Posts by Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    heute um 2015 Uhr kam im Kanal Phönix in der Fernsehserie "Hüter der Natur" ein äußerst interessanter Beitrag über ein außergewöhnlich erfolgreiches Projekt zur Rekultivierung geschädigter Bereiche am Great Barrier Reef. Dazu werden beim Massenlaichen der Korallen in gesunden Gebieten große Mengen Eier und Spermien abgefischt und diese - teilweise mit speziellen Tauchmaschinen - gezielt in geschädigte Zonen an geeigneten Stellen ausgebracht. Damit lassen sich in kurzer Zeit kilometerweite Gebiete neu besiedeln. In relativ kurzer Zeit beginnen sich neue Korallenbestände zu entwickeln.

    Bei Interesse den sehenswerten Film in der Mediathek anschauen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    mir ging es eigentlich nur darum, warum man hier nachfragt, anstatt einfach im Internet zu suchen? Wenn es um den Preis geht, gibt es noch günstiger Alternativen: Servo Vendi S.L. 17.95 plus 5.95 Versand


    Gruß

    Bernd

    Hallo nochmals,

    ja, heute werden viele Leute glücklicherweise deutlich älter. Es ist auch richtig und wichtig, dass man da vor allem aktiv bleibt. Allerdings muss man aber auch realistisch verinnerlichen, dass mit zunehmenden Alter auch die Gefahr besteht, dass von heute auf morgen die Situation ganz anders sein kann! Ich bin Gott sei Dank noch absolut fit und im Kopf auch noch klar (zumindest hat noch niemand das Gegenteil behauptet =) ), aber man sollte auch bedenken, wer notfalls "auf- und abräumen" kann. In meinem Umfeld hatte jemand einen riesiges Meerwasserbecken mit uralten, groß gewordenen Fischen. Dann kam ein Bandscheibenvorfall, stark eingeschränkte Beweglichkeit und nun wohin mit den Fischen ? Niemand wollte sie, auch kein Händler und nicht einmal unser Naturkundemuseum mit dem riesigen Riffbecken. Erst nach ewig langer Suche fand sich dann jemand, der das Becken entleeren und abbauen konnte, natürlich gegen tüchtige "Gebühren". Dies sollte man zumindest auch ein bisschen im Hinterkopf behalten.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo liebe Freunde,

    vielen Dank für euren lieben Zuspruch. Natürlich bin ich traurig, zumal das Aquarium gerade zum Schluss prächtig dastand. Aber ich bin nun doch froh, dass ich mich so entschieden habe. Gerade jetzt beim Abbau habe ich erst richtig realisiert, welch anstrengender Aufwand damit verbunden ist. Hinzu kommt die Komplexität der Elektrik, der Verrohrungen und Aufbereitungsanlagen. Da mein Aquarium oben im Wohnzimmer stand und mit einem großen gemauerten Technikbecken in Hobbyraum des Erdgeschosses verbunden ist, war das ganze System recht kompliziert; für Außenstehende kaum zu durchschauen. Meine Frau oder Kinder hätten dies kaum bewerkstelligen können.

    So hat eben alles seine Zeit, und ich falle ganz bestimmt nicht in ein Loch. Ich betreibe noch ein Zimmergewächshaus mit Orchideen und Bromelien, vor allem aber auch einen sehr großen Garten mit Biotopteich, mediterranem Ziergarten, Stauden, Obst und ein bisschen Gemüse. Heute frage ich mich, wie ich dies früher in der Berufszeit eigentlich geschafft habe? Hinzu kommt unsere ungebrochene Reiselust, auch wenn sie gerade durch die aktuellen Erfahrungen mit der Rückreise aus dem Oman etwas gedämpft wurde.

    Dass meine Beiträge im Forum geschätzt wurden, freut mich natürlich sehr. Ich bleibe dem Forum gern treu. Auch mit in wenigen Tagen 78 Jahren bin ich ja noch kein Tattergreis und hoffe, dass dies noch lange so bleibt.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    nach genau 54 Jahre Meerwasseraquaristik ist nun die Zeit für einen Ausstieg und Abschied gekommen:loudly_crying_face:. Den komplexen Abbau der Anlage kann man ja keinem Fremden ohne detaillierte Kenntnisse zumuten. Noch bin ich uneingeschränkt fit, aber im fortgeschrittenem Alter muss man auch realistisch einplanen, dass man für derartige Aufgaben plötzlich nicht mehr die Kräfte haben könnte.

    Der Startschuss für diese Entscheidung war leider wieder einmal ein Gau: Nach der um mehrere Tage verspäteten Rückkehr aus dem Oman infolge des Irankrieges war wegen eines Kurzschlusses nahezu der gesamte Beckenbesatz abgestorben. Infolge Verstopfung des Rücklaufes und gleichzeitiger teilweiser Zusetzung des Notüberlaufes war eine kleine Menge Wasser in die Elektrik der Heizungssteuerung gelaufen und hatte dort die Sicherung ausgeschaltet. Da bekanntlich ein Unglück selten allein kommt, hat auch die Pegelüberwachung nicht richtig reagiert. Durch die längerfristige Abwesenheit war dann die Wassertemperatur auf 16° C abgefallen. Außer den robusten Lederkorallen, zwei Kupferanemonen, Scheibenanemonen und drei Amphiprion ocellaris hat nichts überlebt. Alle SPS und weitgehend alle LPS waren weiß.

    Seit zwei Tagen bin ich nun mit dem mühsamen Ausräumen und der Deinstallation der komplexen Technik beschäftigt. Das Aquarienbecken - noch ganz robuste Ausfertigung mit Wulstverklebung und Nahtschutzstreifen - sowie Teile des umfangreichen Equipments werde ich in den nächsten Tagen hier günstig anbieten. Vielleicht finden sich da ein paar Interessierte.

    Gruß

    Bernd

    Um die PAR-Werte geht's mir nicht, sondern nur um den natürlichen Anstieg und Abfall der Beleuchtungsstärke.

    Hallo Stephan,

    natürlich bleibt es jedem überlassen, welchen Aufwand man treiben möchte und ob man aus einer einfachen Aufgabe eine Wissenschaft machen möchte. Mir bleibt die Frage für was? Welcher Mehrwert ist damit verbunden?.

    Einen "natürlichen Anstieg und Abfall" der Beleuchtungsstärke nachvollziehen zu wollen, kann ja nicht die unterschiedlichen Wetterverhältnisse und die damit zwangsläufig verbundenen starken Schwankungen berücksichtigen. Diese unterliegen keinerlei erfassbaren Regelmäßigkeiten. Daher muss man sich zwangsläufig an den grundsätzlichen Ansprüchen der Tiere orientieren, also der notwenigen Gesamtmenge des benötigten Lichts. Dieser ist auch je nach Art und Standort/ Wassertiefe ganz verschieden. Deshalb muss man sich eher an einem Mittelwert anstatt an Tageszeiten orientieren

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wie schon geschrieben wurde, ist vieles bei den möglichen Beleuchtungsphasen reine Spielerei. Im Rahmen des Konkurrenzkampfes der Hersteller wurden die Beleuchtungen mit immer mehr Einstellungsmöglichkeiten ausgestattet, primär um sich voneinander abzuheben. Vieles davon ist für den Aquarienbesatz weitgehend unnötig, manchmal sogar bizarr (z.B. Gewittersimulation) oder gar schädlich (starkes Mondlicht). Sinnhaft kann ein langsames Hoch- und Runterfahren am Beginn und Ende der Beleuchtungsphase sein. Davon profitieren aber allenfalls schreckhafte Fische beim Neubesatz; den Korallen ist dies sowas von egal! Ich beleuchte mein Riffbecken zeitgeschaltet an/aus in angemessener Stärke täglich 12 Stunden von 10 - 22 Uhr. Die Fische haben sich an den gleichmäßigen Rhythmus gewöhnt und stellen sich darauf ein, die Korallen gedeihen bestens.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    großen Dank für die wirklich aufschlussreiche Studie. Die Sache ist offensichtlich doch recht komplex. Die Ansiedlung klappt in der natürlichen Wirtsanemone S. gigantea am zuverlässigsten. Leider ist aber - so auch meine früheren Erfahrungen - die Haltung dieser Anemonen im gemischten Riffaquarium, vor allem auch aufgrund der oft beschränkten Größenverhältnissen, doch recht problematisch. E. quadricolor als Alternative sehe ich als akzeptabel.

    Wenn ich die Studie richtig interpretiere, dürften die von mir beobachteten Verhaltensweise der A. ocellaris vor allem doch auf die Bedingungen und Zeitabläufe im Rahmen der Nachzucht, zurückzuführen sein.

    Die Situation in meinem Becken ist noch unverändert. Zwei der Jungfische haben gemeinsam eine der zwei vorhandenen E. quadricolor bezogen und nutzen ausnahmslos nur diese, die beiden anderen A. ocellaris zeigen auch weiterhin keinerlei Interesse. Dies mag auch darauf zurückzuführen sein, dass für sie keine bedrohlichen Gegebenheiten vorhanden sind. Alle sind gesund und munter, Unterschiede sind nicht erkennbar.

    Gruß

    Bernd

    Das könnte eine Bestätigung des visuellen Reizes sein. Über den Geruchsinn klappt es nicht (mehr), das Vorhandensein eines Artgenossen in der Anemone triggert das Zusammengehörigkeitsgefühl (soziale Bindung, Ausschüttung von Oxytocin (Bindungshormone) etc.).

    Gruss

    Hajo8

    Hallo Hajo,

    eventuelle Defizite beim Geruchsinn bei Nachzuchten wären wohl eine Möglichkeit. Bleibt aber die Frage, warum ein eventueller visueller Reiz beim gleichzeitig mit eingesetzten Tier, nicht aber den kurz davor eingesetzten wirkt. Diese stammten ja aus der gleichen Zucht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich habe seit meinem Einstieg in die Meerwasseraquaristik eigentlich immer Amphiprion percula oder ocellaris in meinen Becken gehalten. Anfangs waren es natürlich stets Wildfänge, die schnell nach dem Einsetzen eine Symbioseanemone - meist Stichodactyla- aufgesucht haben. Nur haben sich diese Anemonen damals nicht sehr lange gehalten und mit dem Nachsetzen habe ich bald aufgehört, da ich keinen sinnlosen "Verbrauch" wollte und auch bald Korallen in den Vordergrund traten. Die nun "wohnsitzlos" gewordenen Anemonenfische lebten auch so munter weiter und wurden oft uralt. Ein einzelner späterer Versuch nach ein paar Jahren mit einer nachgesetzten Anemone hatte das erstaunliche Ergebnis, dass diese Anemone (auch eine Stichodactyla) ignoriert wurde, obwohl teilweise noch die gleichen Fische im Becken waren.

    Später kamen dann nach einem Gau mit Fischverlust echte und falsche Clownfische aus Nachzucht ins Becken. Stichdactylas kamen nicht mehr hinzu, aber zweimal Kupferanemonen, welche wieder ignoriert wurden. Nach meinem kürzlichen Fischverlust durch eine Störung während einer Reise habe ich zwei recht kleine A. ocellaris ins Becken gesetzt und kurz darauf eine Kupferanemone. Wieder gleiches Ergebnis. Wenige Tage später zwei weitere A. ocellaris aus der gleichen Zucht. Und siehe da, nach ein paar Tagen hat sicher erst der ein Spätzugang und kurze Zeit auch der Zweite der Anemone angenähert und hält sich nun viel darin auf. Aber die beiden ersten Zugänge denken absolut nicht daran!!!

    Da stellt sich die Frage, ob nun eine natürliche ererbte Veranlagung oder das Erlernen maßgeblich ist. Ein klarers Ergebmis sehe ich nicht. Was sind eure Beobachtungen?

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    bei einem Mammutstromausfall wie in Berlin würde man für die Gesamtnotstromversorgung äußerst leistungsfähige Notstromaggregate oder akkubetriebene Powerstationen benötigen, bei deren Anschaffungskosten sich schnell die Frage der Verhältnismäßigkeit stellt. Nun sind Ereignisse wie in Berlin nicht der Regelfall; meist kann nach wenigen Stunden die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Für kürzere Zeiten der Sauerstoffversorgung und Aquarienheizung gibt es aber durchaus preisgünstigere geeignete portable Powerstationen wie z.B. die Ecoflow River 3 für ca. 170 Euro. Ich persönlich nehme allerdings das Risiko in Kauf, denn in meiner gesamten langen Aquarianerzeit hatte ich noch nie Probleme und bei echten Krisen steht dann für mich auch das Aquarium nicht mehr im Vordergrund.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich würde die zu niedrigen Nährstoffwerten möglichst nicht mit chemischen Präparaten angehen. Damit gerät oftmals noch weit mehr aus dem Lot! Bei dem selbst erkannten niedrigen Fischbesatz liegt die Lösung doch auf der Hand. Es könnten ja durchaus auch ein paar robuste Arten sein, wobei die meisten Dinoflagellaten auf Fische ohnehin kaum Wirkung haben. Darüber hinaus ist immer Ruhe und Geduld notwendig. Weitermachen wie bisher, mit dem Stören am Ball bleiben. Das hat bei mir immer geholfen, aber natürliche Änderungsprozesse brauchen eben ihr Zeit.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    danke für deine Nachforschungen. Das Ergebnis wundert mich auch ein bisschen, denn negativere Erfahrungsberichte sind mir auch noch nicht aufgefallen. Mein - unbewiesener - Verdacht liegt auch beim Handel oder Transport. Beim hiesigen Händler befinden sich die Krabben in recht sterilen Becken. Wie lange schon? Sie würden zwar angeblich regelmäßig nachgeliefert, aber wie lange waren sie beim Großhändler?

    Ich habe heute ein größeres neues Tier gekauft und zunächst separat - im gleichen Wasserkreislauf - untergebracht. Dort werde ich es ein paar Tage beobachten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    danke für die Rückmeldungen. Ernährungsdefizite schließe ich aus den von Hajo angeführten Gründen auch aus, zumal außer den Kugelalgen auch diverse andere Algenarten im Becken reichlich vorhanden sind. Eher hätte ich auch an Kannibalismus gedacht, allerdings hätte dann eigentlich der "Oberkannibale" übrig bleiben sollen. Seit einiger Zeit habe ich es außerdem immer nur mit einem Einzeltier versucht. Denkbar wäre theoretisch vielleicht auch eine andere räuberische Krabbe, aber seit Jahren ist nichts neu ins Becken gekommen, mit dem ich sie mir hätte einschleppen können. Irgendwann hätte ich sie in dem langen Zeitraum wohl auch sehen müssen. Ein schädliches Element kann ich letztlich nicht völlig ausschließen, sehe aber nur eine geringen Wahrscheinlichkeit. Mir kommen seit langen Zeiten keinerlei derartige Präparate mehr ins Becken und andere empfindliche Tiere wie z.B. Seeigel sind auch schon lange im Becken und gesund und munter. Die Anregung einer ICP werde ich aber trotzdem aufnehmen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    in meinem seit vielen Jahren stehenden und stark zugewachsenem Riffbecken habe ich Kugelalgen, die ich aufgrund vieler unzugänglicher Bereiche nie völlig loswerde. Ein Fuchsgesicht hält sie im beschränkten Maß in Grenzen, zur stärkeren Unterstützung habe ich es mehrfach mit Mithraculus sculptus versucht. Egal ob Einzeltiere oder gleichzeitig mehrere, trotz absolut umsichtigem Eingewöhnen, zwei bis drei Tage waren die Krabben zu beobachten, dann verschwunden. Nun gibt es im Becken unzählige nicht einsehbare Bereiche - vor einigen Jahren war ein längst tot geglaubte Kardinalsgarnele nach Monaten plötzlich wieder aufgetaucht -, aber die Mithrax bleiben auch bei nächtlicher Suche verschwunden. Bekannte Fressfeinde unter den Fischen sind keine im Becken; Borstenwürmer schon, aber dass diese an Krabben gehen, wäre mir nicht bekannt. An Futtermangel kann es nicht liegen, stets vorgeschädigte Tiere schließe ich aufgrund der größeren Zahl und unterschiedlichen Herkunft aus. Wasserwerte etc. sind natürlich gut und stabil, alles wächst und gedeiht. Problematische Chemikalien werden selbstverständlich auch nicht eingesetzt; Jod fehlt auch nicht (was bei dem kurzen Zeitraum auch nicht erheblich wäre).

    Mir bleibt dies ein Rätsel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    auf Dinoflagellaten hat die die Farbtemperatur relativ wenig Einfluss, eher die noch ein bisschen niedrigen Nährstoffwerte. Meist hilft es, wenn die Dinoflagellaten häufig gestört werden, etwa durch kurzes Aufwirbeln von Bodenbelägen. Nach einiger Zeit verschwinden sie dann.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    Fadenalgen treten bei niedrigen Nährstoffwerten gern auf, bevorzugt in stark beströmten Bereichen. In der Einfahrphase ist dies häufig der Fall. Momentan würde ich sie nur mechanisch bekämpfen. Wenn du sie nicht in der Griff bekommst und auf Dauer stark zunehmen, käme auch die Erhöhung des pH-Wertes mittels Kalkwasser infrage. Besonders effektiv haben sich bei mir Kugel-Seeigel (Mespilia globolus) erwiesen. Für diese ist dein Becken aber wahrscheinlich noch zu "nackt".

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die gezeigten "Gebilde" haben für mich mit natürlichen Strukturen im Riff nun wirklich gar nichts zu tun. Die Gezeiten oder ein ganz kleiner Sturm würden so etwas sofort zerbrechen. Ich verstehe nicht, warum man sich da immer wieder so verkünstelt. Schöne Strukturen schaffen doch die Korallen selbst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    hier die Sinularia brassica, ein Überbleibsel aus meiner lange zurückliegenden Einstiegszeit, für diesen Zweck als robuster und schnell wachsender "Verbraucher" auch immer noch bestens geeignet. Heute dient sie mir bestens als Lückenfüller und optische Trennung zwischen unterschiedlichen Korallen, auch in stark beschatteten Bereichen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich nutze ausschließlich Lebendgestein und dies immer nur in möglichst kleinen Mengen.

    Übrigens, man kann dieses in hervorragender Qualität auch im Mittelmeer selbst finden, vor allem dort, wo in kleinen, nicht belasteten Häfen, Fischer anlanden. Diese entsorgen dort meist kleine Brocken die beim Netzfischen hängen bleiben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich habe als Ersatz für meine defekte Fadenradpumpe eine Nadelradpumpe Jebao DCS 1200 eingesetzt. Die Pumpe läuft gleichmäßig, zieht aber nur stoßartig (Intervalle von knapp 1 Sek.) Luft an. Der Schaumspiegel schwankt dabei jeweils leicht. Woran könnte dies liegen?

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    für mich ist es fast pervers, welch seltsame farblichen "Missbildungen" gehypt werden. Das sieht man inzwischen vor allem bei Zuchtformen von Clownfischen. Da sind die natürlichen Farben doch wunderschön! Reicht das nicht oder benötigt man dies zur Angeberei? Für mich auch ein Spiegel der Gesellschaft.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und auch aus Artenschutzgründen (z.B. Züchtung wärmeresistenterer Stämme) mögen die Versuche zur genetischen Vermehrung durchaus interessant sein, vermutlich sind sie aber nicht sonderlich neu. Aus kommerziellen Gesichtspunkten hätte ich aber Bedenken, denn im Gegensatz zum Sortenschutz bei Pflanzenzüchtungen, der das geistige Eigentum des Züchters schützt und ihm das Recht zur Kontrolle der Vermehrung sichert, gilt dies mit wenigen Ausnahmen nicht für Tiere. Tierzüchtungen unterliegen auch nicht dem Patentschutz. Einzelne (ganz seltene !) Ausnahmen haben sich bisher nur auf gentechnische Veränderung bezogen, sind strittig und liegen bei den SciReef-Korallen nicht vor.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torben,

    ich bin grundsätzlich für Lebendgestein, zunächst im Interesse einer vielfältigen Mikrobiologie, daneben aber auch aus optischen Gründen. Wichtig ist für mich zudem ein möglichst minimaler Steinaufbau im Becken, nur als Grundsockel für die Korallen. Diese sollen ja im Lauf der Zeit das Riffaquarium gestalten und nicht irgendwelchen Steinhaufen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Lisa,

    bei Calciumwert kommt es auf ein paar Milligramm nicht an. Im Meer liegt die Konzentration bei 420 mg/l, im Aquarium sollten es zwischen 380 und 440 mg/l sein. Unter 500 mg/l passiert außer möglicher Kalkablagerungen in den Pumpen auch nichts. Dann sollte man die Geräte aber ein bisschen früher reinigen.

    Ich habe zur Fadenalgenbekämpfung sogar noch deutlich höhere Werte gehabt; auch gab es da nie Probleme. Wenn du wachsende Korallen im Becken hast, wird Calcium verbraucht. Senken kannst du Calcium durch vorsichtige Zugabe von Natriumhydrgencarbonat (Natron). Dabei wird dann allerdings der KH-Wert (Alkalinität) angehoben.

    Gruß

    Bernd

    Nur die Krone abzunehmen funktioniert nicht, da die fragilen Verästelungen durchweg zusammenbrechen.

    Mein Hystrix oder auch die Seriatopora caliendrum sind auch recht große und zerbrechliche Stöcke. Vor dem Herausnehmen binde ich jeweils um den Stock ein Gummiband, welches ihn relativ gut zusammenhält. Mit beiden Händen vorsichtig umschlossen lassen sich die Stöcke dann ohne großen Bruch entnehmen. Man darf nur nicht zu fest zusammendrücken! Ein paar kleine Ästchen am Rand können dabei natürlich abbrechen, aber insgesamt bleibt er kompakt. Dann beschneide ich ihn von unten. Kleine Bruchstellen werden ganz rasch zugewachsen.

    Gruß

    Bernd


    Ps.: Es geht auch wenn man einen entsprechend großen Plastiktopf o.ä. darüber stülpt. Dadurch wird ein einseitiger ungleichmäßiger Druck auf den Korallenstock vermieden.

    Hallo Werner,

    das "Problem" mit zu gut wachsenden Korallen habe ich auch. Dass Eingriffsmöglichkeiten, die keine problematische Nebenwirkungen mit sich bringen, so gut wie nicht existieren, wurde hier ja schon deutlich gemacht. Ein größeres Becken ist bei mir auch keine Alternative. So bleibt nur das Gärtnern. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig mit Störungen der Optik verbunden sein.

    Alle meine SPS sind nicht mehr mit einem Sockeln verklebt, sondern stehen einfach lose auf ihrem Platz. Bei zu groß gewordenen Korallenstöcken hebe ich sie immer komplett aus dem Becken, beschneide sie von unten und stelle sie an ihren ursprünglichen Platz zurück. Damit entsteht keinen "Trümmerlandschaft". Die Korallenstöcke vertragen dies recht gut und sind letztlich nur "verjüngt". Da meine Becken regelrecht zugewachsen ist, halten sich die Korallen an ihrem Platz gegenseitig fest. Vernesslungsschäden durch die direkte Berührung kommen bei mir so gut nie vor, gleich welcher Arten. Diese bleiben aus, wenn die Korallen im Lauf der Zeit langsam aufeinander zugewachsen sind. Dies kann man auch im natürlichen Riff gut beobachten, wo oftmals Korallen richtig ineinander gewachsen sind.

    Gruß

    Bernd

    Nun Werner, mich wundert es nur. dass du so detailliert nachfragst, obwohl es angeblich nicht um dein Becken geht, bei dem bis auf "kleine Flecken" seit 5 Jahren alles in Ordnung sei. Und ja, mir - und wohl auch vielen anderen Kompetenten - missfällt es deutlich, wenn hier immer wieder der zweckentfremdete Einsatz von Antibiotika diskutiert wird, obwohl der letzte Ignorant eigentlich die Probleme kapieren sollte, welche damit auch für die Allgemeinheit hervorgerufen werden.

    Hallo Burkhart,

    früher hatte ich mein Riffbecken mit der klassischen Balling-Methode versorgt, was mir dann aber zu zeitraubend wurde. Seit gut 20 Jahren arbeite ich ganz stabil mit Kalkreaktor + Kalkwasser. Der Aufwand ist dabei sehr gering, und alle relevanten Werte lassen sich leicht steuern und stabil halten. Dies gilt auch für den pH-Wert, da sich die beiden Systeme gut ausgleichen. Ausfällungen gibt es bei mir keine; bei manchen entsprechenden Theorien / Behauptungen bin ich auch recht skeptisch.

    Gruß Bernd

    Hallo,

    feste Größen lassen sich nicht empfehlen, da die Situation in jedem Becken zu verschieden ist. Ich habe 500 ml Elimi Phos Rapid in 50 Liter Wasser verdünnt und gebe derzeit von dieser Lösung zweimal wöchentlich je 20 ml auf 1500 l gesamtes Aquarienvolumen. Also nur extrem wenig, weil dichter Korallenwuchs vorhanden ist.

    Man sollte auf jeden Fall sehr, sehr starke Verdünnungen herstellen und dann die Zugabemengen und Intervalle über einen längeren Zeitraum so lange testen, bis man einen stabilen Zielwert (bei mir ca. 0,05 mg/l PO4) eingestellt hat. Bleibt er stabil, weiß man die Mengen, muss aber trotzdem von Zeit zu Zeit nachtesten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich kann nicht genau sagen, seit wann bei mir die dicken Beläge auftreten. Richtig bewusst ist mir dies erst seit vielleicht drei Monaten. Ausschließen kann ich aber einen Zusammenhang mit Zugaben, wie von Reinhard angedacht. Bei mir kommt nämlich mit Ausnahme ganz geringer Lanthandosierungen ( und diese unverändert seit mehreren Jahren), gelegentlichen kleinen Teilwasserwechseln (Tropic Marin pro), Calciumhydroxid für Kalkwasser, Korallenkies für Kalkreaktor, Frost und Flockenfutter seit langer, langer Zeit gar nichts zusätzlich ins Becken. Keine Spurenelementmischungen, keine Bakterienpräparate, keine Medikamente etc.. Auch keine neuen Korallen seit ein paar Jahren (Altbestand muss regelmäßig "gegärtnert" werden. Ich wüsste nicht, woher dies kommt oder was sich verändert hat.

    Vielleicht finde ich, falls sich ein Problem daraus entwickeln sollte, notfalls eine genauere Untersuchungsmöglichkeit.

    Gruß

    Bernd