Posts by Sandy Drobic

    Das Foto ist nicht detailliert genug. Teilweise sehen sie wie Schnecken aus, es können zum guten Teil aber auch Foraminiferen sein, die würden aber nicht durch die Gegend kriechen, sondern fest anwachsen. Sachen im Technikbecken, insbesondere Pumpen sind oft gut bewachsen mit ihnen, wenn genügend Strömung vorhanden ist.

    Leihe Dir einen PAR-Meter aus und messe auf Höhe der Korallen, wieviel Licht dort ankommt. Die meisten Korallen kommen mit einem recht großen Spektrum an Lichtstärke aus. Weichkorallen etwa können prima mit starkem Licht für Acropora zurechtkommen und begrüßen das sogar. Einige Acros können sogar mit wenig Licht auskommen, während andere ein Minimum an Lichtstärke brauchen.

    Was Deine Lampe tatsächlich an Lichtleistung zu den Korallen bringt sieht man sehr schlecht aus den Einstellungswerten. Da ist Messen einfacher.

    mir ging es eigentlich nur darum, warum man hier nachfragt, anstatt einfach im Internet zu suchen? Wenn es um den Preis geht, gibt es noch günstiger Alternativen: Servo Vendi S.L. 17.95 plus 5.95 Versand

    Zum einen ganz klar Faulheit und Zeitersparnis. Zum anderen aber auch eine Frage, weil man die Idiotie, in welche diese Vorschrift für die Meerwasseraquaristik mündet einfach nicht begreifen kann.

    Sicher kann man verstehen, dass gefährliche Chemikalien nicht in die Hände von Ahnungslosen geben möchte, aber in der gegenwärtigen Ausprägung ist es wirklich nur eine Farce.

    Für den Erwerb dieser Reagenzien gilt Folgendes:

    Die Abgabe darf ausschließlich direkt durch eine sachkundige Person erfolgen.
    Ein Versand an Privatpersonen ist bei diesen Reagenzien nicht zulässig.
    Ihr Aquaristik Geschäft darf die betreffenden Reagenzien nur dann an Privatpersonen abgeben, wenn eine gültige Sachkunde-Bescheinigung nach §11 ChemVerbotsV vorliegt und die gesetzlichen Voraussetzungen für die Abgabe gegeben sind.
    Apotheken erfüllen in der Regel die entsprechenden Voraussetzungen für die Abgabe und dürfen daher diese verkaufen.

    Irgendwann war wohl mal der Hintergrund, dass die Abgabe nur nach Unterweisung durch eine zertifiziert fachkundige Person geschehen darf und man Apothekern dies zuschreibt. Deshalb auch nur persönliche Abgabe, kontrolliert durch fachkundige Person und nicht über Versand.

    In der Praxis habe ich noch nie gehört, dass so eine Unterweisung wirklich stattgefunden hat, die Ware wird kommentarlos einfach über die Ladentheke geschoben, einziger Effekt ist, dass es nicht per Versandhandel geht, mehr Aufwand erfordert und teurer und umständlicher ist.

    Hanna hat eine Liste von Apotheken und Händlern, welche die Berechtigung haben, das sind für Deutschland nur sehr wenige in der Ecke von Düsseldorf scheinbar nichts.

    Apotheken

    Die Liste der Händler in Deutschland ist auch stark am Schwanken, weil die Kosten für den Erwerb der Sachkunde-Bescheinigung nach $11 ChemVerbotsV schlicht in keinem Verhältnis zum möglichen Verdienst mit dem Ladenverkauf der Ware steht. Händler, welche die Ware ohne die entsprechende Sachkundebescheinigung abgeben sind schnell von äußerst empfindlichen Strafen betroffen. Letztendlich führt es dazu, dass es in Deutschland nicht mehr legal vertrieben werden kann, wenn man nicht gerade viel Glück mit seinem Apotheker hat. Ich hatte es bei meinem Apotheker mal angesprochen und habe es schnell aufgegeben. Er hatte auch nicht begriffen, was das sollte.

    Warum man das nicht in Mindermengen wie in der MeWa-Aquaristik üblich wie bei Medikamenten macht (Beipackzettel und gut ist) kann ich wirklich nicht verstehen. Da gibt es wenigstens noch die Chance, das ein oder zwei von Hundert den Zettel mal lesen.

    Aus der Ferne ist das nie wirklich zu klären, da kann man nur Erklärungsversuche geben, was oft in Kaffeesatz-Deutung mündet. Denke bitte daran, dass wir nur die Informationen haben, die Du geschrieben hast und das im Rahmen der allgemeinen Erfahrung mit Fischen im Aquarium einordnen müssen. Wenn man nur einen Nagel berichtet bekommt, greift man unwillkürlich direkt zum Hammer. Das mal vorweg.

    Aber wenn das Zusammenleben zuerst normal war Wochen lang oder sogar Monate lang, und dann der Besatz fast geschlossen auf ein Tier los geht, dann würde ich weniger eine Rangordnungsklärung vermuten, sondern eher ein Vertreiben von kranken Tieren, die man nicht in der Nähe haben will. Schließlich könnten kranke Tiere auch andere anstecken und Räuber anlocken. Kranke Tiere werden oft ausgestoßen aus der Gemeinschaft.

    Im Aquarium hat der Kranke aber keine Möglichkeit, auszuweichen und wegzuziehen. Also endet das Wegbeißen der Fische nicht. Dazu kommt noch die Hackordnung, wenn alle auf den einen kranken Fisch rumhacken macht man ebenfalls mit, das ist bei Menschen auch nicht anders.

    Es ist gut möglich, dass der Fisch direkt schon geschwächt ankam. Ichtyo ist ein typischer Schwächeparasit, der bei Stress und Schwäche ausbrechen kann. Dieses ständige Kränkeln mit dieser und jener Krankheit könnte aber auch darauf hindeuten, dass er sich nie erholte und wieder fit wurde. Es schaukelte sich eher weiter auf, bis er wirklich stark krank wurde. Hat er zu dem Zeitpunkt noch gefressen oder war er eher schon ziemlich apathisch? Dann hat die ruppige Behandlung der übrigen Fische ihm praktisch den Rest gegeben.

    Kaum jemand hat die Möglichkeit, einen Fisch erst in Quarantäne wieder fit zu bekommen mit Ruhe, UVC und guter Vitaminisierung oder auch notfalls Medikamenten. Manchmal ist es auch tatsächlich besser, wenn ein Fisch direkt ins Becken kommt und dort seine Ruhe findet, einen perfekten Weg für jeden Fall findet man leider nicht. Ratsam ist es jedenfalls, gut und reichlich zu füttern und für gute Wasserwerte zu sorgen, auch UVC für die Senkung der allgemeinen Keimdichte ist nicht verkehrt, aber eine Garantie für ein Durchkommen wird Dir keine geben können.

    Hallo Dennis,

    ich weiß jetzt nicht, wie Deine zeitliche Planung für das Becken aussieht und ob die Finanzen geklärt sind, denn ein Becken dieser Größe hat eine ordentliche Investitionssumme und ist auch beim Unterhalt nicht gerade billig. Eine Zusatzüberlegung ist auch, ob es ein Systembecken von einem Aquarienhersteller sein soll oder ein individuell zusammengestelltes Becken, wo Du noch eine Menge Kopfzerbrechen reinstecken musst, um die ganzen Komponenten und das Drumherum wie Technikschrank, Verrohrung und Platzierung der ganzen Komponenten klären musst. Ein System, wo alle Komponenten direkt passend zusammengestellt sind ermöglicht einen schnellen Start, bei individueller Konfiguration kann es auch mal etwas länger dauern, bis Du ein Problem zufriedenstellen gelöst hast. Leider sind auch die fertigen Konfigurationen nicht immer befriedigend, schau Dir deshalb auch einige Berichte von Anwendern an, welche diese Systeme in Gebrauch haben und ob diese Teile der Technik enttäuscht gegen andere tauschen. Das passiert leider häufig.

    Bei einer Neuanschaffung aller Komponenten kannst Du etwa mit 15€/l Beckeninhalt als grobe Daumenregel rechnen. Es sind also ungefähr 7500€, ohne dass die Tiere und eventuelle Neuanschaffungen da noch berücksichtigt sind. Das ist dann noch nicht einmal die Premiumtechnik überall, sondern eher solide gute Technik.

    Ich würde deshalb auch auf gebrauchte Angebote schauen, die nur noch einen Bruchteil des Geldes kosten, denn sehr viele hören in der letzten Zeit mit der Meerwasseraquaristik auf.

    Die blaustichiger Meerwasserbeleuchtung verfälscht die Farbwiedergabe ohnehin, wenn es nur eine Scheibe ist und die Beleuchtung nicht sehr weiß würde ich mir diese Ausgabe ersparen. Gibt genügend andere Bereiche, wo Du wunderbar Geld rausfeuern kannst und es wirklich merkst. Etwa bei der Beleuchtung, da spare nicht dran.

    Wenn es ein Raumteiler ist, wo Du von beiden Seiten reinschauen kannst macht Optiwhite Sinn. Du schaust dann durch zwei Scheiben gleichzeitig und der Grünton von 20-24mm Glas ist schon sehr deutlich sichtbar. Oft hast Du auch noch eine weiße Rückwand dahinter und dann kommt das deutlich hervor.

    Steht das Becken längs an der Wand und eine Scheibe bekommt eine Rückwandfolie oder ist sonstwie belegt kannst Du es auch sein lassen, dann siehst Du den Grünton deutlich weniger und der Unterschied fällt kaum auf.

    sandy was für eine front hast du denn

    Ich hatte eigentlich eine massive Front auch mit funierten Platten angedacht, aber aus dem Beispiel meines Wohnzimmers, wo ich die Türen entfernt habe, werde ich die Front erst mal komplett offen lassen. Sonst müsste ich erst mal wieder über Be- und Entlüftung des Schrankes nachdenken.

    Hauptgrund ist aber, dass ich zu jeder Zeit und SOFORT den Blick auf die Messgeräte (pH-Wert, Temperatur) und die Füllstände (Balling, Nachfüllwasser) und Abschäumer brauche, um direkt zu sehen, ob alles in Ordnung ist bei der Technik.

    Ich habe sie zwar hier stehen, werde sie aber erst mal nicht verwenden für die Front.

    Hallo Sandy also ich hab die bosch profile 45x45mm schwer und nut 10 also stabil ist es es ist auch so konzipiert das in der mitte keine längsstrebe drin ist so das ich das Filterbecken Komplett rausnehmen kann also stabil ist es. Die Platten werden mit 2k kleber an 3d gedruckten halter befestikt und in die Bosch profile eingehänkt.

    45x45 ist schon sehr robust, da sollte nicht mehr viel Wackeln können. Ähnlich wie Burkhart sehe ich aber auch das Problem bei 3D-Haltern, dass diese nicht sehr stabil sind. Gerade PLA-Halterungen werden schnell spröde und brechen dann.

    Bei mir ist auch so viel an den Wänden angebracht, dass ich die Wände gar nicht mehr abnehmen kann und möchte. Sie werden dauerhaft mit dem Alugestell befestigt.

    Um Dir einen Eindruck zu geben, was ich alles an der Wand angebracht habe, von Haltern für Netzteile, Controllern und auch Steckdosenleisten ist da eine Menge dran und ich bin noch nicht zu Ende mit dem ganzen Einrichten.

    Deshalb würde ich nur den Teil einhängen, wo wirklich nichts angebracht ist, insbesondere die Türen vorne. Die Seiten und Rückwand brauchst Du fest und stabil um dort Sachen anzubringen wie Steckdosenleisten und Geräte.

    Hast Du keine Bedenken, dass die Platten im Laufe der zeit durch Feuchtigkeit etwas aufquellen, oder hast Du sie noch speziell behandelt.
    Ich pers. würde Multiplex-Platten nehmen. Diese werden ja auch tlw. als Bodenfläche für Autoanhänger verwendet.

    Spanplatte (beschichtet) sind nur die Seitenwände. Die Böden sind auch bei mir aus Multiplex gemacht. Deshalb ist es unkritisch, selbst wenn die Seiten etwas quellen sollten.

    Das ist leider ein altbekanntes Übel von DIY. Es bedeutet immer Kopfzerbrechen und Pionierarbeit bei den Details. Und alles dauert ewig, weil Du hin und her überlegst und fünf bis zehn Schritte in die Zukunft planen musst.

    Grundsätzlich hängt alles davon ab, was Du von der Verkleidung erwartest. Möchtest Du eine gewisse Stabilität, weil etwa Verwindungsstabilität gefragt ist oder Du größere Sachen an der Rückwand befestigen musst, dann ist das was anderes als wenn es nur der Verkleidung dient und nicht etwas halten muss.

    Ich habe 30x30mm Boschprofil verwendet für ein 500l Becken und brauche eine Stabilisierung gegen Kippen. Deshalb habe ich 19mm Spanplatte verwendet und diese mit Innenschrauben und Winkeln äußerst fest verschraubt. Da kann ich einiges dran hängen und das Becken hat keine Chance sich zu verwinden. Nur so kann ich das relativ dünne Profil verwenden und habe den maximalen Raum innen.

    HPL sieht nicht schlecht aus, ähnlich auch Dibond. Ist halt die Frage, was Du brauchst an Eigenschaften bei der Verkleidung. Bei 40x40 oder mehr und guter Bauweise solltest Du keine Probleme mit Kippen oder Steifigkeit haben.

    Weisst Du denn schon, wie die Platten befestigt werden sollen und was sie aushalten müssen?

    Der T Controller Twin 2.0 von Aqua Medic zeigt die Temperatur auch auf Dauer an nicht nur nach Tastendruck.

    Der 2.0 kann das umstellen. Ist das erste, was ich geändert hatte bei dem Teil. Selbst die etwas älteren können das schon. Nur die wirklich alten hatten die Macke, dass sie so weit runtergedimmt hatten, dass man nichts sehen konnte im laufenden Betrieb.

    Jod kann tatsächlich viel über Nori kommen, aber wenn es die Jahre vorher bei unveränderter Fütterung nicht passiert ist? Ich füttere wegen der Docs auch viel Nori, aber selbst bei Änderung der Fütterung gibt es kaum Änderung beim Jodwert.

    Bei FM Balling habe ich bereits Trace3 auf 10ml pro Kanister reduziert, über die das Jod reinkommt. Teilweise habe ich es ganz weggelassen, weil ich ohnehin Fluor viel zugeben muss.

    Hi Eric,

    Molybdän kann entweder über die Technik reinkommen oder über Futter. Sei es Titanheizstab oder Magnet oder eben Verunreinigungen im Futter. FM gibt es nicht selbst zu weil inzwischen so viele Quellen für Zufuhr sorgen, dass sie es nicht mehr zugeben.

    Jod kämpfe ich auch seit Herbst letzten Jahres mit, weil dies bei mir ziemlich angestiegen war. Ich konnte es nur durch die starke Drosselung der entsprechenden Traces wieder runterbekommen. Und das hält immer noch an. Ich füttere ebenfalls viel Frostfutter (Chelmon).

    Die Wahrscheinlichkeit ist also gut, dass es über das Futter reinkommt. Wenn ich das nächste mal Frostfutter hole werde ich das genauer beobachten, ob eine andere Lieferung hier plötzlich Besserung bringt.

    Hallo Alex, etwas mehr Details wären wirklich hilfreich.

    Wie war der zeitliche Ablauf?
    Du hast Plankton verfüttert und es kam direkt eine Trübung oder erst mit zeitlicher Verzögerung?

    In letzterem Fall würde ich von einer Bakterienblüte ausgehen. Diese zieht zum einen sehr viel Sauerstoff und behindert gleichzeitig für die Korallen die Lichtaufnahme drastisch und zieht auch viele Spurenelemente und Nährstoffe weg. Dass die Korallen und Fische in der Situation unzufrieden sind kann ich nachvollziehen. In dem Fall am besten einen UVC-Klärer leihen und ein paar Tage laufen lassen. Schnellfilter mit feiner Watte kannst Du ausprobieren, ist aber bei Bakterien vermutlich nicht so gut. Eine Bakterienblüte ist meist nur bei frischen Becken ein Problem.

    Das ist leider einer der Fälle, wo die gut gemeinte Aktion nach hinten losgeht, weil die Bakterien schneller sind als alles andere.

    Hi didi,

    Du hast da Schwefelwasserstoff produziert, was gut giftig ist. Laut Armin Glaser passiert das, wenn der Wasserdurchsatz durch den Filter zu gering ist.

    Ich würde das Schwefelgranulat leicht auswaschen und dann mit etwas mehr Durchsatz nochmal starten. Wenn es richtig läuft sollte Schwefelsäure produziert werden. Er empfiehlt, das ganze noch über Kalk zu leiten, um das zu neutralisieren.

    Für die Temperaturkontrolle verwende ich den Aqua Medic T-Controller Twin 2.0. Er ist günstig und die Temperatur wird recht zuverlässig angezeigt. Die Ausstattung ist ebenfalls komplett, also Halter für Controller dabei mit großer gut ablesbarer Anzeige. Das gibt Dir Anschlüsse für Heizen und Kühlen.

    Die Lüfter sind eher das Problem, meist sind sie ziemlich laut oder nicht effektiv. Wenn Du es nur für ein paar Tage brauchst in einer Hitzeperiode kannst Du auch einfach einen Standventilator anschließen und darüber steuern lassen.

    Wie ist das mit dem Füttern so generell? Ich stelle die Strömungspumpen in den Futtermodus und lass das Futter ins Becken. Fressen die Fische das Futter dann auch vom Boden oder nur wenn es langsam von oben runterrieselt?

    Das kommt auf die Arten von Fischen an. Schau Dir zu jeder Art den Eintrag im Meerwasser-Lexikon an, dort steht etwas zur Lebensweise. Ein Planktonfresser wird das Futter primär in der Wassersäule suchen, während andere sich das auch vom Boden holen werden. Nicht jeder Fisch nimmt Kunstfutter wie Flocken und Pellets, einige nehmen nur Frostfutter, wenn überhaupt, und bei wirklich komplizierten kann man nur Lebendfutter verwenden. Von solchen Fischen sollte man als Anfänger besser Abstand nehmen. Urlaub machen und wegfahren ist teilweise auch nicht so einfach bei denen.

    Die Frage ist jetzt, wie ich vorgehe sobald die Tiere da sind, weil ich da verschiedene Sachen gelesen habe. Auf jeden Fall sorge ich dann erst mal dafür, dass die Temperatur angeglichen wird, indem ich die Beutel ins Aquarium hänge. Aber was mache ich danach. Tendiert ihr dazu die Fische dann langsam (innerhalb 45-60 Minuten) per Tröpfchenmethode an die Werte in meinem Becken zu gewöhnen, oder seid ihr eher die Fraktion die die Fische sofort ins Wasser setzen würdet, weil die Tiere ja schon längere Zeit unterwegs sind und es da ja beim Öffnen des Transportbeutels zu Reaktionen kommt?

    Was sind die Probleme bei der Eingewöhnung von eintreffenden Fischen (nicht selbst gekauft mit kurzer Transportdauer von Geschäft nach zuhause):

    • Wie hajo schon schrieb sind die Fische oft in Anlagen gehältert, welche eine deutlich niedrigere Salinität haben
    • je nach Transportdauer und Fütterung sind die Fische etwas länger unterwegs und atmen dabei Ammonium und Kohlendioxid aus.
    • Der Stresspegel der Fische ist hoch, da sie ungeschützt in einem engen kleinen Beutel sind.

    Die Werte, die Du vor einer Aktion messen solltest sind daher Temperatur, Salinität, pH-Wert und wenn vorhanden Ammonium.

    Wenn die Fische nur einen knappen Tag unterwegs sind (nachmittags eingetütet und verschickt, morgens eintreffend beim Kunden) ist normalerweise die Belastung mit Ammonium noch erträglich, aber den Wert messen bringt Sicherheit. Abhängig vom pH-Wert wandelt sich Ammonium in das sehr giftige Ammoniak um. Solange der pH-Wert durch das ausgeatmete Kohlendioxid der Fische niedrig ist bleibt es beim Ammonium. Beim Anpassen im Transportwasser steigt jedoch der pH-Wert und ein Teil des Ammoniums wandelt sich dann in das giftige Ammoniak. Sollte der Fisch längere Zeit in dem Beutel transportiert werden (länger als ein Tag etwa) ist der Ammoniumgehalt so hoch, dass der Fisch beim Anpassen im Transportwasser vergiftet wird. Dann muss nach der Oceamo-Methode zuerst Austauschwasser mit der gleichen Salinität und pH-Wert wie das Transportwasser bereit gestellt werden, der Fisch umgesetzt und dann erst auf das Beckenwasser angepasst werden.

    Dies kann etwa passieren, wenn Du Dich an einen Auftrag beim Großhändler anhängst, wo der Fisch erst zum Zwischenhändler geliefert wird und dort dann einen Tag später von Dir abgeholt wird ohne Zwischenhälterung. Bei normalen Transporten vom Meerwassergeschäft, wo der Fisch weniger als 24 Stunden unterwegs ist, bevor er bei Dir eintrifft, sollte es nicht nötig sein.

    Während des Anpassungsprozesses ist es hilfreich, wenn der Fisch dunkel gehalten wird und eine Versteckmöglichkeit bekommt wie z.B. eine PVC-Röhre, um den Stresspegel so niedrig wie möglich zu halten.

    Es hilft auch, wenn die vorhandenen Fische vor dem Einsetzen der neuen Fische eine reichliche Futterportion bekommen haben, denn satte Fische sind deutlich weniger agressiv. Auch das Einsetzen mehrerer Fische gleichzeitig hilft, damit der Druck des Altbesatzes sich verteilt.

    Lieber häufig kleine Portionen füttern und etwas zu viel als den Gedanken aufkommen lassen, dass das vorhandene Futter nicht reicht und die Neuankömmlinge das wenige Futter auch noch beanspruchen. Und die Finger möglichst aus dem Becken lassen in den nächsten Tagen, um wieder Ruhe ins Aquarium zu bringen.

    Es gibt leider auch den gar nicht seltenen Fall, dass ein Neuzugang gesund ankommt und sich dann beim Altbestand ansteckt. Gerade die Nachzuchten haben oft keine Immunabwehr gegen die Probleme, welche Wildfänge einfach wegstecken, weil deren Immunsystem auf die Erreger trainiert ist.

    Wenn irgendwie möglich schaue ich mir direkt VOR dem Kauf an, ob der Fisch richtig frisst und sehe sonst lieber ab vom Kauf.

    Was mich am meisten stört ist das fehlende systematische Konzept der Quarantäne. Ohne dieses ist das Konzept einer Quarantäne wenig hilfreich.

    Es ist leider zugegeben nicht einfach, denn viele Fische haben mehr oder weniger sichtbar Parasiten. Das gilt auch für Wildfänge, die meisten Fische haben einige Parasiten, aber sie können meist gut damit leben. Erst im Aquarium mit dem begrenzten Volumen können die Parasiten mit voller Wucht durchschlagen, denn sie vermehren sich jetzt in einem sehr kleinen Volumen und die Fische können nicht entkommen.

    Trickreich ist auch, dass oft die vorhandenen Fische im Altbestand keine Anzeichen von Krankheiten oder Parasiten haben, weil sie eine funktionierende Immunabwehr besitzen, aber trotzdem Überträger bleiben. Neue Fische kommen gesund an, werden in wenigen Tagen dann krank und alles schreit empört: "so ein kaputter Fisch ist mir geliefert worden!" Ist schon so manchem passiert, dass der Fisch wochenlang in der Quarantäne voll gesund war und dann nach dem Übersetzen in das Schaubecken in wenigen Tagen gestorben ist.

    Deshalb frage ich, welchen Zweck die Quarantäne erfüllen soll. Bei Fischen mit bekannten Problemen bei der Futterumgewöhnung wie Chelmons oder Leierfischen macht es Sinn, erst sicher zu stellen, dass die Futteraufnahme funktioniert. Aber wenn eine Krankheitsquarantäne weniger im Blickpunkt ist würde ich eher auf eine Quarantäne verzichen, wenn Futteraufnahme funktioniert. Vor allem, wenn der Altbestand nicht konsequent durch die gleiche Quarantäne gegangen ist.

    Dieses System ist erst perfekt, wenn es nicht nur auf Art, Zahl und Grösse der Fische reagiert, sondern auch noch gleich das Geschlecht erkennt. :yrf

    Boah, bist Du anspruchslos. Perfekt ist es nur, wenn es selbstständig die Scheiben putzt, Glasrosen und Algen erkennt und beseitigt ohne die Korallen zu schädigen, die Osmose selbst bedienen kann und auch das Fischfutter nachbestellt und einfüllt, wenn es zu Ende geht. Und natürlich etwas gärtnern und die Ableger im Ablegerbecken unterbringen, wenn die Korallen zu groß werden. Halt die Minimalansprüche eben.

    Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion lostreten, aber könnte der hohe Preis nicht auch tlw. AUFGRUND der hohen Nachfrage entstehen?

    Eher nicht. Eine hohe Nachfrage ist normalerweise eher ein Grund für viel Konkurrenz bei den Anbietern, die alle etwas vom Kuchen abbekommen möchten. Das führt dann mittelfristig meist zu sinkenden Preisen. Hauptproblem ist, dass die meisten Geräte einfach nicht überzeugen und nicht das liefern, was die Kunden wollen.

    Was brauche ich an zuverlässigen Werten:

    - Temperatur: macht bei mir der Aqua Medic T-Controller Twin. 60€, Heizstab dran, im Sommer Lüfterreihe und gut ist.

    - Salinität: schon kritischer und nicht automatisch, keine Regelung. Ich nutze für Salinität den Hanna 98319, der so seine Tücken hat. Kalibriert bedeutet noch lange nicht, dass er richtig misst. Im Gegenteil ich fürchte immer die Kalibrierung, weil es oft eine Verschlimmbesserung ist, keine Korrektur. Dann heisst es, mit ICP und Spindel und mit Hanna 98319 vergleichen.

    - pH-Wert: Nice zu have, im Winter Atemkalk-Kontrolle. Macht bei mir der ph-Monitor, keine Regelung, kostet jetzt 120€

    - kH: das Maß für das Gesamtwachstum, erstes Alarmzeichen, wenn etwas nicht stimmt, wenn es fällt (immer in Abhängigkeit von Temperatur und pH-Wert).

    - Ca: Steinkorallenwachstum, nice to have (Notfalls einfach 1:5 mit kH setzen)

    - Phosphat: Kontrolle über Abschäumung und Fütterung, wichtig bei Kontrolle, ob der Verbrauch auch an den Nährstoffen sich spiegelt.


    Bei mir sind das also relativ wenige Werte. Kritisch ist vor allem, dass die Sensoren mit Meerwasser umgehen müssen und ständig Ersatzteile verfügbar sein müssen. Meist aber funktioniert es nicht einmal bei dem Kerngebiet: der verlässlichen Messung der Werte. Bisher haben die Geräte sich vor allem mit einem Status ausgezeichnet, den ich als Alpha-Stadium bezeichnen würde. Ein guter Teil ist nicht mal bis zum Beta-Stadium gekommen, wo eine größere Menge an Kunden das Gerät einsetzt.

    Allein bei Salinität, pH-Wert und Temperatur kannst Du ein paar Tausender hinlegen für gute und zuverlässige Messungen. Und interessanterweise tuen dies die Profis auch und nutzen WTW, um dies zu messen mit horrenden Kosten. Kann ich mir nicht leisten, aber mir wäre schon geholfen, wenn es halbwegs robust und konstant messen würde.

    Und in diesem Preissegment ist die Nachfrage sehr gering und beschränkt sich auf Profis und Extremaquarianer mit sehr hohen Ansprüchen. Das ist ein sehr kleiner Kreis.

    Insgesamt ist Meerwasseraquaristik eine recht kleine Szene, die in den letzten Jahren deutlich Federn gelassen hat. Firmen sind aufgekauft worden oder haben fusioniert, und das Ende ist noch lange nicht in Sicht. Tatsächlich ist aber in der Meerwasseraquaristik das Phänomen deutlich sichtbar, dass ein Artikel ein Vielfaches des üblichen Preises kostet, wenn er für die Aquaristik gelistet wird. Das kannst Du tatsächlich auf allen Gebieten sehen.

    Was aber auch korrekt ist, dass Arbeitszeit in Deutschland extrem teuer geworden ist. Entwicklungszeit für ein ausgereiftes Gerät kann man sich praktisch nicht mehr leisten, und so wird ein halbfertiges Gerät auf den Markt geworfen und "reift" beim Kunden, wenn man Glück hat und es nicht nach kurzer Zeit eingestampft wird.

    Ganz genau darum ging es mir in erster Linie auch. Da hab ich preislich doch echt gestaunt. Bin gespannt, wie gut sowas funktioniert und wie lange es funktioniert. Könnte den Markt ein wenig durchmischen.

    Diese extremen Kosten für die Messinstrumente sind das Haupthemmnis für die Weiterentwicklung. Das Bedürfnis für eine automatisierte Überwachung ist schon lange da, nur der meist hohe Preis verbunden mit einem aus vielen leidvollen Erfahrungen wurzelnden Mißtrauen in die Funktion und dauerhafte Verfügbarkeit lässt viele noch zu Recht zögern.

    Dass alles mit KI und Cloud gekoppelt ist und damit nicht selbstständig macht es noch schlimmer.

    Der einzige Aspekt, der mich dabei wirklich die Ohren spitzen lies: Diese ganze Sensorik ist alles in einem 88€-Aquarium verbaut, kostet also eher Cent als viele Euro. Früher oder später wird es damit auch eine Methode zur Messwertüberwachung geben, die zum einen genügend Werte kann und zum anderen auch bezahlbar ist. Der Aqua Wiz etwa für den kH kostet das zehnfache dieses KI-Nanos.

    Bisher zahlt man für die Überwachung eines einzigen Wertes ein paar hundert Euro und hat meist noch eher schlecht als gut funktionierenden Krempel angeschafft. Der Rest des Artikels ist für mich ziemlich wertlos.

    Enge zuerst etwas ein, was genau Dich an der Meerwasseraquaristik interessiert und welche Tiere Du pflegen möchtest. Dann kann man viel eher Ratschläge geben, was dafür passend ist.

    Zweiter Schritt wäre dann, eine gebrauchte Aquarienausstattung zu suchen, wo jemand aufhört und alles verkaufen will, das gibt es gerade jetzt häufiger und Du hast eine Menge von dem benötigten Technikkram direkt dabei, was sonst sehr teuer ins Geld gehen würde. Aber wie gesagt, vorher Ziel klären und danach erst passendes Gesamtangebot suchen, am besten mit einem erfahrenen Aquarianer zusammen, der berät und hilft beim Start.

    1) Die Hauptbeleuchtungsphase sollte etwa 8-10 Stunden laufen, manche mögen es auch, morgens oder abends noch etwas Blauphase laufen zu lassen, um die Fluoreszenz der Korallen zu sehen. Entscheidend ist aber die Haupbeleuchtungsphase. Die Ati Hybrid ist eine sehr starke Lampe, sie solle nicht zu hoch gefahren werden. Leihe Dir wenn nötig ein PAR-Meter, um die Beleuchtung sinnvoll auf 200-300 Par in der oberen Zone einzustellen, auf dem Boden reichen 100-150 PAR.

    2) Meist wird die Strömung als Ringströmung erstellt. Eine Pumpe oben rechts, eine zweite unten links jeweils in Längsrichtung des Beckens als Beispiel. Strömung die gegeneinander arbeitet ist selten sinnvoll und fast nur, wenn man mehrere Pumpen pro Richtung hat. Bei zwei Strömungspumpen ist nur Ringströmung sinnvoll. Meist passt die Strömung für die meisten Korallen, aber einige haben dann zu wenig oder zu viel Strömung, deshalb sollte man die Möglichkeit haben, am Anfang die Korallen umzuplatzieren, wenn es nicht passt. Nicht jede Koralle ist mit jeder Strömung zufrieden. Letztendlich ist der entscheidende Richter die Koralle.

    3) Ohne Bilder und Wasserwerte ist das unmöglich zu sagen. So frisch kann das durchaus mal nciht passen bei der Abschäumung. Wichtig ist vor allem ein konstanter Wasserstand für den Abschäumer. Wenn das nicht funktioniert kann der Abschäumer nicht richtig arbeiten.

    4) Du hast doch schon Weichkorallen im Becken, die nicht schlecht stehen, oder? Ohne jetzt Wasserwerte zu kennen, sollten ein paar mehr Korallen kein Problem sein.

    Wenn sich an den Scheiben grüne und braune Beläge langsam breitmachen, Nährstoffwerte (Nitrat, Phosphat) nachweisbar sind sollte eine erste Cleaningcrew einziehen, also Schnecken etwa. Tatsächlich bist Du relativ spät dran mit dem Besatz, denn ohne Biologie kein Fortschritt in der Einfahrphase. Je nachdem, was für eine Art Becken Du einrichten möchtest kannst Du jetzt mit den ersten robusten Korallen deutlich aufstocken, und wenn die Technik sauber läuft auch an die ersten Fische denken. Nur solltest Du zuerst eine Besatzstrategie überlegen und prüfen, ob all die geplanten Tiere auch miteinander harmonieren und die Pflege Dich nicht vor zu große Herausforderungen stellt als Beginner.

    Sowohl Sand als auch Deko ist tot, und die einzige Biologie ist mit den Korallen reingekommen. Das Becken ist also noch ziemlich tot, um es platt zu sagen. Von nichts kommt nichts.

    Vielleicht ist es tatsächlich das kleine Loch für den Zeigefinger, um in den Deckel greifen zu können, was den Unterschied macht. Jedenfalls habe ich das Problem nicht bei Dreambox oder Wasserbehälter aus Plexiglas. Ganz offen ist jedenfalls auch nicht gut, denn die Feinstaub schlägt sich in einem offenen Behälter schnell nieder und begünstigt genau diese Bakterien. Vermutlich ist es wie so oft in der Meerwasseraquaristik der Mittelweg ohne Extreme, der die besten Ergebnisse bringt.

    Deniz, prüfe Deine Wetside doch mal, ob eventuell der Magnet etwas aufgequollen ist und Unwuchten verursacht. Das würde zu unruhigem Lauf führen, der deutlicher hörbar ist und kann dann auch zum Abrutschen im Betrieb führen. Ich habe zwei meiner Wetsides schon umtauschen müssen, weil der Magnet beschädigt war.