Posts by Werner F.

    Ich verwende NPO seit drei oder vier Jahren. Einmal eingependelt bezüglich Menge und Durchströmung funktioniert das sehr gleichmäßig. Aber es dauert, wie oben geschrieben. Nach etwa drei Monaten begann deutlicher NO3 Schwund.

    Die Wirkung auf Phosphat ist bei meinem Becken deutlich geringer, das löse ich mit Lanthan.

    Im Grunde ist jeder Fisch im Aquarium, jeder Vogel im Käfig, jedes Kaninchen im Stall ein armes Wesen, nämlich in Gefangenschaft mit aufgezwungenen Mitinsassen.

    Ich rede es mir schön, dass sich meine Fische in den Aqurien wohlfühlen, weil ich sie gut pflege. Aber es ist halt wirklich so, wie Hanno so realitätsnah schreibt - Flucht unmöglich.

    Ich habe in den 63 Jahren Aquaristik viel Freude gehabt. Aber ich neige immer mehr dazu, Aquarien in Frage zu stellen, werde empfindlicher, wenn ich zu große Fische in viel zu kleinen Becken sehe.

    Ich weiß, das was ich schreibe, passt nicht zu meinem Beckenbesatz. Wäre ich jünger, würde ich auch dann wieder Aquarien pflegen. Aber in einem gänzlich anderen Stil.

    Hallo miteinander,

    nachdem nun meine zweite Jebao 5000 ebenfalls nach recht genau 3 1/4 Jahren Anlaufprobleme hat und gemäß der Vorerfahrung alsbald vollständig ausfällt, suche ich eine Alternative.

    Schwerpunkt ist die Laufruhe, die die Jebao absolut befriedigte.

    Danke vorab für jeden Tip!

    Aus diesem Grund empfehle ich keinerlei Tropftests sondern ausschliesslich die digitale Variante einer elektronischen PH-Wert-Messung!

    Hierzu ist ganz deutlich darauf hinzuweisen, dass a) Billiggeräte wenig taugen, b) empfehlenswerte Geräte, z. B. Greisinger, sehr teuer sind, c) die Messkette für exakte Messungen mindesten alle 10 Tage kalibriert werden muß.

    (...) kann die Strömung auch nachts laufen. In der Natur wird sie auch nicht abgeschaltet. (...)

    So lange man aufpasst, dass die Sedimentecken nicht zu groß oder gar schwarz werden, haben auch diese schwach durchströmten Gebiete ihre Daseinsberechtigung (Stichwort Denitrifikation).

    Genau das ist ein beleuchtbares Thema!

    In der Natur dennke ich, dass - geschätzt - in 1 - 2 m Wassertiefe kaum noch Wellen spürbar sind, da sie primär durch Wind auf der Oberfläche entstehen. Somit erleben Fische und Korallen ab dort eher eine laminare Gezeitenströmung.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist die Rauhigkeit primär im Oberflächenbereich, nicht tiefgehend und hauptsächlich tagsüber bei Wind durch Sonneneinstrahlung.

    Da meine Pumpen im Takt kräftig pulsieren um Wellenresonanz zu erzeugen, könnte das im Nachtbetrieb tatsächlich widernatürlich sein.

    Ich habe das noch nie gemacht, nachts laufen die Pumpen ohne Puls und mit 30 %. Möchte das nicht "einfach so" ausprobieren, um unnötigen Stress zu vermeiden. Daher mein Hinterfragen zu diesem Thema.

    Dankeschön auch für die Teilnahme.

    Insgesamt 6 Strömungspumpen machen zwar eine brauchbare Zirkulation und der Riffaufbau ist hinten "hohl". Aber im Laufe der Jahre verwächst alles, teilweise rotkohlgroße Stöcke, und da gibt es trotz stündlichem "Sturm", bei dem alle Pumpen gleichzeitig volle Leistun geben, dennoch unvermeidliche Zonen.

    Ist die Turbulenz auch des nachts, gäbe es weniger Totraum.

    Aber möglicherweise gibt es Fische, Korallen und ich denke auch an Plankton, die eine ruhige Nachtphase benötigen.

    Exakt das ist der obige Grund, dieses Thema nach 10 Jahren weiterer Erkenntnisse nochmals zu erwähnen.

    Hallo miteinander

    nach nun zehn Jahren greife ich dieses Thema nochmal auf, weil es inzwischen vermutlich weitergehende Erkenntnisse und Erfahrungen gibt?

    Ich habe nämlich festgestellt, dass trotz meiner durchaus kräftigen Ringströmung an den toten Zonen schleimige Gammelecken entstehen, die dann dort allmählich zu dickschwartigen Schmieralgennestern mutieren.

    Ohne Nachtabdenkung wären solche Zonen jedenfalls geringer.

    Guten Tag Eric,

    zu Molybdän kann ich lediglich sagen, dass ich das die ersten zwei Jahre nachdosieren mußte, danach nicht mehr.

    Jod habe ich seit einem knappen Jahr plötzlich extrem hoch. Meßtechnisch, biologisch keine Anzeichen.

    Ich füttere ausschließlich gefrorene Garnelen, diverse Speisefische, Muscheln aus der Feinkostabteilung. Zudem Norialgen von MM. Pro Tag etwa wie 1 Stück Würfelzucker bzw. 1 Sonderbriefmarke.

    Salz unverändert FM. Balling light. NPO-Pellets, Lanthan. Keine Kohle, kein UV-C.

    Ol' Men,

    ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Auch ich bin dabei, mittelfristig das perfekt laufende Meerwasserbecken abzugeben. Wie Bernd schreibt, jetzt geht es noch. Aber man merkt das Alter. Und - Hand auf's Herz - ein Meerwasserbecken unterliegt ständigen Kontrollen und Korrekturen mit zunehmender Konzentration, die in der Regel nur der Erbauer durchblickt.

    Bei mir wird ein kleines Süßwasserbecken bleiben, das jene Fische enthält, mit denen ich 1963 das Aquariumerleben begonnen habe.

    Ja, das hat HaJo sehr treffend geschrieben, dass Aquaristik einen ständig begleiten kann und der Seele und dem Körper sowie dem Wissensgeist wohl bekommt.

    Aber irgendwann rückt auch hier das altersbedingte Abschiednehmen näher. Und dann besser selbst abwickeln, bevor es andere machen müssen.

    Richtig bestellt, Stefan!

    Das berühmte Sandkorn kann durchaus einen allmählichen Riss auslösen. Stichwort Glasschneider. Der schneidet nicht, sondern ritzt. Und das ergibt innerhalb des Glasgefüges eine strenge Oberflächenspannung, und das Glas reißt weiter.

    Absolute Sauberkeit diesbezüglich natürlich auch unter dem Acrylglas.

    So einfach sehe ich das nicht.

    Das Beispiel mit meinem innerhalb von 24 h nachgesetzten Korallenwächter zeigt, dass dieser Fisch von den Raufbolden sofort als Fremdling erkannt wurde. (Ich selbst kann keinen Unterschied sehen, gleiches Geschlecht, Größe und Färbung.)

    Andererseits fallen diese Raufbold auch sofort auf ihr Spiegelbild herein und greifen an.

    Letzteres hat weder Geruch noch sonst etwas. Somit erkennt der Fisch wohl überwiegend über die Optik ein Feindbild. Dazu gehört er auch selbst, da er sein Aussehen nicht kennt.

    Natürlich sind dort die Spurenelemente in den Traces. In Trace3, was in den kH-Kanister gegeben wird, sind neben Jod auch die Halogene enthalten.

    Du hast recht, Sandy! Entschuldigung, ich hatte in die falsche Spalte gekuckt (Tr. 1). Danke!

    Sieht man es dem Becken auch an, dass da so viel Iod drin ist ?

    400µg ist schon eine Hausnummer :astonished_face:

    Nein, optisch nichts erkennbar. Alles tip top.

    Einzig fällt mir auf, dass die Babylonia Schnecken sehr träge sind.

    Die Montipora, die großflächig die Seitenwände zugewachsen haben, gehen etwas ins Grau über. Aber das machen sie sehr häufig, z. B. bei Störungen durch WW.

    Fiel nur durch vierteljährliche Routine-ICP auf.

    (...) Bei Balling Light von FM muss ich dafür die Trace3 ersetzen durch die Einzelelemente, die fehlen. Immerhin geht es wieder in die richtige Richtung und der Jodpegel sinkt so langsam in normale Bereiche. (...)

    Verstehe ich nicht, in den Traces ist doch kein Jod enthalten?


    Hallo Werner!

    Welche Spuris verwendest Du? Auch FM?

    Fütterst Du Algen?

    FM Salz und FM Balling light mit Traces. Täglich frisch gezapftes Phytoplankton N. salina.

    Algen wie Nori haben teilweise extrem hohe und schwankende Jodgehalte. Eventuell auch indirekt über pflanzliches Futter, was Algen enthält.

    Ich füttere nur mein selbst aus Lebensmitteln gefertigtes Frostfutter, A-Nauplien und eine Briefmarke Nori Algen von Mru. Jahrein jahraus im Wesentlichen unverändert.

    Letzteres kann kaum diese Menge abgeben.

    N'Abend miteinander,

    mein Becken hatte seit dem Start vor 5 Jahren immer etwas Jodmangel gezeigt, was ich mit einem Tröpflein pro Tag in den grünen Bereich justieren konnte.

    Im August stand der Wert plötzlich verdoppelt bei 107 µg. Ich habe die Zudosierung eingestellt. Die aktuelle ICP zeigt nun 406 µg/l und das verwirrt/beunruhigt mich. (Kohlenetz eingelegt).

    Sämtliche anderen Werte sind wie gewohnt i. O.

    Erklärung habe ich keine. Jod reagiert schnell und baut sich somit zügig ab. Somit scheint eine deutliche Quelle vorzuliegen.

    Jamand Rat? - Danke!

    Hi Stefan,


    ja, kann die Vorredner nur bestätigen. Aus Erfahrung. Hier perlt Weichwasser mit 3 ° GH und 1,5 KH aus der Leitung. Hört sich ja prima an. Aber ich hatte laufend Pech mit Diskusfischen, die nie ihre richtige Farbe zeigten, sich nicht paarten und auch mit Süßwassergarnelen gab es nur Enttäuschungen.

    Osmoseanlagen tröpfelten damals nur, waren teuer und ich war der Meinung, dass ich sowas wegen meiner vermeintlich tollen Werte nicht brauche.

    Irgendwann hat mich einwirklich guter Händler - leider jung verstorben - deswegen zur Osmose überredet.

    Und siehe da, die Diskusfische wurden hell und liebten sich alsbad und auch Garnelen setzten Nachwuchs an.


    Daher sei vorsichtig und gehe auf die sichere Seite. Was "noch" drin ist, weiß Du nicht und wenn Du mit Osmose und Harz arbeitet, kannst Du das Wasser bei eventuellen Störungen schonmal ausklammern.

    Guten Tag zusammen,

    mir fällt auf, dass es in meinem Becken kaum noch Borstenwürmer gibt. Freßfeinde wüßte ich keine. Oder tatsächlich Zwergkaiser?

    Ich habe seit Jahresanfang wegen Wasserbelastung die Fütterung etwas optimiert; insgesamt mehr pflanzlich und häufiger in kleinen Portionen und "schon immer" 1 Fastentag.


    Danke für Hinweise.

    Guten Morgen Werner!

    Bei mir wachsen sie am besten bei viel Licht. Zwischen den SPS.

    (...)

    Danke Dietmar,

    Deine Erfahrung deckt sich mit meiner Vermutung. Die allgemeinen Angaben "benötigt wenig Licht" heißt ja nicht, dass sie viel Licht nicht mögen/vertragen.

    Habe meine nun 20 cm höher gesetzt; beobachten, und nächsten Monat auf die Oberetage.


    @ TH, hast die falsche Abteilung erwischt, versuche es mal auf "ich biete".