Orangerücken Zwergkaiser Verpaarung

  • Stefan, läuft das Quarantänebecken bei dir ständig oder baust du es immer wieder auf und ab? Gut fände ich so eine plug and play Lösung, Becken befüllen, Technik anschließen und es so lange laufen lassen wie nötig für die Neuzugänge. Dann wieder ab in den Keller...
    Muss mal schauen, vielleicht bastle ich mir ein Quarantänebecken. Habe noch diverse kleine Becken rumstehen, Licht, Heizer und sogar noch einen kleinen Abschäumer...

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Die geringe Salinität bei Fischbecken haben Händler gerne im Einsatz, weil dies die Ausbreitung und Vermehrung von Parasiten stark behindert. Ich achte deshalb beim Kauf von Fischen immer darauf, ob auch Korallen im Verkaufsbecken sind, dies zeigt ziemlich sicher an, dass weder Kupfermedikamente noch stark reduzierte Salinität im Einsatz ist. Ist das nicht der Fall sollte man direkt den Händler fragen, ob eines oder sogar beide im Einsatz sind.

    In Verkaufsbecken mit verringerter Salinität haben diese meist eine Dichte von 1,017- 1,018 g/l Salinität, bei einer Hyposalinität-Quarantäne geht es teilweise noch deutlich darunter bis etwa 1,012 oder so, und es dauert dann Tage, das wieder nach Abschluß der Quarantäne an die normale Salinität anzupassen, sonst ist der Umstieg zu hart.

    Wenn Du ein eigenes (Fisch-)Quarantänebecken aufsetzten möchtest ist die Austattung nicht sehr aufwendig, besser tatsächlich, wenn sie spartanisch ist, schließlich muss sie nach jedem Einsatz desinfiziert werden. Viel Licht ist hier sogar unangebracht für Fische, besser ein paar PVC-Röhren als Versteck außer Oberflächenabzug, Heizung, leichte Strömung, UVC, bei kleinen Becken ein Abschäumer und eine Versteck-Ecke muss da nichts rein.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Moin, Chris
    Das Quarantänebecken läuft tatsächlich dauerhaft, zumal momentan auch noch die kleinen Angler im Einhängebecken dort wohnen. Wenn die ausgezogen sind wird das Becken erstmal grundgereinigt. Ob ich es dann wieder dauerhaft betreibe weiß ich noch nicht. Die 100 Liter Osmosewasser lassen sich ja schnell wieder Aufsalzen im Falle einer entsprechenden Erfordernis. Im Keller steht es sowieso :grinning_squinting_face: .

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • In Verkaufsbecken mit verringerter Salinität

    Das ist mir auch schon aufgefallen, das Händler oft extrem geringe Sanilität haben.

    Ich hab oft probleme mit neuen Fischen, die verschwinden nicht selten nach ein paar Tagen. Wenn sie die ersten Tage überstehen haben sie oft ein langes Leben.
    Liegt das vielleicht an der Dichte-Anpassung ?
    Ich mache eine ganz normale Anpassung in der Transporttüte in einem Eimer über ca. eine Stunde. Kann das zu Schäden bei den Fischen führen die sich erst nach ein paar Tagen zeigen ?

  • Ich finde das auch nicht so toll, scheint aber überall so zu sein. Oder kennt jemand Ausnahmen? Ein Verkäufer meinte mal, bei höherer Salinität kommt es zu größeren Ausfällen, da bei geringer Dichte Krankheiten nicht so schnell ausbrechen. Außerdem ist es ein Kostenfaktor (Salz). Bei höherer Dichte müsste man dann vermehrt mit Arzneimitteln arbeiten.
    Wieder ein Grund mehr für ein Quarantänebecken. Bin fast fertig, reichen 40 Liter? Die meisten Fische, die ich so gekauft habe, sind ja nur 0,5-2cm groß beim Kauf. Sollte passen, oder?

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Es ist der einzige Grund, warum ich den elenden Refraktometer noch nicht weggeworfen habe: um zu testen, ob die Salinität normal ist, wenn ich den Fisch auspacke, für die Spindel ist meist nicht genügend Wasser im Beutel.

    Es kann an Problemen bei zu hoher Differenz in der Salinität liegen, teilweise kann es auch an Vergiftungserscheinungen liegen, wenn der Transport etwas länger dauern. Dann reichert sich Kohlendioxid an durch die Atmung des Fisches, gleichzeitig kommen durch den Stoffwechsel des Fisches Ammonium dazu. Solange der pH-Wert niedrig ist, bleibt es relativ ungiftiges Ammonium, sobald aber der pH-Wert angehoben wird im Rahmen der Angleichung, kommt es zur Vergiftung des Fisches, weil das Ammonium sich teilweise zu Ammoniak wandelt. Du merkst es meist an der Atmung des Fisches, das etwas nicht stimmt. Ich hatte auch einmal einen Lippfisch, der nach drei Tagen gestorben war, obwohl er nach einer Stunde aus dem Geschäft bei mir zuhause war. Kann natürlich auch ein Cyanofang gewesen sein, aber ich nehme an, es war die zu schnelle Anpassung bei zu hoher Dichtedifferenz.

    Das sollte nicht auftreten bei ein oder zwei Stunden im Beutel vom Geschäft nach Hause, aber wenn sich jemand Fische zuschicken lässt, die einen Tag im Beutel waren, würde ich unbedingt Salinität, Ammonium und pH prüfen VOR einer Angleichung. Wenn der Test Ammonium in erhöhtem Maß anzeigt, dann Temperatur angleichen (Beutel ins Technikbecken), Beckenwasser in Angleichbehälter mit Osmosewasser auf Salinität des Beutels anpassen und den pH-Wert mit etwas Kohlendioxid auf den Wert im Beutel angleichen. Dann Fisch ohne Wasser aus Beutel direkt in den Angleichbehälter setzen und dort dann langsam an das Beckenwasser angleichen. Über den Daumen nicht mehr als 1-2 Promille Salinitätsunterschied pro Stunde. Wenn der Fisch von einer Dichte von 1,018 nach 1,023 gebracht werden soll, dauert es schon 3-5 Stunden.

    Damit sollten Probleme mit Ammoniak oder Salinitätsunterschiede weitgehend unterbleiben.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Hallo zusammen!


    Es gibt keine Statistik über erkrankte Fische im Aquarium.
    Es gibt aber sehr wohl Fische in Händlerbecken in schlechtem Zustand.
    Das ist nicht abwertend zu verstehen, sondern das Ergebnis von immer noch nicht optimalen Fang- und Exportbedingungen, die der Gesundheit und Unversehrtheit unserer Fische entgegen stehen.
    Da rein jeder Neuerwerb eine Zeitbombe in sich tragen kann, muss zumindestens über Alternativen nachgedacht werden. Sonst bleibt jeder Kauf ein Risiko.
    Theoretisch könnte der ausgesuchte Fisch zur Sicherheit mehrere Wochen im Händlerbecken verweilen, bis dann die Übergabe stattfindet.
    In dieser Zeit wird sich zeigen, ob er gesund ist oder krank.
    Schön wär`s! Das ist reine Theorie und leider nicht die Praxis.
    Warum das so ist, wissen wir alle. Der Händler trägt das Risiko.
    Also bleibt dafür zu sorgen, dass der Fischkauf nicht zum Desaster wird.
    Die Eigenverantwortung sollte allerdings so groß sein, dass der Neuzugang nicht sofort den Weg ins Becken findet.
    Mit einer Temperaturanpassung ist es nicht getan.
    Eine Anpassung der Dichte muss folgen, da erfahrungsgemäss auch die Salinität den Gegebenheiten im eigenen Becken nicht immer entspricht!
    In diesem Zusammenhang ist die Gelegenheit günstig, den Zustand des Fisches in der Tüte zu überprüfen. Geübte Augen erkennen hier bereits einige Hinweise.

    Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich einen Typen, der früher einmal aus Mitleid und ohne vorübergehende Quarantäne, den verschwundenen Partner von Amphiprion percula durch ein neues kleines Fischchen ersetzen wollte.
    Menschelnde Gefühle überwogen und meine guten Vorsätze gingen auf einmal den Bach hinunter.
    Der neue, kleine Fisch versaute mir den ganzen Bestand!
    Mal abgesehen von einem 4-stelligen Betrag, den ich durch Dummheit verlor, waren einige der Fische nicht ohne weiteres zu ersetzen.
    Das war und blieb für mich der größte Schaden.
    Vielleicht kann sich das keiner mehr vorstellen, da heutzutage die meisten Meerwasseraquarianer ihren Schwerpunkt in der Korallenpflege haben. Wenn sie aber einen im Laufe der Jahre zusammengestellten, harmonischen Altbestand an auch grossen Fischen verlieren, dann ist das eine andere Hausnummer, als wenn irgendwelche Korallen muckeln, die vorsichtshalber fragmentiert oder spaeter 1:1 ersetzt werden können.
    Wer sich in Ausflüchten verliert, wenn es um das obligate Übergangsbecken geht, der sollte sich später nicht beklagen, wenn trotz technischer Hilfsmittel und/oder homöopathischen Dosen der Kräutermedizin, jede Hilfe für die erkrankten Fische im Riffbecken zu spät kommt.
    „Otto-Normalaquarianer“ wird erst beweglich in der Birne, wenn er seinem Gewohnheitstrend aufgesessen ist, und er in der Bredouille sitzt.
    Wer dennoch die Gefahren ignoriert und auf eine Art kontrollierten Übergang verzichtet, der ist kein alter Hase, sondern ein alter Depp.
    Mit diesen Zeilen möchte ich es bewenden lassen.
    Ob mein Geschreibsel einen Kopierwert darstellt liegt im Auge des Betrachters.
    Es sind nicht die zehn Gebote. Man könnte es allerdings unter langjähriger Erfahrung mit Meerwassertieren abhaken.

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Wo ich jetzt den Beitrag von hajo mit dem großen und wertvollen Altbestand an Fischen sehe: im Laufe der Zeit verlieren Fische ihre Immunität gegen Erreger, wenn sie nicht immer wieder mal auf sie treffen. Im Riff ist immer eine gewisse Grundlast an Erregern vorhanden, so kommen viele Fische mit Parasiten in die Fangstation, aber meist nicht mit hoher Belastung, da die Dichte in der Natur sehr gering ist. Die Immunisierung ist dadurch aber immer wieder angeregt, der Fisch kann zwar leicht befallen sein, ist aber trotzdem mobil und aktiv.

    Wenn dieser leicht befallene Fisch jetzt aber in den Altbestand eines Aquariums geführt wird, wo der Altbestand seit Jahren nicht mehr in Kontakt mit Erregern gekommen ist, dann sind genau diese Fische aus dem Altbestand dem Erreger schutzlos ausgeliefert mit den beschriebenen verheerenden Folgen. Deshalb kann ich gerade den Aquarianern mit altem Bestand ohne regelmäßige Neuzugänge nur raten, neue Fische über eine längere Quarantänezeit laufen zu lassen, auch wenn es nervig ist.

    Viele Grüße

    Sandy

  • zitat hajo:

    Theoretisch könnte der ausgesuchte Fisch zur Sicherheit mehrere Wochen
    im Händlerbecken verweilen, bis dann die Übergabe stattfindet.

    In dieser Zeit wird sich zeigen, ob er gesund ist oder krank.

    Schön wär`s! Das ist reine Theorie und leider nicht die Praxis.

    Warum das so ist, wissen wir alle. Der Händler trägt das Risiko.

    nun, wir haben einen kunden, der oftmals auch teure und empfindliche tiere ordert und hier in der anlage bis zur abholung (kann n paar wochen dauern) pflegen lässt.
    allerdings ist er auch aufgrund seines wissens über die empfindlichkeit der georderten bereit, bei ausfall den einkaufspreis zu ersetzen.
    die längere pflege kostet uns zuwar, hat aber die sicherheit im falle des ausfalls zumindest nicht auf einkaufskosten sitzen zu bleiben.
    win - win, wie man sagt.

    zitat sandy

    Wenn dieser leicht befallene Fisch jetzt aber in den Altbestand eines Aquariums geführt wird, wo der Altbestand seit Jahren nicht mehr in Kontakt mit Erregern gekommen ist, dann sind genau diese Fische aus dem Altbestand dem Erreger schutzlos ausgeliefert mit den beschriebenen verheerenden Folgen

    nun, das ist eine seite der medallie.
    die andere ist die langjährige gewöhnung des altbesatzes an die "erregerodersoparameter?", mit denen der noch so gesunde neuzugang nicht zurecht kommt und kurz nach dem einsetzen anfängt, auszublühen.

  • Joe, das verdient Anerkennung. :thup
    Andererseits kenne ich einige Händler, die lieber direkt den Import aus der noch verschlossenen Tüte verkaufen würden.

    Gruß
    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
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  • moin hajo,

    danke!

    nun, ein anderer kunde will grundsätzlich seine fische von de Jong unausgepackt kaufen.

    alles ist denkbar.

    Hallo Joe!

    Ich vermute einmal, dass da andere Überlegungen im Vordergrund stehen.
    Unter gewissen Zwängen habe ich das auch so gehandhabt.
    Das fällt eher unter den Wunsch des Abnehmers.
    Was ich meine, ist die etwas übertriebene Vorsicht des Verkäufers vor Verlusten, auch monetären Art.

    Gruß
    Hajo

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    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • das ist doch ein wenig wie mit der henne und dem ei...

    zunächst würde ich mal davon ausgehen, dass vor allem der großhändler, also leute wie dejong, einen frischen import erst mal in die quarantäne schicken. ist dem denn nicht so?
    wer also weiteren stress für die tiere vermeiden möchte, könnte daher auf den gedanken kommen, vom zwischen- endkundenhändler erst gar nicht auspacken zu lassen, sondern direkt in die eigene anlage zu setzen. das wäre dann nur einmal stress (aber dafür ein sehr großer mit eventuell langem transportweg etc.).

    und auf der anderen seite muss man sich bewußt machen, haben wir alle keine sterilen becken. auch die händler nicht. ich würde daher immer davon ausgehen, dass es immer einen irgendwie gearteten keimdruck gibt. in jeder anlage! wenn der fisch fit und ansonsten "gesund" ist, kommt er mit erregern und parasiten klar. hat der fisch viel stress, wird er anfällig und erkrankt.
    meine theorie ist, dass prinzipiell jeder fisch gefährdet ist, und es nur auf die stress verursachenden umstände ankommt ob ein fisch erkrankt.

    ein frisch importierter fisch hat in der regel besonders viel stress. seine keime bringt er dann auch gleich noch mit. er trifft auf einen für ihn neuen altbestand und neue keime, das stresslevel steigt zusätzlich und was ihm so gerade eben noch keine probleme bereitet hat, bricht sich bahn.

    ich habe sowohl schon den direkt importierten fisch eingesetzt, auch den fisch der schon lange gehältert war. und ich hatte dennoch nur ein einziges mal probleme mit pünktchen. und ausgerechnet bei diesen fisch habe ich mir über einige wochen (6 - :smiling_face_with_sunglasses: im händlerbecken anschauen können. ohne dass er da anzeichen gehabt hätte. man steckt jedenfalls nicht drin.

    das ganze macht die notwendigkeit eines qurantänebeckens aber nicht obsolet. viele behandlungen lassen sich im riffbecken nicht durchführen. und je nach besatz macht es schon sinn, einen neuen fisch erst einmal separat zu beobachten und fit zu machen für neue stressoren bevor man ihn ins eigentliche becken setzt.

    mmn sind einige faktoren essentiell, die man grundsätzlich vorher bedenken sollte, um stress zu reduzieren:
    sind unterstützende maßnahmen wie uv etc. vorhanden?
    ist der vorhandene bestand gesund und verträgt eine änderung der fischgesellschaft oder ist das ganze eh nicht so harmonisch?
    ist die einrichtung des beckens tauglich für den neuzugang?
    passt die beckengröße zum neuzugang?

    alles was das stressniveau lindert ist hier hilfreich

    LG, Sven

  • zitat sven:

    zunächst würde ich mal davon ausgehen, dass vor allem der großhändler, also leute wie dejong, einen frischen import erst mal in die quarantäne schicken. ist dem denn nicht so?

    moin sven,

    ja, das ist so.

    der frischimport durchläuft dort in separater einrichtung die quarantänezeit.

  • zitat sven:

    zunächst würde ich mal davon ausgehen, dass vor allem der großhändler, also leute wie dejong, einen frischen import erst mal in die quarantäne schicken. ist dem denn nicht so?

    moin sven,

    ja, das ist so.

    der frischimport durchläuft dort in separater einrichtung die quarantänezeit.

    So pauschal ist das nicht zu sehen.
    Ich habe mit dem Großhandel schon andere Erfahrungen gemacht.
    Zu erwähnen wären noch die Direktimporte.
    Erfahrungsgemäß durchlaufen bei dieser Art des Einkaufs die Fische selten eine Quarantäne. Begründet wohl durch den Platzmangel.
    Wenn wir Verluste in den Blick nehmen, sollte auch die kalte Jahreszeit erwähnt werden. Erfahrungsgemäß nimmt in dieser Periode die Verlustrate zu.

    Gruß
    Hajo

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  • moin hajo,

    nun, bei direktimporten ist der einzelhändler ja der, der die quarantäne durchzuführen hat.

    dafür kauft er die tiere auch entsprechend preiswerter ein.

    kalte jahreszeit ist aufgrund dicker styroboxen und zusatzdämmaterial und insbesondere dem einsatz von heatpacs bei großhändlern auch problemlos.

    was bei starken minustemperaturen im versand problematisch ist, ist die geringe wassermenge wenn nur drei tütchen verschickt werden sollen.

    da wartet man besser auf ein gutes + vor der zahl.

    wenig wasser = wenig speichermedium für den temperaturerhalt.

  • kalte jahreszeit ist aufgrund dicker styroboxen und zusatzdämmaterial und insbesondere dem einsatz von heatpacs bei großhändlern auch problemlos.

    Und warum findet man dann öfter in dieser Zeit im Einzelhandel eine erhöhte Anzahl von erkrankten Fischen?

    Gruß
    Hajo

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  • Passend zum Thema, einige Worte von Oceamo generell zur Anpassung on Fischen.

    Meerwasserfische anpassen

    Das Erscheinen dieses Videos lässt uns die Nachfrage erahnen.
    Die Notwendigkeit der empfohlenen Massnahmen sollte wohl keine Fragen mehr aufwerfen.

    Gruß
    Hajo

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  • Vor allem hält sich der notwendige Aufwand doch im Rahmen, den auch ein privater Aquarianer sich gut leisten kann. Zugegeben, der private Aquarianer wird sich wohl kein WTW für die Salinität oder pH-Wert anschaffen, aber es gibt auch ausreichend gute Geräte für ein Zehntel des Preises, da es in der Praxis ohnehin häufiger benötigt wird. Etwa 200€ halte ich noch für vertretbar.

    Für Leute, die bei relativ kleinen Becken nur wenig Bedarf sehen kann ich nur empfehlen, Fische möglichst nicht über Nacht verschicken zu lassen und lieber über den Händler in der Nähe zu ordern, wo der Transport ins heimische Aquarium nur kurze Zeit benötigt, so dass diese Probleme gar nicht auftreten sollten. Kostet vielleich ein paar Euro mehr, aber das Sparen am letzten Cent ist letztendlich oft am teuersten.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Das Erscheinen dieses Videos lässt uns die Nachfrage erahnen.Die Notwendigkeit der empfohlenen Massnahmen sollte wohl keine Fragen mehr aufwerfen.

    moin hajo,

    nunja, der unterschied ist der transport aus den fanggebieten zum großhandel im gegensatz zum kauf des kunden, der nach nem stündchen oder zwei im heimischen gefilde ankommt.

    selbst bei übernachttransporten sind diese drastischen ph-wert-abrutscher nicht zu beobachten.

    was interessant ist - zwergkasiser werden in mind. 2-3-facher wassermenge eingetütet als docs.

  • hi,

    zumindest haben wir hier keine der angegebenen drastischen negativparameter.

    hatte aus den 90ern die information eines eigenimporteurs, dass sie ihre quarantänebecken ph-mäßig stark runter fahren, um den fischen den übergang aus der tüte ins becken zu erleichtern und der ammoniakvergiftung vorzubeugen.

    danach wurde der wert wieder langsam nach oben hin angeglichen.

  • Hallo zusammen!

    Nichtsdestotrotz dürfte dieses Video ein Baustein im Lernprozess des Aquarianers werden.

    Mir sind Fälle bekannt, wo die Fische direkt aus dem Beutel in die Becken geschmissen wurden.
    Ich sage bewusst dieses Wort, da keine andere Umschreibung passt.
    Das Elend konnte man dann in den nächsten Tagen betrachten.....
    Wer sich mit den Ursachen von Ausfällen von Fischen auseinandersetzen möchte, der darf nicht den Gesamtüberblick aus den Augen verlieren.
    Es nutzt nicht nur einzelne Etappen zu kritisieren, um anschliessend die Misere zu relativieren, sondern man sollte vielmehr den kompletten Transportweg vom Fang bis hin zum heimischen Aquarium überdenken.
    Dieser Weg ist längst nicht mit ein paar Stunden abgetan!
    Normalerweise werden die Fische einzeln im Transportbeutel verpackt, mit 2/3 Luft (Sauerstoff) und 1/3 Wasser.
    Die Zugabe von Sauerstoff ermöglicht eine längere Vereildauer im Beutel.
    Diese Weitsicht wird ja einen Grund haben.
    Es ist nicht unüblich, in manchen Fällen sog. Beruhigungsmittel hinzuzufügen.
    Darunter sind keine Betäubungsmittel zu verstehen.
    Diese sind auf dem Transportweg verboten.
    Der Grosshändler unterzieht den Fischen eine weitere chemische Behandlung, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass sich diese Substanzen bereits im Transportwasser befinden können.
    Auch deswegen, insbesondere um Schaden von den Fischen abzuwenden, ist eine sorgsame Anpassung vonnöten.

    Gruß
    Hajo

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    (Mark Twain)

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  • Ist ja auch unerheblich, die von Oceamo beschriebene Methode ist einfach durchzuführen und sollte im Grunde immer gemacht werden. Ammonium muss man gar nicht messen, Salinität muss man in 95% der Fälle eh anpassen und die Salinitätsanpassung über einen Eimer durchzuführen, ist sowieso sinnvoll. Den kleinen Zwischenschritt der pH Messung und Angleichung wird dann wohl jeder auch hinbekommen.

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Hallo zusammen!

    Ich wollte eigentlich zu diesem Thema nichts mehr posten, aber ich kann nicht aufhören, euch auf den Sack zu gehen! :grinning_squinting_face:

    Obiges Thema ist nur ein einziger Abschnitt im Leben des Fisches.
    Bereits vor diesem Prozedere wird bereits die Anpassung beim Großhändler erfolgt sein.
    Jetzt erfährt der Fisch den nächsten Akt beim Einzelhandel.
    Danach, aus bekannten Gründen, eine weitere Anpassung an die Dichte im heimischen Aquarium.
    Mit dem Blick auf das osmotische Gesetz muss der Meerwasserfisch laufend trinken.
    Wenn ich mir vorstellen würde, dass der Fisch längere Zeit manche undefinierbaren Brühe nicht nur im Transportbeutel trinken muss, dann wird das sicher Auswirkungen auf sein Immunsystem haben, ergänzend zu den obigen Salinitätsschwankungen, die zusätzlichen Stress verursachen.
    Dann wären gesunde Fische eigentlich wie ein Lottogewinn.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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    (Mark Twain)

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  • Moin,
    Ich finde das Video von Oceamo mehr als lehrreich. Da wird mir so mancher Verlust an " Internetfischen " klar. Ich werde das in meine zukünftigen Pläne zum Fischerwerb auf jeden Fall mit einfließen lassen.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Chris,

    Wie sieht es jetzt aus?
    Die 2. Welle müsste nun zu sehen sein.
    Oder hast du die Zwerge separiert?
    Was macht der übrige Bestand?

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

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  • Hallo Hajo,

    alles gut bisher! Alle Fische sehen gesund aus und der Zwergkaiser zeigt keine Symptome mehr. Er pickt am Gestein und kommt bei der Fütterung etwas aus der Deckung. Er hat den Platz gewechselt und lebt nun unter einem großen Unterstand/Höhle, wo er seine Ruhe hat. Wird aber auch nicht mehr gejagt.

    Ich war ja nochmal beim Fischhändler, um Promotor und das spezielle Fischfutter zu kaufen. Von Promotor hat der Händler mir abgeraten, er meinte, es kenne niemanden, wo das wirklich geholfen hat. Homöopathie (seine Worte)!
    Ich habe die letzte Zeit dann noch versucht, sehr abwechslungsreich und mehr zu füttern als üblich. Unterschiedliche Futtergrößen, pflanzliches Futter, tierisches, frisches, getrocknetes, die ganze Palette eben.

    Und ich habe mir ein Quarantänebecken gebastelt, musste sogar nichts zukaufen.

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Und ich habe mir ein Quarantänebecken gebastelt, musste sogar nichts zukaufen.

    :thumbs_up:

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • interessante aussage deines händlers... so macht jeder seine eigenen erfahrungen.

    bei mir jedenfalls hat es damals geholfen. allerdings waren zwei behandlungszyklen notwendig.

    LG, Sven

  • Hallo Chris,

    Von Promotor hat der Händler mir abgeraten, er meinte, es kenne niemanden, wo das wirklich geholfen hat. Homöopathie (seine Worte)!

    bei mir hat es innerhalb von zwei Tagen alle Pünktchen beseitigt und es sind nach einmaliger Behandlung auch keine neuen Pünktchen mehr nachgekommen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • Hallo Hajo,

    alles gut bisher! Alle Fische sehen gesund aus und der Zwergkaiser zeigt keine Symptome mehr.

    Hallo Chris!

    Hört sich gut an!
    Es bleibt noch abzuwarten, ob das auch so bleibt.
    Nicht nur der einzelne Fisch muss symptomfrei sein oder bleiben, sondern auch der übrige Besatz.
    Da sich die üblichen Verdächtigen der Erregerliga in ca. wöchentlichen Schüben festsetzen und vermehren, kann man eigentlich nur nach einigen Wochen sicher sein.
    Eine weniger kritische Betrachtung ist der Tatsache einer möglichen allergischen Reaktion geschuldet, die unter Stresssituationen bei neu eingesetzten Fischen eine Art "Flugrost" entwickelt.
    Ich nenn es einmal so, da mir kein besserer Vergleich einfällt. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Dieser harmloseren Entwicklung bin ich auch schon mehrmals aufgesessen.
    Obwohl einzelne Merkmale einer Infektion scheinbar zu erkennen sind, nimmt die Vermehrung nicht eine explosive Fahrt auf, sondern wird durch andere Faktoren im Beckenmilieu unterbrochen, oder zumindestens so abgeschwächt, dass die Immunabwehr des oder der Fische
    greifen kann.

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo,

    man muss es letztlich selbst testen. Ich dachte, der Händler führt es und wenn ich es dann übers Internet bestellt hätte, hätte es wieder 2-3 Tage gedauert. Somit habe ich es gelassen.
    Ich habe relativ viele Threads durchgelesen zu Promotor und wie so oft findet man alles, von "hilft überhaupt nicht" bis hin zu "hat sofort geholfen". Auch der Einfluss auf das Kleingetier war widersprüchlich, von "kein negativer Effekt auf andere Tiere" bis zu "mir sind zwei Garnelen gestorben".
    Wenn ich Promotor beim Händler bekommen und es gleich angewendet hätte, hätte ich wahrscheinlich auch angenommen, dass es gut hilft. Die Pünktchen sind ja recht schnell wieder verschwunden.
    Ist glaube ich ne Abwägungssache. Ich beobachte die Fische sehr genau und falls sich irgendwelche geringe Anzeichen für einen weiteren Ausbruch sehe, werde ich es verwenden.

    Zu UV: wie lange sollte man die Anlage weiterlaufen lassen? Reichen 2-3 Wochen? Und mal ne generelle Frage. Der Händler hat mir damals empfohlen, die UV ins Hauptbecken zu machen, nicht ins Technikbecken. Das Ding hängt jetzt über dem Aquarium an der Wand und es stört bzw. ist nur für den kurzfristigen Einsatz an dieser Stelle gedacht. Mein Technikbecken dümpelt nicht vor sich hin, da ist schon ein guter Durchsatz (4-5 Beckenvolumen/Stunde). Das müsste doch für die Entkeimung reichen?
    Ich würde die UV gerne fest ins Technikbecken verbauen und dann bei Bedarf anschalten. So wie es jetzt ist, ist es immer ein ewiges Gefummel mit den Schläuchen und der zusätzlichen Pumpe im Becken.

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Hallo Chris,

    warum sollte die UV nicht ins Technikbecken gesetzt werden?
    Die meisten Hersteller empfehlen explizit, die UVC an die Rückförderpumpe zu klemmen, habe ich bei meiner Eheim auch so gemacht und funktioniert.
    Ich musste allerdings den Durchlauf erhöhen.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

  • UVC-Klärer reduzieren den Keimdruck im Aquarium und sollten durchgehend laufen, weil wegen des geringen Durchsatzes eine Bestrahlung des gesamten Beckenwassers länger dauert als man annehmen würde. ich würde das deshalb mindestens noch 2 Monate weiterlaufen lassen.

    Die Mär, dass UVC effektiver eingesetzt wäre direkt im Becken kommt wohl von der Beobachtung, dass im Riff die Parasiten hauptsächlich relativ dicht über dem Boden treiben. Das wurde wohl als Erklärung dafür hinzugezogen, warum anazlog zu dieser Beobachtung UVC früher empfohlen wurde, direkt im Becken mit Ansaugung dicht über dem Boden zu verwenden.
    Einer realistischen kritischen Untersuchung hält dieser Gedanke nicht stand, die Bodenzone im Aquarium ist das gesamte Becken (alles innerhalb einer Höhe von 1m über Grund) und die Rennbazille, welche es schafft, gegen die Strömung im Becken anzuschwimmen, möchte ich wirklich sehen. Bei 2-5facher Beckenumwälzung durch das Technikbecken ist das Wasser im Technikbecken nicht anders als das Wasser im Hauptbecken.

    Bau den UVC-Klärer also beruhigt im Technikschrank ein. Nur achte auf Entgasung der Röhre, so dass sich keine Luft dort sammeln kann und die Effektivität vernichtet.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Hallo Rüdiger,

    der Händler (übrigens derselbe wie bei der Frage Promotor ja/nein) meinte, wenn das da unten im Technikbecken dümpelt, wird effektiv zu wenig Wasser entkeimt.

    Gruß

    Chris

    Grüße

    Chris

  • Bau den UVC-Klärer also beruhigt im Technikschrank ein. Nur achte auf Entgasung der Röhre, so dass sich keine Luft dort sammeln kann und die Effektivität vernichtet.

    ...und immer schön in Abständen den Glaszylinder reinigen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Daran lässt sich schön der Verschmutzungsgrad des Wassers ablesen....
    Ein blinder Glasmantel reduziert die Effektivität der UV-Lampe enorm.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hi,

    super, dann baue ich am Wochenende um. Entgasung, du meinst Entlüftung? Guter Hinweis, jetzt ist es kein Problem, da das Ding senkrecht an der Wand ist und das Wasser von unten hochdrückt. Das wird dann automatisch entlüftet.
    Muss ich mal schauen, wie ich das im Technikbecken hinbekomme, das Ding ist recht lang...

    Grüße

    Chris

    Grüße

    Chris

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