Posts by Burkhard Ramsch

    UV-Leuchten mit dem Plus an Leistung zur Bekämpfung von Algen, Bakterien und Parasiten


    UV-Desinfektionsanlagen bestrahlen alle Bakterien, Viren, Einzeller, die durch das System gepumpt werden. Die UVC-Strahlen schädigen die DNA der Keime und führen nach kurzer Zeit zum Absterben. Algen- und Bakterienblüten werden schnell durch die UV-Behandlung beendet. Die Anzahl von Krankheitserreger wird signifikant gemindert und unterstützt so die Fischgesundheit. Die UV-Leuchten-Serie von AquaCare gibt es in den Leistungsstufen 6 W, 25 W, 55 W und 165 W. Der schwarze PE-Körper ist nahezu unkaputtbar und nimmt die Quarzröhre auf, in die die UV-Lampe einfach gesteckt wird. Der Lampenwechsel ist durchführbar, ohne dass die Wasseranschlüsse gelöst oder die Zulaufpumpe abgestellt werden müssen. Das Gehäuse wird innen durch eine UV-stabile Spezialreflektionsfolie geschützt, die sogar die Wirkung erhöht. Das System kann senkrecht oder waagerecht installiert werden. Auch gibt es HangOn-Halter zum Anhängen an das Filtersystem oder Aquarium.


    UV-Leuchten in drei Größen


    UV-Leuchte für das neue BasicHangOn 25 Komplettfilterbecken

    dass mit der Zeit eine Pufferkapazität aufgebaut wird und der KH dann über den Tag nicht mehr schwankt.

    Pufferkapazität wird hautpsächlich aus Carbonat & Hydrogencarbonat aufgebaut, die je nach pH-Wert sich ineinander umwandeln. Der KH schwankt auf jeden Fall, denn tagsüber wird Puffer verbraucht und nachts nicht. Ein Hersteller von einem KH-Messsystem berichtete mir, dass einige seiner Kunden sich beschwerten, dass der Analyser schwankene Werte ausgibt. Er hat lediglich korrekt das gemessen, was im Aquarium passiert.

    Alle hohen Abschäumer-Bauformen können prinzipiell direkt zurück in das Aquarium fördern (hätte jetzt gern ein Foto eingebunden; ist aber leider Werbung). Die einzige Voraussetzung ist, dass das Ablaufrohr des Abschäumers über der Oberkante des Aquariums liegt. Die allermeisten Dispergatorpumpen sind jedoch zu schwach, um hohe Modelle antreiben zu können. Injektor- bzw. Holzausströmermodelle sind da besser einsetzbar.

    Lärm: Dispergatorpumpen halte ich nicht für wirklich leise. Trotz Schalldämpfer nerven mich die Typen - zum Glück bei uns nur im Technikum. Eine leise Luftpumpe (die auch JWD stehen kann) und eine gute Energiesparpumpe sind in meinen Augen die leiseste Lösung.

    Eine Möglichkeit mit nur einer Pumpe wäre ein injektorbetriebener hoher Abschäumer. Damit lässt sich die komplette Filtertechnik betreiben inkl. des Zulaufs für Nebenaggregate wie Kalkreaktoren, Phosphatstufen und Deni-Systeme.

    Wenn der pH-Wert so einfach einstellbar wäre. Es gibt zu viele Rädchen, die gedreht werden können.

    Das Puffersystem kann im Extremfall aus sehr unterschiedlichen Faktoren bestehen: CO2/Hydrogencarbonat/Carbonat, organische Säuren, Phosphat und mehr.

    CO2-Eintrag: Raumluft durch Abschäumer (CO2-Konzentration, Luftleistung, Effektivität), Kalkreaktor, unschöne Vorgänge im Bodengrund und schlechte lebende Steine, Besatzdichte an CO2-produzierenden Organismen (Fische, nachts Korallen).

    CO2-Verbrauch bzw. -Austrag: Abschäumer, Besatz autotropher Tiere und Pflanzen, Strömung, Lichtquantität und -qualität.

    Organische Säuren: Bodengrund, Futtereintrag, Zusammensetzung der Mikroorganismen, Ozon, Redox, Strömung.

    Und die vielen Möglichkeiten am pH bzw. KH zu spielen: Kalkreaktor, Kalkwasser, Carbonat, Hydrogencarbonat und viele mehr.

    Eine Methode, die unweigerlich zum Erfolg führt, klingt eher wie ein Märchen oder wie Versprechen der rechten Rattenfänger. Wir müssen leider ausprobieren - aber bitte nicht alles auf einmal - und genau festhalten, was dadurch wirklich passiert. Im günstigsten Fall ist dann die Methode für das eigene Aquarium gefunden. Aber auch das kann sich im Laufe der Zeit ändern...

    Licht war und wird immer der wichtigste Faktor für Korallen sein. Die Korallenaquaristik konnte sich erst durch die Einführung starker Lichtquellen, damals HQI, entwickeln.

    Bild 2 links: das sind Süßwasser-CO2-Reaktoren. Viel Bio wird da nicht wachsen. Die Füllköper sind als Kolonne gedacht. Genauso wir rechts im Bild die CO2-Stufe des Turbo-Kalkreaktors. - Man kann diese Füllkörper auch als Biofilter verwenden, dann aber in erheblich größeren Filtern, damit die Oberfläche stimmt.


    Kunterbunt in den Interzoo-Hallen: war schon immer so, wird auch immer so bleiben - die Hallen müssen ja voll wirken, von Leuten, die einfach nur 500 m durchstürmen zum nächsten Highlight. Wir und andere Hersteller haben sich schon seit Jahren beschwert. Die Messe meint: die Leute wollen das so. - In meinen Augen eine krasse Fehleinschätzung.

    Eine Angabe für alle Fische ist nicht möglich.

    Die Lebensweise, ob Freiwasserschwimmer, Korallenfisch, Bodenfisch, etc. müsste mit in die Betrachtung genommen werden. Einem Bodenfisch ist es vollkommen schnurz, wieviel Wasser über ihm ist. Die Fläche, die er bearbeiten möchte, ist erheblich aussagekräftiger.

    Aber irgendwo muss man ja anfangen. Wenn sich Anfänger VORHER informieren, ist das schon mal ein Fortschritt.

    Wenn man so viele Dinge verändert, sind die Auswirkungen kaum vorherzusagen.

    Bodengrund reinigen: kann Nährstoffe freisetzen.

    Ob der Verbrauch an KH und Ca stabil geblieben ist, kann kaum beurteilt werden, wenn Du an so vielen Schrauben gedreht hast (Kalkwasser, pH-Wert, Dosierung).

    Du musst auf jeden Fall ein neues Gleichgewicht wieder finden. N und P sollten sich wieder beruhigen.

    Nach einigen Jahren Pause haben wir dieses Jahr mal wieder auf der Interzoo in Nürnberg ausgestellt. Wir haben in der Zwischenzeit einfach zu viele neue Produkte entwickelt und die alten PVC-Filter fast vollständig gegen die farbenfrohen, modular aufgebauten Acrylglasversionen ersetzt. Nach einigem Chaos - der Stand wurde erst eine Woche vor Messestart geliefert - das Mietauto war zu klein - die Chefin hat sich einen gehörigen Hexenschuss zugezogen - einige Produkte waren noch nicht wirklich verkaufsbereit - standen Gestell, Wände und Exponate so wie sie sollten.

    AquaCare hat seine Neuheiten zum ersten Mal in der Öffentlichkeit ausgestellt: die neue UV-Leuchten-Serie im schwarzen PE-Gehäuse, das Komplettfiltersystem BasicHangOn25 zum Anhängen an das Aquarium und die neue BasiTech-Generation, die nun auch WLAN-fähig ist und eine Menge Zusatz- und Sicherheitsfunktionen ermöglicht.

    Auf der Interzoo 2024 fehlten dieses Jahr einige sehr große und mittlere Aquaristikanbieter, sowohl im Süßwasser- als auch im Meerwasserbereich. Der allgemeine Trend scheint zu einer reinen Cats&Dogs-Messe zu tendieren. So hat die Vielfalt der unterschiedlichen Heimtierbereiche sehr stark gelitten. Es bleibt die Frage, ob die Interzoo in der Zukunft noch eine gute Möglichkeit bietet, Interessenten aus dem Fachhandel und Anlagenbau zu finden. Vielleicht liegt es auch an den exorbitant gestiegenen Kosten. Die Zukunft wird es zeigen.


    Rüdiger, alles eine Frage der Dosierung. Wenn zu viel der Kalkmilch in das Aquarium fließt - ist mir einmal passiert - dann kann das Becken am nächsten Tag weiß sein und vieles der Kleintiere hat sich verabschiedet. Fisch- oder Korallenverlust hatte ich nicht. Aber der gesamt Borstenwurmbestand war hie.


    Ewald, interessante Anwendung. Was da chemisch alles passieren kann, ist mir noch nicht ganz klar. Diese Methode müsste mal mit allem drum und dran - gerade auf der Spurenelementseite - getestet werden... Wenn mal Zeit ist.

    Das Verbacken der Sedimente kann beobachtet werden. Früher wurde jedoch meist bei höheren KH-Werten gearbeitet und ich weiß nicht, ob das Verbacken tatsächlich ausschließlich durch das Kalkwasser verursacht wird. Auf jeden Fall sollte der Boden regelmäßig bearbeitet werden, auch wenn nicht mit Kalkwasser gearbeitet wird. Der Mulm muss raus! Grabende Tiere helfen dabei ungemein.

    Das ausgefällte Phosphat, zumeist zu Hydroxylapatit umgewandelt, ist praktisch unlöslich unter Aquarienbedingungen und damit SOLLTE es unschädlich sein. Was jedoch die Biologie - das ganze Kleinzeug inkl. Bakterien - mit dem Hydroxylapatit anfangen kann, ist ungewiss. Die Mikrobiologie kann ihre eigenen Umweltbedingungen rund um sich schaffen. Gerade im Porenraum des Sediments können die eigenartigsten Reaktionen ablaufen.

    Bei Kalkwasser gibt es eine Regel: es gibt keine Regel. Wie weit der pH-Wert ansteigt, ist ungewiss. Er wird jedenfalls ansteigen. Eine gleichmäßige Dosierung ist vorteilhaft - am besten nachts, wenn der pH sowieso fällt.

    Calcium ist genauso ungewiss. Wie Rüdiger schon ansprochen hat, passieren viele chemische Vorgänge: u.a. Ausfällen von Kalk und Calciumphosphat (Hydroxylapatit).

    Karbonathärte: wenn nicht zu viel CO2 im Wasser (wer weiß das schon) ist, wird die KH nicht beeinflusst. In den heutigen Zeiten ist eher zu viel CO2 im Wasser und somit kann die KH drastisch steigen.

    Doch noch eine Regel: pH, KH, Ca, PO4 regelmäßig prüfen.

    Die DirectFlow-Anlagen werden meist durch den Permeatdruck gesteuert. Steigt der Druck, schaltet die Anlage ab - deshalb Chris' Version vom Druckaufbau in der Reinwasserleitung. Chris, hast alles richtig gemacht. Mit dem Druckminderer ist das eine tragbare Lösung. Alternativ funktionieren natürlich auch druckfeste MB-Säulen aus VA oder GFK. Da kann man dann ohne Druckminderer arbeiten.

    Der einzige Nachteil ist die nicht optimale Reinwasserqualität - ich gehe mal davon aus, dass die Anlage keinen Permeatverwurf hat. Deshalb solltest Du die Anlage so lange wie möglich am Stück laufen lassen und nicht nur ein paar Liter abzapfen, die gerade benötigt werden. Die Standzeit des MB-Harzes wird es Dir danken. Für den Trinkwasseranteil ist das nicht so schlimm.

    Somit kann ich die Säule nicht direkt nach der Osmoseanlage anschließen.

    Das Wasser aus einer RO-Anlage kommt prinzipiell ohne Druck heraus. Also kein Problem, wenn das MB direkt am Reinwasserausgang installiert wird. Nur eins darfst Du nicht machen: den Ablauf des MB verschließen. Dann baut sich tatsächlich der gleiche Druck auf, der vor der RO-Anlage liegt. Der Druckminderer nimmt eventuell ein wenig Arbeitsdruck (Arbeitsdruck = Wasserleitungsdruck minus Reinwasserdruck) von der RO weg - den würde ich einfach rausschmeißen.

    Das Wasser aus dem MB darf auch ein wenig nach oben geleitet werden. Bei 0,5 bar sind das 5 Meter Wassersäule, gemessen an Unterkante vom MB-Behälter.

    Das eine oder andere kann bei ganz speziellen Pfleglingen nützlich sein - das würde ich aber von den Tieren abhängig machen.

    Kein Wert liegt bei Deiner ICP vollkommen außer dem Bereich. Außerdem liegen viele Spurenelemente ganz nah an der Nachweisgrenze (die natürlich nicht angeben ist) und die gedruckten Zahlen sind keine absolute Gewissheit.

    Iod: da gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Iodid-Lösungen (klare Lösung): man kann (fast) nichts falsch machen.

    Iod-Iodkalium (das braune Zeugs): sehr effektiv, aber bei Fehldosierung geht es schnell in den giftigen Bereich. Würde ich auf keinen Fall automatisch dosieren.

    Organisches Iod: Doktoren und ähnliches lieben z.B. Nori-Algen. Ganz nebenbei wird Iod dosiert.

    Für das Eclipse-System benötigt man eine Bohrung im Aquarium. Da kann man meiner Meinung nach gleich ein Rücksacksystem ankleben.

    Ohne Bohrung - das spricht alle Umsteiger von Süßwasseraquarien zu Meerwasser an - ist das Produkt bei uns der ExFlow. Etwas Ähnliches beinhaltet das Basic HangOn25 auch.

    Selber machen ist immer billiger. Fast immer, wenn man sich durch DIY nicht den ganzen Bestand himmelt. Meiner Erfahrung nach können viele Aquarianer mit den unterschiedlichen Konzentrationsangabe nicht umgehen, ein Waage abzulesen ist manchmal auch ein Problem, der gute alte Dreisatz gibt dann den Rest und vom Umgang mit teilweise Gefahrenstoffen will ich erst gar nicht reden. Wenn man selber mischt, sollte man sich schon gut auskennen.

    Mit allen Systemen kann man mehr oder weniger gut arbeiten. Die Herausforderung ist, das passende System für sein Aquarium zu finden.

    Ich gehe davon aus, dass jeder Hersteller seine eigenen Daten hat. Wichtig ist die Art des Vorschaltgerätes: Die elektronischen sind erheblich röhrenschonender als die alten, die immer flackernd anspringen. Die Temperatur ist auch ein nicht zu vernachlässigener Faktor.

    Auf jeden Fall gilt, die Röhren nicht nach dem Lebensende zu tauschen, sondern spätestens nach 12 Monaten. Bei einem akuten Krankheitsausbruch würde ich schon nach 6 Monaten tauschen. - Und immer schön das Quarzrohr sauber halten.

    Ob Algen wachsen oder nicht, hängt auch von der Konkurrenz auf den Oberflächen ab. Da kann ich von einem vollkommen missglücktem Versuch berichten:

    1165-Liter-System, vollkommen eutrophiert (PO4 um 7 mg/l, Nitrat um 120 mg/l), Lebendgestein, nur Weichkorallen. Keinerlei Fadenalgen zu erkennen, auch nicht auf den freien Flächen. Als Algen-Crew dienten neben zwei Zebrasoma flavescens lediglich eine Handvoll Asterina-Seesternchen.

    Das System wurde um 1110 Liter erweitert mit lebenden Steinen, die im Dunklen schon jahrelang am 1. System gekoppelt waren, also "eingefahrene" Steine: In den neuen Systemen konnten man zusehen, wie Fadenalgen explodierten. Die wenigen eingesetzen Korallen hatten derbe Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Im ursprünglichen System gab es wochenlang keine Algenprobleme. Danach kippte jedoch das Gesamtmilleu in Richtung Algen, auch im 1. Aquarium. Nun ist angesagt, die Algen zu entfernen. In unterschiedlichen Aquarien werden unterschiedliche Methoden ausprobiert: Seeigel (Mespilia gobulus), Konkurrenz durch viele Korallen, weniger Beleuchtung. Um es gleich vorwegzusagen: ohne zusätzliche mechanische Hilfe (Algenzupfen) geht es nicht. Und das würde ich Dir, Ralph, auch empfehlen: Das, was man zupfen kann, entfernen. Den Rest müssen die Algenkonkurrenten machen. -

    Als Nebeneffekt in unserem System ist der Nitratwert unter die Nachweisgrenze gefallen und Phosphat ca. halbiert - allein durch den Austrag der abgezupften Algen.

    Peter: um den "Wasserhammer" zu dämpfen gibt es Membranausgleichsgefäße (wie bei der Heizung).


    Malte: eine hoher Abwasserwiderstand kann eine Ursache sein. Sollte die Abwasserleitung länger als 5 m sein, würde ich einen Durchmesser größer wählen. Ob das Spülventil einen weg hat, kannst Du ganz einfach testen: Abwasser direkt an der Anlage in einen Eimer laufen lassen. Wenn Du das Spülventil ein- und ausschaltest, solltest Du einen deutlichen Unterschied beim Wasserdurchsatz erkennen können.

    Bei länger nachlaufenden Pumpen kann entweder eine verstopfte Membran die Ursache sein oder der Abwasserschlauch hat einen zu hohen Widerstand. Ich müsste wissen, wie die Anlage aufgebaut ist: Fließbild.

    Kaum Wirkungsgrad, wenn anstatt direkt vom Aquarium dem TB das Schmutzwasser entnommen wird.

    Gilt nur bei extrem wenig Wasservolumenstrom zwischen Technikbecken und Aquarium.


    Rücklaufwasser muß vor dem AS geführt werden, damit die getöteten Keime etc. aufgenommen werden, da die Totkeime Sauerstoff zehren.

    Im Prinzip richtig. Wenn jedoch so viele Keime getötet werden, dass diese bereits eine messbare Sauerstoffzehrung verursachen, dann hilft UV auch nichts mehr - das Becken ist dann nämlich so gut wie tot.



    Die Strömrichtung immer von oben nach unten, weil ansonsten wegen der Thermik die Kontaktzeit gering ist.

    Welche Thermik? Wir sind nicht beim Segelfliegen. Die Temperaturunterschiede zwischen Einlauf- und Auslaufwasser können vernachlässigt werden.
    Ein UV-Rohr besteht hauptsächlich aus einem hydraulischen Kurzschluss. Da kann nichts mehr noch kürzer geschlossen werden. Totzonen im Hauptteil des Rohres entstehen nicht.
    Strömung von oben nach unten müsste so stark sein, dass eingeschlossene Luftblasen turbulent nach unten ausgetrieben werden müssen. Erforderliche Geschwindigkeiten von 0,6 bis 0,8 m/s sind da Minimum. Bei einem 23 mm Quarzrohr und einem Innendurchmesser von 61 mm (75 mm Gehäuserohr) sind das mindestens 5,5 m3/h. - Also immer von unten nach oben durchströmen lassen.


    Möglichst hoher Durchsatz. Den Durchsatz sehr gering halten

    Bei geringen Durchsatz erhöht sich die Eliminierungsrate (Prozentzahl der abgetöteten Bakterien) aber die Effizienz sinkt (die absolute Zahl der getöteten Bakterien sinkt).

    Bei hohem Durchsatz sinkt die Eliminierungsrate aber die Effizienz steigt. Beim Abbau von Farbstoffen funktioniert das hervorragend. In wie weit das auch für Algen gilt, werden unsere nächsten Versuche zeigen.

    Die kleinen Niedervoltdruckpumpen haben eine Laufzeit von ca. 10.000 Stunden - einige schaffen es, andere nicht. Pumpen, die kochendheiß werden, sind schon einmal minderwertig. Gut warm ist o.k.. Von außen sehen die Pumpen leider alle gleich aus; im Inneren gilt: gute Teile, schlechte Teile. Wie immer in der Aquaristik.

    RO-Anlagen sollten so lange wie möglich am Stück laufen, um beste Qualität zu erzeugen. Also, takten ist schon einmal suboptimal.

    Eheim UV-Klärern

    Sind die überhaupt meerwasserfest? Wenn ich Aluminium höre, wird es mir ganz schwummerig.

    In einer vernünftigen UVC-Lampe wird die Wasserführung: Rotierend durch die Röhre geschoben,

    Verweilzeit gut 3x so lang

    Ob das Wasser rotiert oder nicht, verlängert nicht die Aufenthaltszeit. Diese ist nur gegeben durch das verfügbare bestrahlte Volumen und dem Wasserdurchsatz. Da die Röhren radial strahlen, gibt es auch keine Stelle, an der besonders viel Wirkung ist (mal von der radial abnehmenden Strahlungsstärke abgesehen). Siehe Sandy.


    Ich denke, dass die Röhre der Kostenfaktor ist.

    Es gibt tatsächlich Hochleistungs-UV-Systeme. Nur die Ersatzröhre ist teuerer als alles, was es auf dem aquaristischem UV-Klärer-Markt gibt. Ein Gehäuse zu bauen, ist in meinen Augen der Kostentreiber. Wir sind seit einigen Jahren dabei, dass passende Material zu finden.

    - Es muss meerwasserfest sein: So fallen Metalle schon einmal aus, von Duplex, Super-Duplex und Titan einmal abgesehen. Preise dieser Materialien: utopisch.

    - Es muss UV-beständig sein: nahezu alle Kunststoffe sind nicht UVC-beständig. Auch Kunststoffe, die eigentlich UVC-beständig sind, büßen größtenteils ihre Eigenschaft im Meerwasser wieder ein, z.B. PET. Material wird abgebaut und wo anders wieder angelagert oder der Kunststoff wird derart von inneren Spannungen durchrissen, so dass er hunderte Risse bildet, wenn er aus dem Wasser genommen wird.

    - Es muss UV-dicht sein: UV-Strahlen dürfen nicht aus dem Gehäuse treten. Zum Beispiel ist das opake Tefon UVC-durchlässig und müsste so dick gewählt werden, dass die Kosten explodieren. Ähnliches gilt für PVDF. So bleiben das UVC-unbeständige PVC und PE. Dunkel eingefärbt und mit dicken Wandungen ausgerüstet, halten sie eine Weile. Ohne Kompromisse geht es in der Aquaristik nicht.

    - Eine Reflexionsschicht hätte Vorteile, dass die nicht genutzen UVC-Strahlen - das Wasser ist ja einigermaßen sauber - wieder zurück in den Reaktorraum geworfen werden und neue Opfer suchen.



    Plexiglas wird gern mal als UV-beständig angeboten - gilt aber nur für Sonnenlicht. Bei UVC hört der Spaß auf.

    Da steht man ungläubig daneben, wenn man aus dem glasklaren Reaktor das Wasser ablässt und innerhalb weniger Minuten sich eine Vielzahl von Rissen bildet. Die innere Oberfläche hat sich aufgrund millionenfacher Mikrorisse weiß gefärbt. Zumindest ist Plexiglas UV-undurchlässig.



    Nach wenigen Monaten Laufzeit, hat sich Material von einer Stelle zur anderen "verschoben". Man sieht das Loch (das ursprünglich 3 mm starke Material war nur noch hauchdünn und konnte mit dem Finger eingedrückt werden.) und einige dunkle Stellen mit erheblich mehr Material als 3 mm. Über diesen Effekt habe ich nichts gefunden. Vielleicht haben wir einen Materialforscher hier in unseren Reihen...



    Das war die Idee - wäre schön geworden... Nur hätten wir die Garantiezeit auf wenige Wochen beschränken müssen. :face_with_tongue:

    Wenn ich mich nicht irren, müssen Entladungsröhren eine bestimmte Temperatur haben, um eine optimale Leistung zu erzielen. Die hw-Röhren werden direkt auf Aquarienwassertemperatur gekühlt. Andere Systeme mit Quarzschutzglas haben eine erheblich höhere Betriebstemperatur, weil der Zwischenraum Quarzglas-UV-Röhre mit Luft gefüllt und somit isolierend wirkt.


    Sandy: bei den Durchflussraten und den Röhrenleistungen wirst Du mit einfachen Mitteln keine Temperatursteigerung am Ausgang des UV-Klärers messen können. Bei einem Leuchtenvolumen von angenommen 400 ml, einer Aufenthaltszeit von 4 s und einer UV-Lampenleistung von 40 W sind das gerade mal 0,1°C. Also für die Lampe vollkommen irrelevant.


    Bei der UV-Desinfektion wird immer die aus dem Trinkwasserbereich angegebene Bestrahlungsstärke von 400 J/m2 benutzt. Bei dieser Bestrahlungsstärke werden soundsoviel Prozent eines Vergleichsorganismusses sicher entfernt. Natürlich nur bei superklarem Wasser und bestimmter Temperatur. Alles trifft auf die Aquaristik nicht zu. Das Wasser ist erheblich trüber, die Temperatur ist erheblich höher, es handelt sich um vollkommen andere Organismengruppen und der wichtigste Punkt: das Aquarium ist ein Kreislaufsystem und kein Durchlaufsystem. D.h. im Aquarium läuft das Wasser immer wieder durch die UV-Leuchte. Plankton (Bakterien, Algen, Parasitenschwärmer), das im ersten Durchgang nur geschädigt und nicht getötet wurde, bekommt in den folgenden Durchgängen immer wieder eins "über den Schädel". So können auch Elimierungsraten unterhalb des heiligen Grals von 400 J/m2 erzielt werden.


    Hajo: ob die Bakterienzahl im Tank reduziert wird oder nicht, hängt natürlich stark von den Versuchsbedingungen ab. Viele Aquarianer können eine Bakterienblüte locker mit UV-Bestrahlung eindämmen (fehlen natürlich die Vergleichsversuche, um das Ergebnis auch verifizieren zu können).


    Zusammengefasst: nichts Genaues weiß man nicht, aber wir machen trotzdem weiter.

    Natürlich gibt es im Laufe der Zeit durch die "ewige" Nachdosiererei eine Ionenverschiebung. Mit nur kleinen regelmäßigen Wasserwechseln werden diese Verschiebungen jedoch gut kompensiert. Oder eine regelmäßige ICP-Überprüfung mit einer GUTEN Auswertung und dementsprechend gezielter Nachdosierung der Mangelelemente.

    In Aquarien mit sehr hohem Gelöstkalkverbrauch (Ca, KH) ist die Ionenverschiebung bei Benutzung eines Kalkreaktors erheblich niedriger verglichen mit der Dosierung von anorganischen Ca- und KH-Lösungen.

    Nitrit ist im MW ebenfalls giftig, aber durch den hohen Salzgehalt ohne Relevanz.

    Der Salzgehalt wie auch Temperatur spielen nur eine untergeordnete Rolle bei der Giftigkeit von Nitrit, bzw. Salpetriger Säure. Der pH-Wert ist ausschlaggebend. Im Süßwasser bei pH-Werten von deutlich unter 7 gibt es schnell Nitritprobleme. Im Meerwasser sind 10 mg/l kein Problem.

    Du solltest jedoch auf Ammoniak achten. Sobald Ammoniak gemessen wird (die Tests zeigen die Summe von Ammoniak + Ammonium an), kann es schon schnell kritisch werden. Es sollte während der Einfahrphase mit Fischen immer ein Ammoniakadsorber zurhand sein, damit man schnell eingreifen kann und nicht erst den nächsten Laden sucht und das meist am Sonntag.

    UV-LED: die Technik ist lange noch nicht so weit forgeschritten, dass LEDs eine ernstzunehmende Alternative sind. Die abgebene UVC-Leistung ist sehr gering. Der große Durchbruch lässt noch auf sich warten. Für Nanobecken sind LEDs o.k..


    Plankton: UVC zerstört Plankton, dass durch die UV-Leuchte fließt. Wird ja auch gegen grünes Wasser eingesetzt, was nichts anderes ist als Unmengen von Mikroalgen. In ultra-low-N-P-Aquarien wäre ich mit dauerhafter UV-Bestrahlung sehr vorsichtig, wenn mit Lebendplanktonfütterung gearbeitet wird. Totes Ersatzfutter sollte nicht großartig durch UV beschädigt werden.


    Abwehrkräfte: da wird es kompliziert. Auch Fische, die sehr lange Zeit in einem nicht-UV-Aquarium schwimmen, haben nur schlechte Chancen, wenn z.B. mit einem Neuzugang neue Parasiten einziehen. Ohne Quarantäne würde ich nie einen neuen Fisch mehr einsetzen.


    Leistung: da gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Bei einem aktuen Parasitenbefall gilt jedoch die Regel: je mehr desto besser.