Cyanos ??????????? oder was ??

  • Moin alle Zusammen,

    nach langer Zeit ohne Probleme hat es mich nun auch wieder erwischt.

    Ich meine Cyanos im Becken zu haben, auch die seltene grüne Art. Beläge sind auf dem Boden und auf einer Koralle.

    An den Seitenscheiben auch dunkelroter Film mit leichten Bläschen. Phosphat war zu hoch aber mittlerweile arbeitet der Absorber wieder einwandfrei.

    Mein Problem, ich bekomme unter dem Mikroskop kein eindeutiges Ergebnis . Dinos sind es bestimmt nicht, das sieht man eigentlich immer unter dem Mikroskop.

    Was meint Ihr??

  • ich habe es mir schon gedacht.

    Dinos glaube ich eher nicht. Die kleinen Autoscooter würde ich unter dem Mikroskop bestimmt sehen.

    Mal sehen wie die weiteren Meinungen sind.

    Gruß Klaus

  • ja, ich hatte ja auch an Dinos gedacht. Aber die sind es nicht. :frowning_face: weil die hätte ich 100 % unter dem Mikroskop gesehen.

  • Natürlich sind es Cyanobakterien und Dein Phosphatgehalt IM Bodengrund ist mit ziemlicher Sicherheit zu hoch!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi
    Was hat das mit dem po4 alleine Zutun? Warum haben dann oft neue Becken ganz ohne po4 cyanos?? Ich kenne Becken die sind saualt und hatten über Jahre po4 werte von über 0,5, ja keine null vergessen, der Typ kennt persönlich nichtmal cyanos in den 20 Jahren wo er meerwasserbecken hat.
    Das liegt definitiv noch an anderen Dingen. Manche haben auch cyanos wenn sie den bodengrund wechseln, im neuen sind dann sicherlich keine Depots.

    Mein Becken steht jetzt 1,5 Jahre und ich habe eigentlich immer po4 unter 0,05 im Becken mit gilbers, und trotzdem seid dem zeovitsystem Abbruch vor 4 Monaten mit cyanos zu kämpfen.
    Ich habe jetzt gelesen das die auch wohl gerne bei einem zuviel an Sauerstoff kommen können.
    Mfg Norman.

  • also ich hab an einzelnens tellen ein paar cyanos, die dort nicht weiter stören.
    die sehen aber nicht so fadenförmig aus wie die im bild - deshalb wunder ich mich ob das alles wirklich das gleiche sein soll.

  • Weil der Phosphatgehalt im Freiwasser und im Boden nicht gleich ist, sondern der Sand oftmals sehr große Phosphatdepots enthält, insbesondere, wenn er nicht gut gepflegt wird. Auch scheint es immer mal wieder einige Chargen Livesand zu geben, die phosphatlastig sind.

    Cyanobakterien brauchen kein Nitrat und sind deshalb physiologisch im Vorteil, von ihrer rasanten Vermehrungsrate ganz abgesehen.

    Ich habe das hier aber schon 100 x beschrieben, bitte die SUCHE benutzen.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi

    Naja ich habe selber mal den test im Boden gemacht mit aufhitzen und so, da war nichts anders wie im freiwasser, und ich habe gar nichts von livesand gesagt, das war generell gemeint das oft cyanos auftauchen obwohl gar kein po4 drinnen ist, warum hat Hans Werner z.b. Das Phänomen das wenn er po4 senkt das er dann cyanos bekommt?? Wie gesagt dann müssten ja sämtliche alte Becken mit Unmengen an po4 und dazu noch kalkwassermethode cyanos haben, dem ist aber nicht so.
    Wenn das so währe hättest du ja als erster das Phänomen cyanos entschlüsselt.

    Wir machen das jetzt so, ich Wechsel jetzt meinen ganzen Boden aus, wenn dann die cyanos mindestens ein.halbes jahr weg sind vom Boden hast gewonnen, wenn nicht zahlst du mir den bodengrund ok??
    Mfg Norman

  • "test im Boden gemacht mit aufhitzen und so,"


    ??????????????

    Norman, bevor Du mir hier irgendwelche ominösen Deals vorschlägst, benutze bitte zuerst die Suche Funktion, ich habe den Test schon gefühlte hundert Mal hier erklärt:

    Mannimmt einfach eine Tasse Bodengrund aus dem Becken rührt mit dem Finger kräftig um und gießt nach kurzem Warten (Absetzen der Trübung) das überstehnde Wasser in das Probengefäß und mißt dies auf den Phosphatgehalt. Da wird nichts erhitzt oder sonstwie gezaubert!

    "warum hat Hans Werner z.b. Das Phänomen das wenn er po4 senkt das er dann cyanos bekommt??"

    Ganz einfach: Weil die Cyanobakterien, die im Boden liegenden Phosphatdepots, z.B. festes Calciumphosphat, nutzen können und dafür keine Stickstoffquelle (Nitrat) benötigen, wie zum Beispiel Algen.

    "dann müssten ja sämtliche alte Becken mit Unmengen an po4 und dazu noch kalkwassermethode cyanos haben, dem ist aber nicht so. "


    Woher weißt Du das? Schon mal den irreführenden Begriff "old tank syndrom" gehört?

    "Wenn das so währe hättest du ja als erster das Phänomen cyanos entschlüsselt. "


    Keine Panik, das wußten schon viele vor mir.
    Nur weil im Internet ständig irgendein neues Wundermittel ausposaunt wird, niemand diesen ganzen Unsinn löscht und sich diese Halbwahrheiten immer mehr ansammeln, wird die Biochemie nicht unlogischer.

    Als chemische Keule gegen Cyanobakterien kann neben verbotenen Antibiotika auch elemtares Silber eingesetzt werden, was eine Weile sehr gut funktioniert, aber nie die Ursachen beseitigt!!!

    Vernünftig kann man mit einer Kohlenstoffquelle gegensteuern um das Wachstum anderer Bakterien zu fördern. Manche geschäftstüchtigen Händler sind schon auf die Idee gekommen, under wundersamem Namen Traubenzucker zu verkaufen und es gibt auch dankbare Abnehmer dafür.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Thorsten, hatte ich mir schon gedacht. mein Phosphatabsorber war nicht mehr in Ordnung. habe ich beim messen gemerkt. Deinen Bericht habe ich gelesen und es mir schon gedacht. Nur ich bekam unter dem Mikroskop kein einwandfreies Bild.

    Kommt noch hinzu, dass ich neuen Livesand von M.M. eingebracht habe.

    Kam wohl alles zusammen. Aber nun weiß ich ja, was ich zu tun habe.

    Vielen Dank, immer wieder gut so schnell Hilfe zu kekommen. :grinning_squinting_face:

  • Mir wurde mal von Claude empfohlen Wasser zu erhitzen, es abkühlen zu lassen, und dann po4 zu messen, damit Depots messbar werden, und so kenne ich das auch.

    Hans Werner gibt aber eindeutig wieder das er cyanos bekommt wenn sein po4 sinkt , unabhangig Von Nitrat, was hat das dann mit Depots Zutun.
    Natürlich kenne ich old Tank Syndrom, aber was hat das mit cyanos Zutun, mein bekannter hat z.b. Ein 15 Jahre altes Becken wo er bis vor 9 mon noch über 0,5 po4 hatte über Jahre, dann hat er mit pellets und bactobalance alles gesenkt, ohne cyanos, also unabhängig vom,po4.
    Mein Becken ist z.b. Nicht alt, genau 1,5 Jahre und ich hab ne plage an cyanos, aber noch nie hohe po4 werte gehabt.

    Auch gebe ich schon von Anfang an Kohlenstoff ins Becken, anfangs von Red sea, dann übers zeosystem jetzt mit pellets, an den cyanos hat das.nie was geändert
    Mfg Norman


  • Cyanobakterien brauchen kein Nitrat und sind deshalb physiologisch im Vorteil, von ihrer rasanten Vermehrungsrate ganz abgesehen.

    Ich habe das hier aber schon 100 x beschrieben, bitte die SUCHE benutzen.


    Hallo,

    dem wurde aber auch schon ebenso oft mit klaren Belegen widersprochen (z.B. damit, dass die meisten in den Aquarien auftretenden Cyanobakterien gar keine Stickstofffixierung betreiben können!)
    Machen ständige Wiederholungen der gleichen Diskussionen wirklich Sinn?

    Gruß

    Bernd

  • Fassen wir zusammen:
    Cyanos machen watse wolln, ma sindse da, ma nich :grinning_squinting_face:

    Ich hab auch grad wieder welche am Boden, nachdem ich die auf den Steinen besiegt habe.
    Meine Wunderwaffe:
    Ich mach gleich wieder WW und saug die Biester ab, der Bodengrund wird brutal gespült und dann wieder eingebracht.
    Weg sindse.
    Vorerst...

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • hi

    Naja mal angenommen es stimmt , dann müsste ich ja nur meinen Bodengrund tauschen und weg sind die biester , ich werde mir das überlegen wenn ich meinen achilles richitg stabil habe , im moment würde ichdas ungern machen .

    Mfg Norman

  • Das sichtbare ist weg, ich sauge ja auch nur die oberen paar mm ab und nicht alles. Sonst wäre mein Bodengrund ja nach dem Einbringen wieder komplett leblos.

    Vorhanden sind die Cyanos eh immer und in jedem Becken, die Frage ist ja nur, ob sie sich wohlfühlen und vermehren oder ob sie unsichtbar bleiben.
    Deshalb halte ich auch alle Wundermittel für Unsinn.
    Man muss die Ursache für die Vermehrung suchen und bekämpfen, und den Viechern das Leben schwer machen, dann werden sie auch wieder unsichtbar.

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Hallo,

    ein regelmäßiges Absaugen ist schon wichtig. Damit verhindert man, dass sie sich gegenüber möglichen Konkurrenzorganismen zu sehr etablieren. Viele Mikroorganismen geben eine Art Hemmstoffe ab, mit denen sie ihre Konkurrenz auf Abstand halten und sich dadurch immer weiter ausbreiten können. Das Absaugen unterbindet diese Gefahr. Dabei muss man natürlich nicht den Bodengrund entfernen. Am besten ist es, wenn man die Cyanobakterien aus dem abgesaugten Wasser herausfiltert und das Wasser dann wieder ins Becken zurück gibt, denn Wasserwechsel fördern oftmals die Vermehrung.

    Gruß

    Bernd

  • Hans Werner gibt aber eindeutig wieder das er cyanos bekommt wenn sein po4 sinkt ...


    Hallo Norman,

    das find ich nett.

    So wie ich den Hans-Werner kenn gibt er nix so undifferenziert wieder. Ich kenn den Text nicht, auf den du dich beziehst. Aber wenn Cyanos gedeihen, dann ist auch ihr Phosphatverbrauch hoch, und natürlich geht dann der Messwert für PO4 zurück.

    Wie Torsten schreibt ist das ganze Cyanothema die Folge einer Wettbewerbssituation, und das beste Mittel gegen ein Überhandnehmen ist immer noch, gute Bedingungen für Nitrifikanten zu schaffen.

    Gruß
    Linda

  • "von Claude empfohlen Wasser zu erhitzen, es abkühlen zu lassen, und dann po4 zu messen, damit Depots messbar werden, und so kenne ich das auch. "

    Elementare chemische Grundkenntnisse sind schon hilfreich: Calciumphosphat ist bei pH 8,2 eine feste Substanz mit der höchsten Oxydationsstufe des Phosphors. Da kannst Du erhitzen, soviel Du willst. Alle Phosphattests enthalten Schefelsäure, diese verdrängt die schwächere Phosphorsäure aus ihren Salzen.

    "Mein Becken ist z.b. Nicht alt, genau 1,5 Jahre und ich hab ne plage an cyanos, aber noch nie hohe po4 werte gehabt. "


    Hast Du denn nun im Boden gemessen oder nicht? Es geht nicht um irgendeinen absoluten Wert, sondern um Ungleichgewichte zwischen Nitrat und Phosphat, die von Cyanobakterien gut genutzt werden, auch wenn Bernd uns hier mit irgendeiner "wissenschaftlichen Veröffentlichung" gern das Gegenteil erzählen will. Aber wir wollen nicht in´s philosophische abgleiten, sondern den Leuten hier helfen. Die Depots zu finden, ist der Schlüssel!
    Wenn man dieses Ungleichgewicht, in der Regel ein zu hoher Phosphatwert, einigermaßen im Griff hat, ist man in 90% aller Fälle die Cyanos los. Das geht aber NICHT in einer Hau ruck Aktion!!! Einfach langsam den Bodengrund tauschen und dann immer dafür sorgen, daß genügend grabende Tiere und eine gute Schnellfilterung vorhanden sind, ist ja keine große Sachen. Der Rest sind Spezialfälle bei denen man weitersuchen muß. Sowas zum Beispiel:

    "anfangs von Red sea, dann übers zeosystem jetzt mit pellets...."

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi

    Natürlich will ich die Ursache finden, aber ich kenne halt genug Becken die noch nie cyanos hatten trotz sehr schlechter wasserwerte und uhraltbecken mit 15 Jahre alten Boden der mal sporadisch durchgesaugt wird, wo nicht einmal Seesterne , Einsiedler oder sonst was im Becken ist, weil die Tiere ja Korallen umkippen könnten.
    Nur warum werde ich die Dinger nicht los, mit super wasserwerten, ich lasse schon immer po4 adsorber mitlaufen, Filter dauerhaft über 500ml Kohle passiv im tb, hab immer ne handvoll zeolith im Becken, schnellfilter wird alle 2 tage gereinigt, abschaumer täglich leer gemacht und das Rohr gereinigt.
    Einmal die Woche wird immer Wasser gewechselt, mindestens 50l eher mehr wobei ich jedesmal den Boden durchsauge mit mulmglocke, zur Zeit fast täglich wegen den cyanos.
    Am nächsten tag sind die wieder da.

    Außerdem habe ich die Biester immer auf einem Stein, und immer auf dem Boden, allerdings nur vorne, und leider auch auf stellen an sps wo kein Gewebe mehr war aufgrund des zeolithsystem Versuchs. Aber auch meine schöne briaberum wird immer angegriffen, sie öffnet zwar noch, aber ist auch schon geschwächt. Bin kurz davor mein chloramphenicol zu nutzen was ich für den Notfall hier habe weil ich nun seid Anfang Dezember damit rumkämpfe. Und auch bereits eine pickelkoralle und 2 acroporas verloren habe.

    Einmal editiert, zuletzt von achillesfan (2. April 2014 um 09:26)

  • Hallo Norman,

    machmal ist weniger einfach mehr.

    Für meinen Geschmack fummelst du an deinem für Meerwasserverhältnisse noch sehr jungen Becken viel zu viel rum.

    Es kann weder sein Gleichgewicht finden noch zur Ruhe kommen.

    Mein Kollege im Büro sagt gerne: Manchmal ist es besser, man macht mal nix. :winking_face:

    Viele Grüße,
    Ina

  • Was soll ich denn machen, das System wurde seid Anfang Dezember nicht mehr verändert, soll ich die cyanos deiner Meinung nach also wachsen lassen und mir dann einfach meine teils Handball großen Korallen dann in ein paar Monaten neu kaufen? Hilfst mir dann dabei? Also finanziell?
    Ich muss die schon absaugen, anders würden sie in einer Woche alles eingenommen haben, das währe eine dumme Idee sie wachsen zu lassen, es hilft ja nicht wenn ich.nachher keine Korallen.mehr habe.
    Meine wasserwerte ändern sich auch nicht.mehr groß, hätte ich nicht so empfindliche Fische, würde ich schon.längst alles ausräumen und neu starten.

    Mfg Norman.

  • Hi
    Mann solte die ruhe bewaren. Hatte im März 2010 nach langer Süßwasserzeit mit MW.angefangen. Hatte mich nach all den Jahren sehrgut mit der Chemi des Süßwassers ausgekant. Hab dann im Meerwasserbereich alles falsch gemacht was ging .2012 alles ausgeräumt und neu gestartet. Das Buch Meewasseraquarium weggeworfen und mir das Buch von Armin und Plagegeister im Riffaquarium angeschaft. Ab jetzt hab ich nur noch auf die Wassewerte geachtet . 1. Kiselalgen 2. Dinoflagelanten 3. Roteschmiralgen und bis vor ein paar Tagen grüne Schmieralgen. Ohne was dran zu machen alles wieder verschwunden .würde sagen Gedult und gute Wasserwerte sind ein gutes mittel gegen diese Plagen.
    Gruß Harry


  • Hallo Bernd,

    das interessiert mich jetzt: Wie wird die Fähigkeit, molekularen Stickstoff zu fixieren, nachgewiesen?

    lg
    Linda


    Hallo,

    durch das Vorhandensein von speziellen Zellen, den Heterocysten, in denen die Luftstickstofffixierung erfolgt. Aber nicht alle Cyanobakterien besitzen diese. (Weitere Möglichkeiten, die nur bei stark aneroben Bedingungen bestehen, spielen in den Aquarien so gut wie keine Rolle.)

    Das Kernproblem bei der ewigen Diskussion um Cyanobakterien ist die nun auch schon zigmal geschriebene Tatsache, dass es die Cyanobakterien nicht gibt, sondern dass unzählige Arten vorkommen. Zwar treten im Aquarium nur einige Arten hiervon auf, aber auch diese differenzieren sich in eine große Zahl von unterschiedlichen Stämmen mit ganz verschiedenen Eigenschaften und einem breiten Anpassungsvermögen.
    Deshalb kann es logischerweise auch nicht ein Rezept zur Bekämpfung gebe.

    Am sinnvollsten sind immer die frühe Störung durch mechanisches Entfernen und beim ständigen Wiederauftreten eine systematische, mit längeren Beobachtungszeiten verbundene Veränderung der Wasserparameter.

    Gruß

    Bernd

  • "Natürlich will ich die Ursache finden, aber ich kenne halt genug Becken die noch nie cyanos hatten trotz sehr schlechter wasserwerte und uhraltbecken mit 15 Jahre alten Boden der mal sporadisch durchgesaugt wird"

    Warum drehst Du meine Argumente um 180° und meinst, das müsse andersherum genauso gelten??? Phosphatdepots KÖNNEN, MÜSSEN aber nicht Cyanoplagen hervorrufen! Das ist doch nicht das Selbe!!!

    Offensichtlich ist es Dir ja auch zu aufwendig, einfach nur mal den PO4 Gehalt Deines Bodengrundes (Das kann zum Beispiel auch eine phosphathaltige Korallensandcharge sein!) zu messen und Du nutzt die Zeit lieber, uns hier im Forum öffentlich an Deinen Gedanken teilhaben zu lassen. Das mag ja löblich sein, wird aber kaum zum Ziel führen und nur wieder in der 172. Cyanodiskussion mit hundert Ursachen und genauso vielen Empfehlungen zu deren Bekämpfung enden. Langjährige Mitleser wissen, was gemeint ist!

    Es ist ja Dein Becken, mach mal, wie Du denkst! Deinen Fischen ist es vermutlich egal, ob Du Cyanobakterien hast oder nicht.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo

    Erstens waren weißkehl und zanclus schon vor der cyanoplage da, das dazu.
    Und ich habe bereits denen bodengrund gemessen mit dem Ergebnis das ich da den gleichen Wert wie im freiwasser habe.

    Nochmal für die die es bisher überlesen haben, no3 ist bei mir seid langen bei ca 0,75-1, po4 im Wasser genauso wie im Boden bei ca 0,04-0,05.
    Ich habe dauerhaft po4 adsorber laufen, der bodengrund wird mindestens 1x wöchentlich durchgesaugt im Moment fast täglich der cyanos wegen, dann wird spätestens am 2ten tag der schnellfilter gewaschen, abschäumer wird täglich gelehrt, wasserwechsel einmal die Woche 5%, zur Zeit fast täglich.
    Das erste 3/4 jahr waren nie cyanos da oder sonst was.
    Erst seid Dezember 2013 als ich die zeovitmethode abgebrochen habe sind sie plötzlich explodiert.

    Ich werde gerne nochmal den Boden messen auf Phosphat, bin aber der Meinung da kommt eh das gleiche wieder bei raus.
    Und wie gesagt weißkehl und zanclus waren schon lange vor der plage da, klar hätte ich mit dem achilles warten können, aber der dürfte laut euren aussagen eh nicht.mehr leben, bisher hat er nichtmal punkte, und frisst mit dem weißkehl zusammen am noriblatt, aber das ein anderes Thema.
    Probiert habe ich bereits lampenwechsel, wobei der Wechsel der blauen röhren zu weißem die sache noch verschlimmert hat. Salzwechsel von reef crystals zu Red sea zu tropic marin Salz, kh Erhöhung bis auf 10, Spurenelemente weg gelassen, alles bisher ohne ein Anzeichen von Reaktion der Biester, das absaugen täglich bringt auch nichts, die cyanos sind spätestens am Mittag wieder richtig dick da, wie ein Teppich, und auch nur vorne, hinten und an den Seiten sind keine cyanos trotz gleichem bodengrund und gleichem Licht,
    Ich messe wie gesagt heute abend zu hause nochmal den Boden,

    Mfg Norman.

    Einmal editiert, zuletzt von achillesfan (2. April 2014 um 12:26)

  • Hi,

    andererseits hast Du ja auch extra mehr gefüttert durch den schwierigeren Neuzugang, oder? Bei PO4-Änderungen dadurch könnte schon Cyano-Vermehrung beschleunigt werden.

    Das mit dem Bodengrund mag ja auch manchmal sein, aber Cyanos sind ja zeitgleich oft auch auf Steinen und sogar geschwächten Korallen zu finden, da hilft son Tausch nur bedingt - was bei Dir ja auch ist, oder?
    Bei PO4 Änderungen denke ich hatte ich gefühlt am ehesten Cyanos an Stellen, wo 2 verschiedene PO4-Niveaus aufeinandertreffen (z.B. auch Bodengrund).

    Ich hab auf dem Boden inzwischen gar keine Cyanos mehr, Sanddollar und Grundeln sei dank - blitzblanker weißer dicker Sandboden.
    Nur noch am manchen Steinen/Korallen muss ich abundzu mal was tun, ich puste es einfach mit Bratenspritze in die Strömung, Rest macht das System. *g*

    Viele Grüße,
    André

  • Naja mal angenommen es stimmt , dann müsste ich ja nur meinen Bodengrund tauschen und weg sind die biester


    Nee, Norman, leider nicht, weil in einem Becken mit wenigen Nährstoffen ist der frische Korallensand oder Life Sand oft höher mit Phosphat belastet als der alte, kann also auch geradewegs nach hinten losgehen.

    Ja, das mit den Cyanos und dem Phosphat sehe ich so und hier scheint es ja auch wieder so: Phosphat war eine Zeit lang höher, wurde im Boden gespeichert, dann wurde Phosphat abgesenkt und schon hat man die Cyanos auf dem Boden, wo sich noch das gespeicherte Phosphat befindet. Es gibt sogar Bedingungen, unter denen wandern die Cyanos jeden Nachmittag in den Boden hinein, um sich dort das Phosphat zu holen. Am Morgen kommen sie dann wieder heraus. Selbst so schon beobachtet.

    Ich würde sagen, das sind alles Cyanos, die grünen, die schokobraunen fädigen und die roten. Die grünen Cyanos scheinen bei (manchen?) Organik-Dosierungen nicht so selten.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo

    Oh man, ich hatte aber ja bereits cyanos als ich das zeosystem abgebrochen habe, da ist mein po4 auch genauso gewesen, das mit dem füttern stimmt, aber wie ja gesagt sind die cyanos schon viel länger da.
    Ich müsste also wenn ich po4 im Boden habe einfach den adsorber raus und weg gehen sie???
    Warum haben dann aber viele bekannte von mir mit alten Becken keine Probleme seid dem sie ihre Werte nun senken, die haben Unmengen an Depots??
    Mfg Norman

  • durch das Vorhandensein von speziellen Zellen, den Heterocysten, in denen die Luftstickstofffixierung erfolgt. Aber nicht alle Cyanobakterien besitzen diese. (Weitere Möglichkeiten, die nur bei stark aneroben Bedingungen bestehen, spielen in den Aquarien so gut wie keine Rolle.)

    Hallo Bernd,

    für anaerobe Bedingungen ist im kleinsten Aquarium, sogar in einer Mulmflocke, Platz. An- oder Abwesenheit von N2-Fixierung lässt sich nur duch spezielle Methoden, wie Acetylen-Reduktion, halbwegs sicher nachgewiesen werden. In den letzten Jahrzehnten gab es so viel neues über N2-Fixierung, z. B. Anteil der heterotrophen N2-Fixierung, N2-Fixierung durch Vibrio usw., da würde ich lieber keine Dogmen aufstellen. Außerdem weiß man, dass es Cyanos gibt, bei denen die N2-Fixierung nicht räumlich getrennt in den Heterocysten sondern zeitlich getrennt von der Photosynthese, also nachts, stattfindet. Wenn manche Cyanos also nachts in den Boden wandern um Phosphat zu tanken, warum sollen sie nicht vielleicht auch noch N2 fixieren? Es gibt aber gute Gründe, weshalb sie es ziemlich sicher in den meisten Aquarien dennoch nicht tun: Es ist viel einfacher und vor allem weniger energieaufwändig, Ammonium oder Nitrat als Stickstoffquelle zu nutzen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Norman,

    ich glaube, dass Deine Bekannten das Phosphat absenken, hattest Du in diesem Thread noch nicht geschrieben. Keine Ahnung, Glück gehabt. Wir wollen ja im Moment nur wissen, weshalb sie auftreten, das wär ja schonmal was. Weshalb sie manchmal vielleicht nicht auftreten, machen wir nachher, versprochen! :winking_face:

    Gruß

    Hans-Werner

  • Ok, vielleicht erstmal wie kriege ich sie sicher weg, denn so langsam rauben sie mitreden Nerv.
    Ja der eine hatte ja mit euren pellets und bactobalance seine werte von 80mg Nitrat und ich glaube 0,5mg po4 innerhalb von einem 3/4 jahr beides auf n.n. Gebracht mit salifert. Mit meinem gilbers po4 test war glaube ich noch 0,05 da.
    Auch die ganzen Leute die im zeoforum ihre Becken auf zeovit umstellen und recht schnell ihre po4 werte auf wirklich teils 0,01 senken haben sehr selten cyanos, zumindest liest man dort wenig davon, deshalb ist das für mich so schwierig zu glauben.


    Mfg Norman

  • Hallo Hans-Werner,

    zu Deinen Ausführungen stehe ich nicht im Widerspruch. Wogegen ich Vorbehalte habe, ist die verallgemeinernde Ansicht, dass Konkurrenzvorteile durch die Möglichkeit der Stickstoffixierung d i e Ursache der Massenvermehrungen sei. Die Nutzung ökologischer Nischen, in denen ein hohes Phosphatangebot einem Stickstoffmangel gegenübersteht, ist eine, aber eben nur eine von mehreren Möglichkeiten. Ob dabei unter aneroben Aquarienbedingungen non-heterocystische Cyanobakterien tatsächlich relevant sind - in quantitativer Hinsicht habe ich da bei Massenvermehrungen deutliche Zweifel - kann offen bleiben.
    Wichtiger scheint mir der Umstand, dass eine ganze Reihe von Cyanobakterien (Aphanizomea, Spirulina rosea u. subsalsa und andere) umgekehrt erhöhte Speicherkapazitäten oder Aufnahmemöglichkeiten für Phosphat (durch de-novo Synthese /periplasmatische Phosphatasen) haben. (Nach meiner Erinnerung hast Du dies auch schon einmal ausgeführt.)

    Dadurch ergeben sich zwangsläufig gerade gegensätzliche Ursachen und Handlungsmuster, die der einseitigen Fixierung auf Phosphatdepots im Bodengrund widersprechen.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    bis auf den letzten Satz sehe ich das auch so oder so ähnlich. Das mit den Phosphatdepots ist einfach eine Beobachtung, auch, dass die Cyanos sogar in den Boden wandern, wenn sie sehr wohl Stickstoff aber sehr, sehr wenig Phosphat angeboten bekommen. Ich würde mal sagen, die Cyanos sind einfach anderen Organismen in der Nutzung dieser Phosphatdepots überlegen (Produktion von organischen Säuren?) und deswegen sind sie in solchen Situationen zu finden. Andere Ursachen müsste man erstmal festmachen. Da gab es ja einen Versuch, der aber scheinbar keine Ergebnisse erbracht hat, zumindest wurde meines Wissens noch nichts mitgeteilt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    ein Beispiel für meinen Rückschluss im letzten Satz ist das auch zu beobachtende Auftreten in Becken ohne Bodengrund und Dekomaterial. Theoretisch denkbare kleinere Ablagerung an Scheiben etc. können zu mindest bei Massenvermehrungen in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Da wären die auch schon beschriebenen physikalischen Faktoren vielleicht eher denkbar.

    Gruß

    Bernd

  • "Auch die ganzen Leute die im zeoforum ihre Becken auf zeovit umstellen und recht schnell ihre po4 werte auf wirklich teils 0,01 senken haben sehr selten cyanos, zumindest liest man dort wenig davon, deshalb ist das für mich so schwierig zu glauben. "

    Das hat überhaupt nichts mit Zeolith zu tun, sondern vor allem mit der Kohlenstoffzugabe. Ob Du da nun, wie beim Zeovitsystem einfach Essig, die Alkoholmethode oder Baktobalance oder noch etwas anderes (Traubenzucker) nimmst, spielt zunächst keine Rolle.

    Eine Kohlenstoffzugabe, welche langsam hochgefahren werden muß, verschafft scheinbar anderen, heterotrophen Bakterien( Die CO2 nicht als Kohlenstoffquelle wie Cyanos nutzen können) einen Vorteil so daß diese dann eine ernsthafte Konkurrenz zu den Cyanos werden. All das geht nicht in 2 Tagen, man braucht wirklich Geduld dabei, aber bei den meisten Leuten hilft das, bei gleichzeitiger Phosphatminimierung. Einen Phosphatmangel sollte Dein Becken so schnell nicht erleiden, denn Du fütterst ja Deine Fische regelmäßig.

    Das klingt allerdings alles wenig überzeugend, wie hoch ist der aktuelle Wert denn, besonders dort, wo die Cyanos sich breit machen? (Du kannst auch diese mal verrühren und messen!), wirkliuch 0,04mg/l mitten im Bodengrund?:


    "Und ich habe bereits denen bodengrund gemessen mit dem Ergebnis das ich da den gleichen Wert wie im freiwasser habe. "


    Das ist auf jeden Fall schon mal eine ganz hervorragende Maßnahme, nervt aber auf Dauer! Führt aber im Umkehrschluß dazu, daß Dein Substrat schon phosphathaltig sein könnte. Das kannst Du messen, indem Du einen Fingerhut voll davon in Salzsäure auflöst, 1:10 verdünnst und dann mal den PO4 Gehalt bestimmst:


    "Ich habe dauerhaft po4 adsorber laufen, der bodengrund wird mindestens 1x wöchentlich durchgesaugt im Moment fast täglich der cyanos"

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!