Kann mir bitte jemand erklären, was bremst Keramik so gewaltig aus?

  • Hallo Jens,

    ging mir nicht anders und ich habe nicht ein Stück Keramik in meinem Becken. Alles nur LS und trotzdem mußte ich schon viele Verlußte hinnehmen. Die Weichen haben das alles immer mitgemacht, aber SPS und auch einige LPS sind in die ewigen Jagdgründe eingegangen. :loudly_crying_face:

    Hast Du denn nun meßbare Veränderungen in Deinem Becken festgestellt, oder nicht?

    Gruß Axel

    PS. Tut mir Leid, wenn man nach Dingen fragt, die Du schon irgendwann mal in einem längeren Fred, oder an anderer Stelle gepostet hast, aber zum 1. kann man sich das nicht von jedem Mitglied merken und 2. möchte ich nicht erst noch recherchieren, um Dir eine Frage stellen zu dürfen/können. Du mußt also damit leben. :smiling_face:

    Immer schön locker bleiben!

  • Hi Stephan,
    die Unterschiede nach 4 Jahren sind ja echt krass  :astonished_face:
    Das wäre echt interessant gewesen das zu untersuchen ob die Materialien von einander abweichen.

    Ich hatte bisher nur einzelne Keramikelemente als Unterbau für Lebendgestein verwendet, dabei aber keine Probleme gehabt.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • hey steffi

    ja das wollte ich eigentlich analysieren lassen aber der aufwand, die kosten etc. waren dann zu hoch.
    und was hätte es gebracht ?

    stand heute ist das becken läuft besser denn je so wie das alte becken davor
    und die Technik ist eigentlich noch die gleiche

    auch das Wahnsinns ein pumpenkonzept mit zufall Modus .... wo da so angepriesen worden ist mußte wieder dem guten alten mit 4 strömungspumpen weichen.

    ich finde es nur schade das man durch sowas immer mehr kennen lernt die die gleichen Probleme haben.
    ganz zu schweigen von den Tieren die im laufe der zeit so verheizt worden sind !

    lg stephan

  • Hi Stephan,
    klar, die Kosten dafür wären nicht gering gewesen. Auch muß man ja erst mal eine Idee haben wonach man sucht  :wacko:


    Ich bin mal gespannt wie mein Würfel läuft, aber bei Algen habe ich da wenig Bedenken.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • HI

    Es sind im. Laufe der Woche 13 Keramikproben eingetroffen. bevor ich diese Analysieren kann müssen die Proben vorbereitet werden und ich muss Zeit haben die Geräte darauf hin auch einzustellen. Es wird auf jedenfalls ein wenig dauern ich melde mich aber bei jedem der Einsender sobald ich Daten habe.

  • Hallo Claude,

    Danke für die Info. Gut Ding will Weile haben - das war immer schon so. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hi,

    den Hinweis von Stephan aus Beitrag 715 finde ich sehr interessant! Das solche Unterschiede im selben Becken möglich sind. Da muss ja was in der Keramik unterschiedlich sein.

  • Hallo zusammen,

    wer mein Geschreibsel über dieses Thema, bzw. meine diversen Kommentare zur Keramik verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass ich nicht zu denen gehoere, die diese Probleme zu erleiden hatten. Ich gewinne aber mehr und mehr den Eindruck, dass sich die Zahl derer, die eine Bauchlandung mit diesem Werkstoff haben oder hatten, von der Anzahl zunehmen. Wir sind hier ein relativ kleiner Haufen, der sich wahrscheinlich erstmalig und ernsthaft diesem Thema widmet. Ich fürchte, außerhalb unseres kleinen Kreises haben noch weitere Aquarianer Probleme mit der Keramik, ohne direkt zu wissen, warum. Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie ist es den anderen ergangen, die keine gedankliche Verbindung zwischen der Keramik und dem schlechten Zustand ihrer Tiere herstellen konnten. Ich selbst kenne in meinem Umfeld keinen negativen Fall in Bezug auf eine akute Keramik-Problematik. Allerdings haben alle Betreiber solcher Becken keine 100% Keramik verarbeitet, sondern einen Mix von LS und Keramik. Der Ursprung dieses Gedankens lag auf der Hand. Man wollte mit den LS-Brocken versuchen, die erst einmal lebensfeindliche Periode besser zu ueberbruecken, um dann spaeter schneller seine Wunschtiere einsetzen zu können. Diesen Weg bin ich auf diese Art und Weise nicht gegangen. Ich habe von Anfang an, old school hin oder her, mein Riffkeramikbecken mit einer grossen Menge Caulerpa racemosa vollgehauen. Nicht etwa, weil ich bereits damals (2008 irgendeine nebuloese Vorstellung von den moeglichen dramatischen Auswirkungen einer kompletten grossen Keramikrückwand auf mein Beckenmilieu gehabt haben koennte. Nein, von der Moeglichkeit dieses Desasters hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht den blassesten Schimmer. Ich habe nur einfach zu diesem Mittel gegriffen, weil ich diese Art von Milieuverbesserung in all meinen frueheren und spaeteren Aquarien durchgeführt habe. So denke ich, dass ich moeglicherweise vielleicht mit dieser Methode unbewusst das Richtige (Organik) auch fuer das Keramikbecken getan habe. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nicht verschweigen, dass ich nicht zu jener Fraktion gehöre, die zum Ziel haben, ihre Becken besonders schnell und ueberhaupt nahezu naehrstofffrei zu bekommen. Falls jetzt wieder entgegnet wird, dann müsste man ja generell auf Acropora & Co. verzichten, ist das falsch und nur die halbe Wahrheit. Neonfarben sind zwar ganz schön, aber der Ritt auf der Rasierklinge ist mir zu stressig und etwas Sinnvolles kann ich auch nicht erkennen. Die Korallen wachsen auch unter naehrstoffreicheren Bedingungen ueberwiegend zufriedenstellend. Vielleicht farblich nicht besonders extrem ausgeprägt, aber sie wachsen zu grossen Stöcken heran, ohne allzu viel von ihren ursprünglichen Farbtoenen zu verlieren. Ein moderater Naehrstoffpegel ist für mich noch immer die Basis für ein zufriedenstellendes Wachstum.
    In diesem Zusammenhang hielt sich im Durchschnitt der Wert von PO4 (0,06) und NO3 (10) in den letzten Jahren relativ stabil. Auch möchte ich nicht verschweigen, dass das nicht immer so war. Im Gegensatz zu anderen Startern war in meinem Becken kein grossartiger Phosphatmangel zu beobachten, Nitrat war auch ganz ordentlich. Abhilfe kam durch den Einsatz eines PO4-Adsorbers und einem wöchentlichen WW von 5-10% meines Wassergesamtvolumens. Im Nachhinein kann man zu der Ueberlegung kommen, dass bei moeglichen Giftstoffen im Wasser , diese durch den regelmaessigen WW ausgetragen wurden. Nitrat beachtete ich nicht, wohl wissend, dass das Verhältnis PO4/NO3 im Argen lag. Erst zu einem spaeteren Zeitpunkt wurde dieses Missverhältnis durch die Anwendung von BactoBalance positiv korrigiert.
    Warum ich das erzähle, hat einen Grund. Mir ist schon lange aufgefallen, dass es eine Vielzahl von Anfaengern (nicht nur) gibt, die ohne sonderliche Erfahrung gleich ins kalte Wasser springen. Das machen diese Damen und Herren nicht aus freien Stuecken, sondern werden durch eine gezielte Werbung fasziniert und manipuliert, deren Hintergrund sie nicht verstehen oder befolgen Ratschläge eines Händlers, dessen kaufmännisches Geschick noch über seiner fachlichen Inkompetenz steht. Die Folge davon sind meist Becken, die schwer in Tritt kommen. Wenn sich jetzt noch herausstellen sollte, dass der Betreiber sein Becken mit Keramik dekoriert hat, dann stehen wir vor zwei Problemen. Vor einem unkundigen Anwender und vor einem Werkstoff, der, wie wir jetzt wissen, besondere Aufmerksamkeit verdient. Wenn aber beide Dinge zusammenkommen , dann erwächst aus dieser Situation ein Gau. Dieser kann mit der Abkehr vom Hobby oder einer Neueinrichtung des alten Beckens enden. Jedenfalls ist Lehrgeld gezahlt worden. So etwas muss nicht sein, wenn nicht immer vorgegaukelt würde, dass Meerwasseraquaristik ohne eine gewisse Bildung betrieben werden kann. Mit Bildung meine ich grundsätzlich das Sammeln von Erfahrung! Dazu gehört nicht nur das Lesen der entsprechenden Beschreibungen von Fisch und Niederen, sondern auch das Verstehen biologischer und chemischer Zusammenhänge im Meerwasseraquarium. Wem das zuviel erscheint, der sollte sich eine andere Beschaeftigung suchen.
    In der gängigen meerwasserlastigen Literatur ist leider über den Werkstoff Keramik und seine Besonderheiten nichts zu finden. Vielleicht, weil unterschiedliche Herstellungsprozesse (Brennvorgaenge) auch unterschiedliches Material hervorbringen koennen? Wie soll man da einen einheitlichen Leitfaden finden?
    Momentan geistern nur Vermutungen durch's Land. Ich waere froh, wenn sich der Nebel über dieser Problematik bald lichten würde. Der Anfang ist ja gemacht.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Andreas


    Deshalb sind einige auch der Meinung dass es unterschiedliche Brände / Chargen gibt die auch beim Kauf schon völlig unterschiedlich aussehen. Die Unterschiede, auch farblich, wurden hier im Thread des öfteren erwähnt. Wäre evtl eine Erklärung warum manche Becken sofort laufen und mache Zeit benötigen.

    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk

  • Hallo Hajo

    Wenn es tatsächlich unterschiedliche Brände bzw Chargen geben sollte könnte es auch sein dass du die "Bessere" bekommen hast. Ich habe mir gerade Tortes Wasserkasten angesehen das sieht gut aus. Kalkrotalgen etc.


    Neuensteiger die mit solchen Problemen konfrontiert werden wie hier einige berichten verschwinden aus dem Hobby. Sie denken einfach es sei zu schwer und würden deshalb scheitern. Selbst wenn einer dieser Anfänger den Weg hier ins Forum gefunden hätte wäre der Schuldige schnell gefunden gewesen. Erst durch diesen Thread wird gewagt die Keramik als Verursacher in Betracht zu ziehen.

    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk

    Einmal editiert, zuletzt von Torben (14. November 2015 um 21:06)

  • Hallo Torben,

    ich will das nicht ausschliessen. Aber: Bei unerwünschten Stoffen im Wasser, egal welcher Ursache sie entspringen, kann ein regelmäßiger WW zumindest dazu führen, dass sich nicht noch mehr anreichern koennen. Parallel zu den vorhandenen Nährstoffen im Wasser, die ebenfalls auf diese Art und Weise reduziert wurden, koennte das der Grund für das Gelingen gewesen sein. Alles nur eine Hypothese. Dieses ist mir bewusst.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Hajo,

    interessante Ansätze die du da bringst. Und schön das es bei dir so gut läuft. Wir müssen einfach weiter suchen. Es muss ja was geben, wenn Anfänger (und ich betrachte mich nach 10 Jahren auch noch als einer) und wirklich erfahrene Leute, wie z.B. Uwe H. die Probleme haben/hatten.
    Ich gebe allerdings zu, dass ich mit dem Zeug nicht mehr lange Geduld habe. Zudem werde ich in meinem neuen Projekt auf keinen Fall auch nur ein Gramm davon verbauen.

    Hallo Claude,

    schön von dir zu hören. Ich bin sehr gespannt.

    Liebe Grüße Jens

  • hier mal die abtropf gewichte mit fotos

    keramik 1 mit kabelbinder ist von den unbewachsenen säulen
    keramik 2 ohne kabelbinder ist schön bewachsen

    Wasseraufnahme :

    keramik 1 trocken 192 nass 215
    wasseraufnahme : 23ml

    keramik 2 trocken 348 nass 359
    wasseraufnahme : 11ml

    toter stein 1 trocken 384 nass 485
    wasseraufnahme : 101 ml

    toter stein 2 trocken 2486 nass 2846
    wasseraufnahme : 360 ml

    lg stephan

  • Hallo Hajo,

    wie ist denn das optimale Verhältnis PO4/NO3?

    Danke und Gruß
    Stefan


    Ungefähr 1:10, wobei geringfügige Abweichungen auf der einen, wie auf der anderen Seite, nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Hajo ....

    Zitat

    Ich habe von Anfang an, old school hin oder her, mein Riffkeramikbecken mit einer grossen Menge Caulerpa racemosa vollgehauen. Nicht etwa, weil ich bereits damals (2008 irgendeine nebuloese Vorstellung von den moeglichen dramatischen Auswirkungen einer kompletten grossen Keramikrückwand auf mein Beckenmilieu gehabt haben koennte. Nein, von der Moeglichkeit dieses Desasters hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht den blassesten Schimmer. Ich habe nur einfach zu diesem Mittel gegriffen, weil ich diese Art von Milieuverbesserung in all meinen frueheren und spaeteren Aquarien durchgeführt habe. So denke ich, dass ich moeglicherweise vielleicht mit dieser Methode unbewusst das Richtige (Organik) auch fuer das Keramikbecken getan habe.


    tja, so war das früher eben...... mein erstes 3000 Liter Becken habe ich auch genau so eingefahren. Da liefen zwei Refugien mit nur Caulerpa im Bypass. In den 80`ern hat man das so gemacht, weil man Fadenalgen verhindern wollte. Caulerpa ist ja bekannt dafür, dass sie auch Nähr-und auch Giftstoffe aus dem Wasser aufnehmen können. Dann wirst Du Dich sicher auch noch daran erinnern können, was passiert, wenn man zu große Mengen Caulerpa auf einmal geerntet hat : ... aus den abgerissenen Stengeln kam so eine milchige Flüssigkeit und die Fische hatten danach ihre helle Freude mit erhöhter Atemfrequenz + extrem schreckhaftem Verhalten. Da kann ich mich noch genau daran erinnern.


    Ich sehe das genau so, dass Du, eher unbewusst, mit der Caulerpa-Methode, Dir möglicherweise Giftstoffe aus dem System gezogen hast, die dann eben nicht zu den bekannten Erscheinungen führten......


    @Michael ...


    die Rosskur ist eine sichere Methode, um Becken wieder auf die Spur zu bringen. Dennoch kann es ja nicht sein, dass man danach weiter 20 % Wasserwechsel wöchentlich durchführen muss, um die Korallen irgendwie am Leben zu halten. Bei einer Rosskur muss natürlich auch die Ursachen der Degeneration ausfindig gemacht haben, sonst ist man ja ständig nur am wechseln. Auf Dauer ein teures Vergnügen....


    Meine Vermutung geht daher nach wie vor in die Richtung, dass es unterschiedliche Chargen von Keramiken geben muss. Unsere letzte Anlage mit 25.000 Liter Inhalt, die wir gebaut haben, wurde mit insgesamt 8 großen, mannshohen Paletten Riffkeramik dekoriert, + 3 Tonnen Sansibar-Lochgestein. Dieses Becken hatte von Anfang an, bis heute, keine Probleme. Allerdings steht da eine beträchtliche Menge Wasser dahinter und es wird 10 % wöchentlich gewechselt...


    Bin gespannt, was der Claude raus finden kann für uns.


    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo,

    leider finde ich in dem Thema wohl wieder (letzte Gewissheit fehlt aber):
    Erstmalig die Rückwand komplett aus Keramik und ein zustätzlciher Riffaufbau in einem neuen gut 500l (netto) Becken seit Juni 2015.
    Zum Start Wasser aus einem laufenden Großbecken und zusätzlich die Lebendgesteine vom Vorgängerbecken übernommen.
    Die Kermaik hatte ich vor der Verwendung mit Leitungswasser gespült und nur punktuell mit Aqua-Silikon vor dem Kippen gesichert.

    Ich bin fast verrückt geworden, was in meinem Becken passiert ist. Bis heute massive KH und Ca-Schwankungen. Keine Silikat-Rückstände nachweisbar.
    Allerdings hatte ich nach ca. 6 Wochen schon Kalkrotalgen auf der Keramik, das hatte mich sehr gefreut. Das Becken lief scheinbar gut, LPS und später SPS drin, die Korallen standen anfangs gut da.

    Dann aber fingen die ersten LPS vor ca. 6 Wochen an ihre Tentakeln nicht mehr richtig auszufahren, dann wurden plötzlich ganze Köpfe abgeworfen.
    Alle Euphillias sind dann fast gleichzeitig kaputt gegangen, Montipora und Acropora auch. :loudly_crying_face:
    Nur die Weichen scheinen unbeeindruckt.
    NO3 liegt bei 8
    PO4 bei 0,002
    Ich versuche nun mit Nutri-Complete den Phosphatwert zu heben. Beobachte aber auch die Entwicklung dieses Themas.

    VG
    Felix

  • @ Christian

    zum Thema porös
    ich hab mal 4 verschiedene steine genommen
    2 tote und 2 Keramik
    anbei mal die bilder mal schauen was sich da bis morgen ändert

    lg stephan

    Hallo Stephan,

    ich deute Dein Ergebnis so, dass die Keramik weit weniger porös ist als ursprünglich angenommen und auch vom Hersteller propagiert.

    Aber!!! Ich leite daraus auch ab, dass gemäß der Theorie, nach der spärlich dekorierte Becken besser laufen, weil sie weniger Oberfläche für Bakterien bieten, es fast egal sein müßte, ob eine geringe oder erhebliche Menge RK im Becken ist. Schließlich scheint sie nicht viel Oberfläche zu bieten.

    Das wiederum würde bedeuten, dass eine Einrichtung mit wenigen Brocken LS, einer umfangreichen Einrichtung mit RK ebenbürtig sein müßte, da die Größe der Siedlungsfläche gleich wäre!? Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist, auch wenn Klaus viele Beispiele toller Becken mit wenig Deko postet.

    Bisher lese ich vor allem aus dem Thread heraus: viel Keramik, viel Probleme. Wenig Keramik, wenig Probleme. Viel oder wenig beziehe ich dabei auch auf das Volumen an Wasser zum Volumen an Keramik. Nicht als komplettes Resultat, aber als Tendenz.

    Christian

  • Hallo Felix,

    Nutri-Complete ist nicht zum Anhaben von PO4 gedacht. Jörg Kokott hat mit das mal erklärt.

    Zitat: "Der wesentliche Punkt ist dabei, dass Du damit eben auch die Stickstoffverfügbarkeit erhöhst und damit in der Netto-Bilanz einen einseitigen Phosphatmangel nicht ausgleichen kannst."

    Nimm lieber PO4-Plus oder Frostfutter.

    LG
    Daniel

  • hey Christian

    wir haben ja die ganze deko raus und es dann so aufgebaut wie klaus es auch beschreibt.
    wenige Plateaus die im wasser stehen und so luftig wie möglich.

    vom eingebrachten toten Gestein waren es sicher in allem platten über 70 - 90 kg.
    das würde ja bedeuten nach der Theorie mit den steinen dürfte das becken jetzt noch schlechter laufen als mit der Keramik da das Gewichts mäßig weniger war.
    das becken läuft aber nicht schlechter.

    zu beginn ging po4 etwas nach oben aber auch nicht dramatisch.
    danach die typischen braunen beläge auf den neuen steinen danach sind sie langsam mit kalkrotalgen zu gewachsen und gut war.

    zudem ist jetzt fast der ganze boden frei und es gibt auch wesentlich weniger stellen wo das wasser sich nicht bewegt.
    wahrscheinlich liegt hier der grund warum die minimal besetzen becken so gut laufen. fast keine tote Strömung und kein gammel am boden.

    zu der Keramik selbst ist halt die frage was da abläuft. es gibt ja auch becken wie Hajo wo alles top klappt.
    krasses Gegenteil das becken von mir, uwe, markus, jens, Felix, Jürgen
    da denk ich liegt das ziel zu schauen was anderst gelaufen ist.

    nur für meinen teil schließe ich es fast aus das alle den selben fehler machen weil die geschichte wie die korallen ein gehen fast immer die gleiche ist.

    lg stephan

  • Ich vermute, dass hier mehrere Faktoren zusammen kommen. Zum einen kristallisiert sich ja immer mehr raus, dass überdekorierte Becken, hier im Besonderen die mit gemörteltem Boden und Vollauskleidung der Rückwand, die größten Probleme machen. Das führe ich zum einen auf die extrem hohen biologisch aktiven Oberflächen zurück und zum anderen auf die im Raum stehende Frage nach der Ungiftigkeit der Keramik, des gemörtelten Bodens und des Klebers. Hier scheint es ja unterschiedliche Chargen zu geben, was die Keramikbrände anbelangt.

    Wer sich die Mühe macht, über den großen Teich zu schauen wird viele Beispiele finden, das Minimalst-dekorierte Becken im Null-Komma-nix super stehen und auch über die Zeit, keine weiteren nennenswerten Probleme machen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Meerwasseraquaristik in den USA. Also, können wir da was für uns ableiten ?

    Hier mal ein paar Beispiele. Bitte keine Anmerkungen hinsichtlich *naturnaher Beckengestaltung* darum geht es hier nicht.

    Erst mal typisch überdekorierte Becken und wie die sich entwickeln.... bzw. was in ihnen wächst....

  • Und hier noch mal zwei besonders schöne Vertreter der Minimal-Deko Becken.... und darunter noch zwei Maiximal-Dekos.....

    Grüße ... Klaus

  • Besonders auffällig ist auch, dass mit die besten, größeren Becken, immer einen erheblich großen Fischbesatz aufweisen. Möglicherweise erwünschte Phosphatquellen ?


    Nicht nur möglicherweise, sondern vermutlich zwingend.

    Ich darf Jörg mal wieder zitieren:

    "Zum Fischbesatz muss ich sagen, dass es hier nicht um Stabilität geht, sondern um Nährstoffeintrag und Austrag. Dein Becken braucht definitiv eine Belastung und da trägt ein Fischbesatz zur Stabilität bei!"

    Und Klaus, vermutlich hast du mit der These viele Korallen = viele (große) Fische recht. Das fällt irgendwie extrem auf.

    Hat jemand eine Ahnung, ob es irgendwo eine Aufstellung gibt, Verhältnis Fisch zur Koralle....

    LG
    Daniel

  • Hi Daniel ....

    bezüglich Jörg´s Aussage : .....


    Zitat

    Zum Fischbesatz muss ich sagen, dass es hier nicht um Stabilität geht, sondern um Nährstoffeintrag und Austrag. Dein Becken braucht definitiv eine Belastung und da trägt ein Fischbesatz zur Stabilität bei!"


    ... .fällt mir spontan was zu ein :


    Ich war schon immer ein großer Fan von großen Anthias-Schwärmen. Allerdings war das immer so eine Sache hinsichtlich der Mortalitätsraten. Ich habe einen Frostfutterautomaten verwendet, der stündlich Artemia ins Becken gelassen hat. Und zwar in großen Mengen, ohne dass vorher die gefrorenen Tafeln ausgewaschen wurden, ergo habe ich, unwissend, große Mengen Phosphat, aber in kleinen Dosen, ins Becken geschüttet. Zu dem Zeitpunkt hat das Becken noch nie so gut gestanden. Jörg´s Aussage kann ich definitiv bestätigen.


    Hier mal ein krasses Gegenbeispiel.... . Aquarium Typ Fischsuppe, extrem viel Deko und extrem gutes Korallenwachstum. https://www.youtube.com/watch?v=rr-g2zRa4vk

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

    Einmal editiert, zuletzt von klaus Jansen (15. November 2015 um 17:45)

  • Hallo,

    ich lese diesen Fred hier nun auch von Anfang an und finde ihn sehr interessant. Auch ich bin gespannt, was bei den Laboruntersuchungen herauskommt.

    Trotz aller Vermutungen zu der Keramik möchte ich noch einbringen, daß sich hier kaum Leute zu Wort gemeldet haben, die genau das Gleiche, oder sehr Ähnliche erlebt haben und nicht ein Stück Keramik in ihrem Aquarium verbaut haben. Bei mir z.B. war es auch so und ich wette, es sind noch Tausende, die das auch alle so erlebt haben, oder noch erleben.

    Das zeigt doch aber, daß zwar das Ergebnis das Gleiche ist, aber von total unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen wird.

    Ich glaube eher an die Geschichte mit der zu besiedelnden Oberfläche und das eben die Nährstoffe, besonders bei Neustarts nicht für alle Verbraucher reichen. Das, in Kombination mit dem Wunsch fast aller ambitionierter MW-Aquarianer, die Nährstoffe so niedrig wie möglich zu fahren, Schwebestoffe mit Filtersocken und anderen Filtern aus dem Wasser zu ziehen, UV, Ozon, Aktivkohle usw., sind in meinen Augen Gründe, für Probleme besonders in der Startphase eines jeden Beckens.

    Darüber hinaus halte ich den so gerne angepriesenen "Ritt auf der Rasierklinge" für mehr als fragwürdig, denn meiner Meinung nach werden dadurch viele Korallen unnötig gehimmelt. Es glückt eben nicht jedem und ich halte es für bedenklich, diese Art der Aquaristik als "Königs-Disziplin" hinzustellen. Das verleitet nur unnötig Neueinsteiger, auch das auszuprobieren.

    S-Bahn-Surfen ist auch eine Art der Fortbewegung, aber das macht es trotzdem nicht zu einer erstrebenswerten Art des Reisens. Es geht so lange gut, bis es eben schief geht.

    Gruß Axel

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Danke Klaus für die tollen Bilder der "Minimalistischen Becken".
    Ist vielleicht nicht Jedermanns Sache,.... ich finds super und mein Becken soll bestimmt so werden.
    Hoffentlich liest Norbert D. eifrig mit. Das sind die Formen, die evtl. in Zukunft mehr gefragt sein könnten.
    LG
    Ameo

  • Also die beiden Becken aus Beitrag 749 finde ich arg grenzwertig.

    Abgesehen davon, kann ich beim besten Willen nicht erkennen, ob die Korallen gut stehen oder nicht!

    Aber das erste Becken aus Beitrag 750 rockt!!!!

    Viele Grüße

    Matthias
    ________________________________

  • Das Video-Link-Becken aus Beitrag 753 ist auf seine Weise ein schönes Mischbecken, mit allem drin, bunt gemischt (sowas gefällt mir :yrf ). Nur die Fische finde ich von der Menge her arg grenzwertig. Und ich mag auch eher etwas mehr Gestein als nur 2 Bröckchen.

    Aber auch das erste Becken aus Beitrag 751 finde ich großartig von der Gestaltung her (bis auf die vielen SPS :ylol ).

    Edit: Was für ein Mist, im Antwort-Modus haben die Beiträge eine um 1 verschobene Numerierung :face_with_rolling_eyes:

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Hoffentlich liest Norbert D. eifrig mit. Das sind die Formen, die evtl. in Zukunft mehr gefragt sein könnten.
    LG
    Ameo

    Hi Ameo

    man könnte auch sagen, Stillstand ist Rückschritt.
    Einmal die Gefahr es gibt irgendwann keine Steine mehr, dann die bei uns geführte Hitparade (was läuft am besten und ist besonders gefragt) + ein waches Auge auf den gesamten Dekorationsmarkt (und auch hier ins Forum sowie auf scaping Seiten)

    Alles zusammen ist der Grund für die neue, also 2. Dekolinie aus unserem Haus. Wenn du wüßtest was ich alles sehe und wo ich überall mit lese :grinning_squinting_face: :winking_face:
    gruß Norbert

    H Hersteller/Händler

  • Klaus, du Lümmel =)

    du hast in Beitrag 751 einunddasselbe Becken als zwei unterschiedliche Objekte ausgegeben. :confused_face:
    Jetzt begreif ich auch, wie sich gewisse Eindrücke verfestigen können. Indem man sie multipliziert. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Ich war schon immer ein großer Fan von großen Anthias-Schwärmen. Allerdings war das immer so eine Sache hinsichtlich der Mortalitätsraten. Ich habe einen Frostfutterautomaten verwendet, der stündlich Artemia ins Becken gelassen hat. Und zwar in großen Mengen, ohne dass vorher die gefrorenen Tafeln ausgewaschen wurden, ergo habe ich, unwissend, große Mengen Phosphat, aber in kleinen Dosen, ins Becken geschüttet. Zu dem Zeitpunkt hat das Becken noch nie so gut gestanden. Jörg´s Aussage kann ich definitiv bestätigen.

    Hallo,

    auch wenn es nicht hierhergehört, so ein Frostfutterautomat wäre was für den Markt. Leider gibt es keine mehr zu kaufen. Aber da könnte ich schwach werden.

    LG
    Daniel

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