Tipps und Hilfe bei Einrichtung eines 30 Liter Beckens (Anfänger)

  • Sorry.
    DSB Deep Sand Bed.
    Aquarium mit einer tiefen Sandschicht. (20cm Minimum)

    Lebendgestein:

    Oh! Das ist etwas was Du noch nicht kennst.
    10 im laufe der Zeit sichtbare Arten sind das Minimum.

    Mein absoluter Hauptgewinn.
    Eine Tubinnora Musica die 8 Jahre, bis ich die verkaufen musste, überlebte.

    Edited once, last by Johannes_AUT (March 26, 2025 at 9:55 AM).

  • Okay, dann mal schauen, was ich so an den Steinen haben werde.


    Nochmal anderes Thema:

    Ich schaue aktuell nach einer passenden Beleuchtung, vorallem im Bereich LED. Ich kann aber kaum was an LED's für Meerwasserbecken in meiner Größenordnung finden, was nicht über 100 Euro kostet. Dazu kommt, dass ich auch gar nicht genau weiß, was denn das richtige Lichtspektrum für mich wäre. Viel sehe ich im Bereich Meerwasser mit stark blauem Licht, aber so etwas würde ich eigentlich ungern haben wollen. Kann man denn auch Vollspektrum LED's verwenden?

  • Johannes

    Ich weiß nicht, ob das mit dem Deep Sand Bed auf mich gemünzt war. Ich habe von Mrutzek lediglich 1kg Sand aus seinem Deep-Sand-Bed bestellt, weil ich nur mit einem Marcorock mein Nano neu gestartet habe. Das Leben für mein Nano kommt aus diesem Sand und das hat bisher super geklappt.

    Ich habe in meinem Nano lediglich einen knappen cm Bodengrund drin.

    Flooo1308

    Ich beleuchte meine Algen mit einer Chihiros WRGB-Leuchte. Die kann man bis 13.000K einstellen und sich dann noch mit blau/rot/grün austoben.

    Wobei ich vor etlichen Jahren auch schon mit selbstgelöteten LED-Beleuchtungen mit meinen Algen experimentiert habe und grün beim Algenwachstum nicht schlecht kam.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Durchschnittlich gibt es nicht, als Tendenz ist das Licht kaltweiss mit einem starken Stich blau.

    Aber wenn Du Dir das Aquarium als einen winzigen Ausschnitt des Riffes vorstellst hängt es sehr von der Tiefe ab, welches Spektrum dort vorkommt. Und ähnlich ist es für die Korallen, was diese gewohnt sind an Licht vom Spektrum und Stärke. Eine Lampe, die das Riffdach mit vielen SPS-Korallen simulieren soll ist eher sehr stark mit deutlich mehr weiß als ein LPS Riff, welches ein 15-20m tiefen Bereich zeigen soll, hier gibt es kein rot mehr und das Licht deutlich blauer. Dann hast Du die blaue Suppe, die auf so vielen Fotos überschwappt.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Steffi : Alles gut. Offensichtlich geht Flo derzeit alles mögliche durch. Er sollte sich jedoch mit der DSP Technik derzeit nicht tiefer beschäftigen.
    Für Anfänger hat der normale Korallengruß doch mehr Vor als Nachteile.

    @Flo:
    Du hast bisher ja keine Makroalgen im speziellen erwähnt. Die habe auch ganz unterschiedliche Ansprüche. Gerade was das Licht betrifft.
    Da gibt es die Caulerpas, die durchaus einiges an Licht brauchen. Leider auch viele Nährstoffe ziehen. Wir habe die vor Jahrzehnten in den Becken gepflegt um die Nährstoffe runter zu bekommen. Gärtnern war als Alltag. Leider bluten diese bei den Gartenarbeiten auch aus. Bei 200 Liter aufwärts kein Problem. Bei 30 Liter?
    Zudem man es leicht übersieht und die alles überwuchern. Einen radikalen Rückschnitt dann jedoch mit dem Totalverlust quittieren.
    Besonders Caulerpa prolifera ist da problematisch.

    Dann gibt es die Rotalgen. Die auch flott wachsen, jedoch bei weitem nicht so rasch und den Rückschnitt auch sehr gut wegstecken.
    Die wachsen meist in Schattenbereichen im Riff. Da kommst mit 0,3W/Liter aus.

    Du wirst die mit dem Lebendgestein sicher auch Algen einschleppen. Auch Makroalgen werden kommen.
    Der Vorteil dieser Arten ist, dass sie mit den Bedingungen im Becken klar kommen.

    Würde Dir gerne eine Lampe empfehlen. Doch ich habe für mein Projekt zwei Seewassertaugliche LED bestellt, die so wie geliefert sicher keine 3 Monate durchhalten.

  • Hi, vorallem Rotalgen würde ich kultivieren wollen, da ich diese sehr hübsch finde. Gäbe es denn möglichkeiten im Meerwasser zu düngen, damit immer ausreichend Nährstoffe vorhanden sind? Ich hatte in diversen Shops Spurenelemente für MW in Flaschen gesehen. Kann man denn im MW mit Nitrat und Phosphat düngen, wenn diese im Mangel vorhanden sind? Ich nehme mal auch an, dass Rotalgen auch Eisenhungrig sein werden?

  • Am liebsten würde ich aber versuchen, Rot und Grünalgen zu mischen. Da ich natürlich nicht so viel Platz im Becken haben werde, würde ich mich bei den Algen auf jeweil 1 bis max. 2 Arten beschränken + dem, was evtll. aus dem Gestein wächst. Gibt es denn Grünalgenarten, die nicht so extrem Nährstoffe ziehen?

    Ich sehe viele Becken (auch ziemlich kleine) online, die komplett mit unterschiedlichsten Grün- und Rotalgen zugewachsen sind. Klar, die Personen dahinter haben vermutlich auch die Erfahrung, aber es scheint ja trotzdem möglich zu sein. Deshalb würde ich das ganz gern auch versuchen. Bei den Algen muss ich weniger Angst haben, dass ich durch Versehen Tiere beschädige oder töte, als wenn ich es mit Korallen versuchen würde.

  • Hi Flo,

    schau mal in den Shop von Unterwasser Freiburg, die haben sehr viele Makroalgen. Auch Sorten, die nicht so extrem wachsen. Leider sind viele von denen immer ausverkauft, aber vielleicht kann man die vorbestellen. Außerdem kannst du mal fragen, was die empfehlen für reine Algenbecken was Nährstoffe usw. anbelangt.

    Zum Lebendgestein: da wird von mir und anderen viel versprochen was so alles enthalten ist, aber das sinkt und fällt mit der Qualität des Lebendgesteins. Ich schaue mir die Steine immer selber an und nehme die, wo man noch Algen sieht oder auch mal Schwämme. Die sind in der Regel frisch und da wächst unglaublich viel raus. Ich hatte auch schon Pech bei ein und demselben Händler. Ein Stein war super, aus dem anderen ist praktisch nichts herausgekommen. Manche Händler informieren, wann ein neuer Import eingetroffen ist. Empfehlen kann ich whitecorals, aber sicher hat auch Mrutzek super Steine und natürlich andere auch.

    Gerade bin ich beim Stöbern bei Unterwasser Freiburg auf eine Alge gestoßen, die bei mir mit übers Lebendgestein reinkam und die ich ziemlich faszinierend finde, aber bis dato hatte ich keine Ahnung, wie die heißt: Acanthophora spicifera - Filigrane Dornalge

    Die wächst bei mir richtig gut, trotz sehr niedriger Nährstoffe (PO4 0,02, Nitrat 0,5). Übrigens wachsen meine Caulerpa und Pfennigalgen auch sehr gut bei diesen Verhältnissen.

    Grüße

    Chris

  • Ich habe hier mal 2 Fotos von meinem alten Algenaquarium. Das Aquarium hatte 17 Liter (45x25x16cm).

    Die unterschiedlichen Beleuchtungen resultieren aus meinen Versuchen mit der Farbzusammenstellung.




    Ich musste fast jede Woche gärtnern. Gedüngt habe ich mit Süßwasserdünger. Hier habe ich einen NPK-Dünger für Süßwasser verwendet. Da dort aber für Meerwasser etwas zu viel Phosphat drin ist, habe ich den Stickstoff noch mit Eudrakon Stickstoffdünger ergänzt. Spurenelemente gab es durch den Preis Organ Planer See. KH, Ca und Mg habe ich durch Ballinglösungen (ohne Spuris) konstant gehalten. Kalkalgen verbrauchen Ca!

    Bei Braunalgen darf man eine ordentliche Portion Jod nicht vergessen.

    Damals gab es noch keine ICP, ich habe keine Ahnung ob die Spuren- und Mengenelemente 100% gestimmt haben, aber den Algen ging es gut. Ansonsten waren noch Thor amboinensis drin, mitsamt ihrem Nachwuchs.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Welche Werte sollte ich dann am besten regelmäßig testen? Also PH, KH, Po4, No3 sind klar. Dann scheinbar auch Ca und Mg. Ich nehme an, ein niedringer Ca-Wert senkt auch die KH, was man verhindern will?

    Achso und die Salinität/Dichte. Ich hab mir ein Aräometer dafür schon bestellt.

    Noch irgendwas, was def. wichtig wäre?

    Ich habe für viele Werte schon Tröpchentests, die ich im Süßwasser verwende und von denen ich weiß, dass diese auch für MW geeignet sind.

  • Servus!

    Nochmal!
    Nimm es ein wenig gelassener!

    Die Nährstoffe kommen eh ins Becken.
    Würde Dir als Besatz ein Paar Lysmata wurdemanni empfehlen.
    Die halten eingeschleppte Glasrosen im Zaum. Leider vergreifen sie sich auch an diverse Discosomaarten.
    3 bis 4 klein bleibende Einsiedler sind auch ganz gut.
    Vor allem, weil sie das Lebendgestein von den Leichen säubern.

    Nach etwa einer Woche musst Du beginnen diese zu füttern.
    Dann kommen die meisten Nährstoffe von ganz allein.

    Auch ich dosiere Jod, weil es die Blaufärbung der Fühler von Lysmata sedicautata erhält. Diese braucht ein größeres Becken als deines.
    Die Garnelen sind auch gleichzeitig mein Messgerät. Wenn die Blaufärbung der Fühler zurückgeht, dosiere ich Lugolsche Lösung.
    Würde Dir jedoch eher sowas wie Microbe Lift empfehlen. Die halbe Dosis von dem was draufsteht reicht meist völlig.

    Zitat Argonaut: "Zum Lebendgestein: da wird von mir und anderen viel versprochen was so alles enthalten ist, aber das sinkt und fällt mit der Qualität des Lebendgesteins."
    Dem kann ich nur voll beipflichten.

    Wie Du an Steffis Becken siehst geht einiges auch in kleinen Becken. Übrigens sehr schön Steffi.

    Früher sagten wir: "Dass größte Problem im Becken sitzt vor der Scheibe."
    Heute sehe ich das anders.
    Das größte Problem im Becken, sind die Hände des Besitzers im Becken.


  • Würde Dir als Besatz ein Paar Lysmata wurdemanni empfehlen.
    Die halten eingeschleppte Glasrosen im Zaum. Leider vergreifen sie sich auch an diverse Discosomaarten.
    3 bis 4 klein bleibende Einsiedler sind auch ganz gut.
    Vor allem, weil sie das Lebendgestein von den Leichen säubern.

    Sorry, aber das ist kompletter Bullshit. Die Lysmata werden Stück für Stück all seine Weichkorallen, Lederkorallen, LPS und Anemonen fressen. Einfach weil sie es können.

    Einsiedler sind auch richtige Mistviecher im Aquarium. Sie fressen nicht halb so viel Algen wie man es gern hätte, vergreifen sich im Gegenzug aber an jeglichen Schnecken. Manche gehen auch an schlafende Fische, verletzte Korallen. Generell ist es total dämlich, Einsiedler in einem Becken mit Makro-ALGEN einzusetzen.

    Dazu kommt noch, dass viele Einsiedler gerne mal "Luft schnappen", was in den meisten Meerwasserbecken eher schwierig wird. Ergo werden sie an irgendwelchen Kabeln hochkraxeln und entweder in der Pumpe geschreddert oder fallen über den Rand und verenden dann außerhalb des Beckens.

    In einem 30-Liter Becken würde ich so vorgehen (genau so schon gehabt):

    • Sand aus Mrutzeks DSB rein (1 cm hoch)
    • Lebendgestein rein (EINEN!)
    • Algen / Korallen aufkleben
    • Wasser rein
    • Hagen Aquaclear 70 reinhängen
    • Durchfluss so einstellen, dass kein Sand mehr durchs Becken fliegt
    • Nassarius und Turbos einsetzen
    • Warten
    • Wasserwerte messen (KH, PO4, NO3, Salinität, Temperatur)
    • Jede Woche 10% Wasser entnehmen und durch frisches Salzwasser ersetzen
    • verdunstetes Wasser durch Osmosewasser nachfüllen
    • Fertig
    • Finger raus lassen, hin und wieder Wasserwerte messen
    • Korallen und Algen beim Wachsen zuschauen

    Alles Andere ist Spielkram und unnötig. Die Beleuchtung ist bei so einem Becken fast egal, weil die meisten Leuchten eh zu viel Power haben und somit genug Licht bei den Bewohnern ankommt. Strömung kommt mehr als genug durch den Aquaclear. Heizung braucht man nicht, da Zimmertemperatur in der Regel ausreichend ist. Abschäumer ist bei der Größe auch Quatsch, zumal der Aquaclear so viel Umwälzung macht und die Oberfläche aufwühlt, dass genug Sauerstoff ins Becken kommt.

    Bei mir hat das Becken super mit Zoanthus funktioniert. Ein Algenbecken wie Steffihatte ich auch mal, hat auch funktioniert.

  • Sorry, aber das ist kompletter Bullshit. Die Lysmata werden Stück für Stück all seine Weichkorallen, Lederkorallen, LPS und Anemonen fressen. Einfach weil sie es können.

    Einsiedler sind auch richtige Mistviecher im Aquarium. Sie fressen nicht halb so viel Algen wie man es gern hätte, vergreifen sich im Gegenzug aber an jeglichen Schnecken. Manche gehen auch an schlafende Fische, verletzte Korallen. Generell ist es total dämlich, Einsiedler in einem Becken mit Makro-ALGEN einzusetzen.

    Hey Rüdiger, mal wieder die gewohnt direkte Ausdrucksweise :winking_face:

    Ich würde es anders formulieren. Lysmata können nervig sein, weil sie z.B. das Futter aus den Mundöffnungen von LPS rausholen und dabei recht rabiat vorgehen. Sicher werden auch mal geschädigte Korallen angeknabbert, aber ansonsten finde ich sie nicht problematisch. Ich würde sie trotzdem nicht in so ein kleines Becken einsetzen. Dann eher die Sexy shrimps, die sind zwar auch nicht reef safe, aber vergehen sich nicht an Weichkorallen. Oder Boxerkrabben, das sind so klassische Nanobeckenbewohner.

    Auch bei den Einsiedlern stimme ich zu, ich finde sie mittlerweile relativ nervig. Die fressen halt schon gerne auch mal Schnecken.

    Letztlich ist das aber auch alles eine Frage des Futterangebots. Wenn man die ausreichend füttert, hält sich das in Grenzen. Gehen die wirklich an Makroalgen? Dachte immer, die Einsiedler gehen maximal an Aufwuchsalgen... Ich halte keine mehr, weil es eine Vielzahl von nützlichen Schnecken gibt und ich habe keine Lust, die immer wieder nachzukaufen!

    Grüße

    Chris

  • Von Lysmata würde ich auch abraten.

    Stenopus-Zwerge sind mein Vorschlag. Momentan pflege ich Pärchen von Stenopus cyanocelis in 2 Becken. Stenopus tenuirostris oder Stenopus zanzibaricus wären auch eine Alternative. Mehr oder weniger versteckt leben sie alle, Lysmata wie Stenopus. Nur wenn es Futter gibt, fallen alle Hemmungen!:grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Acanthophora spicifera - Filigrane Dornalge. Die wächst bei mir richtig gut, trotz sehr niedriger Nährstoffe (PO4 0,02, Nitrat 0,5).

    Von dieser Alge war ich begeistert, als ich sie bei einem Händler sah. Man muss sich aber bewusst sein, dass die Stängel leicht abbrechen, von der Strömung verdriftet werden und dann irgendwo, wo man sie vielleicht nicht haben will, weiterwächst.

    Man sollte also gut ein Auge darauf haben, damit sie nicht invasiv zu wuchern beginnt (So wie sie es bei mir getan hat).

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Wie Du siehst Floo gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen und auch Erfahrungen.

    Zum Thema Schnecken hab ich mir nie Gedanken gemacht. Cerithium egenum hat sich eigentlich immer breit gemacht und muss sich wohl auch vermehrt haben.

    Die Lysmata Wunndemani hat mir mal bei einer Amplexidiscus fenestrafer wirklich Stress gemacht. Und eine schönen Discosoma ? tatsächlich umgebracht.(Das Tier hatte ein fabelhaftes blau. Manchmal scheinen die Bewohner ganz genau zu wissen, woran das Herz besonders hängt.)
    Und das obwohl ich gut gefüttert habe. Alle anderen Bewohner wurden in Ruhe gelassen.

    Woher die Abneigung gegen Einsiedler kommt? Sie halten die kleinen Grünalgen nieder und räumen den Boden auf.
    Abgehauen ist mir viel. (Einiges durch wahre Dummheit) Einsiedler habe ich noch nie draußen gefunden.
    Näher bestimmt habe ich die auch nie. Einzig einen Calcinus elegans , der jedoch für Dein Becken zu groß wird.

    Von Krustenanemonen würde ich am Anfang noch Abstand nehmen. Die halten wirklich alles aus. Doch bei falscher Pflege beeinträchtigen diese deine anderen Bewohner durch Gift. Unter 200 Liter halte ich diese nicht für Anfängertauglich.

    Edited once, last by Johannes_AUT (March 26, 2025 at 4:39 PM).

  • Für den Algenfreund empfehle ich das Büchlein von Julian Sprung "Algen - Probleme und Lösungen".

    Es befasst sich zwar in erster Linie mit all den Algen, die im Aquarium zu einer Plage werden können, ist aber nicht unbedeutend für die kontrollierte Pflege!

    Der Autor stellt sie mit wissenschaftlichem Namen und Populärbezeichnung vor, zeigt mit Fotos von ihrem Wuchs sowie mikroskopische Aufnahmen, die wichtige Erkennungsmerkmale verdeutlichen.

    Es gibt vielfältige Ratschläge zur Behandlung jeder vorgestellten Alge mit einer Kombination aus Pflegetipps und dem Einsatz algenfressender Tiere für einen kontrollierten Algenwuchs.

    Dieses Büchlein steht schon seit 20 Jahren bei mir im Regal und wird nicht selten genutzt.

    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Ich habe mit kleinbleibenden Einsiedlerarten noch keine soo schlechte Erfahrungen gemacht. Gut, Schnevken sind oft geliefert und werden gefressen. Aber ansonsten haben die kleinen Clibanarius-Arten noch keine Schäden verursacht. Ich mag Einsiedler sehr gerne. Ausgebüxt ist mir noch kein Einsiedler. Da ich an der Nordseeküste lebe, besorge ich mir mittlerweile Strandschnecken, sie putzen sehr gut. Nur die büxen gerne mal aus, deswegen decke ich meine Aquarien ab.

    Lysmata-Arten finde ich für 30 Liter zu groß.

    Stenopus tenuirostis ist ganz niedlich, ich hatte eine 5 Jahre lang, gesehen habe ich sie fast nie.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Als zweites gutes Büchlein bezüglich Algen empfehle ich:

    KNOP, Daniel (2008): Algen im Meerwasseraquarium. Natur und Tier Verlag - Reihe "Art für Art".

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Als "Salz" setze ich sehr zufrieden Absolute Ocean von ATI ein https://atiaquaristik.com/de/?page_id=3586

    Ist 8,33-fach konzentriertes Meerwasser. Für 30l Meerwasser mischt du 26,4l Osmosewasser mit jeweils 1,8l Absolute Ocean 1 und 2. Fertig. Bei herkömmlichem Salz musst du erst warten, bis sich das Salz komplett aufgelöst hat. Und dann nachmessen, ob die Salinität stimmt und ggf. anpassen. Die 35g/l Salz ist eine Ca.-Angabe. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit das Salz gezogen hat, brauchst du +/- ein paar Gramm mehr oder weniger.

    Beim Beckenstart ist das noch egal, aber beim wöchentlichen Wasserwechsel ist Absolute Ocean schon komfortabel.

  • Danke für all die Antworten. Ich saug gerade alle Informationen wie ein Schwamm auf und versuche mir diese so zu sortieren und zu filtern, wie sie am besten passen. :smiling_face:

  • Generelle Frage noch.

    Da ich sehr wahrscheinlich das Lebendgestein leider bestellen muss, weiß ich gar nicht viele Kilo ich nehmen sollte.

    Ich würde wahrscheinlich bei Mrutzek bestellen, die haben mir geantwortet, dass sie dieses WE frische Steine bekommen und ich dann in die Bestellung schreiben soll, was für grobe Maße ich gerne hätte.

    Da man bei denen aber in Kg bestellen muss, weiß ich gar nicht wie viel ich nehmen sollte, da ich ja nicht weiß, wir schwer diese Steine sind.

    Ich hatte mit 3 Kg überlegt? Klingt das Sinnvoll?

  • Okay, danke.

    So ungefähr wollte ich das auch in die Bestellung schreiben.

    Ich hatte viel gelesen, dass man normalerweise so ca. 10-15% des Beckeninhaltes mit dem Gestein befüllen soll.

    Kann man denn zu viel Lebendgestein oder Gestein generell in ein MW Becken geben?

    Ist bei zu viel Gestein die Filterung der Bakterienkulturen und Kleinstlebewesen zu stark?

  • Da du ja noch Algen haben möchtest, würde ich nicht so viel Gestein nehmen. Caulerpa kann man prima in den Bodengrund setzen, Kalkalgen auch und dafür braucht man Platz.

    Ich hatte für meine 30x30cm Grundfläche 2 Marcorocks gekauft, einer ist schon wieder draußen, weil die Algen einfach Platz brauchen.

    Caulerpa kann man viel schöner gärtnern wenn sie im Sand wächst, vom Gestein bekommt man sie nur sehr schlecht wieder runter.

    Viele Grüße,
    Steffi

  • Ich hatte viel gelesen, dass man normalerweise so ca. 10-15% des Beckeninhaltes mit dem Gestein befüllen soll.Kann man denn zu viel Lebendgestein oder Gestein generell in ein MW Becken geben?Ist bei zu viel Gestein die Filterung der Bakterienkulturen und Kleinstlebewesen zu stark?

    hi,

    nun, die vorgaben kommen aus einer zeit, als infolge großer fischbesätze es siedlungssubstrat für bakterien brauchte.

    in einem algenbecken mit minimalem besatz braucht nix gefiltert werden, allerdings bringt gutes ls die biodiversität an kleinstbewohnern in den tank und auch als deko zur räumlichen gestaltung ist es sinnig.

  • Hi, ich bins nochmal.

    Ich bin jetzt kurz davor, mir alles für das Einfahren des Beckens zu bestellen.

    Eine Frage zum Thema Clean-Up Crew hätte ich da aber noch:

    Ab wann setzt man diese ein? Soweit ich weiß, sollte man diese erst dazu setzen, wenn der Algenbewuchs anfängt.

    Wäre es denn auch möglich, diese vorher schon einzusetzen und selber zu füttern?

    Wenn das möglich sein sollte, müsste ich nicht extra zwei Lebendtierbestellungen aufgeben, sondern könnte das in einer machen.

  • Frage einfach wie die Steine gehältert werden. Wenn sie berieselt werden, so dass viel von den Steinen runtergespült wird sollte es kein Problem sein, die Steine direkt einzusetzen. Ein ganz frischer Import ohne Säuberung wäre zwar interessanter, aber den bekommst Du nur noch selten. Setze das Wasser aber bitte vorher an und teste es durch.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Das Becken ist jetzt übrigens seit Samstag am einfahren. Neben zwei Rotalgenarten und einer Caulerpa Taxifolia sind im Becken ein ganz kleiner Ableger einer grünen Sinularia (war eine spontane Entscheidung) und diverse aus dem Lebendgestein gekommene andere Tiere.

    Im Lebendgestein sind unteranderem eine kleine Muschel, die beim Auspacken herrausgefallen war, mindestens zwei Röhrenwürmer und eine kleine Schnecke.

    Alles eben genannte ist auch noch am leben und zeigt dies auch regelmäßig. Jetzt will ich mich ransetzen, alles so gut wie möglich zu bestimmen.

    Vielleicht könnt ihr mir da ja weiterhelfen.

    Ich schicke nachher mal Bilder.

  • Hallo,


    ich habe jetzt mal alles in Ruhe fotografieren können und habe dabei auch noch mehrere neue Tiere entdeckt.

    Es wäre super nett, wenn ihr mir dabei helfen könntet, diese Tiere zu bestimmen, da ich bei ein paar auch Angst habe, dass sie Probleme verursachen könnten.


    Der größte Röhrenwurm:

    20250408_175154.jpg?ex=67f7e510&is=67f69390&hm=3acf4154e31986bf5a739bfc734c338128921bca9b95c27deb2f38f12ea513d5&


    Ein kleinerer Röhrenwurm:

    20250409_141409.jpg?ex=67f7e510&is=67f69390&hm=133fdec19bf2c55fd1fd7549085e130e2e9f61674cc9573ee893b73e3e65570b&=&format=webp&width=1216&height=1216


    Zweil kleine Röhrenwürmer (Links nehme ich an Bispira Viola, da habe ich auf der anderen Seite des Beckens noch mehr und rechts ein kleiner roter Kalkröhrenwurm):

    20250408_174506.jpg?ex=67f7e510&is=67f69390&hm=015af17c3a241ad05785fbf2e53c580d2c6a073441de3791802565dd292dafbb&=&format=webp&width=1216&height=1216


    Eine Muschel (ich hatte sie in die Felsspalte gesetzt, sie hatte sich dann über nacht selber so gedreht und auch verankert):

    20250408_174648.jpg?ex=67f7e510&is=67f69390&hm=234fd0760dd01a58a96c8b830d5a9fef195d97788373fc5d596fe8e8ccf21cc2&=&format=webp&width=1216&height=1216


    So weiße, scheinbar feste "Würmchen" überall im Becken verteilt und werden auch von Tag zu Tag mehr (eventuell Kot von den Röhrenwürmern?):

    20250408_171338.jpg?ex=67f7e511&is=67f69391&hm=94141f47c694c84ac47e6cf3f494848ec8b78127ade5cb06bc1c8138abeb5ec7&=&format=webp&width=1216&height=1216


    Winzig kleine orange/braune Anemonen oder Krustenanemonen, welche sich nur bei Nacht öffnen und scheinbar in so weichen, braunen Röhren sitzen?:

    Auf diesem Bild ist auch links auf dem kleinen Stein eine winzige, lilane Steinkoralle(?):

    20250409_003301.jpg?ex=67f7e511&is=67f69391&hm=235e8cfa416196425492d62cdb54b8cea8f95640d82365111e130476d980bc94&=&format=webp&width=1216&height=1216

    Die selben "Anemonen" von der anderen Seite:

    20250409_003332.jpg?ex=67f7e511&is=67f69391&hm=30e1de2e78b9f721248e5f16660f479f7705f8e705e199c3972bc7145f4574ca&=&format=webp&width=1216&height=1216


    Scheinbar eine Art Krustenanemone(?) mit zwei Polypen an einem der Lebendsteine:

    20250409_143232.jpg?ex=67f7e511&is=67f69391&hm=92a388b4f3636054e1f70a6bd277f22ac8c7938281af5d1c8604c00b4002462c&=&format=webp&width=1216&height=1216

    Hier nochmal von der anderen Seite:

    20250409_143204.jpg?ex=67f7e511&is=67f69391&hm=1f1eef82972f9ef91f1ae8eb25dbfaa6162092652b69772c801fbe16f3513379&=&format=webp&width=1216&height=1216

    Vorallem bei dieser habe ich Angst, dass es eine Krustenanemonenart sein könnte, welche zum Problem werden könnte. Ich hatte vorab gelesen, dass es einige Arten gibt, die sich sehr stark vermehren können und gleichzeitig ein starkes, auch für den Menschen gefährliches Gift besitzen können.

    Ich hoffe, dass das nich so eine Art ist. :thinking_face:

  • Servus!

    Das gefällt mir jetzt schon besser.
    Jetzt beginnt das lernen.

    Also mal Butter zu den Fischen!
    Einige Krustenanemonen sind sicher kein Problem. Wenn die sich wirklich ausbreiten kannst Du sie ja locken im Zaum halten.
    Mit einem Skalpell abtrennen und heraus nehmen. Nicht an den Mund fassen, bis Du dir die Hände gründlich gewaschen hast!
    Bei den kleinen Mengen ist eine Hautirritation auch sehr unwahrscheinlich.

    Wenn Du die größeren Röhrenwürmer erhalten wills, muss Du später mit Staubfutter füttern!
    Die ersten ein bis zwei Wochen leben die von den Partikeln der durch den Transport verendenden Lebewesen.

    Zur Bestimmung schau mal was ein Operculum ist!

    Und die Zuordnung, ob etwas eine Koralle, oder eine Anemone ist, beginnt mit dem Zählen der Tentakel.
    Durch 6 teilbar= Anemone. Wenn es mehr als 12 sind meist Anemone.
    Durch 8 teilbar= Koralle.
    Anemonen haben im Regelfall keine Röhren, in welche sie sich zurück ziehen. Dann meist Zylinderrosen.

    Edited once, last by Johannes_AUT (April 10, 2025 at 10:59 AM).

  • Danke für die Antwort :smiling_face:

    Die Röhrenwürmer möchte ich unbedingt erhalten, dafür habe ich mir auch schon flüssiges Plankton besorgt zum Füttern.

    Wann sollte ich denn am besten damit anfangen, selber zu Füttern? Du meintest ja 1 bis 2 Wochen leben die von den Partikeln, sollte ich dann nächste Woche schon zufüttern?

    Zusätzlich noch eine Frage:

    Eigentlich hatte ich vor ein paar kleine Einsiedler in das Becken zu setzen. Nun habe ich ja aber so viele Röhrenwürmer im Gestein, die ich gern behalten wollen würde.

    Die Art von Einsiedlern, die ich mir rausgesucht hatte zu halten wäre Clibanarius Tricolor. Vergreifen sich diese an Röhrenwürmern oder würden die diese in Ruhe lassen?



    Wenn Du die größeren Röhrenwürmer erhalten wills, muss Du später mit Staubfutter füttern!
    Die ersten ein bis zwei Wochen leben die von den Partikeln der durch den Transport verendenden Lebewesen.

  • Alle Röhrenwürmer zu erhalten ist ein sehr ambitioniertes Ziel.
    Für einen Anfänger kaum zu schaffen.

    Die mit den Trompetenförmigen Kronen überleben meist Jahre.
    Übrigens sehr wahrscheinlich der Gattung Bispera zuzuordnen.

    Einsiedler sind kein generelles Problem.
    Eher positiv für die Röhrenwürmer, weil sie beim Fressen auch vieles verlieren und verstreuen.
    Doch der Clibanarius Tricolor ist ein recht ruppiger und großer Geselle.
    Im Becken meiner Exfrau war einer drinnen. Das klappte ganz gut. Auch mit den unzähligen Röhrenwürmern.
    Doch da hat sich der Druck, den der Tricolor auf die Röhrernwürmer ausübt, auf 200 Liter verteilt.

    Meine Empfehlung: Such Dir was kleineres!
    Doch das ist nur meine Meinung.

  • Der Clibanarius Tricolor wird mit einer Endgröße von maximal 2 cm angegeben. (Meerwasser-Lexikon und diverse Händler)

    Etwas kleineres finde ich tatsache nicht. :grinning_face_with_sweat:

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