Tm Np-bacto-balance

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mich mal wieder melden. Ich habe die letzte Woche Urlaub genutzt, um ein wenig am Aquarium zu tüffteln. Hierbei habe ich die Venturi-Düse am Abschäumer erneuert und siehe da er läuft nun wesentlich gleichmäßiger und leiser (das alte war gar kein Originalteil - Nachteil Gebrauchtware). Auch ist er besser zu regeln. Als weiteres habe ich ein wenig Dynamik in die Strömung gebracht und mir eine pulsende Pumpe mit einer höheren Leistung besorgt.
    Seit meinem letzten Eintrag dosiere ich nun 2 ml / 400 L Bacto Balance. Was ich bisher sagen kann ist, dass nun die Gewebeverluste zurückgehen bzw. zum Stillstand gekommen sind. Auch bei der S. caliendrum, die ich bereits abgeschrieben hatte, scheint sich das Blatt zu wenden. Zwar habe ich einen der drei Fragment-Ableger verloren. Dieser wurde von den Seesternen abgelutscht und war dazu von einem transparenten Glibber überzogen, was mich an Laich erinnert hat. Die anderen beiden scheinen aber die Kurve zu kratzen.
    Einzig die A. "tricolor" kommt noch nicht klar. Aber es gibt sie noch und der Gewebeverlust scheint auch stillzustehen. Die Polypen expandieren allerdings kaum. Die Farbe ist eher braun.
    Als Fazit hat die Strömungserhöhung sicherlich einen Beitrag dazu geleistet, dass manche nun besser dastehen. Die besagten Montiporas sind aber immer noch etwas zickig, aber sie wachsen.
    Das Phosphat ist mit circa 0,13 mg/l nahezu konstant geblieben, das Nitrat steigt nun und ist bei aktuell 2 mg/l. Ich behalte nun erstmal die Konzentration bei, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat.


    Viele Grüße,
    Björn

    P.S.: Hans-Werner: Arbeitet ihr eigentlich auch mit invitro-Kulturen?

  • Hallo Björn,

    "transparenter Glibber" hört sich für mich nach Verdauung durch Nachbarn an. Die Mussidae wie Symphyllia, Lobophyllia und speziell manche Acanthastrea machen das gerne. Sie verdauen ihre Nachbarn über Entfernungen von vielleicht 6 oder sogar 7 cm hinweg gerade mal über Nacht mit ihren Mesenterialfilamenten. Auch Hydnophora macht das.

    Wenn Du Riffaquarien nicht zu den "In-Vitro-Kulturen" zählst, haben wir keine.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (7. November 2012 um 08:27)

  • Guten Morgen,

    das "Zeug" war glasklar, gelartig und durchsetzt mit kleinen Pünktchen. Hat mich eben an Laich erinnert. Ich habe das an mehreren Stellen im Aquarium entdeckt. Meist an Steinen oder der Rückwand. Diesmal war es das erste Mal, dass es an einem Korallenskellet hing. Von den Mesenterialfilamenten, welche ich bisher gesehen habe (Hydnophora z.B.) hat es sich deutlich unterschieden.


    Viele Grüße,
    Björn

  • Hallo Hans-Werner,

    jetzt muss ich auch mal was fragen:

    Bei meinem Becken ist (nur SPS (30%) und LPS(70%)) Nitrat und Phoshat an der Nachweisgrenze (zuverlässige Tests/Referenz) feststellbar.

    Sollte ich nur Bacto-Balance mit den A-Elements einsetzen oder auch die Pellets ? Letztere machen bei mir keinen Sinn, oder ?

    Kannst Du mal kurz erläutern, was Du wann (welche Konstellation) einsetzen würdest ?

    Danke und liebe Grüße

    Kathrin

  • Hallo Kathrin,

    von der Absenkung der Nährstoffe her ist das NP-BACTO-BALANCE das schnellere und dynamischere Produkt während die NP-BACTO-PELLETS eher langfristig, gleichmäßig und ausgleichend wirken.

    Die Nährstoffe wirken beim NP-BACTO-BALANCE direkt auf und über die Mikrobiologie während die NP-BACTO-PELLETS Partikelfutter abgeben, dessen Wert mit zunehmender Standzeit zunimmt. Du kannst die Funktionen ein wenig mit dem Zeolith und dem Bakterienfutter vergleichen.
    Das ist der Grund, weshalb sich die beiden Produkte eigentlich ganz gut ergänzen. Natürlich können die beiden Produkte auch einzeln eingesetzt werden, sie machen aber in jedem Fall zusammen Sinn. Mit dem NP-BACTO-BALANCE zusammen mit den PRO-CORAL A- ELEMENTS wirst Du die schnelleren Ergebnisse bei Deinen Korallen sehen.

    Was die Farben der Korallen angeht, muss man probieren, welche Korallen unter den nährstoffarmen Bedingungen unter weniger Licht besser aussehen. Es gibt sowohl SPS als auch LPS, die direkt unter dem Licht am schönsten sind und andere, die unter vollem Licht etwas blass werden und unter weniger Licht dann schöner aussehen. Ich denke, das ist der wichtigste Faktor, um bei möglichst vielen Korallen die besten Farben zu bekommen. Das muss man ausprobieren, da das von Art zu Art und auch bei unterschiedlichen Farben, sogar z. B. bei unterschiedlichen Rottönen, unterschiedlich sein kann.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Mal ein aktueller Stand, ich bin ganz glücklich.

    Die Hystrix hat ihre weißen Stellen behalten, das ausbleichen ist jedoch schon seit längerem gestoppt. Sämtliches andere Gewebe hat eine tolle Farbe und ein tolles Polypenbild.

    Seit letzter Woche nutze ich auch A- Elements und konnte nach zwei Tagen erste Wachstumsspitzen an der Hystirx erkennen. Ob das nun wirklich mit der Dosierung zutun hat, sei einmal dahin gestellt. Aber ich denke schon dass sich das ganze gut auswirkt.

  • Hallo Thomas,

    das sieht doch gut aus.

    Ich empfehle Dir, einfach mal längere Zeit so weiterzumachen. Du wirst sehen, wie stabil das Becken läuft und je länger, desto besser reagieren die Korallen darauf.

    Ich habe immer den Eindruck, dass der Anpassungsprozess der Korallen erst dann langsam zum Abschluss kommt, wenn neues Skelett gebildet wird. Das alte Skelett scheint den Nährstoffhaushalt der Korallen solange zu beeinflussen, bis neue Skelettschichten diesen Einfuss langsam zurückdrängen. Deswegen zieht jede Veränderung im Stickstoff-Phosphat-Haushalt des Aquariums einen längeren Anpassungsprozess der Korallen nach sich.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    ein kleines Update: Meine Phosphat und Nitrat-Werte schwanken im Moment ziemlich. Ich dosiere nach wie vor 2 ml Bacto Balance. Nachdem das Nitrat anstieg, sinkt es jetzt wieder. Das Phosphat steigt dagegen wieder. Aktuell bin ich bei NO3 = 0,2 mg/l (also wohl eher nix) und PO4 = 0,25 mg/l.

    Angenommen der Abschäumer ist ineffektiv, dann sollte doch das Nitrat auch hochgehen, oder? Ich habe jetzt nicht direkt Probleme wie vor ein paar Wochen, aber irgendwie durchblicke ich es einfach noch nicht so ganz. Vielleicht ist Futtereintrag einfach zu hoch?!


    Gruß,
    Björn

  • Hallo Björn,

    Messwerte sind zweitrangig, was machen die Tiere? Wenn die in Ordnung sind, kannst Du die Messwerte vorerst ignorieren. Beim PO4 ist es nicht entscheidend, ob Du 0,2, wie am 28.10., oder 0,25 mg/l hast.

    Ursache dafür, dass das Phosphat nicht entsprechend zurückgeht, sind eigentlich immer Depots. Wenn die aufgelöst sind, wird auch das Phosphat runtergehen.

    Wenn die Tiere soweit in Ordnung sind, könntest Du probieren, die Dosierung auf 3 ml täglich zu erhöhen. Das erscheint mir im Moment ein vernünftiger Schritt. Mal sehen, was Nitrat und Phosphat dann machen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi,

    die S. hystrix ist vorgestern wieder etwas hell am Fuß geworden und scheint dort etwas zu bleichen. Ich bin mir noch unschlüssig. Heute abend ist mir aufgefallen, dass mein Abschäumer ausgefallen war. Mit dem Teil werde ich nicht so ganz glücklich. Er läuft einfach nicht so richtig gleichmäßig. Vielleicht muss ich das Teil rundumerneuern.

    Grüße,
    Björn

  • Hallo Hans-Werner

    Nun wir setzen das Balance bereits seit einiger Wochen in unserem Ablegerbecken (mal die anderen besatzarmen Becken ausgenommen) ein und haben die Zugabe (mit 1ml Balance auf 270lt. Nettovolumen) seit einer Woche gestoppt. Warum? Wie ich bereits schon mal erwähnt habe sind die Farben bei uns mehr und mehr verblasst und unsere orangen und grünen Montis sehen bspw. aus wie mit Perwoll gewaschen - vor allem die Grüne sieht farblich gar nicht gut aus. Einzig Positives das ich bei uns nennen kann ist einerseits, dass man hierbei die Werte, vor allem das NO3 sehr gut senken kann und die Acans sehr gut stehen und wachsen.

    Ich habe extra wieder gleich nach dem Stopp angefangen wieder gezielt die Balling-Kompexe (Spuris) zu dosieren und nach ein paar Tagen war klar zu erkennen das die Farben aller Korallen wieder kräftiger werden.

    Ich möchte hier das Produkt auf gar keinen Fall schlecht machen, aber trotzdem hört man bereits aus vielen Ecken dass Korallen beim Einsatz eine hellere (und meiner Meinung nach unnatürlichere/schlechtere) Farbe erhalten, oder gar von unten her absterben. Klar kann das Produkt nur der Auslöser und nicht die Ursache für solche Probleme sein. Auffällig ist es aber schon das doch vermehrt Gleiches/Ähnliches nachgelesen werden kann. Jedenfalls sind solche Farben nichts für uns und das Resultat bei der Zugabe der "normalen" Balling-Komplexe gefällt uns wesentlich besser!

    Gruss, Marcel

    2 Mal editiert, zuletzt von mba.fish (20. November 2012 um 09:56)

  • Hi Marcel,
    ich kenne mich zwar wirklich nicht damit aus habe aber vor damit zu arbeiten und mir wurde mehrmals anhe gelegt mit der Beleuchtung zu spielen, da die Tiere anders auf das Licht reagieren. Die Beleuchtung sollte eher sparsamer gestellt werden also bei herkömmlichen Anlagen...
    Wurde das bei euch bedacht?

  • Hallo Chris
    Von wem wurde Dir das nahe gelegt? Also um gleich ehrlich zu sein: Ich will jetzt nicht noch damit anfangen mit Licht "herumzuspielen" und je nachdem welches Produkt ich verwende, die eine oder andere Einstellung des Lichts einzustellen. Das wäre ja noch schöner und kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie jemand auf solche Aussagen kommt,geschweige denn welcher Aquarianer das so praktizieren möchte.

    Im Übrigen habe ich 2:1 (blau:weiss) und fahre in dieser Kombination in allen Becken eigentlich sehr gut und dies mit einer relativ hohen Intensität von 70-80% bei unseren Leuchten.

    Gruss, Marcel

    Einmal editiert, zuletzt von mba.fish (20. November 2012 um 11:26)

  • Hallo Marcel,

    kein Problem. Ich denke, das muss jeder für sich entscheiden. Das NP-BACTO-BALANCE macht teilweise die Farben recht deutlich heller. Das kann insbesondere bei einigen Fluoreszenzfarben auch weniger gut aussehen, dessen bin ich mir bewusst und das habe ich weiter oben auch schon geschrieben. Außerdem, wie Chris schon schreibt, wollen gerade die Monti-Platten nicht so viel Licht, weil sie durch den flächigen Wuchs dem Licht sehr exponiert sind. Auch manche Fluoreszenzfarben wirken besser, wenn man die Koralle eher etwas weniger hell stellt.

    Außerdem würde mich interessieren, ob in Deinem Ablegerbecken Fische sind, die Du fütterst. Hast Du dazu schon etwas geschrieben?

    Für solche Farben wie hier in einem anderen Forum oder hier in unserem Forum ist es ein einfaches, relativ preisgünstiges und unter Praxisbedingungen sicheres Additiv.
    Ich kann auch nicht sagen, dass diese Farben irgenwie unnatürlich seien und die Wirkungsweise des NP-BACTO-BALANCE ist es auch nicht. Auch in Riffen und anderen Korallen-Standorten gibt es entsprechend helle Korallen, ganz klar.

    Was das basale Absterben von Acroporas angeht, gibt es auch genau gegenteilige Erfahrungen, gutes Wachstum der Basalscheibe. Da ist die Frage, wo lag die KH oder gab es andere Ungleichgewichte?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Marcel,

    wer hat wohl so einen Blödsinn geschrieben? Ich, in genau diesem Thread eine Seite vorher. :grinning_squinting_face: :winking_face:

    Man setzt doch sowieso manche Korallen näher ans Licht als andere, oder?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    in meinem 200l Raumteiler habe ich die Zudosierung von BactoBalance vorerst eingestellt. Ausschlaggebend war eine Pocillopora, die bereits seit Beginn der Zudosierung degenerierte. Anfangs habe ich 0,2ml/Tag auf 200l zugegeben. An manchen Wochenenden bin ich verreist und konnte nicht dosieren, erstaunlicherweise sahen die Korallen danach besser aus - allerdings stark subjektiv. Mit der Zeit habe ich die Dosierung auf 0,5ml/Tag heraufgesetzt und wieder ein stärkeres Degenerieren der Pocci beobachtet. Deswegen habe ich die Zugabe von BactoBalance vorerst ausgesetzt, bis Nährstoffe nachweisbar sind. Da mein Becken noch relativ frisch ist und einen hohen Anteil von Riffkeramik hat, gibt es verhältnismäßig wenig Biomasse im Becken. Ich denke, dass der Einsatz von BactoBalance hier kontraproduktiv ist, weil die im Wasser vorhandenen Nährstoffe auch in biologisch gebundener Form nicht ausreichen, die Korallen zu ernähren. Wenn mehr Nährstoffe im Becken sind, die eine höhere Macroplanktondichte durch BactoBalance bewirken, mag das anders aussehen.

    Erst mal füttere ich die Fische ordentlich weiter und beobachte. Wenn Nitrat nachweisbar wird, setze ich vorsichtig wieder mit der Dosierung ein.


    Gruß,
    Thomas

  • Hallo Hans Werner

    Ich dachte es mir auch... :winking_face: Nur Deine Aussage bezüglich Licht und Position ist m.E. mit oder ohne Einsatz des Balance generell zu berücksichtigen und sollte deiner Meinung nach, durch den Einsatz des Balance, noch mehr darauf geachtet werden, so wäre das für mich nicht verständlich. Nachvollziehbar ja, weil der Grund wohl (auch) in der Reduktion der Zooxanthellendichte liegt.

    "Man setzt doch sowieso manche Korallen näher ans Licht als andere, oder?" Hans Werner, ich verstehe Deine Absicht mit dieser Aussage nicht, hilf mir dabei. Was ist an dieser Aussage besonders bzw. unterscheidet sich von dem was wir nicht schon beachten sollten?

    Wer weiss, vielleicht gibt es in naher Zuklunft eine Leuchte die auf solche Produkte abgestimmt sind ;-))

    Plattenförmige Montis kommen sehr gut mit weniger aber auch mit mehr Licht ganz gut zurecht - die Erfahrungen sind eben unterschiedlich.

    Nein, Fische sind keine in unserem Ablegerbecken, nur eine Horde Einsiedler und Schnecken die auch sehr gut mit Granulat und Anderem gefüttert werden. Das war vor und während dem Versuch gleich.

    Gruss, Marcel

    Einmal editiert, zuletzt von mba.fish (20. November 2012 um 16:42)

  • Hallo Marcel,

    wie schon geschrieben, es ist einfach so, als hättest Du mehr Licht, Zooxanthellenreduktion. Wenn Dir das nicht gefällt, Du die Korallen an ihrem Platz stehen lassen willst und das Licht auch nicht herunterdimmen willst, nimm das NP-BACTO-BALANCE nicht. Das brauchen wir jetzt weiter nicht zu diskutieren, es ist Deine Entscheidung. :wink

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    mir geistert seit gestern eine Frage im Kopf herum. Hast du mal ausgetestet, ob es nicht Sinn macht die passende Menge Bacto Balance statt als Bolus halbwegs kontinuierlich zuzugeben?
    Gibt man alles auf einmal zu hat man Gradienten, im anderen Fall einen Gleichgewichtszustand (ok, abhängig von den Verbrauchsraten der Organismen).
    Hintergrund war der Gedanke, ob ich meine Balance-Gabe aufsplitte. Ein Teil morgens vor der Arbeit, einer Abends. Denn ich gebe es eben früh um 8:00 zu und erst gegen Mittag gehen die Lichter an. Das passt also nicht zu Deiner Empfehlung.
    Die Korallen werden bei mir wieder. Sogar die Tricolor zeigt seit Wochen wieder die grünen Polypen und scheint nun zum ersten Mal zu wachsen. Eine S. caliendrum stirbt zwar noch von unten ab, aber wächst gleichzeitig recht gut. Die Sorgen-Caliendrum scheint über den Berg! Zwar wachsen noch Algen und Cyanos auf dem toten Skelett, aber das Gewebe zeichnet sich deutlich davon ab, was ich als stabil bzw. wachsend interpretiere.


    Viele Grüße,
    Björn

  • Hallo Björn,

    prima, dass es Deinen Korallen besser geht! :thup

    Während der Entwicklung des NP-BACTO-BALANCE habe ich auch mit unterschiedlichen Dosierungen experimentiert. Dabei hat sich gezeigt, dass beim Aufteilen der gleichen Dosiermenge auf zwei Dosierungen noch alles in Ordnung war, beim Aufteilen auf vier Dosierungen haben sich aber Bakterienbeläge und Biofilme sehr stark vermehrt und die Korallen standen, vermutlich bedingt durch das Bakterienwachstum, deutlich schlechter. Da eine einzelne Dosierung am Tag aber ebenso gut funktioniert, empfehlen wir eine einmalige tägliche Dosierung.
    Ein Aufteilen auf zwei Dosierungen ist also noch in Ordnung, ein weiteres Spitten der täglichen Dosiermenge, z. B. mit einer Dosierpumpe, kann ich aber nicht empfehlen.

    Ich habe darüber auch etwas in einem Artikel in der Koralle geschrieben. Für mich sieht es so aus, als würden von ein- bis zweimaliger täglicher Dosierung eher die symbiontischen Mikroorganismen auf den Korallen profitieren, von einer häufigeren Dosierung eher die saprobiontischen Biofilme im Aquarium, wohlgemerkt bei gleicher täglicher Dosiermenge.
    Tatsächlich gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die Korallen ein- bis zweimal täglich organische Stoffe abgeben, die von den Bakterien auf der Koralle genutzt und verbraucht werden. Es scheint tatsächlich so, dass die symbiontischen Bakterien auf den Korallen an diese Schwankungen angepasst sind und das schwankende Angebot am besten nutzen können. Also, nicht immer ist gleichmäßig das Beste, gerade bei der Organik scheinen Schwankungen besser zu funktionieren. Das habe ich schon beim REEF ACTIF festgestellt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi Hans-Werner,

    das finde ich interessant. Jetzt frage ich mich allerdings woher die Korallen das "Zeitgefühl" für die Abgabe haben. Liegt es an der Beleuchtung(-szeit)? Dann wäre es in meinem Fall vielleicht nicht günstig so viel früher vor Beleuchtungsbeginn zu dosieren? Das ist jetzt vielleicht alles eher theoretisch und für viele nicht praktikabel, aber ich finde es trotzdem spannend.
    Nein, gleichmäßige Dosierung kann auch total in die Hose gehen. Ich kann zwar nur parallelen zur Biotechnik ziehen, aber auch dort gibt es ja eben aus verschiedenen Gesichtspunkten gradientenarme und gradientendominierte Fahrweisen. Und im Endeffekt ist so ein Aquarium auch nix als ein ziemlich komplexer, heterogener und sehr ansehnlicher Bioreaktor.

    Deinen Artikel muss ich mir mal besorgen. Leider habe ich die Koralle noch nicht.

    Viele Grüße,
    Björn

  • Hallo Björn,

    für Bakterien und Archaea möchte ich es nicht beschwören, die haben auch keinen Zellkern, aber bei den Eukaryoten (Pflanzen, Tiere, Pilze und Einzeller) ist ein "Zeitgefühl" scheinbar allgemeingut. Ich glaube, der Sitz der inneren Uhr ist der Zellkern. Lumineszierende Dinoflagellaten gehörten zu den ersten Lebewesen, bei denen man eine innere Uhr und einen circadianen Rhytmus festgestellt hat. Es ist also nur normal, dass Korallen eine innere Uhr haben, anders wären Phänomene wie das synchronisierte Massenablaichen auch kaum denkbar.

    Der Tagesrhythmus und die Abgabe der organischen Substanzen am Vormittag und am Nachmittag oder in einigen Versuchen auch nur am Nachmittag erfolgte bei einem 12/12-stündigen Hell/Dunkel-Rhytmus mit 200 µmol/m2/s HQI-Beleuchtung in Aquarien. Es waren, wie bei vielen interessanten Aquarienversuchen an Korallen, wieder einmal die Monegassen und die Franzosen um Ferrier-Pagès.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    meinst du mit inner Uhr im Zellkern die Mitose bzw. Zellzyklusabhängigkeit? Das hätte dann aber wieder die "Checkpoint-Abhängigkeit", welche mit unter von diversen Faktoren abhängig ist, so sicher auch vom Energiehaushalt. Und dieser wird u.A. vom Licht beeinflusst (Trigger?)?? :confused_face:

    Für Bakterien wurden circadiane Rhythmen festgestellt. Hab ich zumindest gerade gegoogelt... :grinning_squinting_face:

    Ich probiere ab heute die 2 malige Zugabe der jeweils halbierten Menge.


    Viele Grüße,
    Björn

  • Hallo Björn,

    ich glaube, die genaue Natur der inneren Uhr ist noch nicht bekannt, sie ist aber nicht vom Zellzyklus abhängig, dann würde sie ja bei ausgewachsenen Tieren nicht mehr funktionieren. Es muss ein unabhängiger Oszillator sein.

    Licht stellt normalerweise den Zyklus immer wieder neu, da der Rhytmus nur circadian ist, also oft nicht genau mit der Tageslänge übereinstimmt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner,

    Kann es sein, dass bei hohen bis max. Dosierungen und nicht genügend Verbrauchern im Becken die Nährstoffe ansteigen und dann in nicht gewünschten Konzentrationen vorliegen?
    Nachdem ich ein wenig mit der Dosiermenge gespielt habe hatte ich die Max Dosierung, 12 ml. , versucht. Nach ca 7 Tagen habe ich denn meine Werte überprüft und musste feststellen, das mein PO4 von 0,03 auf 0,5 und mein NO3 von NN auf ca. 5 gestiegen ist.

    Ich habe jetzt die Dosierung erstmal auf 3 ml herabgesetzt, um nicht zu schnell mit den werten in den Keller zu fallen.

    Gruß Andreas

  • Hallo Hans-Werner,

    seit 1. Oktober nutze ich das Produkt. Um es gleich vorneweg zu nehmen – mit Erfolg!!
    Anfangs hatte ich Bedenken wegen des fehlenden AS und anderer technischer Hilfsmittel.
    (Startparameter standen bei Beginn auf PO4=0,06-0,09; NO3= 8-10.)
    Doch die Vorsicht war unbegründet. Begonnen wurde mit 0,25ml/100l Beckenwasser. Nach erkennbarer mehrwöchiger Stagnation meiner Werte habe ich vorsichtig auf 0,35ml/100l erhöht. Ich hätte mit PO4=0,04 und NO3=6 eigentlich schon zufrieden sein können. Die Erhöhung um nur 0,1ml zeigte nach 3 weiteren Wochen Wirkung (PO4=0,024; NO3=3). Am Wasserwechsel und der Fütterung der Tiere, bezogen auf Menge und zeitlichen Ablauf, wurde nichts verändert. Es werden die Werte wöchentlich kontrolliert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich noch nicht einmal die empfohlene Anfangsdosis von 0,5ml/100l erreichen. Vielleicht ist die empfohlene Anfangsdosis von 0,5ml/100l bei einigen Becken doch zu hoch angesetzt?
    Ich hätte bei weitem nicht gedacht, dass dieses Prinzip auch in einem, sagen wir mal, nährstoffreicheren Becken einen solch durchschlagenden Erfolg zeitigen würde.
    Die KH liegt immer noch bei 8.
    Falls nicht noch ein negativer Aspekt auftauchen sollte (man kann ja nie wissen), würde ich Dich gerne für den Nobelpreis vorschlagen. :grinning_squinting_face:
    Aber auf mich hört ja keiner. :winking_face:
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Andreas,

    das kann ich mir nicht ganz erklären. Du könntest mal Nitrit messen. Evtl. verursacht das die höhere Nitrat-Anzeige. Oder siehst Du einen anderen Grund, weshalb vielleicht der organische Kohlenstoff wirkungslos verpufft?

    Hallo Hajo,

    freut mich, dass das NP-BACTO-BALANCE auch bei Dir so gut und problemlos funktioniert. So soll das sein! :winking_face:
    Die empfohlene Anfangsdosierung ist 0,25 ml/100 l. Die Anleitung räumt ja die Möglichkeit ein, nicht weiter zu erhöhen. Die Messwerte sind aber kein Hemmnis, auf lange Sicht die Dosierung weiter zu erhöhen. Solange es den Korallen gefällt, kann man dosieren, auch wenn der Test nichts mehr anzeigt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,

    ich verwende seit ~3 Wochen NP Bacto Balance und seit 1 Woche auch die Pellets.

    Bis jetzt kann ich nur positives berichten, gefällt mir bis jetzt sehr gut euer Produkt :).

    Eine Frage habe ich aber doch an dich Hans-Werner, was für Intervalle bzw. wie viel % Wasserwechsel würdes du beim Einsatz der NP Bacto.. Produkte empfehlen ?

    Im Moment mache ich im Monat 10% also bei mir 80 Liter, ist das deiner Meinung nach ZU wenig ?

    Lg Alexander

  • Hallo Alexander,

    ich mache im Monat 2, höchstens 3 x 10% mit BIO-ACTIF Salz, wöchentlich 10% halte ich persönlich auch für übertrieben.

    Was Deine Wasserwechsel angeht, denke ich, das müssen Dir Deine Korallen sagen ;). Wenn sie nach dem Wasserwechsel besser dastehen, dann wirst Du vielleicht probieren wollen, ob sie auch bei 2 x 10% Ww im Monat jeweils sichtbar besser stehen.

    2 x 10% Wasserwechsel im Monat halte ich schon für günstig und stabilisierend.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    Ist es eigentlich kontraproduktiv, wenn man euer Produkt im Technikbecken in einer Kammer VOR dem Abschäumer dosiert ?
    Kann es sein, dass dann ein Großteil der Stoffe abgeschäumt werden oder ist das unproblematisch ?

    Danke und Gruß

    Naif

  • Ich habe das auch gehabt habe nur paar ml. Runter dosiert und weiter gemacht und nach einigen Tagen war ok und ich habe es dann wieder erhöht.

    Ati 8x80w,BubbleMaster 200,DeBary,Kalkreaktor+Ph-Control,2x6105+7095,Sander C50,Pelletreaktor

    Gruß

    Cemil

  • Hi ich klinke mich mal ein.
    Luft an die Pellest ist sicher unschädlich. Du solltest nur tunlichst vermeiden den Filter länger als ein paar kurz Momente auszuschalten. Die Biologie auf den Pellets hört nämlich deshalb nicht mit der Verstoffwechselung auf.
    Wenn Du den Filter also ausschaltest wird der Rest-Sauerstoff im Reaktor verbraucht und irgendwann geht alles den Bach runter.
    In diesem Fall auf jeden Fall das Wasser raus laufen lassen - der Schaden sollte dann auch nach einig er Zeit nicht groß sein da es ja alles zwar nicht nass aber feucht bleibt und das reicht eigentlich ganz gut aus um die Bakterien am Leben zu halten.
    Schöne Neujahrs-Grüße vom Chris

  • Hallo Naif,
    das NP-BACTO-BALANCE wird so schnell nicht abgeschäumt, das geht durch den Abschäumer durch. Es besteht eher die Gefahr, dass der Schaum zusammenbricht.

    Hallo Andreas,
    ich denke, Cemil hat schon den richtigen Rat gegeben.

    Hallo Tommy,
    Luft ist für die NP-BACTO-PELLETS sogar gut. Der Rieselfilter, den wir mit speziellen Rieselkörpern aus dem gleichen Material bald anbieten werden, zieht sogar aktiv Luft durch das Filterbett. Luft ist gut für die Mikrobiologie auf und in den Pellets und Rieselkörpern.
    Wenn Du den Reaktor vorübergehend außer Betrieb nehmen willst, empfehle ich, die NP-BACTO-PELLETS zu trocknen. Leicht feuchte Lagerung ist allenfalls vorübergehend gut, sonst wachsen Pilze aus den Pellets. Das wäre aber vielleicht auch mal interessant, da es im Meer auch richtige Ständerpilze (Basidiomyceten) gibt.

    Grüße und allen einen guten Rutsch

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    ich hab auch mit der Zugabe von Bacto-balance begonnen (0,5ml auf ca. 200L), allerdings läuft Diakat B noch parallel. Zusätzlich wird auch eine Alge im TB zur Nährstoffreduzierung im Gegentakt beleuchtet

    Nährstoffwerte sind an der Nachweisgrenze. Sollte ich das Diakat sofort komplett entfernen oder langsam reduzieren?
    Ist der Einsatz einer Alge zur Nährstoffreduzierung parallel zu Euerem System denkbar/möglichl?

    Probleme konnte ich nur bei meiner Hystrix feststellen, diese verlor das Gewebe von den Spitzen her. Das Gewebe hing als Fetzen an den Ästen. Könnte dies auf zu geringe Nährstofffwerte hindeuten?

    Danke für die Hilfe

    Gruß Karl

  • Hallo Karl,

    ich antworte mal, da ich ähnliche Themen beim Einsatz von BB hatte. Bezüglich PO4 Adsorber hat Hans-Werner mir geraten, diesen bei PO4 Werten unter 0,1 zu entfernen. Bei PO4 Werten über 0,1 (bei mir leider regelmäßig der Fall) kann Diakat oder ähnliches eingesetzt werden.
    Meine S.hystrix war auch die einzige SPS, die wie bei dir gezickt und weiße Spitzen (abgestorben!) bekommen hat. Ich habe dann die Bacto-Balance Dosierung eine ganze Weile wieder auf ca. 2/3 Dosis reduziert und später langsam wieder hochgefahren. Inzwischen wächst die S.hystrix wieder und bekommt neue Wachstumsspitzen neben den abgestorbenen Enden. Die Äste werden jetzt auch deutlich kräftiger (dicker).

    Gruß

    Malte

  • Hallo Malte,

    danke für die schnelle Anwort. Meine Hystrix zeigt auch als einzige SPS keine Polypen, ich denke das ist auf die zu Niedrige Nährstoffkonzentration zurückzuführen? Ich denke ich werd das Diakat vorerst entfernen.

    Hat Jemand Erfahrungen in der Anwendung von Bacto Balance in Verbindung mit einem Algenrefugium?

    Gruß Karl

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!