Mandarinfisch Synchiropus splendidus, meine Erfahrungen

  • N'Abend miteinander,

    inzwischen habe ich meinem Hungerhaken auch etwas ausgefallenere Imbisse angeboten. Die er allesamt nicht beachtet.

    Heute Enchyträen vor's Maul gespült - nix! Dann mit Glanzwürmern versucht - nix! Alles zusammen mit seinen Roten Mückenlarven, die pickt er raus und lässt die wedelnden Glanzwürmer unbeachtet liegen.

    Es ist ein munterer Fisch, der den ganzen Tag Futter sucht. Äußerst enges Revier, sein Viertel Schuhkarton hat er noch nie sichtbar verlassen.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

    Reefer 425, 2 x Hydra 32 + 40 Watt umlaufende LED-Leisten 13.000 K.+ 5 Spots
    6 Turbellen, Rundströmung mit Wellen im 1-Sekundentakt, "Ebbe - Flut" alle 3,5 h
    Deltec 600i, Fe-Adsorber (Ramsch-Perlen), Biopellets, Balling light
    15 % Wasserwechsel/Woche

    Täglich lebende Artemianauplien + 120 cm³ frisch gezapftes Phytoplankton

  • Nun wird es mit dem Füttern erheblich schwieriger. Denn der Herr Mandarin hat sein Kartonrevier verlassen und timmelt quer durch das Aquarium. Deswegen ist nun die geziele Fütterung kaum noch möglich, schade.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Meine weitere Erfahrung ist äußerst positiv:

    Mein schmächtiger Mandarin hat inzwischen keinen eingefallenen Rücken mehr. Mollig ist er keineswegs, aber er nimmt zu.

    Und nun der wirkliche Luftsprung; er frisst, Dr. Basseleer sei Dank, Matrine M! Eifrig pickend ohne lange zu überlegen. Was für ein Geschenk!

    Mich nimmt das etwas aus der Pflicht, rund um's Jahr lebende RoMüLa bestellen zu müssen, deren Haltung in der heißen Jahreszeit kurzlebig ist.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Noch eine interessante Allgemein-Information zum Mandarinfisch:

    Von der heftigen Pünktchenpest war dieser Fisch nicht betroffen; kein sichtbarer Befall, kein Unwohlsein. Das finde ich erwähnenswert, weil der Leierfisch keine schützenden Schuppen aufweist und sich durchweg am Boden aufhält, wo auch die meisten Schmarotzer siedeln.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Möglich, das hilft aber letztendlich nix, da sich die Parasiten auch innerhalb der Kiemen einnisten.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Noch etwas Interessantes zum verschnuppten Futterpicker. (Etwas vage, aber immerhin beachtenswert.)

    Oben hatte ich geschrieben, dass mein Leiermann außer RoMüLa auch 'Matrine' frisst. Umso erstaunter war ich ein paar Tage später, dass er diese Körnchen plötzlich ignoriert.

    Möglicherweise gehört zur Futterakzeptanz auch der richtige Geruch. Denn inzwischschen habe ich ausgetüftelt, dass mein Mandarin nur dann 'Matrine' frisst, wenn dieses im selben Wasser wie die RoMü eingeweicht wurde.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Fisch aufgrund seiner Witterung das mit Mückenlarvenwasser vollgesogene Granulat deshalb aufnimmt, weil es wie das bekannte "das schmeckt mir"-Aroma der Larven müffelt.

    Wenn das tatsächlich so ist, wäre das ein weiterer Weg, die schwierigen Leierfische an "Fremdfutter" zu gewöhnen.

    Ich werde das auf jeden Fall weiterhin probieren und beobachten.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Hi :smiling_face:

    ich habe seit 1ner Woche einen Mandarinfisch.

    Im Geschäft war er sehr unruhig und der Mitarbeiter meinte, das die so gut wie an kein Futter gehen.. Ob es jemals versucht wurde?

    Mein Instinkt sagte, ich muss ihm helfen, somit nahm ich ihn mit und er kam gut an.

    Er ist super Lebendig und sucht den ganzen Tag nach Futter! Ganz entspannt fliegt er seine Bahnen. Auch an lebende Artemia geht er direkt, nebenbei möchte ich ihn noch an FoFu gewöhnen, bis jetzt spuckt er es jedoch wieder aus..

    Da sein Bäuchlein noch etwas eingefallen ist, kriegt er mehrmals am Tag kleine und große Artemien..

    Ich hoffe, dass ich ihn aufpäppeln kann.

    Deine Erfahrungen sind super interessant für mich! Vielen Dank für dein geteiltes Wissen!

    Lg

  • Hallo,

    du solltest deine Artemien vor der Fütterung anreichern. Gerade ausgewachsene Artemien sind zwar ein Leckerbissen für die Fische, haben aber kaum Nährstoffe.

    Viele Grüße,

    Rüdiger

  • Wenn das tatsächlich so ist, wäre das ein weiterer Weg, die schwierigen Leierfische an "Fremdfutter" zu gewöhnen.

    Hallo Werner!

    Wenn das so ist, dürften andere Granulate auch infrage kommen.

    Das Thema Granulatfutter und Synchiropus ist vielschichtig.

    Neben den berüchtigten Totalverweigern gab es bei mir mehrere Fälle, in denen sich die Mandarinen auch am Granulatfutter der anderen Fische bedienten.

    Das war insoweit interessant, da das Becken mit einer Bodenfläche von ca. 3 qm genug Resourcen für eine halbwegs natürliche Nahrung bereitstellte.

    Trotzdem überwiegte wohl hier die Neugier und/oder der Futterneid gegenüber den anderen Fischen.

    Genau war es nicht einzuordnen, da bei einigen dieses Verhalten nur von vorübergehender Natur war.

    Jene verloren völlig das Interesse, wogegen andere sich auch weiterhin sporadisch am Granulatfutter bedienten und es sogar von den Polypen der Korallen aufnahmen.

    Ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt.

    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

    Einmal editiert, zuletzt von hajo (12. April 2024 um 18:27)

  • Wie oft werden die Mandarins zu gefüttert?

    Das kommt auf die vorhandenen natürlichen Nahrungsquellen im Becken an.

    Ist genug vorhanden, muss nicht unbedingt beigefüttert werden.

    Es ist abzuwägen, ob man ein Einzeltier pflegt oder ein Paar.

    Bei der Paarhaltung müssen genügend Nahrungsresourcen vorhanden sein.

    Wenn nicht, sollte man sich mit einem Einzeltier begnügen.

    Gruß

    Hajo

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  • Hi,

    nochmal eine kurze Frage zu meinem kleinen Mandarin.

    Woher stammen die ausgefransten flossen hinten?

    Ist das vielleicht sogar normal?

    Er lebt momentan noch alleine und fühlt sich wohl.

    Lg

  • Das sind typische Bisswunden.

    Höchstwahrscheinlich durch Konkurrenz schon im Händlerbecken?

    Sonst wüsste ich nicht, wer sich den Synchiropus auf's Korn nehmen würde.

    Gruß

    Hajo

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  • Wie oft werden die Mandarins zu gefüttert?

    Anncke,

    mein Magerling wird etwa 3 x pro Tag direkt gefüttert. Rote MüLa, Matrine M und noch im Versuchsstadium Goji. Per Pipette, was nur anfangs vorzüglich klappte. Inzwischen sind einige Gierschlünde auf diese privilegierte Futterecke aufmerksam geworden; zudem treibt sich der Zög(er)ling nun quer durch's Becken, was eine gezielte Fütterung sehr erschwert.

    Im Laufe von 6 Wochen hat er etwas zugenommen.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Anncke,

    mein Magerling wird etwa 3 x pro Tag direkt gefüttert. Rote MüLa, Matrine M und noch im Versuchsstadium Goji. Per Pipette, was nur anfangs vorzüglich klappte. Inzwischen sind einige Gierschlünde auf diese privilegierte Futterecke aufmerksam geworden; zudem treibt sich der Zög(er)ling nun quer durch's Becken, was eine gezielte Fütterung sehr erschwert.

    Im Laufe von 6 Wochen hat er etwas zugenommen.

    Bei mir ist es genau so, wir Füttern ihn auch noch ca. 2-3 x pro Tag direkt mit einer Pipette sodass er schneller zunimmt. Er mag bis jetzt nur lebende Artemien, das Fofu spuckt er nach dem kauen wieder aus.

    Auch die anderen Fische haben diese Methode durchschaut..

    Jetzt weiß ich, das ich mich ca. auf 6 Wochen einstellen kann.

    Vielen Dank dir!

  • Das sind typische Bisswunden.

    Höchstwahrscheinlich durch Konkurrenz schon im Händlerbecken?

    Sonst wüsste ich nicht, wer sich den Synchiropus auf's Korn nehmen würde.

    Gruß

    Hajo

    Wir haben beobachtet, das die Fridmanis den kleinen ab und zu mal beissen.

    Was können wir dagegen tun?


    Viele Grüße

  • Anncke,

    dagegen bist Du im direkten Sinne höchstwahrscheinlich machtlos. Trost: Solch ein Gerangel legt sich meist von selbst, da ein Mandarin sich nicht hetzten lässt und auch kein Kontra gibt.

    Allerdings stellt sich die Frage nach der Beckeneinrichtung, i. e. S. der Versteckmöglichkeiten und Sicht-Barrieren.

    Viel Erfolg + Geduld!

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • N'Abend Mandarinfreunde,

    ich bin der Auffassung, dass zu einem Forum auch Rückmeldungen gehören. Nicht nur Problemlösungen érfragen, sondern die jeweiligen Antworten auch längerfristig zu kommentieren.

    Mittlerweile ist mein zierlicher Mandarin gut genährt. Kein Dicksack, aber auch kein Schmalrücken mit zählbaren Gräten.

    Sein Verhalten hat sich sehr verändert; ich sehe ihn nur noch selten an den anfangs bevorzugten Stellen, woanders auch kaum. Pro Woche vielleicht zweimal. (Das Becken hat sehr viele Überhänge, Klippen und Schluchten und das gesamte Riff ist hinterschwimmbar.)

    Somit ist das Beurteilen des Fressverhaltens leider nur sehr sporadisch möglich.

    Die Aufnahme der oben genannten Pellets scheint nicht mit dem MüLa-Geruch zusammen zu hängen, sondern eher der jeweiligen Tageslaune. Matrine, das er sicher geschluckt hat, nimmt er zwischenzeitlich gelegentlich auf, spuckt es aber auch wieder aus. Beim Goji könnte es ähnlich sein, da bin ich mir aber noch nicht sicher.

    Lebende RoMüLa werden gepickt, aber nicht mehr so sorgfältig Stück für Stück, wie am Anfang.

    Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass er als Unterernährter tatsächlich mehr Hunger hatte? -


    Dass er so selten zu sehen ist, das ist einerseits schade. Andererseits habe ich Aquariumbewohner lieber, die sich gelegentlich als "ach schau mal" zeigen, als jene, die ständig mit der Nase vor der Frontscheibe hängen.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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    Einmal editiert, zuletzt von Werner F. (15. Mai 2024 um 22:48)

  • Wie gesagt, Information basiert auf Rückmeldungen ...

    ... Zehn Wochen später zeigt sich nun ein wohlgenährter, völlig stressfreier Fisch, der keineswegs mollig geworden ist.

    Seine typische Verschnupptheit schaut nun, nach langen Beobachtungen, so aus, dass er frische Artemianauplien, Basslleers 'Biofish M' und Rote MüLas gerne pickt. Alle anderen Darreichungen werden abgelehnt.

    Der Fisch zeigt sich nur noch selten, hat aber wohl zwei Lieblings-Futterflecken, die er sorgfältig abgrast.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Wie toll!

    Bei mir ist es so, das gefrorene Artemien angenommen werden. Rote Müla werden leider nicht angefasst… Der kleine ist auch leider noch nicht voll genährt, weshalb ich ihn jeden Tag aufs neue mit der Pipette füttere… Man sieht ihn jeden Tag und er ist gerne vorne, kommt auch direkt immer zur Pipette angeflogen:)

    Viele Grüße

  • Nun eine leider nicht positive Ergänzung (von denen das Forum lebt):

    Leide rist der Mandarin nach viel zu kurzer Lebenszeit offensichtlich verstorben. Voraus ging, dass der Fisch etwas magerer geworden war.

    Möglicherweise sind die A-Nauplien nicht ausreichend. Denn es fällt auf, dass mein Aquarium mittlerweile kaum noch Borstenwürmer im Bodengrund hat, ebenso, dass grundelne Schnecken nicht recht alt werden.

    Mein Schluss ist, dass aufgrund dieser Konstellation zuwenig ursprüngliches Zooplankton für den Mandarin vorhanden war?

    Anderderseits - das Becken läuft im siebenten Jahr, wird täglich mit N. salina und A-Nauplien versorgt, war er krank.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

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  • Servus Werner,

    Mein Beileid für den Verlust deines Juwels.

    Ich erzähle hier mal auch von meiner Erfahrung mit diesem für mich schönsten Fisch auf diesem Planeten.
    Ich habe ca. 1 Monat nach Beckenstart (08/2024) ein Pärchen Synchiropus splendidus (Wildfang) eingesetzt.
    Voraussetzung für mich war, dass genug Copepoden und Gammariden vorhanden sind und das Becken war damals mehr als voll davon.
    Die beiden waren von Beginn an überall im Becken unterwegs und haben gepickt was das Zeug hält und bis dato fressen beide nichts anderes (ja, hie und da naschen sie eine Mysis aber das war´s auch schon).
    Bis heute habe ich eine stabile Population von diesen Kleinstlebewesen im Becken und das mit Eporeef und nun auch barebottom weil der Sand raus musste und den beiden geht´s prächtig.

    Jetzt meine Theorie:
    Um eine stabile Population von Copepoden aufrecht erhalten zu können, darf das Becken "nicht zu sauber" sein, sprich ein konstanter Biofilm am Substrat für sie als Nahrungsquelle muss sich aufbauen können und das wird meines Erachtens nicht gefördert wenn Doktorfische o.ä. permanent alles abgrasen und Strömungspumpen diesen wegblasen.
    Dazu kommt natürlich erschwerend dass komplett mit Korallen zugewachsene Becken die Fläche an verfügbarem Substrat auch nicht fördern (ja, klingt komisch ist aber logisch).
    Unterstützend zur Bildung dieses Biofilms verwende ich organischen Nährstoff (z.B. Sangokai Basis #1, Oceamo Regulator O, etc.) und das hat vom Start weg perfekt funktioniert.
    Bestes Beispiel sind unsere Scheiben wenn sich frischer Biofilm darauf bildet und es kurz darauf von Copepoden nur so wimmelt.
    Sehe das auch in meinem Ablegerbecken wo kein Krümel an Futter reinkommt und kein Fisch seine Bahnen zieht und trotzdem ist da Party.
    Wenn man die Mandarins lange genug beim picken beobachtet wird man erkennen, dass die sich fast ausschließlich von Copepoden ernähren (zumindest machen das meine zwei so) und ich glaube auch das deren Verdauungsapparat darauf getrimmt ist und anderes Futter vielleicht langfristig Mangelernährung bedeutet.

    Wie gesagt, das sind meine Beobachtungen über 2 Jahre und absolute Theorie dazu meinerseits.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Um die Copepoden und andere Kleinkrebs-Population stabil zu halten brauchst Du eine regelmäßige Fütterung, und zwar mit gutem Futter. Von nichts kommt nichts und wenn die Leierfische sich ausschließlich aus dem Becken ernähren wird geht es eben indirekt über das Futter. Ich hatte das bei den Berghiaschnecken erlebt. Massenhaft Glasrosen aber der Gehalt an Nährstoffen der Glasrosen war offenbar zu gering, wenn sie kein gutes und vollwertiges Futter bekommen. Erst durch gute Wasserwerte und gutes Futter für die Glasrosen kam Stimmung auf.

    Artemia sind anders wie Mysis oder Krill kein vollwertiges Futter. Ähnlich Nannochloropsis salina.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Um die Copepoden und andere Kleinkrebs-Population stabil zu halten brauchst Du eine regelmäßige Fütterung, und zwar mit gutem Futter. Von nichts kommt nichts und wenn die Leierfische sich ausschließlich aus dem Becken ernähren wird geht es eben indirekt über das Futter.

    Wie schon geschrieben füttere ich in meinem Ablegerbecken gar nichts und da kann auch durch den Wasserkreislauf nichts an Futter reinkommen.
    Trotzdem sind da Unmengen an Copepoden und Gammariden drin und die Population ist mir noch nie zusammengebrochen ... ausser ich mache eine Generalreinigung und danach baut die sich wieder sehr rasch auf.
    Beckenstart war ebenfalls ohne ein Gramm an Futter und nach 1 Monat war die Kiste voll mit den Dingern.
    Also Futter ist für die kleinen Krabbler kein Muss.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Das siehst Du falsch, es reicht nicht, um als Grundlage der Ernährung für andere Lebewesen zu dienen. Das meinte ich damit als ich erwähnte "Von nichts kommt nichts". Berghiaschnecken ernähren sich von Glasrosen. Ich habe eine Unzahl von Glasrosen im Becken. Bedeutet dies, dass die Berghiaschnecken im Schlaraffenland sind? Eben nicht, wenn die Glasrosen nicht mit gehaltvollem Futter versorgt werden.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Wie soll ich das falsch sehen wenn es seit über 2 Jahren nachweislich funktioniert ?

    Verstehe schon deinen Vergleich mit den Glasrosen und Berghias, denn auch eine verirrte Berghia hat sich mal in meinem dunklen Technikbereich von schneeweißen Glasrosen (sehen irgendwie gruselig aus) ernährt und die Schnecke war natürlich ebenfalls schneeweiß und eher verkümmert.
    Nach dem Rübersetzen ins Ablegerbecken hat die sofort an Farbe und Gewicht zugelegt, denn natürlich sind Glasrosen die Licht abbekommen viel gehaltvoller und nahrhafter für die Schnecken und Futter setzt da noch ordentlich eins drauf.

    Im Gegensatz dazu die Copepoden in meinem Becken gehen an gar kein Futter (schon getestet, nur die Gammariden waren etwas daran interessiert) und trotzdem sind die prall, gesund, vermehrungsfreudig und augenscheinlich sehr nahrhaft für meine Mandarins sonst wären die beiden ja Hungerhaken bzw. hätten die innerhalb kürzester Zeit das Becken leergefressen weil sie nicht satt werden.
    Von was genau sich die Copepoden aus diesem Biofilm ernähren kann ich nicht sagen, aber was ich erfahren habe ist, umso sauberer das Riff, Glas oder sonstige Oberflächen sind, umso weniger wuseln von denen herum.

    Meine beiden Mandarins sind wie gesagt noch nie offensichtlich an irgend ein Ersatzfutter rangegangen ich füttere Ocean Nutrition FroFu Mysis und diesen Mix, dazu noch Flockenfutter und Granulat.
    Alles was da reinkommt und am Boden und sonstwo landet hat die noch nie interessiert, bzw. wird bis auf ein wenig Naschen wieder ausgespuckt.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Worauf ich hinaus will ist schlicht, dass Futter auch dann Tiere erreicht, wenn sie es auf Umwegen über andere Tiere indirekt aufnehmen. Und dass dieses Futter vollwertig sein muss, denn sonst werden die Tiere über kurz oder lang an Mangelernährung leiden. Dabei ist es ganz egal, ob es Menschen, Fische oder Wirbellose sind.

    Bei den Berghia sieht man es halt besonders prägnant, weil sie Nahrungsspezialisten sind und so die Nahrungswege sehr eindeutig sind. Bei Korallen etwa ist das nicht so gut sichtbar, weil diese ihre Versorgung über mehrere Wege realisieren können, sei es über direkte osmotische Aufnahme von Ionen, über Futter, über Umwandlung im Körper oder über Bakterien/Algen.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Ich bin voll bei dir und verstehe deine Argumentation und im Prinzip ist das einfach gesagt die natürliche Nahrungskette wie sie auch in der Natur funktioniert.
    Ich weiß nur dass ich sicher 2-3 Monate kein Futter ins Haupt- noch ins Ablegerbecken gegeben habe und die Copepoden sind trotzdem explodiert.
    Die ernähren sich ausschließlich vom Biofilm (was da auch immer drinnen ist) der natürlich auch Nahrung braucht und das wird wohl über das Basis #1 (soll jetzt bitte keine Werbung sein) in ausreichender Menge "gefüttert" wenn man es so bedenkt.

    Also hast du eigentlich recht, dass ich doch gefüttert habe :upside_down_face:

    Fällt mir auch gerade ein dass speziell nach dem Putzen der Scheiben die Pink lady Seeigel und auch die Schnecken mit Vorliebe diese obere Kahmhautschicht zwischen Wasser und Luft wegfressen ... und da sind weder Algen noch Futterreste dran.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Junge Nauplien sind schon ein gehaltvolles Futter. N. s. kommt täglich 1/4 für's Zooplankton rein. Der Mandarin fraß auch Nyos Goji. Das sollte als Zusatzfutter m E. reichen.

    Möglicherweise war er krank. -

    Was mir halt auffällt, dass ist das sehr geringe Aufkommen der Tausendfüßler. Im Gegensatz zu früher.

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  • Eventuell war es eine Krankheit, aber das ist sehr ungewiss und hätte eine Untersuchung gebraucht. Gegen Parasiten oder Darmwürmer könnte man behandeln, meist haben es dann aber andere Fische auch. Beim Mandarin-Leierfisch ist es meistens aber zu wenig Nahrung, da er ein Dauerpicker ist.

    Wenn deine Borstenwürmer zurückgehen, hast du entweder einen Fressfeind, zu wenig Reste oder das biologische Gleichgewicht hat sich nun eingestellt. Meistens verstecken sie sich aber nur sehr gut.

    VG

    Chris

  • Hallo zusammen!

    Meist werden die physilogischen Tätigkeiten der Organe nicht verstanden. Dieser Fisch hat einen stark verkürzten Verdauungstrakt, eine kurze Röhre. Synchiropus MÜSSEN also immer im Futter stehen. Wenn laut Berichten davon ausgegangen wird, dass ausgewachsene Synchiropus 200-500 Copepoden o. ä. als notwendige, tägliche Futtermenge benötigen, wird schnell klar, dass einer halbwegs optimalen Ernährung bald der Boden entzogen sein wird. Die Kompensation mit jeglichem Ersatzfutter wird nur klappen, wenn der Fisch es akzeptiert und - das ist essentiell - dem Fisch permanent!!! zur Verfügung steht. Entgegen manch anderer Meinung ist eine kurzgetakte Fütterung über den ganzen Tag anzustreben, um die ineinandergreifenden physiologischen Abläufe der Organe intakt zu halten. Eine schrumpfende Leber, damit fängt es meistens an, ist der Anfang von allem Übel.
    Ab und zu und/ oder sporadisch zu füttern reicht nicht aus.

    Gruß

    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Beim Mandarin-Leierfisch ist es meistens aber zu wenig Nahrung, da er ein Dauerpicker ist.

    Den Audruck "Dauerpicker" wird auch von mir verwendet. Oberflächlich gesehen, scheint das so, wenn man an einen Vogel denkt. Das ist aber anatomisch beim Synchiropus nicht gegeben.. Die Nahrung wird durch eine ruckartige Bewegung des Kopfes eingesaugt!!

    Gruss

    Hajo

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  • Die Nahrung wird durch eine ruckartige Bewegung des Kopfes eingesaugt!!

    und das laut knackende Geräusch dazu hat mich anfangs echt erschreckt.

    Der Sog den der Fisch dabei erzeugt muss ziemlich heftig sein.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • und das laut knackende Geräusch dazu hat mich anfangs echt erschreckt.

    Der Sog den der Fisch dabei erzeugt muss ziemlich heftig sein.

    Das ist höchstwahrscheinlich dem ausstülpbaren Kiefermechanismus geschuldet.

    Gruss

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