Sand austauschen, ein Horror!

  • Hallo an Alle,
    versuche seit 4 Wochen den Sand abzusaugen. Ein Horror. Habe mir extra einen 32mm Schlauch besorgt, in der Annahme das es besser geht. Mit nichten. Bei 40 Liter Wasser bekomme ich ca. einen halben 5 Liter Eimer Sand raus. Bin ich zu blöd?

    Kann mir jemand einen Trick erklären, sonst brauche ich ein Jahr um den Sand rauszubekommen. Hab auch keinen neuen Sand reingeschüttet, denn ich will ja nicht den Alten überdecken. Es ist jedenfalls immer ein Saustall im Wohnzimmer.

    Mal kommt Wasser, dann wieder Sand. Meine Frau saugt an, dann muss sie wieder unters Sauerstoffzelt. Mühsam.

    Weiss Jemand einen Trick?

    LG

    Alfred

  • hi,
    häng eine filtersocke ins technikbecken. dort ist dann der auslass von dem schlauch mit dem du im becken den sand aussaugst.
    vieleicht tut es auch ein etwas kleinerer schlauch...
    saugen, fitersocke leeren immer weiter bis der komplette sand raus ist.

  • Hi Alfred,

    eigentlich ist es gut den Sand nicht auf einmal abzusaugen.
    So bleibt Dir immer genügend Leben im restlichen Bodengrund.

    Würde eher einen kleinen Schlauch 16/22 nehmen, und einen Streifen oder je nach Becken einen gut erkennbaren Teil absaugen.
    Dann mit frischem ergänzen, und beim nächsten Wasserwechsel die nächste Fläche. Kannst je nach Becken auch mit Plexiglasstreifen zum abgrenzen arbeiten.

    Alles in die Filtersocke und weiter halte ich für riskant.
    Solltest Du größere Po4 Einlagerungen im Bodengrund haben, brichst Du diese auf, und hast dann einen gewaltigen Nährstoffüberschuß....

    LG,
    Wolfgang

  • Als ich mein sand entfernt habe ging das recht gut.

    Ich habe mit einem 1 liter Messbecher erstmal immer so viel entnommen wie es ging und anschließend mulmglocke mit schlauch und rest abgesugt.

    Ati 8x80w,BubbleMaster 200,DeBary,Kalkreaktor+Ph-Control,2x6105+7095,Sander C50,Pelletreaktor

    Gruß

    Cemil

  • Falls im Becken etwas Platz ist, wäre es besser, den Sand vorsichtig in eine Ecke zu schieben und dann mit einer kleinen Schaufel in ein Gefäß zu verbringen. Dieses dann vorsichtig entnehmen. Es darf aber kein Wasser auslaufen, Wolfgang hat ja schon auf Phosphat hingewiesen. Den Rest dann mit der Hand zu einem Haufen zusammenschieben. In die andere Ecke kann dann schon neuer Sand. Noch etwas abwarten mit der Menge, denn auf der Glasscheibe wird sich noch etwa eine Woche Mulm ansammeln, der sich einfach absaugen läßt.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo zusammen,

    5 Liter Sand pro 40 Liter Wasserwechsel halte ich für realistisch. Wenn keine großen Stücke drin sind, könnten es vielleicht auch 10 Liter Sand werden. Ich halte auch einen 16/22mm Schlauch für praktischer. Die Höhendifferenz zwischen Eimer und Becken sollte möglichst groß sein und der Schlauch sollte vom Becken bis zum Eimer Gefälle nach unten haben. Deshalb sollte der Schlauch nicht zu lang sein. Kleine Korallenbruchstücke kann man im Schlauch zerdrücken. Am besten man saugt die gar nicht ab.

    Die beschriebenen Probleme sind für mich noch ein Grund mehr die Schichtdicke auf maximal 1cm zu reduzieren. Ich bringe inzwischen nur noch so viel Korallenbruch ein, dass der gesamte Boden mit einer dünnen Schicht bedeckt ist. Mit geschätzt 4mm Durchmesser wird der von den Pumpen auch nicht so schnell weg geblasen.

    Schöne Grüße

    Mirco

  • Hallo!

    Bei uns im Verein ist gerade fast der gesamte Fischbestand eines lange stehenden Beckens umgefallen.
    Die Besitzerin hat mit einem Stab im Bodengrund umgerührt.
    Interessant dabei war das kein Schwefelgeruch aufgefallen ist.

    Also wenn eine höhere Schicht schon länger im Becken ist würde ich nur absaugen.
    Auch das Wasser im Lückensystem des Bodengrundes sollte so schnell als möglich raus.

  • Zitat

    Hallo!

    Bei uns im Verein ist gerade fast der gesamte Fischbestand eines lange stehenden Beckens umgefallen.
    Die Besitzerin hat mit einem Stab im Bodengrund umgerührt.
    Interessant dabei war das kein Schwefelgeruch aufgefallen ist.

    Also wenn eine höhere Schicht schon länger im Becken ist würde ich nur absaugen.
    Auch das Wasser im Lückensystem des Bodengrundes sollte so schnell als möglich raus.

    Was kann man dagegen von Anfang an tun, um es garnicht erst so weit kommen zu lassen?

    Boden grabende Tiere (Seesterne, Schnecken und Grundeln) ist klar.

    Sonst noch was?


    Sent from my iPhone 5S

  • Zitat

    Was kann man dagegen von Anfang an tun, um es garnicht erst so weit kommen zu lassen?

    das was ich schon seit vielen Jahren mache : .. gar keinen Sand verwenden. Sand ist oft ein großer Herd für Probleme in Meerwasseraquarien. Im Meer wachsen auch keine Korallen im Sand, sondern auf Felsen. So schön weißer Sand auch aussehen mag, ist und bleibt er ein Herd für Probleme. Die *Müllhalde* im Aquarium.


    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Was machst du als alternative Klaus ?

    Den boden verspachteln ? Mit ws genau sprich wie ?

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    Gruß

    Cemil

  • naja es gibt ja z.b. speziellen mörtel u.a auch von korallenwelt wie ich mal gesehen habe...

  • Moin,

    5L Sand auf 20 Liter ist doch eigentlich eine ganz gute Quote. Wenn Du das 2x/Woche machst bist Du in 4 Wochen durch und schneller soll man das auch gar nicht machen damit die Organismen Zeit haben sich im neuem Sand auszubreiten.
    Ich fange immer auf der linken Seite an, mache so 20 bis 30cm Breite je Arbeitseinsatz und fülle die auch gleich wieder mit neuem Sand auf.

    Mit salzigen Grüßen aus Mecklenburg

    Gordon


    Schaubecken: Bubble King SM 250 mit Royal Speedy & Aquadriver Scimclean, 5xOrphek Atlantik + 5xAI Hydra, Strömung 3xAbyzz, Rückförderung 2x Royal Speedy, 2x 55WUV DeBary, 50mg Sander Ozon, Vliesfilter Rollermat, komplett Riffkeramik Korallenwelt, Beckenboden gemörtelt, Dosieranlage TEC III NG 7fach, Balling

  • Also ein Aquarium OHNE Sand kann ich mir garnicht vorstellen...
    Ich habe gerade selber übergangsweise ein 210L Becken aufgestellt, weil Mittwoch mein neues Becken geliefert wird...
    In dem Übergangsbecken habe ich auch keinen Sand...

    Gefällt mir garnicht!!

    Und alles zubetonieren... wie gesagt... man muss es mögen...
    Ich mag es nicht so...

  • Hmm mit kein Sand ist auch nicht gemeint das man den Glasboden sieht.

    Schau dir mal pasr Projekte von Torsten an in irgend einem Thread sieht ganz gut wie er das macht und das aussieht.
    Würde ich neu anfangen und die geschichte ist erschwinglich wird es so gemacht.

    Als ich neu mit mw angefangen habe konnte ich mir auch vieles nicht vorstellen was ich heute total cool finde.

    P.s jörg ich glaube herr jansen mischt das selber, der macht ja Aquaristik etwas länger :winking_face: ..... daher hatte ich gefragt.

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    Gruß

    Cemil

  • Moin,


    ich finde, Sand macht gar keine Probleme. Auf jeden Fall nicht mehr Probleme,
    wie künstliches Riffgestein, totes oder lebende Steine. Natürlich gibt es
    Beckenarten, bei denen spielt Sand eine untergeordnete Rolle, aber die Auswahl
    der zu haltenden Tiere wird schon sehr eng. Sogar meine Schoki-Doc basten sich
    ab und an einen 30cm Sandkrater zwischen und unter der Keramik als Liebesnest,
    meine Harlekin-Lippis baggern oft im Hintergrund, ferner habe ich 6 weiter
    Arten Lippis, welche sich abends einbuddel, Zylinderrosen Anemonen, Seewalzen
    und nicht zu vergessen das ganze Kleinzeug. Mein Paar Chelmon hätte auch in
    einem Becken Zementaustattung kaum was zu futtern. Meerwasserbecken ohne
    Sandboden sich für MICH keine Option. Es gibt viele geile SPS-Becken mit
    reichlich Bodengrund. Ich kenne kein schönes SPS-Mix-Becken,meist nur Standard-Lederkorallen und
    einfach zu haltender LPS, mit gebrannten Tonskulpturen und ohne Sand.
    Fall jemand andere Meinung ist ....... her mit den Fotos....


    Mir hat ein Austauschen des Bodengrundes noch nie einen nützlichen Vorteil
    gezeigt. Dennoch wechsele ich so alle 2-3 Jahr den Bodengrund mit einem
    billigen Kärchner Nasssauger. Das Sand-Wasserverhältnis ist auch recht
    bescheiden. Innerhalb von 3-4 Wochen, erst 1/3 Sand, dann das zweite Drittel,
    ein Drittel neuen Sand rein, den letzten alten Sand raus und zum Schluss
    den restlichen Sand auffüllen.
    Gruss,
    Dietmar

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  • Moin,

    also für mich ist ein Becken ohne Sand auch bescheiden schön. Um das Problem mit dem partiell durchscheinenden Glasboden aufgrund der Strömung zu umgehen, habe ich den Boden von KW-Torsten
    mörteln lassen und dann den Sand drüber gestreut - ca. 3cm. Natürlich fanden das meine Baggergrundeln nicht so schön mit den 3cm und haben hier und da einen schönen Haufen gemacht. Nun ist
    er nur i.M. 3cm :D. Sand tausche ich nur, wenn sich Cyanobakterien auf dem Sand bilden. Das ist nach ca. 3 Jahren der Fall gewesen - Messungen haben gezeigt, das sich da ordentlich Phosphat anlagert.

    Mit salzigen Grüßen aus Mecklenburg

    Gordon


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  • Hallo an Alle,
    danke für die vielen, tollen Tips. Ist klar, dass ich nicht den ganzen Sand auf einmal rausholen will. Aber nach 2 mal absaugen konnte ich noch keinen neuen Sand einfüllen,denn ich will ja nicht den neuen Sand über den alten Kippen.Dann kann ich es gleich bleiben lassen. Werde halt weiter alle 14 Tage weiter absaugen, bis das Zeugs raus ist. In die letzten Winkel und Ecken komme ich ja eh nicht, denn dazu müsste ich erst mal Alles rausholen. Das tu ich mir nicht an. Werde aber in Zukunft nur mehr eine Sandschicht von max. 2 cm machen, denn weniger würde die Grundel nicht vertragen. Ein Poroblem ist halt bei einem dünneren Schlauch, dass sich da immer wieder abgestorbene Korallen oder auch Schnecken darin verheddern und dann natürlich kein Sand mehr nachkommt. Meine Freundin wird sich freuen, dass das Ganze noch eine Zeitlang so weitergeht, denn die hat beim Anziehen jedesmal ein Ladung Wasser im Mund.

    Jedenfalls nochmals Danke an Alle

    Liebe Grüße aus Wien

    Alfred

  • Nachtrag an Alle:

    Mit was füllt Ihr den Sand ein, ohne einen Tsunami zu erzeugen? Sand vorher waschen, das ist klar. Ich habe einen Bierkrug mit Zinndecken, den ich aufüllen könnte und gezielt an den Stellen öffnen könnte. Andere Variante: Ich habe ein dickes Plexirohr, wo ich oben einen Trichter anbringe, der unten abgeschnitten ist. Gibt es noch eine bessere und schnellere Lösung?

    LG

    Alfred

  • Hallo,

    mit dem Absaugen ist es immer ein Problem. Bei zu dicken Schläuchen kommt zu viel Wasser, so dass das Auffanggefäß gleich voll ist. Dünne Schläuche verstopfen recht schnell. Deshalb habe ich es im Prinzip immer wie Torsten gemacht, also ein Gefäß ins Becken gestellt und den Bodengrund dann hineingeschaufelt.

    Ich rate außerdem - sofern es der Fischbesatz zulässt - keinen feinen Sand sondern Korallenkies zu verwenden. Meiner (3 - 4 mm Körnung) ist schon Jahre ohne Probleme im Becken. Darin entwickeln sich weit weniger Problemzonen als im dichten, feinen Sand.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo,

    Du musst den neuen Sand unbedingt parallel einfüllen, damit er "biologisch einfährt". Ich mache das immer mit einem 40mm PVC-Rohr, welches 10cm länger ist als die Beckenhöhe. Auf dem Ende des Rohres
    habe ich eine abgeschnittene PE-Flasche - quasi ein Trichter. In den fülle ich mit einem Becher nach und nach Sand ein, welcher dann durch das Rohr zum Bodengrund gelangt. Durch das Anheben des Rohres
    (vom Glasboden im Wasser) kannst Du nun sehr dosiert den Sand punktgenau auf den Boden verteilen. Kein trübes Wasser und totale Kontrolle - super einfach.

    Mit salzigen Grüßen aus Mecklenburg

    Gordon


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  • Hallo Alfred,
    ich bediene mich da gewisser Kuechenutensilien, wie grosse Schoepfkelle und/oder Plastiksiebschuessel.
    Erst wird der Sand darin gewaschen und dann vorsichtig an die Stelle gebracht, wo er hin soll. Das funktioniert
    ausgezeichnet.Wenn man langsam vorgeht, auch ohne grossartige Eintruebung.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Bernd,
    so werde ich es machen, den Schlauch kann dann immer noch für den Rest verwenden, denn geau diese Probleme , die Du anfürst habe ich. Zuerst mit dem normalen Schlauch abgesaugt, Verstopft, dann mit dem Dicken und die Schweinerei war perfekt.
    Wie füllst Du den neuen Sand ein? Wieder mir einem Gefäß?

    LG

    Alfred

  • Hallo Alfred,

    Du kannst bei kleineren Flächen auch einfach ein gut gewaschenes Glas je nach benötigter Menge verwenden.
    Vorsichtig gerade eintauchen, bis zur gewünschten Stelle hinbewegen und dann langsam kippen.
    Pumpen ausschalten hilft ;-))

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo Gordon,
    Dich habe ich bei der Einfüllfrage vergessen. Sorry Genau so habe ich es mir gedacht. Die Frage wäre Überflüssig gewesen.

    LG

    Alfred

  • Hallo Alfred!

    Zu Deiner Freundin, oder besser zum Ansaugen.

    Halte den Schlauch als ganzes unter den Wasserspiegel. Dann den Schlauch mit den Daumen zuhalten und jetzt ab mit dem verschlossenen Schlauchende in den Eimer.
    Und jetzt, am besten tief drinnen im Eimer, den Daumen weg vom Schlauchende.
    So geht es auch ohne das ganze Becken leer zu trinken.

  • Zitat

    .....Tonskulpturen und ohne Sand. Falls jemand anderer Meinung ist ....... her mit den Fotos........


    bitte schön..... :grinning_squinting_face:

    Oder hier... die Bilder sind schon Asbach Uralt, ( aus 2004 ) komplett ohne Sand.....



    .. und so das Ganze bei Neubeginn aus......


    Grüße .. .Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Das sieht sehr gut aus und man kann sich eine Mögliche Ursachen Quelle ersparen.

    Wie bekommt man das so toll hin ?

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    Gruß

    Cemil

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