Dezimierung von Chromis viridis

  • Dezimierung von Chromis viridis

    Guten Tag zusammen,

    in meiner Beckendiskussion habe ich das schonmal geschrieben und sehr interessante Antworten, bzw. ähnliche Vorkommnisse berichtet bekommen.

    --> Evtl. kann ein Moderator die Antworten von Hajo und Micha auch hier rein verschieben.


    Deshalb wollte ich das einfach nochmals als extra Threat anstoßen um da evtl. noch andere Erfahrungen Ideen usw. zu hören.

    Also mein Eingangspost war folgendes:

    Also ursprünglich waren es ja 5 Stück Chromis viridis, von den dann nach und nach 2 nicht mehr aufgetaucht sind, allerdings ohne besondere Vorkommnisse.
    Es gab keinerlei Reibereien oder Ausgrenzungen in dem Schwarm, auch Erkrankungen konnte ich nicht sehen, nichts Auffälliges, sprich Abends waren es 5 am nächsten Tag nur noch 4 :loudly_crying_face:

    So setzte ich dann nochmal 5 Stück nach, also wieder 8 Stück...

    Das ging auch so 2 Monate ohne Probleme gut und dann ging es genau wieder so los, aus dem Nichts heraus, tauchte einer dann nicht mehr auf, dann der nächste usw. usw. bis es jetzt wieder 5 Stück sind. Erklären kann ich es nicht, es sind definitiv keine Aggressionen vorhanden, Fressfeinde gibt es auch keine, bzw.
    habe ich ja noch ähnlich kleine und kleinere Fische im Becken die dann ja auch verschwinden würden...

    Einzige Überlegung wäre das ich an Giftfänge geraten bin, die innere Schädigungen aufweisen... :loudly_crying_face:

    Aber da mein Becken voll ist, wird da auch nichts wieder ergänzt etc.

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

    Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen,
    bleibt es trotzdem eine Dummheit.
    Anatole France


  • Hallo Daniel,

    hätte beinahe Deinen Frust mit den Chromis viridis übersehen. :grinning_squinting_face: Die Voraussetzungen für eine langjährige Pflege eines richtigen (natürlichen) Schwarmes sind meist von schlechter Natur. In den meisten Aquarien werden die Fische immer weniger, bis sich eine Zahl einstellt, die den untereinander ausschließlich nur unter Aquarienbedingungen geschaffenen Stress auf einem niedrigen Level hält. Der Dreh- und Angelpunkt der „Wohngemeinschaft Viridis“ ist eine entsprechend große Koralle und ein äußerst üppiges Nahrungsangebot. Nach Prof. Ellen Thaler scheitert im Kern der Fortbestand des Schwarmes am Mangel an permanentem Futter. Das bedeutet klar und deutlich eine mehrmalige tägliche, ergiebige Fütterung! Eigentlich so oft man dazu in der Lage ist. Zitat Ellen Thaler: „Ist dieses natürliche Aufnahmeverhalten nicht möglich, dann zerbrechen alle nicht direkt lebenswichtigen Rituale, und letztendlich bleibt als Restbestand gerade noch eine schwache Feindreaktion. Ohne diese driftet man eben auseinander, auf der ständigen Suche nach Fressbarem.“ Zitatende.
    Das erklärt mir zwar den Bruch im Schwarmverhalten, aber nicht direkt die Absonderung einiger Exemplare oder gar deren Abgang. Es sei denn, es wäre ebenso das Ergebnis von großem Futtermangel, also schlichtweg eine Störung der Schwarmbindung durch Hunger mit anschließendem Siechtum. Vielleicht wäre es jetzt zu hoch gegriffen, wenn man davon einen natürlichen Vorgang, nämlich die individuelle Anpassung der Population an das jeweilige Futterangebot, ableiten würde? Bei einigen Anthiasarten habe ich ähnliche Beobachtungen machen können. Erst ein kompletter kleiner Schwarm, dann Absonderung (Ausgrenzung?) einiger Tiere, dann erst das Verschwinden. Der Restbestand blieb dann länger zusammen. Bei den Chromis viridis ist mir das ähnlich ergangen. Erst 9 Exemplare, dann nur noch 5 Tiere. Nach der Aufstockung auf deren 8, kam erneut der Rückgang auf 5 Stück. Die Futtermenge wurde nie erhöht. Da liegt der Verdacht nahe, dass dies auch mit der gereichten Menge an Futter zusammenhängen könnte. Nach der These: Für 5 reicht der gedeckte Tisch noch, für mehr (an Fisch) nicht mehr.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Grüß dich Hajo,

    vielen Dank für deine Rückmeldung.
    Das hört sich sehr logisch an was du schreibst, da es bei mir ja absolut genau so läuft, Anzahl x im Becken, dann Aufstockung auf y,
    dann langsam wieder Rückgang auf x.
    Füttern tuen ich zwar großzügig um meinem P04 auf die Sprünge zu helfen, aber eben "nur" 2 mal am Tage, sprich Mittags Flockenfutter,
    abends Frostfutter.

    Naja, da mein Pott sowieso bis unter die Zähne voll ist, bleibt es nun wie es ist, würde sowieso, in Anbetracht der Lage, dann keine
    Chromis mehr einsetzen.

    Eine Frage noch, hast du denn mitbekommen, das einzelne Fische wirklich ausgegrenzt wurden?
    Das konnte ich wie gesagt bei mir überhaupt nicht beobachten, nur plötzliches verschwinden...

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

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    Anatole France

  • Hallo Daniel,

    ich beschäftige meine Bande tagsüber 3x mit kleinen Portionen Flockenfutter über einen Automaten und abends von 17 bis 21 Uhr immer wieder mit Frostfutter. Ich zieh das mit ner Spritze auf und immer wenn ich in der nähe bin pfeif ich mal was rein das sind dann auch so 4-5 Fütterungen. Bisher sind alle noch da. Ich habe sie allerdings auch erst im Juni/ Juli eingesetzt.
    Ich bilde mir allerdings ein, sehr oft 2er Gruppen zu sehen. Kann aber auch sein, daß ich mich täusche.

  • Hallo Daniel,

    Eine Ausgrenzung durch den uebrigen Bestand oder der Vorgang der eigenen Abspaltung wegen Futtermangels ist schwer zu durchschauen. Es sei denn, im ersten Fall werden die Tiere verjagt. Das ist aber, bis auf minimale Zankereien, nie vorgekommen. Ich denke, dass der Schlüssel irgendwo bei der Nahrungsmenge liegt. Vielleicht auch im genetischen Baustein ihres sozialen Verhaltens?
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo!


    Was mir bei einigen Aufenthalten am roten Meer aufgefallen ist.

    Man sieht immer toller Schwärme dieser Fische rund um großen Korallenstöcken.
    Aber die Fische sind fast gleich groß
    Die riesigen Tiere wie wir sie aus vielen Aquarien kenne sah ich nie.

    Ev. erreicht in der Natur auch nur ein kleiner Bruchteil der Chromis wirklich die volle Größe und der Großteil der restlichen Tiere wird vorher gefressen.
    Die wenigen fortpflanzungsfähigen Tier waren mir als Schnorchler dann wohl nicht mehr zugänglich oder sind mir zumintest nicht mehr aufgefallen.

    Vielleicht ist es in der Natur völlig normal das von einem Schwarm Jungfische nur wenige, unauffällige, Paare zur Fortpflanzung übrig belieben?

    Also in Kurzform. Ev. schwimmen nur Jungtier im Schwarm?

  • Hallo zusammen,

    Nach Ellen Thaler soll Hunger die Schwarmbildung stark beeinträchtigen, wenn nicht gar verhindern. Nach erforschten Beobachtungen in der Natur schnappen die Chromis viridis alle 2 Sekunden nach etwas Fressbarem. Dann ist es bei unseren „normalen“ Fütterungsintervallen auch kein Wunder, wenn das ehemalige Schwarmverhalten kippt. Jedes Tier geht dann eigene Wege, um an Futter zu gelangen, bzw. nicht zu verhungern. Das führt zu einer Auflösung des Schwarms, bis runter auf eine Größenordnung, die gerade noch den Ansprüchen von eigener Sättigung genügt. Um diese kleine Gruppe zu festigen, bedarf es, wie in der Natur, eines permanenten Angstdrucks, wie ihn z. B. räuberische Fische erzeugen können. Angst und Vorsicht hält die Gemeinschaft zusammen. Fehlt diese, und kommt noch der Hunger hinzu, wird jeder Fisch auf die eine oder andere Art und Weise versuchen, einzeln nach Nahrung zu suchen um seinen Hunger zu stillen und zu überleben. In ihrer natürlichen Umgebung besetzen Chromis viridis einen Korallenstock als Wohnung, Laichplatz und Schutzraum. Je größer die Koralle, desto größer auch der Schwarm. Da in einer solch großen Gemeinschaft nicht nur ein einziges Männchen für den Nachwuchs sorgt, ist klar. Ich denke, es bilden sich hier viele kleine Gruppen, die in ihrer Vielzahl letztendlich einen großen Schwarm darstellen. Was wir sehen, ist ein Gesamtbild, das trügt? Eine Zweckgemeinschaft? Für die Gemeinschaft, also den großen Schwarm, ist in ihrer natürlichen Umgebung immer genug Futtermenge vorhanden. Durch Druck von außen (Räuber) werden sie in ihrem sozialen Gefüge noch enger zusammengehalten. Ihr Verhalten im Aquarium wird von anderen Parametern bestimmt. Zu kleine Becken, viel zu wenig Futter, fehlende Aggressoren. Das sprengt ihre soziale Bindung und sie versuchen andere Wege zu gehen. Alles Hypothese?
    Leider sind alle Informationen, speziell über Chromis viridis, soweit sie mir zugänglich waren, sehr dürftig, was das Beibehalten von innerartlichen Strukturen und Änderungen im sozialen Verhalten unter Aquarienbedingungen angeht. Mehrheitlich wird aber letztendlich über die Tendenz zur kleineren Gruppe berichtet. Interessant wären langfristige! Aquarienstudien. Dazu könnten vielleicht einige Foraner selbst beitragen. Selbst wenn es Misserfolge sind, sind diese Berichte stets willkommen.
    Gruß
    Hajo

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  • Hi ihr,

    ich habe seit knapp über einem Jahr 14 Chromis viridis in meinem Becken, hier gab es bisher noch keine Verluste. Sie halten sich meist in der gesamten Gruppe um meine hystrix herum auf, welche auch als Schlafplatz dient. Einzig das vermutlich zweitstärkste Männchem bekommt immer wieder eine Abreibung vom Stärksten. Manchmal schaut er dann schon leicht mitgenommen aus (es fehlten einzelne Schuppen), aber er hat sich bisher immer davon erholt. Hier habe ich mich natürlich schon gefragt, was passiert, wenn dieses Tier irgendwann eingeht und die nächstschwächeren nicht so robust sind, ob dann nicht die oft gesehene Dezimierung auch bei mir von statten geht. Die restlichen Jagden innerhalb der Gruppe sehen eher nach Rangordnungskämpfen aus, die keine weiteren Folgen haben.

    Viele Grüße
    Joachim

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


    Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET kämpft erfolgreich gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, Infos unter:
    http://www.target-human-rights.com

  • Hallo Joachim,

    das ist ja einmal ein positiver Bericht. :thumbs_up:
    Welche anderen Fische befinden sich noch im Becken?
    Wie oft wird täglich gefüttert?

    Gruß
    Hajo

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  • Guten Abend zusammen,

    @Ina
    vielen Dank für deine Bemühung, ich denke so halt die Allgemeinheit mehr von solchen evtl. wichtigen
    Beobachtungen.

    hajo
    hört sich alles schlüssig an, was mich halt wundert ist, das ich immer einen Schwarm hatte, sprich keine abgespaltenen Individuen,
    immer standen alle als Schwarm in der Strömung, und am nächsten Morgen war es einer weniger.
    Auch Verletzungen durch Rangeleien und Kämpe konnte ich nicht beobachten...
    Aber ich denke das du, bzw. Frau Thaler in dem Punkt des Nahrungsangebotes recht haben, das ist fast kaum realisierbar.
    Aber und das ist dann immer das komische hört man solche Berichte wie von Joachim...

    @Joachim
    Ja die Fragen von Hajo würden mich auch sehr interessieren...

    @Alle
    Bin auch sehr gespannt auf viele viele weitere Berichte und Beobachtungen...

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

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  • Hallo

    Habe heute 27 Stück eingesetzt. Mir ist aufgefallen wie sehr ich diesen Fisch unterschätzt habe. Unter meiner Lampe sieht der viridis super aus. Wäre schön wenn die Fische so klein bleiben würden (ca 3cm). Die anderen Fische bewegen sich freier seit dem die Chromis da sind. Bin gespannt ob die Reduzierung bei mir auch einsetzt. Hatte fast ein schlechtes Gewissen deswegen. Werde dieses Thema weiter beobachten und meine Erfahrungen teilen.

    Grüße Torben

    Gesendet von meinem Handy mit Tapatalk

  • Zitat

    Unter meiner Lampe sieht der viridis super aus.

    Torben, da hast du 100% recht. Der Fisch wird verkannt. 27 Stück sieht sicher richtig cool aus.

    Gruß Jens

  • Hallo,

    also ich denke die Reduzierung kommt zustande, wenn die Tiere nicht ausreichend Versteckplätze für die Nacht finden; in gut strukturierten Becken und angepasstem Besatz hatte ich mit Reduzierung von Chromis v. nie ein Problem.
    Ein Mal hab ich beobachtet, dass nicht alle Chromis in einem Becken bei "Licht aus" Plätze fanden und dann irgendwo im Becken in den Ecken standen. Um die Anzahl haben sie sich in dem Becken dann reduziert, danach war wieder Ruhe.
    Gefüttert wurde in allen Becken nie mehr als zwei Mal am Tag, die Tiere waren alle richtig groß und dick - an Futter hat es denen sicher nicht gemangelt. Ellen hat meine Chromis sogar mal als "Monsterchromis" bezeichnet, als sie sie gesehen hat;

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Guten Morgen zusammen,

    Torben und Jens
    das sehe ich ganz genau so, besonders unter LED haben die Fische eine wunderschöne Farbe finde ich, das sind einfach
    meine absoluten Riffaquariumfische. Berichtet bitte weiter wie es bei euch läuft.

    @Markus
    Hmm... also das ist eine Idee, als ich die 8 Stück im Becken hatte, kam es auch hin und wieder vor das einer hinterm Thermometer
    in der Ecke geschlafen hat, aber später ist das nie mehr vorgekommen.
    Mein Becken hat eigentlich viele Unterschlüpfe, außerdem dimmt meine Lampe auch langsam runter, also kein plötzliches Abschalten,
    vielleicht sind die Verstecke aber auch nicht Chromi gerecht, da sie ja eher Korallen bewohnen... :confused_face:
    Was ich natürlich vom Tauchen im Mittelmeer her kenne den Mönchsfisch (Chromis chromis) sieht man dort immer in Felsverstecken.

    Salzigen Gruß
    Daniel

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  • Hallo Markus,

    an Deiner Theorie könnte etwas dran sein, wenn nicht auch noch andere Beobachtungen gemacht wurden. Es wird auch von völlig intakten Gruppen gesprochen, aus denen mit der Zeit das eine oder andere Tier verschwunden ist. Nicht durch den Umweg der vorherigen Absonderung, sondern von gleich auf jetzt, quasi aus dem Stand heraus. Auch bei mir ist es monatelang gut gegangen, bis die Reduzierungen angefangen haben. Dabei gab es Schlafplätze im Übermaß. Es erschließt sich mir der tiefere Sinn nicht, dass zwar in ihrer natürlichen Umgebung dieses Verhalten den Tod durch Fressfeinde bedeutet, aber doch im Aquarium diese Gefahr nicht droht. Ein Bekannter hatte 10 Exemplare eingesetzt, bei ausreichenden Schlafplätzen, die auch genutzt wurden. Heute, 16 Monate später, schwimmen nur noch 6 Tiere im Becken. Alle putzmunter, aber leider nicht mehr vollzählig. Trotz riesigem Becken und genügend Unterschlupf in den Korallen.
    Gruß
    Hajo

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  • Bei mir hat jedes Tier im Riff seinen Schlafplatz, wenn ich Nachts die Zimmerbeleuchtung einschalte, kann ich keinen der Fische ausmachen. Ich hatte es auch schon mal in meiner Beckenvorstellung geschrieben. Ich hatte anfangs 6 Chromis eingesetzt nach etwa 4 Wochen waren es nur noch 4 Fische. Wieder 6 Wochen später ich traute meinen Augen kaum waren sie wieder zu 5. unterwegs.
    Ein oder zwei weitere Wochen vergingen und sie waren wieder komplett. Was dafür den Ausschlag gegeben hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Becken war noch recht jung, da kann alles mögliche der Auslöser gewesen sein.

  • Hallo,

    wir haben seit der letzten Interzoo auch Chromis viridis.
    Da ich um die Problematik weiß, habe ich den Schwarm nach der Interzoo in drei Dreier- und eine Vierergruppe aufgeteilt. In der Vierergruppe gab es am Anfang zwei Verluste, die Dreiergruppen sind noch vollzählig. Die Vierergruppe kam ausgerechnet in das am schlechtesten mit Korallen besetzte Becken, vielleicht ein Fehler.

    Eins würde mich noch interessieren: Hier wird sehr ruhig über höchstwahrscheinlich streßbedingte Verluste von Fischen diskutiert. Warum geht es hier eigentlich immer so ab, wenn ein Forumsneuling auftaucht, der Doktorfische in einem Becken hält, das nach der nicht objektivierten Meinung einiger (oder von mir aus vieler) zu klein ist. Wird hier irgendwie in Edelfisch und Gammelfisch unterschieden oder wo ist da mein Problem? Irgendwie kapier ich das noch nicht. :confused_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • Guten Abend Hans-Werner,

    ich kann nur für mich reden...
    Bei mir gibt es keine Fische erster und zweiter Klasse, egal ob der 4€ oder 400€ kostet und mir tut jedes
    Lebewesen das in meinem Aquarium stirb weh, ob es sich nun um Fisch, Koralle, Garnele oder Einsiedler handelt.

    Das ist auch mit der Grund warum ich diesen Threat eröffnet habe um die Hintergründe des Chromis sterben
    zu verstehen, bzw. um Abhilfe zu schaffen, sollte das nicht gelingen, werde ich bei mir keine Chromis mehr
    nachsetzten.

    Auch bei dem Punkt Forumsneuling + Doktorfisch kann ich nur für mich reden...
    Ich finde der große Unterschied ist, fragt hier jemand nach, mit der Intension etwas zu verändern, bzw. Misstände
    abzuändern, oder gesteht sich jemand Fehler ein, oder ist jemand Beratungresistent.
    Leider habe ich es oft erlebt das gerade Neulinge (da nehme ich mich gar nicht aus) einen bestimmten Besatz im Kopf
    haben den sie unbedingt durchdrücken wollen und dann kommt es hier zum Konflikt.

    Aber um auf die Chromis zurück zu kommen, so erkenne ich bei mir eine Problematik, frage nun hier nach, komme ich
    zu keinem Ergebnis werden hier keine Chromis mehr einziehen.
    Ich denke was anderes wäre es, ich würde nun immer wieder 4 Chromis für 4€ nachsetzen, dann wäre das alles für
    die Katz.

    Salzigen Gruß
    Daniel

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    Anatole France

  • Hallo !

    Ich bin mittlerweile auch von einer kleinen Vierer-Truppe bei 2 Stk. an gelangt.
    Habe aber festgestellt, das es zwischendurch mal immer kleinere Reibereien gab,
    und dann morgens erst der eine, und mittlerweile ein anderer dann tot im Becken lag.

    Gruß

  • Vorab:

    Wieder mal ein wundervoller und superinteressanter Thread, danke an alle Beteiligten :smiling_face:
    Diese Art von Threads sind in meinen Auge die wirklich große Stärke dieses Forums, darum macht es so viel Spaß, hier jeden Tag zu lesen :thumbs_up:

    Und damit direkt zu diesem:

    Eins würde mich noch interessieren: Hier wird sehr ruhig über höchstwahrscheinlich streßbedingte Verluste von Fischen diskutiert. Warum geht es hier eigentlich immer so ab, wenn ein Forumsneuling auftaucht, der Doktorfische in einem Becken hält, das nach der nicht objektivierten Meinung einiger (oder von mir aus vieler) zu klein ist. Wird hier irgendwie in Edelfisch und Gammelfisch unterschieden oder wo ist da mein Problem? Irgendwie kapier ich das noch nicht. :confused_face:

    Grüße

    Hans-Werner

    Ich denke, das hat mehrere Gründe, hier die wichtigsten:

    a) Viele Neulinge scheinen sich von sehr windigen (aber auch findigen...) Händlern MW-Becken aufschwatzen zu lassen als sei´s ein Goldfischglas. Selbstinformation ist da oft Mangelware oder gar nicht vorhanden. Das liest man sehr schnell heraus und dann springt natürlich jedem MW-Aquarianer, der es mit seinen Tieren ernst nimmt, der Draht aus der Mütze.
    b) Viele "alte Hasen", als sehr gutes Beispiel Hajo, Bernd, Torsten etc, schreiben sich hier täglich und wirklich sehr ausführlich die Finger wund, um zu helfen. Natürlich auch um zu helfen, Fehler zu vermeiden. Wahrscheinlich können sie sich selbst nicht mehr reden hören, weil sie jede Frage in den letzten Jahren schon xxx mal beantwortet haben - sie helfen trotzdem immer wieder. Danke dafür. Wenn man dann das Gefühl bekommt, ignoriert zu werden und hinterher das Gejammer auch noch groß ist, fliegt einem natürlich die Mütze komplett weg.

    Vereinzelt mag es vielleicht Leute geben, die ihre Tiere nur nach finanziellem Wert behandeln, ich hoffe aber, das ist die Ausnahme.

    Es gibt aber auch andere Faktoren, z.B. die eigene Erfahrung.
    Egal, wieviel hier beraten und geholfen wird, viele Zusammenhänge in einem MW-Aquarium sind äußerst komplex und bei allem Lesen und Fragen nicht immer auf Anhieb komplett zu verstehen.
    Das gilt natürlich nicht für einen Sohal oder Lineatus in einem 250l Becken, da gibt es nix zu verstehen, das ist einfach bescheuert.
    Für viele andere Dinge gilt es aber doch.
    Und da treffen dann auch zwei Welten aufeinander. Ich grabsch mir einfach mal wieder den guten Hajo als Beispiel :smiling_face:
    Viele Dinge sind ihm vermutlich dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, daß es ihm gar nicht mehr bewusst ist. Für ihn sind es so simple "Basics", daß sie keine Erwähnung mehr finden. Ein Anfänger weiß aber vielleicht nix davon und muss auch das erst lernen. Hajo berät also auf Level 12 (137.091 XP und noch ein paar Bonusfeats, die er während Abenteuern gesammelt hat), der Neuling hört aber auf Level 0 (und der GM war geizig mit dem Start Equipment) zu.
    Das kann auch daneben gehen.

    Ich denke, wenn ein Thread hier wirklich ausartet, dann meistens nur deshalb, weil der jeweilige Neuling sich alle Mühe gibt, den Anschein zu erwecken, hier nur rumzujammern und ansonsten vollkommen beratungsresistent zu sein.
    Davon ab bewegt sich dieses Forum im Vergleich zu vielen anderen, die ich kenne, nämlich auf einem angenehm hohen Nivea :grinning_squinting_face:

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.


  • Hallo Reinhard,

    Deine These ist auch nicht abwegig, denn in der Natur verhalten sich ja viele andere Jungfischarten ähnlich. Was wir bei den Chromis viridis in den häufigsten Fällen im Aquarium beobachten, ist der zeitnahe Zerfall eines ehemals größeren Schwarms in einen kleinen, aber stabilen Gruppenrest von wenigen Tieren. Warum teilt sich der ehemals große Schwarm unter Aquarienbedingungen nicht auf und besetzt andere mögliche Reviere? Alle übrig gebliebenen Fische, bis auf die oder das Männchen, sind von annähernd gleicher Größe. Wie wir auch lesen können, existieren diese kleinen Mini-Verbände in den jeweiligen Aquarien in unterschiedlicher Anzahl und Größe. Es wäre jetzt interessant zu ergründen, ob die Größe des Schwarms und damit letztendlich die Größe der übrig gebliebenen Gruppe etwas mit der Größe des Raumes (Beckens) zu tun hat. Vielleicht liegt dort der Schlüssel? Übt die räumliche Zwangsbegrenzung vielleicht einen bestimmten Schlüsselreiz aus, schwächere Mitglieder schneller als normal zu selektieren? Für den Erhalt der restlichen Gruppe und im Verhältnis zum täglichen Nahrungsangebot? In der Natur wird das schwächere Tier von den anderen sofort erkannt, und "aussortiert." Diese Ausgrenzung bedeutet immer den Tod des Tieres. Im Aquarium wird der schwächere, ausgegrenzte Fisch zwar nicht durch Raubfische weggefressen, doch weil er permanent nicht ans Futter gelassen wird, schnell verhungern. Denn bei Dauerfressern unter den Fischen ist nach sehr kurzer Zeit Schluss mit lustig.
    Vielleicht wird dieser Prozess doch über das Nahrungsangebot bestimmt, so wie in der Natur nicht selten? Das würde auch die gut genährten Fische bei Markus erklären und deren größtmöglicher Zusammenhalt von Anfang an.
    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
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  • Guten Morgen zusammen,

    also will ich mal bisschen zusammenfassen:
    Dezimierung von Chromis viridis im Aquarium könnte folgende Hintergründe haben:
    --> Mangelnde Versteck, bzw. Übernachtungsmöglichkeiten, dadurch dauer Stress bei den Tieren, später Tod.
    --> Schwarmgröße passt sich dem Futterangebot an, bzw. Tiere werden nicht aus ihren Verstecken ans Futter gelassen, somit verhungern die Tiere.

    @Reinhard
    Aber wie denkst du denn geht die Dezimierung im Aquarium vonstatten?
    In der Natur fallen natürlich viele Jungfischen den Räubern zum opfer, evtl. wie du sagst
    zerbrechen dann bei Geschlechtsreife die Schwärme.
    Könnte es sein das die Tiere sich in der Geschlechtsreife nicht mehr aus ihren Verstecken wagen und dann
    dort verhungern?

    @Alle
    Wie sind eure Erfahrung mit der Lebenserwartung bei Chromis viridis?
    Werden einfach viele Individuen nicht sehr alt?

    Salzigen Gruß
    Daniel

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    Anatole France

  • Hallo HaJo,

    mein Besatz sieht folgendermaßen aus:

    11 (2,9) Pseudanthias squamipinnis

    1 Pseudocheilinius hexataenia

    1 Halichoeres chrysus

    2 Ctenochaetus tominiensis

    1 Zebrasoma xanthurus

    1 Acanthurus leucosternon

    1 Salarias ramosus

    1 Caloplesiops altivelis

    1 Valencienna puellaris

    2 Pomacanthus navarchus

    1,1 Nemateleotris magnifica

    2 Pseudochromis fridmani

    1,1 Synchiropus splendidus

    1,1 Centropyge loriculus

    1 Labroides dimidiatus

    2 Siganus vulpinus


    Ich füttere zwischen 3 und 6 mal pro Tag, wobei es unter der Woche meist nur 3 mal ist, am Wochenende gibts dafür mehr. Futter ist Granulatfutter (Spectrum, Ocean Nutrition, Dr. Baseleers) und Frostfutter (Mysis, Krill, Cyclop Eeze). Ansonsten "Frischfutter" durch die ablaichenden Fische und Garnelen.

    Mir ist übrigens noch aufgefallen, dass anders als von mir beschrieben nicht das zweitkräftigste Tier immer wieder ne Abreibung bekommt, sondern das drittkräftigste...

    Viele Grüße
    Joachim

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


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  • Hallo!

    Ich denke das die meisten Fische im Aquarium durch Aggressionsverhalten sterben.
    Aggressionsverhalten ist nicht nur Flossenspreizen, Schwanzschlagen oder ein sich gegenseitiges beißen.
    Das beginnt schon sehr viel früher. So ähnlich wie Mobbing im Büro.

    Mir hat das ein Verhaltensforscher einmal so erklärt.
    Jede Aktion die eine Änderung des Verhalten eines anderen auslöst ist aggressiv.
    Wenn das bloße erscheinen eine Fisches schon bewirkt das ein andere seine Schwimmrichtung ändern muss dann war das für diesem bereits ein aggressiver Akt der Stress verursacht.

    Am besten kann man das bei den Kaudernis beobachten. Da wird nur ein bisschen mit den Flossen gezuckt und am nächsten Tag fehlt schon wieder einer aus dem vermeintlich friedlichen Schwarm.
    Kaum ein Aquarianer kann da "Streit" zwischen den Tieren beobachten. Nur sehr sensible Beobachter bekommen mit das etwas nicht stimmt.

  • Hallo Joachim,

    Ich nehme einmal an, Du hast in Deiner Aufzählung das Corpus delicti unterschlagen. Oder sind die Chromis zu Pseudanthias mutiert? :grinning_squinting_face:
    Dein Bericht untermauert die These von der ausreichenden Fütterung. Streitereien innerhalb eines Schwarms (Gruppe) gehören zum Erhalt
    einer intakten sozialen Struktur und sind in der Natur auch an der Tagesordnung. Rang Nr. 3 wird wohl als kommendes Alphatier erkannt und
    deswegen unterdrückt. Rang Nr. 2 ist wohl ein weibliches Tier. Bin gespannt, wie es weitergeht.
    Gruss
    Hajo

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  • Guten Abend Reinhard,

    das ist natürlich auch sehr interessant, und da gebe ich dir vollkommen recht, so genau
    kann ein Anfänger, bzw. ich das Verhalten vielleicht gar nicht beobachten und deuten.
    Und es mag dazu kommen, das z.B. ein Alphatier das draußen schwimmt schon reicht,
    so dass ein anderes Tier gar nicht mehr aus seinem Versteck kommt und so verhungert... :frowning_face:

    P.S. Wie alt sind eure ältesten Chromis?

    Salzigen Gruß
    Daniel

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    Anatole France

  • Hi Hajo,

    oh, stimmt, hatte die Chromis unterschlagen.

    Also nochmal:

    11 (2,9) Pseudanthias squamipinnis

    1 Pseudocheilinius hexataenia

    1 Halichoeres chrysus

    2 Ctenochaetus tominiensis

    1 Zebrasoma xanthurus

    1 Acanthurus leucosternon

    1 Salarias ramosus

    1 Caloplesiops altivelis

    1 Valencienna puellaris

    2 Pomacanthus navarchus

    1,1 Nemateleotris magnifica

    2 Pseudochromis fridmani

    1,1 Synchiropus splendidus

    1,1 Centropyge loriculus
    14 Chromis viridis

    1 Labroides dimidiatus

    2 Siganus vulpinus

    Vom Verhalten her würde ich aber die beiden größten Tiere als Männchen einschätzen, das 3.-stärkste wird unterdrückt, damit es nicht auf dumme Gedanken bzgl. der beiden stärkeren kommt.

    @Daniel
    meine Gruppe mit 14 Tieren habe ich vor einem Jahr als ca. 3cm große Tiere eingesetzt...

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


    Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET kämpft erfolgreich gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, Infos unter:
    http://www.target-human-rights.com

  • Hallo,

    ich habe heute festgestellt, ich habe auch einen Fehler in meinen Angaben. Vierergruppe ist noch da, folglich nur ein Abgang in einer Dreiergruppe. Mal sehen, wie es weitergeht, sind ja alle noch recht klein.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi Hajo,

    Vom Verhalten her würde ich aber die beiden größten Tiere als Männchen einschätzen, das 3.-stärkste wird unterdrückt, damit es nicht auf dumme Gedanken bzgl. der beiden stärkeren kommt.


    Hallo Joachim,

    Bei den Chromis gibt es normaler Weise nur ein ranghohes Paar. Es sei denn, es bestuende ein Riesenschwarm. Wenn Nr.3 weggebissen wird, liegt die Vermutung nahe, dass Nr. 2 das Weibchen ist (oder sein wird). Der aggressivere (dominante) Fisch wird mit der beginnenden Geschlechtsreife immer das maennliche Tier in einer Gruppe werden. Da Nr. 3, und nicht Nr. 2, wie Du sagst, die Abreibung bekommt, wird dort von Nr.1 ein weiteres aufkommendes Männchen erwartet. Von meiner Warte aus gesehen, bildet sich gerade ein Paar an der Spitze des Pulks. Die Merkmale des arteigenen Sozialverhaltens sollten demnächst staerker sichtbar werden. Auf keinen Fall tolerieren sich zwei männliche Tiere an der Spitze einer Gruppe.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo,
    ich möchte das Thema nochmal aufgreifen.

    Bei mir wird die Gruppe Chromis auch stetig kleiner. Erst Ausgrenzung eines Fisches, dann verschwindet er. Das geht schon seit Jahren so. Anfänglich 7 jetzt noch 4 und einer wird bereits wieder ausgegrenzt. Zwischen den Verlusten immer so 6 Monate.
    Am Futter kann es nicht liegen. Alle Kugelrund und 4x mal am Tag gibts was für die Plautze. Korallenverstecke sind noch viele frei. Keine Anzeichen von Verletzungen oder der gleichen. Sind auch ne Weile immer dicke Kumpels.

    Meine Vermutung ist nun wie beim Diskus.

    Hier gibt es die Aussage/Warnung beim Kauf

    Diskusfische gehören zur Gruppe der Cichliden. Das typische Verhalten
    dieser Barsche besteht darin, dass sich bei einer kleineren Gruppe (3-9
    Diskusfische) gerne ein dominantes Tier herausbildet. Dieses Tier
    attackiert alle anderen Diskusfische, was oft dazu führt, dass das
    schwächste Tier vom Futter fern gehalten wird, abmagert, dunkel in der
    Ecke steht, von der Gruppe abgesondert wird und sogar sterben kann.
    Danach wird das nächst schwächere Tier vom Futter ferngehalten.

    Um dieses Verhalten zu beenden empfehlen wir, einfach die
    Besatzdicht zu erhöhen, bis die Aggressionen in der Gruppe nachlassen.
    Erfahrungsgemäß verhalten sich die Diskusfische ab einer Gruppengröße
    von mindestens 10 Tieren friedlich.

    Das würde meine Beobachtungen decken.

    Meine Fragen:
    1: Wer hatt mehr als 10 Chromis und Verluste bzw. keine Verluste? Gibts es Aggressionen?
    2: Trifft das auch beim Juwelen Fahnenbarsch zu? Wer hatt weniger als 10 und Verluste bzw. keine Probleme?

    Ich überlege ob ich auf 11 Chromis gehe oder lieber 5 Fahnenbarsche. 10 Fahnenbarsche ist mir zu viel.

    Vielen Dank um Voraus. Gruß

  • Hallo, ich hatte 27 und hatte nur anfänglich Verluste. Habe aber in englischsprachigen Foren gelesen dass jemand mit 50 Stück keinen Erfolg hatte und nach 6 Monaten nur zwei übrig blieben. Kann mich allerdings nicht an die genauen Daten erinnern.

    Grüße Torben

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