Algen vs. Landpflanzen... aus: Alternative zu Norialgen?

  • Hallo Armin ,

    das höhrt sich aber auch nach einem faulem kompromiss an ...

    ...da unsere fische in unseren aquas eh schon falsch ernährt werden , muss diese falschernährung durch zusätzliche unnatürliche ernährung ausgeglichen werden ?
    das höhrt sich ja wie ne menschliche schlankheitskur an ... da müssen auch immer im nachhinein alte fehler vertuscht werden ... und die wenigsten werden dabei glücklich ...

  • Hallo zusammen,

    bis hierhin habe ich die Diskussion interessiert mitgelesen ohne mich einzumischen, aber nun schreibt Armin etwas, was mir immer schon klar war, er aber als Hypothese bezeichnet und das wundert mich jetzt schon.
    Ich war bisher davon ausgegangen dass es allgemein bekannt (anerkannt) ist, dass Landpflanzen schlecht verwertet werden können und somit nicht als "Vollfutter" geeignet sind.
    Ich persönlich habe "Landpflanzen" eigentlich immer schon nur zur Beschäftigung gegeben, dick werden meine Tiere nur durch zuviel Algenfutter (zurzeit getrocknete rhodophyta) und das sogar recht schnell wenn ich es mit der Menge übertreibe.
    Übrigens: Egal ob ich Möhre, Gurke, Salat oder was mir sonst noch so als "geeignet" erscheint ins Becken werfe, das meiste davon wird zumindest vom siganus nahezu unverdaut wieder ausgeschieden.

  • Hallo Claudia,

    wenn Du immer interessiert mitgelesen hast, sollte Dir nicht entgangen sein, dass eigentlich nie von "Vollfutter" sondern stets von Zusazfutter gesprochen wurde.

    Gruß

    Bernd

    Ach, noch eine Frage: Wie stellst Du fest ob etwas unverdaut ausgeschieden wird? Optisch? Bei meinem Fuchsgesicht löst sich der Kot sofort auf. Da sieht man rein gar nichts!

  • Hallo Thomas,

    du hast recht, im Grunde ist es ein fauler Kompromiss. Wie so vieles in der Aquaristik.

    Die Alternative wäre, Doktorfische nur noch in Artenbecken zu halten, in denen ausschließlich Algen gefüttert werden.
    Oder ihnen beizubringen, den anderen Fischen nicht das tierische Futter wegzufressen. Aber versuch' das mal =)

    Claudia: Du hast vollkommen recht, wenn du sagst, dass das schon immer klar war. Ich wage nicht zu beurteilen,
    wie viel von der Pflanzennahrung tatsächlich verwertet wird. Ein paar Vitamine und möglicherweise einiges mehr wird
    es schon sein.

    Ursprünglich wollte ich ja auch nur bekanntgeben, was sich aus der Auswertung einer langjährigen Beobachtung
    ergeben hat: dass vorwiegend herbivore Fische ohne Algennahrung auskommen können.
    Dass das als Blasphemie gewertet werden könnte, hatte ich dabei nicht bedacht. :winking_face:

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von Armin Glaser


    Ursprünglich wollte ich ja auch nur bekanntgeben, was sich aus der Auswertung einer langjährigen Beobachtung
    ergeben hat: dass vorwiegend herbivore Fische ohne Algennahrung auskommen können.
    Dass das als Blasphemie gewertet werden könnte, hatte ich dabei nicht bedacht. :winking_face:

    Hallo Armin,

    diese Sorge teile ich nicht. Die meisten hier haben wohl das selbe Problem wie wir, nämlich dass sie keines finden können und falls ich Hans-Werner nicht schon wieder falsch einschätze, sieht er die Frage auch nicht mehr ganz so eng. Oder, Hans-Werner?

    Gruß

    Bernd

  • Zwischendurch möchte ich eine ganz praktische Frage stellen: Bereitet ihr das "Landfutter" irgendwie vor? Ich denke in Richtung abkochen/blanchieren :grinning_squinting_face: . Oder hängt ihr den Löwenzahn, vielleicht abgespült(?), so wie er ist ins Becken?

    Grüße, Ben (der die Diskussion wirklich spannend und bereichernd empfindet!)

  • Hallo Ben,

    ich verwende nur Grünzeug aus dem eigenen Garten, welches ich lediglich abspüle. Vom Löwenzahn verwende ich die jüngeren inneren Blätter ohne Stiele, bei Salat auch nur die weicheren Teile, Gern werden Wasserlinsen gefressen, die ich auch aus meinem Teich (ohne Fische!) habe. Gern gefressen werden auch frische Blätter von Wegerich, Beinwell und weiche Kräuter wie Pimpinelle. Im Winter gebe ich Feldsalat. Auch Obst, besonders Banane, fressen alle gern (sogar A. percula schappen sich kleine Reste).
    Nicht angenommen werden bei mir Möhren und Petersilie.

    Gruß

    Bernd

  • HAI

    in einem begrenzten lokalem Raum wie einem Aquarium, in dem nicht selten Tiere aus aller Welt gehalten werden :thup, die sich sonst niemals über den Weg schwimmen würden, fällt es natürlich leicht über einige Sachen hinweg zu schauen.

    Das nun Anemonenfische, Palettis und Co auch Dinge fressen, die Sie in der Natur nicht mal mit dem A.... anschauen würden, ist sehr einfach erklärt.

    Die Tiere sind nicht blöd und vieles wird über den Futterneid gesteuert. Fische erkennen nicht selten den Besitzer, fressen aus der Hand und wenn dann mal Algen rein kommen geht selbst (m)ein Coris drüber........
    Weil die ganze Herde drüber her fällt, daher ist ein Anemonenfisch der Banane frisst nichts besonderes oder gar außergewöhnliches. Ebenso finde ich es immer wieder toll wie Einzelerfahrungen auf die Allgemeinheit reflektiert werden (sollen), sind dann Fische die Möhre fressen Verhaltensauffällig?

    Ich habe bisher selbst ''härteste'' Futterverweigerer ans fressen bekommen, es bleibt kein Fisch auf Dauer ruhig wenn ~30 Fische wie die gestörten durchs Becken ziehen um ihren Brocken zu bekommen und das mal eine Erfahrung die nicht nur aus einem Becken stammt :thup.

    Was ich hingegen Klasse finde, Spekulationen ''Pro Kompost'' sind erwünscht und im Sinne des Anwenders, kommt mal ein Kritiker auf andere Gedanken wird sofort scharf geschossen. Ich habe schon lange aufgehört solchen ''Anwendern'' ins Gewissen zu reden, Hans Werner siehe es bitte aus der anderen Sicht. Wenn sich Neuaquarianer den Thröd durchlesen und unbefangen da ran gehen, werden die ihre eigene Entscheidung treffen, ohne Gegenstimmen wird es auch noch in 20Jahren solche Thröds geben und da habe ich zumindest keinen Bock drauf.

    Ach und ich gehe davon aus es geht gegen Deine Prinzipien, aber es dürfte eine Marktlücke mit enormen Potential sein wenn man neben den Algen auch getrocknetes Unkraut und Co in der Dose anbieten würde. :grinning_squinting_face:

    Ein Schiff im Hafen ist sicher, dafür wurde es aber nicht gebaut.
    Wenn ich irgendwann aufhöre Sachen und Dinge zu hinterfragen und keine Versuche mehr mache und mich nicht weiter entwickeln will, dann ist dies der Zeitpunkt wo ich das Hobby beerdigen werde. :confused_face:
    Es gibt zum Glück genügend Beispiele, sowohl in beiden Richtungen, die mich jetzt schon für die nächsten Jahre motivieren :grinning_squinting_face:

    mfg Chris

  • Hallo Bernd, hallo zusammen,

    weshalb soll ich die Frage irgendwann enger gesehen haben? Ich habe von Anfang an lediglich Fakten gebracht (keine Hypothesen), die dafür sprechen, dass Pflanzennahrung nicht mit Algennahrung gleichzusetzen ist und ein unnatürliche Nahrung für Rifffische ist. Ich glaube, es war die "das haben wir schon immer so gemacht"-Fraktion, die die Diskussion hochgeschraubt hat.
    Ich bilde mir übrigens ein, niemals Hypothesen aufzustellen, die nicht als solche gekennzeichnet sind, z. B. durch einen Konjunktiv. Ich kann ansonsten jedes meiner Argumente belegen und da hätte ich noch eines: In Sindelfingen wurde bei eienm Vortrage über die riffverträgliche Behandlung von Fischkrankheiten auf Vitamin B12 hingewiesen, neben Beta-Glucanen. Der Vitamin-B12-Gehalt von Porphyra (Nori-Algen) wurde irgendwo mit dem von Rinderleber gleichgesetzt. Pflanzen enthalten hingegen überhaupt kein Vitamin B12.

    Was ich nicht ganz verstehe, ist das Problem des Bewegungsmangels. Nach meinen Beobachtungen entspricht der Bewegungsdrang der Fische der Energieaufnahme. In Eichstätt habe ich u. a. Drückerfische wie Melichthys indicus gepflegt, der ist in dem großen quadratischen Becken immer im Kreis geschwommen und hatte einen entsprechenden Appetit. Ruhigere Fische fressen weniger. Wo bewegen sich Fische unnatürlich wenig? Ist das Becken so klein, dass die Fische sich nicht bewegen können? Oder hat es andere Ursachen? Fische, die eine hohes Bewegungsbedürfnis und ein hohes Nahrungsbedürfnis haben sind nach meinen Beobachtungen nicht fett (mit Bauch oder sowas) sondern kompakte Muskelpakete, wo man förmlich die Kraft durch die Haut sieht, bis direkt unter die Rückenflosse.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ist das Becken so klein, dass die Fische sich nicht bewegen können?

    :face_with_rolling_eyes:

    moin hans-werner,

    wir wissen? doch, dass in üblichen becken die bewegungsmöglichkeiten verglichen mit der natürlichen umgebung recht eingeschränkt sind....

    die überlegung, eine futteraufnahme unter diät-gesichtspunkten zu betreiben, um dem fisch die illusion des
    fressens zu geben ( was er in der natur auch ständig tut, ohne seinen mittbewohnern aus langeweile auf den zeiger zu gehen) hat doch in der "gefangenschaft" etwas für sich.

    in früheren tagen habe ich nie meine zebrasomasse mit grünzeug zugefüttert, da ich der auffassung war (und bin), dass solche aufwuchsfresser an der üblichen aquadeco, scheiben etc. immer etwas finden, um sich die zeit durch fressen zu vertreiben. und die burschen sind immer gut genährt gewesen.

    wer mal gesehen hat, mit welchem heisshunger sich docs auf abgekratzte scheibenalgen stürzen, kann erahnen, wie "lecker" diese sind.

    auf der farm werden noris, drahtalgen, caulerpa u. äh. zugeverfüttert.

    macht auch dem menschen spass, da die fischchen aus der hand fressen :]

  • Zitat

    Original von Joe

    :face_with_rolling_eyes:

    moin hans-werner,

    wir wissen? doch, dass in üblichen becken die bewegungsmöglichkeiten verglichen mit der natürlichen umgebung recht eingeschränkt sind....

    Hallo Joe,

    das beste ist das Fragezeichen. Wenn ein Weißkehl vor der Pumpe in der Strömung schwimmt, ist das ja irgendwie auch Bewegung, oder? Acanthurus-Arten haben halt ein größeres Bewegungsbedürfnis als Zebrasoma-Arten, würde ich mal so pauschal behaupten. Irgendwie hat doch jedes Aquarium sein "Hamster-Laufrad", oder? Und die Aquarien in Karlsruhe sind ja auch keine Nano-Becken.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Was ich nicht ganz verstehe, ist das Problem des Bewegungsmangels. Nach meinen Beobachtungen entspricht der Bewegungsdrang der Fische der Energieaufnahme. In Eichstätt habe ich u. a. Drückerfische wie Melichthys indicus gepflegt, der ist in dem großen quadratischen Becken immer im Kreis geschwommen und hatte einen entsprechenden Appetit. r

    ähmm...

    der ist immer im kreis geschwommen, da er infolge der punktuellen überfütterung nix mit seiner zeit anzufangen wusste.

    wie oben schon mal erwähnt.

    wer sein futter nicht suchen muss, kommt auf dumme gedanken und zieht seltsame schlussfolgerungen daraus hinterher :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    :thup Ok, da spricht der Kenner und Könner. Joe, Du schlägst vor? Löwenzahn füttern?

    danke, danke :grinning_squinting_face:

    das nicht aber: "freiheit für drücker karl" :O

    "fütterungszeiten" sind doch nur aufgrund logistischer möglichkeiten entstanden.

    wenn karl sich seine kleinen futterstücke den tag über suchen dürfte, hätte der auch keine lust,
    ständig runden drehen zu müssen...

    ansonsten ist der fisch als solcher mit schlafen/ruhezeiten, fressen und sich vermehren/brutpflege beschäftigt - wie alle lebewesen.

    ausser dem menschen: der braucht "freizeit" :thup, um sich dann wieder zu beschäftigen, damit er nicht ständig im kreise rumläuft :face_with_rolling_eyes:

    ein anthias steht doch nicht aus spass am schwimmen den ganzen tag vor dem riff herum, sondern die notwendigkeit der spärlich daherkommenden futterpartikel ist ausschlaggebend.

    mein fisch braucht schwimmraum.

    hmm, warum eigentlich, wenn er das futter direkt vor die nase bekommt (duckundweg)
    :smiling_face_with_sunglasses:

  • Zitat

    Original von Joe

    wenn karl sich seine kleinen futterstücke den tag über suchen dürfte, hätte der auch keine lust,
    ständig runden drehen zu müssen...

    Scheinst ihn ja persönlich zu kennen. Überhaupt schon einmal Melichthys indicus gehalten? Oder woanders Drücker in entsprechend großen Becken beobachtet? Wo sucht ein Planktonfresser denn seine Futterstückchen? Nicht beim Schwimmen? Was macht ein Rotzahndrücker den ganzen Tag?

    Zitat

    Original von Joe
    ansonsten ist der fisch als solcher mit schlafen/ruhezeiten, fressen und sich vermehren/brutpflege beschäftigt - wie alle lebewesen.

    "Der Fisch als solcher", irgendwie fällt mir da nur Gerhard Polt ein, was sagte der nochmal mit ...(?) als solcher ..., fällt mir leider gerade nicht ein. Jedenfalls beachtliche Aussage, die hat echt Gewicht!
    Zumindest wissen wir jetzt, was Du mit Deiner Freizeit anfängst.

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (12. August 2010 um 11:29)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Überhaupt schon einmal Melichthys indicus gehalten? Oder woanders Drücker in entsprechend großen Becken beobachtet? Wo sucht ein Planktonfresser denn seine Futterstückchen? Nicht beim Schwimmen? Was macht ein Rotzahndrücker den ganzen Tag?

    "Der Fisch als solcher", irgendwie fällt mir da nur Gerhard Polt ein, was sagte der nochmal mit ...(?) als solcher ..., fällt mir leider gerade nicht ein. Jedenfalls beachtliche Aussage, die hat echt Gewicht!

    xanthychtis, odonus...natürlich drehen die ihre futtersuchrunden mit der permanennten ettäuschung, nix zu finden :frowning_face:

    warum sollte, daraus resultierend, der drücker nicht, so wie die docs ballaststoffhaltige/nährstoffarme pflanzennahrung (daraus war mein fischebeschäftigungshinweis entstanden) nährstoffarme "ersatznahrung" als beschäftigungstherapie bekommen?

    zur optimierung von futter wäre der gedanke des gewährens "natürlicher" futtersuche/fressverhalten über den tag verteilt, ein weiter schritt zur optimierung der pflegebedingungen, gell?

    - der mensch als solcher - könnte auch von heinz erhard abgekupfert sein.

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    ... da hätte ich noch eines: In Sindelfingen wurde bei eienm Vortrage über die riffverträgliche Behandlung von Fischkrankheiten auf Vitamin B12 hingewiesen,

    hi hans-werner,

    eingewöhnte fische eines beckenbesatzes werden üblicherweise nicht von selbst krank, und brauchen somit nicht mit b12 therapiert werden.

    schlussfolgerung: b12 ist auch bei der heute gängigen fischefütterpraxis ausreichend vorhanden.

  • Zitat

    Original von Joe
    xanthychtis, odonus...natürlich drehen die ihre futtersuchrunden mit der permanennten ettäuschung, nix zu finden :frowning_face:

    ... und wenn er was findet, macht er ganz genau das gleiche, aus lauter Freude, dass er was gefunden hat! Wow, was sind wir gute Fischpsychologen! :] :thup

  • Zitat

    Original von Hans-Werner


    ... und wenn er was findet, macht er ganz genau das gleiche, aus lauter Freude, dass er was gefunden hat! Wow, was sind wir gute Fischpsychologen! :] :thup

    nunja, eine gewisse verniedlichung nuss einfach dabei sein, um zu verdeutlichen, wie die menschliche sichtweise der fischegesundheit so tickt... :O

  • Hallo Männer,

    @Bernd: Doch doch, ich habe schon mitgelesen. =)
    Mit Vollfutter habe ich mich mißverständlich ausgedrückt, ich wollte damit sagen dass Landpflanzen nicht alles hergeben, was so ein Fisch braucht und das doch eigentlich schon lange allgemein bekannt ist. Deshalb bin ich auch über das Wort Hypothese in Armins Beitrag gestolpert.
    Wie ich darauf komme dass der siganus das Gemüse nicht verdaut? Nun, es kommt mit genau der gleichen Farbe und Konsistenz hinten wieder raus wie es vorne hineingekommen ist, nur in kleineren Stücken. :grinning_squinting_face: Besonders bei Eisbergsalat und Möhren ist mir das aufgefallen.
    Beim zebrasoma habe ich das noch nicht gesehen, der kotet aber auch nicht soviel (Häufigkeit und Menge) wie der Fuchs.

    Armin: Niemals nie nicht würde ich Dir Blasphemie unterstellen!! :yrf
    Wenn "jemand wie Du" so etwas schreibt nehme ich das immer sehr ernst (zum Teil auch unter die Lupe ;)) und dieses Mal dachte ich nur: "Häh? Wieso schreibt er jetzt von "seiner" Low-Energy Hypothese, das sind doch olle Kamellen?" Mittlerweile habe aber auch begriffen dass Du das nicht als Deine "Entdeckung" verkaufen wolltest sondern einfach nur als Dein Fazit. War irgendwie schon spät gestern, sorry!

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    (der mehr Ahnung von Fischen hat als wir beide zusammen)

    Hallo Armin,

    dass ich das noch erleben darf, dass Du zugibst, dass Du praktisch keine Ahnung hast! ... oder zumindest nicht viel ...

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    unterlasse bitte solche Spitzen. Das sollte nicht Dein Niveau sein. Ich bin enttäuscht von Dir. :loudly_crying_face:

    Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Zitat

    Original von Friedrich Nietzsche
    Das stärkste Anzeichen von Entfremdung der Ansichten bei zwei Menschen ist dies, daß beide sich gegenseitig einiges Ironische sagen, aber keiner von beiden das Ironische daran fühlt.

    :winking_face: :winking_face: :winking_face:

  • Hallo Armin,

    danke dass du den Link gelesen hast, scheint hier nicht so üblich zu sein. Eigentlich hat der Link ein wenig das Thema verfehlt, da es um eher carnivore Fische geht, aber egal.
    Ich fasse deine Hypothese mal zusammen:
    "Mal sollte einen herbivoren Fisch mit einem ungeeigneten Futter füttern um die Nachteile eines anderen ungeeigneten Futters aufzuwiegen."
    Ist natürlich provokat formuliert. Es wird auch in der Praxis schwierig sein einen herbivoren Fisch von tierischer Kost fern zu halten, aber das liegt auch an den Arten die vergesellschaftet werden und die haben sich nicht selbst vergesellschaftet. Im Ursprungspost ging es um ein Becken mit Doktoren und einem Lippfisch? Wenn ja, dann sollte man den Zugang zur tierischer Kost auf andere Weise begrenzen können.
    Ihr hab bewiesen dass es machbar ist, sicherlich auch billiger, aber nicht das es besser ist.

    Den Einwand gegen Algenkost wegen des Eintrages an Iod, Kalium und Schwermetallen lasse ich gelten. Das könnte man aber mit ein Algenrefugium auch wieder austragen oder so einen Nährstoffkreislauf aufbauen.

    Was passiert wenn man erst den Balast füttert und dann die tierische Kost? Wird die energiereiche tierische Kost dann besser verwertet da sie sich länger im Darm aufhält? Die Darmaufenthaltszeit lässt sich doch sicher durch einen Praktikanten mal bestimmen?


    Gruss
    Rainer

    ................................................

    2 Mal editiert, zuletzt von Rainer S. (26. Juni 2013 um 20:56)

  • Zitat

    Original von Millenniumpilot
    Hallo Hans-Werner,

    unterlasse bitte solche Spitzen. Das sollte nicht Dein Niveau sein. Ich bin enttäuscht von Dir. :loudly_crying_face:

    Dirk

    Warum? Das ist mein Niwo! Fandest Du das schlecht als Replik auf eine weitere im Indikativ verfasste Hypothese? Ich eigentlich nicht!

    Hannes Kirchhauser würde warscheinlich zu Armin sagen: "Bist bleed, was schreibst denn des ah!" Recht hat er ..., sorry, hätte er!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    "Der Fisch als solcher", irgendwie fällt mir da nur Gerhard Polt ein, was sagte der nochmal mit ...(?) als solcher ..., fällt mir leider gerade nicht ein. Jedenfalls beachtliche Aussage, die hat echt Gewicht!


    ...'fängt vom Kopf her zu stinken an' . :]

    Im übrigen amüsiere ich mich köstlich über die Haarspaltereien der vergangenen Seiten. :face_with_tongue:

    Ich geh mal wieder und hänge derweil etwas Beschäftigungstherapie in die Becken, bevor Schlag 8 die Hauptessensausgabe in Form eines halben kg Frostfutters (übrigens auch mit TK-Anteil Grünfutter) beginnt. Heute als Sosse des Hauses: Garlic Elexier. eben jeden Tag die Abwechslung. :]

    An die nonplusultra-Algen-Fraktion:
    wie ich schon geschrieben hatte: sorgt erst mal dafür, das die Fische die Algen im Aqua dauernd fressen (müssen), und ihr werdet feststellen, wie schnell sie die Lust daran verlieren.
    Des weiteren macht euch einmal erst besser mit den Kulturmöglichkeiten der Algen vertraut und ihr werdet sehen, wie kurz die Vegetationsspanne jeder Turfalge unter Aquarienbedingungen ist (in Becken ohne Freßfeinde). Denn genau diese Algen sind das Futter, auf das die Herbivoren abfahren.

    das zähle ich nicht unbedingt zum Futter:
    Caulerpa in Arten ist unproblematisch in Kultur, -die steht auf dem Speiseplan herbivorer Fische aber auch ganz unten, da die wenigsten mit dem Frass-Schutz Caulerpin zurecht kommen. Als Bereicherung mögen die Alge vlt. Fische empfinden, die Jahr und Tag ansonsten nichts frisch Grünes zwischen die Kauleisten bekommen.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (12. August 2010 um 17:51)

  • Zitat

    Original von Armin Glaser

    Die Alternative wäre, Doktorfische nur noch in Artenbecken zu halten, in denen ausschließlich Algen gefüttert werden.

    Hi ,

    was wäre da so verkehrt dran ? Da muss man sich ja bei anderen arten wie z.b. seepferden auch mit abfinden.
    Ich bin nicht der meinung , das dies bei allen doktoren notwendig ist , mir steht aber immer noch ein schreckensbild von einem gemmatum vor augen , der so überfett war , das ich ihn als den hässlichsten fisch empfand, den ich je gesehn hatte ...
    da geben aquarianer locker 1000 euro für ein exemplar aus , eine ernährung , die die (eigentliche) schönheit dieses fisches sichtbar machen könnte , ist aber zu aufwendig ...
    Auch frage ich mich , ob nicht einige der heiklen arten bei z.b. acanthurus , wesentlich besser zu halten wären , wenn man der ernährung mehr aufmerksamkeit schenken würde.
    Nicht alle fische stecken faule kompromisse seitens ihrer besitzer gleich gut weg ...

  • Hallo Thomas,

    das ist bestimmt nicht die schlechteste Idee in diesem Thread. Wenn man mal zusammenfasst, was man aus diesem Thread über Fischernährung mitnehmen konnte und woran es bei zumindest einem Beispiel eines Problemfisches hapert, sieht das so aus:

    - Falsche Ernährung löst bei Fischen Streß aus, messbar am Spiegel der Streßhormone im Blut.
    - Streß löst bei (empfindlichen?) Fischen Pünktchen aus.
    - Pünktchen treten häufig auf und sind ein gravierendes Problem bei einigen "Problemfischen" wie dem Acanthurus leucosternon.
    - Acanthurus leucosternon ist in der Natur ein Algenfresser, der fädige und fleischige Rotalgen und sogar das fädige Cyanobakterium Lyngbya auf seiner Speisekarte hat.
    - Früher wuchsen in den Fisch- und Mischbecken eher die "Turfalgen". Wenn ich das richtig entsinne gilt A. leucosternon vor allem in den algenfreien Riffbecken als absoluter Problemfisch, zumindest hörte ich das immer wieder als die Zeit der relativ sterilen Riffbecken anbrach.

    Ob das alles direkt zusammenhängt wäre zu überprüfen, zumindest ist das schon einmal ein gutes Zwischenergebnis für einen neuen Thread zu einem alten Thema.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (13. August 2010 um 09:21)

  • Zitat

    - Acanthurus leucosternon ist in der Natur ein Algenfresser, der fädige und fleischige Rotalgen und sogar das fädige Cyanobakterium Lyngbya auf seiner Speisekarte hat.


    da taucht er wieder auf, der Begriff 'in der Natur'... :face_with_rolling_eyes:

    die Weisskehls soll(t)en Lyngbya fressen? interessant!
    Gut für die Natur, schlecht in der Aquarienhaltung; meine beiden tun dies nämlich nicht.
    OK, im Riffbecken mit gemischtem Besatz schlagen sie sich die Bäuche lieber mit Frostfutter voll.
    übrigens: Kerngesund ohne Pünktchen und allabendliche Balz; ich denke, verursacht durch aufgenommenes Seratonin mit übermässigem Banane fressen. :]

    Servus
    Stefan

  • Hallo zusammen,

    mal ein Bericht von mir:
    Eine Löwenzahn-Art (von einer unbekannten Anzahl von Löwenzahn-Arten) von mir zu Hause stellte sich beim Waschen als etwas borstig heraus und wurde seit gestern von Zebrasoma nichtmal mit der Afterflosse angeschaut. Diese wurde heute durch eine glatte Art aus dem Firmengarten ersetzt.
    Porphyra umbilicalis (Nori) wird von Zebrasoma flavescens und Siganus vulpinus gut angenommen, Undaria pinnatifida (Wakame) wird von Zebrasoma bislang scheinbar nicht angenommen, von Siganus schon.
    Heute gibt es noch eine Portion Acanthophora spicifera fürs Wochenende.
    Porphyra wurde heute schon besser angenommen als gestern. Ich habe immer wieder den Eindruck, ein Futter wird erst probiert und wenn der Fisch feststellt, dass das Futter auch von der Bekömmlichkeit her passt, beim nächsten Verfüttern noch besser gefressen. Auch Fische müssen scheinbar erst auf den Geschmack kommen.

    Stefan,

    ich schätze, in der Natur wächst Lyngbya vermischt mit anderen Algen, weshalb im Magen von Acanthurus immerhin knapp 12 % Lyngbya gefunden wurden. Außerdem, ich habe das schonmal (und schon öfter) geschrieben, habe ich festgestellt, dass Algen bei Zugabe bestimmter Wasserzusätze, die Biofilme fördern und möglicherweise den Proteingehalt erhöhen, besser gefressen werden oder überhaupt erst gefressen werden.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (13. August 2010 um 14:56)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo zusammen,

    mal ein Bericht von mir:
    Eine Löwenzahn-Art (von einer unbekannten Anzahl von Löwenzahn-Arten) von mir zu Hause stellte sich beim Waschen als etwas borstig heraus und wurde seit gestern von Zebrasoma nichtmal mit der Afterflosse angeschaut.

    Dann hast Du es vermutlich mit dem ähnlich aussehenden Hieracium (Habichtskraut) verwechselt und das fressen noch nicht einmal die Hasen.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    ich werde mich mal um die etwas genauere Bestimmung kümmern, ich denke aber, dass die Behaarung bei Hieracium (immer?) sichtbar ist und die Blätter weniger flächig und weniger zipfelig als bei Löwenzahn sind. Bei der verfütterten Art waren die Borsten aber nicht sichtbar sondern nur fühlbar, wie ein Stoppelbart. Wie gesagt, es gibt eine unüberschaubare Anzahl an Löwenzahn-Kleinarten, die der Laie nicht/kaum unterscheiden kann. Außerdem werde ich die borstige Art mal den Karnickeln (den vierbeinigen) anbieten.
    Bislang ist mir jedenfalls entgangen, dass es Hieracium-Arten gibt, die für den botanisch interessierten Laien mit Löwenzahn zu verwechseln wären, wir haben aber H. aurantium und eine andere gelbe Art im Garten.

    Da ich die Z. flavescens jetzt etwas intensiver beobachte, war auch Koprophagie zu beobachten. Nachdem der kleinere einen beigen, rasch zerfallenden Kotballen abgesetzt hat, hat er begierig nach den im Wasser schwimmenden Partikeln geschnappt und diese gefressen. Das ist aber glaube ich eine normale Verhaltensweise, die auch ohne Algenfutter beobachtet werden kann, oder? Ich meine, das auch schon früher ohne Algenfutter beobachtet zu haben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Bernd,

    die Blätter waren wahrscheinlich "Gemeines Ferkelkraut", ziemlich unübersichtlich, die Verwandtschaft, ich habe aber genügend sichere Löwenzähne auf dem Heimweg gesehen und habe ja Zeit diese, Salat etc. durchzuprobieren.

    Gruß

    Hans-Werner

  • nach dem Verzehr von Habichtskraut-Blättern sollte ein besseres Sehen und Erkennen derselbigen Blätter kein Problem mehr darstellen. =)
    Habichtskraut als Heilpflanze schärft Seh- und Denkkraft.

    wobei mir beim besten Willen ein Verwechseln der Blätter mit Löwenzahn unmöglich scheint. Die einzige Gemeinsamkeit ist die der Pflanzenfamilie.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (13. August 2010 um 21:00)

  • Zitat

    Original von Stefan C.


    wobei mir beim besten Willen ein Verwechseln der Blätter mit Löwenzahn unmöglich scheint. Die einzige Gemeinsamkeit ist die der Pflanzenfamilie.

    Die Blüten sind sehr ähnlich, nur kleiner und es bildet auch dem Löwenzahn ähnliche Blattrosetten, manchmal sogar mit ähnlich eingebuchteten Blättern, ist aber immer behaart, Löwenzahn nie.

    Gruß

    Bernd

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Bernd,

    die Blätter waren wahrscheinlich "Gemeines Ferkelkraut", ziemlich unübersichtlich, die Verwandtschaft, ich habe aber genügend sichere Löwenzähne auf dem Heimweg gesehen und habe ja Zeit diese, Salat etc. durchzuprobieren.

    Gruß

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    ja, das könnte es auch sein. Dieses ähnelt dem Löwenzahn noch mehr als das Habichtskraut. Da ist eine Verwechslung schon mal möglich.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    na, meine Anmerkung war mehr spitzfindig gemeint :winking_face: ; leider gibts keinen Smilie dafür.

    nebenbei ist
    das Grünzeug mein Beruf , leider schon über 30 Jahre lang :face_with_rolling_eyes:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (13. August 2010 um 22:58)

  • Hallo zusammen,

    dass ich auf bestimmte Beiträge nicht eingehe, da die Antwort eher in ein Psychologie- als in ein Meerwasserforum gehört,
    werden sicherlich alle verstehen.

    Doch zurück zum eigentlichen Thema:

    Rückschlüsse aus dem Fressverhalten der Fische zu ziehen, finde ich schwierig:
    Alle, die Doktorfische halten, machen täglich die Erfahrung, dass diese sich begeistert auf Futter stürzen, das weit
    von dem entfernt ist, was sie in der Natur fressen. Tierisches Frost- und Trockenfutter sticht meist jedes Grünzeug aus.

    Bei Versuchen mit verschiedenen Algenarten, mehreren Salatsorten, Spinat und Löwenzahn beobachte ich vor allem ein Muster:
    gefressen wird am liebsten das, an das die Fische gewöhnt sind. Gab es 14 Tage Kopfsalat, dann wird Spinat
    am ersten Tag beleidigt ignoriert. Umgekehrt kann das Gleiche nach 7 Tagen Spinat dann mit Kopfsalat passieren.

    Eine besondere Auswahllogik kann ich von diesem Fressverhalten nicht ableiten. Eher dass herbivore Fische
    1. gefräßig und 2. ziemlich spießig sind.

    Gruß Armin

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