Täglicher automatischer Wasserwechsel

  • Hallo Leute,

    ich plane gerade mein nächstes Becken. Größe wird so um die 1300 Liter sein. Großer Vorteil, ich habe einen eigenen Technikraum, der es mir erlaubt ein großes Refugium und große Tanks zu stellen. Meine Überlegung geht nun in die Richtung, dass ich mein Becken gerne einem permanenten täglichen Wasserwechsel (täglich 20 Liter) unterziehen möchte. Ich habe daran gedacht mir zwei 400 Liter Tank mit Zirkulationspumpen hinzustellen, die das Frischwasser beinhalten. Aus jedem Tank kann 20 Tage Wasser entnommen werden, während man im zweiten Tank wieder frisches Wasser ansetzen kann.
    Wie kann man so etwas am besten Lösen? Mit zwei Dosierpumpen, wäre so etwas sicher machbar. Gibt es eventuell irgendwo eine fertige Lösung?

    Danke schon einmal für jeden Vorschlag.

    Gruß Jens

  • Hi
    Jens am einfachste wäre ein überlauf im tb der direkt in den Abfluss geht !
    würde es so machen :
    morgens um 0700 schaltet sich Nachfüllanlage und Rückförderpumpe aus
    um 0730 geht Rückförderpumpe an und die 2te Nachfüllanlage die frisches Salzwasser wieder auffüllt
    um 0800 geht Salzwassernachfüllanlage aus und normale Nachfüllanlage an

    auch machbar wäre wenn Abfluss höher ist
    eine pumpe ins Technik backen stellen dann daraus das Wasser pumpen bis z.b. 20 Liter draußen sind (mit Stift/Klebeband Markierung gemacht ) und wieder auffüllen

    Gruß
    Helmut[color=green]

    :gesalzt2:

  • moin,

    Zitat

    Jens am einfachste wäre ein überlauf im tb der direkt in den Abfluss geht !

    das ist die beste Lösung :smiling_face:
    ich habe das mit 2 Tunze 12v Pumpen gemacht
    die erste läuft morgens/abends jeweils 1 Min. zum nachfüllen,
    die zweite geht 5 Min nach der ersten für 2 Min.an und füllt Frischwasser (2 Liter ) auf,durch den 2ten Überlauf direkt in den Abfluß
    Das Becken hat aber auch "nur"540L

    geschaltet wird das über Steckdosenleiste EnerGenie EG-PM2

  • Hallo Hans, hallo Helmut,

    danke für eure Beiträge. Ich dachte allerdings ehe in Richtung einer Lösung mittels Membranpumpen. Ich suche also nicht unbedingt eine einfache, sondern eher eine sichere und kontinuierliche Lösung.
    Ich dachte daran mir zwei Membrandosierpumpen zu besorgen und damit 0,7l/h zu wechseln. Das würden also 0,7l x 24h x 7 Tage = 118l/Woche sein. Bei einem 500 Liter Tank, hißt das alle 4 Wochen neu ansetzen. Was meint ihr zu diesem Gedankenspiel? Hat jemand so etwas schon realisiert?

    Gruß
    Jens

  • Hallo Jens,
    Im Netz gibt es eine Steuerung die auf Basis der Siemens Logo funktioniert. Da wird immer eine feste Menge verpumpt. Vielleicht findest du das bei Google unter wasserwechsel Siemens Logo.

    Mfg Jens

  • Hallo,


    Ich plane in meine neue Becken auch automatische WW, aber mit eine GHL Profilux gesteuert.

    Dazu brauchst Du zwei Niveausensor und 2 Pumpen. WW kannst Du manuell starten oder auch programmieren.


    1. Rückförderpumpe aus

    2. altes Wasser mit Pumpe1 von technickbecken bis Niveau1 absaugen

    3. salzwasser mit Pumpe2 in TB bis Niveau2 nachfüllen

    4. Rőckförderpumpe ein


    Du kannst aber weitere Dinge auch programmieren (zb. AS aus, usw...)

  • Hallo Jens, hallo Stefan,

    das geht schon in die richtige Richtung. Allerdings dachte ich daran, mir zwei Industrie-Membrandosierpumpen zu leisten (z.B. ProMinent) und diese im Dauerbetrieb zu fahren. Ich möchte ja permanent Wasser wechseln und das kann ich ja über die Profilux nicht realisieren.
    Hat das denn noch niemand hier gemacht? Oder denke ich einfach zu kompliziert?


    Gruß Jens

  • Hallo,

    Automatisierung in allen Ehren, aber wo liegt der große Vorteil eines automatischen, täglichen WW?

    Man kann nicht gezielt Sedimente, Cyanos usw. absaugen.

    Zusätze wie Spuris, Aminos, etc. werden täglich dosiert und wandern zum Teil gleich wieder in den Ausguß.

    Bin jetzt nicht der alte Hase, aber vielleicht erschließt sich mir daher nicht der Vorteil dieser Automatisierung.

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Servus Axel

    Nicht in jedem Becken sind Cyanos oder viel Sediment das abgesaugt werden muß :winking_face:
    Ich denke Jens möchte einfach Konstant Spurenelemente und andere Nährstoffe einbringen.
    Einen großen Wasserwechsel kann man ja bei Bedarf immer noch machen!


    Mfg Christian

  • Zitat

    Wie kann man so etwas am besten Lösen? Mit zwei Dosierpumpen, wäre so etwas sicher machbar. Gibt es eventuell irgendwo eine fertige Lösung?

    Die einfachste Lösung ist ein höher stehendes Becken oder Behälter, aus dem Du das Wasser kontinuierlich nachtropfen läßt. Dazu einfach einen stabilen Osmoseschlauch mit einem Gardena Tropfhähnchen benutzen. Die gibt´s in jeden guten Garten oder Baumarkt.

    WICHTIG: Du darfst natürlich kein Wasser mit einer Dichte von 1,024 benutzen, fange erstmal mit der halben Dicht an!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Könnte mir vorstellen dass es mit drei Zeitschaltuhren funktioniert. Eine Uhr die 23 Stunden die Pumpe für das Verdunstungswasser frei schaltet und in der letzten Stunde eine Uhr die WW Pumpe freischaltet und genau vergebene Zeit Sekunden/Minuten Wasser in den Abfluss fördert. Dann die dritte Zeitschaltuhr die im Anschluss das neue Salzwasser am besten mit Niveauschaltung zurück fördert. Dann gibt es keine Kalibrierungsprobleme.
    Elektrische Zeitschaltuhren kosten zehn Euro und sind auf Sekunden einstellbar. Damit lasse ich zum Beispiel meinen Abschäumerreiniger zweimal am Tag 8 Sekunden laufen.

    Beispiel

    Uhr 1

    Von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr morgens an mit Pumpe für Osmosewasser.

    Uhr zwei
    Von 7.01 Uhr bis 7.02 Uhr Pumpe an die Wasser in Abfluss pumpt (20 Liter)

    Uhr drei
    Von 7.02 bis 7.30 Pumpe drei mit frischen Salzwasser mit Niveauschaltung die die Pumpe stoppt wenn Niveau erreicht. Zur Sicherheit nur wenig mehr Zeit frei geben (zum Beispiel eine Minute) um Fehler bei Niveau abzusichern.

    Grüße Torben

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    2 Mal editiert, zuletzt von Torben (23. Dezember 2014 um 12:14)

  • Zitat

    Elektrische Zeitschaltuhren kosten zehn Euro und sind auf Sekunden einstellbar. Damit lasse ich zum Beispiel meinen Abschäumerreiniger zweimal am Tag 8 Sekunden laufen.

    Das mag sein, aber bestimmt keinen Wasserwechsel, wenn Du zwei Wochen im Urlaub bist!

    .

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  • @ walhai


    Es geht nicht um eine totale Automatisierung, sondern um Kontinuität. Absaugen muss ich in meinem jetzigen Becken eigentlich auch nie wirklich etwas. Und von der ganzen Dosiererei von irgendwelchen Mittelchen halte ich auch nichts mehr. Ich mache lieber mehr Wasserwechsel. Das einzige was ich noch dosiere sind Aminos. In heutigem Salz ist ja auch schon viel drin.

    @ Thorsten

    Leider stehen die Tanks tiefer als das Becken. Dafür kann ich so ziemlich jede Größe verbauen (hab sehr viel Platz). Darum bin ich auf die Idee mit den Dosierpumpen gekommen. Zudem könnte ich relativ günstig zwei ProMinent Membrandosierpumpen beziehen. Von Schlauchpumpen nehme ich Abstand, da ja ein Medium durch die Schläuche läuft, welches Ablagerungen verursachen kann (Salz). Darum dachte ich an zwei Membrandosierpumpen, wie sie in der Industrie verwendet werden. Das so etwas teuer ist, ist mir bewusst und wird von mir in Kauf genommen.

    Wie löst man das im Großanlagenbau?

    Torben

    Wenn zwei Dosierpumpen korrekt arbeiten, dann hat das eigentlich nichts mit dem Auffüllen von Osmosewasser durch Verdunstung zu tun. Die Wassermenge die entnommen wird, wird durch die zweite Dosierpumpe aufgefüllt. Eine Nachfüllanlage wird also normal parallel laufen.

    Gruß
    Jens

  • Zitat

    Leider stehen die Tanks tiefer als das Becken. Dafür kann ich so ziemlich jede Größe verbauen (hab sehr viel Platz).

    Dann geht es nicht ohne Dosierpumpen. Schlauchpumpen gehen auch, nur mußt Du routinemäßig die Schläuche tauschen, so wie den Zahnriemen beim Auto.


    Zitat

    Eine Nachfüllanlage wird also normal parallel laufen.


    ???????????

    Wozu das denn????? Du brauchst das wasser doch blos mit einer Dichte von 1,015 zuzuführen!

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  • Also ohne zusätzlichen Wassertank für Verdunstungswasser. Dann muß du den Salzgehalt reduzieren und im laufe des Jahres anpassen da die Verdunstung variiert. Wird von der Technik einfacher von der Kontrolle etwas schwerer.

    Grüße Torben

    Gesendet von meinem Handy mit Tapatalk

  • So. Hier mal schnell eine kleine Zeichnung, da ich das sonst nicht so erklären kann. Ich hatte mir das ganze so gedacht, dass die beiden Dosierpumpen genau auf 0,7 Liter die Stunde eingestellt werden. Also pumpt Pumpe 1 genau 0,7 Liter Wasser in der Stunde aus dem Technikbecken, natürlich da, wo der Abfluss vom Hauptbecken mündet. Zur gleichen Zeit pumpt Pumpe 2 genau 0,7 Liter frisches Salzwasser aus einen der 400 Liter Tanks in das Technikbecken. Das soll dann in der Nähe der Rückförderpumpe sein. Im zweiten Tank kann dann immer in Ruhe neues Salzwasser angesetzt werden. Bei Bedarf kann man einfach umschalten. Jeder Tank hält dann ca. 24 Tage. Die Tanks werden mit einer Umwälzpumpe ausgestattet, die permanent das Wasser in Bewegung hält.

    Zusätzlich wollte ich noch einen 200 Liter Tank für Osmose-Wasser installieren. Eine Nachfüllanlage soll den Wasserstand im Hauptbecken kontrollieren und wenn nötig verdunstetes Wasser nachfüllen.

    Denke ich nun zu kompliziert? Ich bin für Verbesserungsvorschläge offen. Ich bin ja noch in der Planungsphase.

    Gruß Jens

  • Hallo Jens,

    genauso läuft es bei mir seit 3 Wochen ohne Probleme. Ich habe auch zusätzlich zum automatischen WW noch eine Nachfüllanlage für Osmosewasser. Da ist man einfach flexibler und muss nicht bereits im Vorfeld die Verdunstung der nächsten 3 Wochen voraus planen. Allerdings mache ich es mit einer Schlauchdosierpumpe. Geht auch bei meinem Becken mit 100l brutto noch. 1,4l wechsel ich da am Tag mit 24 Dosierpunkten.

    so long,
    Florian - Tapatalk -

  • Guten Abend Jens,

    Bei deinem Bild frage ich mich nach der Versagenssicherheit und wie du die Dosiergenauigkeit sicherstellst? Fällt eine der Dosierpumpen aus kann ja theoretisch das Becken über laufen?!

    Grüße
    Björn

  • Zitat

    Denke ich nun zu kompliziert?

    Na klar - und wie! Einfach einen Tank, eine vernünftige Osmoseanlage und das war´s!
    Aus dem Tank pumpst Du verdünntes Meerwasser in das Becken und wenn er leer ist, füllst Du ihn mit einer leistungsfähigen Osmoseanlage wieder auf. Eine Merlin schafft 2000 Liter am Tag, größer dürfte Dein Tank nicht sein.
    Wenn Du eine kleinere nimmst ist es auch kein Beinbruch, dann dauert es eben etwas länger.

    Wenn Du mal drei Tage kein Wasser zuführst, ist das auch kein Beinbruch, 99% aller Aquarien funktionieren doch so!

    Dein Plan ist doch viel zu anfällig, zuviele Dinge, die ihren Dienst irgendwie versagen können.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
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  • Na klar - und wie! Einfach einen Tank, eine vernünftige Osmoseanlage und das war´s!
    Aus dem Tank pumpst Du verdünntes Meerwasser in das Becken und wenn er leer ist, füllst Du ihn mit einer leistungsfähigen Osmoseanlage wieder auf. Eine Merlin schafft 2000 Liter am Tag, größer dürfte Dein Tank nicht sein.
    Wenn Du eine kleinere nimmst ist es auch kein Beinbruch, dann dauert es eben etwas länger.

    Wenn Du mal drei Tage kein Wasser zuführst, ist das auch kein Beinbruch, 99% aller Aquarien funktionieren doch so!

    Dein Plan ist doch viel zu anfällig, zuviele Dinge, die ihren Dienst irgendwie versagen können.

    Hallo Thorsten,


    das ich mir natürlich ein vernünftige Osmose-Anlage leiste ist klar. Wer viele Liter Wasser herstellen muss, der braucht schon was Gutes. Eine „Merlin“ hatte ich unter anderen auch schon im Auge.
    Ich habe mich auch noch ein wenig mit möglichen Tanks beschäftigt und nun doch für die Variante mit einem Tank entschieden. Ob es ein 600 Liter oder ein 1000 Liter Tank wird, hängt davon ab, wie ich die ganze „Hardware“ in meinem Technikraum unterbringe. Da plane ich noch. Mit 600 Liter komme ich bei ca. 20 Liter am Tag ungefähr einen Monat hin. Das sollte reichen. Die Tanks werden natürlich lebensmittelecht und schwarz sein, dass sollte für die Lagerung von Meerwasser gut gehen.
    Ich habe mal eine Zeichnung gemacht. Das sollte deinem Vorschlag entsprechen. Zwei Fragen zu deinem Vorschlag hätte ich allerdings:

    1. Du verstehst ja unter verdünntes Meerwasser eine Dichte von ca. 1,015. Muss ich dann nicht bei deinem vorgeschlagenen System ständig die Dichte kontrollieren? Es läuft ja auch Überschusswasser mit einer höheren Dichte permanent ab.
    2. Würdest du die Umwälzpumpe im Tank permanent laufen lassen, oder reicht es wenn sie alle paar Stunden für eine gewisse Zeit läuft?

    Gruß Jens

  • Was passiert mit deinem Ablauf für Wasserüberschuss wenn deine Rückförderpumpe ausfällt?
    Oder habe ich überlesen dass das Technikbecken höher steht?

    Ja wie bereits angesprochen muß bei diesem System bei veränderten Bedingungen der Salzgehalt angepasst werden.

    Grüße Torben

    Gesendet von meinem Handy mit Tapatalk

  • Zitat

    1. Du verstehst ja unter verdünntes Meerwasser eine Dichte von ca. 1,015. Muss ich dann nicht bei deinem vorgeschlagenen System ständig die Dichte kontrollieren? Es läuft ja auch Überschusswasser mit einer höheren Dichte permanent ab.
    2. Würdest du die Umwälzpumpe im Tank permanent laufen lassen, oder reicht es wenn sie alle paar Stunden für eine gewisse Zeit läuft?

    Man muß anfangs schon regelmäßig die Dichte kontrollieren, um herauszufinden, wie das Verhältnis von weglaufendem zu verdunstetem Wasser ist. Letzteres ist ja für jedes Becken spezifisch und hängt vom Temepraturunterschied zum Raum, der Luftfeuchtigkeit und der Strömung (Oberflächenbewegung) im Becken ab.
    Dann wird es noch leichte, jahreszeitliche Schwankungen geben, aber da fuchst Du Dich schnell ein.

    Das Wasser muß permanent umgewälzt werden, dazu reichte eine 5-10W Pumpe, die kleinste Nanostream oder eine Pico.

    20 Liter Wechsel ist ja sogar schon viel, wenn Du ein 1300 Liter Becken planst, hast Du netto vielleicht tausend, da reichen täglich auch 10 Liter.

    Du kannst getrost auch eine Billiganlage aus Ebay mit 300 Litern am Tag nehmen, da ist Dein Tank auch in drei Tagen voll. Du kannst ja zeitgleich aufsalzen. Die drei Tage Pause werden Dir die Fische schon verzeihen.

    1,015 sind auch nur so ein Richtwert, weil ich nicht glaube, daß täglich auch 10 Liter Wasser verdunsten. Das hast Du dann ganz schnell raus.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi Jens

    Ich wechsele 10 Liter pro Tag.

    Ich arbeite mit 2 Nachfüllanlagen, eine für Osmose und eine für Salzwasser, die über den GHL Profilux gesteuert werden.

    z.B.

    14 Uhr Osmose Nachfüllanlage wird abgeschaltet

    eine Minute später wird eine kleine Pumpe so lange eingeschaltet bis 10 Liter abgepumpt sind, jetzt wird die Nachfüllanlage für Salzwasser eingeschalten, danach werden die Nachfüllanlagen

    wieder getauscht. :smiling_face_with_sunglasses:

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hi Jens,

    ich arbeite seit 4 Jahren mit einem semi-permanenten Wasserwechsel (2 mal pro Tag) und komme damit sehr gut klar. Das System ist ähnlich zu dem was venusta vorgestellt hat, allerdings ohne Computer sondern mit Zeitschaltuhren.
    Bei der Konstruktion des Systems war es mir besonders wichtig, dass jeder mögliche Fehler (Ausfall einer Pumpe, bzw. Dauerlauf einer Pumpe) nicht zur Katastrophe führt. An jeder Stelle müssen Notüberläufe oder redundante Abschaltmechanismen installiert sein!
    Mein System funktioniert so: Erst wird mit Süßwasser die Verdunstung ausgeglichen, und der Wasserpegel im Filterbecken auf das Soll-Niveau gebracht. Dann schaltet sich einige Minuten später eine Pumpe in der ersten Kammer des Filterbeckens (in Flussrichtung gesehen) an und pumpt Salzwasser ab, das wird in einem Tank aufgefangen. Sobald der Niveauschalter in der letzten Kammer des Filterbeckens einen fallenden Wasserstand bemerkt wird eine Pumpe im Salzwasser-Vorratstank angeschaltet und gleicht den Verlust aus. Das frische Salzwasser wird direkt in den Ansaugstutzen der Rückförderpumpe geleitet, damit es ohne große Umwege im Becken ankommt und nicht von der Abwasserpumpe gleich wieder entfernt wird. Im Vorratstank ist ein Schimmerschalter am Boden, der schaltet das gesamte System ab falls mal die Steuerung eine Macke hat. Außerdem ist der Tank für das Altwasser mit dem Vorratstank über einen Notüberlauf verbunden. Sollte die Anlage also mal im Dauerlauf hängenbleiben, dann pumpt sie einfach das Altwasser im Kreis. Der Vorratstank ist wiederum mit einem Notüberlauf mit dem Süßwasser Vorratstank verbunden. Sollten alle Stricke reißen kann der erstmal Wasser aufnehmen und über das unabhängig laufende Nachfüllsystem für einen Weiterbetrieb der Anlage sorgen. Die Salinität geht dann zwar etwas runter, aber das wäre zu verschmerzen da ich maximal 140 L Süßwasser lagere, bei ca. 1400 L Wasservolumen. Einmal pro Woche Entleere ich den Altwasser Tank, setzte neues Salzwasser an und fülle den Süßwasser Tank auf.
    Grüße
    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Zitat

    Wie löst man das im Großanlagenbau?


    Ganz einfach : mit programmierbaren Membran-Dosierpumpen. Wir haben viele Großanlagen in den letzten 25 Jahren gebaut und in eben so vielen wird permanenter Wasserwechsel mit Dosierpumpen betrieben. Eine pumpt rein, die zweite, raus. Die Menge lässt sich am Computer einstellen, wieviel täglich gefördert werden soll. Ich habe bis dato nie eine negative Rückmeldung erhalten, was die Technik betraf oder das System des permanenten Wasserwechsels in Frage gestellt hat. Und meines Wissens nach, wurde auch kein Becken umgestellt auf monatlichen Wasserwechsel.

    Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Membrandosierpumpen der Firma Iwaki gemacht. Teilweise laufen die Teile schon 20 Jahre und länger ohne Ausfall. Gerissene oder geplatzte Schläuche gibt es eh nicht bei Membranpumpen. Schlauchdosierpumpen haben wir nie verwendet, weil die nicht langzeitgeeignet sind. Der einzige Nachteil bei Membrandosierpumpen : ... sie sind nicht unbedingt geräuschlos. Das kann man aber umgehen, indem man die Taktfrequenz erhöht und nicht die Hübe. Wenn sie im Keller eingesetzt werden, ist es egal.

    Der Hauptgrund für permanenten Wasserwechsel sehe ich in der Kontinuität. Das Ansetzwasser wurde bei Bedarf auch aufgekalkt und mit div. Spurenelementen versehen. So kann sich das gesamte System auf die Kontinuität einstellen. Sollte der Phosphat/Nitat-Wert aus dem Ruder laufen, wird einfach die Menge des täglich getauschten Wassers, erhöht. Das ist immer noch einfacher und billiger, als mit Absorbern zu arbeiten.

    Grüße ... Klaus

    PS... hier mal ein Link für die neue Generation DC-Membran-Dosierpumpen, quasi die Königsklasse von Iwaki. Diese Teile sind geräuscharm ...http://www.iwaki.de/images/product…D%200031-03.pdf und hier ein Video der Fa. Prominent ...ebenfalls sehr gute Geräte.http://www.prominent.de/Produkte/Dosie…-DulcoFlow.aspx

    Membran-Dosierpumpen können enorme Höhenunterschiede überwinden. Man kann daher einen Ansetztank in der Garage oder sonst wo aufstellen und das Wechselwasser über 6, 8 oder 10mm PE Schläuchen, unsichtbar hinter der Sockelleisten zum Aquarium führen.

  • Zitat

    Das Ansetzwasser wurde bei Bedarf auch aufgekalkt und mit div. Spurenelementen versehen.

    ????????????

    Sprechen wir von Meerwasser?


    So wie Jens und Klaus es beschrieben haben, geht es natürlich auch.

    Bei mir ost es so, daß einfach ein 500 Liter Becken (10kg Salz) höher steht und das Wasser kontinuierlich über einen Gardena Hahn in´s Becken tropft. auf der anderen Seite hat das Becken einen Überlauf.
    Das wars.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

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