alle Neuzugänge in der Nacht gestorben

  • Ich wollte mal Eure Meinung zu folgendem Vorfall hören:

    Ich hatte beim Händler meines Vertrauens etwas größer eingekauft: 1 C. loriculus, 1 magnifica (vor ein paar Wochen war eine gestorben), 2 Korallengrundeln, Ein Z. scopas, ein C. tominiensis, 2 Gramma loreta, 1 C. kleini. Die Fische habe ich dann 2 Stunden per Tröpfen angepasst und dann per Käscher ins Becken gegeben (ich traue Händlerwasser nicht). Die magnifa fand gleich ihren Kumpel. Die anderen versteckten sich natürlich sofort, kamen aber immer wieder raus.

    Reingesetzt hatte ich die Fische gegen 14:00 Uhr . Gegen 21:00 bin ich dann noch mal ins Büro. Alle Fische mopsfidel. Schwammen schon etwas frecher und sichtbarer.

    Am nächsten Morgen gegen 10:00 Uhr im Büro: alle neuen tod. Die alten (eine magnifica, ein blauer Riffbarsch, 2. A. occelaris, ein Seegrasfeilenfisch, ein Seeigel, eine Seewalze, ein Seestern, div. Einsiedler) waren immer noch da.

    Ich bin ein wenig ratlos!!!

    Das Becken: 160 x 60 x 60, T5-Beleuchtung, DSB, 2 Strömungspumpen, läuft seit ca 1,5 Jahren, guten SPS-Wuchs, 40 Kilo LS. Das Becken verfügt über keinen Abschäumer. Die Wasserwerte sind im optimalen Bereich (Balling). Wasserwechsel: 14tägig 10% mit Reef Crystal.

    Das Becken war übrigens schon mal voller. Ich hatte vor 5 Wochen schon mal 4 Fische nachgekauft, die dann ebenfalls am nächsten Morgen Tod waren und ca. 70% der alten Besatzung zum Mitgehen überreden konnten.

    An eine Sauerstoffarrmut in der Nacht mag ich also nicht glauben.

    Aber was ist es dann?

    Ideen?

    mit ratlosen Grüßen

    Michael RS

  • moin, namensvetter

    Zitat

    Original von Michael RS
    An eine Sauerstoffarrmut in der Nacht mag ich also nicht glauben.

    ich schon, die von dir berichteten fakten sprechen dafür:

    Zitat

    Original von Michael RS Gegen 21:00 bin ich dann noch mal ins Büro. Alle Fische mopsfidel. Schwammen schon etwas frecher und sichtbarer.

    die neuen tiere sind noch wesentlich sensibler, meist geschwächt und nicht an deine beckenverhältnisse gewöhnt. ich würde dir in jedem fall zu einem as raten, bevor du neue tiere einsetzt!

    mfg
    michael

  • Ich tippe auch auf Sauerstoffmangel. :frowning_face: Was ist nur so schlimm an einem kleinen Abschäumer ? Und wenn man nur einen offenen Miniflotor im TB hat...

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (29. April 2008 um 21:45)

  • ist im Grunde nur Spekulation aber ich denke bei so einem "System" ist es mutig derart viele Fische auf einmal einzusetzen. Wie sahen die toten Fische denn aus ?
    Mir sind mal zwei Anthias erstickt und das war kein schöner Anblick mit
    weit aufgerissenem Maul :frowning_face:

  • Die Fakten sprechen wirklich für Sauerstoffarmut. Aber: Alle Diskussionen über Sauerstoffarmut werden immer mit dem Hinweis bedacht, bei genügender Oberflächenbewegung wäre das kein Thema. Deshalb hatte ich diese Möglichkeit eigentlich ausgeschlossen bzw. sie wieder verworfen.

    Alex: AS im TB geht nicht, da kein Technikbecken vorhanden. Ich habe übrigens deswegen auch einen hervorragenden Schwammbewuchs, viele Filtrierer, Goniopora und Alveopora wachsen hervorragend trotz SPS-Wasserwerten und die Mikrofauna und Flora ist reichhaltig - kommt mit Sicherheit aber auch durch das DSB. Ach ja: und die Pflege ist sehr einfach, störunanfällig und zu Not auch mal von einem Angestellten zu bewerkstelligen.

    Fische hatten übrigens kein aufgerissenes Maul.

    Ich werde aber mal eine nächtliche Belüftung installieren und noch einen Versuch wagen.

    Noch weitere Ideen?

    mit freundlichen Grüßen von der Elbe

    Michael RS

  • ich empfehle dringend einmal den Nitritgehalt festzustellen. Hoher Ammoniumgehalt könnte auch eine Ursache sein.

  • Hallo Michael,

    dürfte ich den Namen, des Händlers wissen?

    Gruß

    Florian

    Beste Grüße

    Florian

  • in einem 1,5 Jahre alten Becken mit mörderviel Bakterien (DSB)? Das wäre sehr fernliegend. Es sei denn, fast die komplette Mikrofauna wäre zusammengebrochen. Ich habe nun schon seit über 25 Jahren Aquarien und am Anfang auch noch Nitrit gemessen. In all den Jahren war nach spätestens 2 Wochen nie wieder was von Nitrit zu messen.

    Aber bevor ich wieder neue Fische kaufe werde ich vorsichtshalber mal Nitrit messen. Lieber 15 Euro für einen Test ausgeben, als ein paar Tiere um die Ecke tragen. Danke für den Hinweis.

    mfg

    Michael RS

  • Michael,

    No2 / No3 geht nicht so schnell - das würde ich ausschließen

    Mein Tipp: O2 Mangel in Kombination mit Überbesatz

    Ich würde auch mal die PH Schwankungen prüfen

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Mein Tipp: O2 Mangel in Kombination mit Überbesatz

    Die Vermutung dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leider richtig sein ...

    Jemand der seit 25 Jahren Aquarien hat hätte dies allerdings (Im Vorwege !) -insbesondere bei einem DSB- auch klar sein sollen ...

    Schade um die Tiere.

    Gruss
    Stephan

  • Zitat

    Original von Stephan
    [QUOTE]Mein Tipp: O2 Mangel in Kombination mit Überbesatz

    Gut, mag sein, ist auch eher wahrscheinlich. Hab aber auch schon 20 Fische und mehr gleichzeitig eingesetzt (allerdings auf 7500 liter)

    Gruss
    Tom

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Moczko (30. April 2008 um 08:43)

  • Tja, die ausreichende Oberflächenbewegung... wieviel ist denn ausreichend ? Und wie findet man das raus ? Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß solch eine Riesenladung Fische, auf einen Schlag frisch eingesetzt, nervös und aufgeregt eine Menge Sauerstoff verbraucht.

    Ich würde, wenn kein AS dran soll, zumindest permanent für eine gute Luftzufuhr mit z.B. einem Sprudelstein in einem kleinen Rohr sorgen.

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Was seltsam ist: Ein derartig starker Sauerstoffmangel, dass alle Fisch auf einmal sterben, der hätte ein DSB System vollständig zum Kippen gebracht. Ich tippe daher auf eine andere Ursache, möglicherweise eine Vergiftung - vielleicht durch die Seegurke oder Schwankungen im pH-Wert wie Peter angedeutet hat. Besonders seltsam ist, dass nur die neuen Fische verstorben sind, die alten jedoch nicht.

    Alex: Ausreichende Oberflächenbewegung: Soviel, dass die Oberfläche frei von Schmodder und Cyanos ist (ggf. reicht z.B. ein einfacher Überlauf) und das Wasser im Becken leicht umgewälzt wird. Die wichtigsten Argumente gegen Abschäumer ist ja meistens die Lautstärke, sind halt ohne Ausnahme alles rechte Radaumaschienen, und die Tatsache, dass sie soviel Platz wegnehmen dürfte im Büro auch eine Rolle spielen =)

  • Alle Eure Antworten scheinen logisch zu sein. Aber dennoch kann ich an Sauerstoffarmut nicht glauben, wenn die Wasseroberfläche gut bewegt ist.

    Zur Erinnerung: Vor 20 Jahren gab es in der Seewasseraquaristik eine Phase, da waren die Abschäumer verpönt und der Grund allen Übels. Wir hatten Aquarien mit großen Fischbesatz und Sauerstoffarmut war kein Thema. Die damals aufkommenden 5000er Turbellen mit Auslassstrahl 5 cm unter der Wasseroberfläche sorgten scheinbar für genügend Oberflächenbewegung. Und ... die Becken waren voll mt großen Kaisern ... Asche auf mein Haupt ... Ich hatte ein 3x1x1m Becken mit nur 3 Turbellen an einer Stirnseite. Das war damals Hightech. Gestorben ist mir in dieser Zeit nie ein Fisch.

    Das war die Zeit als mein Freund Horst Kipper (Gründer der Firma DUPLA) ein zig tausend Liter Riff-Aquarium in seinem Keller für Versuche betrieb. Die ganze Philosophie der neuen Meeresaquaristik war an Rieselfilter mit Biobällen und Wasseroberflächenbewegung ausgerichtet.

    Ich tippe daher auf eine Art Vergiftung, die zum Tod von Neuankömmlichen führt, die sich nicht langsam genug an irgend ein Gift im Becken gewöhnen konnten. Vielleicht aber auch Bakterien. Doch Spezialist für ein derartiges Problem bin ich keiner.

  • Stephan: in einem Punkt hast Du leider recht: Schade um die Tiere.
    Zu viele Tiere auf einmal ist aber eher unwahrscheinlich. Ich gebe in meine Aquarien eigentlich sehr häufig einen größeren Schwung Fische. Es gibt dann weniger Ausfälle wegen Revierstreitigkeiten. Funktioniert seit Jahren hervorragend. Ich hatte mit diesem Vorgehen auch nie Ausfälle. So kannst Du z.B. 10 Rifbarsche ohne Probleme ins Becken geben. Die Gesellschaft ist von Anfang an stabil. Ausfälle gibt es nicht - und einen Chef im Becken der alle anderen Fertig macht auch nicht. Ich verstehe aber Deinen Hinweis auf DSB nicht. Wie meinst Du das?

    @PS: Ja, es fällt mir auch schwer an NO2 zu glauben. No3 ist übrigens bei/um 0,5 mg - DSB eben! Überbesatz wäre eine Möglichkeit. Allerdings waren in dem Becken schon mal mehr Fische, bis ein Sommerhoch und vergessene Jalousien das Becken über 32/33 Grad getrieben haben. Auch eine ähnliche Gesellschaft. Das mit dem pH werde ich mal überprüfen. Die neuen sind ja noch nicht an irgendwelche - starken - Schwankungen gewöhnt, so dass es sie durchaus hinraffen könnte.

    Alex: Ausreichend ist wie es Stefan schreibt. Ich habe eine 2000 Pumpe mit Oberflächenabzug dran. Also keine Kamhaut und ständiges nach untenziehen von sauerstoffreichem Oberflächenwasser. Ich werde aber für die Nacht jetzt mal eine "Membranpumpe" anschließen und die Luftblasengröße so anpassen, dass kein Schaum entsteht.

    @Stefan: Genau das ist der Grund, weshalb ich nicht an Sauerstoffmangel glauben mag. Bei Sauerstoffmangel tendieren Fische dazu, sich zur Oberfläche zu orientieren. Die Bodenfauna kann das nicht. Wenn ein Becken wegen Sauerstoffmangel kippt, liegen Unmengen an toten Borstis, Copepoden, Würmern etc. auf dem Sandboden. In dem DSB dieses Beckens wimmelt es vor Borstis, Copepoden und ner Menge länglicher Tiere, die ich noch nirgends gefunden habe. An dem bewußten morgen lag nicht ein einziger auf dem Sand. Entweder sind die sehr viel sauerstofftoleranter als die Neuankömmlinge oder es gibt noch ne andere Ursache.
    Bei den Abschäumern im Büro stört mich am meisten die Störanfälligkeit und Wartung. Wenn aus irendeinem Grund der Abschäumer mal besser als sonst arbeitet, landet die ganze Suppe entweder auf dem Boden (das wäre noch OK, so lange es nicht beim Nachbarn durch die Decke tropft) oder wieder im Becken, was normalerweise zum GAU führt.

    Bloom: Ich sehe wir haben die gleichen Wurzeln. Ich kenne Kipper und Horst auch noch, Kassebaer wohnte mal in meiner Nachbarschaft. Aus diesen Zeiten stammen auch meine ersten Seewassererfahrungen. Die damaligen Becken hatten nur ein zehntel der heutigen Wasserbewegung und waren auch noch etwas mehr besetzt. Aber Sauerstoffprobleme kannten wir nicht.
    Das mit der Vergiftung war auch mein zweiter Gedanke. Die Gurke kann es jedoch nicht gewesen sein, denn das hätte alle Fische umgebracht (Holoturien). Aber weshalb bringt das Gift sie erst in der Nacht um. Und dann alle auf einmal. Der loriculus war ausgewachsen und sehr gut genährt. Der eine Gramma war ebenfalls ausgewachsen und fast spindelförmig. Die anderen waren eher klein. Ein Gift sollte bei solchen Unterschieden auch zeitlich unterschiedlich wirken.
    Ich werde trotzdem mal ausgiebig über Aktivkohle filtern. Damit würde ich aber Bakterien nicht herausbekommen. Da muss ich dann ein paar Monate über UV filtern - und damit auch leider viel vom nächtlichen Plankton zerstören.
    Danke schon mal für Denkanstöße. Ich bin für weitere allerdings immer noch sehr dankbar.

    mfg

    Michael RS

  • Moin,

    bin nicht ganz so erfahren wie ihr, gebe aber trotzdem mal einen Denkanstoss ab. Vieleicht ist es insgesamt die Beckenbiologie gewesen. Jedes Becken hat doch eine unterschiedliche Beckenbiologie. Vieleicht war diese trotz Eingewöhnen der Fische zu unterschiedlich?

    Beobachte immer wieder, dass sich unsere 3 Becken trotz gleichem Ausgangswasser sich doch sehr unterschiedlich verhalten.

    ...oder krankheitsfördernde Keime vorhanden sind, gg. die der Altbesatz bereits resistent ist?

    M.f.G

    Markus

  • hi,

    ich bin bislang auch immer davon ausgegangen, dass es bei ausreichender oberflächenbewegung keinen sauerstoffmangel geben kann.

    allerdings waren die becken vor 25 jahren weder mit lebendgestein bestückt noch hatte man einen hohen bodengrund (bakterien als sauerstoffzehrer ), von korallen ganz zu schweigen.

    andererseits hätte man einen für verrückt gehalten, wenn er eine 20 - 30-fache umwälzung propagiert hätte.

    ich hatte beim 240 literbecken vor 40jahren ne tausender turbelle und einen eheim-topffilter.....und sprudelabschäumer, der vielfach mit altem holz nicht mal richtig blubberte.

    der ab war halt nicht für eine sauerstoffzufuhr vorgesehen und rieselfilter hatten immer ausreichend sauerstoff für die bacs.

    was mich bei der sache wundert - warum ist vom altbesatz keiner gestorben?

    fisch ist fisch.

  • Hallo Ihr,

    ich kann als Anfänger nichts wissenschaflich fundiertes beisteuern, nur meine persönlichen Erfahrungen schildern.
    Ich habe bisher, ich glaube 4x, bei verschiedensten im Forum renomierten Händlern Tiere bestellt. Von Schnecken, über Garnelen bis zu Fischen.
    Fast ausnahmslos sind mir die Tiere innerhalb weniger Stunden bis Tage eingegangen. Dagegen sind bei gleicher durchgeführter Behandlung von befreundeten Aquarianern oder Händlern vor Ort gekauften Tieren (hier auch Schnecken, Garnelen, Seeigel, Fische) bisher NIE Ausfälle zu verzeichnen gewesen. Ich schiebe das auf den trotz 24h-Transport doch recht anstrengenden Transport und die dadurch sehr geschwächten oder gestreßten Tiere. Oder die Tiere waren gerade erst beim Händler angekommen und wurden gleich an die Kunden weiter geschickt. Ich weis es nicht.
    Jedenfalls ich die Erfolgsquote eines Überlebens beim Kauf vor Ort so signifikant höher, daß ich jetzt keine Tiere mehr Online bestelle. Höchstens mal ein paar Schnecken. 100% Erfolgsquote beim Kauf vor Ort sprechen für sich.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Joe, (das flüstere ich nur hinter vorgehaltener Hand) "Und was haben wir für riesen Oschis in den Becken gehalten". Das waren allein schon von Größe her Familienmitglieder. Und wenn die nicht genügend Sauerstoff gehabt hätten, hätten die nicht lange gelebt.
    Bodengrund, 10 cm hoch, hatten wir auch, nur zwecks der Optik. Dass darin "was vorgeht" wussten wir erst später ...

    Die ganze Sache mit der nächtlichen Sauerstoffknappheit ist irgendwie erst in den letzten Jahren aufgekommen - trotz inzwischen bulliger Abschäumer. Und ich habe das auch nie wirklich verstanden. Ebenso wenig die Tatsache, dass bei dem Thema nie mit Messwerten argumentiert wurde. Lange Rede kurzer Sinn: "Ich" glaube es nicht.

    Dirk, da hast Du nicht ganz Unrecht. Geschwächte Tiere, die sich auch noch an einem evtl. Giftstoff oder Bakterien im neuen Becken gewöhnen müssen haben keine Chancen zu überleben.

    Einmal editiert, zuletzt von Bloom (30. April 2008 um 13:59)

  • Hallo!

    Zitat

    Ich habe bisher, ich glaube 4x, bei verschiedensten im Forum renomierten Händlern Tiere bestellt. Von Schnecken, über Garnelen bis zu Fischen. Fast ausnahmslos sind mir die Tiere innerhalb weniger Stunden bis Tage eingegangen.

    Komisch. Ich habe nämlich auch schon öfter Tiere bei (ausgewählten) Online-Händlern gekauft und bisher nur Tiere in bester Kondition bekommen, wie man sie im Laden nicht immer sieht . Keines ist bisher verstorben. Ob der Verlust also wirklich an den Händlern liegt? Und die Tiere beim Laden-Händler sind übrigens auch nicht dort gewachsen, sie kommen aus dem Riff zum Exporteur, per Flug zum Importeur, oft noch zum Großhändler und irgendwann zum Händler. Also Transporte haben die auch genügend hinter sich.

    Im übrigen spielt das hier keine Rolle, denn wenn ich den Themenstarter richtig verstehe, hat er die Tiere im Laden erstanden.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (30. April 2008 um 14:51)

  • Hallo zusammen,

    vieleicht ein anderer Ansatz.
    Alle Fische beim gleichen Händler gekauft.
    Sind die Tiere vieleicht med. vorbehandelt gewesen oder extrem geschwächt durch Giftfang? :winking_face_with_tongue:

    VG Markus

  • Hi,

    ja ja die alten Zeiten - ich bin erst Eingestiegen als Dupla "schon" die HQL Lampen hatte. Klasse piss gelbes Licht :grinning_squinting_face:

    Wenn nicht O2 Mangel dann bleiben als Optionen doch nur

    Vergiftung
    Etwas( ??) an das sich die alten Tiere bereist gewöhnt haben, und die neuen keine Zeit zu hatten. Dagegen spricht für mich das die Tiere um 21:00 noch OK waren. Zudem kenne ich persönlich keinen Fall, an dem ein Gift (Nitrat, Amonium etc) so schnell zugeschlagen hat. Würde ich - aus dem Bauch - für eher unwahrscheinlich halten

    PH Schwankung
    Dazu fehlt mir die DSB Erfahrung, mir ist nicht klar was das alles ablaufen kann und wie es den PH Wert beeinflussen kann. Das wäre allerdings etwas was ich mir vorstellen könnte, obwohl auch hier die schnelle der Todesfälle sehr schnell ist.

    Bakterien
    Tja hier liegt meistens der Hase im Pfeffer - und man kann es kaum Nachweisen. Das kann ein Erreger sein der im Becken ist und der Altbesatz hat gelernt damit zu leben, das kann was in deinem Futter sein. Da gibt es unzählige Möglichkeiten. Bakterien können unheimlich schnell zum Tode führen, ich persönlich habe jedoch noch keinen Fall unter 36 Stunden gehabt.

    Ob dich das weiter bringt? Eher nicht, aber jeder Denkanstoß kann zur Lösung führen

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Ich bleibe bei meiner Theorie, das No2 oder Amonium die Ursache ist. Dafür spricht, das der alte Besatz überlebt hat. Wie Peter schon schreibt ..... "an das sich die alten Tiere bereist gewöhnt haben."

  • habe gerade erfahren, dass noch ein Mitarbeiter bis 2:00 Uhr da war und noch mal ins Becken geschaut hat. Da waren alle neuen Fische noch mopsfidel und schwammen rum. Er hat extra mit einer taschenlampe nach den neuen gesucht... Hoffentlich hat er Ihnen damit keinen Herzinfakt verursacht...

    NO2 werde ich messen. Und dann schaun mir mal.

    Danke schon mal für die Denkanstöße.

    PS: Ja, ja, die kugeligen Dupla-HQL-Leuchten. Habe neulich mal wieder eine 75 Watt aus dem Keller ausgegraben - allerdings die HQI-Version - , um damit ein temporäres Becken zu beleuchten. Hatte sogar noch eine relativ neues Leuchtmittel da :smiling_face: Irgendwie haben die in den vergangenen 20 Jahren doch an den Reflektoren, am Startverhalten und irgendwie auch an der Lichtausbeute gefeilt :grinning_squinting_face: Ich hatte übrigens die Konkurenzkonusse von Tetra oder so. Konnte man schön umschalten von 80 auf 125 Watt. Waren damals für 128 Liter Aquarium (brutto) schon ne Menge Holz. Aber irgendwie wuchsen die Pflanzen nicht so optimal...

    mfg

    Michael RS

  • Hallo,

    Sorry wegen meinem deplazierten Beitrag. Es ging NICHT um Onlinekäufe. Hatte den Threadersteller da missverstanden.

    BTW: Aber komisch ist das schon. Wenn auch ich Probleme mit meiner Beckenchemie (Bakterien, PH, Sauerstoff etc) haben sollte, müssten die vor Ort gekauften Fische auch auch immer eingehen. Dies ist aber nicht der Fall. Ich kaufe vor Ort bei verschiedenen Händlern ohne Ausfälle.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Zitat

    Original von froschmannxl
    Hallo Michael,

    dürfte ich den Namen, des Händlers wissen?

    Gruß

    Florian

    Darf ich diese Frage nochmal wiederholen?
    Sind es vielleicht Fische von dem Händler, wo "kV" (kein Verkauf) an der Anlage steht?

    Beste Grüße

    Florian

  • Hallo Florian,

    nein, bei dem kaufe ich nicht - wenn es der ist den Du meinst. Bei diesem Händler steht so ein Schild nicht. der Händler ist nicht in HH. Ich komme etwas weiter in Deutschland rum :smiling_face:

    mfg

    Michael RS

  • mich würde einmal interessieren was denn deine Messungen ergeben haben.

  • Abend,
    ich denke da vor 2 Jahren an meinem Gau, 100% Fischsterben in wenigen Stunden ( max. 8 ).
    Damals verletzte sich eine Seewalze, gab Ihr Gift ab und aus wars für die Fische.
    Das Becken wurde auch ohne Abschäumer betrieben und bestand sonst nur noch aus gutem LS und Livesand, dazu viel Strömung ( Die Oberfläche wurde mehr wie gut bewegt ).

  • Hallo zusammen,

    wie war das, gab es da nicht irgendeinen Chemismus, der die Tiere im Transportwasser umbringen kann. Im Transportwasser hoher Ammoniumgehalt und viel CO2, pH niedrig und wenn man dann Beckenwasser dazu gibt pH-Erhöhung, Ammoniakproduktion und Vergiftung der Fische durch Ammoniak. Kommt so etwa in Frage, dass die Fische daran mit einer gewissen Verzögerung gestorben sind?

    Grüße

    Hans-werner

  • Schade, dass @Michael die Wasserwerte nicht postet und sich auch nicht mehr meldet. Die Aufklärung des Phänomens hätte mich schon interessiert ...

  • ich wollte erst posten, wenn ich etwas zu berichten habe. Aber leider: Alles im normalen Bereich! Das einzige, was ich noch nicht getestet habe, ist Kupfer. Ich suche noch einen vernünftigen - bezahlbaren - Test.

    Ich werde nächste Woche wieder ein paar Fische kaufen. Die letzten zwei Wochen habe ich intensiv über Aktivkohle gefiltert, 30 % Wasser gewechselt und eine Membranpumpe installiert, die nach Ausgehen der der Beleuchtung Luft ins Wasser "pustet". Mal schauen, ob es was gebracht hat.

    mit immer noch ratlosen Grüßen

    Michael RS

  • Außer NO3 habe ich keinen Wert von Dir gelesen ??? In jeden der anderen Standard-Meßwerte könnte der Fehler liegen - oder im Bezug zueinander. Ohne Werte ist alles nur ein Ratespiel. Da könnten wir auch "Windbocken" schreiben.

    Nix für Ungut

    Heinz

  • Hallo Heinz,

    wenn Du Werte haben möchtest:
    No3: 0,5 mg (Salifert)
    PO4: 0,04 mg (Merck)
    KH: 7,8 (Salifert)
    NO2: 0,0 (Salifert)
    Ca: 390 mg (Salifert)
    MG: 1340 mg (Salifert)
    ph: 8,3 (Salifert)
    Strontium: der funktioniert nicht so richtig... oder ich bin zu blöd...
    Dichte: 1,022 (Sera)
    Termperatur: 25 Grad

    Ich glaube mittlerweile, dass es doch ein Sauerstoffproblem sein muss. Es waren recht neue Fische beim Händler, die wahrscheinlich noch sehr hohe Sauerstoffwerte brauchen. Diese sind dann möglicherweise zum Morgen zu weit nach unten gegangen (DSB, sehr viele Korallen, Algen), so dass die Neuankömmlinge damit nicht mehr zurecht kamen. Ne andere sinnvolle Erklärung habe ich momentan nicht.

    mit ratlosen Grüßen

    Michael RS

  • Hallo Michael, wenn Du das glaubst, warum testest Du den O2 Gehalt nicht wärend der verschiedenen Tageszeiten. Der Test kostet nur 10 Euro ..... ?

  • Hallo Michael,

    ein Sauerstoffproblem ist bei deinem Aquarium durchaus vorstellbar, vielleicht ist dein Altbesatz nur abgehärteter
    (und nicht vom Transport gestresst). Die z.B. von Bloom beschriebenen Becken hatten als Abschäumeralternative
    einen Rieselfilter, der bringt sehr viel Sauerstoff ins Wasser. Du hast dagegen nicht mal einen Überlauf, der auch
    für den Sauerstoffeintrag von Vorteil ist. Daher kann bei dir Sauerstoff ausschließlich über die Oberfläche eingetragen
    werden, wozu sie ganz schön heftig bewegt sein muss.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin

    Oberflächenabzug soll bei Michael vorhanden sein, hat er mal geschrieben :winking_face:

    @Michael, Du schreibst, dass sich die Fische bei Sauerstoffmangel gegen die Oberfläche orientieren. Was ich aber bei meinem Stromausfallgau vor Jahren beobachten konnte/musste, dass die Fische sich nicht gegen die Oberfläche orientieren. Im Gegensatz zu Süsswasserfischen, welche offenbar auch in der Natur durchaus mal mit einem Sauerstoffmangel (durch langsames Austrocknen der Gewässer bedingt) zurechtkommen müssen und dadurch gelernt haben, dass es direkt unter der Oberfläche noch mehr Sauerstoff hat, kennen dies die Meerfische nicht und haben somit auch den Reflex nicht zur Oberfläche zu schwimmen. Im Meer hat es immer genügend Sauerstoff. Ich habe damals alle Fische auf dem Boden liegend,oder in den Steinen versteckt vorgefunden, auch die noch lebenden. Die Verstorbenen hatten auch keine aufgerissenen Mäuler. Es war damals 100%ig Sauerstoffmangel, denn nach einer viertel Stunde nach beheben des Stromausfalles erholten sich die noch lebenden sehr rasch.

    Also beim Sterben innerhalb so kurzer Zeit und über Nacht, bei dieser Beckenkonfiguration glaube ich auch an Sauerstoffmangel, womit die eingewöhnten Tiere einfach besser zurecht gekommen sind.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo Ruedi,

    das von dir beschriebene Meerwasserfischverhalten ist eine interessante Theorie und Beobachtung, gut nachvollziehbar.

    Wegen dem Überlauf hatte Ich Michael so verstanden, dass er keinen Überlauf hat, in dem sich Wasser und Luft
    sehr gut vermischen können, sondern nur das Zulaufwasser einer Pumpe in der Nähe der Oberfläche zuführt, OHNE
    dass dabei Luft mitverwirbelt wird. Am besten Michael klärt das nochmal auf.

    Gruß Armin

  • Ruedi, interessant, das wusste ich bis dato auch noch nicht.

    Wenn Michael die O2 Schwankungen in seinem System messen würde, wüssten wir endlich mehr. Was absolut interessant wäre, denn die Diskussionen um Sauerstoffmangel wegen Abschäumer Nachtabschaltung, etc. führen wir hier öfter. Jetzt haben wir mal einen, wo das Becken praxisnah viellecht in der Situation ist und wir haben trotzdem keine Werte und spekulieren wieder herum.

    Das Thema Sauerstoffmangel wäre sogar einen Testaufbau wert. so oft geistert es durch die Foren und keiner hat Fakts.
    Wir haben vor etwa 20 Jahren bei Horst Kipper sowas mal gemessen. Ein Becken mit Abschäumer und eines nur mit Rieselfilter. Oberflächenbewegung: sagen wir mal gut bewegt - ohne größeren Splash. Ergebnis: kein Unterschied. Auch das Becken nur mit Abschäumer und guter Oberflächenbewegung ist nach einen Tag Schäumer-Abschaltung nicht stärker abgefallen. Erst nach 1 Woche senkte sich der Wert in Richtung leicht kritisch. Fische schwammen aber noch ohne Auffälligkeiten.

    So war der Testaufbau damals: beide Becken 100x100x60. 1x 5000 Turbelle mit Filtertopf (aus heutiger Sicht viel zu wenig). Kein sonstiges Technikbecken. Ein Becken mit Rieselfilter im Eck 20x20. Ein Becken mit Absschäumer im Eck. Besatz: auch aus heutiger Sicht zu viele große Fische

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