Posts by argonaut

    Ja, Sandy, dem kann ich nur zustimmen. Aus Sicht der jungen Leute kann ich es aber auch irgendwie nachvollziehen. So kleine Gruppen sind vielleicht näher dran an den früheren Vereinen als Foren. Die Gruppen sind ja meist recht klein, teilweise regional und ich denke, da menschelt es mehr. Man kennt die meisten, trifft sich vielleicht auch im wahren Leben mal. Oder man gehört einer "Gemeinde" an, wenn es eine Gruppe ist, die von einem Händler/Hersteller oder Influencer betrieben wird. Da spielt der soziale Aspekt wahrscheinlich eine große Rolle. Und eben so Dinge wie chatten.
    Die Qualität der Information in solchen Gruppen sinkt und fällt mit den Teilnehmern, deren Wissensstand und Erfahrungen. Und da sehe ich unser Forum klar im Vorteil. Der zweite Punkt ist, wenn solche Gruppen aufhören zu existieren, dann ist halt alles einfach weg. In unserem Forum findet man spannende Themen und Beiträge, die teilweise uralt, aber nach wie vor aktuell sind und vielen weiterhelfen. Wenn man mal nicht auf die Anzahl der aktiven Teilnehmer schaut oder die Anzahl der neuen Beiträge, sondern auf die Anzahl der Besucher, dann lässt sich das doch sehen. 1000 Besucher sind da keine Seltenheit und das bedeutet halt, dass der Bedarf nach Information da ist.

    Blöd nur, dass es kein Selbstläufer ist. Es ist schön, auf spannende und informative Beiträge zurückgreifen zu können, aber wenn sich das in Zukunft nicht fortsetzt, hat man halt eine Bibliothek.
    Wie auch immer, Foren sind die Elefanten unter den sozialen Medien und die leben ja bekanntlich recht lange!
      

    Hallo zusammen,

    fast hätte ich es vergessen, aber nur fast. Leider geht es bergab, wir hatten von 01.06.24 - 31.05.25 6311 Beiträge. Im Vergleich zum Vorjahr (10336) sind es gut ein Drittel weniger. Macht aufgerundet 100 Euro Spende dieses Jahr. Jeder ist natürlich wie immer eingeladen, den Spendenbutton zu betätigen :winking_face:

    Ich habe mich mal etwas umgehört, fast jeder kennt das wohl größte Meerwasserforum der Welt, reef2reef aus den USA. Auch hier geht es bergab ab 2020/2021 mit sinkenden Benutzern und Beiträgen. Interessant finde ich auch, dass nicht nur die Nutzer weniger werden, auch die Dauer der aktiven Teilnahme nimmt im Vergleich zu früher ab. Foren scheinen kaum mehr eine soziale Funktion zu erfüllen. Die Leute wollen Informationen, Fragen beantwortet haben, aber dann ist man schnell auch wieder weg. Ist ok bzw. der Zeitgeist, aber es ist halt nicht mehr wie früher, als Foren die Funktion von Vereinen übernommen haben. Heute haben die jungen Leute zig digitale Plattformen, um sich auszutauschen und sozial zu interagieren.
    Da wählt man vielleicht lieber eine facebook oder whatsapp Gruppe von Gleichgesinnten (Alter, Einstellung), als in solchen Foren unterwegs zu sein, wo man bei Gelegenheit auch mal die Meinung gegeigt bekommt. Ich finde es schade, aber was will man machen.

    Im Reefers Podcast war mal Norbert Dammers von Eporeef eingeladen, weiß die Folge nicht mehr. Aber das war sehr interessant. Früher war Eporeef sehr porös, jeder Hersteller wollte Lebende Steine nachbilden. Er erzählte dann weiter, dass die neue Generation nicht mehr so offenporig ist, sondern eher geschlossen. Claude von faunamarin erwähnt ja auch immer mal wieder, dass so wenig Gestein wie möglich verwendet werden sollte, weil man keine riesen Flächen für Bakterien erzeugen möchte, die letztlich den Tieren die Stoffe wie Ammonium wegschnappen. In einem Video empfiehlt er sogar das geschlossene Malawigestein aus dem Süßwasserbereich.

    Ohne es genau zu wissen macht das schon Sinn für mich. Wenn man Gestein hat, dass viel einlagern kann, hat man eventuell nach ein paar Jahren größere Probleme im Vergleich zu wenig/geschlossenem Gestein. Auf der anderen Seite gibt es ja genügend dauerhaft gut laufende Becken mit poröser Riffkeramik, viel Lebenden Steinen und anderer offenporiger Unterlagen.

    Wenn ich jetzt neu starten würde, würde ich 10-20% Lebenden Steine verwenden und den Rest mit möglichst so was wie Eporeef oder auch den Malawisteinen gestalten.

    Man weiß halt nie, woher es kommt, wenn man irgendwann mal ein Problem hat. In einem Becken, das ich mit 100% Lebendgestein gestartet habe, haben sich jetzt nach 1,5 Jahren hartnäckige Algen, wahrscheinlich Derbesia, gebildet. An den Wasserwerten liegt es nicht, Nitrat 0-2, PO4 0,03-0,06. Ich vermute sehr stark, dass das Lebendgestein ein ideale Grundlage für die Algen ist. Das Gestein enthielt schon beim Kauf etwas Phosphat, es ist stark zerklüftet und es bilden sich immer wieder Ablagerungen, die man wegpusten kann und die man mit Strömungspumpen nicht automatisch wegbekommt. Das ist eine hervorragende Siedlungsfläche für Algen. Mit anderem Gestein wäre da u.U. erst gar nicht entstanden (letztlich weiß ich es aber nicht).

    Was reine Balling Lösungen anbelangt, schreibt Armin Glaser, dass die im Grunde unbegrenzt haltbar sind. faunamarin gibt für das Pulver 3 Jahre an. Kommen die Spuris gleich mit den den Behälter bei balling light? Wahrscheinlich schon, vielleicht fällt da was aus. Aber das müsste man dann ja sehen am Boden des Behälters.

    Manche Dinge passieren halt. Ich habe schon mal einen unbeschrifteten Behälter vertauscht und dann etwas dosiert, was ich eigentlich nicht dosieren wollte :winking_face: Da du mit mehreren Tests den Calciumgehalt bestimmt hast und gleichzeitig gesagt hast, du hättest über einen Liter Balling CA zugegeben, war es naheliegend, dass entweder kein Balling CA im Kanister ist oder es nicht richtig angesetzt ist oder es nicht mehr wirkt. Von letzterem habe ich aber bisher noch nicht gehört...

    Es gab mal vor Jahren einen Fall, da hatte eine Charge FM Salz zuviel Jod. Insofern könnte man auch mal prüfen, was Michael oben geschrieben hat. Ihr benutzt beide FM und Jod ist relativ hoch. Liegt schon nahe, das mal abzuklären.

    By the way, FM und Tropic Marin bringen in den nächsten Wochen ein Meersalz heraus, das keinerlei Spurenelemente enthält. Bin mal gespannt, was das kostet, aber die Idee finde ich schon sehr gut. Nicht als Alternative zum normalen Salz, sondern als "Problemlöser".

    Hallo Martin,

    wenn du das Untergestellt behalten willst, würde ich mir ein Becken nach Maß anfertigen lassen. Da kannst du dann auch entscheiden, wo der Ablaufschacht hinkommt, wie hoch das Becken wird usw.

    Allerdings sehe ich dann das Problem, dass du die Korallen und Fische u.U. nicht nur ein paar Stunden wie bei Fabian zwischenhältern musst, sondern deutlich länger. Wenn dann irgendwas nicht klappt, z.B. mit der Verrohrung, dann bist du unter Zugzwang. Ich würde in jedem Fall darauf achten, dass das Zwischenhältern zur Not auch ein paar Tage funktioniert. Also Vorrichtung für Licht, Strömungspumpen, Heizung usw. Nichts ist nerviger als unter Stress irgendwas schnell hinbekommen zu müssen.

    Zum Licht: es gibt so viele Leuchten mittlerweile und es ist schwer, da den Überblick zu behalten. Claude von faunamarin testet seit geraumer Zeit verschiedene Leuchten in seiner Farm. Funktionieren tun sie alle, er gibt in seinen Videos immer mal wieder Updates über vor- und Nachteile. Ich kann da zu nichts raten. Über einem Becken habe ich eine geschenkte China Flächen LED (nur weiße und blaue LEDs). Funktioniert prima für Weichkorallen, LPS und höhere Algen. Ob es für SPS reichen würde, keine Ahnung. Soll heißen: viele Lampen, auch günstigere, funktionieren mittlerweile sehr gut.

    Strömungspumpen: für mich müssen die immer sehr leise sein. Ich hatte schon viele, seit einem Jahr verwende ich die Dupla Marin Silent Waver. Ist glaube ich eher unbekannt, aber die ist leise und macht ordentlich Strömung (habe sie in einem 500 Liter Becken). Kostet auch nicht die Welt. Dann habe ich noch 1-2 kleine Jebao MLW Pumpen. Die laufen schon länger ohne Probleme.

    Nach meinem Verständnis setzt die Fragmentierung nicht den Zähler auf 0 zurück, weil es das gleiche Tier bleibt. Nur eine sexuelle Vermehrung setzt den Zähler auf 0. Ah btw, Korallen sind ja keine Pflanzen 😉

    Die selbe Logik könnte man aber auch bei Pflanzen anbringen. Scheinbar wird da aber der Zähler, z.B. bei der Stecklingsvermehrung, auf 0 zurückgesetzt. Sicher bin ich mir aber auch nicht, daher wäre es ganz interessant, es mal genau zu wissen.

    Jetzt muss ich auch ne kleine Anmerkung anbringen. Korallen haben auch eine Lebenserwartung (wenn auch eine sehr lange), die durch unsere Vervielfältigung der Fragmentierung nicht zurücksetzt wird.

    Das habe ich mich auch immer mal wieder gefragt. Weißt du da genaueres? Es gibt ja so Korallen, wie die Milka, die in der Natur so nicht vorkommen. Die müssten ja schon ewig nur über Fragmentation gewonnen worden sein. Ist wirklich so, dass Korallen eine Art Lebenserwartung haben, auch wenn sie ständig neu fragmentiert werden? Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das bei den meisten Pflanzen nicht so, wenn man Stecklinge macht. Da gibt es keine programmierte Alterung.

    Bin gerade über das hier gestolpert: Sex bevorzugt

    Schon faszinierend, was die beiden machen. "Als effektivstes Pigment identifizierten die Forschenden das Cycloprodigiosin – allerdings nur in einem engen Konzentrationsrahmen. Bei 0,2 µg pro Milliliter induzierte die Substanz eine komplette Ansiedlung der Larven. Lag dessen Konzentration jedoch nur bei 0,1 µg pro Milliliter, siedelten keine Larven auf dem festen Untergrund. Noch erstaunlicher: Bei 0,3 µg pro Milliliter starben alle Korallenlarven binnen 48 Stunden ab."

    Wenn man bedenkt, wieviel Fehlversuche es dabei gegeben haben muss und wieviel Arbeit da drinnen steckt, sind die aktuellen Preise wahrscheinlich sogar mehr als nur angemessen.

    So sehe ich das auch. Ich habe mir ein wenig aufgeregt, weil das eingetreten ist, was zu erwarten war. Naiverweise bin ich davon ausgegangen, dass man in so einer vergleichsweise kleinen Hobby-Gemeinde solche Projekte respektiert, abseits von rechtlichen Fragen und Preisdiskussionen. Nach dem Motto, Lust hätte ich schon auf diese Korallen und gefraggte zu wesentlich niedrigeren Preisen wären eine "Versuchung", aber ich lasse es, um das ganze Projekt zu unterstützen. Sozusagen eine freiwillige Selbstbeschränkung von Händlern, daraus keinen Profit zu schlagen und von Konsumenten, die entweder die Originale kaufen oder es halt sein lassen.

    Das ist ja mehr oder weniger auch das was, Claude ausführlich in einem seiner Videos versucht hat, zu untermauern. Zur Abwechslung stimme ich ihm da mal voll und ganz zu :winking_face:

    Das Projekt als ganzes ist super interessant da es einfach zukunftsweisend sein KANN und ich wollte einfach nur mal hier fragen ob wirklich jemand bereit ist dem aufgerufenen Mondpreis zu zahlen.

    Verstehe ich nicht, fast jeder Shop hat Korallen, die hochpreisig sind, Euphyllias für 200-350 Euro, Acantophylia für 700 Euro usw. Die gibt es alle auch in günstig, aber wie das nunmal so ist, viele suchen das Besondere.

    Zu Argonaut: das ist ehrlich gesagt deren Problem. Wenn man so eine Firma gründet und viel Geld reinpumpt muss man damit rechnen das der Markt irgendwann für Ableger der Nachzuchten sorgt.

    Das hat sich für mich so angehört wie schei... drauf, selber Schuld.
    Aber egal, mich interessieren diese Tiere nicht wirklich was Besitz und Haltung anbelangt und ich werde mir kein scireef Koralle kaufen. Ich wundere mich nur über die Kommentare. Da machen ein paar junge Leute was aus ihrer Leidenschaft und wissenschaftlichen Arbeit und dann wird gefragt, ob die echt sind oder einfach nur überteuert. Oder dass es unsympathisch ist, wenn die nicht möchten, dass sie weitergegeben werden. Oder dass das wahrscheinlich eh nicht klappt, "Mondpreise" usw.

    Man kann in unserem Hobby viel kritisieren, aber bei so was verstehe ich es nicht wirklich. Ich wünsche und gönne denen auf jeden Fall den Erfolg.

    Zu Argonaut: das ist ehrlich gesagt deren Problem. Wenn man so eine Firma gründet und viel Geld reinpumpt muss man damit rechnen das der Markt irgendwann für Ableger der Nachzuchten sorgt.

    Wie gesagt, das wird man sehen. Claude von faunamarin hat da ziemlich klare Worte gefunden. Wenn die Korallen geteilt und weiterverkauft werden, soll es Ärger geben. Wir auch immer das aussehen wird.

    Ansonsten finde ich deine Haltung ziemlich ignorant. Nach dem Motto, ich will das haben, aber nicht zu dem Preis. Und dann haben die halt Pech, wenn der Markt entsprechend reagiert. Denk das mal zu Ende. Wenn die Korallen geteilt und günstig weiter verkauft werden und sich das ganze Projekt nicht trägt, dann war es das halt. Ist die eigene Gier nach Koralle xyz wirklich so wichtig? google mal nach den Geschäftsführern, da geht es nicht nur um Gewinn. Klar muss eine Firma Gewinn machen, aber da spielt halt noch viel mehr rein.

    Burkhart, ich denke nicht, dass die scireef GmbH ein Anhängsel von Tropic Marin ist, sondern eine eigenständige GmbH. Ich kenne die Besitzverhältnisse nicht, aber das nur als Werbeplattform für TM zu sehen, naja...

    Äh, sorry. Aber du steckst viel Zeit und Hirnschmalz in so ein Projekt und dann soll es kostenlos verteilt werden? Das meinte ich mit gesundem Menschenverstand :winking_face: Gegen private Tauschaktionen wird man wohl nichts gegen machen können, gewerblich wahrscheinlich schon. Wobei ich jetzt auch nicht wüsste, wie das genau gemacht wird. Ist mir auch egal.
    Wenn du das Geld hast bzw. ausgeben möchtest, kauf dir so ein Tier. Anderenfalls lass es halt und respektiere es. Es gibt genügend schöne Korallen, man muss keine scireef Korallen haben, um Freude am Hobby zu haben.

    Hi Sandy,

    bin mir da nicht so sicher. Viele Meerwasseraquarianer sind recht gut betucht und kaufen ja jetzt schon extrem teure Tiere. Es wird dafür einen Markt geben, auch im privaten Bereich. Muss es wahrscheinlich auch, denn ob man damit überleben kenn, wenn man nur Institutionen und Spender beliefert, das kann ich mir nicht vorstellen. Der Preis ist mit Sicherheit angemessen. Steckt viel Arbeit = Kosten dahinter.
    Wie oft bei solchen Innovationen kann es auch gut sein, dass die Preise mit der Zeit etwas sinken. Aber darauf würde ich nicht wetten.

    Ich bin gespannt, ob diese Korallen nicht auf Umwegen getauscht werden. Es wurde ja schon angekündigt, dass man gegen kommerzielle Verkäufer, die Ableger machen, vorgehen wird. Aber wenn sich mehrere zusammentun, solche Korallen kaufen und dann untereinander privat verteilen, das wird man nicht überwachen können. Da bleibt nur die Hoffnung auf den gesunden Menschenverstand.

    Ebenfalls gespannt bin ich auf Erfahrungsberichte. Wenn diese Korallen grundsätzlich haltbarer bzw. fehlerverzeihender sind, wäre das auch für den Hobby Aquarianer eine Überlegung wert. Möchte nicht wissen, wieviel 50 Euro Stöpsel von sensiblen Korallen gehimmelt werden. Sind ja "nur" 50 Euro, aber wenn man das mehrmals die Erfahrung macht, läppert sich das auch.

    Den Steinbruchsand mit den schön klingenden Namen fand ich nie prickelnd. Zum einen sind die Sandkörner recht scharfkantig, was manche grabende Tiere nicht so mögen. Was mich an diesem Sand aber sehr stört ist, dass er so schlämmt. Selbst wenn man ihn zigfach ausspült, der Sand schient nie wirklich sauber zu werden.

    Dann hatte ich lange den Aqua Medic Sand, da kann ich Dea nur beipflichten, das war ein toller Sand. Reiner Korallensand aus dem Meer, mit vielen Muschelschalen und 2-3 mal ausspülen hat gelangt.
    Dieser Sand fällt seit geraumer Zeit unter CITES und ist daher nicht mehr erhältlich.

    Als Ersatz für den natürlichen Korallensand gibt es mittlerweile den sogenannten Oolite Sand von Caribsea, mittlerweile führt ihn auch faunamarin (unter dem Namen The Sand). Ich weiß nicht mehr genau, wie er entsteht, aber dieser Sand entsteht immer wieder frisch im Meer. Da er nicht aus Korallen besteht, fällt er nicht unter CITES.
    Ich finde diesen Sand ok, er ist schön rund und das Auswaschen ist zwar etwas aufwendiger als beim Korallensand, aber das geht schon. Für mich die beste Alternative nach dem Wegfall des Korallensands.

    Die Tonga Pearls kenne ich nicht. Schade, dass es da keine Langzeiterfahrungen gibt, vielleicht kann jemand berichten. Es ist reines Calciumcarbonat in Kugelform, dürfte chemisch sehr stabil sein und die runde Form ist auch nicht verkehrt. Wie das dann im Becken aussieht, auch nach Monaten oder Jahren, das würde mich tatsächlich mal interessieren.

    Ansonsten, wie so oft: letztlich ist es hauptsächlich Geschmacksache.

    Ich hatte ja auch noch gar kein großes Test set für Meerwasser.

    Brauchst du auch nicht. Es reichen KH, Calcium (die günstigen von Salifert sind ausreichend) und PO4 und Nitrat. Alles andere kannst du, musst du aber nicht zwingend messen.

    Ja. Dichte und Temperatur hab ich schon jedes mal überprüft.

    Ich gehe mal davon aus, dass das passt. Aber auch hier können Fehler passieren. Nur weil digitale Thermometer einen Wert anzeigen, bedeutet es nicht, dass es auch stimmt. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, nur etwas das Bewusstsein schaffen, gemessene Werte immer mal wieder zu überprüfen. In Spindeln kann sich die Skala verschieben, bei starken Abweichungen von den üblichen 25 Grad Messtemperatur bekommt man einen abweichenden Wert angezeigt usw.

    Ich habe ein nicht gerade billiges Leitwertmessgerät. Kürzlich habe ich nach langer Zeit mal wieder eine ICP gemacht. Salinität 32,7, gemessen 34,5. Ich dachte erst, da muss ein Fehler beim Labor vorliegen. Ich habe dann das Beckenwasser und zusätzlich noch eine Referenzflüssigkeit mit einer großen Spindel bei exakt 25 Grad C nochmal getestet, umgerechnet auf den Leitwert und siehe da, das Ding hat sich tatsächlich grob verstellt über die Zeit.
    Kam mir nicht in den Sinn, da es bisher sehr verlässlich war.

    Wie gesagt, aus der Entfernung ist das sehr schwierig. Hinzu kommt, dass es verschiedene Vorgehensweisen gibt. Ich rate zum Neustart, jemand anderes würde vielleicht sagen, unnötig, mach dies oder das. Wirklich schwierig wird es, wenn Anfänger so gut wie gar nichts sicher wissen. Kein Vorwurf, aber das kann an allem möglichen liegen. Falsches, zu starkes Licht, fehlende Nährstoffe im Wasser, selten auch Schadstoffe, falsch gemessene Werte usw. usf.

    Verlasse dich nie auf irgendein Gerät. Da sind schon die dümmsten Sachen passiert, auch eher erfahrenen Kollegen. Du musst sicher und routiniert die Hauptwerte bestimmen können, wie Dichte/Salinität, KH und Calcium, Phosphat und Nitrat, sowie die Temperatur. Daher der Rat, mal eine ICP machen zu lassen.

    Alles andere ist erstmal nachrangig. Silikat ist wichtig und wird verbraucht. Wenn zuviel im Becken ist, entstehen meist braune Beläge durch Kieselalgen. Unschön, aber deswegen sterben keine Korallen. Auch die Pumpen spielen in dieser Phase keine Rolle.

    Es gibt eigentlich nur zwei Wege. Du wirst über einen Hersteller oder Bekannten an die Hand genommen und begleitet oder du liest dich in die Themen ein. Aber dann musst du dich wirklich intensiv damit beschäftigen. Es gibt heute wirklich zahllose Quellen im Internet in Text- und Videoformat, wo vieles sehr ausführlich erklärt wird.

    Wir können hier Hilfestellungen geben, aber bei so vielen ? ist es sehr schwierig.

    Hi Fischling,

    wie oben bereits geschrieben, musst du die Hauptwerte selbst testen und stabil halten können. Es macht wenig Sinn, das sporadisch von einem Händler beurteilen zu lassen. Vor allem was heißt "OK"? Wenn man es zum Testen abgibt, sollten zumindest Werte genannt werden.

    So aus der Ferne ist es wirklich schwer. Bei gutem Lebendgestein wächst normalerweise alles mögliche und das recht schnell. Aufwuchsalgen, Schwämme usw. War das bei dir gar nicht der Fall?

    Lass das bitte mit den Garnelen. Die werden bei mangelndem Futterangebot schon auch an die Glasrosen gehen, aber bevor das Becken nicht in Schwung kommt und eine ordentliche Biologie entwickelt, würde ich keine Garnelen einsetzen. Die Steine sind ja fast komplett nackt, keine Korallen, kein Aufwuchs und dazu sehr wenig Steine. Die würde ich auf jeden Fall außerhalb des Beckens behandeln.
    Wenn es mein Becken wäre, würde ich komplett neu starten. Wasser ablassen, alles gut reinigen, ggfl. neue Steine und neuen Sand rein. Du siehst links unten schon eine Ansammlung von Glasrosen im Sand und an den Scheiben. Die Dinger werden überall sitzen, auch da wo die sie nicht siehst.

    Ansonsten, wenn kein Bekannter vorhanden ist, würde ich zu einem Versorgungssystem raten, das dich von Anfang an an die Hand nimmt. Da gibt es als Komplettversorgung nicht so viel, Sangokai z.B. oder Oceamo. Die haben Dosierpläne, Woche für Woche und wenn du dich an deren Vorgaben hälst, klappt das in der Regel auch. Der Vorteil ist auch, dass du da direkt beim Hersteller anfragen kannst, wenn etwas nicht so klappt wie gewünscht.

    Hallo Fischling,

    ich würde dir raten, einmal eine ICP zu machen. Einfach nur, um zu sehen, wo do mit deinen Tests inkl. Dichtemessung liegst und ob ansonsten irgendwas im Wasser ist, was schädlich sein kann. Vor der Probenentnahme für die ICP misst du einmal alles durch und notierst dir die Werte. Die vergleichst du dann mit den ICP Ergebnissen.

    Für ein Becken mit 4 Monaten Standzeit sieht es viel zu blank aus. Ich würde einen Stein ersetzen durch gutes Lebendgestein. Du wirst sehen, was dann passiert :winking_face:

    Ich vermute, die PO4 und Nitrat Werte sind eher gewürfelt und du hast zu wenig Nährstoffe im Becken. Licht auf 100% oder weniger eingestellt?

    Glasrosen sind kein Weltuntergang, aber sehr nervig. Sie können sich explosionsartig vermehren und stören dann andere Korallen. Da das Becken eh praktisch wie neu eingerichtet ausschaut, würde ich die Steine herausnehmen und abkochen. Wenn du aber Pech hast, sind die Glasrosen auch schon in den Schächten, Technikbecken usw. Eine übersehene reicht und irgendwann tauchen dann wieder mehr auf.

    ...interessant, dann gibt es wohl noch mehr Möglichkeiten. Meine Wände sind allerdings aus 1895! Im Dachstuhl sieht man noch das Fachwerk und dazwischen so ein Lehm-Stroh Gemisch. Ich denke, da hält nichts. Ich müsste es, wenn überhaupt, wohl über die senkrechten Balken machen. Aber bei dem 300-400kg Projekt ist das übertrieben. Die Balken im Boden sind trocken, haben eine ordentliche Stärke und liegen mit 60cm Abstand relativ eng beieinander. Darauf sind OSB Platten verlegt und darauf wiederum Vinylboden.
    Wenn man lange Beton gewöhnt war, fühlen sich Balkenböden irgendwie seltsam an. Es erinnert irgendwie an ein Schiff! Ich muss mich erst dran gewöhnen (habe das Haus letztes Jahr gekauft)...

    Hallo Stefan,

    die 150kg/m2 sind keine Schätzung, sondern die allgemeine Vorgabe bei Altbauten mit Holzdecke. Wenn der Raum 10qm groß ist, dürfen da 1,5 Tonnen drauf. Die mögliche Punkt- oder Flächenbelastung kann und wird viel höher sein als 150kg/m2. Das Problem: ohne eine richtige statische Prüfung vor Ort kann dir da keiner eine definitive Aussage geben. Das hängt u.a. davon ab, wie groß der Raum ist, wo das Becken stehen soll, welche Balken verbaut sind (Länge und Breite), in welchem Abstand, in welchem Zustand sie sind usw.
    Bei so einem großen Becken geht das nicht ohne statische Prüfung. Ich habe ein ähnliches Problem und da geht es nur um 300-350kg. Traue mich nicht, das ohne weiteres aufzustellen. Mit so einem Bosch Multidetektor habe ich die Balken im Boden gefunden. So kann man wenigstens den Standort des Beckens genau auf die Balken ausrichten. Meins soll aber in den Raum gehen, nicht an die Wand und so ganz geheuer ist es mir nicht. Wenn ich herumlaufe, bewegt sich z.B. die Wasseroberfläche :fearful_face:.
    Es gibt noch die Möglichkeit, das Gewicht des Beckens teilweise auf die Wand abzuleiten. Dafür braucht man aber ein Stahlkonstruktion, die man in der Wand verankert.

    Wie auch immer, eine statische Prüfung ist nicht so günstig, Ausgang ungewiss. Aber auf jeden Fall zwingend notwendig.

    Hallo Giovanni,

    ich habe schon in dem anderen thread gefragt, aber was genau machst du? Du veröffentlichst ja eine Reihe von Videos, in denen du Aquarien einrichtest oder Tipps gibst zur Haltung verschiedener Fische. Das ist ja an sich alles ok, aber irgendwie habe ich den Verdacht, dass es nicht primär um die private Haltung von Fischen geht. Es macht halt einen Unterschied, ob man Fische kauft und in sein Aquarium steckt oder ob man für Kunden, Freunde, Bekannte Becken umbaut oder einrichtet und dafür die Fische versorgen muss.

    Ich finde das eine oder andere gezeigte Becken grenzwertig bzw. darüber hinaus. In einem Video sieht man in einem 30 Liter?, oder sind es 40? zwei ausgewachsene Clownfische. In der Mitte steht ein großer Stein, keinerlei Tiere, Korallen, alles nackt. Das ist fernab jeglicher artgerechten Haltung.

    Zudem packst du einen der Clownfische mit der Hand, bis er komplett in der Faust eingeschlossen ist und entlässt ihn dann kamerawirksam ins Becken. So geht man nicht mit Fischen um. In einem anderen 130 Liter Becken sind 2 Clownfische, 2 Kauderni Kardinalbarsche und ein Riffbarsch zu sehen, ebenfalls in einem nackten Becken.

    Wir haben hier ein Lexikon mit Haltungsempfehlungen und Erfahrungsberichten für sehr viele Fische, das kannst du dir übersetzen lassen: https://www.meerwasser-lexikon.de/

    Ansonsten: die Fischhaltung fängt mit dem Kauf an. Frage den Händler, ob und wie er eine Quarantäne durchführt. Wie sehen die Becken in den Verkaufsanlagen aus? Haben die Fische Rückzugsmöglichkeiten? Sind oft tote Fische zu sehen? usw. Es ist wichtig, gesunde Fische zu kaufen aus verlässlichen Quellen. Ob dann eine Quarantäne Sinn macht oder nicht, kann man nicht pauschal sagen. Auf jeden Fall funktioniert es nicht nach dem Motto, ich kaufe einen Fisch, packe ihn in ein Qurantänebecken, gebe proaktiv Medikamente hinzu und nach 2 Wochen kann ich den Fisch dann ins Hauptbecken überführen.

    Hallo Lisa,

    warum so kompliziert? Stell die Salinität auf 35 ein und warte, bis der Wert von alleine sinkt. Wenn ich es jetzt richtig gelesen habe, hast du die Salinität von 33 auf 36 erhöht, dann wieder 10 Liter Meerwasser durch Osmosewasser ersetzt und jetzt bist du wieder am Ausgangspunkt mit einer Salinität von 33.
    Das schadet im Zweifel viel mehr als ein etwas erhöhter Calciumwert.

    Hallo Hajo,

    die haben mir geschrieben, dass die Verpackung beschädigt ist und sie die Ware nicht verschicken können. Vielleicht hatten sie auch einfach keinen Bestand und der Status "lieferbar" war falsch. Tja, schade. Aus den USA kosten die 6kg 125 Euro nur für Versand, das ist keine Option. Im Grunde wird sich das nur lohnen, wenn eine Firma einen größeren Import aus den USA macht per Seefracht. Vielleicht frage ich mal bei dejong nach.