Plug / Korallen Standhilfe

  • Hallo Chris,

    hier ist auch einer:

    Plug Holder
    Unsere Plugholder, mit einem Durchmesser von 4 cm, sind die perfekte Wahl für Aquarienliebhaber und Meeresaquarien. Ihr könnt diese Halter in eueren…
    dreamreef-corals.com

    Wenn es nicht nur vorübergehend sein soll, dann kann der Zapfen auch einfach abgekniffen werden.

    In Anbetracht der ganzen "Dippen?" Debatte vielleicht die Koralle ohnehin ohne Substrat einkleben.

    VG


    Elisabeth

  • Hallo Elisabeth,

    danke, das wäre dann die kaufbare Alternative, sofern man keinen 3D Drucker hat.

    Ich drucke relativ oft etwas. Der riesen Vorteil ist, dass man es individuell abmessen und gestalten kann. Oder man greift auf schon gemachte Vorlagen zurück, wie beim Beispiel oben.

    Ich denke, die wenigsten haben einen 3D Drucker. Aber für alle, die einen haben, fände ich es ganz nett, wenn sich die Sammlung hier vergrößern würde.

    Grüße

    Chris

  • Gibt es beim 3D Drucker auch nicht unterschiedliche Kunststoff-Materialien die man einsetzen kann?
    Müsste hier für diese Standhilfe nicht geeigneter Kunststoff verwendet werden?

    Was nimmt man denn da am besten?

  • Ja, gibt es. ABS (nicht alle), PETG und natürlich PLA. Ich drucke ausschließlich mit PLA, das ist halt sehr einfach zu drucken. PLA ist kompostierbar, ungiftig und hält auch lange. Wobei es auch nicht für die Ewigkeit ist, wenn man zu dünn druckt bricht es nach ein paar Jahren.

    Aber sofern es nichts tragendes ist, ist das kein Problem. Bei tragenden Teilen (meine Hybridlampe liegt auf vier gedruckten Ständern auf) muss man halt mit hoher Füllung drucken.

    Grüße

    Chris

  • Wenn die Sachen ins Aquarienwasser sollen ist PETG so ziemlich das einzige sinnvolle Material, alles andere wird bald mürbe und/oder gibt Sachen ans Wasser ab. Ist nicht so einfach zu drucken wie PLA. Aus PLA drucke ich die ganzen Halter, mit denen ich Controller und Netzteile an die Wand befestige.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Danke Sandy, das kann ich auch so bestätigen. PLA unter Wasser hält zwar eine Weile, wird aber irgendwann spröde. Klappt das Drucken bei dir mit PETG ohne Probleme? Ich habe vor Jahren mal versucht für eine andere Anwendung TPE oder TPU (gummiartig) zu drucken, das war furchtbar. Seitdem habe ich gelassen mit anderen Materialien, da jeder PLA Druck perfekt klappt.

    Wobei ich auch selten etwas für Unterwasser drucken muss. Höchstens mal einen Futterring, der halb im Wasser hängt.

    Grüße

    Chris

  • PETG habe ich noch nicht ausprobiert, nur PLA und ABS. Wobei ABS schnell verzieht und ziemlich stinkt. Ich hatte zuerst Lichtrasterplatte ausprobiert für kleine Korallen, der Halter mit Saugnapf war aus PLA, das hält ein paar Monate, aber dann kommt die Zeit, wo die Teile relativ schnell brechen an den seltsamsten Stellen.

    Mein Drucker hat kein Gehäuse, soll PETG aber gut verarbeiten, ich werde mal einen Druck ausprobieren zum Testen.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Ich würde für Teile, die ins Wasser kommen, kein PLA verwenden. Das Material kann über etliche Jahre verrotten und es ist mir zu unsicher, was dabei ans Wasser abgegeben wird. Alles, was mit Salzwasser in Verbindung kommt, drucke ich mit PETG. Ich habe eine komplette neue Ausström-Düse für die RFP in PETG gedruckt, und die tut es problemlos seit fast zwei Jahren. Außerdem Springschutz-Aufsätze für den Ablaufschacht, Schlauchhalter für das Technikbecken, und mein Korallenhändler druckt sogar Plugs aus PETG.

    Du musst am Drucker am besten ein eigenes PETG-Profil erstellen, damit alle Parameter passen und du schnell zwischen PLA und PETG umschalten kannst. PETG muss viel heißer gedruckt werden (ca. 240°C), schau mal auf die jeweilige Filamentrolle bezüglich der Herstellerangaben. Außerdem musst Du eventuell etwas am Retract und an der Druckgeschwindigkeit verändern, um saubere Drucke hinzubekommen. Ich drucke mittlerweile PETG in der gleichen Qualität wie PLA. Und das mit einem absouten Billigdrucker (Anycubic i3 Mega S). Viel Glück!

    Viele Grüße

    Timo

  • Der Bericht ist zwar schon ein wenig älter, aber wie habt Ihr das Problem mit dem Auftrieb gelöst?

    Viele Grüße

    Michael

    Albert Einstein hat einmal gesagt: "Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden."

  • PLA ist wirklich nicht meerwasserfest. Es wird von Bakterien angegriffen und langsam aber sicher biologisch abgebaut. Schädliche Neben- oder Endprodukte sind mir nicht bekannt.

    LG Burkhard

  • Definitiv NUR PETG für den Einsatz im MW Aquarium verwenden. PLA "verliert" chemische Zusatzstoffe bei Einwirkung von Salz, wird spröde und bricht irgendwann. Welche Stoffe entstehen und austreten müsste ich recherchieren. Das ist Chemie! PETG ist Lebensmittelecht und das geeignetste Material. Mann kann sollte man aber nicht - ist wie bei einem Laser: Man kann damit Schallplatten gravieren / schneiden - es entsteht aber bei thermoplastischer Bearbeitung Salzsäure ❗❌❗❌

  • Kann mich den Vorrednern nur anschließen.
    Habe 3D-Druckteile aus PETG (schwarz) seit über 1.5 Jahren im MWA und bis dato sind die Teile immer noch formstabil und jede ICP (auch ICP MS) war unauffällig.
    Drucktechnisch ist das Material zwar etwas heikler, aber das Endergebnis ist mechanisch sehr stabil, trotzdem flexibel und trotz x-mal abschrubben z.B. der Pumpenhalter hat sich da noch nie etwas abgelöst o.ä.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Hallo zusammen,

    habe ich aus dem Nachbarforum "geklaut". Könnte für den einen oder anderen ganz geschickt sein.

    https://www.thingiverse.com/thing:5539031

    Moin, sowas habe ich letztens bei mir gefunden, ich meine es sind so 6stück da.. braucht jemand sowas? Plugs lagen meine ich auch noch dabei. Gerne melden. Sind sogsr noch im Tütchen die Teile.

    VG Tina

  • PETG sollte im MW stabil sein. Allerdings hat man schon PET-abbauende Bakterien gefunden.

    Ja, normales PET kann u.U. biologisch zersetzt bzw. abgebaut werden. Daher nimmt man PET-G zum Druck solcher Bauteile da hier das PET in der chemischen Anreicherung mit Glycol modifiziert wird. Daher ist PET und PET-G nicht das Gleiche.

    KI generiert:

    PET ist ein Standardkunststoff (wie für Getränkeflaschen), während PETG (Glykol-modifiziertes PET) eine verbesserte Variante mit mehr Flexibilität, Schlagfestigkeit, Transparenz und besserer chemischer Beständigkeit ist, was es ideal für funktionale 3D-Druckteile macht, die stoßfest und hitzebeständiger sein müssen als gewöhnliches PLA. Der entscheidende Unterschied ist das hinzugefügte Glykol im PETG, das seine amorphen Eigenschaften verstärkt und das Drucken erleichtert.

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