Hallo,
nachdem ich, vor ein paar Tagen meinen Vater (Rentner, über 80 Jahre alt) besucht habe, drängte sich mir eine Frage auf.
Dazu aber kurz zur Vorgeschichte:
Mein Vater hat mich ja zur Aquaristik gebracht. schon als "kleiner" Jung war ich fasziniert über dieses Hobby meines Vaters. Na ja, und so dauerte es nicht lang und ich bekam (unter Einweisung und Führung) mein erstes kleines Becken. Damals natürlich Suesswasser. Und bis heute hat das Hobby für mich kein Stück nachgelassen. nein im Gegenteil, es ist faszinierend wie damals und der Reiz, in einem Aquarium z.B. die Welt der Korallenriffe in einem kleinen Ausschnitt - soweit als derzeit möglich - zu beobachten und zu pflegen ist ungebrochen. (Fast) eine Sucht. ![]()
Mein Vater pflegte vor 30 Jahren bereits ein Meerwasserbecken.
Kommen wir nun zu meiner Frage. Meerwasser vor 30 Jahren? Wie ging das denn nur? Heute stehen uns ja jede Menge Literatur, Gerätschaften (und nicht zuletzt das I-Net mit diesem Forum) und chemische Mittelchen zur Verfügung. Aber vor 30 Jahren? Noch dazu profitieren wir doch vom Wissen der "erfahrenen älteren" Aquarianer. Wo konnten die Aquarianer vor 30 Jahren sich informieren? "Learning by doing" vermute ich.
Und mein Vater bestätigte mir das. Damals galt das vorrangige Ziel - der Fischpflege-, das Leben einer Art so lange als möglich im Aquarium zu erhalten. Es wurde viel experimentiert und auch "Lehrgeld" bezahlt. Ausgetauscht hat man sich dann untereinander bei Treffen mit Kaffe und Kuchen.
Blumentiere waren selten und wenig bis garnicht vorhanden.
Dennoch sind die Beobachtungen aus dieser Zeit von großer Wichtigkeit. Durch sie ist es möglich, den Fisch in seine Haltbarkeit einzustufen und Grundzüge seines Verhaltens im Aquarium abzuschätzen. Ich möchte sie daher als die Pioniere auf dem Gebiet der Fischaquaristik bezeichnen, die hier hervorragendes geleistet haben. Neben der erfolgreichen Pflege von Fischen ist ein weiteres wichtiges Ziel für uns, die Vergesellschaftung mit Wirbellosen geworden.
Wir alle sind doch bestrebt, den kleinen Ausschnitt "Riff zu Hause" noch realer zu gestalten.
Wir wollen mehr über die sozialen Aspekte unserer Pfleglinge erfahren. Wie lassen sich die Arten untereinander und miteinander vergesellschaften? Paarbildung und Ablaichverhalten sind in diesem Zusammenhang zwei weitere Schlagworte, die uns spannende Fragestellungen aufgeben.
Bestimmt sind hier im Forum "Pioniere" der Aquaristik. Wie habt ihr das einst gemacht? Was waren eure Bestrebungen und was stand euch helfend zur Seite?
Lieben Gruß
Kay










