Hallo Community!
Vorweg - für die User, die auch im Ösi-Riff zuhause sind: Ich stell die Fragen hier auf Anraten eines Freundes, weil wir hier die größere Anzahl an Wissenden vermuten. Austria is too small for me (wie schon seinerzeit einer unserer ehemaligen Verkehrsminister mit 1,5%o iger Sicherheit erkannt hat :)).
Die wissenden ÖsterreicherInnen erreichen die Fragen sowieso auch hier.
Spaß beiseite: In meinem Gorgonienbecken hab ich seit kurzem einen Ozonisator im Einsatz. Und dazu eben noch ein paar Fragen.
Das Gerät ist ein Sander Certizon C25, eingestellt auf die geringstmögliche Menge O3 (also grad, dass die Betriebskontrolllampe flackert), kombiniert mit einem adaptierten Tunze Abschäumer 9002.
Vorausschicken möcht ich weiters, dass ich seit Ende Februar Ethanol als Kohlenstoffquelle zuführe, um die wegen der hohen Futtermenge zunächst explodierten Nährstoffwerte möglichst ohne Adsorber und Kohle in den Griff zu bekommen. Das funktioniert so weit ganz gut. Der Ozonisator soll die Abschäumung optimieren und das Redoxpotenzial anheben.
Zu den Fragen:
1) Seit Beginn der Ozonisierung ist der Abschaum wesentlich heller als zuvor (das, hab ich gelesen, ist bei O3-Abschäumung normal), aber auch die Flüssigkeitsmenge ist massiv angestiegen. Dabei ist der Abschäumer 'trocken' eingestellt, die Wasserlinie liegt mehr als 2 cm unterhalb der Markierung auf dem Abschäumerkasten. Wie ist das zu erklären?
2) Ozon oxidiert auch Alkohol. Ich gebe das Ethanol deshalb seit ein paar Tagen in den ins Becken íntegrierten Zooplanktonteil (wo auch das Gros der Futtermenge eingebracht wird). Von dort gelangt der Alkohol zuerst in den Gorgonienteil, und von dort schließlich per Überlauf in das Refugium, wo der Abschäumer werkt. Ich hab angenommen, dass das Ethanol auf diesem langen Weg ohnehin weitgehend verbraucht wird und in nur mehr geringer Menge dort ankommt. Dennoch habe ich seit ein paar Tagen wieder einen leichten Anstieg von NO3 und PO4 gemessen. Das überrascht mich sehr.
3) Interessehalber: Die Redoxsonde soll in einer 3molaren Kaliumchlorid-Lösung aufbewahrt werden. Warum tut's nicht auch eine entsprechend schwache Kochsalzlösung?
Für erhellende Antworten bedankt sich
Linda
