Beiträge von argonaut

    Mag sein, Sandy, aber ich finde das einfach nicht ok. Egal von wem es kommt. Das schafft Verwirrung und in jedem anderen Bereich würde man das nicht akzeptieren. Ich kaufe etwas mit einer Mengenangabe, die faktisch nicht stimmt.

    Der Hinweis von Burkhard und dir ändert am grundsätzlichen Problem nichts. Alkalinität ist ja keine Konzentration von Hydrogencarbonat sondern gibt die Säurebindungsfähigkeit an. Wenn man eine definierte Menge zugibt, ändert sich die Gesamtalkalinität, unabhängig was danach passiert. Die Umverteilung erzeugt keine zusätzliche Alkalinität.

    Neben Tropic Marin gibt z.B. auch Aqua biotica die korrekten Werte an. Für die Angabe, die faunamarin und OSCImotion macht, gibt es nur 3 mögliche Erklärungen:

    1. es ist kein reines Hydrogencarbonat. Unwahrscheinlich bzw. wurde es schon analysiert, es ist ausgeschlossen. Zudem müsste man bei der Angabe der Hersteller ca. 85% Natriumcarbonat und 15% Natriumhydrogencarbonat verwenden.

    2. es gibt einen bisher unbekannten Lösungsvermittler, der die Löslichkeit erhöht. Auch unwahrscheinlich, da die Menge in der Anleitung ja genannt wird. Da nützt dann auch kein Lösungsvermittler.

    3. es wurde aufgerundet. Natriumhydrogencarbonat ist bekanntermaßen schlicht Natron, Wilko kauft das mittlerweile als solches im nicht Meerwasserbereich ein. Natron ist günstig, aber man braucht halt im Vergleich zu Mitbewerbern, die Natriumcarbonat oder gar Hydroxide verwenden, größere Mengen, um auf denselben KH erhöhenden Effekt zu kommen. Da klingt 1 besser als 0,67.

    Ich tippe auf 3.

    Das verändert sich kaum, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Insofern ist es zu vernachlässigen. Spielt auch eigentlich keine Rolle. Die Frage kam nur auf, da Wilko ein Produkt genannt hatte, bei dem ich nicht sicher war, ob es reines Natriumhydrogencarbonat ist. Ich habe halt gelesen "basiert auf" und da schließt ja nicht aus, dass noch was anderes enthalten ist. Und da die Angabe "erhöht die KH um 1 auf 100 Liter bei 20ml" genannt wird, bin ich von einer Mischung ausgegangen, da das mit einer gesättigten Lösung NaHCO₃ bei Raumtemperatur nicht funktioniert.

    Man vergleiche es z.B. mit Tropic Marin. Die verwenden zwar nur 378 Gramm NaHCO3 auf 5 Liter, aber das kann man ja einfach hochrechnen. Tropic Marin gibt eine erwartbare und realistische Zahl an: 50ml der KH Lösung erhöhen die KH um 1,4 in 100 Liter Meerwasser. Das sind 0,56 KH pro 20ml. Rechnet man das hoch auf die 500g in 5 Liter (balling light), kommt man auf 0,73 KH Erhöhung bei 20ml. Da 500g oberhalb der Sättigungsgrenze liegen, ist der rechnerische Wert von 0,73 zu hoch und liegt erwartbar bei um 0,67. Aber egal, weder 0,67 noch 0,73 sind 1.

    Entweder bin ich zu verbissen oder jeder, der sich damit beschäftigt, weiß das und akzeptiert es einfach. Realistisch benötigt man von einem Produkt 1/3 mehr als angegeben. Wenn man nicht aufs Geld schaut, spielt das natürlich keine Rolle. Man dosiert, was man braucht und ob man am Ende sagen kann, mein Becken verbraucht 1, 1,5 oder 2 KH pro Tag, ist Jacke wie Hose.

    So, das soll es nun auch gewesen sein von meiner Seite.

    Alles gut, es wurde nach einem Erfahrungsbericht gefragt und du hast berichtet.

    Ich sage nur, dass 20ml gesättigte NaHCO₃ Lösung die KH von 100 Litern Wasser bei normaler Raumtemperatur nicht um 1 erhöhen kann. Es gibt dafür nur zwei Erklärungen, entweder ist die Angabe nicht korrekt und es ist kein reines NaHCO₃. Kann ja jeder selbst ausprobieren. Man nehme einen Liter Meerwasser, zieht mit einer Spritze 0,6ml NaHCO₃ Lösung auf (egal von wem) und mischt das in den Liter Meerwasser. Die KH sollte nun um 3 gestiegen sein, ist sie aber nicht.

    Ich kaufe nichts fürs Aquarium bei Purux, aber das ist eine gute Firma und die Qualität der gelieferten Stoffe war bisher immer sehr gut. :thup

    Hallo Wilko,

    ich weiß auch nicht mehr, was ich dazu schreiben soll. Es wurden ja auch nach der Bolus Veröffentlichung Tests gemacht, sogar ein Test unter Laborbedingungen, bei denen belegt wurde, dass die angegebene Erhöhung der KH nicht mit der tatsächlichen übereinstimmt (eigentlich schon theoretisch klar ohne Versuch). Wahlweise wurde dann gesagt, ein Becherglas ist nicht das Aquarium, das kann man nicht vergleichen oder es wurden Zusatzstoffe ins Spiel gebracht, die die Löslichkeit verbessern sollen. Aber niemand kennt solche Stoffe.

    Es ist halt einfach so, dass bei 20 Grad C nicht genügend Natriumhydrogencarbonat gelöst werden kann, um einen KH Anstieg von 1 in 100 Liter Meerwasser zu erzielen bei einer Dosierung von 20ml. Rechnerisch erhöht sich der Wert nur um ca. 0,67 KH. Die Sättigung wird erst erreicht bei knapp 60 Grad Celsius, dann würde man genügend gelöst bekommen, um einen KH Anstieg von 1 auf 100 Liter Wasser zu erreichen. Das müsste dann aber bei knapp 60 Grad ins Becken gegeben werden. Wenn es wieder abkühlt, entsteht eine Übersättigung und es fällt aus.

    Die 500g auf 5 Liter sind oberhalb der Sättigung. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, hat faunamarin empfohlen, das Pulver in Wasser zu lösen und bis zur 5 Liter Marke aufzufüllen. Das wären dann 4500ml + x. Egal, selbst 500g auf 5 Liter ergeben 2g NaHCO₃, die du mit 20ml zugibst. Das reicht nicht, man müsste 30ml zugeben, um auf eine KH Erhöhung von 1 zu kommen.

    Diese Gesetzmäßigkeiten sind ja kein Mysterium. Ich verstehe nicht, wie sich das einfach so halten kann.

    Das hat aber nichts mit der Erfahrung mit der Methode zu tun und hier geht es ja auch um Erfahrungsberichte. Aber so einfach stehen lassen kann ich es nicht. Faunamarin äußert sich dazu nicht direkt, gerne kann sich Oscimotion dazu äußern.

    Ich Verwende seit ein paar Monaten eine billigere Lösung. Ich nehme eine reines Natriumhydrogenkarbonat E500ii (PURUX). Da löse ich in 1200ml Osmosewasser 1000g Natriumhydrogenkarbonat.

    Das wäre dann aber eine Sensation! 1000g NaHCO3 in 1200ml Osmosewasser. Meintest wahrscheinlich 100g...

    Hallo Wilko,

    Oscimotion gibt an, 20ml deren KH Lösung erhöhen die KH um 1 in 100 Liter Meerwasser. Damit kann es kein reines Natriumhydrogenkarbonat sein, das ist schlicht nicht möglich. Wenn die Angabe richtig ist, wovon ich ausgehe, besteht die KH Lösung aus einer Mischung von 90% Natriumhydrogenkarbonat und 10% Natriumkarbonat. Der kleine Anteil Natriumkarbonat hat aber nur einen geringen Einfluss auf den pH Wert.

    Ich frage nach solchen Sachen, da die Bolus Methode klar beschrieben ist. Und wenn davon abgewichen wird, z.B. durch die Verwendung anderer pH beeinflussenden Stoffe, dann wird es schwierig. Aber du gibst ja klar an, dass der pH Wert mit Balling light und jetzt mit Oscimotion über die Bolus Dosierung in einem guten Bereich liegt. Das ist ein Erfahrungsbericht und darum geht es ja auch in diesem Thread. Danke dafür!

    Hallo Wilko,

    zum Verständnis. Du schreibst "jetzt ist der PH wo er sein soll", gleichzeitig schreibst du, du bist vor 6 Monaten zu Oscimotion gewechselt. Oscimotion verwendet Karbonate (vor allem in der "Nacht" Version), ähnlich wie Oceamo. Die sind stärker pH erhöhend im Vergleich zu Natriumhydrogencarbonat (Balling light).

    Insofern wäre es gut, wenn du nochmal schreiben könntest, ob der pH Wert von 8,1-8,4 bei Verwendung von Bolus und Balling light erreicht wurde oder ob der pH Wert jetzt, nach dem Wechsel zu Oscimotion, den Zielbereich erreicht hat.

    ...noch vergessen: ich habe die Algen spotartig mit H2O2 (Wasserstoffperoxid 3-6%ig) behandelt. Pumpen alle aus und das H2O2 mit einer Spritze in die Algen spritzen. 10 Minuten warten und Pumpen wieder anmachen. Die Algen sterben dann an diesen Stellen komplett ab. Sichere Dosierung 2-3ml/10 Liter (3%ig). Das würde ich aber nur an Stellen machen, wo man schlecht rankommt. Und schön langsam, nicht alles auf einmal behandeln.

    Die Erfolgsaussichten bei normalen Fadenalgen sind eher gering. Bei einigen wenigen Arten funktioniert es, aber in der Regel nur bei Bryopsis. Wie oben empfohlen, lieber an den Wasserwerten arbeiten. Algenfresser gibt es kaum für lange Fadenalgen. pH Wert Erhöhung kann auch helfen, was aber wirklich nachhaltig hilft, ist das mechanische Entfernen. Wenn es geht, außerhalb des Beckens. Die Algen wachsen zwar nach, aber wenn sie jung sind, werden sie eher gefressen. Ein Seeigel, passend zur Aquariumgröße, hilft auch.

    Der Schlüssel ist meiner Erfahrung nach das ständige Entfernen der Algen. Das kann sehr nervig und anstrengend sein, aber irgendwann werden die mit Unterstützung einer cleaning crew immer weniger.

    Wenn das Becken allerdings neu ist, würde ich erstmal gar nicht so viel machen. Das gehört oft dazu und verschwindet von alleine wieder.

    Das ist halt wieder so ein Beispiel für eine Gesetzgebung, bei der es primär um die Haftung/Verantwortung geht. Wenn was passiert, kann man sofort sagen, alles richtig gemacht, die Verantwortung liegt beim Anwender oder eben böser Händler, der das ohne Schein verkauft oder versendet hat.

    Wenn es primär um den Schutz des Anwenders gehen würde, würde man es grundsätzlich für private Anwender verbieten oder andere Auflagen verpflichtend machen. Sinnvoll fände ich z.B., dass solche Stoffe nur mit einem Paar Schutzhandschuhe und einer einfachen Brille verkauft werden dürften. Zudem eine kurze, aber eindringliche und gut verständliche Anleitung, wie man damit umzugehen hat. Das macht das Produkt zwar etwas teurer, aber es würde den Anwender viel besser schützen als Sachkundenachweise, die einfach nur dazu dienen, es verkaufen zu dürfen. Auch die Gefahrstoffpiktogramme mit den H-Sätzen sind bei solchen Stoffen meiner Ansicht nach nicht ausreichend.

    Der Stoff in den Hannabeuteln ist nicht ohne, da geht schon eine Gefahr aus. Auch kleine Mengen können schon schwere Schäden verursachen. Der Stoff senkt den pH Wert in Sekundenschnelle auf 1, er ist extrem ätzend. Ich habe bei Sonnlicht schon öfters bemerkt, das beim Aufschneiden und Klopfen etwas Staub entweicht. Wenn man das direkt einatmet oder in die Augen bekommt, dann kann das auch in diesen geringen Mengen schwer schädigen.

    Die aktuelle gesetzliche Regelung erschwert im Grunde nur den Verkauf und legt fest, wer die Verantwortung trägt. Dem Endverbraucher ist damit doppelt nicht geholfen, die Beschaffung ist schwieriger und "sicherer" wird es dadurch auch nicht.

    Wenn es so lange Fäden sind, sind es mit großer Wahrscheinlichkeit Dinos der Gattung Ostreopsis. Die kommen gerne, wenn die Nährstoffe gegen 0 gehen. Wie sieht es mit Nitrat und Phosphat aus? Falls eins der Beiden nahe 0 ist, die Werte in einen gut nachweisbaren Bereich bringen.

    Ostreopsis gehen nachts in ein Schwimmstadium über, daher ist UV recht effektiv. UV alleine hat das Problem bei mir nicht gelöst. Erst in Kombination mit einer starken Lichtreduktion sind sie dann verschwunden.

    nicht die höherwertigen Norpren-Schläuche

    Ich hatte mir vor Jahren für relativ viel Geld Meterware gekauft und die Schläuche komplett ersetzt. Die Norpren Schläuche gehen jetzt komplett durch, es gibt keine Verbindungsmuffen mehr. Das war eine gute Entscheidung. Sie sind extrem zuverlässig, belastbar, resistent und ändern sich nicht im Volumen. Kann ich nur jedem empfehlen...

    Grundsätzlich muss man ja immer die Dosierung anpassen, egal bei welchem Produkt. Auch beim klassichen Balling ändert man KH, Ca und MG nach Bedarf. Wenn es bei so Kombiprodukten mal Abweichungen gibt und die durch Zudosierung ausgeglichen werden, ist das ja kein Problem. Nur wenn man ständig nachdosieren muss mit einem zusätzlichen Produkt, macht es natürlich wenig Sinn...

    Hallo Wilko,

    mit was erhöhst du KH? Gibst du dann mehr all for reef zu? Da KH in dem Produkt indirekt durch Umwandlung von Formiaten durch Bakterien gebildet wird, kannst du die KH Erhöhung nicht gleich sehen. Wenn Calcium im guten Bereich ist, würde ich KH mit einem anderen Produkt erhöhen. So mache ich es. Ist egal welches, Oceamo, ATI, Balling light, usw. Meistens muss man das nur kurzzeitig machen.

    es kommt halt auch darauf an, wie die Luftfeuchtigkeit im Raum ist. Wenn man da ständig fechte warme Luft hineinbläst, die eventuell an der kalten Wand kondensiert, dann wird das vermutlich nicht viel helfen. Nur so ne Idee: es gibt Heizkabel, 50W., 6m lang Das könnte man in den Spalt auf den Boden mehrfach hin- und her verlegen. Muss ja nicht den ganzen Tag laufen, aber der erwärmt unten die Luft, die dann nach oben steigt und die Wand trocken hält.

    Ich würde das in keinem Fall machen. Im Winter bläst du ständig warme Luft nach draußen. Außerdem ist das eine ziemliche Kältebrücke. Man kann zwar Lamellen hinmachen, aber das dämmt ja nicht. D.h. du müsstest das ständig laufen lassen.

    Außerdem entsteht Schimmel oft auch an Außenwänden, wenn nur ein Schrank nah genug an der Wand steht. Da braucht es nicht immer ein Aquarium. Ist das Gebäude gedämmt?

    Ist schwer zu beurteilen aus der Ferne. Auch der Schimmel, der schon da ist, der müsste eigentlich weg. Ich würde mir das nochmal überlegen mit dem Abbauen und Versetzen. Dann kannst du es gleich richtig machen. Kann man das Wasser nicht zu 80% ablassen und das Teil mit ein paar Leuten verschieben? Die Korallen werden es überleben...

    Als Behelfslösung würde ich die Rückwand vom Unterschrank komplett zur Wand hin abdichten und die Luft über 1-2 kleine Lüfter aus dem Aquarienschrank an den Seiten oder nach vorne rausbefördern. Aber ob das generell reicht, keine Ahnung. Es kann aufgrund der Kombination höhere Luftfeuchtigkeit im Raum + Außenwand + zu nahe an der Wand trotzdem Schimmel entstehen.

    Hi,

    schau, dass du die Osmoseanlage zum Laufen bekommst und messen kannst, wie die Werte ungefähr sind. Das von Chris empfohlene TDS Meter gibt es in einfacher Ausführung für recht wenig Geld. Ist nicht super genau, aber ausreichend. Wenn du Mischbettharz nachschalten willst, musst du eine Patrone nachschalten, also dort, wo das Osmosewasser rauskommt. Da gibt es Patronen, da wird der Schlauch dann angebracht, das Wasser läuft durch die Patrone und danach hast du wieder einen Schlauch, dann eben mit Osmosewasser, was zusätzlich durch den Mischbettharzfilter gelaufen ist.

    Das Produkt kann mangelhaft sein, die Installation kann mangelhaft ausführt worden sein, da gibt es viele Fehlerquellen. Auch für Algen muss nicht zwingend das Wasser schuld sein. Ohne Werte ist es schwierig. Wenn du tatsächlich im Grunde Leitungswasser eingefüllt hast, solltest du es komplett wieder entfernen.

    Es ist schwer, übers Forum solche Dinge zu beurteilen, zumal die Fehlerbeschreibungen seltsam sind. Entweder hattest du da wirklich Pech oder du musst dich noch vertrauter machen mit diesen Geräten. Es ist oft nicht ausreichend, einfach eine Osmoseanlage zu kaufen und es ungetestet zu verwenden. Die Leistungen der Anlagen sind unterschiedlich, das Ausgangswasser ist unterschiedlich und daher sollte das Osmosewasser getestet werden, bevor man es verwendet. Aus Erfahrung braucht man oft noch einen Mischbettharzfilter. Und du solltest dich auch mit der Funktionsweise auseinandersetzen. Die ersten paar Minuten können noch sehr hohe Leitwerte haben. Man sollte das Wasser eine Weile laufen lassen und immer mal wieder testen. Der Leitwert sollte unter 5, besser nur 1-2 oder 0 sein.

    Solche Anlagen funktionieren sehr gut, wenn sie lange laufen. Mal kurz für ein paar Minuten anschmeißen ist nicht sehr gut. Ich kenne da deinen Wissensstand nicht, aber ohne diese ganzen Grundkenntnisse geht es oft schief.

    Reinwasser hört sich einfach sauber an und hat ja auch 95-98% weniger Inhaltsstoffe als Leitungswasser.

    So sehe ich es auch. Ich trinke schon über 10 Jahre Osmosewasser und ich lebe immer noch. Ich habe auch kein Problem mit Leitungswasser, aber es schmeckt einfach nicht, wenn man Osmose gewöhnt ist. Die Bakterienfilme kenne ich aber auch, auch in der Anlage beim Filterwechsel. Man kann beim Filterwechsel auch mal die ganze Anlage reinigen, z.B. mit H2O2. Das hilft zwar auch nicht gegen alle Bakterien, aber in der Regel ist der Film dann weg.

    Da kann ich ihn ja auch gleich noch ein paar Monate halten, oder? Der Aufwand ist der selbe..

    Verstehe ich nicht. Jetzt nimmt ihn der Händler wahrscheinlich zurück, du kannst dir einen anderen passenden Fisch kaufen und es ist erledigt. Du gewöhnst den Fisch nun an dein Becken und weißt nicht, ob du ihn bei entsprechender Größe so einfach wieder losbekommst.

    Ist doch unnötiger Stress. Es hört sich zudem etwas danach an, also ob du an dem Fisch nach wie vor hängst und ihn erstmal behalten möchtest. Aus meiner Sicht wäre es dann der zweite Fehler nach dem Spontankauf.

    Hallo zusammen,

    ich kämpfe seit Monaten mit einer Dinoplage. Ostriopsis bildet lange Fäden, daran kann man sie eigentlich immer gut erkennen. Sie überwachsen nicht nur nur Sand und Gestein, sondern auch Korallen. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die sich vermehren. Wenn ich eine Koralle davon befreit habe, war nach zwei Stunden schon wieder ein brauner Belag zu sehen.

    Ursache war wohl, dass meine Nährstoffe auf 0 gefallen sind, vor allem Stickstoff. Auf jeden Fall habe ich dann erstmal die Nährstoffe erhöht und brav immer alles abgesaugt, keinen Wasserwechsel mehr gemacht und abgewartet. Leider war das ein Kampf gegen Windmühlen. Einige Korallen gerieten auch stark in Bedrängnis, zeigten keine Polypen mehr und zogen sich zurück.

    Dann habe ich eine UV installliert, alles nochmal penibel abgesaugt und das Becken für 3 Tage komplett abgedunkelt. Den Tieren hat es nicht geschadet und erstmal sah alles sehr gut aus. Die Dinos kamen jedoch zurück, zwar nicht mehr ganz so stark, aber stark genug, dass sich wieder ein paar Korallen schlossen. Ich habe dann den gesamten Bodengrund abgesaugt und durch Live Sand ersetzt. Ich dachte, der bakterienangeimpfte Sand könnte einen Schwung Konkurrenz ins Becken bringen. Das war auch nur kurz erfolgreich, die Dinos kamen zurück und bildeten schnell wieder die braunen Fäden auf dem neuen Sand.

    Letzten Donnerstag dachte ich mir, ich schalte jetzt einfach mal meine Kessil LED ab und verkürze die T5 von 8 Stunden auf 6 Stunden. UV lief die ganze Zeit weiter. Was soll ich sagen, als ich gestern das Becken sah (es steht in der Firma, daher sehe ich es manchmal ein paar Tage nicht) dachte ich: wow, das sieht ja prächtig aus. Die Korallen stehen super da, alles offen und weit expandiert. Die Dinos sind komplett vom Sand, vom Gestein und den Korallen verschwunden. Lediglich an den Scheiben gibt es noch vereinzelte Spots, aber das nichts im Vergleich zu vorher.

    Ich weiß nicht ob ich die jetzt besiegt habe, ich lasse es erstmal so weiterlaufen. Schon krass und das bringt mich zum Nachdenken was generell die Lichtleistung anbelangt. An sich ist die Kessil ein treuer Begleiter seit ca. 7 Jahren. Die Lampe ist sicherlich nicht die Ursache für die Dinos, aber vielleicht war das in Kombination mit den niedrigen Nährstoffen doch eine Art Booster für die Dinos. Licht ist ja nach wie vor vorhanden, zwar weniger und deutlich verkürzt, aber ich hätte nicht gedacht, dass diese Maßnahme so durchschlagend ist.

    Ich werde mal jetzt die PAR Werte messen, nur mit den T5. In dem Becken habe ich nur noch wenige Acros, vielleicht reichen die 4 T5 Röhren ja auch aus.

    Hallo Hajo,

    ich habe es nicht despektierlich gemeint. Du hast völlig recht und es in Beitrag 7 schön zusammengefasst. Es ist ja kein Geheimnis, dass Menschen bis ins hohe Alter Muskeln aufbauen können. Dasselbe gilt fürs Gehirn. Training, Abwechslung und Beschäftigung ist in jedem Alter enorm wichtig. Mein Vater ist mittelschwer dement und ich konnte in den letzten 20 Jahren sehen, wie das Gehirn nach und nach verarmt ist. Kein Hobby, kein Sport, kein Urlaub, seit der Rente wälzt er nur Akten und sitzt vor dem PC. Da konnte man dem Verfall zusehen.

    "Spaß beiseite" bezog sich auf Bernd. Nach dem Gau und der langen Zeit im Hobby hört sich das nach einem endgültigen Schlussstrich an - nicht weil er es nicht mehr kann, sondern weil es jetzt eben Zeit dafür ist. Solange man Zeit, Lust und in der Verfassung ist, spielt das Alter keine Rolle.

    Ich möchte hier auch nochmal meinen Respekt und Dank kundtun für alle "alten Hasen", die hier immer noch aktiv mitmachen und ihren Erfahrungsschatz teilen. Das ist sehr wertvoll und ein Korrektiv für die ganzen schnelllebigen "Modeerscheinungen" und "ich weiß es besser".

    Old school rockt halt nach wie vor :smiling_face:

    Wenn die Werte in kurzer Zeit ungewöhnlich schwanken ohne eine Erklärung dafür zu haben, würde ich erstmal überprüfen, ob die gemessenen Werte stimmen. Entweder nochmal ein ICP machen oder die verwendeten Messgeräte prüfen.

    Hallo Bernd,

    sehr schade, du hattest so ein schönes Becken. Egal welche Lebensumstände, wenn man sich nicht mehr zu 100% um sein Becken kümmern kann oder will, ist es aus meiner Erfahrung sehr unbefriedigend und dann kann man das Hobby auch als belastend empfinden. Insofern Respekt für deine Entscheidung. Das ist dann zwar ein Ende mit Schrecken, aber zumindest ist die Gefahr gebannt, dass es eine dauerhafte Belastung wird.

    Du schreibst, du wirst bald 78 Jahre alt. Das ist ja kein Alter. Ich denke, du holst jetzt 2 Jahre Luft und startest mit Anfang 80 nochmal neu durch :winking_face: Spaß beiseite, schön dass du uns hier im Forum erhalten bleibst.

    Hi,

    ist das ein Stahluntergestell oder Alu? DD hat auf jeden Fall eine Version mit Stahl. Da brauchst du dann keine Versteifung.

    Ansonsten sehe ich es wie Sandy. Ich habe einen kleinen Unterschrank aus 25mm Aluprofilen gebaut. Das ist schon stabil für kleinere Projekte, bei dem 1500er würde ich dringend zu 40mm raten. Selbst mit den 40ern braucht man die Seitenverkleidung als Versteifung.
    Man merkt deutlich, wenn die fehlen, das wäre mir viel zu riskant.

    Hi Dietmar,

    ich bin da auch durcheinander gekommen. Die Mischung oben habe ich erst im Osmosewasser getestet und das hat nicht gepasst. Ich habe dann auf den Silikattest gestarrt und gerätselt, wo der Fehler liegen könnte. Da steht groß und fett "SiO2" drauf und dann hat es klick gemacht. Insofern erhöht die Mischung Silikat um 1mg/Liter und Silicium um 467 Mikrogramm/l.

    Ich habe vorgestern am Abend 1mg der Mischung dosiert. Gestern konnte ich noch 0,2mg/l nachweisen, heute zeigt der Test kleiner/gleich 0,1mg/l. Zeit für die nächste Dosierung!

    Interessanterweise ist ein zu geringer Silikatwert bei Fauna Marin in der ICP ständig als zu beachten angemerkt, aber es ist keine Dosierung vorgesehen. Früher oder später wird es bestimmt auch ein Mittelchen geben, welches für gutes Geld diesen Mangel beheben kann, vielleicht wird dann eine Dosierung empfohlen. (^-^)

    Das ist wohl eher die Ausnahme, oft sieht man da einen roten Pfeil nach oben Es gibt Mittelchen, z.B. Spongeexcel von Brightwell Aquatics. Aber zum einen ist das vergleichsweise teuer, zum anderen ist das Mittel hier bei uns schlecht erhältlich. Wenn ich sehe, was die oben genannte Mischung an Materialeinsatz kostet, würde ich als Hersteller sofort ein Produkt auf den Markt bringen

    Stimmt es, das Aktivkohle Silikat abgibt? Wenn ja, jede?

    Ja, ist wohl üblich. Hängt aber auch von der Kohle ab. Christoph von Oceamo hat es mal nachgewiesen in seinem Kohle Experiment.

    Wenn bei dir der Silikatwert recht hoch ist, du aber keine unschönen Kieselalgen hast, ist doch alles super. Oder habe ich was missverstanden?

    Ich bestelle mir jetzt erstmal eine neuen Silikattest damit ich mit der Kohle spielen kann. Bei der nächsten ICP schauen wir mal ob der neue Test und die ICP gleicher Meinung sind.

    Die ICP misst elementares Silicium. Die Heimtests, z.B. von JBL, messen SiO2! Das kann man dann nicht direkt vergleichen bzw. müsste man umrechnen. In 1 mg Siliciumdioxid ("Silikat") sind rechnerisch ca. 0,467 mg (bzw. 467 Mikrogramm) reines Silicium enthalten. Wenn du mit dem Heimtest 1mg/L SiO2 misst und die ICP zufällig um die 0,5mg/L ausgibt, passt es mit dem Heimtest.

    Hallo zusammen,

    ich dosiere immer mal wieder Silikat. Ich denke, es tut den Schwämmen gut und ich habe es auch schon eingesetzt, um eine Kieselalgenblüte auszulösen, die dann die Dinoflagellaten verdrängt hat. Klappt nicht bei allen Dinos, aber bei Porocentrum und Amphidinium wirkt es oft sehr gut. Die Kieselalgen verdrängen die Dinos, vor allem auf dem Sand.

    Wie auch immer, ich habe oft eine lose Zettelsammlung und dann finde die Rezeptur nicht immer auf Anhieb. Daher poste ich das hier, dann kann ich selbst auch mal nachschauen.

    Ihr müsst euch das umrechnen, ich habe es auf mein kleines Becken optimiert, d.h. 2ml der Lösung erhöhen den Silikatgehalt (SIO2) in 65 Liter um 1mg/Liter.

    Im Chemikalienhandel bekommt man sehr einfach und billig Natriummetasilikat Pentahydrat. Das Kilo kostet so um die 10 Euro. Damit kommt man ein Leben lang aus!

    Die Herstellung der Lösung ist denkbar einfach: 24g Natriummetasilikat Penayhydrat in ein Becherglas geben, am besten mit Graduierung und destilliertes oder Osmosewasser auffüllen bis 214ml (NICHT 24g Natriummetasilikat + 213ml Wasser!). Man muss hier nicht sehr genau sein, ob das 200 oder 230ml sind, spielt nicht wirklich eine Rolle. Zwar erhöht bzw verringert sich dann die Menge an SIO2, die man zugibt, aber man will hier eh keine "exakten" Werte einstellen. Wer einen Magnetrührer hat, ist klar im Vorteil. Ansonsten muss man eben eine Weile schütteln, es löst sich grundsätzlich gut auf.

    Ich habe die Lösung natürlich auch im Becken angewendet und zusätzlich den SIO2 Wert danach bestimmt. Die Rechnung oben passt.
    Es gilt als sicher, Silikat um 1mg/Liter auf einmal zu erhöhen. Ich stelle eigentlich immer fest, dass Silikat sehr schnell verbraucht wird und bereits nach 24 Stunden wenn überhaupt nur noch sehr wenig messbar ist. Wenn man es öfters macht, steigt der Wert natürlich irgendwann. Für Schwämme reicht es, 2ml der Lösung einmal die Woche zuzugeben (auf 65 Liter Wasser).

    Silikat ist ja etwas unbeliebt, vor allem weil es die unschönen Kieselalgen fördert. Allerdings brauchen viele Organismen Silikat und da heutzutage die meisten eine hochwertige Osmoseanlage haben und penibel darauf achten, möglichst einen Leitwert nahe 0 zu haben und zudem noch teilweise wenig Wasser gewechselt wird, könnte es schon zu einem Mangel kommen, zumindest für einige Organismen. Aber muss man ausprobieren.
    Wer grünen Scheibenbewuchs hat, wird eventuell feststellen, dass die Beläge braun werden (Kieselalgen). Man muss halt für sich die Dosierung herausfinden. Bei Überdosierung wird der Sand braun bzw. Kieselalgen wachsen sehr stark.

    Es ist schön, dass ihr alle helfen wollt:smiling_face:. Ich würde vorschlagen, wir lassen Scheibenanemone88 in ihrem Tempo weitermachen. Letztlich hängt die Qualität unserer Antworten von der Genauigkeit der Angaben ab und es wurde jetzt oft von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen. Mehr kann man glaube ich nicht machen.

    Scheibenanemone88: nur weil ein Test oder Gerät etwas anzeigt, muss es nicht stimmen. Es gibt zahllose Fehlerquellen, ich halte wie Sandy einen pH Wert von 8,4 auch für schwer möglich ohne zusätzliche Maßnahmen. Aber da deine anderen Tiere scheinbar gut stehen, scheinst du im Becken kein generelles Problem zu haben.

    Täusche dich aber nicht was Licht und Strömung anbelangt. Subjektiv mag ein Tier im Schatten stehen, aber mit unseren Augen können wir die Lichtintensität nicht wirklich beurteilen. Gleiches gilt für Strömung. Ich habe auch eine Scheibenanemone Art im Becken und die wollen auch nicht so richtig. Sie vermehren sich zwar langsam, sind aber oft sehr klein und zugezogen. Ich dachte eigentlich, dass Strömung und Licht in dem Bereich nicht stark sind. Aber wie es der Zufall will, habe ich neulich eine Scheibe entdeckt, die sich losgelöst hat und durch die Strömung in einen sehr strömungsarmen Bereich verweht wurde. Da ist sie vollkommen offen! Ein zweite, ebenfalls schön offene Scheibe habe ich unter einer anderen Korallen gesehen. Also wirklich im schattigen, strömungsarmen Bereich.

    Es gibt zahllose Arten und das ist sicher nicht für alle gleich. Aber es ist nicht verkehrt, alles immer wieder zu hinterfragen. "Passt schon", "Werte sind ok", das kann täuschen, wenn man genau hinschaut.

    Um die PAR-Werte geht's mir nicht, sondern nur um den natürlichen Anstieg und Abfall der Beleuchtungsstärke.

    Rechne mal von dem Diagramm runter mit deiner maximalen Beleuchtungsstärke, siehe Beitrag 7 von Joe. Du hast dann nur relative kurze Zeit die maximale Beleuchtungsstärke. Einen großen Teil des Tages dämmerst es dann so vor sich hin. In der Natur mag das keine Rolle spielen, weil da die PAR Werte schon sehr früh sehr hoch sind, 400 -1250 PAR.

    Das was ich oben vorgeschlagen habe ist auch nur ein Beispiel, wie man es machen kann. So gefällt es mir halt. Ich könnte genauso gut einen leichten Bogen einbauen oder wie es lange Zeit üblich war, einfach an- und ausschalten. Du wirst da keine Vorteile haben was Korallenwachstum und -gesundheit anbelangt.
    Ich will dir das aber auch nicht ausreden, vielleicht reicht es ja und alles wächst und gedeiht. Schau dir nur mal die ganzen Farmen an, die teilweise immer noch mit T5 beleuchten. Die gehen morgens an und abends aus.

    Hallo Stephan,

    hast du mal auf die PAR Werte geschaut in der Grafik von Dana Riddle? Da hast du von 8:30 bis 18 Uhr PAR Werte von über 400 (bei Bewölkung), in der anderen Grafik sogar krass viel mehr (strahlender Sonnenschein). Das bekommst du mit einer Lampe nicht hin, was bedeutet, dass du das nicht einfach übertragen kannst ins Aquarium.

    Hallo Joe,

    von schlimm hat niemand gesprochen. Stefan war ja erstmal nur auf Ursachensuche, da der Wasserstand im Becken so tief ist. Nach langem Rätselraten ist das wohl die Ursache, aber er hat sich bisher noch nicht geäußert. Ansonsten sehe ich es auch so, das macht überhaupt nichts.

    Hi Stefan,

    das wäre auch meine Frage.

    Man kann es schwer sehen, aber ist der Wasserstand im Becken ungefähr da wo der Überlaufkamm eingeklebt ist? Bei mir ist der Kamm undicht geworden, d.h. Wasser geht nicht nur über den Überlaufkamm, sondern unten (Klebestelle) in den Schacht. Im laufenden Betrieb merkt man es nicht, aber wenn das Wasser steht, läuft es halt langsam in den Schacht und zwar bis zur Leckstelle, also kurz unterhalb des Kamms.

    Hi Stefan,

    10-12 Stunden Beleuchtungszeit. Ich mache es so:

    Halbe Stunde Sonnenaufgang bis 80%, 1,5 Stunden von 80% auf 100%, dann für 6 Stunden 100%, dann wieder über 1,5 Stunden auf 80% und am Ende eine halbe Stunde Sonnenuntergang. Macht zusammen 10 Stunden Beleuchtungszeit.

    Überlegung dazu: allzu lange Blaulichtphasen sind recht strahlungsintensiv, daher nur eine halbe Stunde Sonnenauf- und untergang. 80-100%, um die Tiere langsam an die volle Beleuchtung zu gewöhnen und 6 Stunden volle Beleuchtung reicht für die meisten Tiere. Mit 100% meine ich übrigens nicht 100% der Lampenpower, sondern 100% von dem, was ich eingestellt habe. Aktuell sind 100%=60% der möglichen Lampenleistung.

    Ich würde mich da nicht zu sehr verkünsteln. Früher gab es auch nur an/aus. In der Regel versucht man, den Tagesablauf unter Sonnenschein abzubilden.

    Viel wichtiger ist die Beleuchtungsstärke und das Spektrum.