Ich hab da mal eine Frage:

  • Hallo liebe Gleichgesinnte,

    wenn Ihr ein im deutschen üblichen Doppelbegriff hört, was stellt Ihr Euch dann so vor.

    z.B.

    Winterreifen - ein Reifen, den man im Winter fährt

    Hundekuchen - Leckerli für die geliebten Zweibeiner

    Königinpastete - Ja, ich weiß, das da keine Königin drin ist

    Himmelbett - ****** ******** ****

    Jetzt zu meiner Frage:

    Was kommt Euch in den Sinn, wenn Ihr das Wort Unterwasserkleber hört?

    Jetzt erzählt mir bitte nicht, daß er unter Wasser klebt!

    Das tut er nämlich nicht! Er klebt überall, an den Fingern, am Fußboden, an den Klamotten, am Glas (außen), am Anmischgefäß, wo er allerdings NICHT klebt, ist unter Wasser! Das Riffgestein, sorgfältig abgebürstet, die Koralle vorsichtig gereinigt, der Kleber angebracht, klebt nicht. Ich habe manchmal sogar den Eindruck, es gibt da so eine Art Abstoßung wie bei gleichen Magnetpolen. Also, ich habe da schon alle möglichen mega super tolle Mondgestein gesinterte, mit ausserirdischem Muschelbep, 2k-Epoxy-Kleber probiert, meistens teuer. Das einzige, was halbwegs funktioniert, aber auch nur, wenn meine Finger nicht mit im Spiel sind, ist der Aquarienzement zum Anrühren. Aber auch nur dann, wenn Vollmond und Ostern auf einen Tag fallen. Ansonsten wir er schon beim anrühren fest, 5 Minuten Topfzeit hahahaha!! oder er wird garnicht fest, hauptsächlich dann, wenn man eine Koralle einklebt, die kopflastig ist, das Clownfischweibchen daneben der Ansicht ist, ihre Anemone ist in Gefahr und einen in den Unterarm beißt.

    Wie sind da Eure Erfahrungen? Ich bin gespannt.

    LG
    Michael

  • Hi Michael,

    naja das Sekundenklebergel von Uhu klebt ganz gut. Nur bei den dicken Brocken ist die Anziehungskraft größer. Bei mir sind es aber noch die Rotmeerpreussen, die keine frisch geklebten Ableger mögen und sie kurz nach dem Einkleben einfach selbst umdekorieren :smiling_face:.

    Nach dem gefühlt 10ten Mal habe ich es gelassen und die Koralle woanders deponiert.

    Gruß

    Eric

  • Sehe ich auch ähnlich. Unter Wasser kleben ist wirklich übel. Selbst bei Stelle frei putzen mit Zahnbürste (ausrangierte) und alles genau planen mit der Zeit und Viskosität ist das eine oft vergebliche Mühe. Wenn es dann noch um große und schwere Stücke geht, die vielleicht noch dazu nicht genau aufeinander geklebt werden sollen wird das ohne eine Anhalthilfe hoffnungslos. Schon Sekundenkleber an der Rückwand fliegt oft wieder runter.

    Inzwischen hebe ich den entsprechenden Klotz raus aus dem Becken und verarzte ihn im Trockenen. Notfalls müssen die vorhandenen Korallen immer wieder befeuchtet werden, aber auf andere Art komme ich da meist nicht zurecht. Deshalb ist meine Deko in verschiedene Abteile gegliedert, die ich noch einigermaßen rausheben kann.

    Kleine Stöpsel gehen meist noch und wachsen bei SPS meist auch gut fest, aber große Stöcke sind unter Wasser witzlos.

    Das EPO habe ich diesmal schon mit vielen 12mm Löchern versehen, aber gemerkt, es hätten ruhig noch mehr Löcher sein dürfen.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Tja, danke. Und ich dachte schon, ich bin der einzigste der sich beim Kleben blöd anstellt. Wie's der Zufall will, habe ich auch Reef Bond für mich entdeckt. Mich hat manchmal nur die pure Selbstbeherrschung davon abgehalten den ganzen Bep samt Koralle und Gestein durchs Haus zu werfen, wusste ich doch, das es an den unmöglichsten Stellen dann doch klebt... Was ich aber für physikalisch völlig unmöglich halte, ist die Tatsache, daß jeglicher Kleber an den Fingern haftet, und zwar wie Pech, ist doch die Haut permanent fettig! Ist doch alles eine Verschwörung!!

    LG

    Michael

  • Als sekundenkleber hatte ich früher immer den mikrobelift arka. Der war super, aber nur wenn man ihn frisch aufmachte. Danach war jedesmal die Öffnung verstopft... hatten dann eine Weile eine kleberpistole. Die ging tatsächlich Unterwasser, aber ich fand den Kleber echt teuer, der ist auch eine Art Gel. Dann letztens wieder mal den arka kleber probiert. Flasche war auf einmal rund und der kleber nicht mehr gelartig, sondern flüssig. DAS war eine Sauerei. Vor allem auf Fingerkuppen und Nägeln bekommt man den Mist nicht mehr runter...

    Ich nutze sonst auch am liebsten reefbond, aber der trocknet mir etwas zu langsam. Habe nun einen anderen, der hält sofort bombenfest und schafft auch große korallen.Aber: Kleben versuche ich grds zu vermeiden. Zuviel murks landet im wasser und wenn es dann nicht hält, ist meine Laune im Keller.

    Bei mir ist das meiste natürlich verwachsen, soweit möglich.

  • Das EPO habe ich diesmal schon mit vielen 12mm Löchern versehen, aber gemerkt, es hätten ruhig noch mehr Löcher sein dürfen.

    Servus Sandy,

    sprichst Du von Epo Reef?

    Ich baue gerade mein Becken neu mit EPO Reef.

    Mit welchem Bohrer hast du Du die Löcher gemacht? 12mm Steinbohrer ohne Schlag oder?

    Gruß der Peter

  • Ich habe zwei verschiedene Bohrer benutzt, einen Stufenbohrer 4-12mm, der hervorragend funktioniert hat und einen 12mm Allzweck-Bohrer ohne Schlag. Für letzteren habe ich oft mit 6mm vorgebohrt, um besser kontrollieren zu können, wie Winkel und Tiefe sein sollen. Der Kunststoff ist sehr leicht zu bohren, man muss nur etwas aufpassen, dass man nicht zu viel Kraft reingibt, deshalb auch das vorbohren bei dem 12mm. Am bequemsten war aber tatsächlich der Stufenbohrer, ein billiger vom Aldi. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Viele Grüße

    Sandy

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