Setz es in deine 100 Liter praktisch um dann reden wir weiter

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    Viele Grüße
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan_Servus (6. Februar 2013 um 17:06)

  • Gerade der grössere Schwimmraum und die besseren Versteckmöglichkeiten sprechen nach meiner Meinung dafür, dass die moderne Aquaristik nicht nur für den Menschen sondern auch für die Tiere schöner ist.

    In der alten Aquaristik geht es häufig vorrangig um die Schaffung von vielen Abstellflächen für möglichst viele Korallen. Da bleibt dann kaum Platz für die Fische. Vor allem das vollständige Zupflastern der Rückwand, durchaus auch mit künstlicher Riffkeramik, die in iher Hässlichkeit kaum zu überbieten ist, nimmt den Becken tatsächliche und sehr stark auch optische Tiefe.

    Wenn man nach dem alten Grundsatz „form follows function“ verfährt, dann will man Tiefe erzeugen, um durch Spannung den Blick zu leiten und aufzuladen. Das geht aber nur durch den negativen Raum zwischen zwei Felsformationen, die durch optische Tricks so gestaffelt stehen, dass fiktive Distanz entsteht, in der Objekte durch weitere parallele kleiner werdende Steinstrukturen weiter entfernt wirken als sie tatsächlich sind. Ein Blick auf Teile der schwarzen Rückwand ist da allemal besser für die Illusion der Tiefe als eine Kaimauer.

    Das Ganze ist kein theoretisches Geblubbel, sondern gehört zum Handwerkszeug der modernen Aquaristik. Wie bei vielen neuen Dingen, muss man wohl auch hier damit leben, dass sich einige darüber erstmal lustig machen, der nächste Schritt ist dann „das geht nicht“, dann „die Tiere nehmen Schaden“, dann „das ist doch nicht neu, das machen wir doch schon längst“ und der letzte Schritt ist „ich habs erfunden“.

    Aber das ist noch ein weiter Weg, wenn man hier die Widerstände als typisch nimmt. Es ist, das muss man einfach anerkennen, auch ein verdammt blödes Gefühl sich einzugestehen, dass das eigene geliebte Aquarium ziemlich Scheiße aussieht im Vergleich zu den modernen Becken.

  • Entschuldige Anja, für mich versteigst Du Dich in krude Thesen, ohne eine erkennbare Erfahrung mit Meerwasser zu haben. Den einen oder anderen Aufbau von Becken als "Modern" oder "altmodisch" zu bschreiben, ist oberflächlich, wenn Du nur ein Bild nimmst.
    Du verstehst keinerlei Zusammenhänge in der Meerwasseraquaristik, richtest über das Aussehen und jetzt auch die Tierfreundlichkeit von Becken, und bügelst alle Kommentare von erfahrenen Nutzern ab.
    Ich habe den Eindruck, Du willst ein Kunstwerk, und kein lebendes System. Die Amano-Aquarien sehen für mich - wie japanische Steingärten - optisch schön aus, haben aber nichts mit Tierfreundlichkeit zu tun... in der fernöstlichen Philosophie hat das mal gar nix zu suchen, Stein, Element und Tier haben sich dem Bild unterzuordnen. So sehe ich das zumindest im Extrem. Natürlich kann man sich bemühen, das ganze tiergerecht zu machen, aber ich verstehe Amano nicht so, als wäre es ihm um die Tiere gegangen, sondern nur um den optischen Eindruck.
    Das steht bei den meisten von uns im klaren Gegensatz zu unserer Motivation, möglichst einen Lebensraum nachzubilden, und nicht ein verkleinerte Karikatur zu schaffen.
    Gruß
    Alex
    PS: Ich betrachte Dich übrigens nach Deinem letzten Posting als Troll.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_Muc (6. Februar 2013 um 19:06)

  • Anja,
    jetzt hast Du Dich disqualifiziert. Dieses Becken ist nämlich, wenn man sich die Struktur auf allen (!) Bildern anschaut, relativ gut aufgebaut. Über Geschmack lässt sich streiten, aber der Aufbau ist sicherlich nicht schlecht. Auf diesem Foto wirkt es 2-dimensional, ist es aber in Wirklichkeit nicht. Außerdem ist hier noch der Wuchs der noch relativ frisch eingesetzten Korallen miteinzuberechnen.
    Nebenbei: Du schreibst von Tierfreundlichkeit: Im Gegensatz zu Algen sind alle Korallen Tiere und keine Pflanzen, und somit ist ein regelmäßiger Schnitt (wie er für Deine "moderne" Aquaristik wohl notwendig wäre) nicht gerade tierfreundlich, die Tiere nehmen es nebenbei auch noch ganz schön übel, regelmäßig fragmentiert zu werden...
    Gruß
    Alex

    @Michael: Denk ich auch, sie reizt jetzt zu offensichtlich. Aber unwidersprochen (Forensuche) möchte ich es nicht lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex_Muc (6. Februar 2013 um 19:17)

  • Zitat

    Original von Anja
    Gerade der grössere Schwimmraum und die besseren Versteckmöglichkeiten sprechen nach meiner Meinung dafür, dass die moderne Aquaristik nicht nur für den Menschen sondern auch für die Tiere schöner ist.

    In der alten Aquaristik geht es häufig vorrangig um die Schaffung von vielen Abstellflächen für möglichst viele Korallen. Da bleibt dann kaum Platz für die Fische. Vor allem das vollständige Zupflastern der Rückwand, durchaus auch mit künstlicher Riffkeramik, die in iher Hässlichkeit kaum zu überbieten ist, nimmt den Becken tatsächliche und sehr stark auch optische Tiefe.

    Wenn man nach dem alten Grundsatz „form follows function“ verfährt, dann will man Tiefe erzeugen, um durch Spannung den Blick zu leiten und aufzuladen. Das geht aber nur durch den negativen Raum zwischen zwei Felsformationen, die durch optische Tricks so gestaffelt stehen, dass fiktive Distanz entsteht, in der Objekte durch weitere parallele kleiner werdende Steinstrukturen weiter entfernt wirken als sie tatsächlich sind. Ein Blick auf Teile der schwarzen Rückwand ist da allemal besser für die Illusion der Tiefe als eine Kaimauer.

    Das Ganze ist kein theoretisches Geblubbel, sondern gehört zum Handwerkszeug der modernen Aquaristik. Wie bei vielen neuen Dingen, muss man wohl auch hier damit leben, dass sich einige darüber erstmal lustig machen, der nächste Schritt ist dann „das geht nicht“, dann „die Tiere nehmen Schaden“, dann „das ist doch nicht neu, das machen wir doch schon längst“ und der letzte Schritt ist „ich habs erfunden“.

    Aber das ist noch ein weiter Weg, wenn man hier die Widerstände als typisch nimmt. Es ist, das muss man einfach anerkennen, auch ein verdammt blödes Gefühl sich einzugestehen, dass das eigene geliebte Aquarium ziemlich *** böses_Wort ***e aussieht im Vergleich zu den modernen Becken.

    Da halt ich's jetzt mit Oscar Wilde: Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!

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    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hi,

    ich war auch schon kurz davor, das "Geblubbel" von Anja nochmal zu kommentieren, allerdings kann ich das seit mindestens 2 Seiten nicht mehr ernst nehmen...

    Gruß

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Bodiwodi (6. Februar 2013 um 20:06)

  • Hallo zusammen,

    in meinen Augen hat Anja nun leider in ihren letzten Aussagen einen gewissen Punkt überschritten.

    Wir haben eben alle unsere Erfahrungen gemacht und möchten diese auch gerne mit ihr teilen, aber so richtig gewünscht scheint es ja nicht zu sein.
    Stattdessen muss man sich schon fast beleidigen lassen von jemandem, der noch nicht einmal weiß was Glasrosen, Cyanos oder Dinoflagellaten überhaupt sind. Und vor allem nicht weiß, was diese so alles mit ihrer perfekten Optik anstellen können und werden.

    Ich denke, ich werde hier meine Erfahrungen erst wieder einbringen, wenn ich mal Bilder vom künftigen Becken zu sehen bekomme.

    Ina

  • Ich kann und möchte es eigentlich auch nicht mehr ernst nehmen. Zum anderen wird es endlich mal konkret, also für den Fall, dass sie es doch ernst meint...

    Zitat

    Original von Anja
    Beeinträchtigt moderne Aquaristik das Wohl der Tiere?
    (...)
    Im Vergleich zur veralteten Aquaristik gibt es in der modernen:

    Becken, die tiefer sind und durch die Gestaltung auch tiefer wirken


    Wolltest du nicht ein Nano aufbauen...?

    Zitat

    weniger Steine und mehr Wasser


    Unter so manchem "Steinhaufen" verstecken sich filigrane Riffaufbauten, die von oben zwar mit Korallen überwachsen sind, darunter aber immense Bewegungsbereiche für Fische und andere Tiere bieten.

    Hinzu kommt, dass du offenbar der (falschen) Meinung bist "mehr Schwimmraum = bessere Lebensbedingungen für Fische". Wie schon mehrfach geschrieben wurde, fehlt dir einfach das Wissen. Natürlich gibt es auch freischwimmende Fische, die einfach Platz benötigen. Selbst die schwimmen aber lieber um Aufbauten, Pfeiler, etc. herum. Und ein großer Teil der Fische gehört noch nicht einmal zu den Freischwimmern: Zwergkaiser lieben Steinaufbauten, bei denen sie immer eng entlang des Riffs in dessen Schutz schwimmen können. Baggernde u.a. Grundeln halten sich fast nur in Bodennähe auf, die lernen die oberen 4/5 eines Beckens oft gar nicht kennen. Anemonenfische bewegen sich quasi nie außerhalb ihrer Anemone. Mandarinfische picken von morgens bis abends auf den Steinen und sind nie im Freiwasser zu sehen - mit Ausnahme der abendlichen Balz vielleicht. Falterfische wie der Chelmon rostratus suchen ohne Unterlass entlang des Riffs nach Kleinstlebewesen und Röhrenwürmern, bevorzugt unter Überhängen und an schlecht zugänglichen Stellen. Und so weiter und so fort.

    Und jetzt kommst du und verurteilst Becken, die genau diese Bedürfnisse erfüllen?

    Klar brauchst du viel Wasser und eher wenige, aber wohl platzierte Steine, wenn du hauptsächlich Doktoren und Lippfische halten willst. Aber gerade in den kleineren Becken werden eher die wenig freischwimmenden Fische gehalten, einfach mangels Beckenvolumen. Die würden sich absolut unwohl fühlen, wenn sie ein kunstvoll gestaltetes Becken mit ganz viel negativem Raum und wenigen, hübsch im goldenen Schnitt angeordneten Steinen bewohnen sollten.

    Zitat

    eine Anordnung der Steine nach ästhetischen Prinzipien


    Das ist den Tieren ziemlich schnuppe.

    Zitat

    eher kleinbleibende Tiere


    Das ist eine Frage der artgerechten Haltung.

    Zitat

    eher weniger Fische


    s.o.

    Zitat

    eher weniger verschiedene Arten


    Das kann das Wohlergehen tatsächlich beeinträchtigen und lässt sich so pauschal nicht positiv oder negativ werten.

    Zitat

    Gefährden die genannten Punkte das Wohl der Tiere, verbessern sie es tendentiell, oder sind sie egal?


    Teilweise gefährden sie das Wohl der Fische - je nach Besatz, s.o.

  • Hallo,
    ich hätte da mal eine Frage, ist das Universum unendlich?
    Hmmm wer kann mir weiter helfen?.....ich glaube die Frage kann keiner beantworten :face_with_tongue:
    Bergfest!!!!!!!!
    MfG Jens


    PS:selten so gelacht :grinning_squinting_face: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue:

  • Hallo,

    Anja
    Jürgen, du willst wirklich von mir wissen, ob du einen guten oder einen schlechten Geschmack hast, wenn du alle drei Becken wunderschön findest?

    Die eigentliche Frage war aber, ob du erkennen kannst, welches Becken von den dreien der veralteten Aquaristik entspricht. Diese Frage hast du nicht beantwortet.

    Erst wenn man den Unterschied zwischen alter und moderner Aquaristik erkennen kann, kann man sich bewusst entscheiden.

    Wenn man sich dann trotzdem für die alte Aquaristik entscheidet und dabei aber den insgesamt weniger Fischen viel mehr Schwimm- und Rückzugsraum gönnt als sonst so üblich, dann wäre es ok. Guter Geschmack hin oder her, denn vor allem sollte das Wohl der Tiere stehen.

    Wie wahr.
    Wenn ich mir die beiden ersten Fotos so betrachte, komme ich zu dem Ergebnis, dass es sich hier kaum um irgendwelche Nano-Becken handeln kann. Ergo kann man auch nicht davon ableiten, dass sich diese Abbilder in den Nano-Bereich 1:1 kopieren lassen. Das 1. Bild zeigt uns mindestens 3 Fische, die ihre maximale Größe mit 25 cm und mehr erreichen werden. Das allein spricht schon Bände. Einmal davon abgesehen, dass es nicht sinnvoll ist, wenn man zooxanthellate und azooxanthelate Weichkorallen miteinander vergesellschaftet. Eine Spezies wird dabei immer das Nachsehen haben.
    Die Aufnahmen und die Wirkung der Bilder auf den Betrachter würde ich vordergründig als positiv bewerten. Nur, das ist nur die halbe Wahrheit. Die Aquarien unterliegen mit Absicht einem bestimmten optischen Blickwinkel, der möglicher Weise auch so gewünscht ist, aber dabei allerdings nur einen Teilausschnitt zeigt. Fair wäre es gewesen, die Komplettansicht so zu zeigen, wie es Foto Nr. 3 darstellt.
    Wer sich ausnahmsweise einmal mit der Firmenseite des Urhebers dieser Fotos beschäftigt hat, dem wird sicherlich der „Aufmacher“, ein „Japanese“-Becken von ca. 360l Inhalt mit folgendem Besatz aufgefallen sein. (Also bestimmt kein Nano.)

    “The tank houses primarily SPS corals, with a rainbow Ricordea and some Tub’s zoanthids being the only exceptions. Coral species include: A. nana, A. nobilis, A. tortuosa, A. formosa, A. horrida, S. hystrix, M. capricornis
    Fishwise we gravitate towards Butterflyfish. We currently house: C. declivis, Roaops Hybrid (C. burgessi x C. flavocoronatus), and a mated pair of A. percula.”

    Was ist hier zu sehen?:
    Eine transparente Rundumeinsicht mit einem sterilen Glasboden und einer spärlichen Riffkonstruktion als Mittelpunkt. Großartige Rückzugsmöglichkeiten für die Falter sehe ich nicht. Anemonenfische ohne ihre Wirtsanemone mit Falterfischen auf engem Raum zu vergesellschaften, ist mehr als grenzwertig! Was die Verhaltensforschung davon hält, möchte ich hier nicht kommentieren.
    Mittlerweile, das oben genannte Becken ist bereits mehr als 1 Jahr in Betrieb, ist der Declivis entfernt worden. Jeder, der einmal Chaetodonten miteinander vergesellschaftet hat, wird auch ahnen warum. So läuft es dann immer, wenn die Verhaltensmuster der Pfleglinge ignoriert werden und nur die eigenen Phantasien im Vordergrund stehen. Das hat mit dem Begriff eines natürlichen Milieus nichts mehr zu tun hat.
    Ich will einmal hoffen, dass die erwähnten Korallen, falls sie nicht über Gebühr durch die Chaetodonten belästigt werden, entsprechend dem Lichteinfall, auch wachsen werden. Wenn`s gut geht wird man bald zur Zange greifen müssen, um sich dann ganz der „gärtnerischen Tätigkeit“ hinzugeben. Wie letztendlich die Korallen dann aussehen werden, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Ich kann da nur spekulieren. Korallen lassen sich auf Dauer nicht auf „Bonsai“ zurückschneiden. Wenn´s schlecht geht, wird das Becken ausgeräumt und neu eingerichtet oder man hängt bis zum Abtransport ein Tuch darüber. Vorbei mit der Illusion.
    Für mich sind diese Fotos Bilder, die auf den ersten Blick ansprechend erscheinen, auf den zweiten Blick aber keinesfalls auf einem biologisch/zoologischen Hintergrund fußen. Das sollte aber immer im Vordergrund stehen.
    Diese merkwürdige Art von „Themenbecken“ könnte ich mir kurzfristig auf einer Messe oder Ausstellung vorstellen, die für kommerzielle Zwecke durch einen temporären Zeitrahmen begrenzt, aus welchen Gründen auch immer, den Traum eines Riffs in den Vordergrund rücken will. Auch als „meeting-point“ auf dem Flur einer Chefetage. Vorausgesetzt die Biologie stürzt nicht ab und der (erfahrene) Pfleger arbeitet (täglich) gewissenhaft. Die Optik wird sich auf jeden Fall durch die Biologie verändern und letztendlich damit auch der gewünschte Eindruck.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Ach ja, komm, ich geb auch mal meinen Senf dazu:

    Naja, als erstes würde ich mir mal die Definition des Begriffes Ästhetik durchlesen und mir das verinnerlichen :winking_face:
    Ein Becken mit einem Bild zu vergleichen, welches eine Aussage darstellt oder gar eine Message für den Betrachter beinhaltet, ist schon sehr weit hergeholt. Welche Aussage kann man denn mit Riffaufbau, Korallen und anderen Tieren darstellen? Hilfe, die Riffe sind gefährdet?
    Was hat denn der Begriff 'moderne Aquaristik' für eine Bedeutung wenn man ihn nur an der Gestaltung eines Beckens ausmacht? Eine Modeform, ein kurzlebiger Trend? Dann gehört das eh verboten wenn dadurch Tiere nicht artgerecht gehalten werden können. Moderne Aquaristik kann man nur daran festmachen, dass man heute mit modernerer Technik, besseren Erfahrungen und Verständniss für biologisch/chemische Vorgänge Tiere besser und artgerechter halten kann als vor z. B. 20 Jahren. Alles andere, Vergleich mit der Kunst, negativer Raum, goldener Schnitt ist egal bei welcher Tierhaltung völliger Unsinn. Einzig und alleine die artgerechte Haltung so weit wie möglich zählt. Einzig daran kann man moderne Aquaristik festmachen.
    Ein Fisch wird sich nicht wohler oder schlechter fühlen nur weil sein Besitzer den Riffaufbau nach dem Feng Shui aufgebaut hat oder irgendwelche Raumregeln aus Architektur oder Kunst verwendet.
    Wir halten unsere Tiere aus Freude und Interesse an ihnen und verwenden Zeit, Energie, Geld und Nerven daran ihnen das bestmögliche Biotop für ihre natürliche Lebensweise zu bieten. Und freuen uns wie kleine Kinder wenn man wieder 'ne kleine Wuchsspitze an einer Koralle sieht oder gar sich etwas im Becken vermehrt. Laut deiner Definition müsste ich jeden neuen Korallenast ab einem bestimmten Zeitpunkt abknipsen, ist ja dann nicht mehr 'moderne Aquaristik' wenn alles wächst, gedeiht und dichter wird. Verkleinert oder vergößert den negativen Raum und stört somit das Wohlbefinden des geneigten Betrachters und würde somit sogar zu Missverständnissen in der Kommunikation bei der Übermittlung der Message führen können, gelle?
    Jemanden 3 Bilder zu zeigen und ihn das des schlechten Geschmacks zu bezichtigen ist schon verdammt dreist. Manche mögen den leichten Riffaufbau mit Säulen und Platz dazwischen, andere die 'Kaimauer'. Andere eine Mixtur aus beiden etc. pp. Das derjenige mit der 'Kaimauer' keine moderne Aquaristik betreibt, wage ich mal mit meinem jugendlichem Leichtsinn zu bezweifeln, wenn die Tiere gedeihen und wachsen.

    Einmal editiert, zuletzt von Mladen (6. Februar 2013 um 21:20)

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