Frisch angesetztes Wasser ruhen lassen?

  • Hallo Ihr,

    Zitat

    Original von Millenniumpilot
    ... Das Salz wird in den Osmosetank gegeben und nach ca. 2 Stunden, wenn es sich optisch anscheinend vollständig aufgelöst hat, dem Becken zugegeben.
    ...... auch wenn sich das Salz bei mir optisch aufgeöst hat, das Wasser wieder klar ist, es sich bei mir wohl trotzdem noch nicht vollständig gelöst hat. Ich werde jetzt versuchen, beim nächsten mal viel länger mit der Zugabe des neuen Wassers zu warten und schauen, ob der Effekt nachlässt.
    Das spräche dann für eine längere Standzeit vor der Zugabe.

    Gruß Dirk

    habe beim letzten Wasserwechsel anstatt der üblichen 2h diesmal 6..7h gewartet, bevor ich das Wasser dem Beckenkreislauf zugeführt habe. Hatte diesmal keine Probleme mit dem Salzgehalt.
    Klares Wasser und kein Bodensatz mehr sichtbar alleine war also bei mir noch kein Garant dafür gewesen, das sich das Salz vollständig gelöst hat.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo Dietmar,

    Ich möchte das Gelingen nicht in Abrede stellen. Manche Arten sind toleranter, einige nicht. Außerdem hattest Du ja doch einen hin und wieder durchgeführten WW angeführt. :grinning_squinting_face: Ob das für die gesamte Palette der von uns gepflegten Korallen ausreicht, möchte ich bezweifeln. Es sind einige Spezies darunter, die als heikel gelten und ohne eine zusätzliche Auffrischung von Spurenelementen und Salzen nicht in jenem Maße gedeihen, wie sie in ihrem natürlichen Habitat vorgefunden werden. Das hat seinen Grund nicht allein unbedingt beim Futter, sondern auch in der Verwertung der ihnen in diesem Lebensraum permanent angebotenen biochemischen Elemente.
    Bleiben wir einmal in dieser Ecke. Eine alte Bauernweisheit besagt, dass der dümmste Bauer die dicksten Kartoffeln hat (dümmster Bauer = karger Boden?). Mag sein, aber das ist, bezogen auf unser Thema, nur die halbe Erkenntnis. Besagter Bauer wird auch nur mit dieser einen Kartoffel Erfolg gehabt haben, denn über die anderen (Kartoffel)-Sorten sagt dieses Sprichwort nichts aus. Jede Pflanze, und hier beziehe ich mal die Korallenarten mit ein, benötigt den ihr eigenen „Boden“, denn ohne ihn würde sie verkümmern und schlimmsten Falls das Zeitliche segnen. Ich habe im Laufe der Zeit Korallen gehalten, die ohne die zusätzlichen Hilfsmaßnahmen zwar irgendwie gewachsen wären, aber nie ihre natürlichen Farben und ihren arttypischen Wuchs erhalten hätten. Licht spielt hier natürlich auch eine Rolle. In solchen Diskussionen ist der beste Beweis für die Gesundheit einer Koralle die Konsistenz ihres Skelettes. Vergleich einmal die Festigkeit eines aus der Natur entnommenen Korallenblocks mit dem eines jahrelang vom WW vernachlässigten Beckens. Der Unterschied liegt in ihrer Brüchigkeit, was einen Mangel an eingebauten Elementen darstellt, bzw. Störungen im Skelettaufbau. Ein und dieselbe Korallenart kann in der Natur auch in unterschiedlichen Tiefen vorkommen. Die Farbe und Wuchsform werden sich dadurch leicht verändern, die Konsistenz ihres Skelettes aber nicht. Da wir aber immer noch nicht genau wissen, was eine jede Koralle für sich allein gänzlich in Anspruch nimmt, bleibe ich beim allumfassenden WW und nicht beim Prinzip Gießkanne, in dem ich nur ab und zu irgendwelche Elemente zufüge, deren Wirksamkeit nur partiell zu erklären sind.
    Wie gesagt, wenn ich den Unterschied nicht kennen würde, könnte ich mich auch nicht so weit aus dem Fenster lehnen, um meine Philosophie in der Haltung von Korallen und Niederen anderen schmackhaft zu machen. Vielleicht aber praktiziere ich ein Zuviel des Guten. Wenn das so sein sollte, liegt mein Defizit nur im Geldbeutel und nicht in der Gesundheit meiner Korallen.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo.

    Ich habe ja erwähnt, dass das nur ein Beispiel ist. Vielleicht pflege ich nur einfache Korallen ??? und
    und habe daher Glück. Auf Grund von Ablegern, welche ich in grossen Mengen abgegeben habe,
    kenne ich auch die Konsistenz der Skelette meiner Korallen. Das war immer fest und nicht porös.
    Wenn Du durch den WW die fehlenden Spurenelemente und usw. zuführen kannst, so sag mir welches
    Salz Du verwendest. Ich habe schon verschiedene Salze verwendet, trotzdem glaube ich nicht, dass
    alles drinnen ist was benötigt wird. Die Beschreibungen sind geduldig. Bei BIO ist leider oft nicht BIO drinn.
    Ich wechsle rund 5- 10 % des Beckeninhaltes im Jahr. Was meinst Du ist die Menge, die man wechseln
    sollte ? Im Anhang noch 2 Fotos meines Beckens vor einem Jahr. ( nach 12 Jahren Standzeit ) Mein
    heutiges sieht durch dem Umbau für die Haltung von Brunnenbauern etwas anders aus. Weniger Korallen ect.

    Grüsse Dietmar

  • Hallo Hajo.

    Bitte entschuldige. Ich habe geschrieben, dass ich 5 - 10 % im Jahr WW durchführe. Es sollte aber
    50 - 100 % heissen.

    Grüße Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    vormals hatte ich ja erwähnt, dass einige Tiere in der Lage wären, sich auch an weniger optimale Gegebenheiten anzupassen. Das gilt insbesondere über einen langen Zeitraum, was bei Dir ja zutrifft. Diejenigen Arten aber, die nicht in der Lage sind, sich schnell zu akklimatisieren, verdienen eigentlich unsere größte Aufmerksamkeit. Du wirst sicher auch bei Dir Verluste beobachtet haben, die zuerst nicht erklärbar waren. Während die eine Art keinen Schaden nahm, überlebte die andere Spezies nur für kurze Zeit. In erster Linie scheint es Neuzugänge zu treffen, die gerade aus der Natur entnommen wurden, also keine Nachzuchten, die bereits ihr künstliches Element kennen gelernt haben. Nach meinen Beobachtungen betrifft es aber auch jene Tiere, die aus qualitativ hochwertiger (Wasser)-Pflege in die Gefilde des Altwassers übersiedelt wurden. Diese Beobachtungen sind nicht neu, haben aber oft (nicht nur) etwas mit der Wasserbeschaffenheit zu tun. Wenn man wie Du die etwas resistenteren Arten pflegst, führt das beileibe zu keinerlei Kritik, aber es ist nicht das Maß aller Dinge. Deine These von der Geduld ist ja nicht ungewöhnlich, aber ob sie uns immer zu der richtigen Erkenntnis verhilft, darf man bezweifeln. Für mich gilt ein anderer Ansatz. Z. B. was setzt man sich als Ziel? Immer in Geduld zu verharren bringt uns nicht weiter. Persönlich reagiere ich erst einmal neugierig auf alle positiven Erfahrungen aus der salzigen Szene, wie auch auf diverse wissenschaftliche Veröffentlichungen, soweit sie mir weltweit zugänglich sind. Allerdings tritt da nicht jede Erklärung oder Meinung ihren Beweis an. Leider. Umso mehr liegt es an uns, alles zu hinterfragen und/oder sich selbst an eine neue Materie heranzutasten. Der Weg ist das Ziel. Stillstand hilft uns nicht weiter. Sonst wäre auch die Meerwasseraquaristik heute nicht auf so einem hohen Stand. Weder Du noch ich haben das Rad neu erfunden, eine Glaubensfrage kann es auch nicht werden, denn dann wären sämtliche Empfehlungen namhafter Autoren und Wissenschaftler in puncto PRO WW für die Tonne. Wenn man jetzt Deinen Faden weiterspinnen würde, käme man auf den Gedanken, dass uns weltweit die „Salzmafia“ im Griff hat, indem sie sich einer aggressiven Werbung bedient, die uns suggeriert ohne WW nicht auskommen zu können. Anders herum könnte ebenso vertretbar werden, dass die einmalige Füllung beim Start eines Beckens ausreichen würde. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Die Erfolge in der Korallenhaltung der letzten 20 Jahre, bzw. auch in ihrer Vermehrung, basieren m. E. nicht primär auf der Entwicklung der Abschäumer (wie ich mal gelesen habe), sondern in der konsequenten Weiterentwicklung der Salzmischungen. Ich betreibe u. a. seit 4 Jahren ein Abschäumer freies Steinkorallen-Becken. Vor 30 Jahren wäre mir das kaum gelungen, trotz intensiver Abschäumung! Den Erfolg schreibe ich den heutigen, exzellenten Salzmischungen zu. Ich kenne auch die andere Seite. Mein Quarantäne-Becken wird ebenfalls ohne Abschäumung betrieben, allerdings auch (fast) ohne WW. Es befinden sich in ihm Ableger aus anderen Becken, und es ist eigentlich zur Akklimatisierung neuer Fische gedacht. Den Unterschied sehe ich deutlich, täglich!
    Die Frage nach den Salzmischungen ist nicht einfach zu beantworten. Mit Premium-Salzen kann man eigentlich nichts falsch machen, aber auch da gibt es Mogelpackungen…….
    Ich vermute aber mal, dass die Korallen sich aus einem vielfältigeren Angebot effektiver bedienen können, als aus einem von stark begrenzten Elementen. Die Trefferquote für die Optimierung von Gesunderhaltung und Wachstum einer jeden, momentan von uns gepflegten Korallenart scheint mir da höher zu sein, als bei den billigen Salzen. Ähnlich sehe ich das beim Thema WW.
    Übrigens: Ich vermisse die Reaktionen unserer Forengemeinde. Bei so vielen Hits sollte da auch einmal ein Beitrag kommen! Interessant ist dieses Thema allemal.
    Hans-Werner, ich mache mich dauernd für die Salze stark, aber von Dir kommt kein Kommentar mehr. :grinning_squinting_face: Ist die These von Dietmar vielleicht doch zu vertreten?
    Gruß
    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
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  • Hallo,

    Wasserwechsel ist bei uns Aquarianern immer so eine Sache, wer mit welchem Salz, Pro oder nicht, Osmose oder Leitung usw.....

    Selbst wechsle ich zur Zeit alle 14 Tage knapp 10% mit einem Pro Salz, auch lasse ich das Wasser nicht über evtl Tage belüften. Wasser und Salz in das Faß, Pumpe dazu, nach ca 1 Std fülle ich das Wasser ins TB.

    Über den PH Wert wie Armin vorher schon erwähnt hat, habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

    Werde es mal versuchen, das Salzwasser etwa eine Woche vorher anzusetzen.

    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Hajo.

    Ich hätte nicht nur " Geduld " sondern auch Bescheidenheit als Motto anführen sollen. Das heisst, dass ich
    immer geschaut habe, nicht zu anspruchvolle Arten im Becken zu haben. Bei allen " Geschöpfen " habe ich
    mir immer zuerst die Frage gestellt, kann ich so ein Wesen auch artgerecht pflegen. Daher sind in meinem Becken
    eher einfach zu haltende Arten eingezogen. Das gilt auch für Fische. In den über 30 Jahren habe ich sicher
    weniger Fische " verbraucht " als andere in 3 Jahren. Daraus resultiert auch die Tatsache, dass mein Becken
    mit eher einfacher Technik ausgekommen ist. Einzig allein bei der Beleuchtung bin ich der Meinung, dass ohne
    HQI ( Vieleicht heute auch LED ) eine Pflege von den meisten Korallen nicht möglich gewesen wäre. Ich bin sogar der Meinung, dass das " Licht " der wirkliche Schlüssel zu den heutigen Erfolgen war. Alles andere ist toll für die Experten,
    welche sich teils wissenschaftlich mit diesem Hobby beschäftigen, aber für einen Grossteil der Hobby-Aquarianer
    ist das zu kompliziert. Ich fahre weder mit Osmosewasser, sonder Wasser aus der Leitung. Ich verwende nicht
    Balling oder Zeolith. So einfach wie möglich. Wenn man die Beiträge in den Foren verfolgt, so muss man doch
    feststellen, dass zumindest ein Grossteil der Anfänger oder mässig Fortgeschrittenen überfordert ist mit all den neuen Errungenschaften. Das fordert zu viele Opfer.
    Ich bin zwar kein besonderer Tierschützer, aber zu viel ist halt auch zu viel. Zu dieser Thematik
    erscheint laut Zusage auch im " der Meerwasser Aquarianer " im Oktober ein Beitrag. Er ist natürlich kritisch, aber es
    hat mich doch sehr gefreut, dass so etwas auch publiziert wird. Leider wird dem Kommerz heute viel geopfert.
    Da Du auch schon etwa so lange wie ich das Hobby Meeerwasser-Aquarium hast, wirst Du meine Aussagen
    sicher in einem anderen Licht sehen. Ich freue mich immer, mit Leuten zu diskutieren, welche einen doch
    weitern Horizont haben, auch wenn sie Ihre Meinung vertreten und auch verteidigen wie ich.
    Ich möchte auch in diesem Zusammenhang noch erwähnen, dass ich seit 1951 in vielen Teilen der Welt
    geschnorchelt bin. 6 mal Malediven, Indonesien, Rotes Meer, Mauritius und Karibik. Natürlich Mittelmeer und
    Adria von oben bis unten. Auch das hat meine Einstellung zu meinem Hobby beeinflusst.
    So das war zwar etwas viel, aber was solls.

    Grüße

    Dietmar

    Einmal editiert, zuletzt von Dietmar (9. September 2012 um 15:43)

  • Hallo Joe.

    Das mit den 9o Jahren ist zwar kein Kompliment, aber so mancher wäre froh auch nur annähernd so ein Becken zu haben. Als Korallenzüchter ??? wie Du angibts, ist das aber in Ordnung. Du spielst halt in der " Bundes-Liga ".
    Aber der Grossteil der Hobby Aquarianer, leider nur in der 3. Klasse Nord. Die werden durch die Vorbilder wie
    Du entsprechend beeinflußt. Ob das immer so gut ist. Na ??????.

    Grüsse Dietmar

  • Hallo Dietmar,

    auch ein 3. Liga-Spieler möchte mal in die 1. Liga. Hier im Forum wird diskutiert und oft um Hilfe gebeten.
    Wenn ein "Bundesliga-Spieler", z. B. wie Joe, etwas zu sagen hat, sollte man das nicht ignorieren oder gar abfällig bewerten.
    Weil er Händler ist, bedeutet nicht, daß er nicht auch seine persönliche Meinung vertreten kann, die bei ihm oft nicht so sehr in das allgemeine Händler-Profil passt. :thup
    Es soll auch 3- Liga-Spieler geben, die beratungsresistent sind, sich nicht weiterentwickeln und nach etlichen Katastrophen ihr Hobby an den Nagel hängen. Der Verkaufsteil in den Zeitungen zeugt von diesen "Abbrüchen".
    Lieber hinauf auf den Weg in die 1. Liga, als ein Verharren in der 3. Klasse!
    Übrigens gibt es auch die 3. Klasse SÜD! :grinning_squinting_face:

    Hallo Jürgen,

    falls die Wasseranalyse, bzw. Wasserqualität Deines Versorgers den Anforderungen Deiner Tiere entspricht, steht einem WW mit Leitungswasser nichts im Wege. Ich kenne einige Aquarianer, die zur Pufferung ihres angesetzten Wassers (im Gegensatz zur Osmose), auf diese Variante schwören.

    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Zitat

    Original von Dietmar
    Hallo Hajo.

    Bitte entschuldige. Ich habe geschrieben, dass ich 5 - 10 % im Jahr WW durchführe. Es sollte aber
    50 - 100 % heissen.

    Grüße Dietmar

    Das heist ja ca. 10% alle 4 Wochen. Das ist mehr oder minder normal.

    In den meisten Büchern werden 5 - 10% alle 1-2 Wochen erwähnt.

    Und Dietmar bei einem wirst Du mir sicher recht geben.
    Wir haben nicht mehr die Salze wie vor 30 Jahren :grinning_squinting_face:


    MfG Philipp

  • Zitat

    Original von Dietmar
    Das mit den 9o Jahren ist zwar kein Kompliment, aber so mancher wäre froh auch nur annähernd so ein Becken zu haben. Als Korallenzüchter ??? wie Du angibts, ist das aber in Ordnung. Du spielst halt in der " Bundes-Liga ".
    Aber der Grossteil der Hobby Aquarianer, leider nur in der 3. Klasse Nord. Die werden durch die Vorbilder wie
    Du entsprechend beeinflußt. Ob das immer so gut ist. Na ??????.

    hi dietmar,

    nunja, irgendwie muss man ja den unterschied zwischen hochkarätigem sps-becken und einem mischbecken, bei dem auch die ein oder andere robuste sps wächst, klassifizieren.

    trotztdem hast du ja den "daumenhoch" bekommen :]

    wenn becken miteinander verglichen werden ( ich lass die röhren 2 jahre drüber und ich mach nur 2 x im jahr wasserwechsel) sollte natürlich erst mal gezeigt werden, über welchen "beckentyp" überhaupt gesprochen wirdy

    diese meist nichtbeachtung zieht sich wie ein roter faden durch sämtliche foren.

    @ hajo

    hab aus der antwort von dietmar nichts negatives herausgelesen :O

    auch ein schönes und gesundes becken der 3. liga hat seine berechtigung, da es auch etliche hobbyfreunde gibt, die bewusst ein einfaches betreiben möchten, um nicht sklave ihres beckens zu werden. :winking_face:

    aber wir schweifen hier ab.

    bitte zurück zum thema:-)

  • Hallo Joe,

    Wer Sklave seines Beckens ist, der macht was falsch.
    Das Thema 3.Liga bleibt natuerlich Ansichtssache.
    Jedem Tierchen, sein Plaisierchen!
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
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  • Hallo Hajo.

    Wer Sklave seines Beckens ist, ist meist mit den vielen heutigen Möglichkeiten überfordert oder will
    ohne das entsprechende " know how " in der Bundeslige spielen. Man braucht halt viel Geduld zu
    Erfolg.

    Hallo Joe.

    Wollte nur sagen, das viele zu viel wollen und dann scheitern. Damit warst natürlich nicht Du gemeint.

    Grüße Dietmar

  • ..... und nicht vergessen sollte man ,dass gerade die Leute der maximal 3. Liga, die meisten Wasserwechsel machen. Mit einem Wasserwechsel kann man sehr einfach wenig falsch machen. Wobei ich gestehen muß, dass ich kein Becken der Ultra-Oberliga kenne, in dem nicht sehr viel WW gemacht wird. Aber das sind extreme Meerwasseraquarianer, mit Leib und Seele bei der Sache und die auf vieles verzichten - dem Hobby zu Liebe.

    Für mich ist Bundesliga, wenn ich ein größeres Becken mit Schwämmen, Gorgonien, LPS und riffdachtypischen SPS Korallen sehe und ein gut harmonierender bunter Fischbesatz mit nicht leidenden ( egal weswegen) Fischen im Becken lebt.

    Für diese Bundesliga ist ein regelmäßiger Wassserwechsel genauso Nebensache wie Scheibenputzen. Die Scheiben mache ich 3 mal in der Woche sauber ..... Wasserwechsel ..... egal, lass die anderen wechseln


    Tschüß

    283x130x87

  • Zitat

    Für mich ist Bundesliga, wenn ich ein größeres Becken mit Schwämmen, Gorgonien, LPS und riffdachtypischen SPS Korallen sehe und ein gut harmonierender bunter Fischbesatz mit nicht leidenden ( egal weswegen) Fischen im Becken lebt.


    So gehts mir auch.

    Außerdem sollte bei allem Ehrgeiz auch die Freude an den Tieren noch im Vordergrund stehen. Im übrigen kenne ich bei mir im Umkreis mindestens 4 tolle Aquarien mit quietschbunten SPS (kein Zeo), ausgefallenen LPS und kugelrunden, gesunden Fischen, die länger als 4 Jahre stehen. Und mal ehrlich ... Mir nötigt es am meisten Respekt ab, wenn jemand mit seinem Aquarium Höhen und Tiefen kennt und nach Jahren noch sein Herzblut rein steckt und Freude an den Tieren hat.

    Wir lassen unser Wechselwasser meistens über Nacht stehen und wechseln dann Abends (also ca. 24 h Standzeit mit Pumpe und Heizstab).

    Liebe Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Corina.

    Ich danke Dir für die paar Zeilen. Das ist auch genau meine Meinung. Deshalb habe ich mich auch nach über
    30 Jahren entschlossen, Brunnenbauer zu pflegen, obwohl ich nicht mehr ganz so jung bin.
    Bis heute geht alles perfekt. Ich freue mich jedesmal, wenn in in das Aquarium schaue und habe die
    Probleme der Umstellung schon " vergessen " .

    Grüße
    Dietmar


    P.S. Unter Umbau und Neuzugang habe ich schon geschrieben.

    Einmal editiert, zuletzt von Dietmar (12. September 2012 um 10:17)

  • Hi,

    ein paar Sachen will ich auch aus meiner Erfahrung hier noch dazuschreiben.
    ich bin wie die meisten Schreiber hier auch der Meinung, besonders wenn empfindliche riffbildende Steinkorallen gepflegt werden und ein entsprechender Fischbesatz zusätzlich da ist, sollte schon regelmäßig, etwa alle 2 max. 3 Wochen, oder noch öfter 10% Wasser mit einem ordentlichen Markensalz gewechselt werden.

    Wechselwasser, wofür ich vorrangig mein Leitungswasser über Kati- Ani Tauscher aufbereite, setze ich mittlerweile (nach einigem probieren mit längerem und kürzerem reifen, sofortige Verwendung nach klaren habe ich aber meinen Tieren nie angetan) Samstags vormittags an, messe bei mir noch unbekannten Salzsorten die Salinität (über WTW Leitwertmesser) spätestens wenn ich abends ins Bett gehe und wechsle nach meiner Testreihe (Wassertests zur Beckendokumentation, die ich immer Sonntag vormittags mache) Sonntag Mittag.

    Damit habe ich einfach die besten Erfahrungen gemacht und es ist in dieser Art mit allen Salzsorten problemlos.
    Dass Salze, auch wenn sie optisch gelöst sind, noch lange nicht AUF-gelöst sind, sprich alle chemischen Reaktionen in denen von Salzwasser, Meerwasser entsteht abgeschlossen sind, habe ich fast immer feststellen können, denn wenn ich bei neuen Salzsorten, wo ich die benötigte Menge noch nicht genau weiß z. B. nach 2 Stunden eine Leitwertmessung mache aber kein Salz zugebe, am Abend nach etwa 10 Stunden eine weitere (bei beiden Messungen ist das Wasser völlig klar, verdunsten tut auch nichts, da in Deckel auf dem Fass liegt) ändert sich der Leitwert oft noch um bis zu 3 mS, was nicht zu vernachlässigen ist.

    Wie Armin auch geschrieben hat, ist der PH Wert sicher ein wesentlicher Faktor in diesem Zusammenhang, ich bin aber der Meinung, dass er bei weitem nicht der Einzige ist. Da spielen auch noch die zu lösenden Spurenelemente, die oft sehr lange brauchen um in Ionen zu zerfallen eine wesentliche Rolle, da spielt auch die Aufnahme von Luft (und Co²) für den Carbonathaushalt eine wesentliche Rolle. Einfach es spielen sich, ordentliche Beströmung natürlich vorausgesetzt, noch jede Menge Prozesse im Wasser ab, die eben den Reifungsprozess ausmachen.

    Dass bei einem 10% Wasserwechsel das Warten bis die Prozesse alle abgelaufen sind nicht für jeden zwingend ist, verstehe ich, da ja nur ein verhältnismäßig kleiner Teil Wasser gewechselt wird und der zusätzlich gleich über die Strömung/Rückförderung mit einer großen Menge Beckenwassers vermischt wird. Daher wird die Auswirkung solcher m. E. zu schnellen Wasserwechsel in der Praxis minimal sein, weswegen viele Aquarianer auch keinen Unterschied dabei merken.
    Den richtigen Unterschied merkt man, wenn man ein ganzes Becken mit zu frischem Wasser besetzt, aber auch beim Wasserwechsel spielt sich im Kleinen genau dasselbe ab.

    Lg, Berny

  • Hallo zusammen,

    ein paar Einwürfe, nur so zum Nachdenken:

    PH-Wert ist richtig und wichtig. Früher wichen die Salze oft stärker im pH von Meerwasser ab. Wenn ich aber ein Salz habe, das sich schon zu pH 8,2 löst, ändert sich normalerweise weder in der Tonne noch im Aquarium viel am pH-Wert.

    Keine pH-Wert-Änderung, keine Änderung des CO2-Status, also keine CO2-Aufnahme oder -Abgabe.

    Nach ein paar Stunden, 3 oder 4, mit Wasserumwälzung mit einer kräftigen Strömungspumpe gibt es bei mir keine wesentlichen Änderungen des Leitwerts mehr.

    1, 2, 3 Tage oder ein Woche, ein frisch angesetztes Meerwasser bleibt so lange aggressiv, so lange es frei von Organik ist. Erst die organischen Verbindungen, Kolloide, natürliche Chelatoren usw., nehmen dem Wasser die Aggressivität.

    Wenn man´s genau wissen will, sollte man mal zwei Versuchsbecken aufstellen, einmal eine Woche umgewälztes, frisch angesetztes Meerwasser, einmal vor drei Stunden frisch angesetztes, umgewälztes Meerwasser und in jedes eine Enzmann und eine Xenia setzen und schauen ob es Unterschiede gibt, am besten als Blindversuch: fotografieren und hier im Forum zeigen. Ist das eine Woche umgewälzte Wasser wirklich weniger aggressiv?

    Wegen einer Kundenreklamation hatte ich einmal Xenien in frische angesetztes Meerwasser ohne organische Zusätze gesetzt. Sie waren zunächst mal nicht so begeistert und die Tentakelspitzen sind etwas "angebrannt", sie haben das 100% frisch angesetze Meerwasser aber überlebt. Nachdem ich den alten Thread mal rausgesucht habe: Die Xenien sehen sogar besser aus, als in Erinnerung gehabt :]!

    Grüße

    Hans-Werner

    2 Mal editiert, zuletzt von Hans-Werner (12. September 2012 um 22:14)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Wenn man´s genau wissen will, sollte man mal zwei Versuchsbecken aufstellen, einmal eine Woche umgewälztes, frisch angesetztes Meerwasser, einmal vor drei Stunden frisch angesetztes, umgewälztes Meerwasser und in jedes eine Enzmann und eine Xenia setzen und schauen ob es Unterschiede gibt, am besten als Blindversuch: fotografieren und hier im Forum zeigen. Ist das eine Woche umgewälzte Wasser wirklich weniger aggressiv?

    Hallo Hans Werner ,

    welche aussagekraft hätte ein solcher versuch denn für andere korallen oder organismen ?

    wenn's gut geht , könnte die folgerung doch auch sein , das diese korallen unempfindlicher als andere geschöpfe sind ...

  • Hallo Thomas,

    ich habe die beiden gewählt, weil Xenia eine relativ empfindliche Weichkoralle ist, die gerade mit den Tentakelspitzen leicht reagiert und weil man bei Enzmann vielleicht an der Schleimabsonderung etwas erkennen kann, weil sie gut wächst und weit verbreitet ist. Ist nur ein Vorschlag.

    Du kannst natürlich auch ein langsamwachsende A. echinata, eine Euphyllia oder einen Seeigel nehmen, wobei es bei letzterem etwas mehr den Charakter eines zweifelhaften Tierversuches hätte. Korallen haben halt kein Zentralnervensystem und müssen es in der Natur und im Aquarium nehmen wie es kommt, sind also von Natur aus auf Fragmentation und einige Härten eingestellt.

    Also, schlag was vor oder mach wie Du denkst! :winking_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner,

    mit einem hast Du sicher Recht, was ich vergessen habe in meinem Beitrag dazuzuschreiben. Die Zugabe von organischer Substanz und sei es nur minimal in Form von 1/4 Liter Aquariumwasser hat sicher auch einen Einfluss auf die Aggressivität des frisch angesetzten Wassers.
    Was ich eben vergessen habe zu schreiben ist, dass wenn bei der abendlichen Messung die Salinität stimmt, was bei mir bereits bekannten Salzen immer der Fall ist, gebe ich ca. 1/4 Liter (geschätzt) Beckenwasser zu dem frischen Wechselwasser dazu, das dann die ganze Nacht arbeitet. Bei noch nicht passender Salinität gebe ich abends aber nur die noch fehlende Menge Salz zu und gebe das Beckenwasser erst nach einer Kontrollmessung Sonntag früh zu. Da hat das frische Wasser aber auch noch etwa 5-6 Stunden um zu reifen.

    Lg, Berny

  • HI !

    Wenn ich Wasserwechsel mache....... :] .


    Je nachdem wie viele Osmoseanlagen oder Vollentsalzer Wasser in mein Becken befördern, werden 2-4 mal am Tag 3-4Kg Salz in dem Abschäumer geschaufelt.
    KEIN Tier hat irgendwelche Probleme. A. echinata, Asthenosoma varium - Feuerseeigel , div. Schwämme, seltene Lederkorallen aller Art, verschiedene Anemonenarten, Gorgonien, LPS und allen Fischen ( auch angeblich Mimosen) scheint es vollkommen egal zu sein. Mein Lieblingssalz ist TM Reef Pro. Ich benutze auch andere Salze, nur wenn ich wieder 50% Wasserwechsel mache, sieht man oft keine Veränderung. Bei TM-Salz scheinen sich meine Korallen am meisten zu freuen.

    In den ersten 5 Jahren meiner Meerwasserei habe 10% im Monat gewechselt, später mit Zeolit 10% in der Woche, nach ca. 10 Jahren habe ich wieder weniger WW gemacht und seit 8 Jahren habe keinen Wasserwechsel unter 40% mehr gemacht, manchmal 100%, letztens erst 250 %.
    NUR in den ersten 7-8 Jahren habe ich Meerwasser vorher angesetzt, Teilweise auch ein paar Tage " reifen" lassen. Seit ca. 15 Jahren wird Salz in den Abschäumer geschaufelt.
    Wer Lust hat kann gerne beim Wasserwechseln zuschauen, aber wenn nicht besonders passiert, gibt es dieses Jahr keinen WW mehr.

    Frisches Meerwasser muss nicht reifen. Versuch macht klug. Ich habe einige Korallen seit über 15 Jahren. Davor habe ich meinen Tank an und an mal abgeschossen ( Anfängerfehler ;()


    Gruß,
    Dietmar

    283x130x87

  • Hallo zusammen,

    Ich mache Wasserwechsel nur mit gereiftem Wasser.
    Warum ? Mein erstes Meerwasseraquarium stammt von 1976, da musste man sein Wasser reifen lassen,
    warum soll das also schlecht sein!
    Wasserwechsel von 20%,30%,oder noch mehr halte ich persönlich für unangebracht!
    Fast alle hier im Forum geben Ihrem Wasser Calcium, Spurenelemente usw. zu, ich nicht!
    Warum? Ganz einfach, ich mache einen Täglichen Wasserwechsel bei meinem 800L Becken von 20Liter. :wink

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hallo zusammen ,

    bei meinen laufenden becken mache ich ww im sommerhalbjahr mit natürlichem meerwasser , im winter mit frischem selbstangemischten ,und habe eigentlich nie unterschiede bemerken können.

    Wie aber auch Wolfgang schon schreibt , haben z.b. züchter bei ww in larvenbecken zumindest teilweise schlechte erfahrungen gemacht , sodass es berechtigt zu sein scheint , dabei gereiftes wasser zu nehmen.

    Demnach könnte es durchaus angebracht sein , je nach anwendungsbereich/beckenbesatz unterschiedliche
    wege zu gehen.

  • Hi Dietmar

    was heist ein Becken ohne Calcium&co-Verbrauch, wenn das Becken voll mit SPS und LPS ist, hast Du einen hohen Calciumverbrauch.
    Nun der tägliche Wasserwechsel von 20L ist so berechnet, das der KH-Wert, Calcium,Magnesium, usw im Optimalen Bereich lag, dazu
    werden noch Phosphate und Nitrate reduziert, und Problemen vorgebeugt. Was will man mehr? :face_with_tongue:
    Beim neuen im Bau befindlichen 3600L Becken werde ich wieder alles an Filtern weglassen, und nur mit Wasserwechsel arbeiten. :wink

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hi


    nur mit gereiftem Meerwasser!

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Zitat

    Original von venusta
    Hi Dietmar

    was heist ein Becken ohne Calcium&co-Verbrauch, wenn das Becken voll mit SPS und LPS ist, hast Du einen hohen Calciumverbrauch.
    Nun der tägliche Wasserwechsel von 20L ist so berechnet, das der KH-Wert, Calcium,Magnesium, usw im Optimalen Bereich lag, dazu
    werden noch Phosphate und Nitrate reduziert, und Problemen vorgebeugt. Was will man mehr? :face_with_tongue:
    Beim neuen im Bau befindlichen 3600L Becken werde ich wieder alles an Filtern weglassen, und nur mit Wasserwechsel arbeiten. :wink

    Hallo!

    Ein Becken voller LPS und SPS braucht 1 bis 2 KH pro Tag.
    20 Liter Wasserwechsel auf Brutto??? 800 Liter, also Netto etwas 500??? Liter bringen,
    je nach Salz, wenn Du auf 6Kh unten bist eine Erhöhung auf 6,1 Kh.

    Also wenn Du nicht sehr hartes Leitungswasser zum ansetzen des Wechselwassers verwendest kann das nicht klappen.
    Oder die Steinkorallen sind doch nicht so viele und wachsen kaum.

  • Hi Dietmar

    was heist ein Becken ohne Calcium&co-Verbrauch, wenn das Becken voll mit SPS und LPS ist, hast Du einen hohen Calciumverbrauch.
    Nun der tägliche Wasserwechsel von 20L ist so berechnet, das der KH-Wert, Calcium,Magnesium, usw im Optimalen Bereich lag, dazu
    werden noch Phosphate und Nitrate reduziert, und Problemen vorgebeugt. Was will man mehr?
    Beim neuen im Bau befindlichen 3600L Becken werde ich wieder alles an Filtern weglassen, und nur mit Wasserwechsel arbeiten.


    Eventuell basiert diese Aussage auf einem Rechenfehler? Aber auch in diesem Fall ist es nicht möglich die schwindenden Elemente wie Karbonat und Calcium ausschließlich durch den WW zu ersetzen. Sie müssen selbst bei moderatem SPS/LPS-Wachstum hin und wieder ergänzt werden. Bei einem Becken voller Steinkorallen schon allemal! Ich bin davon überzeugt, dass ein regelmäßig durchgeführter WW das Milieu in unseren Aquarien stabilisiert und das manches Element nicht so schnell zur Mangelware wird, wie es möglicherweise in anders betriebenen Becken der Fall ist. Es werden hierbei nicht nur partiell die Nährstoffe reduziert, sondern gleichzeitig verbessert sich der allgemeine Wasserhaushalt, insbesondere durch die Auffrischung der Salze und Spurenelemente. Wer einen verstärkten WW nicht scheut, läuft weniger in Gefahr schneller bei jenen Defiziten zu landen, die uns später unwiderruflich doch zu einer Verbrauchsoptimierung gewisser Elemente führen. Wie viel WW und in welchem Zeitraum er durchgeführt werden soll, obliegt den eigenen Beobachtungen. Je nach Besatz kommen einige Becken einige Zeit lang ohne die zusätzliche Zuführung von Calcium und Karbonaten aus. Früher oder später bedient sich aber jeder dieser Methode, ob per „Balling“ und/oder Kalkreaktor.
    Bekanntlich ist der Karbonatspiegel, ebenso wie das Calcium, nicht immer gleich bleibend. Um dieses Problem zu lösen, wird bei mir die Verdunstung eines 300l-Beckens durch ein mit Natriumkarbonat angereichertes Wasser (60g/20l) ersetzt. Dies geschieht per Kanister und Nachfüllautomatik. Die benötigte Menge an Karbonat ergab sich durch langsames Herantasten auf eine gewünschte Höhe von KH 8-9. Diese Methode ergibt zumindest einige Sicherheit in Richtung einer stabilen KH, hat auch (jedenfalls bei mir) den schönen und praktischen Nebeneffekt eines ebenfalls stabilen PH-Wertes. Aber auch bei dieser Methode kommt man nicht umhin, hin und wieder per Hand den Karbonatspiegel zu erhöhen. Der Verbrauch von Karbonat durch die Korallen lässt sich nicht immer genau auf eine bestimmte Größe festlegen. Da spielen andere Dinge auch eine Rolle, wie z. B. das Calcium und der Wachstumsmotor unserer Korallen.
    Leider bin ich wieder am eigentlichen Thema vorbeigesegelt. Aber vielleicht nicht vollständig. Denn über die Art und Weise, wie ich mein Wechselwasser ansetze, kommt man letztendlich schnell auf das Folgethema, nämlich die Häufigkeit eines Wasserwechsels. :winking_face:
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Man kann auch auf 10 Liter frisches Wasser 10 ml Beckenwasser geben und 24h umwälzen,
    danach ist die Sache i.d.R. fertig.


    MfG Philipp

  • Zitat

    Original von Philipp
    Man kann auch auf 10 Liter frisches Wasser 10 ml Beckenwasser geben und 24h umwälzen,
    danach ist die Sache i.d.R. fertig.

    Zitat

    Original von Berny
    Die Zugabe von organischer Substanz und sei es nur minimal in Form von 1/4 Liter Aquariumwasser hat sicher auch einen Einfluss auf die Aggressivität des frisch angesetzten Wassers.

    Hallo,

    evtl. kann man aber auch das Aquarienwasser im Aquarium lassen und ganz einfach das frische Wasser dazu geben. Die Bildung der Komplexe dürfte dann ziemlich schnell von statten gehen und schon ist das zugegebene Wasser nicht mehr aggressiv.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo H.-W. man kann auch Wasseraufbereiter zugeben, aber dann spinnt der Skimmer.

    Naja von der Theorie, ca. 1-2 Sekunden nach vollständiger Durchmischung.
    Ich habe bisher immer "gebrauchtes" Wasser beigemischt um sicher zu sein.

    Mann kann aber auch die 24 Stunden auf 2 Stunden kürzen, wenn es fix gehen muss.

    Bis dato bin ich mit 1:100 24h mischen nie falsch gefahren.


    MfG Philipp

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