Export Hawai / Rotes Meer usw.

  • Hallo zusammen,
    ich habe gerade im Gespräch mit einem Onlineshop folgende Info erhalten:
    Keine Gelben Seebader mehr, da aus Hawai nicht mehr exportiert werden darf
    Keine Palettendocs weil praktisch ausgerottet
    Keine Kaudernis aus demselben Grund

    Ist da was dran ? Warum hat man da bei Reefnews oder so nix gelesen ?

    Danke + Grüße
    Joachim

    BK 200 deluxe, Pacific Sun 3x150W, Zeolithfilter, Red Dragon, Atoll Riff deko

  • Hi,

    das es bald keine Hawaidoktoren mehr gibt wird ja schon lange immer wieder mal behauptet
    Der Kauderni ist so viel ich weiß mittlerweile weit davon entfernt bedroht zu sein weil er in Gebieten ausgesetzt wurde wo er nichts zu suchen hat und sich dort unkontrolliert vermehrt. Jedenfalls habe ich sie schon vor 5 Jahren in lembeh in großen Mengen beim tauchen gesehen.

    Gruß Sascha

  • Hallo Sascha,

    ich finde es nicht verwunderlich, dass Du die Kaudernis in Lembeh gesehen hast :face_with_tongue: sie kommen nämlich nur dort bzw. Banggai (also um die Ecke) vor:

    Pterapogon kauderni

    Und der Bestand scheint nach wie vor gefährdet zu sein ...

    Das Bild haben wir übrigens vor 4 Jahren in der Lembeh Strait gemacht:

    Viele Grüße
    Marion

    2 Mal editiert, zuletzt von merlin1995 (21. Januar 2013 um 22:03)

  • Welchewr "Händler" behauptet sowas?

    Kaudernis gibts mittlerweile an mehreren Stellen, da sie "versehentlich" von Fängern verloren wurden...
    Naja, die rotten wohl nix anderes aus!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • die Kauderni hat doch fast jeder Händler als DNZ im Sortiment, wieso kauf man da denn Import Tiere? :confused_face:

    Gruß Stefan


    2 x Sun Spot 400 / Mini BK200 mit Helix Cleaner/ Theilling Rollermat / Kaskaden Filter Aquadriver / UV FIAP65 / RFP RD3 75W, 2 x ECM42 Hydro Wizard / automatische Notstromversorung mit Netztvorrangschaltung

  • Hallo Marion,

    sie kommen aber nicht natürlicherweise in der Lembeh Strait vor, steht auch so im Wikipediaartikel :wink
    dort wird auch angedeutet das sie sehrwohl Schaden dort anrichten in dem sie Anemonen besetzen und damit den Anemonenfischen den Lebensraum nehmen. :angry_face:
    Ich will damit natürlich nicht sagen das wieder mehr Wildfänge verkauft werden sollen, im Gegenteil.


    Gruß Sascha

  • Hallo Joachim,

    doch schon, es gibt konkrete Bemühungen das sowas in Hawaii durchgesetzt werden soll.
    Aber nicht nur in Hawaii brodelt es..

    Hier findest Du ein bisserl was drüber (zum Ende hin)
    http://www.korallenriff.de/artikel/1277_q…amp_Morgen.html


    zum P. kauderni hier
    http://www.korallenriff.de/artikel/1073_D…_kauderni_.html

    Ich zitiere:
    Durch entkommene Fische aus diversen Fangstation sind allerdings auch neue Lebensräume besiedelt worden. Es gibt derzeit zwei bekannte weitere Populationen. Im Jahr 2000 bis 2001 haben sich die Fische von 50 gezählten Exemplaren auf bereits 650 Tiere vermehrt gehabt. 9 Jahre später im Jahr 2010 ist es sogar so, dass der Banggai Kardinalbarsch so dermassen überhand genommen hat und andere Arten wie z.B. Anemonenfische aber auch Schnepfenmesserfische damit in Bedrängnis bringt. Dennoch ist die Zahl der importieren Tiere immer noch enorm hoch, der Fisch schlichtweg in Gefahr.

  • Hallo

    auch ich sehe solche Verbote mit gemischten Gefühlen, letztendlich wird man versuchen, die gesperrten Tiere anders zu bekommen, man fördet die Illegalität und letztendlich verhindert dies nicht, dass die entsprechenden Fische woanders ausgesetzt werden (Z. flavescens gibt es nicht nur in Hawaii).

    Allerdings kenne ich auch Importeure, die solche Meldungen immer mal verstreuen.

    Bezüglich des Kardinalbarsches ist es lin der Praxis leider so, dass noch viel zu viele Tiere in den Aquarien sterben, weil die Leute krampfhaft versuchen Paare zu bilden und nicht erkennen, wenn sich 2 Tiere nicht vertragen - oder wo sind die Tiere aus dem handel alle hin?

    Beste Grüße Andre´

  • "wo sind sie alle hin..."

    ja, das Frage ich mich manchmal auch, aber nicht nur bei Pterpogon kauderni, sondern auch beim doch recht stark gezüchteten einfachen Amphiprion ocellaris.

    Ansonsten bin ich da ganz bei Dir, Verbote wie dieses sind auch in meinen Augen das falsche Mittel.

  • Natürlich sind Verbote das falsche Mittel. Sie sind aber das Mittel der Zeit, der aktuellen Politik, des Geschreis der Tierrechtler.
    Als Terrarianer bin ich so etwas seit Jahren gewohnt. Daß aber seit geraumer Zeit die private Wildtierhaltung immer stärker unter Beschuß gerät müssen auch die Aquarianer endlich realisieren. Auch wir sind gemeint, wenn Aktion Tier oder andere ein "Exotenverbot" fordern.
    Erste - durch Lobbyarbeit der Tierrechtler mit erlogenen Behauptungen stark geförderte - politische Ansätze kriegen wir dieser Jahre mit den neuen Gefahrtiergesetzgebungen verschiedener Bundesländer um die Ohren gehauen.
    In der letzten DATZ hatte der gute Dr. Rössel etwas zu der neuen Verordnung in Bremen geschrieben und sich leider geirrt als er schrieb, daß jetzt erstmals auch Fische mit erfaßt seien. Die waren nämlich schon in der alten Fassung drin, da hieß es lapidar "giftige Fische" (womit ja z.B. auch Panzerwelse und Kugelfische in Privathaltung verboten waren, was allerdings wohl niemanden interessierte, es waren zumendest keine giftigen Fische im Bundesland gemeldet.) Jetzt es heißt es genauer:
    "- Steinfische (Synanceiinae)
    - Skorpionsfische (Scorpaeninae)
    - Petermännchen (Trachinidae)
    - Stechrochen (Dasyatidae)
    - Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae)
    - Zitterrochen (Torpedinidae)
    - Zitteraal (Electrophorus electricus)
    - Zitterwels (Malapterurus electricus)
    Von den Kegelschnecken (Conidae): (genaue Auflistung von 23 Arten)
    - Kleiner blaugeringelter Oktopus (Hapalochlaena maculosa)
    - Großer blaugeringelter Oktopus (Hapalochlaena lunulata)" (Zitat aus dem Gesetz, lediglich die 23 Conus-Arten habe ich mir gespart.)
    An diesem Listenausschnitt merkt man schon, daß die Leute, die die erstellt haben maximal taxonomisches Halbwissen besitzen (schonmal ein Schritt nach vorne gegenüber den Vollblindgängern der alten Liste....) :
    - Durch das muntere Durcheinanderwürfeln von Familien und Unterfamilien sind jetzt auf einmal Feuerfische (Pteroinae) wieder legal.
    - Die einzigen Zitterrochen, die ich in über 25 JAhren im Handel gesehen habe, Vertreter der Gattungen Narkine und Narce (Narcidae bzw. Narkinidae) sind auch nicht erfaßt
    - Wie viele Kegelschnecken-Arten gibt es? Wer kann die tatsächlich auseinander halten? Warum diese 23 Arten und nicht alle?
    - Ähnlich mit den Blauringelkraken, da gibt es noch genug Hapalochlaena-Arten, die man sich ohne gesetzliche Konsequenzen nach Hause holen kann - wenn man will.

    Noch ärger sind diese Listen für die Terrarianer, fast willkürlich sind Reptilien- und Wirbellosengattungen aufgeführt....

    Hamburg plant zur Zeit auch ein neues Gefahrtiergesetz, in dessen Anhang unter anderem Scorpaenidae (also auch Schaukel- und Napoleonfische!) und Würfelquallen (!!!) gelistet sind.

    Anfang 2012 hatte die DGHT die für März angekündigte Novellierung in Bremen noch als Meilenstein in der Gefahrtiergesetzgebung angekündigt, weil viele wirkliche Fachleute bei der Planung involviert waren, die waren dann aber bei den maßgeblichen Sitzungen im August 2012 (!) nicht dabei. Aus Sitzungsprotokollen, die im Netz zu finden sind steht dann daß die Listen "auf Antrag des Deutschen Tierschutzbundes" erweitert wurden......

    Solche Leute wollen uns verbieten, uns zu Hause mit Regenwald- oder Riffausschnitten zu beschäftigen, weil "Exoten grundsätzlich nicht artgerecht gehalten werden können" und eine "Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen".

    Dieselbe Lobby (sucht im Netz mal nach "Snorkel Bob") versucht aus den selben Gründen z.B. auf Hawaii den Fischfang für aquaristische Zwecke zu verbieten.
    Dagegen wäre eine CITES-Listung von Pterapogon m.E. mehr als nur sinnvoll und letztendlich (bei entsprechenden geringen oder gar Nullquoten) für unser aller Hobby auch nur förderlich (siehe Seepferdchen!), bei der letzten Vertragsstaatensitzung ist aber der Antrag nicht durchgekommen....

    Da unsere Gegner uns in der Regel nicht einmal anhören, müssen wir versuchen selber Stimmung PRO Vivaristik zu machen. Und wenn wir es jeder nur schaffen drei Hunde- oder Meerschweinhalter in unserer Verwandschaft davon zu überzeugen PETA, Aktion Tier, ... nicht mehr zu unterstützen, weil deren langfristige Ziele in dem Verbot sämtlicher Tierhaltung gipfelt (Ja! auch Hund und Katze!) ist das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.
    Wer jetzt noch was zum Nachdenken braucht sollte sich das hier mal durchlesen:
    http://www.terraristik.com/assets/TERRARI…htler_Essay.pdf


    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

  • Die Fische sind viel zu Billig , wären sie deutlich teurer würden sich viele besser überlegen einen Hawaidoc in 300 L zu halten

    LG Robert
    (Schreibe gleichzeitig im Österreichischem Forum)

  • Hallo!

    Hier werden - wie fast immer bei dem Thema - eine ganze Reihe unterschiedlicher Dinge durcheinander geworfen. Tierschutz, Artenschutz, Sicherheitsrecht, Fischereirecht - all diese Dinge können aus ganz unterschiedlichen Gründen zu Beschränkungen und Regelungen führen. Einige davon sind wichtig und notwendig und daher auch richtig. Und es nützt gar nichts, einfach auf "die" Tierschützer zu schimpfen. So lange sie täglich in Foren, Beckenvorstellungen, Markteinträgen und Börsen beste Argumente für ihre Forderungen finden, haben sie leichtes Spiel und - seien wir ehrlich - sehr oft auch Recht! Wenn die eigene Einsicht fehlt, muss man sich nicht wundern, wenn von außen Regeln kommen.

    Und zum Z. flavescens: Da stellt sich in besonderem Maße die Frage, wo eigentlich die Tausende Fische bleiben und geblieben sind. In viel zu kleinen und ungeeigneten Becken von einer Menge Tier"liebhaber" zu Tode geliebt? Es lebe die Handlungsfreiheit und der Billigfisch? Ach ne, der ist ja meist bald tot....
    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (22. Januar 2013 um 23:12)

  • Hallo zusammen

    Zu Sache erschien eben ein Artikel der jeden Aquarianer aufhorchen lassen sollte, ggf sollte jeder die Möglichkeit des Widerspruchs im Artikel nutzen.

    http://www.korallenriff.de/artikel/1321_A…in_Hawaii_.html

  • Hallo Robert,

    sorry aber das ist für mich billigster Saia-Lobby und Populismus den man eigentlich nicht unterstützen kann. Beim Flavescens ist schlicht der Aquarianer mit seiner Verbrauchsmentalität schuld. Ich seh's kommen: das Ding geht durch es wird nochmal gefangen was geht und hier kauft wieder jeder Kaspar mit einem 200 Liter Pott noch kräftig Flavescens ein weils ihn ja bald nimmer gibt und er ja eh 2025 oder so vergrößern wollte. Das Ganze hätte man vermeiden können wenn der Fisch nicht an jeder Ecke zum Schleuderpreis verramscht werden würde.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo!

    Ich sehe das wie Stefan und bin diesbezüglich über SAIA schon sehr verwundert. Sich für nachhaltige und tiergerechte Aquaristik einsetzen und dann Regelungen, die den offenkundigen Massenverbrauch verhindern wollen, generell zu bekämpfen, das hat schon das Gschmäckle von ausschließlichem Händlerschutz. Mit reinen Lippenbekenntnissen macht man sich nur unglaubwürdig.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • hi,

    echt, man sollte die gelben nur noch den besserverdienenden mit den großbecken zu einem entsprechenden preis verkaufen.

    dann braucht nicht soviel gefangen werden (und man kommt trotztdem auf seinen umsatz....)

    natürlich braucht auch der gelbe eine vernünftige beckengröße, aber jetzt die "200-liter-kasper" als sau durchs dorf zu treiben...!?

    endlich hat man die schuldigen gefunden.

    wie drauf seid ihr denn?

  • Joe hier wird niemand durchs Dorf getrieben es war auch drastisch formuliert aber jetzt zu sagen "wir sind's/waren's nicht sondern die bösen Anderen" halte ich einfach für zu kurz gedacht. Vom verheizen und artgerechtes Becken her sind wir im Vergleich zu den Amis sowieso Waisenkinder das ist mir auch klar... Aber sustainable wäre es, Vorschläge zu unterbreiten, wies in Zukunft anders laufen könnte. Ein schlichtes "i m against it" finde ich doch wenig kreativ für eine Organisation mit bekannter Zielsetzung. Momentan ist deren Handeln nicht anders, als bei jeder anderen Lobbyvereinigung auch.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Joe!

    Zitat

    dann braucht nicht soviel gefangen werden (und man kommt trotztdem auf seinen umsatz....)

    Jetzt hast du es verstanden ;).

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo,

    ich les die Diskussion in drei Foren mit und find's lustig, was sie so für Blüten treibt. Also auch von mir ein paar Anmerkungen dazu:

    1.) Ich grüble seit ca. 5 Monaten über den Besatz meines frischen Beckens. Obwohl ich ihn einen der tollsten MWQA-Fische überhaupt halte, hab ich um Z. flavescens bisher immer einen riesen Bogen gemacht. Die Tatsache, das er einer der am häufigsten (und am häufigsten falsch) gehaltene Fische überhaupt ist in Verbindung mit der Tatsache, das es sich um ein endemisch in einem rel. kleinen Gebiet vorkommende Art handelt, sollten doch jeden verantwortungsvollen Aquarianer mal zum Nachdenken anregen, oder?

    2.) Woher kommt die Behauptung, das es um ein generelles Fangverbot geht? Selbst der sonst nicht besonders stimmig argumentierende (unbekannte!) Autor des Artikels schreibt doch
    "Dort wird verlangt, dass jeder, der Aquarienfische fangen will, eine schriftliche Genehmigung beantragen muß. Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn eine Bestandsstudie der jeweiligen Spezies vorliegt."
    Sorry, das klingt für mich vernünftig. Natürlich ist mir klar, das das für mich ggf. weniger und / oder teurere Fische bedeuten kann, aber da muss man halt mal ehrlich bleiben und Prioritäten setzen. Ich will mein Hobby nicht auf (bleibende) Kosten der natürlichen Lebensräume ausüben. Und wenn ein Studie nachweist, das der Fang ökologisch unbedenklich ist, find ich das TOP.

    3.) Sorry, aber dieses ganze "aber die andern sind doch viel schlimmer" Gerede geht mir auf die Nerven. Bloss weil einheimische Fischer Bestände dezimieren, Hotels ihre Abwässer ins Riff leiten und Japaner und der Rest der Welt das Meer mit Schleppnetzten zur Sau machen, soll man ohne mit der Wimper zu zucken alles fangen dürfen, was der internationale zahlende MW-Aquarianer sich so wünscht? Was ist denn das für ne kranke Argumentation? Die andern sind viel schlimmer, drum ist's nicht mehr schlimm, wenn ich meinen Teil dazu beitrage? Eh scho wurscht und der letzte macht's Licht aus?

    So, das wären dann meine 3 Cent :smiling_face:

    Viele Grüße
    Daniel

    2 Mal editiert, zuletzt von Gump (28. Januar 2013 um 15:38)

  • Hallo Daniel,

    Von Hawaii liegen die Studien bereits vor, und die sagen ganz eindeutig, dass der Fang von gelben Docs den Bestand NICHT negativ beeinfluss hat. In einigen Gebieten geht der Bestand von gelben Docs in den letzten Jahren sogar hoch, trotz Fang. Das macht mir eher Angst, denn das bedeutet das die Fische mehr Nahrung (=Algen) finden, was natürlich die Frage nach der Düngung aufwirft......
    Von den Befürwortern eines kompletten Fangverbots werden solche Studien als "gekauft" abqualifiziert, aber da steckt die University of Hawaii und die Nationale Fischereibehörde hinter, und die arbeiten schon nach anerkannten Standards. Interessanterweise soll ja nur der Fang für Aquarienzwecke verboten werden, nicht das "recreational" (Freizeit, bzw. Erholungs-) Harpunieren und da wird auf Hawaii auf alles geschossen was Flossen hat.
    Es geht hier nicht darum zu sagen, dass die anderen ja noch schlimmer sind, aber wenn eine Art die in ihrem Bestand weder bedroht ist noch sonst irgendwelche Probleme hat (bei ordentlicher Behandlung nur wenige Ausfälle beim Transport) und in jeder beliebigen Menge als Speisefisch gefangen werden darf (OK, nicht der gelbe Doc, aber z.B. der Acanthurus achilles), dann ist ein Verbot des Fangs für Aquarienzwecke einfach nicht gerechtfertigt.

    Dieses ganze Verbotsgeschrei von PETA etc. zeigt leider nur, dass sich diese Organisationen ein möglichst sichtbares Opfer aussuchen um auf deren Rücken billige Werbung für sich selber zu machen. Da werden Halbwahrheiten so lange zurecht gebogen bis es ins eigene Weltbild passt und alles was an harten Daten das Gegenteil aussagt als von der Industrie gekauft abgetan. Mit solchen Ökofaschisten lässt sich leider keine Diskussion mehr führen.

    Noch was: Nur weil der gelbe Doc auc "Hawaii Zitronendoktor" heißt, bedeutet das nicht das er nur auf Hawaii vorkommt. Der ist relativ verbreitet im Pazifik, und viele Tiere werden von den Cooks etc. über Hawaii versandt. So klein ist das Verbreitungsgebiet wirklich nicht. Das sind nicht Centropyge resplendens oder hotumatua, da sind solche Befürchtungen angebracht.

    Ich bin nicht gegen Importverbote, gerade durch die künstliche Verknappung von bestimmten Arten könnte man die Züchter in die Lage versetzen, bestimmte Arten nachzuziehen die sich heute aufgrund der viel zu billigen Wildfänge einfach nicht lohnen. Mandarinfische lassen sich züchten, aber nicht für 20€ pro Tier. Außerdem könnten meiner Meinung nach bestimmte Fische komplett verboten werden weil sie sich einfach nicht in normalen Aquarien artgerecht halten lassen, z.B. Acanthurus achilles (frag mal Michael Mrutzek nach seiner Erfahrung mit dieser Art..... :grinning_squinting_face:

    Grüße
    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi Jens,

    erst mal danke für die weiteren Info's zum Thema Z. flavescens. Ich lese aus reinem Eigeninteresse mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Immerhin muss ich jetzt wieder überlegen, ob ich mir nicht doch vielleicht 2 kleine davon ins Becken quetsch. Könnt man ja fast als Wertanlage sehen, wenn die demnächst so viel teurer werden :D.


    Zitat

    Original von Jens Kallmeyer
    Von Hawaii liegen die Studien bereits vor, und die sagen ganz eindeutig, dass der Fang von gelben Docs den Bestand NICHT negativ beeinfluss hat.

    Aber wenn das so ist und der hier gestern gepostete Artikel (Bill No.26), ich zitiere nochmal:
    "Dort wird verlangt, dass jeder, der Aquarienfische fangen will, eine schriftliche Genehmigung beantragen muß. Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn eine Bestandsstudie der jeweiligen Spezies vorliegt." recht behält, dann ist doch erst mal alles in Butter und es gibt überhaupt nix, worüber man sich aufregen muss. Außer natürlich die "recreational" "Fischer". Aber da sollte mal wohl eher dafür sorgen, dass die Regelung für die auch gilt, anstatt sie zu torpedieren?

    Oder?

    Grüße
    Daniel

  • Hallo Daniel,

    Ich denke darüber ähnlich. Wenn es möglich ist kaufe ich immer Nachzuchten. Der Preis spielt mir keine Rolle.
    Ich habe bei meinem Besatz auch versucht, möglichst auf problematische Wildfänge zu verzichten.
    Kaudernis ziehe ich regelmässig selbst nach und bringe die meinem Händler zum Verkauf.

    Ich habe auch lange auf einen Chelmon verzichtet und mir dann bei Gelegenheit ein bereits 5 jähriges Exemplar aus einer Auflösung gekauft. Auf diese Weise versuche ich meinem Hobby ein bisschen umweltverträglicher nachzugehen.

    Gruss
    Martin

  • Hallo Jens,

    es kommt Licht ins Dunkel danke für deinen Beitrag, das klingt schlüssig und logisch. Um so unverständlicher ist aber dann für mich die viel zu kurz gegriffene Argumentation im Artikel von SAIA auf korallenriff.de

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Jens

    Es ist ja nicht nur das, es sind bereits um die meisten Inseln in Hawaii grosse Schutzgebiete und Fangschutzgebiete etabliert worden, Da wird bereits seit Jahren kein Gelber Doc mehr an Land gezogen und die Fischer fahren nun zum Teil bis zu 100 Meilen raus.

    Diese Bills gibts ja nun schon seit einigen Jahren und meisten ist es gar nicht so bekanntgeworden bzw die meisten wurde auch nicht angenommen. Allerdings wird das nicht akzeptiert sondern man macht dann jedes halbe Jahr weiter zum Teil mit nur leicht veränderten Vorlagen. Die denken sich irgendwann wird schon was durchkommen und wir machen es allen so schwer wie es nur geht.

    Es wird auch in diesem Bill nicht zu einem Verbot kommen da die Regierung durchaus die von dir benannten Arbeiten kennt und anhört.

    Es wird halt mehr und mehr drüber berichtet und genau das ist ja auch letztlcih das Ziel der Organisatoren.

    Zum Thema PETA hab ich euch noch was nettes (gesehen in den USA) ( ja mein Bild und ja ich darf )


  • Hi Claude,

    Du hast Recht, aber Du kennst auch das Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein". Momentan sind 13 Anträge zum Fangverbot in Hawaii auf dem Tisch. Ich wäre mir da nciht so sicher das nicht doch mal einer von denen durchkommt, und wenn es nur aus Dusseligkeit der Abgeordneten ist.

    Geiles Shirt!

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo!

    Tja, da hat jeder seine eigenen Zahlen und Interpretationen, das ist wie immer... :).

    Erst einmal: Ich kann weder Bill No.26 noch Bill No.27 - so wie auf Korallenriff.de dargestellt - Fangverbote entnehmen. Vielleicht sind ja die Beispiele genau so schief gewählt wie die Gegenargumente ;)?

    Dann: Z. flavescens hat wohl ein recht großes Verbreitungsgebiet und ist nicht auf Hawaii beschränkt, kommt aber als Aquarienfisch zum Großteil von dort her oder zumindest über Hawaii.

    Die Zahlen, die ich kenne, zeigen wohl nur einen deutlichen Individuenzuwachs in den FRAs (beschränkte Schutzgebiete in denen der Fang von Aquarienfischen verboten ist). Außerhalb verweilt der Bestand danach auf niedrigem Niveau mit leichtem Anstieg von 2008 auf 2009 (neuere kenne ich leider nicht). Das ist schon ein deutlicher Hinweis auf die "Bestandsregulierung" durch den Aquarienfischfang. Der Unterschied beträgt zwischen den FRAs und Gebieten außerhalb nach einigen Angaben fast 80%. Gerade beim Yellow Tang ist die Individuendichte in den FRAs seit deren Ausweisung 1999/2000 signifikant angestiegen (57 %). Möglicherweise ist in den geschützten Gebieten jetzt eine Überpopulation vorhanden, das kann ich nicht beurteilen. Regional begrenzt kann es sicher auch außerhalb zu Anstiegen kommen, insgesamt betrachtet scheint das aber nicht der Fall zu sein. Die Entwicklung ist aber nicht völlig einheitlich, so gehen die Bestände in den FRAs in den letzten Jahren (vor 2009) leicht zurück. Das alles und noch viel mehr kann man z.B. hier nachlesen.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hi Stefan

    sorry erstmal aber ich bin derzeit überwiegend untwegs und kann daher nicht dauernd nachschauen.

    Na so ganz bin ich da nicht bei Dir.

    Es ist unbestreitbar, dass es aktuell Vorgänge gibt die einen Einschnitt für die Aquaristik bedeuten könnten. Nicht mehr und nicht weniger sagt der Artikel von Frau Schmidt erst mal aus. Ob jetzt der Aquarainer mit seinen 200 Litern und der hier angeprangerten Verbrauchsmentalität dran schuld ist, ich halte diese Aussage für ebenfalls sehr gewagt. Ich gebe Dir allerdings recht dass das Tier nicht in 200 Litern gehalten werden sollte.

    Nur finde ich die ganze Aussage zu pauschal gehalten. Ich finde zudem dass darüber diskutiert werden sollte.


    Zitat

    Original von Stefan_Servus
    Hallo Robert,

    sorry aber das ist für mich billigster Saia-Lobby und Populismus den man eigentlich nicht unterstützen kann. Beim Flavescens ist schlicht der Aquarianer mit seiner Verbrauchsmentalität schuld. Ich seh's kommen: das Ding geht durch es wird nochmal gefangen was geht und hier kauft wieder jeder Kaspar mit einem 200 Liter Pott noch kräftig Flavescens ein weils ihn ja bald nimmer gibt und er ja eh 2025 oder so vergrößern wollte. Das Ganze hätte man vermeiden können wenn der Fisch nicht an jeder Ecke zum Schleuderpreis verramscht werden würde.

  • Hallo zusammen,

    ich finde, man sollte die Aquariengröße von dieser Diskusion trennen und heraushalten. Die Regulierung des Fangs für eine nachhaltige Nutzung der Bestände hat nichts mit der Beckengröße zu tun. In der Ökologie würde man das eine "bottom up" und das andere "top down control" nennen, zwei völlig verschiedene Ansätze. :winking_face:

    Wer sich diese ständige Vermischung von zweifelhaften Tierschutzverbänden aufdrängen lässt, ist selbst schuld, wenn die Regelungen am Schluss anders aussehen, als er es sich vorgestellt hat. Deswegen versucht auch SAIA, diese beiden Aspekte zu trennen und wehrt sich bislang erfolgreich gegen den Versuch der Tierschutzverbände, Tierschutz und Artenschutz/Nachhaltigkeit zu vermischen und gleichzustellen.

    Während man Artenschutz und Nachhaltigkeit naturwissenschaftlich als Notwendigkeit begründen kann, ist Tierschutz ein überwiegend philosophisches Problem, welches ein gewisses (erhebliches?) Maß an Anthropozentrismus und Individualismus voraussetzt. Auf Tiere angewandt wird dieses System in sich widersprüchlich, weshalb das Argumentieren of schwer fällt und man den Artenschutz als Trittbrettfahrer benutzt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Robert!

    Wo findest du in den genannten Bill No. 26 und Bill No. 27 so drastische Einschränkungen, dass sie die Einmischung europäischer Aquarianer in die Angelegenheiten des Bundesstaates Hawaii und sein Recht, seine Handels- und Fischereirechte und den Umgang mit seinen natürlichen Ressourcen selbst zu bestimmen, erforderlich machen? Die einzigen Argumente, die ich sehe, sind die mögliche Verteuerung der Fische (würde ich wie viele andere auch begrüßen) und der Fingerzeig darauf, dass auch andere schuld sind (der mindert aber nicht den eigenen Beitrag).

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Hans-Werner!

    Rechtlich betrachtet ist dir weitgehend zuzustimmen. Tier- und Artenschutz sind zwei paar Stiefel, wobei der Gesetzgeber mittlerweile in die Artenschutzregelungen durchaus auch tierschutzrechtliche Aspekte eingebaut hat. Die beiden Dinge sind in tatsächlicher Hinsicht eben nicht immer zu trennen. Werden Tiere zum Zwecke der Tierhaltung der Wildbahn entnommen, geschieht dies so lange und in dem Umfang, in dem ein Markt hierfür vorhanden ist und gesetzliche Regelungen nicht entgegen stehen. Die Marktgröße z.B. in der Meerwasseraquaristik wird bestimmt durch die Anzahl der Meerwasseraquarianer, deren tatsächliche und finanzielle Möglichkeiten sowie deren Wunsch, die betreffende Tierart zu halten. Haben alle Aquarianer, die das wollen, einen oder mehrere Z. flavescens, kann ich nur weitere verkaufen, wenn ich neue Kundenkreise erschließe oder die bisherigen Halter Ersatz brauchen und wollen. Ersteres kann ich am besten, wenn ich die Tiere über die Masse billig halte und deshalb auch so anbieten kann sowie den Leuten erkläre, dass die Haltungsanforderungen minimal sind. Massenfang und Transport ist aber nicht immer tierschutzgerecht zu handhaben. Und Ersatz brauche ich erst, wenn ein Tier gestorben ist. Wenn man nun einmal unterstellt (man kann natürlich alles in Zweifel ziehen), dass das „gut“ gehaltene Tier in der Regel signifikant länger lebt, als das „schlecht“ gehaltene, dann bestimmt sich die Nachfrage und damit letztendlich die Fangquote durchaus auch über Tierschutzfragen. Je höher der Tierverbrauch, desto höher die Fangquote, desto schlechter der Artenschutz. Natürlich ist das nur ein Aspekt, aber gerade beim Z. flavescens, der eigentlich nur für die Aquaristik entnommen wird und in hoher Stückzahl „verbraucht“ wird, hängen diese Fragen schon eng aneinander. Der Fisch soll ja eigentlich 30 Jahre alt werden können. So lange dauern die wenigsten Meerwasserkarrieren.

    Zitat

    Deswegen versucht auch SAIA, diese beiden Aspekte zu trennen und wehrt sich bislang erfolgreich gegen den Versuch der Tierschutzverbände, Tierschutz und Artenschutz/Nachhaltigkeit zu vermischen und gleichzustellen.

    Naja, zu SAIA und Tierschutz habe ich ja im Riffaquaristik.at schon geschrieben. Aber vielleicht ist es auch für die Leser hier interessant. Ganz so tierschutzfrei ist SAIA nicht. Wenn sich SAIA nicht mit Tierschutz beschäftigt, dann frage ich mich, warum es Negativlisten aufstellt und den (aus meiner Sicht begrüßenswerten) Fishselector als Aushängeschild benutzt. Also stellt sich wieder die Frage, wer und was ist SAIA? Und wenn das geklärt ist, kann man sich darüber unterhalten, welche Aspekte SAIA tatsächlich vertritt. Mir ist das nämlich immer noch nicht klar. Verständliche Information ist wohl nicht die Stärke dieser Interessengemeinschaft. Und das ist vermutlich das eigentliche Problem. Ich finde, wenn man Leute zur Unterstützung aufruft, sollte man sie offen und ausreichend informieren.

    Etwas erhellen kann man die genannten Fragen vielleicht mit dem Blick auf ESAIA. Das ist ein Verein (Vorsitzende Frau C. Schmidt, siehe HP von SAIA), der irgendwie - man weiß auch das nicht näher - mit SAIA zusammenhängt. Auf der gemeinsamen HP steht hierzu "ESAIA e.V. ist Initiator des Projekts SAIA ". Ja was ist denn nun SAIA??? Ein "Projekt" eines e.V.? Transparenz ist das irgendwie nicht. Der Verein jedenfalls hat in seiner Satzung gleich am Anfang stehen: Zweck der Körperschaft ist Tierschutz... Und der Verein ist ja sogar Initiator von SAIA. Wenn ein Tierschutzverein (ESAIA) ein Projekt (SAIA) betreibt, dann sollte darin auch Tierschutz stecken, es sollte aber jedenfalls nicht Tierschutz bekämpfen, oder sehe ich das falsch? Die Aktion wirft in diesem Licht schon Fragen auf. Wie gesagt: Es geht nur um Bill No. 26 und No. 27.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Wolfgang,

    Tierschutz gibt es in so vielen Ausprägungen ...! Fast jeder Viehhalter wird sich als Tierschützer bezeichnen, wenn gut geht, auch noch die Jäger. Das andere Extrem sind dann PETA und m. E. auch Tierschützer, die gegen die Ausrottung oder zumindest Dezimierung von Pferden in Australien sind. Das ist ein ganz klarer Fall, wo Tierschutz weder dem Artenschutz dient noch nachhaltig ist, sondern Natur und Artenvielfalt zerstört, Individualismus gegen Vielfalt.

    Wie gesagt, Tierschutz ist eine philosophische Frage, die jeder anders beantwortet. Man kann im Gunde kaum jemandem wirklich vorwerfen, wie er sie beantwortet, allenfalls wie konsequent oder inkonsequent jemand ist.

    Deshalb bin ich für eine klare Trennung vom naturwissenschaftlich und quasi mathematisch-logisch begründbaren Artenschutz, auch und insbesondere in der Gesetzgebung. Wenn es den Artenschutz betrifft, sollten entsprechende Regelungen greifen, wenn es den Tierschutz betrifft, davon unabhängige andere.

    Was die beiden Gesetztesentwürfe angeht, würde ich mir eine klarere Begründung von SAIA wünschen. Gibt es keine geeigneten Stellnetze? Kann der Aquarienfischfang keine Bestandsstudien beibringen? Zwei klare Fragen, ich wünschte mir klare Antworten.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    sinnvoll ist bekanntlich meist der goldene Mittelweg!

    Gedankenlos "Tierverbraucher" lehne ich genauso ab wie fanatische, manchmal sogar militante Tierschutzideologen oder Oberlehrer mit dauernd erhobenem Zeigefinger.

    Ob die USA, mit ihrem rücksichtslosen Gewinnstreben ein gutes Beispiel für sinnvollen Naturschutz sind, stelle ich doch lieber in Frage. Da scheint es mir hier eher um ein Alibiakt zu gehen; ein Feigenblatt zur Besänftigung schlichter Gemüter.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo zusammen ,

    zum thema gab es letztes jahr in der koralle (nr. 73 ,feb/märz 2012) einen bericht , in dem die situation bedeutend ausführlicher beschrieben wird , als in der "kampagne" von saia.
    Demnach gibt es sogar grosse uneinigkeiten zwischen (sogenannten) umweltaktivisten und anderen radikalen auquaristikhandelsgegnern , während sowohl forschung und behörden gut informiert/beteiligt zu sein scheinen.
    Ich frage mich , was bei dieser scenerie ein kollektives aufschreien europäischer zierfischverbraucher "nein ich bin dagegen (=genehmigung der fänger,bestandsuntersuchungen und fangmethoden)bewirken soll bzw. kann ?

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (29. Januar 2013 um 18:06)

  • Hallo Hans-Werner,

    Tropic Marin ist doch jetzt bei Saia dabei oder? Du könntest doch entsprechende Infos leicht bekommen oder nicht?

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Hans-Werner!

    Genau deine Fragen habe ich auch schon gestellt mit ausführlicher Darlegung (wie es halt so meine Art ist :D). Und das war die Antwort im Riffaquaristikforum.at (kann sich ja jeder selbst ein Bild machen):

    Zitat

    In Ihrem ersten Eintrag beziehen Sie sich auf SAIA als Ganzes (wobei Sie uns den Status einer Organisation absprechen). Jetzt gehen Sie dezidiert auf die Gesetzgebung in Hawaii ein, ihre Konsequenzen und Alternativen... und erwarten, dass ich Ihre Fragen beantworte bzw. Ihren Gedankengängen folge oder kommentiere? Alle nötigen Informationen zu Thema finden Sie in den von mir referierten englischen Artikeln ("Turf War in Hawaii" & " Open Season on Hawaii´s Marine Aquarium Collectors" ) und den dort hinterlegten Links.

    So würde ich nicht einmal mit jemandem reden, von dem ich nichts will, geschweige denn mit Aquarianern, deren Unterstützung ich für meinen Kampf erbitte oder besser gesagt: vehement fordere.

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Bernd das behauptet auch keiner aber warum soll sich Hänschen Müller für eine Organisation instrumentalisieren lassen wenn er gar nicht weis, was genau jetzt eigentlich das Problem ist.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Bernd!

    Das hat niemand behauptet, stellt aber tatsächlich auch nur eine Vermutung von dir dar. Vermutlich hältst du die Position des Nabels der Welt aber schon anderweitig für besetzt ;). Aber danke für den sachlich weiterführenden Hinweis.

    Es gibt Kontakte seit 2008 und dabei ging es mitnichten um mich. Was kam, war aber in Stil und Informationsgehalt verblüffend ähnlich. Das können viele - wenn auch nicht alle - hier in einem 17seitigen Thread nachlesen. Ich darf dir versichern, ich weiß, wovon ich schreibe. Du auch?

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Wolfgang,

    ich kann zumindest gut nachvollziehen, warum sich Frau Schmidt von SAIA nicht auf die üblichen endlosen und oftmals auch fruchtlosen Diskussionen mit Dir einlassen möchte.
    Deine Kenntnis stelle ich keinesfalls in Abrede, nur teilt eben nicht jeder Deine meist sehr enge Sicht der Dinge.

    Gruß

    Bernd

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