Hallo Alex,
das sehe ich aus langjähriger Erfahrung anders. Lies dazu hier:https://www.riffaquaristikforum.de/content/30-pro…-cyanobakterien
Gruß
Bernd
Hallo Alex,
das sehe ich aus langjähriger Erfahrung anders. Lies dazu hier:https://www.riffaquaristikforum.de/content/30-pro…-cyanobakterien
Gruß
Bernd
Hallo Hajo,
großen Dank für die wirklich aufschlussreiche Studie. Die Sache ist offensichtlich doch recht komplex. Die Ansiedlung klappt in der natürlichen Wirtsanemone S. gigantea am zuverlässigsten. Leider ist aber - so auch meine früheren Erfahrungen - die Haltung dieser Anemonen im gemischten Riffaquarium, vor allem auch aufgrund der oft beschränkten Größenverhältnissen, doch recht problematisch. E. quadricolor als Alternative sehe ich als akzeptabel.
Wenn ich die Studie richtig interpretiere, dürften die von mir beobachteten Verhaltensweise der A. ocellaris vor allem doch auf die Bedingungen und Zeitabläufe im Rahmen der Nachzucht, zurückzuführen sein.
Die Situation in meinem Becken ist noch unverändert. Zwei der Jungfische haben gemeinsam eine der zwei vorhandenen E. quadricolor bezogen und nutzen ausnahmslos nur diese, die beiden anderen A. ocellaris zeigen auch weiterhin keinerlei Interesse. Dies mag auch darauf zurückzuführen sein, dass für sie keine bedrohlichen Gegebenheiten vorhanden sind. Alle sind gesund und munter, Unterschiede sind nicht erkennbar.
Gruß
Bernd
Das könnte eine Bestätigung des visuellen Reizes sein. Über den Geruchsinn klappt es nicht (mehr), das Vorhandensein eines Artgenossen in der Anemone triggert das Zusammengehörigkeitsgefühl (soziale Bindung, Ausschüttung von Oxytocin (Bindungshormone) etc.).
Gruss
Hajo8
Hallo Hajo,
eventuelle Defizite beim Geruchsinn bei Nachzuchten wären wohl eine Möglichkeit. Bleibt aber die Frage, warum ein eventueller visueller Reiz beim gleichzeitig mit eingesetzten Tier, nicht aber den kurz davor eingesetzten wirkt. Diese stammten ja aus der gleichen Zucht.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich habe seit meinem Einstieg in die Meerwasseraquaristik eigentlich immer Amphiprion percula oder ocellaris in meinen Becken gehalten. Anfangs waren es natürlich stets Wildfänge, die schnell nach dem Einsetzen eine Symbioseanemone - meist Stichodactyla- aufgesucht haben. Nur haben sich diese Anemonen damals nicht sehr lange gehalten und mit dem Nachsetzen habe ich bald aufgehört, da ich keinen sinnlosen "Verbrauch" wollte und auch bald Korallen in den Vordergrund traten. Die nun "wohnsitzlos" gewordenen Anemonenfische lebten auch so munter weiter und wurden oft uralt. Ein einzelner späterer Versuch nach ein paar Jahren mit einer nachgesetzten Anemone hatte das erstaunliche Ergebnis, dass diese Anemone (auch eine Stichodactyla) ignoriert wurde, obwohl teilweise noch die gleichen Fische im Becken waren.
Später kamen dann nach einem Gau mit Fischverlust echte und falsche Clownfische aus Nachzucht ins Becken. Stichdactylas kamen nicht mehr hinzu, aber zweimal Kupferanemonen, welche wieder ignoriert wurden. Nach meinem kürzlichen Fischverlust durch eine Störung während einer Reise habe ich zwei recht kleine A. ocellaris ins Becken gesetzt und kurz darauf eine Kupferanemone. Wieder gleiches Ergebnis. Wenige Tage später zwei weitere A. ocellaris aus der gleichen Zucht. Und siehe da, nach ein paar Tagen hat sicher erst der ein Spätzugang und kurze Zeit auch der Zweite der Anemone angenähert und hält sich nun viel darin auf. Aber die beiden ersten Zugänge denken absolut nicht daran!!!
Da stellt sich die Frage, ob nun eine natürliche ererbte Veranlagung oder das Erlernen maßgeblich ist. Ein klarers Ergebmis sehe ich nicht. Was sind eure Beobachtungen?
Gruß
Bernd
Hallo,
bei einem Mammutstromausfall wie in Berlin würde man für die Gesamtnotstromversorgung äußerst leistungsfähige Notstromaggregate oder akkubetriebene Powerstationen benötigen, bei deren Anschaffungskosten sich schnell die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt. Nun sind Ereignisse wie in Berlin nicht der Regelfall; meist kann nach wenigen Stunden die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Für kürzere Zeiten der Sauerstoffversorgung und Aquarienheizung gibt es aber durchaus preisgünstigere geeignete portable Powerstationen wie z.B. die Ecoflow River 3 für ca. 170 Euro. Ich persönlich nehme allerdings das Risiko in Kauf, denn in meiner gesamten langen Aquarianerzeit hatte ich noch nie Probleme und bei echten Krisen steht dann für mich auch das Aquarium nicht mehr im Vordergrund.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich würde die zu niedrigen Nährstoffwerten möglichst nicht mit chemischen Präparaten angehen. Damit gerät oftmals noch weit mehr aus dem Lot! Bei dem selbst erkannten niedrigen Fischbesatz liegt die Lösung doch auf der Hand. Es könnten ja durchaus auch ein paar robuste Arten sein, wobei die meisten Dinoflagellaten auf Fische ohnehin kaum Wirkung haben. Darüber hinaus ist immer Ruhe und Geduld notwendig. Weitermachen wie bisher, mit dem Stören am Ball bleiben. Das hat bei mir immer geholfen, aber natürliche Änderungsprozesse brauchen eben ihr Zeit.
Gruß
Bernd
Hallo Hajo,
danke für deine Nachforschungen. Das Ergebnis wundert mich auch ein bisschen, denn negativere Erfahrungsberichte sind mir auch noch nicht aufgefallen. Mein - unbewiesener - Verdacht liegt auch beim Handel oder Transport. Beim hiesigen Händler befinden sich die Krabben in recht sterilen Becken. Wie lange schon? Sie würden zwar angeblich regelmäßig nachgeliefert, aber wie lange waren sie beim Großhändler?
Ich habe heute ein größeres neues Tier gekauft und zunächst separat - im gleichen Wasserkreislauf - untergebracht. Dort werde ich es ein paar Tage beobachten.
Gruß
Bernd
Hallo Reinhard, tote Krabben habe ich nie gefunden, Knall- oder Fangschneckenkrebse auch nicht. Die hätte ich sicher auch bemerkt.
Gruß
Bernd
Hallo,
danke für die Rückmeldungen. Ernährungsdefizite schließe ich aus den von Hajo angeführten Gründen auch aus, zumal außer den Kugelalgen auch diverse andere Algenarten im Becken reichlich vorhanden sind. Eher hätte ich auch an Kannibalismus gedacht, allerdings hätte dann eigentlich der "Oberkannibale" übrig bleiben sollen. Seit einiger Zeit habe ich es außerdem immer nur mit einem Einzeltier versucht. Denkbar wäre theoretisch vielleicht auch eine andere räuberische Krabbe, aber seit Jahren ist nichts neu ins Becken gekommen, mit dem ich sie mir hätte einschleppen können. Irgendwann hätte ich sie in dem langen Zeitraum wohl auch sehen müssen. Ein schädliches Element kann ich letztlich nicht völlig ausschließen, sehe aber nur eine geringen Wahrscheinlichkeit. Mir kommen seit langen Zeiten keinerlei derartige Präparate mehr ins Becken und andere empfindliche Tiere wie z.B. Seeigel sind auch schon lange im Becken und gesund und munter. Die Anregung einer ICP werde ich aber trotzdem aufnehmen.
Gruß
Bernd
Hallo,
in meinem seit vielen Jahren stehenden und stark zugewachsenem Riffbecken habe ich Kugelalgen, die ich aufgrund vieler unzugänglicher Bereiche nie völlig loswerde. Ein Fuchsgesicht hält sie im beschränkten Maß in Grenzen, zur stärkeren Unterstützung habe ich es mehrfach mit Mithraculus sculptus versucht. Egal ob Einzeltiere oder gleichzeitig mehrere, trotz absolut umsichtigem Eingewöhnen, zwei bis drei Tage waren die Krabben zu beobachten, dann verschwunden. Nun gibt es im Becken unzählige nicht einsehbare Bereiche - vor einigen Jahren war ein längst tot geglaubte Kardinalsgarnele nach Monaten plötzlich wieder aufgetaucht -, aber die Mithrax bleiben auch bei nächtlicher Suche verschwunden. Bekannte Fressfeinde unter den Fischen sind keine im Becken; Borstenwürmer schon, aber dass diese an Krabben gehen, wäre mir nicht bekannt. An Futtermangel kann es nicht liegen, stets vorgeschädigte Tiere schließe ich aufgrund der größeren Zahl und unterschiedlichen Herkunft aus. Wasserwerte etc. sind natürlich gut und stabil, alles wächst und gedeiht. Problematische Chemikalien werden selbstverständlich auch nicht eingesetzt; Jod fehlt auch nicht (was bei dem kurzen Zeitraum auch nicht erheblich wäre).
Mir bleibt dies ein Rätsel.
Gruß
Bernd
Hallo Alex,
auf Dinoflagellaten hat die die Farbtemperatur relativ wenig Einfluss, eher die noch ein bisschen niedrigen Nährstoffwerte. Meist hilft es, wenn die Dinoflagellaten häufig gestört werden, etwa durch kurzes Aufwirbeln von Bodenbelägen. Nach einiger Zeit verschwinden sie dann.
Gruß
Bernd
Hallo Alex,
Fadenalgen treten bei niedrigen Nährstoffwerten gern auf, bevorzugt in stark beströmten Bereichen. In der Einfahrphase ist dies häufig der Fall. Momentan würde ich sie nur mechanisch bekämpfen. Wenn du sie nicht in der Griff bekommst und auf Dauer stark zunehmen, käme auch die Erhöhung des pH-Wertes mittels Kalkwasser infrage. Besonders effektiv haben sich bei mir Kugel-Seeigel (Mespilia globolus) erwiesen. Für diese ist dein Becken aber wahrscheinlich noch zu "nackt".
Gruß
Bernd
Hallo,
die gezeigten "Gebilde" haben für mich mit natürlichen Strukturen im Riff nun wirklich gar nichts zu tun. Die Gezeiten oder ein ganz kleiner Sturm würden so etwas sofort zerbrechen. Ich verstehe nicht, warum man sich da immer wieder so verkünstelt. Schöne Strukturen schaffen doch die Korallen selbst.
Gruß
Bernd
Hallo,
hier die Sinularia brassica, ein Überbleibsel aus meiner lange zurückliegenden Einstiegszeit, für diesen Zweck als robuster und schnell wachsender "Verbraucher" auch immer noch bestens geeignet. Heute dient sie mir bestens als Lückenfüller und optische Trennung zwischen unterschiedlichen Korallen, auch in stark beschatteten Bereichen.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich nutze ausschließlich Lebendgestein und dies immer nur in möglichst kleinen Mengen.
Übrigens, man kann dieses in hervorragender Qualität auch im Mittelmeer selbst finden, vor allem dort, wo in kleinen, nicht belasteten Häfen, Fischer anlanden. Diese entsorgen dort meist kleine Brocken die beim Netzfischen hängen bleiben.
Gruß
Bernd
Hallo
die Nährstoffwerte (NO3 bei 0 und PO4 bei 0,001) ? Da verhungern Korallen.
Gruß
Bernd
Hallo,
da braucht man doch keine Messgerät. Einfach die Menge des Auslaufwassers in einem bestimmten Zeitraum abmessen und dann hochrechnen.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich habe als Ersatz für meine defekte Fadenradpumpe eine Nadelradpumpe Jebao DCS 1200 eingesetzt. Die Pumpe läuft gleichmäßig, zieht aber nur stoßartig (Intervalle von knapp 1 Sek.) Luft an. Der Schaumspiegel schwankt dabei jeweils leicht. Woran könnte dies liegen?
Gruß
Bernd
Hallo,
für mich ist es fast pervers, welch seltsame farblichen "Missbildungen" gehypt werden. Das sieht man inzwischen vor allem bei Zuchtformen von Clownfischen. Da sind die natürlichen Farben doch wunderschön! Reicht das nicht oder benötigt man dies zur Angeberei? Für mich auch ein Spiegel der Gesellschaft.
Gruß
Bernd
Hallo,
unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und auch aus Artenschutzgründen (z.B. Züchtung wärmeresistenterer Stämme) mögen die Versuche zur genetischen Vermehrung durchaus interessant sein, vermutlich sind sie aber nicht sonderlich neu. Aus kommerziellen Gesichtspunkten hätte ich aber Bedenken, denn im Gegensatz zum Sortenschutz bei Pflanzenzüchtungen, der das geistige Eigentum des Züchters schützt und ihm das Recht zur Kontrolle der Vermehrung sichert, gilt dies mit wenigen Ausnahmen nicht für Tiere. Tierzüchtungen unterliegen auch nicht dem Patentschutz. Einzelne (ganz seltene !) Ausnahmen haben sich bisher nur auf gentechnische Veränderung bezogen, sind strittig und liegen bei den SciReef-Korallen nicht vor.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich habe neulich gelesen, dass Gitterradpumpen für Abschäumer als neue Technik die feinräumliche Struktur der Fadenräder mit der Stabilität der Nadelräder vereinen würde. Bisher habe ich aber noch nirgends ein Angebot gelesen. Kann mir da jemand weitere Informationen geben?
Gruß
Bernd
Hallo Torben,
ich bin grundsätzlich für Lebendgestein, zunächst im Interesse einer vielfältigen Mikrobiologie, daneben aber auch aus optischen Gründen. Wichtig ist für mich zudem ein möglichst minimaler Steinaufbau im Becken, nur als Grundsockel für die Korallen. Diese sollen ja im Lauf der Zeit das Riffaquarium gestalten und nicht irgendwelchen Steinhaufen.
Gruß
Bernd
Hallo Lisa,
bei Calciumwert kommt es auf ein paar Milligramm nicht an. Im Meer liegt die Konzentration bei 420 mg/l, im Aquarium sollten es zwischen 380 und 440 mg/l sein. Unter 500 mg/l passiert außer möglicher Kalkablagerungen in den Pumpen auch nichts. Dann sollte man die Geräte aber ein bisschen früher reinigen.
Ich habe zur Fadenalgenbekämpfung sogar noch deutlich höhere Werte gehabt; auch gab es da nie Probleme. Wenn du wachsende Korallen im Becken hast, wird Calcium verbraucht. Senken kannst du Calcium durch vorsichtige Zugabe von Natriumhydrgencarbonat (Natron). Dabei wird dann allerdings der KH-Wert (Alkalinität) angehoben.
Gruß
Bernd
Ich benutze eine Wäscheklammer an einer Nylonschnur, welche mit einem kleinen festgebundenen Stein noch beschwert ist. So kann ich Salatblätter o.ä. schnell ins Becken hängen und ohne die Hände nass zu machen auch einfach wieder herausziehen.
Gruß
Bernd
Nur die Krone abzunehmen funktioniert nicht, da die fragilen Verästelungen durchweg zusammenbrechen.
Mein Hystrix oder auch die Seriatopora caliendrum sind auch recht große und zerbrechliche Stöcke. Vor dem Herausnehmen binde ich jeweils um den Stock ein Gummiband, welches ihn relativ gut zusammenhält. Mit beiden Händen vorsichtig umschlossen lassen sich die Stöcke dann ohne großen Bruch entnehmen. Man darf nur nicht zu fest zusammendrücken! Ein paar kleine Ästchen am Rand können dabei natürlich abbrechen, aber insgesamt bleibt er kompakt. Dann beschneide ich ihn von unten. Kleine Bruchstellen werden ganz rasch zugewachsen.
Gruß
Bernd
Ps.: Es geht auch wenn man einen entsprechend großen Plastiktopf o.ä. darüber stülpt. Dadurch wird ein einseitiger ungleichmäßiger Druck auf den Korallenstock vermieden.
Hallo Werner,
das "Problem" mit zu gut wachsenden Korallen habe ich auch. Dass Eingriffsmöglichkeiten, die keine problematische Nebenwirkungen mit sich bringen, so gut wie nicht existieren, wurde hier ja schon deutlich gemacht. Ein größeres Becken ist bei mir auch keine Alternative. So bleibt nur das Gärtnern. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig mit Störungen der Optik verbunden sein.
Alle meine SPS sind nicht mehr mit einem Sockeln verklebt, sondern stehen einfach lose auf ihrem Platz. Bei zu groß gewordenen Korallenstöcken hebe ich sie immer komplett aus dem Becken, beschneide sie von unten und stelle sie an ihren ursprünglichen Platz zurück. Damit entsteht keinen "Trümmerlandschaft". Die Korallenstöcke vertragen dies recht gut und sind letztlich nur "verjüngt". Da meine Becken regelrecht zugewachsen ist, halten sich die Korallen an ihrem Platz gegenseitig fest. Vernesslungsschäden durch die direkte Berührung kommen bei mir so gut nie vor, gleich welcher Arten. Diese bleiben aus, wenn die Korallen im Lauf der Zeit langsam aufeinander zugewachsen sind. Dies kann man auch im natürlichen Riff gut beobachten, wo oftmals Korallen richtig ineinander gewachsen sind.
Gruß
Bernd
Nun Werner, mich wundert es nur. dass du so detailliert nachfragst, obwohl es angeblich nicht um dein Becken geht, bei dem bis auf "kleine Flecken" seit 5 Jahren alles in Ordnung sei. Und ja, mir - und wohl auch vielen anderen Kompetenten - missfällt es deutlich, wenn hier immer wieder der zweckentfremdete Einsatz von Antibiotika diskutiert wird, obwohl der letzte Ignorant eigentlich die Probleme kapieren sollte, welche damit auch für die Allgemeinheit hervorgerufen werden.
Display MoreEs gibt zum obigen Becken zu berichten, dass es inzwischen wieder braunrot verschlammt ausschaut.
Das ist ja die breite Erfahrung auf die schon hingewiesen wurde (# 14)
Ich selbst hatte an meinem aktuellen Becken ebenfalls Anti B. eingesetzt, weil es ein paar Monate nach der Einrichtung wie zugekackt aussah. Aber seitdem sehe ich ganz selten an einigen schlecht durchströmten Ecken nur kleine Flecken, mehr nicht in fünf Jahren.
Gibt es das imaginäre Becken des Bekannten überhaupt?
Daher mein Gedanke, den ich als Frage stellen mag. (Aber bitte ohne die bekannten Zeigefinger und Belehrungen, ist diesbezüglich alles bekannt.)
Alles bekannt aber interessiert nicht?
Frage ist, ob bei einer notwendigen Anti-B. Behandlung im Aquarium sinnvoller ist, die Behandlung eine Woche bis 10 Tage lang anzuwenden? Bei uns Menschen wird ja auch explizit auf diese Zeitspanne hingewiesen, um sicher das Bakterium restlos zu erledigen.
Es gibt k e i n e Notwendigkeit, aber oft ist eben Hopfen und Malz verloren.
Hallo Burkhart,
früher hatte ich mein Riffbecken mit der klassischen Balling-Methode versorgt, was mir dann aber zu zeitraubend wurde. Seit gut 20 Jahren arbeite ich ganz stabil mit Kalkreaktor + Kalkwasser. Der Aufwand ist dabei sehr gering, und alle relevanten Werte lassen sich leicht steuern und stabil halten. Dies gilt auch für den pH-Wert, da sich die beiden Systeme gut ausgleichen. Ausfällungen gibt es bei mir keine; bei manchen entsprechenden Theorien / Behauptungen bin ich auch recht skeptisch.
Gruß Bernd
Hallo,
feste Größen lassen sich nicht empfehlen, da die Situation in jedem Becken zu verschieden ist. Ich habe 500 ml Elimi Phos Rapid in 50 Liter Wasser verdünnt und gebe derzeit von dieser Lösung zweimal wöchentlich je 20 ml auf 1500 l gesamtes Aquarienvolumen. Also nur extrem wenig, weil dichter Korallenwuchs vorhanden ist.
Man sollte auf jeden Fall sehr, sehr starke Verdünnungen herstellen und dann die Zugabemengen und Intervalle über einen längeren Zeitraum so lange testen, bis man einen stabilen Zielwert (bei mir ca. 0,05 mg/l PO4) eingestellt hat. Bleibt er stabil, weiß man die Mengen, muss aber trotzdem von Zeit zu Zeit nachtesten.
Gruß
Bernd
Hallo,
ich kann nicht genau sagen, seit wann bei mir die dicken Beläge auftreten. Richtig bewusst ist mir dies erst seit vielleicht drei Monaten. Ausschließen kann ich aber einen Zusammenhang mit Zugaben, wie von Reinhard angedacht. Bei mir kommt nämlich mit Ausnahme ganz geringer Lanthandosierungen ( und diese unverändert seit mehreren Jahren), gelegentlichen kleinen Teilwasserwechseln (Tropic Marin pro), Calciumhydroxid für Kalkwasser, Korallenkies für Kalkreaktor, Frost und Flockenfutter seit langer, langer Zeit gar nichts zusätzlich ins Becken. Keine Spurenelementmischungen, keine Bakterienpräparate, keine Medikamente etc.. Auch keine neuen Korallen seit ein paar Jahren (Altbestand muss regelmäßig "gegärtnert" werden. Ich wüsste nicht, woher dies kommt oder was sich verändert hat.
Vielleicht finde ich, falls sich ein Problem daraus entwickeln sollte, notfalls eine genauere Untersuchungsmöglichkeit.
Gruß
Bernd
Hallo Chris,
ja, das könnte zutreffen. Allerdings sind sie nicht ledrig, eher weich. Ich habe sie inzwischen weitgehend entfernt, werde sie aber fotografieren, wenn sie sich wieder entwickeln.
Gruß
Bernd
Hallo,
gelegentlich treten in meinem Becken immer einmal wieder kleine Stellen mit Cyanobakterien auf; an sich kein großes Problem. Ich unternehme dagegen eigentlich nichts, allenfalls greife ich einmal zu einem Pinsel und wedele sie ab. In letzter Zeit beobachte ich aber, dass sich an einigen Stellen dickere Matten, bis zu ca. 3 mm dick, von schleimiger, gallertartiger Konsistenz bilden. Diese sind eher dunkelgrau-rot, lassen sich leicht vom Untergrund lösen, bleiben aber kompakt zusammen. Bekanntlich treten Cyanos oft in Form von Aggregaten mit anderen Mikroorganismen auf, aber in dieser Form hatte ich sie noch nie. Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich Cyanos sind. Hat jemand Ähnliches beobachtet?
Gruß
Bernd
Mittlerweilen sind es nicht nur noch die "Weichen", die niemand möchte, obwohl sie tatsächlich gerade für Einsteiger ideal sind, selbst diverse Steinkorallen wurden kaum abgeholt. Da melden sich dann Leute zu Terminabsprachen und kommen nicht. Rückmeldung Fehlanzeige!
Inzwischen spare ich mir unnötigen Aufwand. Korallenableger kann man verschenken, Zeit vergeuden nicht.
Gruß
Bernd
Nun, ich habe die meisten Korallen zum Verschenken angeboten. Auch da kam oftmals niemand zum Abholen.
Dies ist bei mir auch schon lange so. Verschiedene Arten von Korallen müssen immer wieder ausgedünnt werden oder es fallen bei den Weichen Ableger an. Niemand hat Interesse, hiesige Händler nehmen sie allenfalls geschenkt.
Gruß Bernd
Hallo,
habe ein Nachzuchtpaar seit vielen Jahren. Sie sind nie in eine Anemone gegangen, trotz mehrmaliger Versuche mit verschiedenen Anemonen (u.a. Radianthus ). Nun leben sie bestens ohne eine Wirtsanemone.
Gruß
Bernd
stehen dort bald Döschen mit Mircobiome
Hallo,
häufig werden allerdings Bakterien mit dem Begriff Mikrobiome unzutreffend gleich gestellt. Wie Burkhard schon geschrieben hat, geht es in der Aquaristik um die Gesamtheit der Kleinstlebewesen, also auch Protozoen, Pilze, Mikroalgen etc.; in der Aquarienpraxis aber auch noch um andere kleinste Organismen wie Mikrowürmer, Kleinstkrebse usw.. Deren komplexes Zusammenwirken überblicken wir noch gar nicht vollständig.
In "Döschen" werden viele der Organismen sicher nicht angeboten werden können. Wichtig sind mir daher immer Mitbringsel vom Urlaub am Meer wie beispielsweisen Lebendgestein, Bodenproben, Algenbüschel usw., die oftmals ein richtiges Gewimmel von Kleingetier enthalten.
Gruß
Bernd
Hallo Thomas,
mein Riffbecken steht nun schon über 20 Jahre, die Korallen müssen regelmäßig gekürzt werden. Es wurde damals mit Lebendgestein gestartet und weißt einiges an Kleinstlebewesen auf. Im Lauf der Jahre wurde mit dem starken Korallenwachstum eigentlich alles stabiler, ohne dass ich heute noch groß irgendwelche Mittelchen zugebe. Im Lauf der Zeit habe ich natürlich einiges probiert, aber nichts mit auffälligem Erfolg. Heute verwende ich nur Lanthan in minimalster Dosierung, um PO4 stabil im niedrigen Bereich zu halten.
Plagen sind natürlich nie ganz zu vermeiden. Immer einmal wieder treten Fadenalgen auf, die ich mit einer zeitweisen Reduzierung der Strömung und Kalkwasser zur CO2-Untersättigung bekämpfe, Glasrosen sind auch mal mehr, mal weniger vorhanden und Kugelalgen ebenfalls. Die bekämpfe ich mit Fressfeinden (Garnelen und Krabben ). Echte Probleme sind das jedoch nicht.
Gruß
Bernd
Hallo,
der übermäßige und oftmals sorglose Einsatz von Antibiotikas hat weltweit zu einem immer stärkeren Anstieg sogenannter Multiresistenter Keime (MRSA) und damit zu sehr hohen Zahlen tödlicher Infektionen bei Menschen geführt. Viele Antibiotikas sind dadurch inzwischen wirkungslos geworden. Besonders gefördert wurde/ wird diese Entwicklung auch von der Landwirtschaft/ Massentierhaltung. Die Gruppen der Landwirte und der Tierärzte gelten inzwischen als weit überproportionale Träger dieser Keime, wobei die Übertragung besonders durch die Hände erfolgt.
Ein gewisses Risiko die Entwicklung dieser Keime zu fördern, kann auch beim hantieren im antibiotikabelasteten Aquarienwasser nicht ausgeschlossen werden. Allgemeingesellschaftlich wird dringend ein beschränkterer, sorgsamerer Einsatz von Antibiotikas gefordert. Da stellt sich schon die Frage, ob man allein aus Hobbyzwecken den Einsatz gegen Cyanobakterien in Aquarien propagieren soll; vor allem auch vor dem Hintergrund, dass sicherlich viele Unbedarfte einen unangemessenen Umgang damit befürchten lassen?
MRSA - Tierarztpraxis – Pro Praxis – Betreuung von Freiberuflern
Gruß
Bernd
