• Hallo miteinander,

    auch ich hätte da mal ein Problem, ein etwas größeres :frowning_face: .
    Es betrifft mein Lieblingsbecken, das große mit 5m³ netto.
    Alle anderen Becken laufen (fast) zur vollsten Zufriedenheit. Es sind 2 getrennte Kreisläufe.
    Ausgehend vor 5 Monaten hatten alle Becken mit insgesamt knapp 10 000 Ltr. aber ein Problem: Asparagopsis, rote Haaralgen. Ziemlich heftig, so dass kein Fressfeind willig war, das Problem auszumerzen. Dazu kamen jede Menge Importe an Steinkorallen, welche mit Dinos infiziert waren.

    Algenmittel verwendet, Problem erledigt.
    Vor nun 3 Monaten pumpte die Dosieranlage am großen Becken sämtliche Spurenelementflaschen auf einmal leer und es begann Asparagopsis wieder neu zu sprießen, die Dinos brachen wieder aus.
    Also selbe Behandlung wie zuvor. Kein WW, das übliche.
    Duirch Absterben der Haaralgen macht sich neben dem PO4 Wert, der von nahe nn auf nun 0,5mg steht auch verstärkt das Cyanowachstum breit; und noch besser, die Dinos vermehren sich in dem Gewölle der abgestorbenen Aspargopsis wie die Karnickel. Die scheinen vollkommene Resistenz gegen Algenex gebildet zu haben. Unter dem Mikroskop jedenfalls zeigten sie mir deutlich ihre Meinung zu meiner Methode ihrer Bekämpfung.
    Ein Tropfen Algenmittel auf den Objektträger beendete das Gewusel aber binnen Sekunden.
    Jedoch leider auch das Leben aller nützlicher Organismen ebenso. :frowning_face:
    Sollte ich nun die Behandlung abbrechen und das Becken neu beginnen? Oder auf die Gefahr hin, dass mehr kaputt geht, die Dosis Algenex erhöhen? (Bin eigentlich eh schon 10% über Empfehlung)
    Die verbliebenen SPS zeigen sich nun nach der langen Behandlungsdauer nicht mehr in bester Verfassung.
    Den Muscheln geht es gut, Seeigel hat es zwischenzeitlich alle gestreckt.

  • Hallo Stefan,

    ich würde nun erstmal daran gehen und die Nährstoffe wieder auf Null fahren und damit den Algen die Basis entziehen - das dauert aber natürlich länger (siehe auch Leserbrief aktuelle Ausgabe der Koralle zum Thema Po4 Depot bei Cyanos). Ich bin persönlich kein Freund von Chemiekeulen und würde die Dosis sicher nicht weiter erhöhen!

    Kompletter Neustart des Beckens mit ausräumen und allem wird sicherlich auch einigen deiner Fische Probleme bereiten und ggf Verluste bedeuten - das wäre es mir nicht Wert.

    Besteht die Möglichkeit nur die am stärksten befallenen Steine auszusortieren? Ich kenne ja dein Becken und denke das das wohl nur sehr begrenzt möglich sein wird.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Stefan ,

    könnte es in diesem Falle nicht vielleicht sinnvoll sein ,doch massive Wasserwechsel mit einem an Spurenelementen armen Salz(wie z. B. Instant ocean) angesetztem Wasser , durchzuführen , um die Wasserwerte wieder ins Ruder zu bringen ?

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (24. Dezember 2006 um 00:41)

  • Hi Stefan,

    ich würde es auch so wie von Peter vorgeschlagen mit Nährstoffarm versuchen. Bei mir hat es
    zumindest die die Dinos innerhalb von nun 4 Monaten dahingerafft. Cyanos sind noch zu sehen aber
    auch drastisch weniger als vorher.
    Mit den Dinos muss ich sagen hatte ich vorher 12 Monate Spass :winking_face:

    Schöne Feiertage wünscht,

    Hans-Jörg

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Kompletter Neustart des Beckens mit ausräumen....

    der Gedanke lässt mich zittern.... :loudly_crying_face: :winking_face_with_tongue:

    wobei ein Neustart auch eine Chance sein kann, Dinge die einem als "störend" oder "suboptimal" aufgefallen sind, zu ändern, zu verbessern oder zu beseitigen.

  • Moin Illja,

    sicher bietet das auch Chancen, aber sind es die Risiken Wert? Ich würde an Stefans Stelle keinen Stein oder Koralle des großen Beckens in ein anderes Becken setzen damit ich die Pest nicht weiter verbreite. Und wo die "kleinen" Fische einsetzen?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • moin, stefan

    ich würde zunächst mal versuchen, ein möglichst großes becken als dsb einzurichten und anzuschließen,
    die abschäumung erhöhen und massiv po4- absorber einsetzen.

    wasserwechsel würde ich unterlassen, da meiner meinung nach jeder wasserwechsel neue nährstoffe(spuries) einbringt.

    das ganze ist natürlich eine roß- kur für das becken und wird einige korallen kosten :loudly_crying_face:

    mfg
    michael

  • hi ,

    das tut mir echt leid , nich schön sowas :frowning_face:

    also komplett neustarten würde ich auch erstmal auf keinen fall, das kostet so viel zeit, energie, arbeit und auch geld und am ende wirst du ja die selben korallen wieder einsetzen und damit wahrscheinlich dein problem wieder ins neu eingerichtete becken zurückbefördern.
    Problem an der sache sehe ich eigentlich hauptsächlich dass du mit dem algenex wahrscheinlich schon viel schaden angerichtet hast , bis die ganze organische materie die jetzt in deinen lebenden steinen verrottet abgeschäumt ist werden einige monate ins land gehen.
    ich würde auch versuchen massiv mit "herkömmlichen" methoden die nährstoffe raus zu bekommen, also po4 absorber (nicht zu viel), stark abschäumen und an ein großes DSB hatte ich auch schon gedacht. Zeolithe wirst du wahrscheinlich schon im einsatz haben ?! aber die zeolithdosis nicht erhöhen, sonst gehen dir noch deine ganzen SPS hops.
    Wasserwechsel würde ich auf jeden fall trotz der spurenelementeproblematik machen, wenn du drei 30%ige WW machst dann sind von deinen 0,5 mg po4 noch 0,15mg übrig ( gleiches gilt für nitrat natürlich )
    Übrigens finde ich Zeostart2 eine gute methode um nährstoffe rauszubekommen, hat eine ähnliche wirkung wie wodka nur (fast) ohne nebeneffekte :winking_face:

  • Hi Stefan,

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Problem: Asparagopsis, rote Haaralgen.

    hast Du darauf mal ein paar Seehaasen angesetzt? bei mir haben sie damit aufgeräumt. Allerdings, die Wasserwerte solltest Du parallel auch in Ordnung bringen

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Zitat

    Original von iXware
    Hi Stefan,


    hast Du darauf mal ein paar Seehaasen angesetzt? bei mir haben sie damit aufgeräumt. Allerdings, die Wasserwerte solltest Du parallel auch in Ordnung bringen

    5 Seehasen wander(te)n im Becken umher, ohne Erfolg....

  • Das ist ja eine schöne Beschehrung...

    Wenn es noch ein 2. Becken gibt, würde ich dort alle Korallen hineinsetzen und den Rest einer vierwöchigen Dunkelphase mit Kohle, Phosphatadsorbern und Silikarbon unterziehen, eventuell etwas flüssiger abschäumen.

    Nach zwei und vier Wochen einen ordentlichen Wasserwechsel mit vernünftigem Salz (Was bitte ist nähr(Spurenelement)stoffarmes Salz???) und dann lanmgsam die Beleuchtung wieder hochfahren.

    Geduld ist gefragt, aber das wäre bei einem kompletten Neuanfang ja auch so!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    Einmal editiert, zuletzt von Korallenwelt (24. Dezember 2006 um 12:57)

  • Hallo Leute,
    bevor ich diesen Thread gestartet habe, habe ich schon alles gedanklich durchgespielt und was möglich war, praktisch ausprobiert.
    Bevor ich im Threadbeginn schon alles schreibe, wollte ich mal alles übergreifende Problemlösungsansätze hören, auf die ich antworten kann. Danke euch.
    Sonst weiß ich mir doch einigermassen zu helfen,
    aber in dem Fall bin ich nun an der absoluten Grenze Die erste Algenex-Behandlung brachte ja den Erfolg. Die anderen Becken laufen wieder prima.
    Nur die 2. Behandlung rührt in dem Becken absolut nicht mehr an.
    Zur Prophylaxe werden derzeit aber auch die anderen Becken wieder Algenex behandelt, denn mikroskopisch machte ich da vereinzelte Dinonester aus, -durch Umsiedlung mancher Korallen. Dort zeigt sich wiederum Wirkung.
    Mit Cyanos als Folgeerscheinung kann ich leben. Die treten immer nach größeren Eingriffen auf und bis jetzt habe ich sie alle ausgesessen.
    Klar ist in dem Becken jetzt massiv Biomasse abgestorben, dennoch arbeitet die Bakterienflora noch immer gut. Das zeigt einerseits der Redoxwert, andererseits die Nitratmessung. Das liegt bei 3mg.
    Der Po4 Wert ist aber von 0,02 auf den jetzigen Wert gestiegen.

    mbb, Matthias,
    als ungewolltes DSB dienen 350 kg Sand. Als Abschäumer werkt der BK500, der nichts mehr abzuschäumen hat, da der Kreislauf Filterbecken/Hauptbecken 14m³/Std. beträgt. Das Becken ist nahezu schwebstoffrei.
    An PO Adsorber hätte ich nun keinen Mangel; da lagert einiges im Keller und wartet.
    Das Wasser ist kristallklar, was eigentlich auch gegen die Massivität des beobachteten Dinobefalls spricht. Das Ausschalten der Strömung und die Beobachtung des Dinobelages bzgl. Wachstum wie im bekannten Mrutzek-Video verläuft auch negativ. Da rührt sich nix. Unter dem Mikroskop sausen sie aber rum, dass einem schwindlig wird.
    Zeolithe habe ich seit langem nicht mehr im Einsatz, da die Wasserwerte keinen Grund zum Einsatz gaben.

    Die Größe der WW ist bei mir das entscheidende Hemmnis. 500 Ltr. habe ich regelmäßig wöchentlich vor Algenex gewechselt. Ehrlich gesagt, stosse ich jetzt an Grenzen der Behältnis-Kapazitäten. Dem läßt sich aber kommende Woche abhelfen.
    Ich müßte nur noch den entscheidenden Punkt erwischen, an dem die Dinos soweit geschwächt sind, dass dieser problemlos möglich ist.
    Silikatzufuhr spielt offensichtlich im Lebenszyklus der Dinoflagellaten keine Rolle, da ich absolutes Reinstwasser zum WW und nachfüllen verwende. Lediglich der durchs Salz bedingte Anteil könnte eine Rolle spielen. Da der letzte WW aber schon 3 Monate zurückliegt, -eigentlich unwahrscheinlich.
    Als letzte große Prüfung kamen nun vor einigen Wochen die roten Turbellarien dazu. 3 Pärchen Synch. ocellatus (Anfang dieser Woche eingesetzt) räumen augenscheinlich ohne Revierkämpfe gut auf.

    Joe,
    heute nacht habe ich die Dosis für eine Wassermenge von 6500 Ltr. gegeben. Das war jetzt vorerst der letzte Gig. Muß nachher mal unter dem Mikro sehen, was es angerichtet hat. Rein optisch gings den Dinos vorher noch gut.
    Manche SPS stehen da wie eine 1; nur gestern merkte ich, dass es jetzt gewissen Acros bereits die Farbe massiv aus dem Geäst zieht. Logische Folge der langen Anwendungsdauer von Algenex, das jetzt auch auf die Symbiosealgen wirkt. Indikator sind da jetzt auch S. hystrix, die sich gestern schlagartig von ihrem Gewebe befreiten.
    In den vergangenen Nächten der Anwendung habe ich den Abschäumer schon außer Betrieb genommen, um der Chemiekeule ihren vollen Rundumschlag zu ermöglichen.

    Peter, Hans-Joerg,
    wie im Thread 'blauer Schwamm/Algenex' geschrieben, war das Becken rel. nährstoffarm. Asparagopsis-Algen können ihren Lebenszyklus unter diesen Bedingungen auf parasitierend umstellen, d.h. sie leben einsteils noch von gelöstem Phosphat, andererseits wachsen sie in lebendes Korallengewebe ein (ich hab die letzten Monate schon Glotzaugen von der Mikroskopiererei bekommen)
    Steine tauschen ist nicht, -wenns Licht auf die untere Lage draufkommt, gehts dort mit Asparagopsis wieder los. Die Sporen lagern.
    Zu den Fischen: da ist alles rund und gesund. Selbst die Leucosternon's kein Pünktchen. UV ist seit einem Jahr aus.
    Die Meter Sarcophyton habe ich als einziges nun vor 14 Tagen (neben toten SPS) entsorgt, da diese massive Auflösungserscheinungen gezeigt hat. 20kg weniger im Becken, die das Wasser belasten könnten.

    Thomas,
    die Verwendung nährstoffarmen Salzes wäre evtl. eine Möglichkeit, einiges wieder ins Lot zu bringen. Wenn ich mir die Acros ansehe, scheint es aber, so seltsam es klingt, an Nährstoffen zu mangeln. Die Acros stülpen ihre Mägen aus.
    Acros werfen ihr Gewebe auch von der Basalscheibe aufwärts. Der niedrige NO3 Wert im Verhältnis zum hohen PO4 spricht dafür. Vielleicht auch nur eine fehlerhafte Einschätzung meinerseits. Andererseits hemmt der hohe PO4-Wert natürlich alle entscheidenden Prozesse wie Kalzifizierung und Stoffwechsel in den Korallen.
    Ich habe gestern nun zum ersten Mal den pH-Wert mittels CaOH2 erhöht, da dieser nun tagsüber auch nicht mehr über 7,8 kam und immer weiter abrutschte..


    Ich habe nun als vorerst letzten Strohhalm neben dem Forum am Donnerstag Preis kontaktiert und das Problem, so weit es ging, eingezirkelt.
    Im abgestorbenen Algenbelag sind zu über 80% schwarze Cyanos. In irgendeiner Weise scheinen Dinos und die Bakterien symbiotisch zu leben.
    Offensichtlich werden nach meiner Mikroskopbeobachtung einige Nematodenarten als (wahrscheinlicher) natürlicher Feind der Cyanos heftigst von den Dinos attakiert. Nach einigen Minuten jedenfalls sind die Nematoden tot.
    Ich bekomme nun erstmal 10 Ltr. Algan in stärkerer Konzentration; -falls das anschlägt und noch was im Becken am Leben ist :winking_face_with_tongue: , wird mit Bakterien wieder aufgebaut.
    Dann back to the roots, Preis-Salz. Das wollte ich schon vor Beginn der Plagen seit langem wieder einsetzen, da ich aus meinen Anfangszeiten nur die besten Erfahrungen damit hatte; mangels Verfügbarkeit in meiner Region aber irgendwie davon abgekommen bin.

    Ich würde ja selbst sagen, ich bin zu bl.öd für MW-Aquaristik. Das ist nun der 3. Supergau innerhalb 3 Jahren in dem Becken (aber alles ohne Fischverlust).
    Das Gegenteil beweisen mir aber die Ableger- und anderen gemischten Becken, die laufen. Eins nach dem anderen. Wasser rein, Steine rein, bisserl warten und besetzen. Bis auf ein paar Wehwehchen und ab und zu etwas an roten Cyanos bei Neubeginn laufen die ohne Probleme.
    Und ich bin wahrlich niemand, der die Finger dauernd in den Aquarien hat. Viel zu faul dazu. Meine Devise: abwarten, die Natur regelt alles von selbst.
    Aber in dem Fall scheint diese überfordert gewesen zu sein und nach dem Chemieeinsatz scheint sie zurück zu schlagen.

    Edit:
    Frank,
    hab ich auch schon im 'Blauer Schwamm-Thread' an dich geschrieben:
    5 frische hungrige Dolabella mit 20cm-25cm wandern wohl offensichtlich über die ewigen Algenrasen im Jenseits. Nach augenscheinlichem vielversprechenden Beginn waren sie nach 5 Tagen nicht mehr gesehen.
    3 sind von Anfang an nur dagesessen und haben nichts gemacht. Fehler beim Eingewohnen/Anpassung ausgeschlossen.

    Korallenwelt,
    mehr abschäumen geht nicht mehr. Düsen am BK sind im Laufe der Behandlung immer weiter ausgedreht worden und der Wasserstand im Schäumer steht bis max. Da kommt absolut nichts an Schaum mehr in den Eimer.
    Wasserumwälzung im Becken selbst liegt bei 250 000 Ltr./Std. Eigentlich ist alles ausgereizt.

    Absaugen der Beläge unmöglich; ein Filz bis zum 'gehtnichtmehr'. Für solche Zwecke hatte ich mir schon vor 2 Jahren einen OASE-Teichschlammsauger zugelegt.
    Nur bei den Asparagopsis holte ich täglich 3 Pfd. (solange sie lebten) aus dem Becken, welche binnen Tagesfrist wieder nachwuchsen. Diese Menge an Masse sorgte von Hause aus für ein nährstoffarmes Mileu.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (24. Dezember 2006 um 13:43)

  • Ich würde da nichts mehr reinkippen. Licht aus, ein paar Adsorber rein und die Sache in Ruhe lassen. Nach einer Woche eventuell Kohlenstoffquelle für Bakterienwachstum zugeben.

    Wer da wen frißt und mit wem "Symbiosen" eingeht, ist doch reine Spekulation. So ein System erholt sich von allein wieder. Ist kein Licht da, haben Algen auch keine Chance, das heißt, die Bakterien erledigen die Sache ganz von allein und entziehen dem System die überschüssige Energie. Deshalb weiter gut abschäumen, dadurch wird die überschüssige Biomasse entzogen.

    Die Kalkalgen überleben das ganz gut. Eventuell nach einer Woche langsam Blaulicht zugeben.

    Viel Erfolg

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Torsten,
    klare Aussage :thup ; Danke.

    Die Dinos sind jetzt das Übel. Ich kann nur das wiedergeben, was ich unter dem Mikro glaube zu sehen. Die Algen dürften Geschichte nach dem Behandlungsmarathon sein.
    Foto von grade eben: das Wasser ist jetzt trüb, dass man die 3m entfernte Scheibe nicht mehr sieht. HQI ist seit 14 Tagen kpl. aus. Ist nur T5-Licht, das jetzt notdürftig erhellt.
    OK, dann werde ich den Adsorber wieder auspacken.
    Früher hätte ich weinen können bei dem Anblick, -seltsamerweise wird man abgebrüht im Laufe der Jahre :loudly_crying_face:

  • hi ,

    finde die idee von torsten ziemlich gut, auch deine tubellarien die sich ja ebenfalls von lich ernähren werden verschwinden.
    aufjeden fall ist das viel sinnvoller als noch mehr chemie reinzukippen ...
    wenn das licht wieder angemacht wird sollten aber trotzdem erstmal keine korallen eingesetzt werden bis sich das system wieder stabilisiert hat, bei 0,5 mg po4 und 3mg no3 gehen dir garantiert auf kurz oder lang praktisch alle SPS ein.
    ... ich versteh ehrlich gesagt garnicht wieso du damit dem chemiezeugs überhaupt angefangen hast :frowning_face: ? du müsstest doch eigenlich wissen das sowas irreparable schäden hinterlässt an den korallen.
    is doch immer das gleiche, die leute haben ne plage , kippen was rein und am ende bleibt nichtsmehr übrig , keine plage aber auch keine korallen mehr.

  • Hallo Stefan ,

    bist Du sicher , das Dein Algenex nicht schon älterem Datums war ? Ich hatte auch mal Probleme bei einer
    wiederholten Anwendung , das kam aber 100 % ig daher , das mein Algenex aus einer älteren , angebrochenen Flasche stammte.Nachdem ich die Dosis erhöhte (was natürlich ein Spiel mit dem Feuer ist), war auch wieder Schluss mit dem Elend.

    @ Matthias

    Ich gehöhre zu den Leuten , die ihr Becken mit allen Insassen durch dem Einsatz von Algenex gerettet haben , allerdings unter Einhaltung der empfohlenen Behandlungszeit , mit Ausnahme der zweiten Behandlung , wo die Wirkung des Mittels durch Alter geschwächt war.Allerdings hatte ich zu damals noch keine SPS
    im Becken , das muss ich dazu sagen , habe aber noch nie gehöhrt , das diese durch eine Anwendung von A.ex(innerhalb des empf. Zeitrahmens) Schaden leiden sollen.
    Was sagen denn die SPS dazu , wenn ihnen das Licht abgedreht wird , wo sie da schon seit 14 Tagen mit weniger haben auskommen müssen?

  • Auf dem Bild sehen aber noch viele Korallen ganz schön lebendig aus?!

    Kann man die irgendwie zwischenlagern?

    Mit kein Licht meine ich übrigens auch K E I N Licht, nicht ein "bißchen" T5!!!
    Nur wenn man die Photosynthese stoppt, werden die Algen von den Bakterien zersetzt, ansonsten können die alle auf Sparflamme weiterleben!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Kein Licht dürfte schwierig werden, das Becken steht in einem Wintergarten wenn ich mich recht entsinne...

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Nur wenn man die Photosynthese stoppt, werden die Algen von den Bakterien zersetzt, ansonsten können die alle auf Sparflamme weiterleben!

    das können die auch ohne licht recht lange, aus eigener erfahrung weiß ich, daß zwei wochen kein problem sind, die sporen/ gewebereste schaffen das vermutlich noch viel länger.

    daher mein vorschlag, restlos alle nährstoffe zu entziehen, das wirkt meiner erfahrung nach besser als lichtentzug, allerdings auch auf korallen :winking_face_with_tongue:

    eventuell, aber das ist nur eine idee ohne eigene erfahrung, zusätzlich die dichte in eine richtung massiv verändern, also z.b. wichtige korallen retten und das becken dann unter massiver filterung/ abschäumung auf 10-15 hochfahren. dürfte für die fische kein problem sein.

    mfg
    michael

  • --- mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit denke ich, dass die Algen hin sind. Halimeda hatte ich ca. einen halben m². Damit ist jetzt auch Feierabend. Die hatten die erste Behandlung überlebt.
    Das sichtbare Gewölle sind eigentlich nur mehr die toten Reste der Haaralgen, welche aber zwischenzeitlich von schwarzen Cyanos durchwebt wurden.

    sicherlich leben noch einige Korallen. Die Überlebenden sind nur vollkommen eingebräunt. Diese Korallen auszulagern-, da hapert es wiederum am Platz. Wären ca. 2 m² dicht gestellt. Alle anderen Becken sind vollgestopft und das Wasser möchte ich eben nicht vers.auen. Das nächste Nachzuchtenbecken mit 4m² ist noch nicht fertig, da das PVC nicht geliefert wird. Wäre praktisch, da es einen eigenen Kreislauf hätte.
    Ich habe heute dem BK jdenfalls noch einen Abschäumer zur Seite gestellt, und 8kg Adsorber sowie 3 kg Kohle eingeworfen.

    Das die Algenex-Behandlung so einigermassen in diesem Becken missraten ist, ist mir ein Rätsel. Die andere Anlage hat das klaglos verkraftet.

    Thomas,
    es waren immer OVP 5 Ltr. Kanister.

    Matthias,
    Asparagopsis hattest du wohl noch nicht als Plage?
    Wenn du genau lesen würdest, -ich bin erklärter Gegner jeder Chemie und schütte eigentlich leichtfertig nichts in die Becken.
    Bis jetzt hatte ich alle Plagen jedenfalls auf biologische Weise bekämpfen können. Glasrosen, Strudelwürmer , Bryopsis, etc., alles kein Problem:-))
    nur das Szenario von Asparagopsis wünsche ich keinem.

    Servus
    Stefan

  • Stefan...
    leerräuimen und neu beginnen. Wenn die Beckenbiologie so verhunzt ist, ist ein Neubeginn die teuerste, aber beste Lösung. Glaub mir, ich habe Leute gekannt, die haben mehr als 10 Jahre mit einer verhunzten Biologie gekämpft und letztendlich doch irgendwann neu begonnen. Wenn ich Dein Wasser sehe, ist mir klar, was bei Dir schief läuft....schau Dir mal meinen alten LS-Thread an... wenn Du´s immer noch nicht glaubst, sprechen wir in 5 Jahren nochmal... :grinning_squinting_face:

    Grüße .. Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • kurzes Update:

    nochmals heftiger Ausschlag des Dinowachstums nach absterben der schwarzen Cyanos (Preis Algan). Die toten Reste der Algen/Cyanoreste-Teppiche lösen sich jetzt auf und das Wasser ist voll von Schwebstoffen.
    Die Dinonester konzentrieren sich aber nur auf einzelne Stellen. Der Boden ist und war schneeweiss.
    Mir machen jetzt nur die Reste des Gewölles in den Korallenstöcken zu schaffen. Da stirbt das Gewebe ab.

    @Klaus,
    Danke für deine ehrliche Meinung 8o.
    ich gebe dir mittlerweile vollkommen recht bzgl. LS /Großbecken.
    Die Plagen hatte ich 2 Jahre. (und schlußendlich biologisch besiegt)
    Das ich dem Becken zum jetzigen Zeitpunkt dennoch wieder eine Chance zum Überleben gebe, mache ich am Redoxwert und gemessenen Wasserwerten fest. Die Bakterienaktivität ist noch immer sehr gut.

    Wenn die zig-Kilo an Fisch nicht wären, dann wäre der Neustart zumindest zum Ende der vergangenen Woche besiegelt gewesen.
    Mittlerweile stehen die Chancen wieder 60/40 nach schlechterer Konstellation die vergangenen Wochen.
    Immerhin öffnen sich nun wieder Lederkorallen.

    Servus
    Stefan

  • Schön geduldig bleiben. Lieber immer mal ansaugen. Preis Algan beseitigt zwar kurzzeitig Cyanobakterien, aber nicht die Ursachen ihrer Entstehung.
    Ich würde es einfach bei ein paar Reinigungsarbeiten belassen und kontinuierlich den Wasserwechsel, wie früher weiterführen.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Schön geduldig bleiben. Lieber immer mal ansaugen. Preis Algan beseitigt zwar kurzzeitig Cyanobakterien, aber nicht die Ursachen ihrer Entstehung.
    Ich würde es einfach bei ein paar Reinigungsarbeiten belassen und kontinuierlich den Wasserwechsel, wie früher weiterführen.

    Hallo Torsten,
    ich bin die Geduld in Person.

    Eine Chance sehe ich nun allerdings, mal 100-150 kg Gestein in einigen Wochen durch einige schöne hohe Riffsäulen zu ersetzen. =); jetzt ,wo gerade das Becken wieder durchzustarten scheint.

    Servus
    Stefan

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