Hallo,
ich habe seit meinem Einstieg in die Meerwasseraquaristik eigentlich immer Amphiprion percula oder ocellaris in meinen Becken gehalten. Anfangs waren es natürlich stets Wildfänge, die schnell nach dem Einsetzen eine Symbioseanemone - meist Stichodactyla- aufgesucht haben. Nur haben sich diese Anemonen damals nicht sehr lange gehalten und mit dem Nachsetzen habe ich bald aufgehört, da ich keinen sinnlosen "Verbrauch" wollte und auch bald Korallen in den Vordergrund traten. Die nun "wohnsitzlos" gewordenen Anemonenfische lebten auch so munter weiter und wurden oft uralt. Ein einzelner späterer Versuch nach ein paar Jahren mit einer nachgesetzten Anemone hatte das erstaunliche Ergebnis, dass diese Anemone (auch eine Stichodactyla) ignoriert wurde, obwohl teilweise noch die gleichen Fische im Becken waren.
Später kamen dann nach einem Gau mit Fischverlust echte und falsche Clownfische aus Nachzucht ins Becken. Stichdactylas kamen nicht mehr hinzu, aber zweimal Kupferanemonen, welche wieder ignoriert wurden. Nach meinem kürzlichen Fischverlust durch eine Störung während einer Reise habe ich zwei recht kleine A. ocellaris ins Becken gesetzt und kurz darauf eine Kupferanemone. Wieder gleiches Ergebnis. Wenige Tage später zwei weitere A. ocellaris aus der gleichen Zucht. Und siehe da, nach ein paar Tagen hat sicher erst der ein Spätzugang und kurze Zeit auch der Zweite der Anemone angenähert und hält sich nun viel darin auf. Aber die beiden ersten Zugänge denken absolut nicht daran!!!
Da stellt sich die Frage, ob nun eine natürliche ererbte Veranlagung oder das Erlernen maßgeblich ist. Ein klarers Ergebmis sehe ich nicht. Was sind eure Beobachtungen?
Gruß
Bernd
