Silikat ohne Ende aus Riffkeramik

  • Hi,

    habe mein kleines Becken auch mit 90 % Riffkeramik aufgebaut. Die Keramik habe ich lediglich mit nem Hochdruckstrahler gereinigt und dann ab ins Becken. Silicarbon habe ich nie gebraucht. Klar gab`s am Anfang ein paar Kieselalgen - sind nun mal Erstbesiedler - aber nichts dramatisches. Erste Zeit nur mit Blaulicht beleuchten und Geduld beim Einfahren, das war`s.

    Grüße aus Bamberg

    Matthias

    Im Aufbau:
    120 x60x60 [/size], Photon Maxima 6 x 54 Watt, Tunze 9015 Abschäumer, Nano-Wave-Box, Nano-Osci-Motion, Riffkeramik und Atoll-Riff-Deko

    "Langfristig mag der Pessimist Recht bekommen, aber der Optimist hat bis dahin die vergnüglichere Reise"

  • Ich frage mich, ob Du das ganze als Hobby betreiben willst oder als reine Wissenschaft,...
    Schmeiss doch endlich Salzwasser ins Becken, impfe an und lebe ein paar Tage, eventuell auch ein paar Wochen mit Kieselalgen,... Die werden Dein restliches Silikat schon verbrauchen,...

  • Zitat

    Original von Harris
    nach weiteren 2 Wochen (insgesamt jetzt 6 Wochen) spülen der Riffkeramik in Reinstwasser mit Silicarbon-Filterung beträgt der Silikatwert noch immer 1,4 mg/l, er hat also in den letzten 2 Wochen nur um 0,4 mg abgenommen (alles Laborwerte).
    Das ist völlig inakzeptabel, zumal ich zuletzt wieder einen neuen Beutel Silicarbon in den Fliessbettfilter getan hatte.
    Damit kann man natürlich kein MW-Becken betreiben.

    hi harris,

    meerwasseraquaristik lässt sich nicht ausschliesslich mit labormessungen und theorie betreiben.
    wenn du so vorgehen willst, kannstes gleich bleiben lassen.

    der tipp von martin ist goldrichtig.

    will mich hier nicht wiederholen aber falls dus weiter oben nicht mitbekommen hast: wir füllen mit reinem
    leitungswasser mit 7mg silkat das verdunstete auf und machen damit ww.

    vielleicht sollte dir das mal zu denken geben.

    :smiling_face:

  • @Harris...
    also, bei aller Liebe... Wir haben bis zu 50.000 Liter fassende Aquarien ausschließlich mit Riffkeramik dekoriert, und dass seit mind. 6 Jahren... ausschließlich heißt : nur Riffkeramik und etwas LS zum animpfen. Wir hatten nie Probleme mit Kieselalgen. Allerdings halten wir uns (fast) immer an die Einfahranleitungen der Fa. Korallenwelt Selbst unten abgebildetes 15.000 Liter Becken, was auch nur mit Keramik dekoriert wurde, hatte nur einige Tage, einen leicht braunen Belag, die sich nach 2 Wochen, vollständig aufgelöst hatten. Die auflösenden Kieselalgen haben sich zersetzt und sind schlussendlich im Abschäumer gelandet. Im 15.000 Liter Aquarium sind die Brocken gar nicht vorher gespült oder abgespritzt worden (ging zeitlich nicht) und es hat sich nichts negatives entwickelt.
    Ich glaube vielmehr, dass Du entweder zu Kieselhaltiges Leitungswasser hast, zuwenig Geduld beim Einfahren, oder zuwenig Silikarbon, verwendest. Grundsätzlich lassen wir Aquarien, die ausschließlich mit Riffkeramik eingefahren wurden, mind. 3-4 Wochen dunkel einlaufen. Soviel Geduld sollte man mindestens mitbringen, bei einer Totaldeko mit Keramik. Das sind meine persönlichen Erfahrungen mit Keramik... Bei Totaldeko mit schlechtem, faulem LS, hast Du noch mehr Probleme, von Deko mit totem LS, wollen wir erst gar nicht sprechen...
    Hier in Köln, kenne ich einige Becken, die mit Totaldeko hervorragend laufen und in Köln, ist im Leitungswasser soviel Kieselsäure, dass selbst das dunkelste Blau vom Merktest nicht ausreicht, um die Menge Silikat festzulegen...dunkelblau... und keinerlei Algenplagen trotz Keramik....



    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Hier mal ein Becken, dessen Dekoration zu 100 % aus Riffkeramik besteht. Kann man auch hinfahren: China Restaurant Tang in Nürnberg


    Stimmt nicht :grinning_squinting_face: Im "Tang" war ich erst, da ist das Aquarium mit LS (Riesen Brocken) dekoriert. Das Foto zeigt das Aquarium im Gourmettempel , dem neuen Restaurant von Duong A. Ban. Da war ich noch nicht, aber die Karte verspricht einiges. Vielleicht kann man sich da wirklich mal treffen.

  • Hi Klaus

    Der Tang hat doch auch zwei Läden in Nürnberg oder? Waren wir nicht 2005 in dem zweiten Laden Abends nach der Interzoo Essen... War nicht so lecker (zuviele Leute auf einmal) fand ich aber ne nette Stimmung durch Aquarium im Hintergrund.
    War glaub ich Schlammfiltertechnik...installiert

    Ist aber schon was her..

  • Hi Robert,
    die Interzoo war 2004 :D. Der Gourmettempel hat, glaube ich, erst Juli oder August 2004 eröffnet. Ich denke ihr wart im Hao in Altenfurt, damals habt ihr dort in der Nähe gewohnt. Ich gehe auch lieber ins Tang, dort sind das Essen und der Service nach meiner Meinung etwas besser.

  • Hallo Klaus,

    verzeih mir die Respektlosigkeit, aber die Fotos des 15.000 l Aquariums besagen noch nicht viel. Sie zeigen eine nette Deko, wie man es auch machen kann. Es gibt auch andere Lösungen.

    Da ich noch nicht sehr lange in diesem Forum Mitglied bin, fehlt mir möglicherweise manchmal die Historie.
    Aber ein leeres bzw. mit Wasser gefülltes Becken hat meines Erachtens noch keine Beweiskraft. Was willst Du uns also mit den Bildern zeigen? Werbung?

    Wäre es nicht sinnvoller das Becken in seiner aktuellen Verfassung zu zeigen?
    Dann könnten wir uns alle eine Vorstellung vom Vorher und Nachher machen und uns ausserdem an einem sicherlich beeindruckenden MW- Becken erfreuen.

    Falls das Becken und sein jetziger Zustand aber allgemein hier im Forum bekannt sind, und regelmäßig darüber berichtet wird, ohne dass ich es mitbekommen hätte, so erfülle mir den Wunsch nach mehr Info einfach noch mal.

    MfG

  • Hi Harris,
    nach dem Stress den du mit den Nano-Streams und nun mit dem Silikat-"Problem" hast solltest du vielleicht nochmals darüber nachdenken ob dieses Hobby für dich richtig ist :grinning_squinting_face:
    Ich hatte in meinem Aqua. zwar nur eine 30cm Säule, dafür habe ich diese aber gleich ohne Abspülen eingesetzt und keinerlei Probleme gehabt. Daß ich diese wieder entfernte hat andere Gründe.
    Das Foto zeigt das Aquarium eines Freundes (Hallo Jörg :wink) das zu 90 % mit Korallenwelt Keramik eingerichtet wird mit einer problemlosen Standzeit von einem guten Jahr.

  • ALLGEMEIN:

    Manchmal finde ich es nicht OK, wie mit Kritik bzw. kritischen Gedanken hier im Forum umgegangen wird.

    Auch ich kenne die Motivation von Harris nicht, sich so hartnäckig mit dem Thema Silikat in Zusammenhang mit Riffkeramik auseinander zu setzen.

    Aber muss man ihm deshalb gleich zur Aufgabe unseres Hobby's raten ?
    Oder gar unterstellen, er wolle einen bestimmten Hersteller Schaden zufügen?

    Fakt ist, es wird in der Literatur verbreitet ein Zusammenhang zwischen Kieselalgenwachstum und einem hohen Silikatgehalt des MW hergestellt.
    Viele Aquarianer benutzen Mischbettharze, um ihr MW anzusetzen, damit dieses keine Silikate enthält.

    Nun sieht sich ein Aquarianer mit einem hohen Silikatgehalt seines Wassers konfrontiert, der, so wie er es schildert, nur von der Riffkeramik stammen kann. Dies wird auch nicht bestritten, soweit ich es sehen kann.

    Wäre es nicht der sinnvollere Weg, Harris zu vermitteln, dass aus dem hohen Silikatgehalt seines Wassers nach Einbringung der Riffkeramik, nicht zwangsläufig eine nicht endende Kieselalgenplage resultiert. Sondern im Gegenteil der Nachweis erbracht werden kann, dass ein funktionierendes MW Milieu entstehen kann.

    Ich halte weniger Polemik auf beiden Seiten für angebracht ! Aber auch keine abwiegelnde Argumentation, wenn es ein Mitglied mal etwas genauer wissen will und einen Tatbestand hinterfragt.

    Missionarischer Eifer in der einseitigen Interpretation von Messwerten bringt aber auch nichts.

    Ich würde mir von Harris also wünschen, dass er seine Bemühungen und Forschungen darauf richtet, wieso es offensichtlich trotz höherer Silikatgehalte zu funktionieren scheint und warum das Kieselalgenwachstum trotz hoher Silikatwerte nach einer Anfangsphase zum Erliegen kommt. So wird es hier zumindest berichtet.

    Dann hätten alle Forenmitglieder einen positiven Nutzen aus der Diskussion.

    MfG

  • Hallo !

    Kann den Aussagen von Knut voll und ganz zustimmen !

    Außerdem kann ich Harris nur dazu ermutigen, mal eine detaillierte wissenschaftliche Untersuchung der Riffkeramik durchführen zu lassen, gerade in Hinblich auf das Silikat.

    Außerdem finde ich, das Korallenwelt da auch irgendwie in einer Bringschuld steht ! Transparenz ist hier angesagt !

    Um gleich etwaigen Folge-Postings vorzubeugen:
    Ich habe Riffkeramik im Becken und werde sie auch m.h.Wkeit auch im nächsten Becken verwenden.

    Gruß,
    Claus

  • Zitat

    Original von klaus Jansen
    ... Bei Totaldeko mit schlechtem, faulem LS, hast Du noch mehr Probleme, von Deko mit totem LS, wollen wir erst gar nicht sprechen...
    ....

    @Klaus
    sind also die Sachen von http://www.atoll-riff-deko.de/ deiner Meinung nach nicht zu gebrauchen ? Die bestehen nur aus totem LS


    Gruß Thomas

  • Hallo,
    man sollte vielleicht auch unterscheiden, dass vollentsalztes Wasser viel mehr Silikat aus der Keramik zieht, als das im mit Salz angereichertem Wasser der Fall wäre.

    Viele Grüße

  • Zitat

    @Klaus
    sind also die Sachen von http://www.atoll-riff-deko.de/ deiner Meinung nach nicht zu gebrauchen ? Die bestehen nur aus totem LS

    So war das mit Sicherheit nicht gemeint. Gemeint war altes LS aus einem ehemaligen Becken, das danach Monate oder Jahre irgendwo im Keller gelegen hat. Die Atoll-Riff-Deko-Sachen sind m.E. wunderbar - sehen geil aus und kosten nicht die Welt (das sind nämlich die restlichen 10 % meiner neuen Deko :D) Konnte bei mir keinerlei Phosphat-Eintrag feststellen, das mitgelieferte Ultra-Phos (oder so ähnlich) habe ich am anderen Becken verbraten :smiling_face_with_sunglasses:

    Grüße aus Bamberg

    Matthias

    Im Aufbau:
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    "Langfristig mag der Pessimist Recht bekommen, aber der Optimist hat bis dahin die vergnüglichere Reise"

  • Moin moin,
    ich habe in meinem Becken auch Riffkeramik verwendet, der komplette Hintergrund und ne Riesensäule.
    Gewässert hab ich auch nich vor dem einsetzen und ich hatte Kieselalgen, die aber nach ca 2 Monaten komplett verschwunden sind.
    Egal, was Du (Harris) am Anfand messen wirst, erst nach einem Jahr steht das Becken einigermaßen stabil.
    Fang endlich an oder lass es. Mein Chemielehrer hat immer gesagt: "Das letzte Wort hat das Experiment." und so ist es auch.
    Du kannst das hier endlos diskutieren aber es ist halt nur graue Theorie. Schlauer wirst Du nur, wenn Du's ausprobierst, zumal jedes Becken anders reagiert.
    Nix für ungut und viele Grüße
    Armin

    Einmal editiert, zuletzt von Armin Stabel (4. Januar 2007 um 11:04)

  • *edit*
    Sabine Sax, Moderatorin

    K.B.
    ..Du hast Recht... ich werde versuchen, aktuelle Bilder vom 15m3 Becken vom Kunden zu bekommen. Gleichzeitig noch Bilder von einem 6000 Liter Becken, was mit Total-Riffkeramik-Deko, seit einem Jahr läuft.
    Anbei mal ein Bild von einem Kunden (Hartmut Köln) vorher und Nachher ( 15 Monate). Ich denke, die Bilder sprechen für sich...
    vorher...

    nacher :



    @Thomas Labuske...
    von der Deko von Norbert Dammers habe ich noch nie etwas nachteiliges gehört und da Norbert aus unserer Region kommt, wird dieses Material hier sehr viel verwendet. Ich vermute mal, er hat eine Bezugsquelle, von sehr gutem, nicht verfaultem, LS gefunden. Ich kann die Deko von Atoll nur empfehlen, habe aber selbst noch keine verwendet.
    Anders sieht es aus, bei einer Deko, die aus totem LS-Brocken, hergestellt wurde. Ich kenne Becken, die nur Probleme machen, die mit einer Totaldeko aus totem LS eingerichtet wurde, /z.B. Peter Schmiedels Becken). Aber das Thema hatten wir ja im Forum schonmal. Ich würde sagen, das die Qualität von totem LS sehr unterschiedlich sein kann. Ich kann keine Anlagen einrichten mit einem Unsicherheitsfaktor. Deshalb verwenden wir Riffkeramik....

    @Silicarbon...
    beim 15m3 Aquarium haben wir 2 x 3 Kg Silicarbon und 2 x 3 kg Antiphos, verwendet. Rein prophylaktisch.

    @Silikat...
    es gibt auch noch eine weitere Quelle für Silikat, die hier noch keinerlei Beachtung, gefunden hat : ... das Salz. Wir hatten mal eine Tonne Meersalz eines bekannten Herstellers bestelllt (Name tut nichts zur Sache) Wir, die mit einer Druckerhöhten Umkehrosmoseanlage mit nachgeschaltetem Kieselsäureharzfilter, arbeiten, hatten danach Riesenprobleme mit Kieselalgen. Als Quelle für das Silikat haben wir das Salz ausfindig machen können. Es wäre auch ein Versuch wert, Vorher (Auffüllwasser) -und Nacher (Salzwassermischung) auf Silikat, zu messen. Das nur zur Info....

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo,

    etwas off topic: laut Transmarine (wenn ich das noch richtig im Kopf habe) hat Tang 3 Lokale mit Aquarien.
    Eines - das Restaurant Tang - hab ich auch schon gesehen, ist in der Regensburgerstraße 322.
    Das sah mir auch nicht nach Riffkeramik aus.
    Übrigens: Tang ist die Schreibweise des Familiennamens Duong in hoch-chinesisch.
    Wenn ichs richtig in Erinnerung habe gehört ihm der "Gourmet-Tempel auch....

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hi zusammen,

    ich habe etliche Kunden die Keramik verwenden, ohne ein nennenswertes Problem,
    ich habe etliche Kunden die unsere Deko benutzen, ohne nennenswertes Problem,

    in beiden Fällen kommt es zu ganz normalen Einfahr- "Problemchen"!!!!!!!!!!!!

    diese sind m.M. je nach Ausgangswasser, Bakterienzugaben, anderen Suspensionen (was auch immer da so rein geschüttet wird) und natürlich auch dem zusätzlich eingebrachten LS (alt oder frisch) abhängig.


    Selbst die Technik ist mit ein Garant für erfolgreiche Meerwasseraquaristik, sie kann zwar spartanisch ausfallen, muß aber Leistung bringen. (Pumpen, Abschäumer, Licht etc.)

    Algenphasen, in der Anfangszeit, ob braun, rot, oder grün sind m.E. das Normalste auf der Welt, und wie stark sie durchschlagen, ist sicher auch u.a. von oben genannten Faktoren abhängig.

    Ich kämpfe immo ebenfalls mit Kieselalgen, Standzeit ist 6 Wochen.

    Seit ein paar Tagen sind die ersten Algenvertilger drin, und die machen das schon.

    Panik und Hektik sind sicher keinen guten Partner für unser Hobby,

    lg Norbert

  • moin,

    was ich nicht ganz verstehe, riffkeramik (eines herstellers) ist doch eigentlich immer aus dem gleichen material, wird auf die gleiche art produziert, etc :winking_face:

    wenn es hier zu derartig gravierend unterschiedlichen erfahrungen kommt (in gehöhre zu der positiv- fraktion,sind ca 150-200kg keramik, schätz ich), kann es doch nicht an der keramik liegen, aber alternative denkansätze kommen hier definitiv zu kurz.

    die vermutungen, hier macht jemand reklame oder will einem hersteller etwas böses, helfen da keinem!

    mfg
    michael

  • Hallo Leute

    Ihr vergesst bei der Diskussion offensichtlich, dass Harris seine Riffkeramik in Reinstwasser wässert.
    Reinstwasser zieht doch Mineralien an wie ein Schwamm das Wasser.
    Wenn er die Riffkeramik endlich in Meerwasser schmeißt ist das Problem doch keins mehr.

    mfg Gerhard

  • Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Reinstwasser zieht doch Mineralien an wie ein Schwamm das Wasser.

    mfg Gerhard

    Bingo.... das kann es sein.... man darf auch kein Osmosewasser pur trinken.. warum ? ... es zieht die Mineralien aus den Zähnen...

    @Michael...
    wir beziehen seit über 6 Jahren Riffkeramik. Das Grundmaterial ist immer dasselbe, es kommt immer aus der gleichen Grube, habe ich mal gehört... Nur die Art der Beimischung der Mineralien, kann schwanken. So haben wir mal Keramik erhalten, die richtig dunkel gefärbt war. Und auch mit diesem Material, hatten wir keine Probleme. Außerdem : ... die Grundlagen der Riffkermamik sind alles Naturprodukte und Silikat ist auch ein natürlicher Bestandteil. Auf jedem Dekomaterial werden sich in der Einfahrphase Kieselalgen bilden, je nach Ausgangswasser und Salzsorte, bei dem einen mehr, beim anderen weniger....

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von Gerhard Richter
    Hallo Leute

    Ihr vergesst bei der Diskussion offensichtlich, dass Harris seine Riffkeramik in Reinstwasser wässert.
    Reinstwasser zieht doch Mineralien an wie ein Schwamm das Wasser.
    Wenn er die Riffkeramik endlich in Meerwasser schmeißt ist das Problem doch keins mehr.

    mfg Gerhard

    Hi,

    kannst du mir das bitte erklären? Das hab ich noch nie gehört.. Oje wieder ein Teil wo ich voll unwissend bin. :loudly_crying_face:

    Liebe Grüße Uschi

  • Zitat

    Original von Hera

    Hi,

    kannst du mir das bitte erklären? Das hab ich noch nie gehört.. Oje wieder ein Teil wo ich voll unwissend bin. :loudly_crying_face:

    Wurde doch gestern von Torsten schon erklärt.....

    Zitat

    Original von Korallenwelt
    Wenn Reinstwasser benutzt wird, ist das auch unbestritten. Dafür gibt es eine ganz plausible Erklärung die jeder Teilnehmer des chemischen Schulunterrichts kennt und die sich auch an der Uni nicht ändert:

    Jede Substanz unterliegt einem Löslichkeitsgleichgewicht, in diesem Fall im Wasser. Das gilt natürlich auch für das Siliciumdioxid, auch Quartz genannt. Als Säurerest oder im weitläufigen Sinn "lösliche Verbindung" bezeichnet man es als Silikat.
    Problematisch ist, das allein vom "reinen", also mit der Formel SiO2 bezeichneten Form des Silikats bis heute schon 22 verschiedene Phasen bekannt sind. Man möge sich also einmal ausmahlen, wie viele verschiedene Siliciumverbindungen in unserem Produkt Riffkeramik enthalten sind, welche ja aus natürlichen Gesteinsmehlen produziert wird, welche selbstverständlich keineswegs chemisch "rein" sind. Selbst wenn nur 10% davon ein Löslichkeitsprodukt größer 1 mg/L bezogen auf reines SiO2 haben, hätte man eine Weile zu tun.
    Hier kann man in der Tat Heerscharen von Wissenschaftlern lebenslang beschäftigen, was im übrigen auch weltweit passiert, denn Siliciumdioxid (also Quartz oder Silikat) ist nach Wasser die am meisten untersuchte chemische Verbindung.

    Die Frage ist nur: Was genau soll in diesem Fall denn "wissenschaftlich" untersucht werden? Wenn man in reinstes Wasser irgendeinen Stoff hineingibt, wird sich immer ein dessen Löslichkeitsprodukt entsprechender Teil in diesem Wasser lösen, das ist ein naturwissenschaftliches Gesetz, welches unabhängig davon gilt, ob es jemand untersucht oder nicht und welches wir alle hier, die jemals länger als 1 Jahr dem chemischen Schulunterricht gefolgt sind, kennen.

    Solange man also Reinstwasser verwendet und immer nur wieder Riffkeramik oder andere natürliche Steine, die Silikat enthalten dort hineingibt, wird man es auch messen können.

  • Das nimmt ja Ausmaße an...... :O

    Ich denke, ich muß die Erklärung nicht noch einmal wiederholen, sie steht ja nun schon 2 x im selben thread.

    *edit*
    Sabine Sax, Moderatorin

    Thema Produktion
    wir beziehen seit über 6 Jahren Riffkeramik. Das Grundmaterial ist immer dasselbe, es kommt immer aus der gleichen Grube, habe ich mal gehört... Nur die Art der Beimischung der Mineralien, kann schwanken. So haben wir mal Keramik erhalten, die richtig dunkel gefärbt war. Und auch mit diesem Material, hatten wir keine Probleme. Außerdem : ... die Grundlagen der Riffkermamik sind alles Naturprodukte

    Das hört sich einfacher an als gedacht. Richtig ist, daß das Grundgerüst eine Steingutmasse, also im übertragenen Sinn: Ton ist, die im Tagebau gewonnen wird. Natürlich ist klar, daß die chemische Zusammensetzung nie 100%ig gleich ist, da das Material in einer Grube gewonnen wird und der Bagger sich wahrscheinlich in den letzten 15 Jahren schon ein paar Kilometer weiter bewegt hat...
    Wenn wir dieses Grundmaterial beziehen, fährt hier ein 40 Tonner (Hallo Actros!) auf den Hof randvoll beladen mit 1,2 Tonnen schweren Big Bags. BEVOR das passiert, bekommen wir aus der Grube eine Mischprobe des Gesamtmaterials nebst Analyse. Diese wird unter verschiedenen Bedingungen verarbeitet und danach nochmals analysiert. Erst dann gibt es von uns die Freigabe. Dieses Gesteinsmehl wird dann noch mit Calcium und Magnesium angereichert und in einem Spezialverfahren porös gemacht. Das heißt das diese 25 Big Bags wirklich genau dasselbe Material enthalten. Dann erfolgt der Brennprozess und die Sachen gehen in´s Lager, in letzter Zeit immer mehr direkt aus dem Ofen an den Kunden....
    Das wollen wir ausbauen und darin liegt wohl auch unsere Stärke. Aber innerhalb eines viertel Jahres kann die Zusammensetzung also nicht schwanken.
    Wir haben allerdings auch schon verschiedene Spezialmischungen ausprobiert, z.B. mit höherem Eisengehalt zur Phosphatbindung. Das wäre allerdings ein eigenes Thema.


    Claus:
    Außerdem kann ich Harris nur dazu ermutigen, mal eine detaillierte wissenschaftliche Untersuchung der Riffkeramik durchführen zu lassen, gerade in Hinblich auf das Silikat.
    Außerdem finde ich, das Korallenwelt da auch irgendwie in einer Bringschuld steht ! Transparenz ist hier angesagt !

    Ich wiederhole mich nur ungern: Aber was genau soll "detailliert wissenschaftlich" untersucht werden???
    Ich bin gern bereit, auf alle Fragen so detailliert ich es kann, zu antworten. Wenn ich nicht weiter weiß, bemühe ich mich, spezialisierte Chemiker (Die übrigens keine Meeresaquarianer sind!) um Rat zu Fragen.

    In welcher BRINGSCHULD ich gegenüber meinen Kunden stehe, kann ich nicht nachvollziehen! Ich weiß auch nicht, was solche Unterstellungen sollen. Ich dachte eigentlich, es geht darum, schöne Aquarien zu bauen....

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Korallenwelt !

    Offensichtlich ist es doch so:
    Die überwiegende Mehrheit hat keine Probleme beim Einbringen von Riffkeramik, ein kleinerer Teil vermutet dagegen ein Silikat-Problem und daraus resultierenden Folgeproblemen.

    Liege ich da richtig ? Daher wäre es doch sinnvoll, eine Ursachenforschung zu betrieben. Als nichts anderes sehe ich übrigens diesen Thread !

    Mit meiner provokanten Aussage bzgl. der Bringschuld habe ich wohl etwas übertrieben. Sorry !
    Aber als Kunde wünsche ich mir Produkt-Transparenz - d.h. ich möchte Wissen, welche Mengen an chemischen Verbindungen gehen beim Einbringen einer bestimmten Menge Riffkeramik erwartungsgemäß/durchschnittlich in Lösung ?

    Könnte man derartige Werte nicht über einen einfachen Feldversuch mit folgendem Versuchsaufbau ermitteln ?
    Man nehme zwei identische Aquarien a 100l, befülle eines mit Salzwasser, das andere mit Reinstwasser, und betreibe beide unter den gleichen Rahmenbedingungen (Strömungspumpe, Heizelement, Ort, ...). Dann werden alle wichtigen Wasserwerte gemessen. Nun wird in jedes der Becken die gleiche Menge Riffkeramik eingebracht und über einen Zeitraum von 4 Wochen, in periodischen Abständen, die Wasserwerte erneut aufgenommen. Resultat sind zwei Diagramme, mit den entsprechenden Werten.

    Zitat

    Ich dachte eigentlich, es geht darum, schöne Aquarien zu bauen....


    Genau, und genau deshalb führe ich hier diese Diskussion !

    Gruß,
    Claus

    7 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (4. Januar 2007 um 19:32)

  • Nun, Ursachenforschung muß niemand betreiben, die Dinge liegen klar auf der Hand:

    Gesteine, die natürlichen Ursprungs sind, enthalten Silikat. Bringe ich diese in Wasser ein, werden sich darin, sobald Licht als Energieträger zur Verfügung steht, Kieselalgen bilden. Das passiert täglich tausendfach in unserem Land, wenn es irgendwo regnet und sich eine Pfütze bildet.
    Das Ganze ist natürlich ebenso auf Meerwasser, also unsere Aquarien zu übertragen.
    Ich denke, darüber brauchen wir hier nicht zu philosophieren.

    Claus
    ich möchte Wissen, welche Mengen an chemischen Verbindungen gehen beim Einbringen einer bestimmten Menge Riffkeramik erwartungsgemäß/durchschnittlich in Lösung ?

    Na also: DAS ist mal eine klar formulierte Frage, auf die man eine Antwort geben kann und nicht solche Polemik, wie sie hier im Forum immer wieder auftaucht!

    Die Antwort wird auch gleich mitgeliefert und darüber kann man natürlich vortrefflich dikutieren:

    Man nehme zwei identische Aquarien a 100l, befülle eines mit Salzwasser, das andere mit Reinstwasser, und betreibe beide unter den gleichen Rahmenbedingungen (Strömungspumpe, Heizelement, Ort, ...). Dann werden alle wichtigen Wasserwerte gemessen. Nun wird in jedes der Becken die gleiche Menge Riffkeramik eingebracht und über einen Zeitraum von 4 Wochen, in periodischen Abständen, die Wasserwerte erneut aufgenommen. Resultat sind zwei Diagramme, mit den entsprechenden Werten.

    Das könnte man machen, wäre ein konkretes Experimant mit einer zahlengenauen Aussage.
    Leider ist es mit einem ziemlich groben Fehler behaftet:

    Wenn es um die Messung von Silikat geht, ich denke, wir sollten es zunächst dabei belassen, dann löst sich diese Substanz eben nicht aus einer Gewichtsmenge von x kg, sondern aus einer zur Verfügung stehenden Oberfläche in Quadratzentimeter. Diese identisch zu ermitteln, ist bei handelsüblicher Keramik ziemlich aussichtslos. Es müßten also ein paar exakt gleich große Modelle her. Das könnte man aber bewerkstelligen.

    Als nächstes müßten diese gespült werden, so wie in unserer Bedienungsanleitung angegeben. Auch das kann man experimentell noch einigermaßen exakt machen. Das Problem ist nur:
    Ich schätze, daß in der Praxis 30 % der Kunden die Keramik gar nicht spülen, weil sie sich nicht informieren, weitere 30 % es so lala machen weil der Mensch eben faul ist (ich nehme mich da gar nicht aus!) und vielleicht nur 40 % der Käufer es halbwegs mit dem nötigen Ernst betreiben. Manche wiederum nehmen es (siehe Harris) sogar sehr genau und wässern vorher , manche sogar in Reinstwasser. Inzwischen liegen wir also bei einem Praxisfehler von mehreren 100%!!!

    Nehmen wir mal unser gut und sauber durchgeführtes Experiment, so spielen aber als nächstes beim Aquarianer, und für den machen wir es ja, dessen Rahmenbedingungen (entscheidend sind Strömung, Salzgehalt, Salzsorte, Temperatur)eine ganz entscheidende Rolle. Hinzu kommt, daß dieser sich ja nur für die Kieselalgen interessiert, welche möglichst NICHT wachsen sollen. Dabei kommt es aber ganz entscheidend darauf an, wieviel Stickstoff und Phosphor diesen zur Verfügung steht und welches Licht in welcher Dauer und Qualität.

    Ich denke jeder weiß, was kommt: unser Fehler liegt inzwischen bei mehreren tausend Prozent, gemessen am "theoretschen" Experiment.

    [I]... und aus dem Dunkeln sprach eine Stimmme zu mir: "Lächle mein Sohn und sei froh, es hätte schlimmer kommen können"!
    Und ich lächelte und war froh und ES KAM SCHLIMMER..
    .[/I]

    Diesen Spruch hatte mein Organik Professor für seine Studenten an die Wand genagelt!

    Was will ich damit sagen? Jeder, der mal eigentlich identische Aquarien in einem Kreislauf betrieben hat, kann folgende Erfahrung bestätigen:
    In dem einen Aquarium wachsen Kieselalgen, im nächsten Bryopsis, im nächsten dann Schmieralgen und im letzten überhaupt keine. Alle kriegen dasselbe aufbereitete Wasser, haben die selben Lampen und Pumpen.
    In solchen Augenblicken wird einem dann die Bedeutung langer Versuchsreihen aus der Studienzeit bewußt!
    Ich habe als Meeresbiologe und Forschungstaucher hunderte Experimente gemacht, aber wenn ich wirklich in mich gehe, dann muß ich mir eingestehen, daß sich die Natur doch ihren eigenen Weg sucht.
    Das Thema meiner Arbeiten ist unserer Fragestellung sogar ziemlich ähnlich. Es ging darum, wo und in welchem Umfang sich höhere Algen und Pflanzen (Seegras) in der Ostsee ansiedeln. Ich habe das anhand von Luftbildern und UW Video über drei Jahre dokumentiert und viele Algologen in der Zeit kennengelernt. Die Meinung war einhellig: Niemand kann sagen wann, wo und wieso sich höhere Makroalgen an gleichen Standorten ansiedeln oder nicht - eine "wissenschaftliche" (Was immer sich ein Laie darunter vorstellen mag?!) Aussage war reines Glücksspiel.

    Wir wollen hier aber eine Aussage über einzellige Algen machen, deren Teilungszeit bei unter einer Stunde pro Individuum liegt und sind dabei mit einer ganzen Reihe (siehe oben) Unbekannten konfrontiert.

    Ich will hier niemandem den Mut nehmen, aber ich glaube, die Aussage die wir erhalten würden, wäre selbst für engagierte Aquarianer rein gar nichts wert.

    Aber dennoch bin ich natürlich zu allen Schandtaten bereit...
    Ich denke, daß viel Leute bestätigen, daß wir mit unserer Bedienungsanleitung dem Aquarianer schon deutlich mehr in die Hand geben, als die meisten Firmen und eigentlich auch einen besseren, wenn auch sehr kurzen, Leitfaden, als er in fast allen Büchern zu finden ist.
    Der Schwerpunkt unserer Bemühungen sollte sich nach meiner Meinung, und dieser thread bestätigt das ja nur, darauf konzentrieren, wie wir dem Aquarianer, der anfangs verunsichert ist, die Angst nehmen und einen vernünftigen Leitfaden für den Beginn mit auf den Weg geben. Da bin ich für jeden Rat hier aus dem Forum sehr dankbar.

    Ob Meßwerte da weiterhelfen steht also weiterhin zur Diskussion...

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von K.B.
    Aber muss man ihm deshalb gleich zur Aufgabe unseres Hobby's raten ?


    Habe ich das :confused_face: Ich gab ihm doch nur den eher freundlich gemeinten Rat er solle nochmals überdenken ob dieses Hobby für ihn das richtige ist. Jemand der z.B. bei einer nach 4-5 Tagen noch nicht erfolgten Pumpenreparatur dem Hersteller mit Klage droht oder Riffkeramik wässert bis Labortests (Handelsübliche Tropftests sind ihm hier zu ungenau) keine Spuren mehr anzeigen und darüber noch Unwillen zeigt sollte sich wirklich nochmals überlegen ob er ein Hobby ausüben möchte bei dem vor allem Geduld gefragt ist.

    Zitat

    Wäre es nicht der sinnvollere Weg, Harris zu vermitteln, dass aus dem hohen Silikatgehalt seines Wassers nach Einbringung der Riffkeramik, nicht zwangsläufig eine nicht endende Kieselalgenplage resultiert. Sondern im Gegenteil der Nachweis erbracht werden kann, dass ein funktionierendes MW Milieu entstehen kann.


    Dann vermittel mal :grinning_squinting_face:

    Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin kein Anhänger und Freund von Riffkeramik. Meiner Meinung nach ist LS und gutes totes LS erheblich besser geeignet und sieht viel natürlicher aus.

  • Hi Torsten

    Sorry das ich nicht alles verfolgen konnte.
    Aber mal so unter uns....

    Fragen an den Hersteller sind in den Herstellerboards zu machen. Fragen an die Gemeinde der User sollten dann doch in den freien Boards gemacht werden. Und wie man sieht ist es wie immer.

    Es gibt Pro und contra es wird diskutiert und so schlecht, ausser die Polemik die oftmals betrieben wird, sind die Infos nicht die nun rüberkommen.

    Ich seh es wie Klaus eher differenziert egal ob Fan oder Nichtfan der Keramik.
    Man sollte sich mit allem auseinandersetzen :smiling_face: und sich dann eine Meinung bilden. Schnellschüsse und teils komische Ansichten, wobei man nicht weiss ob wirklich Wissen oder Vermuten dahintersteckt, erschwert gute Diskussionen natürlich. Wobei sie doch auch wieder Denkanstösse geben, oder zumindest geben können.

    Man muss immer nur als User die richtigen Schlüsse ziehen.

  • Hallo Korallenwelt !

    Zunächst einmal vielen Dank für die ausführliche thematische Erörterung !

    Die Problematiken in Hinblick auf eine Versuchsdurchführung waren mir halbwegs bewußt, den funktionalen Zusammenhang zwischen Silikatauslösung und der Oberflächengröße der Riffkeramik hatte ich leider völlig übersehen. Ich hatte vermutet, das bei einer (zeitlichen) Grenzwertbetrachtung lediglich das Volumen der Riffkeramik in Hinblick auf die Lösung eine Rolle spielt.

    Ich möchte nun kurz zur meiner Ausgangsfrage zurückkehrenden, dann den Bogen zu einem (möglichen) theoretischen Versuchsaufbau spannen und schließlich eine These bzgl. des Silikates formulieren. Da ich kein Chemiker bin, möge man mir meine etwas naive Vorstellung nachsehen:

    Gefragt hatte ich also (übrigens schon einmal in einem anderen Thread zu diesem Thema), welche Mengen an chemischen Verbindungen beim Einbringen einer bestimmten Menge Riffkeramik in einem bestimmten Zeitrahmen erwartungsgemäß/durchschnittlich in Lösung gehen ? Diese Fragestellung bezieht sich dabei natürlich auf den Zeitpunkt, bevor irgend eine Art von Absorber-Typ zum Einsatz kommt.

    Präzisieren wir nun den Versuchsaufbau:

    • Man nehme zwei identische Aquarien a 100l, befülle eines mit Salzwasser, das andere mit Reinstwasser (bei gleichem Ausgangswasser)
    • Durch eine Negativ-Form werden zwei identische Riffkeramikabbilder (bzgl. Oberfläche) erzeugt und diese eingebracht
    • beide Aquarien werden unter den Rahmenbedingungen identische Strömungspumpe, identische Heizelement und identische Beleuchtung (jeweils mit gleicher Leistung) betrieben


    Messwerte werden über einen bestimmten Zeitraum, in periodischen Abständen aufgenommen.

    Ähnlich wie beispielsweise in der Informatik, der Elektrotechnik, der Psychologie oder der Medizin, muß es ja auch in der Biologie Methodiken geben, mit denen das Eintreten bestimmter Ereignisse durch Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt werden kann. Insbesondere auch solche statistischen Methodiken, wie etwa der Varianzanalyse/ANOVA, mit deren Hilfe Hypothesen bestätigt oder eben nicht bestätigt werden können (unter einer Wahrscheinlichkeitsverteilung).

    Worauf ich nun hinaus möchte ist folgendes:

    Gibt es möglicherweise einen Grenzwert für die Lösung/Konzentration von Silikat im Wasser, so das bei einer Überschreitung bestimmte Phänomene (Cyanos, ..) mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten ?

    Gruß,
    Claus

  • Hi Claus

    Ich erlaube mir...

    Meiner Ansicht nach nicht wirklich. Es gibt Leute die bekommen bei 0,1 Silicatzufuhr Kieselalgen, andere bekommen es bei 3 oder mehr noch nicht. Ich glaube so pausch. kann man das überhaupt nicht festmachen.
    Es liegt vermutlich an vielen Dingen.

    Aber vielleicht wissen andere mehr wie ich :smiling_face:


    Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe

    Gibt es möglicherweise einen Grenzwert für die Lösung/Konzentration von Silikat im Wasser, so das bei einer Überschreitung bestimmte Phänomene (Cyanos, ..) mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten ?
    Gruß,
    Claus

  • Hallo Robert!
    Ich finde eigentlich gut, wie diskutiert wird und es ist ja ein Thema, was mich ursächlich berührt. Das natürlich auch Kritik dabei ist, kann doch nur gut sein. Wenn ein wenig Polemik dabei aufkommt, kann ich gut damit leben, ich bin alt genug.

    Ich fände es nur sehr interessant, wenn die Leute eine solche Diskussion auch später noch nachvollziehen können, da diese Fragen ja immer wieder auftauchen. Und ich verweise ja gern auf unser Herstellerboard, da sicherlich die Leute die Informationen über unser Produkt suchen, dort auch als erstes nachsehen. Wenn dort auch ein paar kritische Sätze zu lesen sind, ist das doch vollkommen in Ordnung, sonst sieht es ja nur nach Werbung aus.

    Niemand ist perfekt und noch hat keiner eine vernünftige Idee, wie man eine poröse Keramik , welche naturähnliche Eigenschaften (also Calcium und Magnesium enthält)frei von Silikaten zu annehmbarem Preis herstellen kann.
    Wenn es soweit ist, streiche ich freiwillig die Segel und werde wieder Meeresbiologe....
    So lange muß die Welt wohl mit unserem Murks leben... :face_with_tongue:

    Also vielleicht kannst Du es ja in unser Herstellerboard KOPIEREN?

    Claus
    Verzeihung, dafür ist es jetzt zu spät, ich muß erst mal schlafen...

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Ich habe alle OT-Beiträge zum Thema Werbung etc. gelöscht.
    Persönliche Geschichten werden nicht im Forum ausgetragen. Dazu gibt es die PN Funktion.
    Ich bitte jetzt ALLE noch einmal, beim Thema zu bleiben und hoffe auf eine sachliche Diskussion.

    Sabine Sax, Moderatorin

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Oh jetzt fehlt aber mein Statement zu Claus´s Experimentiervorschlag und ich hatte gehofft, der hätte wenigstens literarischen Wert...

    Kann man das noch mal hier reinkopieren?

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo,

    This aquaria is build by us in Macedonia. Use 90% reefceramic, bubble king 250 deuxe, all imported from
    Korlanewellt. It is in operation only 2 months , there are fish and corals. Silicat gone or hardly measured
    in 3 weeks.Rowa is used and carbon as chemical :


  • Yesterday we measured silicate again, exactly 58 days since tank setup, backwals ceramics are 100% algae free,
    maybe small dots of diatom, but no any hair algae , all disapear:


  • Hallo,
    es ist immer wieder intressant zu lesen wie man selbst am Anfang beim Einstieg in dieses Hobby gedacht hat. Mit der Zeit (wenn man es nicht hinschmeist) erschließt sich einem dann Stück für Stück das die meist so simplifizierten Zusammenhänge so demaßen Komplex und Vielschichtig sind das die Formel Messwert1 = Wirkung1 zu selten zutrifft. Klar gerade am Anfang ist man bemüht alles Richtig zu machen und was stellt man fest: Ab einen gewissen Zeitpunkt (der oft schneller kommt als man glaubt) gibt es keine einfachen Zusammenhänge mehr. Jedes AQ ist anders die Grundprinzipien sicher alle gleich trotzdem ist jede Becken Biologie anders und reagiert anders. Silikat ist weder der feind noch freund es steht kommt immer auf die Gesamtheit an. Wo das Silikat herkommt und warum wurde ja schon hinlänglich erklärt. Ich gebe mal ein Beispiel wo auch viele die Nase rümpfen! Da ich viel rumexperimentiere da meines erachtens das der beste weg zumindestens für mich ein einigermaßen sichers Händchen für zusammenhänge zu bekommen habe ich zum Test vor ca. 1 Jahr ein Becken mit Nordsee Sand zu ca. 70% befüllt kein großes ca. 100x40x50 weil ich doch mal wissen wollte was denn so passiert wenn man von den allgemein vorherschenden Trend zu Feinsandigen hoch weiß strahlenden Argonit Sand Becken abweicht. Zumal man bekanntlich mit Nordseesand ja eine extreme SI Quelle einschleusen könnte. Intressanterweise ist es das Becken das bis zum heutigen Tag keinerlei Cyano Probleme hatte ganz im Gegenteil Steine mit Cyano Belägen sind nach einbringen in das Becken kurze Zeit später frei davon. Also denkt man nach und so kommt Theorie 1 zu Theorie 2 usw... Vielleicht liegt es in dem Falle daran weil ich durch den Sand ein wesentlich besseres stabiles Klima durch die eingebrachte Biologie habe als es in anderen Becken der Fall ist. Wie dem auch sei, die Zusammenhängen besitzen soviele Variablen und nur einen kleinen Teil davon können wir eh mit einigermaßen mehr oder minder genauen Messwerten belegen. Mal abgesehen davon das nur wenige ganz grobe Formeln bekannt sind. Und das allerwichtigste ist es der Biologie seine Zeit zugeben sich einzuregelen und nicht immer durch dies oder das Mittelchen die Verhältnisse drastisch zu ändern. Und da es es sch*** egal ob LG, totes LG oder Keramik. Die Ungeduld oder der notwendige Zwang etwas schnell ändern zu müssen kostet intressanterweise das meiste Geld, verursacht die meisten Fehler und Todesfälle. Die Natur hat das bis zum heutigen Tage ohne unser zutun hinbekommen das wird Sie auch in Zukunft. Und darum geht es ja denke ich vielen hier, genau diese Zusammenhänge überhaupt erstmal erkennen und vielleicht Stück für Stück ein bisschen besser zu verstehen. Klar tauchen immer wieder Probleme auf und man ist ja auch heilfroh wenn man meint den schuldigen gefunden zu haben, aber dabei würde ich mal behaupten ist der schuldige in 90% der Fälle man selbst. Dies ist zumindestens mein privates Resümee wenn ich mir so die letzten Monate mit Katastrophen und dementsprechend langen Threads so durchlese und auf der Zunge zergehen lasse. Ausserdem finde ich es Klasse wenn gerade der Hersteller so eine Überschrift stehen läst!!!

    Grus
    Marc

    Einmal editiert, zuletzt von marc (5. Juli 2007 um 11:00)

  • Ich kann damit gut leben und würde keinesfalls behaupten die "perfekte Riffkeramik" zu bauen. Hoffentlich gibt´s noch genügend Verbesserungspotential!

    Dennoch wird man bei künstlichen Verfahren auf Brennbasis nie um das Element Silicium herumkommen, da alle natürlichen Erden genug Silikate enthalten.
    Es kommt eben darauf an, wie man damit umgeht.

    Geduld ist eben nicht gerade eine moderne Tugend, alle wollen immer alles gleich. Wir bauen aber mit einem Korallenriffaquarium einen sehr komplexen Lebensraum mit vielen Zusammenhängen und noch mehr Unbekannten. Das braucht nun mal seine Zeit.

    Es gab ja früher den Trend, die Becken komplett mit Lebendgestein einzurichten, sozusagen von null auf hundert. Das müßte ja theoretisch ganz gut funktionieren. Auch von diesen Aquarien wurden aber die meisten gegen den Baum gefahren, was ich aus eigener Erfahrung damals als Händler noch gut in Erinnerung habe.
    Nur darüber schreibt natürlich kaum jemand, vermutlich weil man keinem die Schuld geben kann...

    Es gibt viele Wege nach Rom und wir beschreiten mit unserem Konzept eben einen davon. Das heißt ja auch nicht, daß der Erfolg zwingend sein muß.
    Es gibt ja auch Leute, die mit einem Bubble King Abschäumer nicht klarkommen - so ist das Leben.

    Ich hatte eigentlich demnächst vor, einen Fred aufzumachen mit dem Thema: Probleme mit Riffkeramik. So kann man sich viel früher über manches informieren, obwohl ich denke, daß in unserem Katalog schon eine einigermaßen gute Anleitung drinsteht, zumindest gemessen an vielen anderen "Bedienungsanleitungen" die es heute so gibt.

    So hat man mal gebündelt Antwort auf einige Fragen. Allerdings behalte ich mir diverse Löschungen vor, damit das Ganze auch verständlich und übersichtlich bleibt, meist artet das etwas aus, dann hilft es auch keinem.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo,

    Here is portion of the same tank after 3 + months, the same portion were chromis and heptus are, in the fotos before.


    regards
    Boris

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