Eine Zusammenfassung aus den Erfahrungen seit 2007 und mit mehreren Becken in unterschiedlichen Größen.
Becken:
Wir würden aus heutiger Sicht lieber auf einige Zentimeter in der Breite verzichten und diese in die Beckentiefe investieren.
Dabei würden wir lieber die baulich max. Tiefe nutzen.
In unserem jetzigen gr. Becken haben wir einen mittig angeordneten Ablaufschacht.
Bei einem neuerlichen Beckenbau würde der Schacht an der Stelle sein, die man am wenigsten (Raumabgewendeten Seite) sieht und wieder mindestens über 4 Bohrungen verfügen.
Diesen Ablaufschacht würden wir auch breiter ausfallen lassen und in dem eigentlichen Ablaufbereich eine breite, maßgefertigte Pitbox einsetzen.
Lebendgestein:
Nie wieder würden wir Lebendgestein aus einer Beckenauflösung verwenden!
Mit höchster Wahrscheinlichkeit würden wir sogar ohne LS unter Zugabe von Bakterien beginnen und ggf. mit einer etwas längeren Einfahrphase kalkulieren.
Untergestell + Technikbecken:
Das nächste Untergestell würde mit Sicherheit ein erprobtes System aus Aluminium werden.
Das Technikbecken würden wir mit einer geringeren Höhe, jedoch mit deutlich mehr Gesamtvolumen planen.
Dadurch wäre das TB besser nutzbar, zugänglicher und zudem geräuschärmer.
Verrohrung:
Es würde mehr Zeit in die Planung der Verrohrung und eine systematischere, überlegtere Verbauung umgesetzt werden.
Hierzu kann man sich wunderbar an diversen Projekten orientieren.
Wie auch bei den jetzigen Rohrleitungen wird in jedem Fall auf Winkelstücke verzichtet.
Elektrik:
Mit der Absicherung über drei Stromkreise fahren wir eigentlich recht sicher und „gut“.
Allerdings würden wir heute statt der bestehenden 15 Steckdosen lieber mehr Steckdosen installieren und diese ggf. über einen 4. Stromkreis absichern lassen.
Pumpentechnik:
Uns wäre eine leise und zuverlässige Pumpentechnik wichtig. Dieses betrifft die Rückförderpumpe sowie die momentan noch im Einsatz befindlichen Strömungspumpen, da wir den Lärm-u. Stressfaktor aus dem Becken verbannen wollen, der da stündlich auf die Tiere „eintrommelt.
Bei der Entwicklung eines eigenen Systems zur bedarfsgerechten Strömung wird u.a. die Geräuschreduzierung eine grundlegende Rolle spielen.
Wasseraufbereitung/Nachfüllung:
Mit Sicherheit würden wir die Leitungen bedarfsgerechter planen und die Osmoseanlage über eine entsprechende Druckerhöhung optimieren, damit weniger Verlustwasser entsteht.
Auch für die Salzaufbereitung würden wir vom jetzigen Prinzip abweichen.
Bislang lassen wir in zwei, miteinander verrohrten 200l-Tonnen das Osmosewasser ein und salzen dann bei Bedarf eine der Tonnen auf, um es dann mittels Pumpe zum Becken zu transportieren. Die zweite Tonne beinhaltet derzeit das Nachfüllwasser.
Hier würden wir ein entsprechend berechnetes Becken für die Salzaufbereitung planen, damit das bisherige Herumgefummel mit dem Wasser und dessen Transport aufhört.
Auch würde eine autom. Wassernachfüllung in die Tat umgesetzt werden.
Beleuchtung:
Dieses wäre sicherlich eine Mischbeleuchtung unter Einsatz verschiedener Techniken, die allerdings „HQI-lastig“ wäre. Im Zuge einer Neuplanung würde der Fokus auf große und hochwertige Reflektoren liegen. Wichtig ist es uns weiterhin die Lichtverhältnisse zeitversetzt und unterschiedlich – jedoch optimaler - regulieren zu können.
Besatz:
Bedingt durch gemachte Erfahrungen und gewonnener Einsichten würden wir auf gewisse Tiere generell verzichten.
Das sind die Doktoren, da wir diesen Vielschwimmern in keinster Weise eine nur annähernd ausreichend dimensionierte Glaszelle bieten können.
Des Weiteren sind es die Kofferfische, deren Wirkung wir in der Vergangenheit belächelnd unterschätzt haben, bis wir die möglichen Folgen in dem kleineren Becken beobachten mussten.
Durch das Ableben eines noch wirklich kleinen „Cubi“ konnte nur durch den Zufall der Anwesenheit und des unverzüglichen Handelns verhindert werden, dass der gesamte Besatz gehimmelt wurde.
Bei einem Neubeginn würden wir uns im Vorfeld um den Besatz deutlichst mehr Gedanken machen und nur noch Tiere einsetzen, die in der Natur auch zusammen in einer bestimmten Region leben und nicht mehr alles mögliche aus den verschiedenen Meeren in das Becken pferchen.
Zum vorübergehenden Abschluss würden wir ein System einbinden, welches im Alarmfall verschiedene Rufnummern anwählt und entsprechend informiert.
Das vorstehend beschriebene spiegelt lediglich unsere Sichtweise wieder und soll keineswegs als allgemeingültige Formel verstanden werden.
Wenn jedoch Jemand aus unserem Bericht etwas positives für sich erkennen, berücksichtigen und umsetzen kann, so würde uns das freuen.
