Algenplage wer kann helfen ?

  • hallo zusammen
    wir haben ein algen problem das man nicht wirklich in den griff bekommt
    Wasserwerte :
    Dichte 35 refragkt / spindel
    Ca 450 tropic
    mg 1300 tropic
    kh 8 sera
    no 10 photometer
    po 0.03 photometer
    ph 8.05 - 8.15
    becken volumen ca 1650 im hauptbecken
    zeolith seit 6 wochen

    anbei mal die bilder

    wir haben bis jetzt versucht die kh etwas anzuheben aber leider ohne erfolg
    zusätzlich sind ca 100 turbo schnecken im becken, 10 seeigel und 4 seehaden aber die bekommen das ganze auch nicht wirklich bewältigt.

    die algen lassen sich ganz leicht abbürsten aber sie wachsen extrem schnell nach.
    hat jemand eine idee wie man das ganze in den griff bekommt ?
    korallen stehen gut nur die algen machen denen wirklich zu schaffen.

    lg stephan

  • Hallo Stephan,

    ich würde erst einmal alle längeren Algen per Hand entfernen bzw. was gut geht ist, wenn du einen grünen Aquaschlauch 16/22 oder ähnlich nimmst und die Algen absaugst. Du kannst den Schlauch vorne zusammen drücken und so die Algen leicht abreißen. Da du wahrscheinlich so aber sehr viel Wasser verlierst, würde ich das Wasser über Watte laufen lassen und das Wasser wieder zurück schütten.

    Wenn du das gründlich getan hast, dann sollten eigentlich deine 4 Seehasen und zig Seeigel damit klarkommen und sich freuen.

    Deine Hasen/Igel werden nur an frischen Aufwusch gehen und nicht Bäume fällen :face_with_rolling_eyes:

    Gruß Sven

  • Hi,

    die meisten Aufwuchsfresser futtern in der Tat lieber kurz Algen und verhindern damit ein Aufflammen so einer "Pest". Wenn der Teppich erstmal da ist, hilft Kalkwasser ganz wunderbar. Bei mir (etwa halbes Beckenvolumen) hat es gereicht, nachts täglich ca. 2l Kalkwasser langsam ins Becken zu tropfen und damit den pH-Wert hoch (ideal 8,6) zu halten. Nach 3-4 Wochen wurden die Algen langsam schwächer und ließen sich problemlos absaugen. Nach 8 Wochen war der Spuk komplett vorbei und ist nicht wieder aufgetaucht (auch nach dem Absetzen des Kalkwassers).

    Gruß

    Malte

  • Hallo Stephan,
    die Wasserwerte sehen soweit ganz gut aus, den No3-Wert könntest du noch auf ca. 1-3mg/l senken.
    Ich habe auch eine Ecke mit Fadenalgen im Becken. Bei mir helfen Schnecken und Krebse (Clibanarius tricolor und c. laevimanus).
    Zusätzlich solltest du auch mech. die Algen entfernen. Ich rolle die mit einem dünnen Holzstab (Schaschlikspieß) auf. Geht ganz einfach.

    Grüße
    Lutz

  • also per hand entfernen ist so ne sache
    bin seit 3 wochen schon jeden tag am schrubbern aber auf dauer macht das keinen spaß :winking_face:
    das mit dem ph klingt interessant.
    dann werde ich das probieren
    was haltet ihr von algen ex ?
    lieber nicht oder ?

    lg stephan

  • alles klar
    am tag fülle ich 15 liter wasser nach.
    da kann ich ja 20 liter kalkwasser ansetzen und per
    dosierpumpe stündlich zugaben und den ph beobachten das der steigt.
    wenn 8.6 erreicht stopp ich kalkwasser und den fehlenden rest fülle
    ich von hand mit normalem wasser auf.
    passt das so von der vorgehensweise ?

    lg stephan

  • Hallo Stephan,

    das deine Werte so sind liegt wahrscheinlich an deinen Algen. Hattest du deine Werte mal mit einer Referenz gecheckt?

    Wenn deine Algen sterben, mußt du absaugen , denn rate mal was die Algen mit den aufgenommen Stoffen machen.

    Ich würde mir an deiner stelle die Mühe machen und zuerst gründlich Algen entfernen. Auch wenn das 3-5h dauert. Ich glaube nicht das deine Algen soooooo schnell wieder sooooo lang werden. Sollten deine Tiere nach der Entfernung nicht schnell genug sein, dann kannst du immer noch mit Kalkwasser gegensteuern :winking_face:

    An Chemie würde ich nicht mal im Traum denken.

    Gruß

  • Zitat

    Original von Sven G.
    Wenn deine Algen sterben, mußt du absaugen , denn rate mal was die Algen mit den aufgenommen Stoffen machen.

    Ich würde mir an deiner stelle die Mühe machen und zuerst gründlich Algen entfernen. Auch wenn das 3-5h dauert. Ich glaube nicht das deine Algen soooooo schnell wieder sooooo lang werden.

    Die Närhstoffe entfernen Tag für Tag, die Algen limitieren sich dann irgendwann selbst.

    Mal eine andere Frage, wieviel Fische hast Du in deinem Becken ?

    Bzw. hast Du irgendetwas grabendes in deinem Becken ?

    Und die Riffkeramik ist vernüftig vorbehandelt gewesen ?


    MfG Philipp

  • Hi Stephan,

    kannst du mal ein Foto vom kompletten Becken einstellen? Wieviel Konkurrenz in Form von Korallen haben die Algen denn?
    Mich würde eher die Ursache für das extreme Algenwachstum interessieren. Das muss ja einen Grund haben ... Standzeit des Beckens?

    Welche Fische hast du als Algenfresser im Aquarium?

    VG Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • abend zusammen

    also zum becken

    fische sind im moment nur
    1fuchs gesicht,1 veliverum, 4 chroimis, 3 occelaris und 2 mirakel barsche

    korallen
    diverse krusten, euphylia, scheiben, montis
    eher sperlich besetzt da ich abwarten wollte was die algen machen

    dazu 100 einsiedler, 4 hasen, 100 turbos und 10 seeigel

    zur riffkeramik
    ich denke nicht das sie der grund der algen ist da ein freund von mir fast zur gleichen zeit gestartet hat und er hat fast keine dafür aber cyanos :winking_face:

    habe sie 14 tage vor gewässert 2 mal komplett mit osmose gewässert danach po und si adsorber 2 wochen im süßwasser
    dann becken neu befüllt und aufgesalzt

    die algenplage ging eigentlich auch erst los als ich ableger aus einem becken bekommen habe wo auch vereinzelt algen drinnen waren.
    und die haben sich dann bei mir richtig breit gemacht.

    habe auf euer anraten nun alles nochmal geschrubber. sehe im moment im wasser aber nix mehr daher scheiden fotos aus.
    filere im moment über watte morgen kommen dann noch 1 kg aktivkohle dran.
    morgen abend kann ich dann mal bilder erstellen.

    was scheinbar so langsam anschlägt sind die bakterien von brobio und microbe.
    diese gebe ich nun seit 6 wochen zu und irgendwie scheint das ganze ding nu in gang zu kommen.

    bodengrund gibt es im becken keinen das becken ist komplett gemörtelt.

    das mit dem kalkwasser startet ab morgen ´mal schauen ob das klappt.

    was mich wündert ist das die algen sich ganz einfach abbürsten lassen und dann auch sofort im wasser mer oder weniger zerfallen.

    kann es auch an der strömung liegen zu schwach ?

    schönen abend
    lg stephan

  • Gibt viele verschiedene Algenarten - ich kenne solche Algen aus dem Teichbereich. kann aber auch ein Zeichen für Schwäche sein... Waren die Algen schon mal grüner? Wenn ja sind sie vielleicht schon auf dem absteigenden Ast und so gut wie tot :winking_face:

  • Guten Morgen!

    Ich steig noch nicht ganz durch, sorry ... :grinning_squinting_face:

    Du hast im November 2010 mit dem Riffkeramik-Becken gestartet. Hattest du zwischendurch schon weniger Algen, oder immer diesen grünen Teppich?

    Ich denke, dass die Algen u.a. auch zu wenig Konkurrenz in Form von robusten Korallen im Becken haben.
    Es gibt m.E. viel freien Besiedlungsraum, den sie sich zunutze machen.

    Ansonsten kann ich Sven nur zustimmen.

    LG Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • morgen zusammen

    also bis vor ca 3 - 4 monaten waren fast keine algen da nur die üblichen beim
    einlaufen von einem becken.
    dann ging das algen wachstum richtig los.
    daher habe ich auch keine weiteren korallen mehr dazu gemacht da
    diese überwuchert werden und letztendlich ein gehen.
    ich denke ich werde nochmal 10 seeigel dazu packen.
    die wasserwerte waren eigentlich schon immer in dem bereich.
    auch ohne algen.
    im moment läuft noch ein nitratfilter mit um den nitrat von
    10 noch etwas runter zu bekommen vielleicht hilft das

    lg stephan

  • Hatte auch eine Zeit lang sehr starke Fadenalgen.

    Mir haben drei Sachen geholfen.

    1. Geduld
    2. Diakat B Plus
    3. weiche Zahnbürste


    Ich habe das Diakat B Plus im Technikbecken eingelegt (in einer Strumpfhose) das hat dann den Phosphat und silikat gesenkt. Aber halt erst mit wenig angefangen angefange habe ca 200 -250g abgewogen damit nicht so ein rapider abfall statt findet.

    danach habe ich immer Gelegentlich mit einer weichen Zahnbürste die Fadenalgen vom Stein weg gekratzt, da es sehr viele waren und ich nur 2 Hände habe konnte ich nciht gleichzeitig absaugen daher habe ich einfach in der Zeit im Technikbecken Filterwatte eingelegt damit die faden algen aufgefangen werden alternativ geht auch Filter Matte die blauen.

    und mit der Zweit wurden es immer weniger und weniger.

    Wenn ich mir heute die Bilder anschaue kann ich den befall kaum glauben.
    Wie gesgat einfach Gedult.


    Ich muß gestehen in der Zeit habe ich nicht allzuviel WW gemacht da ich nicht neue Nährstoffe ins Becken einführen wollte.

    Ati 8x80w,BubbleMaster 200,DeBary,Kalkreaktor+Ph-Control,2x6105+7095,Sander C50,Pelletreaktor

    Gruß

    Cemil

  • Hallo Stephan,

    Du hast von Malte schon den richtigen Ratschlag bekommen: pH-Wert mittels Kalkwasser längere Zeit auf 8,6 halten. Dadurch wird die Verfügbarkeit des für die Algen lebenswichtigen CO2 begrenzt und führt nach einiger Zeit zu deren Absterben.
    Reicht die Zugabemenge als Ersatz für das Verdunstungswasser nicht aus, kannst Du mit der parallelen Zuführung einer höherkonzentrierten Salzlösung die Salinität stabil halten. Ansonsten bis zum Verschwinden der Algen keinen Wasserwechsel durchführen und keine Spurenelemente zugeben. Vor der Behandlung so viel wie möglich Algen mechanisch entfernen, um die Wasserbelastung so gering wie möglich zu halten. Sinnvoll ist auch eine vorübergehende Reduzierung der Strömung (stärkere Stömung fördert den Gasaustausch mit der Umgebungsluft und damit den CO2-Eintrag. An gut beströmten Stellen wuchern die Fadenalgen besonders stark).
    Natürliche Fraßfeinde wirken - wenn überhaupt - allenfalls unterstützend. Am wirksamsten ist dabei das Fuchsgesicht.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo!

    Ich habe aktuell ein 850L Becken.
    Meine Algenplage hat begonnen, nachdem ich nach einem Beckenumzug dummerweise viel Leitungswasser genutzt habe statt Osmose-Wasser.

    Die Algen haben sich auch ausgebreitet von Riffkeramik auch auf das Lebendgestein.

    Ich hatte katastrophale Werte:

    PO4: 3-4
    NO3: über 100

    Die Fadenalgen wucherten ohne Ende. Ich habe auch immer manuell mit den Fingern "gepflückt".

    Am meisten geholfen hat mir damals ein WW von über 50% des Beckeninhalts.
    Nach einiger Zeit hatte ich dann folgende Werte:

    PO4 "nur noch" 0,5
    NO3 15

    Ab da wurde die Fadenalgen wie von dir beschrieben: ließen sich leicht abzopfen, wurden oben braun und weiß und schienen sich nach dem Pflücken im Wasser aufzulösen. Aber ein Wachstum habe ich immer noch da. Wenn ich nicht 1x die Woche pflücken würde, wärendie Fadenalgen irgendwann ach so lang.

    Ich persönlich versuche meine WW gegen 0 zu bekommen. Gehe dann langsam an, vielelicht auch zu langsam, aber habe einige LPS, die ich nicht verlieren möchte. Denn an denen merkt man immer schnell wenn die Werte zu schnell sinken.

    Wegen der Kalkwassersache: Wäre auch interessant für mich!
    Kann ich das Kalkwasser auch irgendwie anmischen oder brauche ich zwingend einen Kalkwasserrührer dazu?

    Würde das sonst auch anwenden um die Algen etwas schneller loszuwerden. Ein Fuchsgesicht soll auch einziehen, da mein Weißkehl, der Hawaidoktor und der Rotmeerdoktor sich kein bisschen für die Fadenalgen interessieren. Gehen nur an höhere Algen. Ich hoffe dass das Fuchsgesicht mir da ein wenig hilft!


    Aktuell bin ich bei PO4=0,2 + NO3=10 also ähnliche Werte wie bei dir.

    Gruß, Paul

    Einmal editiert, zuletzt von Paulie (15. Oktober 2011 um 22:33)

  • Hallo Paul,

    das Kalkwasser kannst Du auch ohne Kalkrührer ansetzen (in einen verschließbaren Plastikkanister Osmosewasser einfüllen, ein paar Eßlöffel Calciumhydroxid zugeben, verschließen, schütteln und einige Stunden absetzen lassen. Das dann wieder klare Waser verwenden, ohne Bodensatz). Der Kanister mit dem Bodensatz kann dann mehrfach neu aufgefüllt werden (erst wenn der pH-Wert unter 12 fällt ist ein neuer Ansatz notwendig).

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Stephan,

    damit Algen so wuchern können brauchen sie richtig Nährstoffe.
    Deine gemessenen Wasserwerte können also theoretisch nicht stimmen. Bitte nochmal überprüfen lassen.

    Falls No und Po doch stimmen, ist es auch logisch, die Algen nehmen so viel auf daß nur noch wenig meßbar ist und man geht davon aus daß es an den Wasserwerten nicht liegen kann.

    Entweder fütterst Du zu viel oder dein Ausgangswasser ist nicht sauber.

    Finde heraus woher die Nährstoffe kommen und stelle das ab, dann löst sich das Problem von selbst.

    Du musst die Ursache bekämpfen und nicht die Symptome.

    Gruß
    Norbert

    Einmal editiert, zuletzt von treser (16. Oktober 2011 um 06:54)

  • Hallo,

    das Wachstum der Fadenalgen ist nicht allein von einem Überangebot von Nitrat und Phosphat abhängig! Eine wesentliche Rolle spielen auch gelöstes CO2, die Eisenversorgung und das Licht.

    Wenn man in der Natur einmal ein beschädigtes Riff - etwa durch Baumaßnahmen - gesehen hat, wird man beobachten können, dass sich dort sofort Fadenalgen ansiedeln, obwohl die Wasserwerte ja mit denen daneben liegender unbeschädigter Riffbereiche identisch sind. Sobald sich dann wieder genügend Fraßfeinde wie Seeigel etc. eingefunden haben, werden auch die Algen reduziert.

    In vielen Becken kann man feststellen, dass der Beginn der Fadenalgenplage in besonders gut durchströmten Bereichen, besonders auch nahe der Oberfläche, zu beobachten ist. Von dort breitet sich der Wuchs dann im gesamten Becken aus. Ich sehe hier einen Zusammenhang mit dem Gasaustausch und Eintrag von CO2. Eine rechtzeitige Reduzierung der Strömung kann nach meinen Erfahrungen eine beginnende Algenansiedlung oftmals rasch stoppen.
    Auf der Bindung des freien gelösten CO2 bei einem mit Kalkwasser auf 8,6 erhöhten pH-Wert beruhen auch die Bekämpfungserfolge bei akuten Plagen.

    Wichtig ist daher, dass zur Bekämpfung der Plage neben der Reduzierung der Nährstoffe Nitrat und Phosphat vor allem die Verfügbarkeit des für den Algenwuchs unbedingt erforderlichen CO2 begrenzt wird, hierzu auch die Strömungsverhältnisse geprüft und u.U. reduziert werden, keine Zugabe von Spurenelementen - insbesondere Eisen - erfolgt, vorläufig der Wasserwechsel ausgesetzt und letztlich auch die Beleuchtung geprüft wird.
    Natürliche Fraßfeinde können dabei die Plage zwar nicht beseitigen, aber eine Wiederansiedlung verhindern.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd, hallo Stephan,

    bei diesem Fischbesatz und der geringen Menge an niederen Tieren, muss ja irgendwas
    die Nährstoffe verwerten.

    PO4, NO3, CO2, Fe limitieren wirkt sicher unterstützend.

    Am Magnesium kann man ja nicht drehen da dort schon Korallen drin sind.

    Einmal täglich den ganzen Fadenalgenrasen abernten. Dadurch reduzierst Du amgezieltesten
    die Nährstoffe, nur am pH drehen wird auch nicht die Alleinlösung sein. Denn selbst wenn die
    Algen absterben, die freigesetzten Nährstoffe müssen dann ja irgendwo hin.

    Wichtig ist das über kurz oder lang Nährstoffeverbraucher ausreichend einziehen.

    Zitat

    zur riffkeramik
    ich denke nicht das sie der grund der algen ist da ein freund von mir fast zur gleichen zeit gestartet hat und er hat fast keine dafür aber cyanos

    habe sie 14 tage vor gewässert 2 mal komplett mit osmose gewässert danach po und si adsorber 2 wochen im süßwasser
    dann becken neu befüllt und aufgesalzt

    die algenplage ging eigentlich auch erst los als ich ableger aus einem becken bekommen habe wo auch vereinzelt algen drinnen waren.
    und die haben sich dann bei mir richtig breit gemacht.

    1. Tip: das letzte Wasser in dem die Riffkeramik drin war, messen lassen.

    2. In ein frischen Becken keine "Fadenalgen" animpfen :winking_face: Aber das weisst Du ja jetzt bestimmt.


    MfG Philipp

  • hallo alle zusammen

    also becken ist geschrubbert und seit freitag heb ich nun den ph an.
    im moment ist 8.35 erreicht von anfänglich 8.1

    die algen sind auch nichtmehr so schön grün sonder eher braun.
    abzupfen lassen sie sich immer noch problemlos.
    kann sie sogar mit ner aquabee einfach ab blasen.

    wasserwerte habe ich auch gerade nochmal gemessen
    im becken no 10 po 0.02
    wechselwasser no 0-1 po 0.05 laut hanna das sollte also passen.
    nitratfiler ist nun auch dran und drückt den no ein wenig nach unten.
    ich denke aber nur am nitrat und phosphat wirds nicht liegen.

    kann es einen zusammenhang geben mit dem alten ph wert des beckens ?
    dieser war 7.8 - 7.9
    ich habe seit ca 4 wochen eine externe luft zufuhr für den schäumer gemacht seitdem ist er konstant über 8.1
    wäre es denkbar das eine eisenquelle im wasser das algen wachstum förder ?
    z.b eisenschraube, rohrschelle oder derglkeichen ?
    aber das müßte doch dann rosten und man würde das sehen oder ?

    weiterer plan ist nochmal 10 seeigel nach zu setzten die dann die algen auch noch was weg fressen ist das eine gute idee ?

    korallen sind im moment auch alle wohl auf. somit scheint mit dem wasser alles ok zu sein.

    lg stephan

  • Hallo Stefan,

    die CO2 bindende Wirkung tritt erst ab pH 8,4 ein, also den Wert weiter langsam erhöhen. Die direkte Ursache der Plage zu finden ist schwierig. An eine Schraube etc. glaube ich nicht, aber Eisen wird in gelöster Form ja auch durch das Futter oder Spuren im Salz eingetragen. Da Du sicher die größten Mengen der Algen schon entfernt hast, wird es mit dem CO2-Entzug in einiger Zeit als Bekämpfungsmaßnahme schon klappen. Ein paar wenige Seeigel würde ich erst dann hinzu setzen, wenn die Fadenalgen weitgehend verschwunden sind. Viele Seeigel gehen nämlich auch an die Korallen oder verschieben die Deko.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Stephan!

    Wenn Deine Besatzliste stimmt
    ------------------
    fische sind im moment nur
    1fuchs gesicht,1 veliverum, 4 chroimis, 3 occelaris und 2 mirakel barsche

    dazu 100 einsiedler, 4 hasen, 100 turbos und 10 seeigel
    ------------------
    würde ich keine Algenfresser mehr einsetzen.
    Wenn die den Algen nicht Herr werden dann helfen mehr davon auch nicht.
    Wahrscheinlich wollen die Deine Algen nicht. Warum auch immer.

    Lebend die Seeigel und die Hasen noch alle?

  • hallo zusammen

    ja reinhard die leben alle noch.
    schnecken vielleicht nicht alle aber hasen und igel auf jeden fall.
    einsiedler sollten auch noch alle da sein.

    seit freitag sind die algen nun braun und nichtmehr grün.
    ph ist mittlerweile bei 8.45 versuche das jetzt mal zu halten.

    nitrat ist von 10 nun bei ca 5 po nach wie vor laut tester 0.03

    mal schauen wie es sich entwickelt.

    neu ist das die frei geputzten steine nichtmehr besiedelt werden und immernoch weis sind.
    die waren bis vor kurzen nach 2 tagen frisch überzogen mit einem flaum.

    es sieht echt so aus als ob das mit dem ph funktioniert.


    lg und danke :winking_face:
    stephan

  • mal ein update
    algen sind am kaputt gehen
    alle braun und lösen sich auf

    es scheint aber als ob der ph nicht so von bedeutung ist sondern die anhebung vom kh auf 10
    oder es ist die kombi kh zu ph ?!
    hat das schonmal jemand beobachtet ?

    ph ist nun konstant wieder bei 8.1 -8.25
    korallen wohl auf.

    no geht runter und po ist wieder leicht gestiegen.
    mal gespannt wies weiter geht.

    kalkrotalgen kommen auch endlich in fahrt.

    lg stephan

    Einmal editiert, zuletzt von miniocean (23. November 2011 um 22:51)

  • Nur mal eine kurze Zwischenidee, könnte es vielleicht sein, dass dein gemessener KH Wert nicht stimmt?
    Wenn ich nicht irre steht KH und Ph im direkten Zusammenhang, durch das Anheben des Kh erhöht sich auch die PH Wert.

    Typischweise ist doch bei einem KH von 8 der PH wert bei ungefähr 8,5 somit würde da doch etwas nicht stimmen. Bitte korrigiert mich wenn ich da Mist erzähle.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo,

    ich konnte bei mir damals einen ähnlichen Effekt beobachten: die Algen starben langsam ab, obwohl ich nie einen pH über 8,6 messen konnte. Der Wert lag abends im gemessenen Maximum bei 8,4. Möglicherweise (Achtung: Spekulation) erschwert bereits der konstant hohe pH (durch die nächtliche Kalkwasserzugabe) den Algen das Leben. Mein KH hatte ich nicht bis 10 angehoben sondern rund um 8 gehalten.

    Thomas
    Zwar gibt es eine positive Korrelation zwischen KH (Pufferkapazität) und pH, trotzdem schwankt der pH in Abhängigkeit vom CO2-Gehalt des Wassers. Je höher der KH, desto geringer sind aber die Auswirkungen von CO2-Eintrag ins Wasser. Eine absolute Beziehung KH x = pH y gibt es jedoch nicht.

    Gruß

    Malte

  • Hallo Malte,

    es ist schon richtig, ab einem pH-Wert von 8,4 wird den Algen das lebenswichtige CO2 entzogen und sie sterben langsam ab. Zur Algenbekämpfung wird pH 8,6 als Maximalwert empfohlen, nicht darüber.

    Gruß

    Bernd

  • die frage ist halt kommen sie wieder wenn der ph nun bei 8.2 - 8.1 bleibt ????

    no und po sind mittlerweile auch stark gesunken
    bin ja mal gespannt

    lg stephan

    Einmal editiert, zuletzt von miniocean (24. November 2011 um 22:08)

  • Hallo,

    meist kommen sie nicht so schnell wieder. Am Anfang bilden sie sich meist an unbesiedelten Stellen im stark durchströmten Oberflächenbereich. Hierauf sollte man achten und bei einem möglichen Neubeginn sofort reagieren. Wenige Tage Kalkwasser reichen dann.

    Gruß

    Bernd

    PH 8, 1 - 8,2 ist in Ordnung

    Einmal editiert, zuletzt von Koberstaedt (24. November 2011 um 23:12)

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