Hausbau und Meerwasseraquarium

  • Da ja das Thema der mangelnden Aktivität im Forum aufkam, wollte ich mal ein Thema reinstellen. In den nächsten Jahren habe ich vor, ein Haus zu bauen. Und die Gelegenheit sollte man nutzen, das Becken gleich richtig mit einzuplanen. So nach dem hier gern kolpotierten Motto "man muss das Haus um das Becken bauen". Da es komplett neu geplant wird, habe ich auch alle Freiheiten, mich komplett auszutoben. Die Frage ist nur, worauf sollte man achten? Immerhin soll es nicht nur mein erstes, sondern auch mein letztes Haus werden. Und spätere Aenderungen sind eher aufwendig. Man sagt ja nicht umsonst, das erste Haus baut man fuer den Feind, das zweite fuer einen Freund und das dritte fuer sich selber. Ich will aber versuchen, die ersten beiden zu ueberspringen. Also muss ich aus der Erfahrung anderer lernen (das ist immer am schwierigsten).
    Die Frage also an euch, was würdet ihr gerne realisieren und worauf sollte man achten? Bei einem grossen Decken ist zum Beispiel die Frage, wie kommt man da ordentlich ran. Und sollte die Technik eine Etage tiefer oder in einem Nebenraum? Und wie automatisiert man das alles am besten, so dass es nicht zu viel Arbeit macht. Bei meinem momentanen Becken nervt der Wasselwechsel schon, dass sollte einfacher sein (neuen Sack Salz in das WEchselbecken und der Rest automatisiert). Und Hauptthema wäre schon ein Steinkorallenbecken. Aber wenn man all die Technik hat, kann man sich auch noch ein Filtererbecken hinstellen (entweder im selben Wasserkreislauf, oder mit dem WEchselwasser des grossen Beckens). Und wie ist das mit dem Scheibenputzen, könnte nerven, wenn man nicht ordentlcih ran kommt und die Scheiben zu dick für Magneten sind.

    Gruss,
    Steffen

  • Technik würde ich in Nebenraum machen. Keller nicht, weil höhere Stromkosten.
    Im Nebenraum genug Platz für ein Technikbecken, Ablegerbecken und Nachfüllkammer lassen. Des weiteren unbedingt eine ordentliche Stromversorgung und einen Wasseranschluss vorsehen.

  • Hi Steffen,

    ich würde es auch wie Specki machen, Becken in die Wand und Technikraum im Nebenzimmer und am Besten das Nebenzimmer zu einer Außenwand, so dass man für eine einfache und anständige Lüftung sorgen kann.

    Gruß Thomas

  • Zitat

    Original von Specki
    .... Des weiteren unbedingt eine ordentliche Stromversorgung und einen Wasseranschluss vorsehen.

    Ich überlege, ob ein Blockheizkraftwerk Sinn macht (üblich ist hier Wärmepumpe mit Bodensonde). Dann hat man eine Notstromversorgung mit grossem Tank. bin halt gerne unabhängig, auch wenn es hier eigentlich keine Probleme gibt. Ansonsten sollte man bei effizienter Nutzung der Abwärme durch die Beleuchtung das Haus wohl kaum noch zusätzlich heizen müssen. Heutige Isolation ist ja schon recht gut.
    Vermutlich ist Kühlung im Sommer das grössere Problem. Aber das sollte mit Ventilatoren und Lüftung nach draussen eigentlich gehen. Zumindest so wie wie momentan bei mir geht es nicht. Auch im Winter Fenster offen haben, damit es nicht zu feucht wird in der Wohnung ist blöd.

  • Wenn du wirklich gros bedeutet is es nutzlich die techik im becken zu integrieren (spart strom)

    Und wenn möglich ein dach aus fenster glas dann brauchst du weniger lampe (oder sogar keine lampe bei richtigen whal der koralle)

    Ich habe meine becken auf diese weise und brauch nur 300 € pro jahr fur die elektrizitat fur ein 160/100/80 cm becken
    Fur wasserwechsel habe ich PVC ins fusboden bis ins garage

    entshuldigung fur die fehler aber deutsch ist eine schwierige sprache!!

  • Moin Steffen,

    Technikbecken auf der selben Höhe spart dir sehr viel Strom. Wechselwasseraufbereitung und Nachfüllwasser
    können aber auch in der Keller. Da sind ja nur wenige Liter die du pro Tag von Keller zum Becken pumpen musst.
    Automatisieren kann man sicher einiges. Alles was du mit der Hand schalten kannst, dass kann auch ein Rechner schalten.
    Bei der Planung muss du nur einen Standort für den Rechner/SPS/PC... und reichlich Raum für den entstehenden
    Kabelbaum vorsehen. Ich habe gestern meine Machbarkeitsüberlegungen für eine selbstgebaute Beckenautomatisierung abgeschlossen.
    Bei mir werden es 16 geschaltete Ausgänge, 8 Eingänge um Schaltzustände abzufragen plus einmal Temperaturfühler.
    Damit will ich dann aber auch Ballingpumpen, Wasssernachfüllung,Wasserwechsel,teilweise die Fütterung, Kühlung ab Temperatur X
    abdecken können. Ein Kabelkanal ist da schnell knapp bemessen.

    Gruss
    Rainer

  • Hallo Steffen,

    Planung ist das halbe Leben. Auch ich habe mein erstes Haus gebaut, auch ich wollte das es das letzte ist und habe dem entsprechend sorgfälltig geplant. Heute, 3 Jahre später, habe ich dutzende Dinge die ich anders machen würde und da ist das Aquarium noch gar nicht dabei.

    Nun aber zum Aquarium. Ich habe den großen Fehler gemacht mein Becken freistehend im Raum (4Seiten einsehbar) zu planen. Zugegeben es sieht toll aus aber ich muss halt 4 Scheiben reinigen was echt nervt. In dem zusammenhang die Frage was du vor hast weil du auf die Magneten angesprochen hast. ich habe 80cm Höhe bei 15mm Glas. Das geht problemlos. Ich denke alles was unter einem Meter ist kann man mit handelsüblichen Magneten reinigen. Für alles drüber gibts auch Lösungen.

    Was ich definitiev anders machen würde und da würde ich mich auch nicht mehr auf eine Diskussion mit meiner Freundin einlassen, ist einen Technikraum zu planen. Entweder nebenan oder im Keller. Ich habe alles im Unterschrank. Nicht nur das es viel zu Wenig Platz hat es ist auch ätzend da dran rum zu fummeln.

    Vergiss die Frikelei mit den Ventilatoren, bei einem Großen Becken brauchst du ein vernünftiges Kühlgerät, auch das geht Prima mit nem Technikraum. Zu und Ablauf von Wasser ist selbstverständlich. Eigene Stromkreise (Plural) sind wichtig, häng die lebenswichtigen Elemente wie die Pumpen an unterschiedliche Kreisläufe und nicht an den Haus FI.

    Und last but not least mach es größer! Egal welche größe du geplant hast, seien es 500 Liter oder 5000 Liter. Mach es größer. Ich ärgere mich jetzt sehr das ich nicht größer gebaut habe zumal wenn du "das Haus ums Becken rum baust" legst du dich ja, was den Standort und die Größe angeht recht eindeutig fest. Alleine schon wegen der baulichen Maßnahmen.

    Soviel mal von mir,

    Viel Spass beim weiterplanen

    Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Zitat

    Original von kareem
    Hallo Steffen,


    Und last but not least mach es größer! Egal welche größe du geplant hast, seien es 500 Liter oder 5000 Liter. Mach es größer. ...

    Meine Planungen gehen so in Richtung 50000l. Aber die Planung ist ja auch erstmal billig, ob es dann so gebaut wird entscheidet sich spaeter. Wenn man so zwischen den Zeilen bei den Posts der Aquariumbauer/Ausstatter hier im Forum liest, dann scheint es in meiner Gegend (Schweiz, Naehe Zuerich), doch ne Menge Grossbecken zu gehen. Und irgendwo ist da schon der Ehrgeiz, wenigsten im Umkreis von einem Kilometer das groesste zu haben. :smiling_face:
    Mein Grundstueck hat starke Hanglage, das Becken wird dann vermutlich an der Seite, die im Berg liegt, gebaut. Je nach Platz, sollte dahinter noch gut ein Technikraum passen. Ich wuerde das Becken auch gerne so planen, dass wenn ich mal keine Lust mehr habe, oder ausziehe, das ganze als Swimmingpool genutzt werden kann. Das bedeutet, man sollte von oben gut ran kommen, aber vermutlich gibt es keinen Zugang von vorne aus dem Wohnbereich.
    Je nach Groesse der Scheiben rechne ich dann mit ca 3*12mm Glasdicke. Das ist sicher grenzwertig fuer Magnetreiniger. Ich hatte mir mal zum spielen, Magneten mit 33kg Haftkraft besorgt. Die sind ziemlich gefaehrlich, gut das ich auf den noch groesseren 'Todesmagneten' verzichtet habe. Damit waere nicht zu spassen. Bei meinem jetzigen kleinen Becken kommt es haeufiger vor, dass beim Putzen der Magnet mal durchs Wasser treibt. Wenn man dann nicht einfach reingreifen kann, ist das vermutlich sehr umstaendlich.
    Es ist momentan aber angedacht, eventuell nur einen Teil der Frontflaeche mit Glasscheibe zu versehen. Von der Grundkonstruktion wird es wohl ein Betonbecken. Man bekommt dann nur mehre Teileinblicke ins Becken. Dadurch wirkt es vielleicht interessanter, weil man die Groesse nicht so genau abschaetzen kann (also nicht sieht, dass es eigentlich immer noch zu klein ist).

    Automatisiert sollte natuerlich so viel wie moeglich werden. Wenn es geht auch die Fuetterung, die dann etwas gleichmaessiger uber den Tag erfolgen kann. Und idealerweise traut man sich dann auch mal in den Urlaub, ohne jemanden mit der Betreuung beauftragen zu muessen, zumindest ohne aktive Aufgaben.

    Gruss,
    Steffen

  • Hallo Steffen,

    Zu allererst stellt sich die Frage nach den Dimensionen des Beckens,
    und wo stelle ich es auf.
    Vielleicht kann ich anhand eigener Erfahrung ein wenig dazu beitragen, Fehler
    und einige „Unbedarftheiten“ zu vermeiden.
    Während des Rohbaus des Hauses wurde als Unterbau ein Podest errichtet, in dem
    eine Fußbodenheizung verlegt wurde. Ziel war der Verzicht auf den
    teueren Heizstrom. Das funktioniert bis dato ohne Probleme. Kein
    Heizstab, keine zusätzlichen Stromkosten. :]
    Das Becken wurde in die Wand eingelassen, der Technikraum befindet
    sich dahinter. Kalt- und Warmwasseranschluss durften nicht fehlen.
    Der Abfluss natürlich auch. Leider hatte ich damals versäumt, im gefließten
    Boden des Technikraums einen Abfluss legen zu lassen. Dieser
    Fehler hat mir zweimal nasse Füße und zig-Eimer schleppen eingehandelt,
    wobei diese Ursache eigener Ignoranz und einer gewissen Schlamperei
    zugeordnet werden konnte. Strafe muss dann sein. :grinning_squinting_face:
    Die Länge des Beckens ist Geschmackssache. Die Breite (Tiefe) sollten
    1m nicht übersteigen. Ich würde die Grenze aus arbeitstechnischen
    Gründen eher bei maximal 80cm ansiedeln. Alles andere würde Stress
    bereiten. Mein Becken ist 2,5m lang, 1m breit und 0,70 m hoch.
    Hätte ich damals auf den Hersteller gehört, würde ich mich heute nicht
    mehr so plagen. Dazu muss ich erwähnen, dass das Becken nur von hinten
    (Technikraum) zu bedienen ist. Von vorn kommt man aus bautechnischen
    Gegebenheiten nicht heran. Leider. Der Technikraum besitzt ein Fenster und
    einen in die Wand eingelassenen Abzug plus Ventilator. Die Verdunstungsrate
    des Beckenwassers ist nicht zu unterschätzen.
    Das Auffüllen des verdunsteten Aquariumwassers habe ich automatisiert.
    Eine Nachfüllautomatik regelt die Zufuhr aus einem 300l Container (Zwischenlagerung).
    Daneben steht ein ebenso großer Container mit immer frisch angesetztem Salzwasser.
    So bin ich in der Lage, nur durch Aufdrehen mehrerer Hähne auch den wöchentlichen
    Wasserwechsel stressfrei durchzuführen.
    Sämtliche Technik lässt sich ausnahmslos gut in dem „Raum dahinter“ unterbringen.
    Das bleibt jedem selbst überlassen, sich über die Notwendigkeit und die sinnvolle
    Anschaffung der verschiedensten Hilfstechniken Gedanken zu machen.
    Wie löse ich das Problem mit der „Wasserpanscherei“ und wie spare ich den teueren
    Strom. Das waren damals meine primären Ziele.
    Eines bitte ich nicht zu vergessen. Falls ein großes Becken zur Debatte steht, sind auch die
    Türzargen zu bedenken. Obwohl ich damals den Maurern die Maße bekannt gegeben hatte,
    sind vorher dummerweise die Zargen eingesetzt worden. Bei Lieferung des Beckens mussten
    sie wieder plus Mauerwerk herausgehauen werden. Dumm gelaufen.

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Steffen,

    ok dann nehme ich meinen Einwand zurück damit wirst du klar kommen. Einer Paarhaltung von Pallettendoktoren steht damit nichts im Weg. :face_with_tongue:

    Spass beiseite, damit bist du sicherlich in einer Dimension die ohne Professionelle Planung nicht mehr umsetzbar ist und die Frage ob Technikraum stellt sich dann auch nicht mehr, hier ist nur die Frage wie groß du den machen musst.

    Was die Reinugung der Scheiben angeht wirst du um Tauchgänge schrwelich drum rum kommen. Bei Becken dieser Größe wird man oberhalb des Wassers auch einen Adminsteg vorsehen. Wenn du den auch vorne hast dann kannst du vielecht die Scheibe mit nem Teleskop Stab reinigen also quasie einen Schrubber vorne dran.

    Automatiesieren kannst du alles, ist halt eine Frage des Aufwandes.

    Das ist ein spannendes Projekt berichte bitte wenn es soweit ist. Was willst du denn halten?

    CU Ralph

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Bei solchen Dimensionen würd ich evtl mal Kontakt mit Klaus Jansen von Royal Exklusiv oder mit Claude Schuhmacher aufnehmen die haben doch schon ein paar größere Pötte (ich glaube Klaus auch in der Schweiz) verwirklicht.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Zitat

    Original von kareem

    Was die Reinugung der Scheiben angeht wirst du um Tauchgänge schrwelich drum rum kommen. Bei Becken dieser Größe wird man oberhalb des Wassers auch einen Adminsteg vorsehen. Wenn du den auch vorne hast dann kannst du vielecht die Scheibe mit nem Teleskop Stab reinigen also quasie einen Schrubber vorne dran.

    Da es baulich als Swimmingpool mit Scheibe angelegt ist, wird man wohl oben am Beckenrand lang gehen koennen. Ich hoffe, dass ist dann mit Stange reinigbar. Vermutlich geht die Scheibe auch nicht ganz bis zum Sandboden. Ich habe zu viel Angst, dass sonst beim Reinigen mal ein haerteres Koernchen mir die Scheibe zerkratzt. Das wuerde mich dann ewig aergern.
    Vielleicht hilft es auch, wenn die Beleuchtung so ausgerichtet wird, dass die Scheiben nur wenig Licht direkt bekommen. Dann sollte dort der Algenwuchs etwas reduziert sein und mann muss vielleicht nur einmal die Woche und nicht jeden Tag putzen.

  • Zitat

    Original von Stefan_Servus
    Bei solchen Dimensionen würd ich evtl mal Kontakt mit Klaus Jansen von Royal Exklusiv oder mit Claude Schuhmacher aufnehmen die haben doch schon ein paar größere Pötte (ich glaube Klaus auch in der Schweiz) verwirklicht.

    Zumindest um die Riffkeramik von Korallenwelt komme ich wohl nicht drum rum. Bin zwar eigentlich ein Fan von Lebendsteinen, aber bei einem Grossbecken sollte der Aufbau schon fest sein. Wenn ich sehe, wie bei meinem kleinen aktuellen Becken ich mich aergere, wenn mal wieder irgendwas umgestossen wird von den Tieren oder mir beim rumbauen, dann ist dass bei einem groesseren Becken nicht machbar. Das muss einmal eingerichtet werden und dann stehen. Ausserdem bin ich gebuertiger Rostocker...

    Und bei Rest muss man mal sehen. Zumindest bei den Scheiben sollte man jemanden haben, dem man vertraut, dass das ganze auch lange dicht haelt...

  • Zitat

    Original von vdp
    Also wirklich gross...

    dieses becken ist konsepiert wie swimmingpool/aquarium

    http://www.reefcentral.com/forums/showthread.php?t=1946061

    Den Threat habe ich auch verfolgt, leider sagt oder zeigt er nicht viel über die Technik. Dennoch ein tolles Ding.

    Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb lehr!" Der Optimist sagt: "Aber nicht mehr lange." In dem Sinne

  • Hallo!

    Am besten gefällt mir der Sandstrand beim Chinabecken. Sollte nur einige Meter größer sein.

    Zurück zum Thema.
    Die Tipps Hajo sind der Hammer. :thup
    Und so ausführlich. :wink
    Da kann bei 50.000 Liter ja nichts mehr daneben gehen. :grinning_squinting_face:

  • Hallo Steffen,

    bei einem Becken dieser Größe würde ich mir vorher immer Rat bei den Mitarbeitern von zoologischen
    Istituten oder Museen mit Großaquarien holen. Die angegebenen Dimensionen machen die
    anfallenden Pflege- und Wartungsarbeiten nicht bequemer sondern m. E. eher zeitaufwendiger.
    Die Pfleger der großen Schaubecken wissen ein Lied davon zu singen.
    Zu beachten ist auch der Lichteinfall. Man kann auf den Gedanken kommen, Tageslicht zu nutzen.
    Eine sehr schöne Idee, aber schwer zu kontrollieren. Wenn´s schief geht, bekommst Du Algen- und
    Temperaturprobleme. Fadenalgen in diesem Riesenpott ist fast schon ein kleiner Gau.
    Auch sollte jede Ecke in diesem Becken erreichbar sein. Alles andere ist nervig und
    bringt viel Ärger, da man im Notfall nie mehr in diese neuralgischen Bereiche ("Tote Ecken") kommt.
    Und genau dort muss man irgendwann hin. Altes Aquarianergesetz. :grinning_squinting_face:
    Und jede Hilfskrücke ist ein unnötiger Kompromiss, der Dir die Freude schmälert.
    Bodengrund, für und wider? Auch diese Informationen kann man bei den entsprechenden Instituten
    bekommen. Manchmal ist es einfacher aus bestimmten Gründen ganz auf den Bodengrund zu verzichten.
    In meinem Dunstkreis hat es in der Vergangenheit auch Riesenbecken gegeben. Fast alle Betreiber haben
    später aus pflegetechnischen Gründen auf den Bodengrund verzichtet.
    Ich denke, daß Dir nur jemand mit Rat und Tat weiterhelfen kann, der selbst so ein Riesending
    betreibt. Von kleineren Aquarien auf die Pflege und den Unterhalt von Großaquarien zu schließen ist ein
    falscher Gedanke, weil zu komplex.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo,

    Zitat

    Man kann auf den Gedanken kommen, Tageslicht zu nutzen.
    Eine sehr schöne Idee, aber schwer zu kontrollieren. Wenn´s schief geht, bekommst Du Algen- und
    Temperaturprobleme. Fadenalgen in diesem Riesenpott ist fast schon ein kleiner Gau.


    Entschuldigung , wenn ich widerspreche.
    Auch, wenn man es immer wieder schreibt, wird es trotzdem nicht wahrer.

    Allerdings reicht das Tageslicht in unseren Breiten tatsächlich nicht für mehr als ein Algenbecken mit ein paar Weichkorallen.
    Wenn aber die Sonne scheint...,-so habe ich meine Becken ausgerichtet-, ein Flimmereffekt sondersgleichen und voll expandierte Steinkorallen.
    Ohne HQI wäre das eingetragene Sonnenlicht dennoch zu wenig.

    Zitat

    Von kleineren Aquarien auf die Pflege und den Unterhalt von Großaquarien zu schließen ist ein falscher Gedanke


    da hast du allerdings recht.

    zum Eingangspost:
    um den Scheibenmagneten würde ich mir vorab die wenigsten Gedanken machen; abgesehen davon, das 3x12mm VSG Scheibe bei diesem Vorhaben kaum die notwendige Stabilität der Scheibe bringen.
    50m³ würde einem Becken von lxbxh 7x 4x 1,8 m entsprechen.
    In der Tat empfiehlt es sich wirklich, um solch ein Becken ein Haus zu bauen. Denn der Geldwert an Becken und Technik ohne Besatz entspricht schon dem eines EFH. :winking_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (20. März 2011 um 22:58)

  • Pflegeaufwand ist sicher der wichtigste Punkt, ob es langfristig funktioniert oder nicht. Die Hoffnung ist, dass ausser Scheibenputzen eigentlich nichts zu tun ist. Gammelecken kann man sicher durch gute Planung der Stroemungsverhaeltnisse vermeiden. Im Gegensatz zu meinen frueheren Suesswasserbecken habe ich damit zumindest bei meinem jetzigen Salzwasserbecken kein Problem, abgesaugt habe ich den Bodengrund noch nie.
    Sand haette ich schon gerne, vielleicht kann man darunter ja trotzdem einen Felsboden modellieren, falls man es sich mal spaeter anders ueberlegt? Und wenn es ganz scheitert, kann man ja noch ein Suesswasserbecken oder einen reinen Swimmingpool draus machen.
    Je nachdem, in welche Etage das Becken gebaut wird, kann man eventuell etwas zusaetzliches Tageslicht rein bringen, aber wohl nur, wenn die Sonne hoch steht. Spart im Sommer vielleicht ein paar Prozente Strom und sieht sicher cool aus. Mal sehen.
    Scheibendicke wird man sehen, wenn das Layout steht. Ich denke mal, die Scheiben werden auch oben eingefasst und sie gehen wohl nicht ueber die ganze Breite. Damit sollte das wohl noch handhabbar sein. Aber mal abwarten.
    Fischbesatz wird sicher auch eher spaerlich und keine zu grossen Arten. Eine Gruppe Weisskehl waere nett. Aber dafuer wird das Becken wohl zu klein, um natuerliches Verhalten zu entwickeln.

  • Hallo,

    was für Tiere möchtest Du halten das so großes Becken nötig ist?

    Zitat

    Original von bendel
    Und irgendwo ist da schon der Ehrgeiz, wenigsten im Umkreis von einem Kilometer das groesste zu haben. :smiling_face:

    .. oder geht es mehr darum ein Statussymbol zu haben?

    Gruß, Michael

  • Zitat

    Original von mwx
    Hallo,

    was für Tiere möchtest Du halten das so großes Becken nötig ist?

    .. oder geht es mehr darum ein Statussymbol zu haben?

    Gruß, Michael

    Es geht weniger darum, besonders seltene oder grosse Fische zu halten, sondern hautpsaechlich will ich einen Ausschnitt aus einem Biotop moeglichst gut nachbilden. D.h. eine eher geringe Besatzdichte und moeglichst natuerliches Verhalten (eine 100er Gruppe Cromis ueber einem Korallenstock sollte zum Beispiel moeglich sein. Oder einen Haarem Fahnebarsche, die durchs Becken ziehen).
    Und als Statussymbol würde ein SLS vermutlich mehr taugen.

  • Moin

    Zitat

    Original von bendel
    eine 100er Gruppe Cromis ueber einem Korallenstock sollte zum Beispiel moeglich sein. Oder einen Haarem Fahnebarsche, die durchs Becken ziehen

    Schön, ich freu mich jetzt schon auf die Fotos davon.

    Gruß, Michael

  • Ich habe jetzt mal erste Entwürfe vom Architekten bekommen. Dort ist das Becken momentan mit 24qm Oberfläche verplant. Da sowohl der oberirdische Teil als auch das eigentliche Becken als Wohnfläche zählt (also doppelt), ist das wohl auch eine sinnvolle Grenze, wenn man noch ein paar andere Räume haben will :smiling_face:

    Wenn ich mal ein paar konkretere Pläne habe, kann ich sie ja hier einstellen.

    Grüsse,
    Steffen

  • Hallo Steffen,

    meinst du das wirklich ernst und bist dir über die Kosten bewußt? Gibt es schon Planungen von deinem Architekten? Ich gebe ja zu, dass mich so etwas sehr reizt! :smiling_face:

    LG
    Stefan

  • Ja, ich nehme meine spleenigen Idee ernst. Würde ich das nicht tun, hätte ich keine Freude dran. :smiling_face:

    Zu den Kosten muss man sagen, dass es hier in der Gegend (eine der teuersten Ecken in der Schweiz) sowieso unbezahlbar ist. Dafür bekommt man in Deutschland geschätzt 10 Häuser. Da macht ein 10% höherer Preis dann eigentlich auch keinen Unterschied mehr.
    Momentan wird aber erstmal lustig vor sich hin geplant. Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, dass ich dass am Ende auch so bauen werden. Hängt ein bischen von der Situation dann in 2 Jahren ab, für den der Baustart anvisiert ist. Im Zweifel gibt es dann nur ein paar schöne 3D-Renderings, die ich mir in meine Wohnung hänge. Planungsspass gehabt ohne Baustress ist immer noch eine Alternative.
    Habe den letzten Plan erstmal verworfen. Versuche das Becken jetzt eine Etage höher zu legen, dann bekommt man da vielleicht teilweise Sonnenlicht rein. Dafür gibt es dann keine Einliegerwohnung.

  • Wir haben ja nun selbst schon die Planung und den Bau einiger größerer "Pötte" begleitet und eines ist gewiss: Jeder Fehler kostet dann richtig Geld.

    Öffentliche Schauaquarien würde ich lieber nicht befragen, die bauen erstens fast nie mit eigenem Geld, zweitens haben sie in der Regel ganz andere Zielsetzungen als Du zu Hause.

    Ich kann Dir aber auch gern ein paar Adressen von Leuten geben, die solche Dinger zu Hause haben.

    Generell: Es ist kein Ulk, sondern ernst zu nehmende Wahrheit, daß man das Haus UM das Aquarium herum baut.
    Und zwar nicht in dem Sinne, daß das ganze Wohnhaus sich dem Aquarium unterzuordnen hat, sondern das Becken an einer (Wohnzimmer-) Wand steht (die man als Ausblick nicht braucht) und einen eigenen Umbau bekommt. Bestenfalls sollte man also U - förmig um das Becken herum gehen können und dann eine Frontscheibe zum Wohnraum haben.

    Ein Filterbecken würde ich überhaupt nicht planen - alles viel zu kompliziert und fehlerbehaftet. Eine im Becken liegende Kammer tut es genauso. Wasserzulauf kontinuierlich über Kalkwasser, wäre meine Wahl, um das komplizierte Gepansche mit einzelnen Lösungen nicht zu haben. Dazu ein täglicher Wasserwechsel, abhängig von der Beckengröße. Wenn es nur 50 Liter auf 50.000 Liter Inhalt sind, kannst Du Dir sicherlich die meisten Zugaben sparen.
    So hast Du die Kosten minimiert, brauchst nur einen Osmosetank und einen WW Tank außerhalb und alles läuft nahezu ohne Arbeitsaufwand.

    Hier ein ähnliches Beispiel eines Aquarianers aus dem Hessischen. Leider nur im Dunkeln mit iPhone aufgenommen, aber der hat ein PAAR ausgewachsene Palettendoktoren....

  • Hi,

    ich sehe das wie Torsten. Filterung gegen Null, kontinuierlicher Wasserwechsel, gute Strömung etc...

    Ich glaube Torsten hat ja so ca. 20.000 Liter im EG seiner Firma. Da solltest du mal die Filterkammer mit Abschäumer sehen. Die ist minimal und absolut ausreichend.

    Kennt sich dein Architekt denn mit Meerwasseraquarien aus? Und bloß nicht bei öffentlichen Schauaquarien gucken gehen, da toben sich oft nur die Haustechnikplaner aus! Da hab ich schon einige Dinge gesehen - wirklich schade.

    Gruß
    Stefan

  • 36.000 Liter um genau zu sein. Hat zwar einen anderen Zweck, aber höchstens 10.000 € gekostet

    Hajo, Du bist Dir sicher, daß Steffen sowas will:

  • Der Architekt hat keine spezielle Erfahrung mit Aquarien, aber da kann man dann ja Spezialisten dazu holen. Und die Statik und Feuchtigkeit entspricht ja der eines normalen Schwimmbeckens. Aber ich werde das sicher von verschiedenen Leuten gegen checken lassen.
    Momentan geht es aber erstmal um die Grobplanung, wo welche Zimmer hinkommen. Die technischen Details kommen dann in der nächsten Phase.
    Für die Innengestaltung tendiere ich momentan zu Korallenwelt, nicht nur weil ich alter Rostocker bin. Wenn das alles etwas weiter gediehen ist und ich mal wieder in der Gegend bin, kann ich ja mal einen Termin ausmachen.
    Ansonsten sollte halt so wenig Tecnhik wie möglich rein. Beim jetzigen Becken habe ich zum Beispiel keine Abstäumer. Beim grossen Becken wird es aber wohl einen geben, zumidnest zur Sicherheit (und um zusammen mit Ozon den Grünstick etwas einzudämmen). Würde eigentlich auch gerne alles auf einer Ebene haben, dass wird räumlich aber vielleicht zu eng. Dann kommt die Technik wohl eine Etage tiefer.

  • Zitat

    Original von kenny
    Bekommt man das Becken nicht wie es ist in den Technikraum? Selbiger wirkt auch sehr groß?

    Der Technikraum war ursprünglich eine Etage tiefer geplant. Er wurde jetzt auf die schnelle eines höher verlegt. Die genaue Grösse muss man noch sehen. Es geht dort auch recht nah an die Grundstücksgrenze, was unterirdisch aber möglich ist. Die Beckenrückwand selber hat genau den minimalen Grenzabstand. Und da es in der Etage höher als Swimmingpool gedacht ist, kann man dort nicht weiter gehen.

  • bendel...

    wenn Du die Möglichkeit hast, ein 25m3 Aquarium am Zürcher See zu besichtigen, dann siehst Du ein eindrucksvolles Beispiel, was heute technisch möglich ist... nimm Dir die Zeit, der Neubau ist auch sehenswert...

    Tip.. lass die Architekten außen vor... die haben null Ahnung, wie man ein so großes Aquarium in ein Gebäude baut. Ein Statiker ist wichtiger......die Architekten können das drumherum planen, aber die Anlage selbst nicht.

    Tageslicht in Europa ? .... ist keine Option. Wie viele Sonnenstunden hatten wir die letzten 2 Monate ??

    Verlege das Aquarium in Deinen Technikraum, mach anstatt 6 Scheiben nur eine große Frontscheibe und den Technikraum in den Keller verlegen... so würde ich es bauen..

    Grüße ....Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hi,

    genau, laß bloß die Architekten weg, dass sind alles Idioten und die haben von nix eine Ahnung!

    Gruß

  • Hallo Klaus,

    Wo ist das den am Zuerchersee an der Goldkueste?? :smiling_face_with_sunglasses:

    Mfg

    bendel, dann gibt es im Kanton Zug nebst dem Zugersee noch das Zugerriff :thup

    Bin gespannt wies weiterlaeuft.

    Dafür bekommt man in Deutschland geschätzt 10 Häuser

    Und in Moskau ein 2zimmerwohnung :winking_face_with_tongue:

    MfG

    Martin

    Viele Grüsse Martin, :wink
    Becken 1: Elos 120x80x50 plus TB, sirius x6 LED,AS= Elos, Stroemung 3 x jebao 15, kalki korallin,abschaeumer ati 200is

  • Zitat

    Original von Butch
    ...

    Dafür bekommt man in Deutschland geschätzt 10 Häuser

    Selbst ohne Aquarium! Die Preise und Kosten sind hier abartig, und der hohe Franken nutzt hier auch nicht, wenn man lokale Firmen beschäftigt.

  • Zitat

    Original von Kadatz
    Hi,

    genau, laß bloß die Architekten weg, dass sind alles *** böses_Wort ***en und die haben von nix eine Ahnung!

    Gruß

    Hatten beim letzten GEspräch einen Aquariumsbauer mitgenommen. Der Architekt plant dafür keine TEchnik, soll nur die Statik und Betonmauer machen. Deshalb ist der TEchnikraum jetzt auch dahinter und nicht darunter. Meist werden die Aquairenbauer ja vor vollendete Tatsachen gestellt und nicht mit in der Planugn einbezogen, den Fehler habe ich schonmal vermieden :smiling_face:

  • Zitat

    [i]Original von Kadatz[/i....
    Kennt sich dein Architekt denn mit Meerwasseraquarien aus? Und bloß nicht bei öffentlichen Schauaquarien gucken gehen, da toben sich oft nur die Haustechnikplaner aus! Stefan

    So´n Quatsch.. ist genau umgekehrt... Das sind unsere Erfahrungen aus 25 Jahre Großanlagenbau...

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

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