Hallo Hajo,
stimmt schon, genau diese Zeile steht in der Betriebsanleitung (meine Angabe mit 4ppb war aus dem Kopf und falsch). Aber bei Deiner Rechnung vergisst Du den nicht unterstrichenen Teil Deiner Message zu berücksichtigen.
Hanna gibt eine Mess(un)genauigkeit von ±5 mg/l (ppb) PLUS ±5% der Anzeige an.
Ich sehe das Beispiel also so:
abgelesener Wert = 10
mögliche max. 5% Abweichung der Anzeige = +/- 0,5
Abgelesener Wert ist 10 (ich rechne jetzt mal ins Plus) plus 0,5 = 10,5
10,5 x 3,06 = 32,16 : 1000 = 0,03
UND VON DIESEM WERT MUß DIE MESSTOLERANZ VON +/- 5 ppb also 0,05mg/L AUCH NOCH BERÜCKSICHTIGT WERDEN!
Das Ergebnis kann also nach meiner Auffassung 0,03 - 0,05 = (-)0,02 -> "0"
oder 0,03 + 0,05 = 0,08mg/L sein
Und das ist mir als GENAUER Test einfach zu groß in der Streuung, vorallem wenn man dann noch die nicht reproduzierbaren Ergebnisse dazurechnet!
Andi:
natürlich müssen die Röhrchen, aber wie bei jedem anderen Test auch, sehr vorsichtig behandelt werden und nach jedem Test sorgfältig gereinigt werden. Ich mache das zwar mit Leitungswasser und nicht mit Osmosewasser, trockne die Röhrchen dafür immer innen und aussen gut mit einem Papiertaschentuch ab. Schön wäre, wenn dazu die obere Öffnung etwas größer wäre, so ist das eine Fummelei.
Auch kann ich nur unterstreichen, dass die Röhrchen mehrmals vor dem Test gespült werden müssen und bevor sie in den HI-736 wanderen unbedingt aussen praktisch poliert werden, damit ja weder Fingerabdrücke noch sonstige Rückstände an dem Glas ist, denn auch das würde recht ordentlich das Messergebnis verfälschen.
Genauso ist es unbedingt erforderlich das Chemikaliensackerl nicht nur oben aufzuschneiden und den Teil der so herausfällt in das Messröhrchen zu füllen, sondern auch beide Seiten aufschneiden und auch den letzten Rest des Pulvers noch in das Teströhrchen füllen, auch sonst würde ich meinen stimmt das Messergebnis noch gröber nicht.
iP:
Was Aquarientests betrifft, so kann ich bezüglich Genauigkeit und Ablesbarkeit nur eine Firma (für mich zumindest) weit über ALLE anderen stellen und das ist Tunze, aber da auch nur die Tests die von Macherey & Nagel (Erzeuger) stammen. Tunze hat z. B. bei Phosphat Tests 2 verschiedene, einen preiswerteren von Merck (auch Tropfentest, kein Streifen) und den Toptest von Macherey und Nagel, nur der kostet, wie alle Tunze/Macherey und Nagel Tests leider (für Aquariumtests) Lawinen.
Nur damit bin ich der Meinung kann man wirklich (für aquaristische Begriffe) zweifelsfrei sagen, wieviel z. B. PO4 im Wasser gelöst ist.
Es gibt natürlich auch andere recht gute PO4 Tests von Gilbers, von Red Sea, von Rowa/Merck, von SeaChem (US) oder von Brightwell (Canada) etc. Alle sind halbwegs gut, aber oft so schwer abzulesen, dass der Test zum Ratespiel wird (ganz besonders der Rowa/Merck im unteren Bereich). Daher bevorzuge ich, auch wenn er teuer ist den von Tunze, der ist klar und eindeutig.
Lg, Berny