Dinos, ist irgendetwas in unserem Münchner Leitungswasser?

  • Hallo,

    ich bin langsam am Verzweifeln. Nach dem ich die erste Invasion der Dinoflagellaten mit phycoEx erfolgreich bekämpft hatte, tauchten Unmengen von Cyanos auf. Gegen diese kämpfe ich ungefähr die dritte Woche mit Special Blend und Nite-Out II.
    Diese Plage ist noch nicht einmal vorbei, kommen die schei….. Dinos schon wieder daher und überziehen alles mit ihren braunen Film.

    Meine Vermutung ist, dass sich irgendetwas in unserem Münchner Leitungswasser befindet, dass das Wachstum der Dinos begünstigt.
    Mein Wasser ist Osmose Wasser mit nachgeschalteten Mischbettfilter.

    Vielleicht ist die JBL Osmoseanlage defekt und filtert nicht gut genug.

    Liegt es eventuell an meiner Ai Sol LED Beleuchtung?

    Was kann ich tun um zu verhindern, dass was auch immer im Wasser ist, nicht ins Becken gelangt, sollte es an dem Ausgangswasser liegen?


    LG

    Stefan

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    Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.

  • Hallo,


    Es liegt ganz sicher nicht an deinem Wasser wenn du, wie du sagst über Osmose und Harz Filterst ist da eh nix mehr drin.

    Wenn du wissen willst wie gut dein Ausgangswasser durch Osmose und HArz aufbereitet ist besorg die Leitwertmesser oder wie die Dinger heissen kostet etws um die 20 €.

    Es liegt viel mehr an der Behandlung mit Phycoex, diese wurde vermutlich zu früh beendet. ich hatte dieses Phänomen bei mir auch damals 4 Wochen keine Sichtbaren Dinos nach der Phycoex behandlung, ein paar cyanos und nach 4 Wochen kamen die Dinos wieder, mit dem Nachteil das Ihnen Phycoex nur wenig anhaben konnte. Ich habe auch alles versucht von den Wasserwerten bis zum Licht (LED) es hat alles nix gebracht.


    Gruß Basti

    Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.......

  • Hallo Stefan,

    es ist immer schwer anhand weniger Informationen eine Diagnose zu treffen.

    Können z.B. Kieselalgen ausgeschlossen werden? Ist nur der Sand betroffen oder auch die Deko? Welche Cleaning-Crew gräbt den Sand um, wie sieht es mit der Strömung aus? Hast Du irgendwelche Veränderungen vorgenommen, bevor die Plage ´losging? Stell doch mal ein Foto ein, damit das Ausmaß deutlich wird.

    Nicht immer lässt sich sagen, was der Auslöser war. Ich habe z.Zt. auch mit dem Mist zu kämpfen, ohne dass ich hierfür eine Erklärung habe. Latent sind die Dinos/Cyanos ja immer vorhanden, eine kleine Änderung in der Biologie reicht oftmals aus.

    Ich baue gerade auf meine Grundel, den Sanddollar und die diversen Schnecken...da ich keine Mittelchen zur Bekämpfung verwende. Desweiteren sauge ich ab oder wühle gelegentlich den Sand auf. Sofern ich anhand der Wasserwerte nichts feststellen kann, was bei mir der der Fall ist, heisst meine Devise stören, stören und nochmals stören, bis mein Becken wieder die Oberhand gewonnen hat.

    Grüße

    Michael

  • Zitat

    Ich baue gerade auf meine Grundel, den Sanddollar und die diversen Schnecken...da ich keine Mittelchen zur Bekämpfung verwende. Desweiteren sauge ich ab oder wühle gelegentlich den Sand auf. Sofern ich anhand der Wasserwerte nichts feststellen kann, was bei mir der der Fall ist, heisst meine Devise stören, stören und nochmals stören, bis mein Becken wieder die Oberhand gewonnen hat.


    Genau diesen weg verfolge ich momentan Hartnäckig, abwedeln und jeden abend den boden oberflächig aufwühlen.

    Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.......

  • Hallo Stefan
    Wie sind denn Po4 & No3?

    Ich kann Dir nur sagen wie wir diese weggebracht haben,aber das natürlich kein Patenzrezept darstellt.Allerdings, und das kann Zufall sein, haben bereits zwei weitere in meinem Kollegenkreis das Problem genau gleich erschlagen können. Wir haben bis auf Chemie (das wir nie einsetzen würden) und Lichtreduktion so ziemlich alles versucht.Als sie nur noch im Sand waren haben wir damit gelernt zu leben.Plötzlich habe ich festgestellt das auch die Kalkalgen abnehmen und bin dieser Ursache nachgegangen.Durch den Ansporn das Wachstum der Algen zu fördern habe ich mich darauf konzentriert,möglichst viele mögliche Nahrungskonkurrenten zu fördern und die Mikrofauna noch mehr zu stärken.Durch Zugabe von Strontium habe ich ebenfalls bereits ein Rückgang der Dinos feststellen können.Durch eine wöchentlich 2-malige Zugabe von 12 versch. Staubfutter (plus 1 Deckel Aminos und paar Tropfen Multisanasol und das ganze mit Sewasser verdünnt und gemixt) waren Sie nach 1.5 Jahren Plage, binnen 1 Woche Geschichte.Wir haben also die Nährstoffe nicht gesenkt sondern angehoben und die Kalkalgen zum Wachstum gebracht.

    Aber bereits durch manuelle und vorsichtiger Zugabe von Sr, und stetiger Beobachtung der Korallen, gingen die Dinos zurück und Kalkalgen nahmen zu.

    Ich war auch sehr erstaunt dass meine Kollegen denselben Erfolg damit hatten.Trotzdem ist mit einer allfälligen Überdosierung von Sr nicht zu spassen!Wichtig dabei auch dass die anderen Werte (KH,Ca und vor allem Mg) in Ordnung sind, bzw. im Range liegen.

    Das ist meine Geschichte wie wir diese sehr schnell los wurden. Und wichtig.....Geduld und Ruhe bewahren und immer eines nach dem Anderen vorsichtig ausführen!

    Ach ja, mit der AI hat das überhaupt nichts zu tun.Wir fahren insgesamt 15 Module,verteilt über vier Becken mit untersch. Einstellungen, und können keinen Zusammenhang feststellen. Zudem kenne ich zich weitere Becken welche die AI's haben und keine Probleme mit der Sol Blue auftauchen.Allerdings haben wir zu Testzwecken eine Sol Blue mit einer Vega ersetzt und dort können wir feststellen, dass sich rote Cyanos scheinbar durch das rote Licht sehr wohl fühlen. Unter der Sol Blue sind keine Cyanos vorhanden.

    Viel Glück,das wird einmal wieder besser werden!Übrigens,seither haben wir niemals mehr wieder nur ein Hauch von Dinos gehabt - das sich aber rasch wieder ändern könnte.....

    Gruss Marcel

    Einmal editiert, zuletzt von mba.fish (2. Mai 2013 um 19:44)

  • Hallo Stefan,

    bin immer noch der Meinung, dass sich deine Biologie einfach noch nicht eingespielt hat, du hast relativ schnell Chemie (Phyco Ex) in einem Becken in der Einfahrphase eingesetzt (mit relativ viel totem Dekomaterial) das hat die sich gerade aufbauende Biologie komplett ausgeknockt und auf Null zurückgefahren. Mir gings ja bei der Vergrößerung letztes Jahr genauso: Hilfe Dinos. Sofort Phyco Ex reingekippt, und das in ein Becken mit 12 Wochen Standzeit.... Half natürlich auch nicht wirklich. Ich finde den Ansatz von Marcel sehr interessant das klingt vielversprechend. Aber jetzt Cyanos mit den Bacs bekämpfen und gleichzeitig die Dinos mit Marcels Methode ist viel zu viel für das frische Becken. Ich würde entweder:

    Dinos mit Marcels Methode bekämpfen (Cyanos kommen und gehen auch wieder, es gibt keinen Mewa-Aquarianer, der nicht ein Lied von diesen Bakterien singen kann)

    oder:

    mir 2-3 KG richtig gutes LS schicken lassen, dein nicht so gutes raus machen und im Anschluss ausser moderater Fischfütterung überhaupt nichts machen. Finger für mindestens 4 Wochen komplett aus dem Becken, kein Gefuddel einfach nichts. Ich würde es sogar komplett zukleben damit du gar nicht erst in Versuchung kommst, was aber wegen dem Chelomon schlecht geht.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan!

    Hast Du zum Einfahren Deines Beckens irgend welche Mittel verwendet?
    Welchen Bodengrund hast Du im Becken?

    Früher waren Dinos etwas besonderes und es wurde herum gerätselt woher/wodurch die Wohl kommen.
    In den letzten Jahren sind die anscheinen schon der Normalzustand.
    Einfahren mit einem Wunderbakterienmittel und dazu ein Supertollerextraüberlebenssand seinen ein sicherer Tipp zu sein um auch in den Club der Dinobesitzer aufgenommen zu werden.

  • Hallo zusammen,

    danke für Eure Infos. Es schaut so aus, als ob die Dinos überall und nicht nur hier in München so stark auftreten.

    Ihr habt ja Recht. Die Biologie ist noch nicht richtig eingespielt. Und jetzt kommt das aber.
    Aber zuzusehen wie täglich sämtliche Korallen mit den braunen Belägen der Dinos überzogen werden, ist nicht gerade toll. Die Gorgonie ist Mittag komplett überzogen und nur das freiblasen hilft für kurze Zeit.
    Die meisten Korallen kommen schon gar nicht mehr raus und die die sich doch trauen, ziehen sich sofort wieder ein, nach dem ich anfange die ersten Korallen freizublasen. Ganze Dino Ketten von einer Länge von ca. 10cm die ich eindeutig unter dem Mikroskop identifiziert konnte, wedeln in der Strömung.

    @ Basti, mein Ausgangswasser messe ich immer mit einem Leitwertmessgerät und der Wert liegt bei 8 µS. Für 20 € bekommst Du aber kein Messgerät.

    @ Michael, es sind Dinos, unterm Mikroskop überprüft. Sie sind anfangs am Boden und später auf den Steinen und Korallen. Der Sand wird leider von den Lippfischen ganzschön durchgeschleudert. Die Strömung habe ich nicht verändert und pfeift gut durchs ganze Becken. Verändert habe ich nur das Licht, dass ich von 50% auf 60% erhöht habe.

    @ Reinhard, zum Einfahren habe ich keinerlei Mittel verwendet und auch kein Lebendsand, sondern feinen getrockneten Sand benutzt.

    @ Stefan, wenn ich mich für eine Deiner Methoden entscheiden müsste, würde ich die erste wählen.
    Mag sein das es mit dem teils toten Gestein zu tun hat, aber als ich vor 3 Jahren mit einem 60 Liter Miniriff anfing, waren ausschließlich Lebendgestein drin und es lief erst einmal 6 Monate ein bis ich die ersten Korallen zusetzte.
    Auch hier waren Dinos ohne Ende vorhanden.

    Also werde ich das zu dosieren der Bakterien einstellen und das versuchen was Marcel hier schrieb.

    @ Marcel, kannst Du mir genau sagen, wie viel Strontium pro Liter ich anwenden soll, was für 12 verschiedene Staubfutter Sorten ich brauche und was Du mit „plus 1 Deckel Aminos“ meinst?

    Kalkalgen wachsen bei mir gar keine.

    LG

    Stefan

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    Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Koralle22 (3. Mai 2013 um 08:26)

  • Hallo Stefan,

    ich denke, freiblasen kann nicht viel bringen, Dinoflagellaten können schwimmen. Ich hatte vorgestern einen einsamen Prorocentrum lima unter dem Mikroskop und siehe da, auch der hat eine Geisel und kann sich etwas bewegen, wenn auch scheinbar weniger gut als andere Dinoflagellaten.

    Ich würde empfehlen, die Dinoflagellaten im Rahmen eines kleinen Teilwasserwechsels abzusaugen. Da sich Dinoflagellaten nur ca. 1 mal am Tag teilen können, sollten sie dann recht schnell weniger werden.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    ich wusste gar nicht, dass es verschiedene Dinos gibt.
    Mit dem Freiblasen hast Du recht, denn nach dem ich die Gorgonie gesäubert hatte waren 1 Std. später schon wieder genauso viele drauf wie vorher.

    Die Frage ist nur, warum kommen sie auf einmal so stark zurück?

    Soll ich jetzt jeden Tag einen kleinen Teilwasserwechsel mit absagen machen oder einmal in der Woche?

    Würde es etwas bringen täglich abzusaugen und das Wasser vom Absaugen gleich wieder ins Technikbecken zu leiten.
    Bevor es ins Technikbecken kommt müsste es aber über ein feines Filtermedium laufen.

    LG

    Stefan

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    Der Lösung ist es egal, wie das Problem entstanden ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Koralle22 (3. Mai 2013 um 10:36)

  • Hallo Stefan,

    es gibt ziemlich viele Dinoflagellaten-Arten. Dinoflagellaten sind das wichtigste tropische Phytoplankton, typisch für die nährstoffarmen tropischen Meere um die Korallenriffe.

    Täglich absaugen und das Wasser nicht mehr zurückgeben, ab ins Klo. Mit dem Zurückleiten würdest Du ja die Dinoflagellaten wieder ins Becken bringen. Wie gesagt, die sind beweglich, aber sie vermehren sich relativ langsam, im Gegensatz zu Cyanos. Welches Filtermedium sollte die Dinoflagellaten zurückhalten? Ich habe Zweifel, dass das funktioniert.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    Da ich seit 3 wochen auch Dinos habe, diese aber mittlerweile kaum mehr zu sehen sind, kann ich dir mal sagen was ich gemacht habe.

    Wasserwechsel zeitweise einstellen wegen Spurenelementen zugabe das dürfte den Dinos gefallen
    Absaugen wie Hans Werner sagt brachte bei mir eine Besserung, hab aber anfangs das wasser dur jbl symec micro gefiltt, da werden die dinos herausgefiltert.

    @hans werner
    Also mit dem micro flies (filtert alles was grösser als 1/1000 mm ist raus ( soweit ich weiss bewegen sich dinos zwische 2/1000 mmbis 2 mm. Hat bei mir echt tollfunktioniert. Bis jetzt :smiling_face:

    Was bei mir ganz gut funktioniert hatte war Easy life (oder eben einanders Zeolithpulver wie ultra life von FM) scheint so als bleiben die frei schwimmenden Dinos am Zeo hängen und werden abgeschäumt.

    Schau das du eine Drahtalge bekommst, die ist einsuper nahrungskonkurenz gegen die dinos, habe dann noch die biologie etwas angeregt mit Bacs (in meinem fall habe ich FM ultra bacto blend genommen).

    Ich kann zwar noch nicht sagen ich habe sie besiegt, aber sie sind defintiv am zurück gehen, mal schauen..

    Lg alex

    Einmal editiert, zuletzt von Belavrin (3. Mai 2013 um 11:10)

  • Hallo Stefan

    Das ist nicht leicht zu beantworten, denn ich verwende fertige Spurenkomplexe nach der klassischen Balling-Methode (nach H.W einfach ohne NaCl-freiem Meersalz und nach Rezepturanleitung von Stefan Linder) und jeder Komplex kann anders sein in deren Konzentration. Zudem ist die Menge und Häufigkeit der WW, wie die Menge im Salz enthaltene Sr, auch ein zus. Kriterium. Das heisst, eine solche Zugabe ist jeweils immer auf ein Becken different zu betrachten und zu wählen. In unserem Spurenkomplex indem das SR enthalten ist, besteht aus Strontium/Barium. Die empfohlene Menge pro Liter ist in unserem Fall (!) 5ml/lt Balling-Lösung. Davon haben wir aber zu diesem Zeitpunkt nur ca. 40% zugegeben. Während der Zeit der Dinos lief das also schon so per Dosierpumpe und wurde auch nicht reduziert. Der Rückgang der Dinos konnte ich ab dem Zeitpunkt beobachten, wo ich zusätzlich angefangen habe, täglich weitere 0.2ml Komplex zu geben und habe es bis 0.5ml/lt täglich langsam gesteigert. Unser tägliche Verbrauch zu diesem Zeitpunkt war 0.2ml Strontium/Barium-Komplex (nicht zu verwechseln mit der Lösung die natürlich viel mehr war).

    Fazit: Da müsstest Du selbst herausfinden was Du Deinem Becken zugeben kannst. Aber wenn Du kein Kalkalgenwachstum hast, könnte das ggf. - als generells Aussage zu verstehen - ein Hinweis auf einen SR und/oder MG-Mangel sein. Aber gerade bei sehr hell beleuchteten Becken kann ich ebenfalls immer wieder feststellen, das dieses Wachstum teilweise sehr beschränkt ist - die Kalkalgen lieben eher dunkle/abgeschattete Stellen.

    Beim Staubfutter kommt es im Grundsatz nicht drauf an welche Du verwenden würdest. Wir haben einfach 12Stk. und setze einfach alle ein, weil wir so möglichst für alle etwas bereitstellen können. Aber im Grundsatz ist in den meisten Staubfutter eh immer plus minus dasselbe drin und trotzdem gibt es "leichte" Unterschiede in den Zutaten. Aktuell nehmen wir diese von TM, D-D, ReefPearls und ein schweizer Produkt, plus noch paar Andere. Die Aminos - die wir aber sehr vorsichtig verwenden - sind diese von Microbelift und dienen dazu, die Korallen auf die Füttzerung "vorzubereiten" (Ausfahren der Polypen/Tentakel). Das Multisanasol dient dazu um ein bissle Vitamine und Zucker für Bakis etc. beizugeben.

    Ich würde allerdings zuerst mal das Staubfutter weglassen (Die Zugabe erfolgt(e) bei uns auch deshalb weil wir niedrige Nährstoffe haben) und versuchen ein Kalkalgenwachtum hinzukriegen. Am Ende aber haben wir beides zusammen zugegeben. Aktuell füttern wir nur noch einmal die Woche dieselbe Menge Staubfutter. Diese Menge verteilen wir über VIER Becken.

    Wie gesagt, unser Grundprinzip war einfach der Aufbau aller möglichen Konkurrenten und/oder Fressfeinde zu fördenr. Was schlussendlich der Ausschlag für das Aus der Dinos war, wissen wir auch nicht, aber diese Massnahmen haben bei uns, und bei Anderen, faktisch zum Erfolg geführt, angefangen mit der Zugabe von Sr. Der effektive Grund interessiert mich aber weniger, Hauptsache das Becken, bzw. die Mikrofauna- und flora erhält dadurch ein sichtlich stabiles Milieu.

    Die Empfehlung die H.W macht haben wir auch versucht - wie auch alle Anderen die nun der Sache Herr geworden sind - allerdings bei uns hat das überhaupt zu keinem Erfolg geführt. Heisst aber nicht das dies, je nach Flagellat, nicht helfen könnte.

    Unsere Werte damals:
    - Po4, No3: 0.02, 0.05 (unter 1mg gem. M&N Test)
    - KH, CA, MG: 6.8, 380 - 440, 1280 - 1350
    - PH, Temp: 7.9 - 8.15, 24.4 - 25.5

    Und nochmals: Vergiss was alles immer über die chem. Keulen erwähnt wird, einfach NUR künftig die Finger lassen davon. Früher oder später kommt alles wieder umso heftiger zurück!

    Gruss, Marcel

    Einmal editiert, zuletzt von mba.fish (3. Mai 2013 um 11:32)

  • Hallo zusammen,

    das mit der chemischen Keule dürfte auf die Dinoflagellaten zutreffend sein. Das weiß man auch schon recht lange, da sich Oodinium (der Dinoflagellat Piscinoodinium pillulare) auch mit Kupfer nicht wirklich ausrotten lies, lediglich die Schwärmerphase wurde gestoppt, so dass die Fisch nicht neu infiziert wurden. Viele Dinoflagellaten bilden charakteristische Cysten, die im Boden überdauern und schlüpfen, wenn die Bedingungen wieder besser sind. Piscoodinium bildet auch Cysten.

    Ich habe vor 12 Jahren mal Prorocentrum lima gehabt und diese durch Wasserwechsel wegbekommen. Seitdem habe ich keine Probleme mehr damit gehabt. Ich denke, auch Korallen sind eine gute Konkurrenz zu den Dinoflagellaten.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Absolut! Die Korallen sind ebenfalls als mögliche Konkurrenten zu betrachten, habe ich vergessen! Das wollte ich natürlich auch durch eine erhöhte Zugabe von Staubfutter erreichen. Aber auffällig zum Zeitpunkt der raschen Besserung, war nicht ein besser Stehen/oder Wachstum der Korallen (die standen und wuchsen schon gut), sondern mit der Zunahme der Kalkalgen zu sehen. Das wäre natürlich auch möglich indem man den Korallenbesatz bswp. erhöhen würde.

    Wie erwähnt, es interessiert mich weniger "Was", sondern "Das" wir das Problem so lösen konnten. Mit dem "Was" könnt Ihr Euch (Du/Armin/Kokott) gerne befassen :winking_face: Man muss aber nicht alles verstehen......ich jedenfalls nicht.....und das wird auch (zum Glück) nie der Fall sein.

    Gruss, Marcel

    Einmal editiert, zuletzt von mba.fish (3. Mai 2013 um 11:53)

  • Danke an Euch alle dass ihr mir so zahlreich Hefen wollt,

    @ Marcel, super wie das alles erklärt hast. Wahrscheinlich habe ich noch zu wenige Korallen im Becken und da ich sehr viele Produkte von Tropic Marin benutze, habe ich auch einiges an Zooton und Phyton mit PRO-CORAL REEF SNOW zugegeben, das Licht etwas erhöht und dann ging es mit den Dinos los. Das kann Zufall sein, oder die erhöhte Zugabe von den Nährstoffen hat bei den Dinos etwas ausgelöst.

    Das es Deiner Meinung nach nicht an den Ai Sol liegt, beruhigt mich sehr.

    Also, so wie ich das jetzt verstanden habe, werde ich versuchen die Kalkrotalgen zum Wachsen zu bringen. Ich weiß zwar nicht wie, werde es aber schon rausbekommen.
    Weiter werde ich noch mehr Korallen einsetzen, wie Hans-Werner meinte, täglich absaugen, wobei ich dann noch ein paar Eimer Salz bestellen darf.
    Auch werde ich das Easy Live einbringen.

    Bitte korrigiert mich wenn ich wo falsch liege oder was fehlt.

    Ich habe gerade mein Wasser gemessen.

    KH 7 gerade auf 8 KH erhöht
    MG 1320
    Ca 460

    LG

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    dein Becken ist noch so jung. Und dann lese ich da Dinge wie "sehr viele Produkte von Tropic Marin", "einiges an Zooton und Phyton" und "PRO-CORAL REEF SNOW".

    Warum gebt ihr denn immer gleich so viel verschiedenes Zeug in derartig junge Becken? Die Korallen sind alle noch klein bzw. es sind noch nicht einmal wirklich viele vorhanden. Wer soll das ganze Kram denn verwerten? Ein Überschuss an Nährstoffen freut erst einmal alle Bewohner - auch die unliebsamen.

    Mein Tipp:

    Alles Kram weglassen, Beleuchtung normal, Korallenbesatz aufstocken, regelmäßige Wasserwechsel und ABWARTEN.

    Nun willst du schon wieder an Wasserwerten und sonstigen Parametern basteln. Langfristig wirst du so aus meiner Sicht leider keinen Erfolg haben. Dein Becken ist bestenfalls gerade mal eingefahren. Es braucht eben seine Zeit. Mit Ungeduld und ständigen Basteleien richtest du nur noch mehr Schaden an. Nach meinem Empfinden benötigt dein Becken mal ein bißchen Ruhe. :winking_face:

    Viele Grüße,
    Ina

    P.S.: Ansonsten sieht es doch schon sehr gut aus. Es braucht einfach Zeit.

  • Zitat

    Original von Koralle22
    Das es Deiner Meinung nach nicht an den Ai Sol liegt, beruhigt mich sehr.

    Hmm... zu sehr beruhigt solltest Du darüber nicht sein, denn ausschliessen kannst Du es nicht, im Gegenteil. Bei einer hohen Strahlungsintensität insbesondere im energiereichen Blaubereich kann es durchaus sein, dass die Korallen vermehrt Zooxanthellen aus dem Gewebe ausstoßen, und die können sich insbesondere auf dem Sand ansieden und hier eine Weile vor sich hinleben. Du hast auch viele Cyanobakterien im Becken, da ist ein zu hoher Blauanteil in der Beleuchtung eher kontraproduktiv, ggf. sogar die Ursache. Ich halte einen Zusammenhang mit der Blaulastigkeit für sehr wahrscheinlich.

    Im Übrigen hast Du den linken Aufbau ziemlich "klotzig" gestaltet, damit hast Du zum einen wenig Stellfläche, zum anderen ist das aber eine Senke für partikuläre Einlagerungen, die Dir langfristig Probleme machen werden. Vielleicht überdenkst Du den Aufbau nochmal, jetzt wo das Becken prinzipiell noch recht jung ist. Vor allem wenn Du wie Du es andeutest viel mit Staubfutter arbeitest, entwickelst Du darüber langfristig eine Nährstoffbombe.

    Grüße
    Jörg

    H Hersteller

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