Wasserwerte im Labor gemessen, brauche Hilfe bei der Interpretation!

  • saddevil

    stell mal rein, ich denke hier ist der richtige Platz. Wo wir gerade so schön beim Thema sind

    Peter

    ich möchte selbst an den Parametern schrauben, deshalb fällt die Tritonmethode schon mal aus. Balling wird mit Top Laborqualität gemacht, :winking_face: und soll von einem Kalkreaktor unterstüzt werden.

    Zum Kupfer, mir ging es nur um was wäre wenn,

    gruß Norbert

    H Hersteller/Händler

  • hi,

    hab das "drüben" schon verfolgt....

    wurde denn mal mittels größeren wasserwechseln und der nutzung eines anderen salze das ganze mal "resettet"?

    wie sieht der cu-wert im genutzten salz aus?

    um dann zu beobachten, ob der cu-wert wieder steigt.

    was sagen denn deine korallen dazu?

    beim kalium hatten wir ja die tage auch solch fall, dass trotzt enorm überhöhter werte, es nur geringfügige anzeichen in bezug auf "unwohlsein" von fischen zu beobachten war.

  • Fische scheint es kaum zu beeinträchtigen...
    wobei die auch schonmal ruhiger waren.

    Korallen geht es solala...
    dadurch das die cyanofäden überall rumhängen zicken da natürlich rum

    auch einige angehende verluste sind absehbar wenn ich was passiert...
    - rhodactis werden hell
    - SPS haben teils kahle stellen wo die fäden zu lange dranhingen
    - schnecken lösen isch ins nichts auf

    ich hatte mal 15 schnecken im Becken .. gestern hatte ich 6 gesehen... wobei sich 2 nicht bewegt haben
    Einsiedler vermisse ich auch schon wieder
    4 rote sind komplett verschollen


    Salz habe ich erst bestellt und sollt evtl heute da sein.

    grüße
    Dirk

  • Hallo Saddevil,

    Du benutzt ganz eindeutig hochdosiert farboptimierende Spurenelemente, würde ich sagen. Fe und Mn sind unter der Nachweisgrenze, Zink, Kupfer, Chrom und Kobalt sind sehr hoch. Bei Chrom kann man das etwas relativieren, da die durchschnittliche natürliche Konzentration schon bei 0,2 µg/l liegt und auch an der Oberfläche noch 0,14 µg/l gefunden werden, 0,1µg/l als Zielwert liegt also etwas unter der natürlichen Konzentration.
    Kupfer reichert sich stark in organischen Stoffen an, also z. B. in den Biofilmen, die von den Schnecken gefressen werden, und so führt das Kupfer zu deren Tod.
    In welchem anderen Forum läuft denn die Diskussion schon?

    Gruß

    Hans-Werner

  • http://nanoriffe.de/index.php?page…9960#post149960

    ich habe hier gelesen das cyanobakterien kupfer quasi "binden"
    bin da nich der biologe bin ... ich programmiere lieber ... kann ich das nur so schreiben wie ich das so verstanden hab
    und dieses bei der Wasseranalyse ( ICP ) freigesetzt wird weil das organische bindemittel verpufft

    das könnte aber sinn machen da ich mords viel cyanobeläge habe
    bzw ziehen diese richtige fäden und diese sind einfach überall und schweben umher
    wenn das so sein könnte liegt es nahe das die schnecken daran verenden...

    Ich kann mit den Salifert tests kein PO4 und NO3 nachweisen
    auch nicht bei erhöhter empfindlichkeit

    was auch für massive cyanos sprechen kann ... zumindest habe ich das auch gelesen das cyanos ordentlich närstoffe ziehen

    grüße
    Dirk

  • Hallo,
    benutzt du aluminiumbasierte Phosphatadsorber? Der Al-Wert ist auch ungewöhnlich hoch. Anhand de Na-Wertes erscheint die Salinität erhöht, wie wurde die denn gemessen?
    Ich würde Wasserwechsel machen und evt. Aktivkohle für ein paar Tage einbringen.

    Grüße
    Lutz

  • Hallo,

    Cyanobakterien und Bakterien können Stoffe in das Wasser abgeben, die Kupfer binden und entgiften. Das Kupfer bleibt dabei in Lösung. Auch das mit dem Verpuffen dieser Stoffe bei der Analyse hast Du richtig verstanden.
    Die Biofilmmatrix, die von den Bewohnern des Biofilms, Bakterien, Cyanobakterien und Algen, ausgeschieden wird, bindet aber auch Kupfer. Wenn das die Schnecken fressen, können sie daran verenden.
    Dass die Cyanobakterien das mitmachen, wundert mich etwas, da Cyanos allgemein als empfindlich gegen Kupfer gelten. Vermutlich scheiden die Cyano-Matten ausreichend Schleime aus, um sich vor den Schwermetallen zu schützen. Genau hat das wohl noch niemand mit Oscillatoria probiert.

    Die mit rot und gelb markierten Elemente sehen für mich nach einer Spurenelemente-Dosierung aus. Hast Du in dieser Hinsicht nichts gemacht? Ich kann mir kaum vorstellen, wo sonst genau dieser Cocktail herkommen soll. Keine Legierung enthält Lithium oder Barium.

    Gruß

    Hans-Werner

  • hi

    ich hatte kurz vor weihnachten Wasser reingelassen und aufgesalzen
    ( Umkehrosmose mit TM PRO Reef Salz )

    Dann auch direkt am ersten tag Sangokai nutri NANO edition all in one + NANO GEOS ( jeweils 7 tropfen )
    ( Anleitung sagt : 1 tropfen auf 20L Wasser )

    um sylvester rum die ersten weichkorallen eingesetzt die auch gut standen

    erste Januarwoche kamen kieselalgen die aber recht fix wieder verschwunden waren (weitere Dosierung mit sangikai)
    tiere standen bisher noch nie so gut !!

    dann fing ich an sango langsam abzusetzen ( die nächsten tage nur 4 tropfen dann jeden 2ten tag 4 tropfen )
    Tiere immernoch sehr gut

    parallel dazu baute ich triton auf mit den 3 base elementz
    um den 22-23.01. hatte ich sango gestoppt und Triton gestartet mit 10ml anfangsdosierung der elementz
    KH war hier bereits auf 7 gefallen

    die folgenden tage nur KH gemessen und die elemntz angepasst auf 15ml um bei KH7,8 zu landen ( gestern )


    mit dem absetzen von sango kamen auch die braunen beläge auf dem boden...
    erts nur ganz wenige in den ecken
    nach 3-4 tagen kamen aber schlagartig mehr und bildetetn fäden
    damit fingen auch an diverse tiere auszubleichen und farbe zu verlieren
    Lederne zogen sich komplett zusammen , sogar das kenia blieb schrumpelig
    Die Briareum guckt nur millimeterweise und ist mit braunem zeug bedeckt


    das ist jetzt nun seit dem so und ich sauge die fäden täglich ein
    sie kommen aber jeden tag wieder und werden kaum weniger

    deswegen hatte ich Wasser zum messen verschickt


    dazu sollte ich jetzt noch erwähnen:
    die Steine stammen aus dem alten becken wo mir eine Batterie ausgelaufen ist
    diese Batt war im Scheibenreiniger ( innenseite ) und war für das Thermometer ( digitales innenthermometer )

    Das gestein wurde xmal gereinigt und gespült über mehrere tage
    und im neuen wiederverwendet
    das war auch definitv ein fehler


    bei der Messung war keine dichteangabe dabei
    ich weiß aber das meine dichte um 1,023 ist laut dem salimeter

    PS: grad SMS bekommen von meiner besseren hälfte: das salz ist da !!

    grüße
    Dirk

  • Hallo,
    benutzt du aluminiumbasierte Phosphatadsorber? Der Al-Wert ist auch ungewöhnlich hoch. Anhand de Na-Wertes erscheint die Salinität erhöht, wie wurde die denn gemessen?
    Ich würde Wasserwechsel machen und evt. Aktivkohle für ein paar Tage einbringen.

    nein

    derzeit ist nur etwas aktivkohle im becken ( vom ersten tag an ... am letzten WE mal gewechselt )
    sonst nur Technik ( AS , 2 strömungspumpen , heizer )

    Mittel gebe ich NICHTS zu außer die 3 Base elementz

    grüße
    Dirk

  • Hallo,

    ich vermute, Deine Cyanos sind eher Dinos, wegen der Fäden. Kannst Du mal ein Foto einstellen?

    Gruß

    Hans-Werner

  • der versuch :

    an der Hystrix geht schon was kaputt wie man unschwer erkennen kann

    ist halt die frage was ich machen kann ...
    entweder versuchen das hinzubiegen oder lieber reseten

    fals die werte wirklich von eingelagerten dingen aus dem Batterieunfall sein sollten brauch ich neue steine und bodengrund
    dann müsste ich das aber mal bestellen damit ich zum WE anfangen kann das zu basteln

    ich bin laie und hoff einfach das jemand sagt : "wird wieder, warte mal " ... oder "mach neu, am besten gestern "

    grüße
    Dirk

    2 Mal editiert, zuletzt von saddevil (28. Januar 2014 um 15:58)

  • Hallo,

    das könnten Cyanos sein, da hast Du Recht, ich würde aber nach wie vor Dinos nicht ausschließen. Klarheit brächte ein Blick durch ein Mikroskop.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    ich finde, auf dem ersten Bild sieht es etwas nach Dinos aus, auf den anderen beiden nach Cyanos. Einige Dinoflagellaten sind schlimmer als Cyanos, Cyanos sind normalerweise harmlos.

    Du solltest vielleicht noch mit einem normalen Phosphattest Phosphat messen.

    Hast Du Dein Salimeter mal überprüft? Was zeigt es an? Gibt es eine Aufschrift auf dem Salimeter?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi,

    auf mich wirkt das Becken irgendwie total jung und mitten im chaotischen Einfahren - ich glaub nicht dass Du das wirklich schon hinter dir hattest.
    Ich bin ja nun kein Typ der meint, man dürfe dem Becken nicht etwas beim Start helfen mit paar zusätzlichen Bakterien und so, aber Sango/Triton Base was weiß ich sieht derzeit eher aus wie Perlen vor die Säue.

    Da wärst Du mit einfach Wasser, Salz, Lebende Steine, paar Erstbesetzer vermutlich auch nicht schlechter und gff. schon ruhiger gefahren.

    Schwer nun zu was zu raten außer Wasserwerte halten, regelmäßig Wasser wechseln und aussitzen - nicht laufend im Becken herumfuhrwerken und Zeugs reinkippen.
    Keine Korallen einsetzen bis es sich beruhigt. Sicher kanns an dem Unfall liegen, aber es muss auch nicht und kann einfach ein Einfahrproblem sein.

    Viele Grüße,
    André

  • Schwer nun zu was zu raten außer Wasserwerte halten, regelmäßig Wasser wechseln und aussitzen - nicht laufend im Becken herumfuhrwerken und Zeugs reinkippen.
    Keine Korallen einsetzen bis es sich beruhigt. Sicher kanns an dem Unfall liegen, aber es muss auch nicht und kann einfach ein Einfahrproblem sein.

    ich weiß ...
    als laie kann ich mich nur nach dem richten was die hersteller sagen

    wenn bei sangokai gesagt wird: jeden tag x tropfen/100L dann kipp ich da eben so viel rein

    bei triton sagt der hersteller auch 10ml base / 100L und über KH regulieren
    und auch keinen WW machen


    nur hab ich das gefühl das durch den schmodder einiges kaputt geht...
    wennm an als profi sowas sagt ist das immer einfach .. man kennt diverse sachen aus erfahrung weiß man was man tun muss
    woher soll ich das aber wissen ...


    ich würde am liebsten das auswechbecken starten und alles einzeln wegretten und das becken neu starten
    andererseits sagt evtl jemand das es wieder wird ...
    ber die chance besteht das doch irgendwas an schwermetallen angereichert wird

    es ist für mich deswegen nicht leicht mich da für irgendwas zu entscheiden

    grüße
    Dirk


  • H

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel Rother (28. Januar 2014 um 20:31)

  • Hallo Daniel,

    hier ist die Arbeit. Biosorption ist etwas anderes als die Abgabe von Liganden in das Wasser. Biosorption ist an die Biomasse gebunden, auch an tote Biomasse. Bei Algen sind es vor allem die sauren Polysaccharide, wie das Alginat der Braunalgen, die die Metalle binden, egal ob die Alge tot oder lebendig ist.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    Danke für den Link :-).

    ich verstehe das aber schon richtig, Biosorptiọn als die die Fähigkeit von Algen etc. Schwermetalle aus wässerigen Lösungen aufzunehmen und damit auch in sich anzureichern. Damit wären die Stoffe unter Umständen nicht nachweisbar, könnten aber beim Absterben schlagartig freigesetzt werden.


    Sehe, aber gerade, dass du was völlig anderes geschrieben hast "Stoffe in das Wasser abgeben, die Kupfer binden und entgiften". Danke für die Richtigstellung :danke: :danke: , Ich sollte lieber zweimal lesen.

    LG

    Daniel

  • Hallo Daniel,

    Du siehst es richtig, dass die Algen die Schwermetalle aus dem Wasser adsorbieren. Sie geben aber beim Absterben zunächst mal nichts ab, da gerade diese Biosorption auch an toter Biomasse stattfindet, d. h. Du kannst getrocknete Algenchips, Garnelenschalen oder Stroh nehmen und damit Schwermetalle adsorbieren und das Material dann regenerieren oder verbrennen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Jörg Kokott hat dir einen (denke ich) guten Tipp gegeben.

    Ich hatte deine Sorgen auch, monatelang, eine Koralle nach der anderen ist kaputt gegangen. Nitrat und Phosphat waren nicht nachweisbar. Die Cyanos haben sich eine Koralle nach der anderen geholt. Die Einsiedler sind einfach umgefallen. Michael Mrutzek und Jörg (der damals ja noch Partner von Michael) haben mir damals sehr geholfen (und auch das Wasser gemessen). Aber von jetzt auf gleich war ich das Problem damals trotzdem nicht los.

    LG

    Daniel

    PS: Danke Hans-Werner für die Klarstellung.

    nur hab ich das gefühl das durch den schmodder einiges kaputt geht...
    wennm an als profi sowas sagt ist das immer einfach .. man kennt diverse sachen aus erfahrung weiß man was man tun muss
    woher soll ich das aber wissen ...


    ich würde am liebsten das auswechbecken starten und alles einzeln wegretten und das becken neu starten
    andererseits sagt evtl jemand das es wieder wird ...
    ber die chance besteht das doch irgendwas an schwermetallen angereichert wird

    es ist für mich deswegen nicht leicht mich da für irgendwas zu entscheiden

    ich würde am liebsten das auswechbecken starten und alles einzeln wegretten und das becken neu starten
    andererseits sagt evtl jemand das es wieder wird ...
    ber die chance besteht das doch irgendwas an schwermetallen angereichert wird

    es ist für mich deswegen nicht leicht mich da für irgendwas zu entscheiden

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel Rother (28. Januar 2014 um 21:10)

  • Hallo Dirk,

    von deinen Bildern mit den 10-20 cm langen braunen Fäden kann ich auch ein Lied singen. Bei mir sah es im ersten halben Jahr nicht anders aus. In meinem Tagebuch müssten auch noch ein paar Bilder existieren. Ich hatte zwar nicht das große Korallensterben, aber trotzdem eine sehr unschöne Sache, die mir viel Geduld abverlangt hat.

    @Hans-Werner: Schätzt du jetzt die Schwermetallkonzentrationen als völlig harmlos ein, da diese durch Biosorption gebunden werden und hältst die Cyanos/Dinos für das eigentliche Problem?

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    das muss er eigentlich mit Triton besprechen, die sind ja dafür da. Ich habe keine Ahnung, was in den base elements drin ist. Ich halte eine unbeabsichtigte Zufuhr, z. B. durch die ausgelaufene Batterie, für unwahrscheinlich. Dafür ist es zu auffällig, dass gerade die typischen Spurenelemente erhöht sind. Ob da etwas schief gegangen ist, vielleicht ein Fehler bei der Dosierung? Erst wenn das geklärt ist, kann man Ursache und Wirkung einschätzen. Ich kann an der Beschreibung noch nicht erkennen, was die Schäden ausgelöst hat.

    Ich würde die Schwermetalle schon für die wahrscheinlichste Ursache halten, würde mich aber nicht nur darauf verlegen und gleichzeitig noch nach anderen Ursachen suchen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Dirk (jetzt hab ich deinen Namen doch noch gefunden :winking_face: ),

    mir kommen allmählich Zweifel an den Ampelspielchen.
    Hier werden auffälige Werte wie Aluminium grün markiert, Eisen ist auch hier wieder nicht nachweisbar und trotzdem grün,
    dafür wird der niedrige Phosphatwert von 0,08 mg/l gelb markiert, weil er angeblich besser noch niedriger sein soll.
    Eine ausführliche Interpretation der Messwerte mit dem Hinweis auf verschiedene Möglichkeiten der
    Korallenhaltung wäre hilfreicher als ein zu vereinfachendes und teilweise willkürliches Farbschema.

    Dass sich Cyanobakterien bei hohen Schwermetallkonzentrationen gegen andere Organismen durchsetzen können,
    ist keine Neuigkeit. Meine erste Maßnahme in deinem Fall wäre die Absetzung aller Zugaben und ein paar ordentliche Wasserwechsel.

    Man kann immer darüber philosophieren, wer welches Schwermetall wie bindet und damit seine Wirkung abschwächt.
    Tatsache bleibt aber, dass sich diese Stoffe nicht in Luft auflösen.

    Vielleicht passt folgender Vergleich: die gebundenen Schwermetalle sind wie ein Betonklotz, der an einem Seil über dem Kopf schwebt.
    Vielleicht hält das Seil. Vielleicht auch nicht. Ich ziehe vor, keinen Betonklotz über mir schweben zu sehen, statt mich auf die Festigkeit des Seils zu verlassen.

    Gruß Armin

  • HI

    Jetzt mal ehrlich was sollen denn die Analysen bringen, die Hauptwasserwerte sind ja ok aber was willste nun mit dem Rest erreichen ?
    Wie Hans Werner schon absolut richtig gesagt hat sind die gemessen Werte eine Sache die Auswirkung in einem Aquarium aber ne ganz andere.!

    Schon an den Bildern erkennt man frische Keramik, totes Riffgestein das nicht sauber besiedelt worden ist, Po4 in der Deko , und ein Tontopf.

    Massgeblich ist hier die Geschichte des Beckens und die Reaktion der Korallen, Nimm die Keramik raus, installiere einen Adsorber auf Eisenbasis, 2 x die Woche je 20 % WW mit einem hochwertigen Markensalz. Dann füttere die Kiste und setz mal ein paar Tiere rein. Saug die Algen/Beläge ab. und kaufe dir ein paar frische Lebende Steine. in 2 Wochen ist der Spuk vorbei.

    Noch ne Frage kann es sein das du Live Sand genommen hast ?

    Gruss

  • Massgeblich ist hier die Geschichte des Beckens und die Reaktion der Korallen, Nimm die Keramik raus, installiere einen Adsorber auf Eisenbasis, 2 x die Woche je 20 % WW mit einem hochwertigen Markensalz. Dann füttere die Kiste und setz mal ein paar Tiere rein. Saug die Algen/Beläge ab. und kaufe dir ein paar frische Lebende Steine. in 2 Wochen ist der Spuk vorbei.

    Noch ne Frage kann es sein das du Live Sand genommen hast ?

    hi
    adsorber hab ich da
    WW kann ich erst machen wenn salz da ist ( mir wurde das falsche geliefert .. das soll zurück und dan richtige ist unterwegs )

    Tiere sind drin ...

    nein kein Live sand ... Fiji White ordentlich ausgewaschen


    dann die überdosierung von sangokai + triton kommen?
    wenn diese mittel zum pushen der farben eingesetzt werden... und beide Produkte werben ja mit "bessere Färbung der Korallen"

    grüße
    Dirk

    Einmal editiert, zuletzt von saddevil (29. Januar 2014 um 08:02)

  • Hallo,
    ich glaube auch, dass wir es beim letzten dargestellten Becken mit mehreren ungünstigen Faktoren zu tun haben. Das Becken ist ganz am Anfang und ich empfehle auch die üblichen Mittel wie Wasserwechsel und absaugen. Das Problem wird sich dann einpendeln. Aber dieses Becken ist nur die eine Seite des Thread.

    Auf der anderen Seite sollte darüber aber nicht die Diskussionen über Messverfahren, Interpretation der Messwerte und Schwermetall im Allgemeinen nicht unterdrückt werden.

    Was mich sehr beunruhigt ist der Umgangston der Hersteller in dem anderen Forum und die Darstellungen derselben ohne jeden Selbstzweifel.

    Was mich interessieren würde, und was ich in der Vergangenheit bereits mehrfach gefragt habe, wie „garantieren“ die Hersteller das ihre Zusätze,
    Grundstoffe und Salze kontinuierlich die vorgesehenen Mengen und Mischungen enthalten.

    Grüße
    Andre

  • Hallo Dirk,

    dann die überdosierung von sangokai + triton kommen?
    wenn diese mittel zum pushen der farben eingesetzt werden... und beide Produkte werben ja mit "bessere Färbung der Korallen"


    mal ehrlich, warum hantierst Du so hektisch herum?
    Warum wechselst Du die Produkte hin und her?

    Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur sagen dass es viel sinnvoller ist, statt ständig mit Chemie zu hantieren, dem Becken die nötige Ruhe zu gönnen.
    Du musst doch merken dass noch nicht einmal die Messverfahren geschweige denn die Messwerte eindeutig interpretiert werden. Und auch nicht der Messwerte selbst.
    Ich befürchte das hat ganz viel mit „Glauben“ an Produkte zu tun.

    Noch ein Wort zu den Tunze Magneten die im anderen Forum auch als möglicher Lieferant der Schwermetalle angezeigt wurden.
    Laut Tunze handelt es sich um eine „magnetische Keramik“ die auch bei den Pumpen-Rotoren zum Einsatz kommt.
    Deswegen können die auch Beckenseitig offen verwendet werden.

    Grüße
    Andre

  • Hallo Andre,


    Zitat

    Auf der anderen Seite sollte darüber aber nicht die Diskussionen über Messverfahren, Interpretation der Messwerte und Schwermetall im Allgemeinen nicht unterdrückt werden.

    das sehe ich auch so. Es ging ja bereits in diese Richtung. Armin hatte es kurz angerissen mit den Messmethoden, wie und wer das kann. Peter hatte das nochmals berichtigt und das Ergebnis kannst du im anderen Forum nachlesen. Ich denke, Peter wird sich zu diesem Thema nicht mehr melden. Ich finde es schade, wenn ein Forum einen Menschen von solchem Kaliber verliert.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andre

    Oh es liegt keineswegs in meinem Sinn eine Diskussion darüber zu unterdrücken , Es macht aber keinen Sinn sich hier auf die letzten 5 kommastellen eines Messwertes zu stürzen ohne die sichtbaren Parameter dagagen zu setzen.
    Vieles an diesen Messungen ist nicht so einfach 1:1 Umzusetzen weil es eben bestimmte Bedingungen innerhalb des Beckens nicht berücksichtigt ( Hans Werner hat das ja schon treffend erläutert )

    Die Hilfe für das Becken und die Diskussion über die Analysen sind für mich getrennt zu betrachten.

    Gruss Claude

  • Dass sich Cyanobakterien bei hohen Schwermetallkonzentrationen gegen andere Organismen durchsetzen können,
    ist keine Neuigkeit. Meine erste Maßnahme in deinem Fall wäre die Absetzung aller Zugaben und ein paar ordentliche Wasserwechsel.

    Man kann immer darüber philosophieren, wer welches Schwermetall wie bindet und damit seine Wirkung abschwächt.
    Tatsache bleibt aber, dass sich diese Stoffe nicht in Luft auflösen.


    Hallo Armin, hallo zusammen

    nicht vergessen, wir haben die Kupfer-Diskussion über 1,3 µg/l gestartet.
    Außerdem hat es m. E. wenig Sinn, immer diffus über Schwermetalle zu diskutieren. Fast jedes Schwermetall verhält sich in einem belebten System völlig unterschiedlich, Kupfer, Zink, Nickel, Kobalt ..., nicht zu vergessen Eisen. Da müsste man jedes einzeln diskutieren und das so oft zitierte Kupfer ist ein Sonderfall, ich habe ja oben versucht, das zu verdeutlichen. Die reine anorganische Chemie (und entsprechende Analysen) hilft da in belebten Systemen auch nicht wirklich viel weiter. Peter hat das richtig erkannt.
    Manche geben literweise Schwermetall-Hydroxide in einen Filter und es passiert relativ wenig. Die Summe "Schwermetalle" ist völlig wertlos, "man ziehe von den Überschüssen bei Kupfer, Zink und Nickel die defizite bei Eisen und Mangan ab und wenn das Ergebnis bei 0 ist, ist alles in Ordnung"? :grinning_squinting_face:

    Wenn ich oben selbst "Schwermetalle" schreibe, so war das absichtlich, weil ich eigentlich mehr auf Zink geschaut habe, würde aber erstmal eine Tabelle zu den Wirkungen auf Meeresorganismen zu Rate ziehen, um mich dazu zu äußern. Die natürlichen Konzentrationen geben jedenfalls keine Faktor 40 bei den Zielwerten für Kupfer und Zink her.

    Grüße

    Hans-Werner

  • hmm ich verstehe das jetzt alles mal so:
    ->es sind diverse schwermetalle erhöht aber nicht im wirklich kritischen bereich

    demnach sind die braunen fäden eine art cyanobakterien oder eine art dinos
    die sich aufgrund der erhöhten konzentration stärker ausbreiten können als normal

    bis hier her halbwegs richtig?

    OK ... das kann natürlich auch auslöser für diverse ausbleichende korallen sein ( Acropora , hytrix , monti , rhodactis ) ?


    Um dem entgegenzuwirken :
    - größere WW ~50% ( 2-4x machen )
    - und zugabe der stoffe erstmal stoppen ?
    - beim WW gleich den schmodder absaugen und mit entfernen ..


    fals doch der plan mit reset steht :
    habe ich riffkeramiken mal grob angefragt :

    korallenwelt : rückwand mit äste -> ~200€ + viel arbeit und voher guuut wässern
    oder 2x miniriff 30 oder 1x minirff 30 und säule 30 ...
    (wobei ich keine vorstellung hab wie groß das wird ... gibt ja leider keine fotos mit größenvergleich)


    Riffsystem : fertige riffsäulen ~ 230€ .. mehrfach abspülen , reinstellen und loslegen
    hab sogar ein video bekommen ..sehr schön

    grüße
    Dirk

  • Zitat

    Um dem entgegenzuwirken :

    - größere WW ~50% ( 2-4x machen )

    - und zugabe der stoffe erstmal stoppen ?

    - beim WW gleich den schmodder absaugen und mit entfernen ..

    Ja Dirk,

    das wäre mein bevorzugter Weg bei deinem Becken. Und danach das Becken dann einfach mal in Ruhe lassen. Am besten 4-6 Wochen.

    Viele Grüße,
    Ina

  • Hallo,

    - größere WW ~50% ( 2-4x machen )
    - und zugabe der stoffe erstmal stoppen ?
    - beim WW gleich den schmodder absaugen und mit entfernen ..

    Und langsam besetzen.
    Und keine Wunder erwarten.
    Salz wechseln, am besten 2-3 Sorten auf Vorrat haben.
    Und die nächste detaillierte "Messung" erst in 12 Monaten.

    Grüße
    Andre

  • Hallo zusammen,

    mal ein paar Zahlen aus dem "Compendium of Trace Metals and Marine Biota":
    "Colonies of the tropical coral P. damicornis were exposed to 0, 0.005, or 0.05 mg Cu/L for up to 9 days. All corals exposed to 0.05 mg Cu/L died by day 9. ... Serious adverse effects to hydroids were observed at nominal concentrations of 0.0012-0.05 mg Cu/L. The coral Acropora formosa, exposed to 0.01-0.04 mg Cu/L for 48 h lost most of their symbiotic algae."

    "Copper was fatal at 0.005 mg Cu/L (50% dead in 119 days) to the bay scallop, A. irradians, at 0.025 mg Cu/L to the hardshell clam, M. mercenaria (53% dead in 77 days; USEPA, 1980b), and at 0.087 mg Cu/l (50% dead in 96 h) to the abalone, Haliotis rubra."

    "Deficiency and toxicity effects of zinc in molluscs are under investigation. Zinc deficiency effects have been produced experimentally in a wide variety of marine organisms including molluscs, at nominal seawater concentrations between 0.00065 and 0.0065 mg Zn/L; ... Molluscans deaths and abnormalities were common at 0.05 mg Zn/l in larvae of the red abalone, H. rufescens, at 0.12 mg Zn/l in larvae of the bay scallop, at 0,195 mg/L in embryos of the hardshell clam ..."

    0.005 mg/l sind 5 µg/l, 0.05 mg/l entsprechend 50 µg/l usw.. Beim Kupfer wird man berücksichtigen müssen, dass die Menge plötzlich zudosiert wird, mit den oben schon beschriebenen Folgen. Bei Zink wird die Bioverfügbarkeit durch biologische Liganden nicht so weitgehend verringert. Diese Zahlen können zumindest eine Idee vermitteln, wie welche Konzentrationen wirken.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,

    dann will ich auch mal. Da bei mir keine Steinkorallen wachsen wollen, habe ich eine Wasseranalyse bei Trition gemacht, Ergebnisse unten. Rot sind im Report Calcium (ist klar, allerdings habe ich Anfang Jan eine Analyse bei Gilbers gemacht, da war Calcium noch auf 447 und es wuchsen auch keine Steinkorallen, fahre ich wieder hoch), Molybdänwert, Bariumwert und Phosphorwert.

    Ich werde mich jetzt mal näher mit den o.g. Werten beschäftigen, aber vielleicht sieht ja jemand von den Experten direkt was auffälliges? Aso, Gilbert und Spindel zeigen Dichte 1,022.

    Gesamtbild Beecken angefügt.


    Danke, Christian


    Schwermetalle
    Hg 0.00 µg
    Se 0.00 µg
    Cd 0.42 µg
    Sn 0.00 µg
    Sb 0.00 µg
    As 0.00 µg
    Al 8.10 µg
    Pb 0.00 µg
    Ti 0.00 µg
    Cu 0.00 µg


    Macro-Elemente
    Na 10695.00 mg
    Ca 385.30 mg
    Mg 1313.00 mg
    K 410.90 mg
    Br 65.13 mg
    B 2.56 mg
    Sr 8.56 mg
    S 945.10 mg

    Li-Gruppe
    Li 265 µg
    Ni 2.23 µg
    Mo 39.32 µg/l


    I-Gruppe
    V 0.00 µg
    Zn 2.51 µg
    Mn 0.00 µg
    I 0.00 µg

    Fe-Gruppe
    Cr 1.06 µg
    Co 0.00 µg
    Fe 0.00 µg

    Ba-Gruppe
    Ba 207.00 µg

    Si-Gruppe
    Si 278.60 µg

    Nährstoff-Gruppe
    P 32.22 µg
    PO4 0.10 mg

  • Hallo Christian,

    wenn Iod wirklich o ist würde ich das als erstes ergänzen. Das Schwefel so niedrig ist halte ich für untypisch im Meerwasser. Das war's auch schon was mit so aufgefallen ist.

    Grüße
    Lutz

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