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Fische und hochwertige Korallen sterben

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    • Die Chinesen setzen den probiotischen Ansatz sogar schon bei Korallen (frisch aus der Presse!) ein, das ist schon echt verrückt. Die sind auch dabei, Teile der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu beweisen und werden dann sicher nicht halt machen. Der russische Pilz hat also noch Chancen ... :)

      Es war wohl nie wirklich sinnvoll und freundlich, die TCM auf Nashörner und Seepferdchen zu reduzieren, zumal Bach-Blütentherapie und Homöopathie im Westen ebenfalls hoch populär sind.

      Gruß

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

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    • nicht nur TMC, auch klassische europäische Pflanzen werden verwendet. Bei den RTN/STN Mitteln ist hauptsächlich Hamamelis enthalten, in den amerikanischen Foren nennen die es Wich Hazel, Zaubernuss, ein bei uns ein nicht so verbreiteter Name. Ich hatte mich damit mal etwas beschäftigt, aber es scheint doch so zu sein, dass die Wirkstoffe in der Hamemelisrinde das Korallengewebe positiv beeinflussen.
      Und Wermut soll ganz gut gegen Acroporawürmer helfen, zumindest stört ein Wirkstoff (Thujon?) den Reproduktionszyklus.

      Das Problem bei TMC und co. ist, dass es halt auch viel Unsinn gibt und es meist schwerfällt, das eine vom anderen zu unterscheiden. Aber es ist ja kein Geheimnis, dass viele Pflanzen gut wirkende Inhaltsstoffe wie Alkaloide, Flavonoide usw. enthalten. Kann mir schon gut vorstellen, dass die auch bei Korallen helfen können.

      Grüße

      Chris
    • Hallo Spooner,

      das Nitribiotic enthält probiotische Bakterien und Hefen, das ist richtig. Das ist auch eine der wenigen Anwendungen, wo eine regelmäßige Bakteriendosierung sinnvoll ist. Ansonsten gilt, dass Bakterien, die an entsprechenden Stoffumsätzen im Aquarium beteiligt sind, auch dort wachsen sollten. Bei den Probiotika ist die Wirkung aber unabhängig davon, ob sich die Bakterien in der Umgebung dauerhaft wohlfühlen und etablieren. Deswegen sollte die Wirkung durch regelmäßige Dosierung erneuert werden.

      Ruediger schrieb:

      populär und Schwachsinn!
      ... wollte ich jetzt so krass nicht ausdrücken, aber jeder kultiviert seins ... ^^

      Gruß

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

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    • Hohe Verluste durch pathogene Vibrionen in der Aquakultur von (Speise)
      Fisch und Garnele haben Forschende bewegt, Wege zur Eindämmung dieses
      rasanten und folgenschweren Infektionsgeschehens aufzuzeigen. Siehe auch
      die Links dazu.
      Die erzielten Erfolge sind zwar labormässig bestätigt und
      dokumentiert, erzählen auch darüber, wie oder wo genau diese Konzentrate
      zur Anwendung kamen, aber nicht wo die kommerziellen Hersteller oder
      Entwickler zu suchen sind.
      Theoretisch kann es ja nicht so schwer sein, ein halbwegs gesichertes Produkt auch für die Aquaristik herzustellen.
      Im Falle eines Befalls möchten wir doch alle ungern eine Kräuterhexe kontaktieren. ?(
      Nicht nur beim Thema Probiotic wäre das Anliegen bei Hans-Werner gut aufgehoben. ^^

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • hallo,

      ich meine mich zu entsinnen, dass es zum thema vibrionen im nachbarforum mal eine diskussion über den einsstz von bakteriophagen gegeben hat. kann mich jetzt aber auch irren...
      bezugsquelle waren die ausflüsse von kläranlagen, also da, wo das "gereinigte" wasser rauskommt...
      LG, Sven
    • Hi,

      noch etwas zu der Eisenmangel Vermutung.

      Ich habe 3 Sorten Krusten im Ablegerbecken und die haben sehr schlecht geöffnet und die Polypen waren so gekrauselt oder eingerollt. Das soll ja angeblich ein Eisenmangel anzeigen und pumpende Xenien. Ich habe mir dann extra 2-3 Xenien geholt und sie in ein Glas im Ablegerbecken gestellt. Sie haben wirklich nicht gepumpt und nach der Zugabe von Spuris mit Eisen ging es relativ schnell los. Ich habe dann extra probiert nur eisen und Jod separat zu dosieren als sie wieder nachgelassen haben. Auf Eisen sind sie dann auch wirklich relativ schnell angesprungen. Meist am nächsten Tag. Die Krusten sind auch wieder gut offen. In meinen ICPs hatte ich zu der Zeit auch nicht zu wenig jod, nur kein Eisen.

      Der Gitterdoktor hat auch innerhalb 2 Tagen die Atmung verändert, aber ich wusste halt damals nicht warum. Kann so ein schneller Wechsel bei Vibrionen denn überhaupt passieren bei Fischen?


      Andreas,
      du wirst vermutlich keine Xenien drin haben oder? Hast du Krusten drin ? Wäre es versuchshalber möglich das du Eisen dosierst und die Fische beobachtest ( Verhalten und Atmung? )
      so könnte man vielleicht sehen ob es bei mir Zufall war und vermutlich nichts damit zu tun hat.

      Gruß
      Gruß Spooner
    • Fische und hochwertige Korallen sterben

      Hi,

      könnten Vibrionen Befall und Eisenmangel evtl. zusammen hängen? Im unten verlinkten Artikel geht es um Vibrio anguillarum, welches wohl das am meisten verbreitete marine Vibrion ist, dass zu massiven Ausfällen führt.

      Wenn ich den Artikel richtig verstehe, ist das Vibrion sehr effektiv darin, um Eisen zu konkurrieren und dieses für sich zu beschlagnahmen. Dadurch könnte dann ja evtl. nicht genug für die anderen Organismen zur Verfügung stehen. Vielleicht hilft dann ja deshalb die Zugabe von Eisen?! Sind viele wenns, vielleicht, und evtl.‘s, ich weiß, aber könnte ja einen Versuch wert sein.

      VG, timocean


      pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7366725/


      Gesendet von iPad mit Tapatalk
    • Moin,
      ich könnte grad ko...
      Die ICP habe ich am Dienstag per Prio Brief aufgegeben - heute mal nachgesehen - Vorraussichtliche Zustellung heute - Super oder - DHL ole ole.

      Mit dem Eisen kann ich mal probieren, aber ich warte jetzt erst mal die ICP ab.

      Die Atmung des gelben Doc ist besser geworden.
      Die Korallen stehen von den Polypen her sehr sehr gut. Egal ob Acas oder SPS.
      Die Red Dragon Ableger werden leider wieder von unten her weiß.

      Mal abwarten - Vielen Dank an alle!
      MW-Aquarianer seit seit 9/2003;
    • Spooner schrieb:

      Ich habe mir dann extra 2-3 Xenien geholt und sie in ein Glas im Ablegerbecken gestellt. Sie haben wirklich nicht gepumpt und nach der Zugabe von Spuris mit Eisen ging es relativ schnell los. Ich habe dann extra probiert nur eisen und Jod separat zu dosieren als sie wieder nachgelassen haben. Auf Eisen sind sie dann auch wirklich relativ schnell angesprungen. Meist am nächsten Tag. Die Krusten sind auch wieder gut offen. In meinen ICPs hatte ich zu der Zeit auch nicht zu wenig jod, nur kein Eisen.
      Hallo,

      was heißt "Spuris mit Eisen", was heißt Eisen? Ich nehme mal nicht an, dass Du über dem Becken Nägel gefeilt hast. ... nein, die anderen Nägel.

      Außerdem, Eisen war wohl eher unter der Nachweisgrenze. Für Ozeanwasser werden 0,1 - 2,5 nM, Schnitt 1 nM angegeben, entspricht 5,6 ng bis 140 ng, Schnitt 56 ng oder 0,006 bis 0,14 µg, Schnitt 0,056 µg, siehe auch hier. Wo lag denn die Nachweisgrenze?

      Grüße

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

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    • Hallo,
      die ICPs hab ich bei oceamo gemacht, da ist der Bereich 1-3ûg/l und es war n.n.

      Dosiert hab ich microbe lift chelated Eisen und Grotech B in dem Eisen mit drin ist

      Wie gesagt ob es Zufall war oder nicht kann ich nicht sagen
      Ich weiß auch nicht ob es auf Dauer besser ist oder vielleicht wieder schlimmer wird. Ich habe nun schon Monate damit zu tun.

      Zu dem Zeitpunkt als der Redox tief war hatte ich keine UVC. Das war mit der Messung der letzte Versuch weil ich im US Forum etwas gelesen hatte mit Redox und STN.
      Eigentlich wollte ich fast schon im Oktober das Wasser nach knapp 28 Jahren ablassen und auf Süßwasser umsteigen
      Gruß Spooner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Spooner ()

    • so sah es kurz vor den Problemen aus im Herbst 2019. So lange hab ich damit schon zu tun. 90 Prozent der SPS sind tot. Fische ging es ca Frühjahr 2020 los

      Nach po4 oder NO3 Mangel sahen mir die Korallen so nicht aus. Ende November 2019 ging es mit stärkeren Verlusten (STN) los
      Oft war das Skelett richtig grün
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      Gruß Spooner

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Spooner ()

    • Spooner schrieb:

      Nach po4 oder NO3 Mangel sahen mir die Korallen so nicht aus.
      Naja, im Prinzip, was sieht schon nach Phosphat-Mangel aus? Wie sieht er aus? Die Kombi sinkende Phosphat-Konzentration mit auch nur minimal zu hoher KH lässt die Korallen von unten her langsam absterben während sie oben manchmal voll expandiert sind, eigentlich schon so oder so ähnlich wie bei Andreas.


      Spooner schrieb:

      Dosiert hab ich microbe lift chelated Eisen und Grotech B in dem Eisen mit drin ist
      Chelate sind ja was spezielles, das ist ja nicht einfach sowas wie ein Chlorid oder ein Sulfat. Chelate haben eine mehrzähnige Bindung, die statistisch viel langlebiger ist als ein einfache Ionenpaarbindung oder ähnliches. Dennoch löst sich auch die Chelatbindung vom Metall-Ion, und dann fängt sich der Chelatbildner ein anderes Übergangsmetall-Ion ein, eines was von der Größe und der Zahl der Bindungen passt. Schwer zu sagen, ob da die Wirkung vom Eisen oder vom Chelatbildner ausging.

      Außerdem sind Chelate an sich nicht bioverfügbar. Das Ding z. B. an Eisen-EDTA ist, dass die Bindung im Licht gelockert wird und häufiger zerfällt und im Dunklen neu gebildet wird. Das funktioniert glaube ich über Reduktion des gebundenen Eisen(III) zu Eisen(II), was größer ist, hat ja ein Elektron mehr, und weniger Ladungen und somit Bindungsmöglichkeiten hat. Will man Enzyme, die Übergangsmetalle für die Reaktion benötigen, außer Kraft setzten, badet man sie in Chelatbildnern.

      Aber egal, es ist eine Beobachtung, vielleicht lässt sich die ja reproduzieren.

      Gruß

      Hans-Werner
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    • Hallo,
      es hat doch noch geklappt.
      Hier die Messwerte-seht ihr irgendwo Ansatzpunkte?
      Vielen Dank
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      MW-Aquarianer seit seit 9/2003;
    • Hallo Andreas,

      ich bleibe beim Phosphat. Die Konzentration hat sich mehr als halbiert gegenüber der anderen Analyse, jetzt sehr deutlich unter 0,1 mg/l. Gleichzeitig blaulastiges LED-Licht und relativ hohe Nitrat- und Nickelkonzentrationen wirken verstärkend.

      Bemerkenswert finde ich, dass Nitrat : Phosphat jeweils 100 : 1 sind, wie eingestellt. ^^

      Gruß

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

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    • Ich halte dagegen : Eisen :D

      Die Antwort das po4 zu dosieren ist sobald der Wert unter 0,1 ist, erhält man seit 2-3 Jahren in jedem Forum wenn nur die geringsten Anzeichen von Unwohlsein bei SPS zu sehen sind.

      Ich hoffe das du dein Problem schnell findest und po4 vielleicht die Lösung ist, bei mir hat eine Erhöhung nichts gebracht ausser das die Korallen eingedunkelt sind und die Scheiben richtig grün waren jeden Tag.

      Vielleicht versuchst du eine Eisendosierung bevor du mit po4 startest, ist ja auch n.n.
      Gruß Spooner
    • Spooner schrieb:

      Ich halte dagegen : Eisen :D

      Die Antwort das po4 zu dosieren ist sobald der Wert unter 0,1 ist, erhält man seit 2-3 Jahren in jedem Forum wenn nur die geringsten Anzeichen von Unwohlsein bei SPS zu sehen sind.

      Ich hoffe das du dein Problem schnell findest und po4 vielleicht die Lösung ist, bei mir hat eine Erhöhung nichts gebracht ausser das die Korallen eingedunkelt sind und die Scheiben richtig grün waren jeden Tag.

      Vielleicht versuchst du eine Eisendosierung bevor du mit po4 startest, ist ja auch n.n.

      Hallo Spooner

      Aber in 75% der Fälle zeigt es sich auch, dass Po4 das Problem ist. Leider hält sich der Mythos, dass für SPS die Nährstoffe so tief wie möglich sein sollen, hartnäckig.


      Aber ich bin überzeugt, dass 90% von den Anderen auch auf Po4 zurückzuführen ist.

      Meistens heist es: „vorher war PO4 immer auf 0.03. Jetzt beim Korallensterben sogar 0.1.
      Po4 ist daher vorhanden. Es muss ein anderes Problem sein“

      Ich habe aber mehrfach die Erfahrung gemacht, dass 1-2 Tagen Po4 Limitierung ein mehrwöchiges SPS-Sterben mit sich bringt. Auch wenn der Wert danach wieder gut nachweisbar ist, geht das sterben mehrere Wochen weiter. Ich messe mit dem Reefbot täglich Po4. So konnte ich das nun 3x beobachten.
      Und Jedes mal, sind die durch Limitierung geschwächte Korallen weiter gestorben, auch wenn die Werte wieder top waren und neue Korallen top aussahen uns wuchsen.

      Wenn man aber nur 1x pro Woche misst, kann bei einem tiefen Wert wie 0.03, Po4 unbemerkt für 2-3 Tage 0 sein. Wenn das Sterben anfängt steigt der Wert logischerweise wieder bis man misst. Aber geschwächte Korallen sterben weiter und es wird ein falscher Schuldiger gesucht und vermeintlich auch gefunden.



      Das nur zu meiner Erfahrung mit Po4.


      Ich würde hier Hans-Werner zustimmen.


      Gruss Michael
    • Moin,
      das heißt jetzt also dass ich den Al Adsorber raus hole und die Kh so lasse wie sie ist, bzw. diese sogar noch n bissl fallen lasse-richtig?
      Soll ich sonst noch irgendwas ändern, bzw. mit anderen Elemten, Aminos etc. arbeiten?
      Wasserwechsel beibehalten, oder lieber einen großen pro Woche?
      @Hans-Werner: welche Lichteinstellungen empfehlst du?
      Dankeschön
      MW-Aquarianer seit seit 9/2003;
    • Hallo Michael,
      das ist ein Argument und kann gut sein wenn nur Korallen betroffen sind, wobei ich da auch noch ein paar Einwände hätte. Das ist durch meine Antwort ein wenig vom Thema abgekommen.

      Allerdings sterben hier bei Andreas wie auch bei mir Fische, Garnelen, Muscheln und Korallen. Bei mir sogar über Monate mit po4 Dosierung und mehr Futter usw. usw.

      Daher würde ich hier wirklich an einer anderen Stelle suchen bzw. zusätzlich andere Dinge unternehmen und nicht nur po4 dosieren. Davon stirbt kein Fisch da er jeden Tag Futter aufnimmt mit genug po4 oder hab ich da die letzten Jahre total etwas verschlafen?
      Gruß Spooner
    • Hallo zusammen!

      Wenn mich die Vorschläge und vorläufigen Diagnosen nicht überzeugen, muss ein anderer Weg beschritten werden.

      Warum nicht die Labordiagnostik der TiHo in Anspruch nehmen?
      Für erkrankte Fische ist es das Mittel der Wahl.
      Parallel kann eine Wasserprobe, speziell auf toxische Keime etc. durch ein qualifiziertes Institut geprüft werden.
      Mir ist wohl bewusst, dass diese Methoden nicht für umsonst sind.
      Auf diese Weise kann es aber dazu beitragen, dass entweder die Ursache erkannt oder zumindest andere Vermutungen
      auf Dauer ausgeschlossen werden.
      Die damalige Ursache einer Erblindung einiger meiner Fische ist durch diese Maßnahme entdeckt worden.

      Gruß
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Andreas Kemmer schrieb:

      welche Lichteinstellungen empfehlst du?
      Im Moment würde ich sie so lassen um die Korallen nicht noch mit Anpassung zu stressen. Generell würde ich aber nicht zu viel Blaulicht empfehlen. Keine Ahnung wie die Mehrzahl der Leuchten eingestellt werden, ich würde aber eher 10.000 bis 12.000 K einstellen, nicht höher. aber eher aus Erfahrungen mit HQI abgeleitet.

      Blaue-weißes Licht ist gut aber nicht zu blau. Eher ein Kalt-Weiß als ein kräftiges Blau.

      Gruß

      Hans-Werner
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    • Hans-Werner schrieb:

      Hallo,
      Die gleichzeitige Dosierung von Phosphat und Nitrat halte ich für kontraproduktiv:

      1) Keine Koralle braucht Nitrat. Da würde ich eher Aminos dosieren oder reichlich füttern

      2) Orthophosphat, das "normale" messbare Phosphat, geht bei einem Mangel erstmal ins Gestein und in den Kalksand. Bis dann Phosphat für die Korallen verfügbar ist, hat das Nitrat die Korallen umgebracht. Nitrat macht die Verbrennungen von oben durch ROS
      Moin,
      Hier möchte ich gerne nochmal einhaken. Ich hatte ja auch vor einiger Zeit ein Absterben der Korallen von unten her. Außer das ich mir AEFW eingefangen hatte schien damals eine Nährstofflimitierung vorhanden gewesen zu sein. PO4 war teilweise 0,02, NO3 bei 0,4. Beides gemessen mit Hanna Checker. Ich habe dann P+ und N+ dosiert. Seitdem kann ich den PO4 bei ca. 0,1 halten ( hatte vor kurzem einen Sprung auf 0,6 für den sich keine Ursache fand) , aber der NO3 ist nach wie vor bei < 1. Bezieht sich die o. g. Sinnlosigkeit ausschließlich auf die Dosierung von NO3, oder auch von N? Von der in diesem tröt ebenfalls empfohlenen Dosierung von Aminosäuren wurde mir damals abgeraten. Ich habe aktuell eine KH von 8,4, diese ist, nach dem, was ich hier gelesen habe zu hoch für ( sehr ) niedrige PO4 Werte. Aktuell habe ich Acros, bei denen das Absterben von unten nach oben weitergeht. Bei einer Neuerwerbung werden die betroffenen Korallen aus dem Becken mitbehandelt, ohne dass sich wieder AEFW gezeigt hätten. Beleuchtung ist eine Straton mit den Einstellungen von Jörg Kokott auf 80% in einer Höhe von ca. 15 cm über der Wasseroberfläche. Neue Korallen machen sich meistens recht gut, fangen aber nach einer Zeit an, dieselben Probleme zu entwickeln, wie die im Becken befindlichen. Die LPS stehen eigentlich durch die Bank gut da. Ich fasse einmal zusammen: PO4 weiter dosieren mit dem Ziel ca. 0,1, N+ durch Aminosäuren ersetzen, Beleuchtung erstmal so lassen, evtl. mehr füttern ( ist bei den Anglern etwas schwierig, da die ja als Lauerjäger nicht so viel Energie verbrauchen). Spuris ( TM A+K ) zunächst einmal so lassen, neue ICP geht diese Woche noch raus. Habe ich etwas vergessen? Dann bitte gerne weiteren Input.

      P. S. : Entschuldigt die blöde Frage, aber was ist ROS?
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Hi Stefan,

      das solltest du als Mediziner im Physicum gehabt haben :D
      ROS = reactive oxygen species, auf deutsch sagte man früher "freie Sauerstoffradikale".

      Sie können Zellstrukturen und organische Stoffe in Zellen zerstören.

      Diese bilden sich vor allem (aber nicht nur) bei hohen Lichtstärken zum Beispiel in Pflanzenzellen (im Photosysnthese-Apparat).
      Die kommen aber auch in anderen Zellen vor, vor allem, wenn diese Strahlung ausgesetzt sind (also immer fein Antioxidantien futtern, wenn ihr in die Sonne geht, verhindert Hautalterung und Krebs!).

      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Moin Rüdiger,
      Weißt Du, wann mein Physikum war? 1990! Ich bin froh, wenn ich noch weiß, was es heute zum Frühstück gab :D . Vielen Dank für die Erläuterung :thumbsup: .
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • muschelschubser schrieb:

      Moin Rüdiger,
      Weißt Du, wann mein Physikum war? 1990! Ich bin froh, wenn ich noch weiß, was es heute zum Frühstück gab :D . Vielen Dank für die Erläuterung :thumbsup: .
      Übrigens, als wir den Biochemie Prof. fragten, was im mündlichen Physikum wohl dran kommen könnte sagte er wörtlich : Photosynthese brauchen Sie nicht lernen! Ich bin also exculpiert :D :P
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Nee, war an der MHH in Hannover :P .
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Öhm, gibt es außer Bemerkungen zu meinen biochemischen Wissenslücken noch ernst gemeinte Beiträge zu meinen weiter oben erwähnten Fragen?
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
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      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      auf der Nährstoffseite dürfte es passen. Nitrat 0 habe ich auch, schon immer, das ist nicht weiter schlimm. Ich habe mal eine N-Doc Analyse bei Triton machen lassen, da sieht man dann ob genügend Stickstoffverbindungen vorhanden sind. Ich habe mal gelernt, dass Stickstoffmangel erst nach langer Zeit zum Absterben führt, meist sind die Polypen noch vorhanden, werden aber hell/weiß.
      Bevor du jetzt weitere Mittel dosierst würde ich eventuell mal so eine N-Doc Analyse machen lassen.

      Ich hatte zweimal RTN/STN, also das schnelle und langsame Absterben von SPS von unten her. Bei mir war es Mangel an Phosphat und zu geringe Strömung. Das hat aber nicht sofort aufgehört, nachdem die Werte wieder im Rahmen waren. Leider war das auch ansteckend.
      Zwar war Phosphatmangel der Auslöser, aber es scheint auch eine Art Krankheit zu sein bzw. spielen da auch so kleine Tierchen eine Rolle, die das geschädigte Korallengewebe immer weiter anfressen.
      Geholfen hat damals nur das Fragmentieren, so dass nur gesunde Bereiche zurück ins Becken kamen. Einmal habe ich eine kleine Stelle nicht großzügig genug geschnitten und prompt ging es wieder los.

      Was allerdings schon seltsam ist, dass neue Korallen nach einiger Zeit die gleichen Symptome zeigen, das war bei mir nicht so.

      Die Geschickte mit den Vibrionen konnte ja auch nicht aufgeklärt werden, oder?

      Grüße

      Chris
    • muschelschubser schrieb:

      Bezieht sich die o. g. Sinnlosigkeit ausschließlich auf die Dosierung von NO3, oder auch von N?
      Hallo Stefan,

      es bezieht sich, das mit den ROS, ausschließlich auf das Nitrat.

      Eine Diss aus Florida erklärt das, für mich plausibel und nachvollziehbar, so:

      Nitrat produziert bei der Assimilation ROS. So weit, so simpel. Nitrat ist ein starkes Oxidationsmittel, klar.

      Ammonium (ersatzweise wohl auch Aminosäuren) und Phosphat unterstützen die Reparaturmechanismen, die die ROS-Schäden reparieren. Soweit die Diss.

      Außerdem ist Ammonium eine alternative Stickstoffquelle. Hat die Koralle ausreichend Ammonium zur Verfügung, braucht sie erst gar nicht oder kaum auf das Nitrat zurückzugreifen und es zu assimilieren.

      Wenn man jetzt 1 + 1 zusammenzählt, ist Nitrat bei sonstigem Nährstoffmangel besonders ungünstig. Bei akutem Nährstoffmangel also lieber kein Nitrat dosieren.

      Gruß

      Hans-Werner
      unbequeme Wahrheiten

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    • Hallo,
      was soll ich sagen.
      Es scheint aktuell bei den SPS zu stagnieren.
      Leider löst sich jetzt meine schöne moselaya vom Rand her auf.
      Ich schicke mal Bilder.
      Po4 liegt bei 0,06
      No3 bei 5
      Kh bei 6,8
      Molybdän habe ich jetzt auch angehoben.
      Wachstum ist sehr gering trotzdem fällt die Kh und Ca.
      Fische sind soweit fit.
      Die 3 Fahnenbarsche haben es leider nicht geschafft.
      Die Doc´s stehen soweit - bilde mir aber ein, dass die Atmung erhöht ist.

      Keine Ahnung mehr - und dsa nervt.
      Spiele mit dem Gedanken noch das Lich zu wechseln...
      MW-Aquarianer seit seit 9/2003;
    • hallo andreas,

      die beleuchtung hattest du von anfang an? den schiefstand aber nicht? warum willst du dann die beleuchtung ändern? ich bezweifle, dass das der grund ist. vor allem vor dem hintergrund, dass auch deine fische betroffen sind. denen dürfte das licht relativ schnurzz sein.

      deine wasserwerte sind soweit i.o. die auffälligkeiten von der ersten icp waren in der zweiten schon beseitigt (kupfer etc.). und vergiftung hattest du glaub ausgeschlossen.

      das zusammengenommen lässt mich immer weiter richtung vibrionen vermuten. es bleibt ja auch nicht mehr viel übrig.

      frage in die rund: kann man in der richtung bakterielle oder virale parasiten eine vernünftige diagnose versuchen?
      LG, Sven
    • argonaut schrieb:




      Ich hatte zweimal RTN/STN, also das schnelle und langsame Absterben von SPS von unten her. Bei mir war es Mangel an Phosphat und zu geringe Strömung. Das hat aber nicht sofort aufgehört, nachdem die Werte wieder im Rahmen waren. Leider war das auch ansteckend.
      Zwar war Phosphatmangel der Auslöser, aber es scheint auch eine Art Krankheit zu sein bzw. spielen da auch so kleine Tierchen eine Rolle, die das geschädigte Korallengewebe immer weiter anfressen.
      Geholfen hat damals nur das Fragmentieren, so dass nur gesunde Bereiche zurück ins Becken kamen. Einmal habe ich eine kleine Stelle nicht großzügig genug geschnitten und prompt ging es wieder los.


      Die Geschickte mit den Vibrionen konnte ja auch nicht aufgeklärt werden
      Damals, so geschehen, auch bei mir.
      Ich hatte meinen "Unfall" mit dem Zeolith ja mehrfach beschrieben.
      Ursache der Infektion war das Verschwinden von Phosphat.
      Symptome sind bekannt.
      Desweiteren das Auftreten vom Schwächeparasiten Helicostoma. Der Schleim war deutlich sichtbar. In Situationen, wo kein Schleim (oft am Fuss der Koralle) zu sehen ist, koennen durchaus Vibrionen mit im Spiel sein.
      So wird es auch beschrieben.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Moin Hajo,
      Da ich meine Korallen ja mit Coral Rx ( Zitronenöl) behandelte, stelle ich mir die Frage, ob das bei Vibrionen überhaupt helfen würde. Wäre es besser, betroffene Korallen mit PVP-Jod zu behandeln? Und wenn ja, welche Konzentration sollte man verwenden ( ausgehend von Betaisodona Lösung)?
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      4-5 Tropfen auf 1l Beckenwasser wird als Kurzbad (Schwenken) empfohlen.
      Fertigprodukte, wie z. B. "The Dip" von FM tun es wohl auch.

      Bei diesen diffusen Symptomen ist ein Jodbad nicht verkehrt.
      Bei mir war es damals eindeutig ein Helicostoma-Befall der geschwächten Korallen. Fische wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Im Gegensatz zu den Vibrionen vor einigen Jahren.
      Herausnehmen und dippen ging nicht, da die Stöcke viel zu gross waren und ausserdem mit dem Gestein in Blöcken fest verwachsen.
      So blieb mir nichts anderes übrig, als die geleeartigen Substanzen an den Korallen permanent abzusaugen und die bereits abgestorbenen Korallen per Säge und Zange zu entsorgen.

      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)

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    • Moin Hajo,
      Danke für Deine dezidierte Antwort, damit kann ich etwas anfangen. Das Zitronenöl im Coral Rx ist zwar gut gegen alle möglichen wirbellosen Schädlinge, aber die Wirkung auf Bakterien halte ich nicht für gegeben. Bei " The Dip" sind mir die Inhaltsstoffe schleierhaft, daher auch nicht meine erste Wahl. Aber mit der Jodlösung in der von Dir genannten Konzentration werde ich es mal probieren. Irgendwo in diesem Medizinerhaushalt wird doch noch ein Fläschchen Beta-Lösung zu finden sein :D .
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      Bakterien, die sich auf geschwächten Korallen vermehren, kommen durchaus
      unmittelbar als Krankheitserreger in Frage, insbesondere dann, wenn
      eine Schwächung des Immunsystems vorliegt.
      Vibrionaceae (Vibrio etc) finden wir u. a. im Wasser und demzufolge auch im Darm von z. B. erkrankten Fischen.
      Inwieweit es bei dem Korallenproblem tatsächlich zu einem echten Bakterienbefall gekommen ist, bleibt vage.
      Möglicherweise kann ebenfalls ein antibiotisches Kurzbad helfen.

      Gruß

      Hajo
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