Algen vs. Landpflanzen... aus: Alternative zu Norialgen?

  • Hallo Ben!

    Zwar ist es richtig, dass Löwenzahn & Co nicht im Riff vorkommen. Dennoch stellen sie eine gesunde und gute Alternative zur ursprünglichen Naturkost dar. Denn letztlich geht es ja um die Inhaltsstoffe. Auch Trockenfutter und eine Vielzahl der von uns verwendeten Frostfuttersorten kommen nicht im Meer vor.

    Lieben Gruß

    Harold

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Quote

    Original von Harold Weiss
    eine gesunde und gute Alternative zur ursprünglichen Naturkost dar.

    Hallo Harold,

    woher nimmst Du diese Erkenntnisse?
    Im ''Nachbarforum'' ging es die Tage deswegen ab.....

    Im Grund ist eben genau das nicht drin was die Tiere verwerten können, die Zusammensetzung von Algen und Gemüse/Unkraut.... ist eine andere usw.
    Das dass Zeug gefressen wird, stelle ich nicht in Frage, eben so wenig das der Bauch auch voll ist....
    Aber was davon verwertet werden kann, was den Tiere nützt (oder auch schädigt, Stichwort Darmflora) und das die Inhaltsstoffe bisweilen doch sehr abweichen.....

    http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/d…lgen-frisch.php (leider keine Angaben, welche Algen - Süsswasser / Meerwasser und welche Arten...)
    http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/d…zahn-frisch.php
    http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/d…alat-frisch.php

    Bevor ich also pseudo Mist ins Becken hänge, wo keinesfalls klar ist ob ich überhaupt im günstigsten Fall keinen Schaden anrichte, greife ich doch besser gleich ins Algenrefugium und gebe davon eine Portion meinen Fischen. :thup

    Mein Rat an Dich BEN: Algenfilter einrichten und so hat man eine sehr gute und frische Kost. Alternativ ginge auch Seetang (Kelp), das sollte ein größerer Asia Laden auch noch haben!

    mfg Chris
    ''Ich für meinen Teil werde auch in Zukunft weder den Kompost, noch meine Pizza, Döner und 250g Steak mit meinen Fischen teilen.....'' :grinning_squinting_face:

    Edited 2 times, last by ChristophKlose (July 27, 2010 at 4:54 PM).

  • Hallo,

    das Thema hatten wir doch schon einmal. Genauso die Aussage, dass "Grünzeug" nicht verwertet würde, obwohl keiner hier die genaue Analyse liefern kann, was wo an Inhaltsstoffen drin ist. Nur weil etwas aus dem Meer kommt, muss es noch lange nicht dem entsprechen, was die Fische an ihrem jeweiligen Lebensort vorfinden. Schließlich gibt es auch im Meer unterschiedliche Lebensräume mit unterschiedlichem Algenwuchs. Im Meer gibt es auch keine Artemia etc.. Trotzdem füttern wir damit erfolgreich. Pflanzliche Zusatzkost wird von Aquarianern schon seit Jahrzehnten verfüttert und viele Fischarten damit gesund erhalten. Da gibt es nun wirklich hinreichende Erfahrungen und keine Grundlage für irgendwelche Paniktheorien. Man kann alles übertreiben, vor allem auch mit unbewiesenen Behauptungen. Aber wie gesagt, das hatte man ja alles schon.

    Gruß

    Bernd

  • Nicht streiten Jungs! :peace:
    Ich wollte tatsächlich einfach nur wissen, welche Algen man außer Norialgen füttern kann (manche sind ja auch gewürzt und/oder gebraten). Wisst ihr, ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich jede Alge mal testweise reinwerfen kann. Darum ging's. Und wo ihr sie bezieht. Die Preise der Aquaristikhändler sind in der Beziehung schon recht ...hmm... heftig.

    Wakames kommen übrigens in Miso Suppe. Hab ich gerade von einer Bekannten gelernt! :grinning_squinting_face: Die wird es also tatsächlich ganz bestimmt beim Asiaten geben. Muß ich also mal schauen, guter Tip! Kelp - da mache ich auch mal die Augen auf.

    Grüße, Ben

    PS: Eine Nachbarin züchtet auf ihrem Balkon Tomaten. Da ich aber weiß, was ich hier in der Stadt nach einer Woche von den Möbeln draußen putze, mag ich die nicht essen. Da kann die nette Nachbarin noch so strahlen lächeln, wenn sie mir mal wieder welche anbietet...

  • Quote

    Original von bubble


    PS: Eine Nachbarin züchtet auf ihrem Balkon Tomaten. Da ich aber weiß, was ich hier in der Stadt nach einer Woche von den Möbeln draußen putze, mag ich die nicht essen. Da kann die nette Nachbarin noch so strahlen lächeln, wenn sie mir mal wieder welche anbietet...

    Hallo Ben,

    aus welcher Abwasserbrühe die Algen stammen - dort wachsen sie bekanntlich besonders gut und in Asien ist man da auch nicht zimperlich - weiß man auch nicht. Alternativ bliebe da tatsächlich die eigene Algenzucht. Meine Doktorfische etc. fressen auch Caulerpa und die wächst ja wie wild. Als alleiniges Pflanzenfutter wäre mir dies aber zu einseitig.

    Gruß

    Bernd

  • Naja, Bernd,

    dass die Japaner nicht zimperlich sind, bezweifle ich sehr. Ich schätze die Japaner als ziemlich pingelig ein. Außerdem ist Essen in Asien so eine Art Religion. Ich weiß also net ....

    Dass Braunalgen ihre spezifischen Kohlenhydrate haben und Rotalgen wiederum andere ist unstrittig, denn da kommen Alginat, Agar-Agar und Carrageen her. Es gibt Untersuchungen über Nahrung, Verdauungssystem und Darmflora von aufwuchsfressenden tropischen Rifffischen. Ich denke schon, dass es da ein etwas komplizierteres Zusammenspiel gibt.
    Außerdem schreiben beispielsweise Fossa und Nilsen, dass Naso lituratus ohne Braunalgen nicht lange überlebt. Von Löwenzahn schreiben sie nix.

    Braunalgen enthalten viel Iod, Rotalgen Vitamin B12, das sonst nur in Mikroben und Tieren vorkommt usw. usf. ...

    Gruß

    Hans-Werner

    Edit: Für Algenfilter kann ich wüchsige Rotalgen wie Acanthophora spicifera nur empfehlen, geben keine Gameten ab, brechen nicht zusammen und sind offenbar ein hervorragendes Futter für z. B. Siganus vulpinus.

    Edited once, last by Hans-Werner (July 28, 2010 at 12:53 PM).

  • Hallo Hans-Werner,

    kommen alle Algen aus Japan? M.W. liefern auch China, Vietnam und auch afrikanische Länder. Sind die auch so pingelig??? Kläranlagen, Industrieabwässer,Chemikalien, Ölrückstände und Co.???
    Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Bericht über das Sammeln von Rotalgen in Afrika, da sah es übel aus.

    Seit wieviel Jahren werden Algen hier überhaupt angeboten? Wurden nicht auch schon vorher Pflanzenfresser gut gehalten? Vielleicht gibt es absolute Nahrungsspezialisten; mit Naso lituratus habe ich keine eigenen Erfahrungen, sehr wohl aber mit vielen Doktor-, Kaiser- und Kaninchenfischen. Sicher sind diverse Algen ein wertvolles Futter, aber auch ein gutes Geschäft für manche Händler. Dass das getrocknete Zeug, das inzwischen auch angeboten wird, besser als frisches "Grün" sei, glaube ich im Hinblick auf Vitamine ganz bestimmt nicht. Viele Inhaltsstoffe wie Iod etc. werden außerdem mit der tierischen Nahrung geliefert, die ja meistens ebenfalls gefüttert wird.

    Soll jeder füttern was er für richtig hält, aber vieles wird inzwischen in unserem Hobby dramatisiert (vielleicht auch, weil man damit einen ganzen Wirtschaftszweig füttert?). Da werden immer wieder neue Bedürfnisse geweckt, die zuvor niemand hatte. Angebliche Erkenntnisse sind oft reine Behauptungen ohne echten wissenschaftlichen Hintergrund oder reine Produkte der Werbestrategie.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Kürzlich war ich im Ozeanografischen Museum in Monaco, sicher unbestritten eine gute Adresse der Meereskunde und was schwamm da als Futter? Kopfsalat! Ja, der "nutzlose, gehaltlose, sinnlose" Kopfsalat.

  • Na Leute, ihr seid mal wieder so richtig drauf! :thup Wie wär's mit ein wenig Forendisziplin und andeutungsweisem Respekt (jawoll, ich meine gegenüber mir, lieber Bernd!)? Verhaltet ihr euch so auch im "real life"? Diese üblich gewordene Ignoranz des Threaderöffners und natürlich ganz selbstverständlich auch dessen Frage, nervt mich mittlerweile wirklich gewaltig! Wenn ihr euch kloppen wollt, macht einen Thread dafür auf oder nutzt die PN-Funktion! :mauer:
    Bernd, wie war doch gleich Dein konstruktiver Beitrag zur Frage? Für entsprechende Beiträge darfst Du dir meiner aufrichtigen Dankbarkeit sicher sein!

    Ben, in dessen Aquarium jetzt ein Kopfsalat dümpelt

  • Hallo Bernd,

    es werden sicher schon länger Algenfresser und Aufwuchsfresser gehalten, Pflanzenfresser fallen mir auf Anhieb in Riffen keine ein (Manati vielleicht?), ich weiß aber, wie vor 20 Jahren manche Algenfresser und Aufwuchsfresser aussahen, trotz Kopfsalat. Ich weiß nicht genau woher die Lochkrankheit kommt, aber Salat und Löwenzahn verhindern sie nicht.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Quote

    Original von Hans-Werner
    Ich weiß nicht genau woher die Lochkrankheit kommt, aber Salat und Löwenzahn verhindern sie nicht.

    hi hans-werner,

    nun, was mir auffällt, dass es keine berichte mit der lochkrankeit mehr gibt,
    bzw. wohl sie nur noch so selten vorkommt, dass sie aus dem blichkfeld gerückt ist.

    hat m. e. auch gewisse parallelen zum grünfutterungsaufkommen.

    meine zumindest ich zu sehen.

  • Hallo Joe,

    Du meinst, dass heute mehr Grünfutter gefüttert wird? Ich habe eher den gegenteiligen Eindruck, dass vor 10 oder 20 Jahren mehr Kopfsalat und ähnliches gefüttert wurde. Als ich im Jura-Museum anfing war das zumindest schon nichts neues mehr, muss also von Mayland, Wilkens oder einem der anderen Pioniere stammen.
    Ich sehe eher, dass heute weniger Pflanzen und mehr Algen gefüttert werden, da man verstanden hat, dass Landpflanzen eher ein unnatürliches Futter für Rifffische sind.

    Gruß

    Hans-Werner

    Edited once, last by Hans-Werner (July 29, 2010 at 12:00 PM).

  • Quote

    Original von bubble
    Na Leute, ihr seid mal wieder so richtig drauf! :thup Wie wär's mit ein wenig Forendisziplin und andeutungsweisem Respekt (jawoll, ich meine gegenüber mir, lieber Bernd!)? Verhaltet ihr euch so auch im "real life"? Diese üblich gewordene Ignoranz des Threaderöffners und natürlich ganz selbstverständlich auch dessen Frage, nervt mich mittlerweile wirklich gewaltig! Wenn ihr euch kloppen wollt, macht einen Thread dafür auf oder nutzt die PN-Funktion! :mauer:
    Bernd, wie war doch gleich Dein konstruktiver Beitrag zur Frage? Für entsprechende Beiträge darfst Du dir meiner aufrichtigen Dankbarkeit sicher sein!

    Ben, in dessen Aquarium jetzt ein Kopfsalat dümpelt

    Hallo Ben,

    sorry, aber muss man denn unterschiedliche Meinungen und Diskussionen dazu als Streit werten? Das Stichwort Löwenzahn etc. kam ja wohl von Dir und die Themenstellung hat sich dann durch die Folgebeiträge erweitert.

    Trotzdem schöne Grüße

    Bernd

  • Quote

    Original von Koberstaedt
    Hallo Hans-Werner,

    kommen alle Algen aus Japan? M.W. liefern auch China, Vietnam und auch afrikanische Länder. Sind die auch so pingelig??? Kläranlagen, Industrieabwässer,Chemikalien, Ölrückstände und Co.???
    Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Bericht über das Sammeln von Rotalgen in Afrika, da sah es übel aus.

    Meinst du zufällig den Beitrag der Frauen, die auf Sansibar in ner Lagune im Flachwasser Rotalgen züchten? Da sahs für mich sehr sauber und schön aus.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Nein Stefan, es ging um Elendsviertel in Madagaskar, wo Rotalgen in der Sonne getrocknet wurden und Hunde dazwischen herum gesprungen sind. Ich glaube dies lief in Arte oder National Geografic.

  • Hallo Ben,

    auch wenn du eigentlich nichts von Löwenzahn und Co hören wolltest, nutze ich die Gelegenheit doch, um mal
    wieder mit einem der vielen Meerwasseraquarianermärchen aufzuräumen:

    Im Naturkundemuseum Karlsruhe werden die Fische seit 20 Jahren mit Löwenzahn und Spinat gefüttert und so gut
    wie nie mit Algen. Und es geht ihnen prächtig! Der einzige Fisch, der je die Lochkrankheit hate, wurde mit dieser
    im Museum abgegeben und dort weitergepflegt. Die Narben blieben, er erholte sich ansonsten sehr gut.

    Ich denke 20 Jahre ausführliche Erfahrung mit dem Thema sind Grund genug, das alte Märchen endlich zu beerdigen :sense:

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    muss wohl am ''vielen Eisen'' im Spinat liegen :face_with_rolling_eyes: - da werden dann die Fische tiefer gelegt :grinning_squinting_face:
    Galileo Mystery---> in 250g Spinat sind 400g Eisen :ylol :ylol :ylol

    man kann auch seine Kinder 20Jahre im Keller groß ziehen ................
    Nur weil es klappt, heißt das nicht das man es auch machen sollte!
    Wenn ich Morgen schreibe das die Fische auch Pizza, Döner und Steak fressen und das die nächsten 20Jahre mache, ist es dann Empfehlenswert?

    Ohne irgendwelchen Betreibern von irgendwelchen Instituten auf die Füße zu treten, aber was mich immer wieder verwundert ist das die schönsten Becken bei Privatleuten laufen............. :winking_face_with_tongue: So jedenfalls meine Erfahrung/Meinung
    Ich habe bisher eigentlich kein Riff!!!!Becken in öffentlicher Hand gesehen was annähernd in die Richtung Privatsektor geht und ich habe schon mehr als 5x Eintritt in unterschiedliche ''Institute'' gezahlt..........

    Für mich ist das eine moralisch-psychologische Entscheidung!
    Die Fische haben nicht (bis kaum) die Wahl, wir schon;)

    Ich denke man sollte das Märchen von Löwenzahn und Co mal endlich beerdigen;)
    Erst recht wenn man gerade heute die Möglichkeit hat, an entsprechende Mittel ran zu kommen oder vertrittst Du ernsthaft auch die Meinung das Löwenzahn und Co. den Algen vor zu ziehen ist?


    mfg Chris

    Edited once, last by ChristophKlose (August 5, 2010 at 7:34 AM).

  • Hallo zusammen,

    auch wenn Karlsruhe wirklich schöne Riffbecken hat, bin ich doch 100% der Meinung von Christoph. Nur weil man auch mit Junk Food ein gewisses Alter erreichen kann, ist das vielleicht doch nicht allgemein empfehlenswert und das mit Löwenzahn, Salat und Co. ist eindeutig der ältere Zopf. :grinning_squinting_face:

    Da ich einen Siganus vulpinus derzeit eingermaßen mit frischen Rotalgen aus einem anderen Becken versorgen kann (wahrscheinlich aber nicht mehr lange) und sehe wie rundlich er davon wird, würde ich mal bezweifeln, dass Salat und Co. den gleichen Effekt haben. Salat hat keines der Algen-Kohlenhydrate, auf die die symbiotische Darmflora der Algenfresser +/- spezialisiert ist und die die "short chained fatty acids" aus genau diesen Kohlenhydraten produzieren, die man im Verdauungssystem findet und die offenbar einen wesentlichen Teil der Fischernährung darstellen. Nebenbei produziert diese Darmflora B-Vitamine und gibt pathogenen Keimen keine Chance.
    Salat, Löwenzahn und Co. bestehen vor allem aus Wasser mit ein bisschen Zellulose, und ziemlich wenig Vitaminen, Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen im Vergleich zu Rotalgen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Quote

    Salat, Löwenzahn und Co. bestehen vor allem aus Wasser mit ein bisschen Zellulose, und ziemlich wenig Vitaminen, Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen im Vergleich zu Rotalgen.

    na, dann Guten Appetit beim Verzehr des Rotalgen-Salates.
    Im übrigen würde ich dem Löwenzahn schon weitergehende Inhaltsstoffe als denen des Zuchtsalates zugestehen. Appetitanregend, Mineralstoffe wie Natrium, Calzium, Kieselsäure, Schwefel. Junge Blätter enthalten sehr viel an Kalium, welches über die Gallenblase auf die Fettverdauung und Hormonbildung wirkt.
    Sollte das nur herbivoren Landbewohnern zuträglich sein?
    Kohlehydrathaltige Ernährung ist wichtig; ist darum aber die Algenfütterung mit meist über 50% Gehalt an Kohlehydraten notwendig? Und-, wer hält ausschließlich herbivore Fische?
    Wenn ein Fisch durch Algen rund wird, ist das für mich genauso wenig ein Indiiz für gesunde Ernährung, als wenn ich einen Menschen mit Bauch sehe. Beiden fehlt schlichtweg die Bewegung, um die aus den Kohlenhydraten mittels mit Vitamin B1 :winking_face: gewonnene überschüssige Energie wieder loszuwerden.
    Der Mensch ist, was er ißt. Gleiches würde ich auf Fische übertragen,-mit dem Zusatz: alles mit Maß und Ziel.

    Im übrigen werden Mehle aus Rot-und Braunalgen auch in der Tiermast eingesetzt.

    Servus
    Stefan

    Edited once, last by Stefan C. (August 5, 2010 at 10:22 AM).

  • HI Hans Werner

    von welchen "herbivoren " Fischen reden wir denn hier eigentlich. Wenn ich so unsere Fischarten ansehen die in unseren Aquarien schwimmt fällt mir das echt schwer dort reine herbivoren zu finden.

  • @ Stefan: Der Fisch hat keinen Bauch! Er sieht vergleichbar aus, wie der Bennett-Falterfisch, den Frau Thaler in der letzten Koralle als gut genährten Fisch abbildet. Er sieht nich aus wie ein U-Boot oder ähnliches. Ich würde mich nie mit "wamberten" Fischen brüsten.
    Analyse Porphyra (Nori): Proteins 29-47%, Glucids 33-44%, Lipids 0,3-2%, Fibers 4-7%; Mineral elements (% of dry matter) Potassium 2,1-3,2, Sodium 0,1-2, Magnesium 0,3-1,6; Trace elements (mg/kg of dry matter) Iron 80-100, Zinc 24-100, Manganese 20-50, Iodine 5-230, so, und jetzt bitte den Löwenzahn.

    @ Claude: Sollte ich versehentlich irgendwo "herbivore" geschrieben haben? Normalerweise versuche ich immer von Aufwuchs- oder von Algenfressern zu sprechen, Herbivore sind für mich im Meer vielleicht die Manatis. Es wurden in entsprechenden Artikeln exakt die Arten und Gattungen untersucht, die wir im Aquarium halten, tropische Aufwuchs- und Algenfresser der Korallenriffe: Ctenochaetus striatus, Acanthurus, Zebrasoma und Naso, vielleicht auch Siganus. Ich weiß schon, was ich schreibe. Es wurde scheinbar kein Löwenzahn im Darm gefunden. :grinning_squinting_face:
    Außerdem bekommen die meisten Fische im Aquarium ohnehin tierische Kost, völlig egal, ob es sich um Algenfresser, Aufwuchsfresser, Planktonfresser oder was auch immer handelt.

    Wenn jemand etwas sinnvolles dazu schreiben möchte, dann doch bitte einen Vergleich von Fischen nach längerfristiger Fütterung von Landpflanzen und nach entsprechender Fütterung von Rotalgen, möglichst vielleicht sogar frischen Algen. Alles andere ist doch Zeitverschwendung.
    Ich konnte noch nicht feststellen, dass Landpflanzen den Fischen wirklich etwas gebracht haben, im Gegensatz zur Fütterung mit Acanthophora spicifera.

    Grüße

    Hans-Werner

    Edited once, last by Hans-Werner (August 5, 2010 at 12:52 PM).

  • Übrigens, Stefan, ich kenne Untersuchungen vom Einsatz von Braunalgenmehlen in der Tiermast, Du auch?
    Es wurden keine positiven Effekte auf die Gewichtszunahme beobachtet. Wenn überhaupt positive Effekte zu beobachten waren, lagen die im Bereich der Tiergesundheit, Mineralstoffversorgung und vielleicht Fruchtbarkeit. Insgesamt aber weniger überzeugend, wie bei der Verfütterung von Braunalgen an Landtiere nicht anders zu erwarten.


  • Wie immer ein sehr "sachlicher" Diskussionsbeitrag. Warst Du schon einmal im Naturkundesmuseum in Karlsruhe und hast Du dort die Riffbecken gesehen? Sicher nicht, denn sonst würdest Du nicht so unqualifiziert über etwas schreiben, das Du nicht kennst. Du hast hier ja schon oft genug geschrieben, dass Du von den Pionieren der Meeresaquaristik nicht viel hälst. Das Naturkundemuseum in Karlsruhe oder des Oceanographische Museum in Monaco gehören sicher dazu. Die Forenmitglieder können sich ja selbst entscheiden, ob sie den Erfahrungen der Wegbereiter oder der Meinung eines Christoph Klose lieber folgen wollen.

  • Aber wars nicht auch so, dass das Monaco-Institut für die Caulerpa-Plage im Mittelmeer verantwortlich ist? :winking_face:

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Uiii hab ich was verpasst?

    Nunja nicht jedes Landfutter wird für Salzfreudige Tiere geeignet sein ( Stichwort Dönner *g* )
    Dennoch kann man das denke ich so nicht verallgemeinern. Wir Menschen nutzen auch Algen als wichtige Nährstofflieferanten.
    Ebenso kann ich mir vorstellen das es bedingt auch andersrum funktioniert.
    Aber dennoch bin ich der Meinung Schuster bleib bei deinen Leisten sprich der Mensch bei Landfutter und das See Tier beim Seefutter. Dennoch ists für beide Seiten ab und an sicher mal ganz interessant und förderlich mal die Gegensätzliche Weise zu probieren und in den Ernährungsplan mit aufzunehmen.

    Letztlich Grenzwertig zu betrachten ist es sicher möglich zb Docks ausschließlich mit Landerzeugnissen zu ernähren.
    Umgedreht ists sicher auch möglich einen Menschen ausschließlich von Seefutter zu ernähren.
    Denke aber beide Fälle sind nicht so super für das jeweilige Lebewesen daher Kombination ist doch immer mehr wichtig und sicher nicht falsch.

    Christoph naja Spinat hast ja deinen Smilie schon dran gesetzt, aber für eingie die es noch nicht wissen, bei der Bestimmung des Eisengehaltes von Spinat kam es damals zu nem Komma fehler daher wird dem Spinat Eisen nachgesagt was er nicht enthält bzw enthalten kann. Also Spinat ist nicht so wirklich Gesundheitsfördernd wies oft nachgesagt wird.

    LG Matze

  • Quote

    Original von Koberstaedt
    Warst Du schon einmal im Naturkundesmuseum in Karlsruhe und hast Du dort die Riffbecken gesehen? Sicher nicht, denn sonst würdest Du nicht so unqualifiziert über etwas schreiben, das Du nicht kennst. Du hast hier ja schon oft genug geschrieben, dass Du von den Pionieren der Meeresaquaristik nicht viel hälst.

    Hallo Unbekannter?!?!!?

    Nettiquette, schon mal was von gehört?!!?!?

    Nein war ich nicht :winking_face:
    wie geschrieben dafür in >5 (anderen) ''Instituten''......
    Kein Grund alle über einen Kamm zu scheren, aber wenn selbst meine Begleiter sagen das es zu Hause schöner aussieht, ist das sicher keine Einbildung......................... :confused_face:

    Ja ich gehöre zu der Fraktion die alles in Frage (auch mich selber) stellt, Mittel und Methoden verändern sich. Was soll ich heute mit einem Rieselfilter, Kupferpfennig..... usw . Glaubst Du das wir uns heute an der Spitze der Allwissenheit befinden?
    Das Hobby (und das ist meine Meinung) ist noch nicht einmal aus der Kindheit raus, es gibt noch so viele Sachen und Dinge, die ungeklärt sind....
    Über Methoden und Anwendungen die wir heute als ''Gott gegeben'' ansehen werden wir in 5Jahren schmunzeln.
    Frag mal die alten Hasen wie das war als damals die ersten Leutz den RieFi abgeklemmt haben, eine Welle der Empörung........
    Komisch wie sich Verhaltensmuster immer wieder wiederholen!

    Quote

    Aber wars nicht auch so, dass das Monaco-Institut für die Caulerpa-Plage im Mittelmeer verantwortlich ist?


    Nein, Stefan, das war Christoph Klose der nicht beim Wasserwechsel aufgepasst hat :grinning_squinting_face:

    @ Matze und Spinat, deswegen auch der Hauch von Ironie :thup

    Ich denke das Hans Werner sehr viele und vor allem gute Argumente vorgebracht hat, wenn man einem ''Newbie'' schon Wissen abschlägt nur weil die ''Goldgräberzeit'' nicht aktiv miterlebt wurde.....

    Worauf ich weder hier noch in anderen Foren von ''Kompost Befürwortern'' gehört habe ist ein Argument warum man keine Algen und besser Löwenzahn und Co füttern sollte. Naja Unbekannter ggf. kannst Du mir endlich eine nachvollziehbare und schlüssige Antwort auf diese Frage geben. :grinning_squinting_face:


    mfg Chris
    PS ich glaube mal ein Interview von Jörg Kokott gelesen zu haben, wo es um die Anfänge der Steinkorallenhaltung ging, ggf. hat oder findet das noch einer von Euch, war sehr interessant zu lesen!

    Edited once, last by ChristophKlose (August 5, 2010 at 5:02 PM).

  • HAI

    naja JOE, und auf welcher Seite stehst DU, oder fütterst Du nur Karnivor :ylol

    und Reinhard, der Haupbestandteil von Nori Algen sind Rotalgen meist der Gattung Porphyra (Yezoensis / Tenera)
    -> http://www.google.de/images?hl=de&u…hyra&tbs=isch:1

    nun meine Frage: ''wer hat in der Natur schon unsere Aquarienfische Löwenzahn fressen gesehn'' :face_with_rolling_eyes:
    Ich könnte das den ganzen Tag so machen :winking_face_with_tongue:

    mfg Chris

  • Quote

    cool, millitante grünfutterbefürworter kämpfen gegen idiologische naturfutterfetischiten.

    :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    *popcornraushol*

    Go Norialgenfraktion go ... :grinning_face_with_smiling_eyes:

    LG Corinna

    PS: Ich fand den Artikel von J. Großkopf ziemlich gut (im vorletzten MW-Aquarianer) und kann mich damit ziemlich gut mit identifizieren. Unsere Fische kriegen Lebendfutter, Norialgen, hochwertiges Frostfutter, Flocken, Granulat. Gemüse u. Co. ist ggf. Leckerli bei uns.

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • @ ChristophKlose: In der Sache kann man mit guten Argumenten diskutieren, dies ist auch der Sinn eines solchen Forums, über Stil und Wortwahl sicher nicht. Da haben Dir ja einige Teilnehmer - ich erinnere z.B. an Wolfgang S. - schon einiges, leider wohl vergebens, geschrieben.

    Hallo Stefan,

    es ist richtig, dass das Ozeanographische Museum im Monaco verdächtigt wird, Verursacher des Caulerpaeintrags im Mittelmeer zu sein. Sicher ein schwerer Fehler. Es ist aber auch richtig, dass wesentliche Erkenntnisse der Meeresbiologie und damit auch der Aquaristik von derartigen Institutionen stammen, vor allem wissenschaftlich belegte Aussagen - im Gegensatz zu manchem Forenlatein oder Werbeparolen. Dass Armin Glaser, dessen Kenntnisse u.a. auch auf seiner Tätigkeit im Naturkundemuseum (mit Vivarium) in Karlsruhe beruhen, mit seinen Publikationen und wertvollen Beiträgen auch hier im Forum besonderen Sachverstand bewiesen hat, steht für mich außer Frage. Ob man sich an Meeresaquaristikmärchen selbst ernannter Forenmeister (bezieht sich nicht auf Dich!!!) oder Erfahrungen ausgewiesener Fachleute halten möchte, wird jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo zusammen,

    endlich mal wieder eine interessante Diskussion. Ich habe mein Ziel erreicht :grinning_squinting_face:

    Schauen wir uns mal die Argumente an:

    - Natürlich beweist die Natur, dass die Nahrung, die die Fische in ihrer natürlichen Umgebung aufnehmen, sehr gut
    für sie geeignet ist. Wer sein Futter direkt aus dem Riff bezieht, kann sich darauf verlassen, dass es seinen Fischen gut geht.

    - In der Realität hat das, was wir den Fischen füttern, recht wenig mit dem zu tun, was sie in ihrer natürlichen Umgebung finden.
    Dort gibt es keine Artemien, kein Frostfutter, keine (Getreide,Fischmehl usw.)-Flocken und auch keine getrockneten Norialgen.

    - Jetzt kann man natürlich darüber spekulieren, ob Fische trotz dieser unnatürlichen Nahrung im Aquarium gedeihen können.

    Folgende Fakten wurden genannt:

    -Löwenzahn enthält nur etwa halb so viel Eiweiß wie Algen (welche eigenltich?), dafür fast fünf mal so viel Kohlehydrate und 50% mehr Fett.
    - Getrocknete Norialgen enthalten sogar 15 mal mehr Eiweiß, 4 mal mehr Kohlehydrate und doppelt so viel Fett wie ungetrockneter Löwenzahn
    + Dass sich das Protein-Kohlenhydrat-Fettverhältnis bei Algen und Löwenzahn unterscheidet könnte ein Problem sein, vielleicht aber auch nicht.

    - Braunalgen enthalten viel Iod
    + erhebliche Mengen Iod im Futter könnten ein Vorteil sein. Oder ein Nachteil.

    - Rotalgen enthalten Vitamin B12
    + das ist vielleicht nützlich. Vielleicht reicht es aber aus, dass es bei Fischen wie bei Menschen durch Bakterien im Verdauungstrakt gebildet wird.

    - die Lochkrankheit wird durch Löwenzahn nicht verhindert
    + könnte sein. Oder auch nicht.

    - Salat hat keines der Algen-Kohlenhydrate, auf die die symbiotische Darmflora der Algenfresser +/- spezialisiert ist
    .Die Darmflora produziert B-Vitamine. Die gesamte Bakterienflora im Verdauungssystem hat für den Fisch große Bedeutung.
    + die Darmbakterien könnten aber auch (wie üblich) keine Nahrungsspezialisten, sondern anpassungsfähig sein

    - Die Mineralstoffversorgung wird durch Algen gesichert.
    + Ein Argument, das in einer Umgebung voller Mineralstoffe (Meerwasser!) sehr unwahrscheinlich klingt.
    Aber sagen wir einfach auch: Könnte sein.

    - Fische, die mit Löwenzahn und ähnlichem riffremdem Zeug gefüttert werden sind Kellerkinder oder Junk food Fische.
    + Könnte sein, dass sie dann so aussehen.

    Nach all den genannten Argumenten stehen wir vor vielen "könnte sein", wie so oft bei biologischen Problemen.
    Durch einfache Messungen lässt sich solch ein komplexes Problem leider nicht lösen,
    die genannten Hypothesen weder bestätigen noch widerlegen.

    Was kann man tun in solch einem Fall? Man muss es experimentell ermitteln!

    Normalerweise laufen solche Experimente, oder anders gesagt solche Beweise, über einen recht kurzen Zeitraum.
    Hier haben wir den außergewöhnlichen Fall, dass sich der Beweis aus einem 20-jährigen Experiment mit einer erheblichen Anzahl
    von Fischen aus Gattungen wie Siganus, Ctenochaetus und Zebrasoma erbringen lässt:
    Dutzende von gesunden, wohlgenährten Fischen oder jegliche Mangelerscheinungen!!!

    Wer das Experiment selbst mitverfolgen will: Das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe hat von
    Dienstag bis Freitag von 9.30 – 17.00 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet.
    An diesem Samstag besteht sogar die Möglichkeit, sich die gesunden wohlgenährten Fische bis 24 Uhr anzusehen.


    PS: Algen sind meines Erachtens keine schlechte Ernährungsgrundlage für Meerwasserfische. Der Grund,
    warum sie im Museum nicht verwendet werden, ist, dass der hohe Iodgehalt gefürchtet wird.
    Eine Theorie, von der ich selbst noch nicht überzeugt bin. Aber das kann ich im Augenblick noch nicht beweisen.

    Gruß Armin

  • Quote

    Original von Koberstaedt
    woher stammen die Inhaltsstoffe Eures Flockenfutters? Alles n u r aus dem Meer?

    Meinst Du das Granulatfutter O-MEGAVITAL? Also, der Algenanteil stammt aus dem Meer.

    Es geht doch gar nicht darum, ob alles n u r aus dem Meer stammt. Die Frage, um die es geht, ist, können Landpflanzen Algen ersetzen? Klare Antwort: Nein!

    Gruß

    Hans-Werner

  • HAI Bernd,

    die einzigen Argumente, die vielleicht!! etwas nachvollziehbar sind, kamen bisher von den ''idiologischen Naturfutterfetischiten''
    In meinen Augen ist es kein Argument wenn man schreibt, ich mache das schon 20 Jahre so (mal ein gutes Zitat von Kurt Tucholsky? - ''Erfahrung bedeutet gar nichts, man kann auch 35Jahre lang alles falsch gemacht haben'' - Wenn man sich das verinnerlicht hat, dann heißt das dass man auch in der Lage ist sein eigenes Handeln stets! zu überprüfen und vor allem auch in Frage stellen und ÄNDERN zu können!), oder die fressen es doch, oder das muss einfach sein, weil iss so.


    Natürlich lernen wir alle aus den Erfahrungen von anderen Leuten, dafür ist ja auch das Forum da. Es sollte ''uns'' aber auch nicht daran hindern, eigene Fragen zu stellen oder gar auch eigene Wege zu gehen. Wenn ich alle ''Regeln'' befolgt hätte, wo man mir gesagt hat: ''Das geht so nicht'', würde ich heute um einige Erfahrungen ärmer da stehen, das fängt bei solch banalen Sachen wie einem abschäumlerlosen SPS Riff an, geht über Versuche wie Kohlenstoffdosierung ohne Abschäumer und noch ein paar weitere Dinge....
    Muss ich immer auf andere Leute hören oder kann man ggf. auch mal was selber am eigenen Becken testen?

    ich zitiere mich noch einmal selber, es ist eine ''moralisch psychologische Entscheidung''
    Armin hats sehr gut aufgedrößelt :thup nur wird man nicht zu einem stichhaltigen Ergebnis kommen.

    Quote

    Erfahrungen ausgewiesener Fachleute halten möchte


    Nun ich unterstelle einfach mal Joachim zu dieser Gruppe zu gehören, verdient hat er es nach meiner Meinung :winking_face:
    Ich freue mich aber um so mehr das auch Joachim in seinen Vorträgen (und Berichten) von derartiger Fütterung abrät und sehr auf die algenreiche Fütterung setzt. Ich kenne noch die ''alten'' Vorträge und habe erst vor kurzem den neuen in unserem Verein erlebt und muss sagen das es ein guter Vortrag war (aus der Sicht von ''idiologischen Naturfutterfetischiten'' ) :ylol
    Ich sehe mittlerweile das hoffentlich in absehbarer Zeit ein Umschwung kommt und derartiges ''Futter'' geächtet und aus dem Glaskasten verbannt wird.

    Natürlich könne man nun noch etwaige Probleme oder Risiken mit aufführen die sich bei der Fütterung von ''Salat und Co'' ergeben KÖNNTEN, wie Pestizide, aufgenommene Schadstoffe, berichtete (und selbst erlebte) Verdauungstörungen in den Ausscheidungen der Doc's nach dem Füttern (jaaa auch ich habe vor ''langer'' Zeit mal Löwenzahn im Becken gehabt)

    Ach und nimm es nicht persönlich aber ich ziehe gerne Sachen durch den Kakao, würdest DU mich privat kennen :ylol .......


    mfg
    ''der Randgruppenaquarist'' Chris

  • Hallo Armin,

    Du solltest vielleich mal den beiden Links folgen. Mindestens in einem werden die Bakteriengattungen und -arten aufgeführt und ihre Funktionen. Wenn man dann aus anderer Literatur noch weiß, dass einige der wirksamsten Gegner der pathogenen Vibrio spp. aus der gleichen Familie kommen ...

    Das ist kein Beweis für die Überlegenheit eines Zufütterns von Landpflanzen gegenüber dem Zufüttern von Meeresalgen. Landpflanzen sind ein +/- schlechter Ersatz, den die Pioniere vorgeschlagen haben, weil sie nichts besseres hatten. Das kann ich mit Trockenfutter genauso zeigen, vielleicht sogar besser und auf jeden Fall einfacher. Ist es deshalb erstrebenswert?

    Die natürliche Nahrungsgrundlage einiger Meeresfische soll für sie einen zu hohen Iodgehalt haben, das klingt - überzeugend? :confused_face:
    Der Iodgehalt von Rotalgen ist so niedrig, dass sie im Gegensatz zu Braunalgen in Deutschland für die menschliche Ernährung zugelassen sind. Meeresfische, die sich in einem iodhaltigen Lebensraum ausschließlich von iodhaltiger Nahrung ernähren müssen und das von Anbeginn ihrer Entwicklung sollen also gegen Iod empfindlicher sein als der Mensch?
    Ich weiß, Hannes hört den Begriff esoterisch nicht so gern ;).

    Gruß

    Hans-Werner

    Edited once, last by Hans-Werner (August 6, 2010 at 8:51 AM).

  • Quote

    Original von Hans-Werner
    Die Frage, um die es geht, ist, können Landpflanzen Algen ersetzen? Klare Antwort: Nein!

    hier fehlt leider der Beweis für eine so kategorische Aussage.
    Vor allem, wenn das ganze seit 20 Jahren praktiziert wir, ohne dass es zu einem signifikanten Anstieg von Krankheiten oder Mangelerscheinungen führt.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Quote

    Original von Hans-Werner

    Meinst Du das Granulatfutter O-MEGAVITAL? Also, der Algenanteil stammt aus dem Meer.

    Es geht doch gar nicht darum, ob alles n u r aus dem Meer stammt. Die Frage, um die es geht, ist, können Landpflanzen Algen ersetzen? Klare Antwort: Nein!

    Gruß

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    Du hast geschrieben:" Salat hat keines der Algen-Kohlenhydrate, auf die die symbiotische Darmflora der Algenfresser spezialisiert ist ...".
    Dies dürfte dann ja wohl auch auf die Nichtalgenanteile Eurer Futtersorten zutreffen, die Ihr für Meeresfische anbietet. Ich denke da an Getreide etc.. Irgendwo sehe da eine Doppelmoral.

    Gruß

    Bernd

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