Cyanos ??????????? oder was ??

  • Hallo Community,

    ohne jetzt den schon recht langen Ursachenforschungsthread im Detail durchgearbeitet zu haben ...

    Beim Überfliegen dieses Themas vermisse ich grundlegende Anmerkungen über den Stamm Cyanobacteria. Die Mehrzahl ihrer Vertreter - wenn nicht alle - sind entweder überhaupt Pionierlebewesen, die als Erstbesiedler einen Lebensraum für anderes Leben erst aufbereiten, oder sie besiedeln Nischen, in denen sich andere Organismen nicht behaupten können.

    Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie so erfolgreich, und trotzdem werden sie im Aquarium - wenn man der Natur die nötige Zeit lässt - in der Regel nach einiger Zeit von anderen Organismen abgelöst. 'Wirksame' Mittel werden den Prozess höchstens unterstützen und verkürzen, niemals aber die Cyanobakterien 'vernichten'. Oder lieg ich da falsch?

    Dass es so schwierig ist, ein Patentrezept zu finden, liegt wohl daran, dass es mehrere unterschiedliche Ursachen für den Umstand gibt, dass sich Konkurrenten nicht etablieren können. Geh ich in dem Zusammenhang von den Nitrifikanten aus, dann brauchen die Sauerstoff, und sie sind lichtscheu. Beides Faktoren, die in völlig gegensätzlich erscheinenden Aquarien zu 'Cyanoplagen' führen. Vermutlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Ursachen, warum die Biologie nicht wie gewünscht in die Gänge kommt.

    So wie ich es versteh kann's nicht darum gehen, Cyanobakterien aktiv zu bekämpfen, sondern nach Faktoren zu suchen, die ihren Konkurrenten Vorteile bringen. Nach meiner laienhaften Vorstellung steht es in Aquarien mit einem Sauerstoffdefizit auch mit Schwefelbakterien im Zusammenhang. Eigene Beobachtungen in der Vergangenheit zeigen, dass gesteigertes Cyanowachstum mit vergleichsweise niedrigem Redoxpotenzial (< 200 mV) einhergeht und häufiger H2S-Herde entstehen. Was dabei Ursache ist und was Wirkung vermag ich nicht zu beurteilen, aber in derartigen Fällen hilft es gewöhnlich, die Beläge samt den obersten 1-2 mm der Substratschicht abzusaugen.

    Eine andere Beobachtung (die vermutlich zu den von Bernd Koberstaedt erwähnten physikalischen Ursachen gehört) ist der Umstand, dass sich Feinpartikel organischen Ursprungs mitunter an Substratoberflächen anlagern als ob hier eine besondere Anziehungskraft bestünde. Auch da gedeihen (rote) Cyanobakterien in der Folge besonders gut. Auffallend ist dabei auch eine spürbare Temperaturerhöhung des Wassers. Substratoberflächen mit einem 'gesunden' Bakterienfilm wirken hingegen geradezu 'schmutzabweisend'. Gibt's dafür eine Erklärung?

    Falls diese Frage in dem Ursachenthread schon beantwortet wurde, ich das aber angesichts des abschnittweise sehr hohen Levels übersehen habe: Nehmt mir das bitte nicht übel, sondern verweist einfach darauf. Dann versuch ich's noch einmal dort :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    zwar schon mehrfach verbreitet, aber lies einmal hier:http://www.gorgonien-lexikon.com/cyanobakterien2.html

    Einiges Deiner Ausführungen wirst Du bestätigt finden, manches auch nicht. Das Thema wird ja dauern diskutiert, letztlich bleibt es weitgehend bei den immer gleichen Argumenten, also nichts Neues.

    Gruß

    Bernd

  • hi

    Ok , ich werde das morgen mal machen mit der salzsäure , ich habe noch welche mit 36%da , werde dann den Bodengrund darin auflösen und dann mal das Po4 messen , zum verdünnen nehme ich dann osmosewasser ? bzw destilliertes wasser ? funktioniert der gilbers po4 test damit dann ?


    Mfg Norman

  • Einiges Deiner Ausführungen wirst Du bestätigt finden, manches auch nicht.


    Hallo Bernd,

    danke für den link. Ich kannte deinen Gastbeitrag im Gorgonienlexikon noch nicht.

    Zitat

    Das Thema wird ja dauern diskutiert, letztlich bleibt es weitgehend bei den immer gleichen Argumenten, also nichts Neues.


    Nicht ganz. Ich seh Cyanobakterien im Aquarium schon lang nicht mehr als Plage. Vielmehr ist ihre gesteigerte Präsenz für mich ein Zeichen, dass etwas nicht so läuft mit der Beckenbiologie wie ich's gern hätt.

    Was mich immer wieder erstaunt ist der Umstand, dass selbst Fachleute nicht einsehen wollen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessene Nährstoffwerte in einem lebenden System nur eine Momentaufnahme ohne besondere Aussagekraft darstellen.

    Über weite Strecken aber kann ich deinem Beitrag gut folgen. Dass noch nicht alles gegessen ist zu dem Thema ist eine andere Geschichte :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat Linda: "Was mich immer wieder erstaunt ist der Umstand, dass selbst Fachleute nicht einsehen wollen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessene Nährstoffwerte in einem lebenden System nur eine Momentaufnahme ohne besondere Aussagekraft darstellen."

    Hallo Linda,

    das ist schon nachvollziehbar. Sie beziehen sich auf ihre jeweiligen - sicher zutreffenden - Erfahrungen und leiten daraus ihre Thesen ab. Bei manchen Leuten verengt sich dann vielleicht der Blick und behindert die Kenntnisnahme und Akzeptanz abweichender Beobachtungen oder gar wissenschaftlicher Arbeiten mit anderen Ergebnissen. Da aufgrund der vielfältigen Gegebenheiten häufig jeder ein bisschen recht hat, werden daraus schnell festgefahrene Dogmen.
    Dabei sind wir Aquarianer noch recht offen und flexibel, im Wissenschaftsbetrieb ist dies häufig weit schlimmer.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo Norman,
    in Torstens Anleitung steht, dass weißes Licht Algenwachstum fördert. Diese Beobachtung kann ich bestätigen und du anscheinend auch.
    Granulat fördert ebenfalls das Algenwachstum. Vielleicht bleiben sogar ein paar Körner am Boden liegen? Das ist aus meiner Sicht Dünger für die Cyanos. Depots im Sand sind dann nicht mehr erforderlich.
    Schöne Grüße
    Mirco

  • Hi
    Cyanos sind aber keine algen oder was meinst du? Meinst wegen meinen paar fadenalgen? Die sind bei.mir hauptsächlich an der rückscheibe wo nur ne blaue röhre ist, aber die werden bereits braun und sterben scheinbar ab.
    Granulatfutter kommt bei.mir fast nichts unten an, und wenn picken die aalgrundeln da sehr viel Rum, das meiste wird bereits an der Oberfläche gefressen, ich füttere eh in vielen kleinen Portionen so das wenig im Becken driftet. Ich habe übrigens sehr groben korallenbruch als Boden von 5-12mm kein Sand, leider war das optisch ein Fehler.
    Ich will versuchen meine microbe-lift Bakterien jetzt direkt mit der spritze in.den.Boden.zu drücken, incl etwas Wodka zum düngen der baks, mal sehen.

    Mfg Norman.
    Mfg Norman

  • Hallo Norman,
    da hast du natürlich recht. Diese beiden Punkte fördern aber auch Cyanobakterien und bei so groben Bodengrund vermute ich, dass auch immer ein paar Körner da drin verschwinden.
    Schöne Grüße
    Mirco

  • Hallo Mirco,

    da scheinst Du einiges zu verwechseln. Was für Fadenalgen gilt, hat mit Cyanobakterien nichts zu tun! Weißes Licht fördert keinesfalls Cyanobakterien. Im Gegenteil, verschiedene Stämme haben gerade bei Schwachlicht Konkurrenzvorteile. Daher macht auch ein Wechsel zu alter Leuchtmittel bei Cyanoproblemen Sinn.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    ich habe in meinem ersten Beitrag Cyanobakterien mit Algen verglichen, dass war natürlich falsch.
    Ich kann nicht beurteilen ob ein Leuchtmittelwechsel Sinn macht. Eine Verbesserung der Bedingungen, für andere Lebewesen, hat bei mir auch schon gegen Cyanos geholfen, deshalb würde ich dem Tausch der Leuchtmittel auf keinem Fall widersprechen. Vielleicht bringt der Austausch von Blaulicht durch Weißlicht auch die erforderliche Veränderung. Bei meinen relativ schwach beleuchteten Becken hat zusätzliches weißes Licht nichts gebracht, aber zusätzliches blaues Licht eine deutliche Verbesserung herbei geführt. Vielleicht war das nur Zufall, aber Norman hat geschrieben, dass er sein Blaulicht durch Weißlicht ausgetauscht hat und danach ebenfalls mehr Probleme hatte. Deshalb würde ich ihm aber nicht empfehlen, die Beleuchtung nochmal zu tauschen.
    Eine erhöhte Fütterung mit Granulat hat bei mir schon häufig zu Cyanos geführt. Um meine Fische möglichst oft ausgewogen zu ernähren füttere ich trotzdem unter anderem Granulat. Mit der Menge beeinflusse ich aktiv die Cyanobakterien. Wenn jemand Cyanos, keine Depots und viele Fische hat, kann man relativ einfach einige Wochen das Granulat weg lassen und gucken ob die Cyanos weniger werden. Das Frostfutter zu spülen ist für mich selbstverständlich.

    Viel Interessanter finde ich aber den Vorschlag von Joe. Werde mich mal auf die Suche nach Informationen machen.

    Schöne Grüße
    Mirco

  • groben korallenbruch als Boden von 5-12mm

    Hallo Norman,
    kann es sein, dass die Verunreinigungen "Depots" im Korallenbruch schon beim rausnehmen im ganzen Becken verteilt werden und in der Tasse nur sauberer Korallenbruch ankommt?
    Schöne Grüße
    Mirco

  • Hi

    Also die leuchtmittel hatte ich ja getauscht, cyanos waren.bei beiden da, granulatfutter füttere ich eigentlich erst jetzt seid gut 3 Wochen seid dem ich dem achilles habe, vorher eher sehr sehr selten, vielleicht einmal die Woche.
    Frostfutter wird immer ausgespühlt das ist klar.
    Das einzige was etwas bringt ist wenn ich die beiden Maxspect nur auf Blaulicht stelle und die röhren aus habe, dann kommen so gut wie keine cyanos raus, aber das kann ich ja.nicht ewig machen.
    Kann mir nochmal jemand genau sagen wie das mit dem bodengrund auflösen in Salzsäure geht, ich muss mindestens 20ml Flüssigkeit haben für den gilbers po4 test.
    Am liebsten würde ich den Boden gegen neuen feinen weißen Sand tauschen und gleich ein kleines dsb davon machen.
    Übrigens hatte ich beim Abbruch vom zeosystem gute 20mg no3, da fingen die cyanos gerade an, also glaube ich nicht das no3 anheben jetzt was bringt?!
    Habe ja seid nun längeren unter 1 laut redsea

    Mfg Norman

    Einmal editiert, zuletzt von achillesfan (3. April 2014 um 22:12)

  • Hallo,

    was heißt "...dann kommen so gut wie keine Cyanos raus..."? Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten! Hast Du sie überhaupt einmal mikroskopisch identifiziert?

    Gruß

    Bernd

  • @andrepankranz, Ähm du verwechselst da etwas, ich habe hier kein Bild von mir gepostet !! Das waren welche vom treat Ersteller, und nein, unterm microskop war keine probe, lediglich im Alkohol welcher sich sofort rot färbte. Unter Blaulicht kommen bei mir keine cyanos nach, wenn ich sie abends absauge, erst am späten Vormittag wenn das Licht ganz an ist, wachsen sie wie verrückt und schlagen sofort blasen, teilweise kann ich die dann abwedeln und sie lösen sich dann in kleinen Stücken wie große Stücke flockenfutter, und schwimmen dann in Fetzen an der Oberfläche. Sauge ich die Beläge nicht ab, dann werden sie abends auch etwas weniger aber gehen nicht ganz weg, Luftblasen bleiben dann noch vereinzelt vorhanden, morgens dann sind sie sehr wenig, und das Spiel geht von vorne los.
    Dinos lösen sich doch nicht in Fetzen ab oder? In meinem treat unter aquariumphotographi wo ich nach einer cam frage hab ich ein.Bild der cyanos, aber das kriege ich jetzt mit dem Handy nicht hier her.

    Mfg Norman

  • "Das einzige was etwas bringt ist wenn ich die beiden Maxspect nur auf Blaulicht stelle und die röhren aus habe, dann kommen so gut wie keine cyanos raus, aber das kann ich ja.nicht ewig machen. "


    Nein, aber man kann das durchaus 4 Wochen machen, Phosphatadsorber kann immer mitlaufen, einmal pro Woche den Bodengrund absaugen und eine Kohlenstoffquelle zugeben (Bactobalance halte ich für die beste und sicherste Methode) sind ja keine großartigen Sachen, das kann man unter "normalen Pflegebedingen" abbuchen.

    Aalgrundeln mit Trockenfutter zu füttern ist natürlich mehr als kontraproduktiv, wie oben schon steht, einfach mal ein paar Krümel auflösen und Phosphat messen!

    Vom Bodengrund einfach einen Fingerhut so lange in Salzsäure auflösen, bis er weg ist, das Ganze 1:10 mit Osmosewasser verdünnen und auf Phosphat messen. Es geht dabei nicht darum, irgendeinen "Wert" zu finden, sondern selbiges nachzuweisen. Wird´s kräftig blau, solltest Du langsam und vorsichtig den Bodengrund wechseln.

    "Weißes Licht fördert keinesfalls Cyanobakterien. Im Gegenteil, verschiedene Stämme haben gerade bei Schwachlicht Konkurrenzvorteile."


    Klar Bernd, nur haben wir sowas nicht in unseren Aquarien, das kann man ganz einfach dadurch feststellen, indem man das Licht einen Tag ausläßt und schaut, ob sie dann noch da sind. (Jedenfalls solange die Sonne nicht in´s Becken scheint.)
    In der Regel sind es ja auch keine REINEN Cyaonbakterienkolonien, sondern immer durchsetzt mit größeren Mengen Dinoflagellaten, Kieselalgen usw., das kann man mit einem guten Mikroskop ganz einfach nachprüfen.

    Das hat aber alles nichts mit den obigen Gegenmaßnahmen zu tun, die in der Summe zu 95% helfen, es sei denn, es liegt grundsätzlich etwas im Argen. Wer sein Geld in der Aquaristikbranche verdient, weiß, daß auch das keineswegs selten ist.....

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo

    Naja bactobalance gebe ich ja bereits seid Dezember 2013 täglich zu, genauso läuft bei mir immer ein po4 adsorber der immer alle 14 tage gewechselt wird, und einmal die Woche ausgespühlt wird um Sedimente zu entfernen.
    Ich werde den.Boden.messen

    Mfg Norman

  • Hallo Torsten,

    die Lichtverhältnisse spielen bei der Massenvermehrung von Cyanobakterien sicher nur eine Nebenrolle, aber Arten, die Phycobilisome besitzen und dadurch Schwachlicht (grüner Spektralbereich) nutzen kommen im Aquarium durchaus vor. Sie sind es, die oft im Zusammenhang mit alten Leuchtmitteln beobachtet werden.

    Gruß

    Bernd

  • Bernd, Du biegst Dir aber auch alles hin...

    99,9% aller Cyanobakterien, die im Aquarium zur Plage werden, brauchen weißes Licht. Das kann ich nach 45 Jahren Meeresaquaristik davon 22 Jahre beruflich, durchaus einschätzen!

    Entzieht man Ihnen das, ist man schon auf einem guten Weg, beseitigt aber keineswegs die Ursachen! Der Rest steht oben!

    Norman, den Adsorber (Welcher ist es?) kannst Du mindestens 4 Wochen laufen lassen, so schnell funktionieren Adsorbtionsreaktionen nicht, schon gar nicht, wenn der Gehalt so gering ist!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Ich biege mir gar nichts hin, habe wohl auch ein paar Tage längere und kaum weniger breite Erfahrungen wie Du und kann daher sagen, dass Lichtentzug bzw. die Beschränkung auf Blaulicht keine nachhaltige Wirkung hat, in manchen Fällen aus den genannten Gründen sogar kontraproduktiv ist. Der Glaube an angebliche Erfolge beruht in den meisten Fällen offensichtlich auf Verwechslungen mit Dinoflagellaten.
    Dass diese Erkenntnis, die eine ganze Reihe anderer Fachleute teilt, auch wissenschaftlich belegt ist, wird Dich wie üblich nicht interessieren, da Du ja nach mehrfachem Bekunden von wissenschaftlichen Untersuchungen nichts hälts.
    Mag sich jeder betroffene Aquarianer selbst seine Meinung bilden.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo

    Also eigentlich habe ich immer den adsorber diakat b genutzt, habe aber jetzt mal den ganz billigen sera Alu adsorber im Einsatz, und zwar 750gr also 1,5 Packungen, der ist auf Alu Basis, und ich habe jetzt nochmal po4 im freiwasser gemessen und michvtrifft der Schlag, mit Augen zudrücken sind es vielleicht noch 0,02 eher 0,00 mit gilbers, also deutlich gefallen. Ich werde jetzt den Boden auflösen in Salzsäure.
    Leider sind die Beläge gerade sehr heftig Bilder gibt's gleich.
    Hab jetzt etwas Boden in ein Reagenzglas getan und Salzsäure drauf , das scháumt allerdings sofort über, normal?

    Mfg Norman
    Mfg Norman.

    Einmal editiert, zuletzt von achillesfan (4. April 2014 um 17:15)

  • Um es zur Vermeidung von Missverständnissen noch zu ergänzen: Selbstverständlich brauchen Cyanobakterien - wie alle Photosynthes treibenden Organismen - zur Photosynthese Licht. Die blauen und einige roten Spektralbereiche sind dabei energiereicher, weißes Licht enthält alle Spektralbereiche.
    Zur Bekämpfung einer Cyanoplage bringt die Umstellung auf Blaulicht daher gar nichts, weil dies gerade die benötigten Bereiche beinhaltet; ein völliger Lichtentzug ist auch kein Weg, da dann im Becken vorher alle anderen Insassen, vor allem Korallen, absterben würden, ehe es die Cyanobakterien nachhaltig beseitigt und Schwachlicht bzw. energiearme Spektralbereiche können von einigen Cyanoformen im Gegensatz zu anderen Photosynthesetreibenden sogar genutzt werden.

  • Hallo Norman,

    anstatt herum zu doktern, würde ich zunächst erst einmal klären, was Du überhaupt hast. Ein einfaches, hierfür aber brauchbares Mikroskop bekommt man schon recht preiswert. Vielleicht hast Du ja auch jemand der Dir helfen kann.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo

    So , nun weiß ich das gleiche was ich schon vorher gesagthabe , ich habe nun über nacht eine gute Menge von Bodengrund mit dem Dreck darin in einem Glas in Salzsäure aufgelöst , und nun heute morgen diese lösung gemessen . dazu habe ich nun 1ml der Lösung genommen und 19ml destiliertes wasser . das ergebniss ist ein witz , mit dem dreck darin habe ich rein messtechnisch gerade mal einen po4 wert von 0,075 mit gilbers gemessen , das ja echt nicht sehr viel dafür das ich wirklich den dreck mit in der lösung hatte oder ?
    und jetzt ?

    Mfg Norman

  • Hier mal die Bilder von Gestern , so langsam verzweifel ich echt , ich bin kurz davor die Packung mit den Cloramphenicol zu nutzen welche ich hier habe , aber ich habe ja noch hoffnung das mir hier jemand was besseres empfehlen kann , wie gesagt so sieht es jeden morgen aus wenn ich einen tag vorher abends abgesaugt habe , gestern habe ich z.b. gar nichts gemacht , dann kann man sich vorstellen wie dick der Teppich heute morgen ist oder ??
    scheinbar ziehen sich die Cyanos nichtmal mehr nachts zurück , mondlicht ist auch schon lange aus .
    Manche würden warscheinlich sagen kämpfe weiter , weiter absaugen , aber vielleicht können mich auch manche vertehen die das selber schonmal hatten das ich kurz davor bin chemie anzuwenden , oder sagen wir mal antibiotika .
    Ich habe auch nochmal sehr penibel das Technickbecken durchsucht , es sind dort keine Gammelstellen vorhanden , ich finde einfach keine Ursache , wasser ist ok , strömung ist mit gut 41000l/h auch sehr hoch , Abschäumer wird täglich gereinigt , po4 adsorber läuft schon immer mit genauso wie 500ml Kohle passiv im TB .
    Ich kann auch nicht immer täglich absaugen , erstmal ist das Stress für die Tiere das ich da täglich im Becken rumhndtiere , und auch meine Frau würde zur zeit am liebsten sagen verkaufe das becken , weil das einzige was ich nach der Arbeit mache ist das Aquarium zu reinigen und dann die Kinder ins Bett zu bringen .

    Mfg Norman

  • Hey,

    Ich weis nicht ob mein Beitrag irgndein Nutzen für dich persönlich hat,
    jedoch hatte ich auch Cyano Flecken aber nur auf dem Boden.

    Habe dann 2 grabende Seesterne eingesetzt und ein Strang Caulerpa prolifera
    - http://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/1121_Caulerpa_prolifera.htm

    Seit dem sind sie verschwunden und ich hoffe, dass es so bleibt :smiling_face:
    Das kann sicherlich keine Patentlösung sein, jedoch hat es meines erachtens geholfen...
    Villeicht haben noch andere Umstände dazu beigetragen kA

    Leider hab ich gesehen das dein Bodengrund recht grob ist. Meiner ist sehr fein.

    Von den vielen Mittelchen gegen irgend eine Plage halte ich persönlich nichts, mal davon abgesehen das vieles davon Geldmacherei ist. (meine Meinung)

    Gruss Padde

  • Hi

    Naja chloramphenicol hilft sicherlich gegen die cyanos, nur haue ich mir damit sicherlich auch fast alles an.Guten baks in den tot, ich kenne persönlich einen der hat es mit Erfolg angewendet, und es ist dabei nichts gestorben, aber ist natürlich ein Risiko, wenn ich das natürlich umgehen kann dann würde ich es machen, aber so geht's nicht weiter. Ich hatte mal versucht algen im Becken wie drahtalgen und caulerpas zu halten, sind alle in kurzer Zeit eingegangen.


    Mfg Norman

  • Hi,

    also ein Punkt den ich an Deiner Stelle wirklich ändern würde ist der Bodengrund. Dazu gibt es sicherlich verschiedene Meinungen...aber hier mal meine...


    Ich finde diesen groben Korallenbruch dort wirklich Murks. Die Tiere können damit nix anfangen. Für viele Grundeln, Schnecken, grabende Seesterne etc. kann das doch unmöglich ein sinnvolles Habitat sein.
    Wenn ich bei mir die Grundeln etc. beobachte, wie sie vergnügt den feinen Sand durchsieben und darin rumspielen und jedes kleine Steinchen sofort herunterpicken und irgendwo in einen Riffspalt versenken - da kann mir jeder erzählen was er will, so ein Bruch hat da nix zu suchen wenn man solche Tiere hält.

    Und wenn man feinen Sand hat und solche Tiere - speziell empfehle ich auch Sanddollar und große Grundeln, dann bist Du die Cyanos aufm Boden ruckzuck los und das Milleu verschiebt sich schon mal und das Problem sitzt nur noch auf den Steinen. Das ist schon mal die halbe Miete. Außerdem kann mans mal sehr leicht umrühren und die Cyanos ärgern und man hat insgesamt ein sinnvolles Bodenklima mit ganz anderen Tieren dann darin.

    Also raus mit dem ganzen Bodengrund (wie gesagt, nur meine persönliche Empfehlung) und feinen Grund rein.
    Ja, das Wasser wird etwas staubiger (je nachdem was Du da nutzt) - ich habe zB Knopp Reefbase und es sieht immer noch nach nem Jahr aus wie Südsseestrand, obwohl ich ein paar Stellen rote Cyanos aufn Steinen habe. Dafür hab ich halt Watte im Filter der den zu feinen Staub rauszieht.

    Viele Grüße,
    André

  • Hallo Norman,

    da gehen die Meinungen hinsichtlich der Körnung des Bodengrundes auseinander. Gerade auf feinem wird häufig von Cyanobelägen berichtet.

    Über Antibiotikaeinsatz wurde schon oft genug alles geschrieben. Du weißt selber welchen Unsinn Du damit treiben würdest. Früher wurde dies aus Unwissenheit häufig praktiziert. Die Cyanos waren dann schnell weg, die Becken kippten wegen der starken Belastungen oftmals total um (incl. Fischverluste durch Ammoniakvergiftungen und Freisetzung von Toxinen aus den Cyanos), die Kleinstlebewelt war total kaputt.

    Was bei Becken, in denen es nicht zum GAU kam, am schnellsten wieder da war? Die Cyanobakterien und diesen aufgrund fehlender Konkurrenz oft stärker als je zuvor.
    Ich kenne da wirklich viele negative Erfahrungen. Meist wurde dann das Hobby ganz aufgegeben oder in die Süßwasseraquaristik gewechselt.

    Ganz entscheidend ist aber die Gefahr für die Umwelt und Gesundheit. Da wirst Du hier von Verantwortungsbewussten keinen Zuspruch finden. Was Du letztlich mit Deinem Becken machst, ist Deine Sache, aber Schädigungen anderer Leute sicher nicht. Also lass die Finger davon!!!

    Hinsichtlich der Identifizierung hast Du immer noch nicht reagiert. Optisch sieht es auf den Bildern zwar nach Cyanos aus, aber Fotos sind nicht zuverlässig. Richtig sind Torsten´s Hinweise auf häufige Mischungen in den Belägen. Du hattest vom Verschwinden über Nacht und dem Neuauftauchen bei Tag berichtet. Das wären dann sicher Dinos. Hierzu wäre es jetzt aber auch mein letzter Hinweis. Nur jammern, aber nicht reagieren, bringt nichts.

    Gruß

    Bernd

  • Hi

    Wie meisnt du das mit reagieren , ich habe doch bereits die Alkoholprobe gemacht , da waren es zu 100% Cyanos da sich die Lösung sehr schnell rot färbte , ich habe auch eher gemeint , das sich die Cyanos wenn ich sie abends absauge , was ich ja sonst mache , sie nciht über nacht wieder nachkommen , sondern erst am frühen morgen wenn die Beleuchtung wieder auf volldampf ist , die cyanos die ich nun seid 2 oder 3 tagen nicht abgesagt habe , sie sind auch morgens früh da und gehen nicht weg .
    und womit soll ich noch reagieren , ich habe doch schon viel probiert , Absaugen mache ich ja fast täglich , aber so langsam fällt es mir schwer das noch zu machen , ich habe doch schon geschrieben , salz gewechselt , kh erhöht , Abschäumer im INtervall oder ganz aus , Spuris weg , und die ganze zeit über dosiere ich in der Hoffnung das es wirkt Microbe Lift Nite Out 2 und special Blend , immer in der vollen anfangsdosierung , nichts fruchtet .

    Sicherlich hast du recht mit dem Antibiotika einsatz , aber auch wenn du sagst ich heul nur rum , so langsam habe ich keine lust mehr , meine schöne tricolor ist jetzt auch schon an einem kleinen punkt befallen , und ich will nicht alle Korallen verlieren , würde es mir leichtfallen und nicht die gefahren kennen , dann hätte ich es auch schon längst einfach gemacht .
    Ich Dosiere ja auch bereits seid langen die Kohlenstoffquelle was Thomas? gesagt hatte , das hilft auch nichts , ich werde nun noch versuchen diese direkt in den Boden zu Spritzen , aber ob das was bringt , ich wage es zu bezweifeln ,
    Leider habe ich kein Microskop , sonst würde ich da bereits schauen , ich gucke mal ob ich hier in der Umgebung jemadnen finde der eins hat , aber selbst wenn es Dinos und Cyanos zusammen sind , ich muss ja trotzdem beides weg haben , von daher , oder kann ich nur beides zusammen weg bekommen ?

    Zum Bodengrund , sicherlich ist er Suboptimal was die Lebewesen wie grundeln und seesterne angeht , aber in dem Boden leben bei mir sehr viele kleinstlebewesen , vorallem Mysis und die kleinen Flohkrebse sind dort in scharen unterwegs , das hatte ich in dem feinen Bodengrund im alten becken nie gehabt , und ich glaube auch das es den Cyanos egal ist worauf sie leben , selbst auf kleinen Fadenalgenbüscheln leben sie ja ohne Probleme , und den groben Bodengrund kann ich wenigstens absaugen , bei feinen würde ich ja jedesmal den halben Boden mit durch den Staubsauger ziehen , so war es zumindest immer in meinen alten großen Baschbecken mit feinen Flusssand .
    Und grundeln habe ich eh keine , mag ich auch nicht da ich auch unter anderen eine Teppichanemome habe und auch eine Fungia , sie währen dann sicherlich täglich voll mit sand .

    Antired will ich auch ungern einsetzen , es sei denn ich währe mir sicher das es bei einem einmaligen Eisatz bleibt , da ich ja auch seesterne habe und 2 seeigel und bestimmt 25 Einsiedler , wovon auch ien paar schon recht groß sind , die wollte ich ungern verlieren .

    Zum Thema das Hobby an den Nagel hängen , ich bin eh kurz davor da mir sowas den spaß echt verdirbt , in der Hinsicht war Süßwasser sehr viel einfacher ,währe mein altes 960l Becken nicht kaputt und alt gewesen , dann hätte ich dieses niemals Abbauen dürfen , das lief wenigstens , da gabs mal ne kleine Glasrosenplage , welcher der Tangfeilenfisch aber erledigt hatte .

    Mfg Norman

  • O.K. Norman, dann habe ich Deinen Beitrag hinsichtlich des Verschwindens falsch interpretiert. Meinen Aufsatz zur Cyanobekämpfung kennst Du sicher. Lass alle Zugaben, also auch Kohlenstoffgaben unbedingt weg. Das bringt momentan alles nichts.
    Das tägliche Absaugen ist zwar mühsam, aber sehr sinnvoll. An Steinen und Korallen alle Cyanos mit einem weichen Pinsel abpinseln. Das Absaugwasser filtern und wieder verwenden. Keinen Wasserwechsel machen. Dann testen: a) Nitar und Phosphat leicht erhöhen, Abschäumung reduzieren. Absaugen beibehalten. Gut zwei Wochen beobachten, ob Cyanoentwicklung stärker oder schwächer wird. Wird sie schwächer, dann diese Werte beibehalten.
    Wurden sie stärker oder blieb es gleich, nun b) Nährstoffwerte senken (einmaliger größerer Wasserwechsel von ca. 30 %, Osmosewasser mit nachgeschaltetem Mischbettharzfilter verwenden, möglichst eine neue Salzsorte nehmen; Abschäumer hoch fahren und relativ nass abschäumen, sehr sparsam füttern). Absaugen beibehalten. Wieder gut zwei Wochen beobachten. Wenn Rückgang feststellbar, diesen Weg fortsetzen.
    Wenn weiter keine Besserung eintritt, nach und nach mit jeweils zwei Wochen Beobachtungszeit Strömung reduzieren, Strömungsrichtung ändern, Bakterienmischung ( am besten die neue von Fauna Marin) zugeben, Versuch mit Erdaufguss.
    Wichtig ist, wirklich nur jeweils diese Maßnahmen und sonst absolut nichts durchzuführen. Zeiten unbedingt einhalten. Irgendwann wird ein Erfolg eintreten, auch wenn man da Zeit und Geduld braucht. Wenn man da einmal durch ist und nicht weitere Experimente mit irgendwelchem Zeug unternimmt, bleibt das Becken dann normalerweise auch stabil.

    Gruß

    Bernd

  • "1ml der Lösung genommen und 19ml destiliertes wasser . das ergebniss ist ein witz , mit dem dreck darin habe ich rein messtechnisch gerade mal einen po4 wert von 0,075 mit gilbers gemessen"

    0,075 x 20 halte ich eher für nicht so witzig...

    Bernd Koberstedt:

    " auch wissenschaftlich belegt ist, wird Dich wie üblich nicht interessieren, da Du ja nach mehrfachem Bekunden von wissenschaftlichen Untersuchungen nichts hälts."

    Besonders dann nicht, wenn Deine "wissenschaftlichen Beläge" aus dem Bodensee stammen!
    Während Du hier nur herumtheoretisierst und ständig irgendwelche "wissenschaftlichen" Veröffentlichungen heranziehst, die alles Mögliche behaupten und oft genug unter miesesten Laborbedingungen entstehen, die überhaupt nichts mit unseren Meeresaquarien gemein haben, noch dazu von Leuten, die mit solchen Organismen überhaupt noch nichts zu tun hatten, ziehe ich es lieber vor aus meiner universitären Praxis als Wissenschaftler und Meeresbiologe (übrigens habe ich 2 Jahre als Algologe gearbeitet, wenn auch mit Macrophyten) und bestimmt über 1000 Meeresaquarien, die ich in meiner beruflichen Laufbahn irgendwie begleitet habe, den Leuten praktische Tipps zu geben, die sie auch selbst nachvollziehen können.

    Es geht hier darum, den Leuten bei einem Problem zu helfen und ihnen Verständnis für die Zusammenhänge zu vermitteln und nicht die allerletzte physiologisch mögliche Reaktion einer Tiefsee - Bakterienkolonie zu zitieren, die irgendein Wissenschaftler am anderen Ende der Welt zwei oder dreimal in einem Reagenzglas ausprobiert hat.
    Wie oft sie gar nichts oder das Gegenteil von dem herausgefunden haben, schreiben sie nämlich NICHT in ihre Veröffentlichungen, oftmals dauern solche Versuche nur Tage und haben überhaupt nichts mit unserem konstanten Lebensraum eines Aquariums zu tun.

    Das muß man auch sagen und vor allem VERSTEHEN, wenn man ständig wissenschaftliche Artikel zitiert.

    Norman, Du kannst den Bodengrund durchaus tauschen, wobei ich niemals solchen groben nehmen würde, ist doch klar, daß die Trockenfutterkrümel da durch fallen und Phosphatdepots bilden. Cyanobakterien brauchen wirklich nur sehr wenig davon!

    ich würde folgende Maßnahmen machen:

    innerhalb einer Woche den Bodengrund entfernen
    eine Woche ohne Bodengrund fahren
    dabei ein silberhaltiges Gegenmittel verwenden, gibt es von Aqua Medic oder auch anderen
    neuen, feinen Bodengrund einbringen und mindestens drei Grabseesterne einsetzen

    Das sind Maßnahmen für 100 - 150 Euro, sollten aber Dein Problem lösen.

    Das mit dem Blaulicht hatte ich ja schon geschrieben, schon anhand Deiner Bilder lassen sich die Beläge eindeutig als Cyanobakterien definieren, Du wirst unter einem Mikroskop jede Menge korkenzieherähnliche Zellketten finden, die man so ab 200 facher Vergrößerung gut erkennen kann.
    Laß´Dir mal keinen "wissenschaftlichen" Unsinn einreden, Du brauchst Lösungen, nicht die 275. Meinung, was es noch alles sein könnte

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Torsten,

    das sind keine Untersuchungen aus dem Bodensee, bezüglich der angeblich fehlenden Kompetenz der Wissenschaftler wiederholst Du Dich, dies war ja vorauszusehen (hast Du da einmal Probleme gehabt?),andere Aquarianer als Du haben auch Erfahrungen, manchmal vielleicht sogar längere und Dein ewiges Herumhaken auf dem Tassentest und Bodengrund hat nun auch sicher jeder schon zigmal gelesen.

    Schön wäre es, wenn es so einfach wäre. Dann hätte sich das Problem eigentlich schon längst erledigen müssen. Leider sind aber viele Leute damit nicht weitergekommen und haben - auch schon in diesem Thread - mit guten Argumenten Deiner These wiedersprochen.
    Lass doch einfach die Leute selbst entscheiden!

    Gruß

    Bernd

    Ps. Über persönliche Kompetenzen muss ich mit Dir nicht diskutieren. In meinem engen Umfeld, mit denen ich mich ständig austausche, sind allerdings echte, promovierte Wissenschaftler, darunter der Leiter mehrere Analytiklabore von Eurofins. Persönlich habe ich schon in den 70er Jahren mit Peter Wilkens, zu Zeiten der Anfängen der Meeresaquaristik, engen Kontakt gehabt und manigfach experimentiert. Und hier in Baden und der Pfalz gibt es auch professionelle Meeresaquarianer.

  • Einen interessanten Artikel zum Thema gibt es im aktuellen "Der Meerwasser Aquarianer" 2/2014

    Titel: Rote Schmieralgen und Silikat

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Silberhaltige Mittel wirken auch bakterizid, d.h. sie töten die Zellen aller Bakterien ab. Unterscheiden nach gut oder schlecht, Cyanobakterien oder für die Beckenbiologie unbedingt notwendige, können sie nicht.
    Ein sehr "kompetenter" Vorschlag!

  • Hi
    Das mit dem bodengrund tauschen sehe ich noch ein, anti Red eher nicht, da ich da echt Angst um meine Seeigel und Sterne habe die können doch gerade Silber nicht ab.
    Wenn ich den Boden tausche, dann komplett, oder reicht es ihn vorne zu tauschen da wo die cyanos sind, hinten ist fast unmöglich, alleine wegen dem mittigen steinaufbau, und der 70cm beckenhöhe plus 90er breite..
    Wenn ich bedenke das ich den Boden mit ordentlich Dreck gemessen habe, so daß die Lösung echt braun war, finde ich das nach wie vor nicht viel, ich kann ja mal wirklich nur ein paar Stücke vom Boden nehmen ohne detrius dann wirds bestimmt nochweniger.
    Würdest du denn livesand nehmen oder trockenen Sand?

    Was hälst du vom redsea Sand? Welcher Sand ist wirklich richtig weiß, ??

    Mfg Norman

  • Einen interessanten Artikel zum Thema gibt es im aktuellen "Der Meerwasser Aquarianer" 2/2014

    Titel: Rote Schmieralgen und Silikat

    hi jürgen,

    ja, wäre was dran, wenn nicht auch leute mit ohne silikat cyanos züchten würden.

    oder auf uns bezogen, die leitungswasser pur nutzen, sich vor cyanos nicht retten könnten.

    oder die tatsache, dass in vereinzelten becken des gleichen wasserkreislaufes cyanos temporal auftreten und in anderen nicht.

    also sind noch andere faktoren bestimmend, wenn.

    das ganze theoretisieren ohne nachfolgenden versuch, wie es hier wieder mal passiert, hilft im grunde nix.

    versuch und irrtum sind in der mewaaquaristik immer noch wegweisend, da eine empfehlung, dies oder jenes zu tun, in einem becken hilft, im anderen absolut nicht.

  • Hallo Norman,

    ich hatte es schon oft geschrieben, mit der Suchfunktion hättest du eigentlich drauf stoßen müssen:
    Cyanos halten sich nur dauerhaft auf dem Bodengrund, wenn sie nicht gestört werden.
    In dem Moment wo der Bodengrund regelmäßig bewegt wird, z.B. durch eine Aalgrundel,
    verschwinden sie schnell wieder. Absaugen und direkte Strömung sind daher auch hilfreich.

    Der Hintergrund ist der, dass unsere Cyanos im Aquarium meist keine Heterocysten besitzen
    und daher ein stabiles Mikroklima benötigen, um ihren Vorteil der Stickstofffixierung einsetzen zu können.

    Gruß Armin

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