Schwierigkeiten beim Ablesen der Phosphattests

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    Wenn ich als Ingenieur und nach mehr als 10 Jahren MW-Aquaristik den Test nicht vernünftig ablesen kann, sehe ich das nicht mehr als ein Übungsproblem an.

    hi stefan,

    nun, auch nach 30 jahren ingenieursein habe ich natürlich auch oftmals "farbprobleme" mit unseren tests.

    das wird sich auch (warscheinlich) nie ändern.

    nur mache ich nicht solch aufhebens um eine überbewertete notwendigkeit von supergenauen testergebnissen.

    das hat - so wie pinuccio meint - nix mit überheblichkeit zu tun, sondern mit dem annehmen der zur verfügung stehenden hilfsmittel und dem betrachten des gesamtergebnisses aquarium als solches.

    bis anfang 2002 hab ich den no3 wert "nur" mit dem tetratest gemessen. hellzitonengelb ( 0 - 12,5 mg) war gut und alle korallen standen bestens in ihrer farbenpracht. wurde das gelbs dunkler in richtung des nächsthöheren wertes, wusste ich, dass wieder etwas an no3 zuviel im system war und konnte gegensteuern.

    irgendwann hörte ich von leuten, die den no3 wert sogar unter null bestimmten, weil das eine unabdingbare notwendigkeit sei :face_with_rolling_eyes:

    hilfe, machmal wünschte ich, dass die alten zeiten wieder kämen.

    no3 messen wir z.z. mit dem tm-test. da ist 1 der kleinste wert und wenn der angezeigt wird und die korallen trotztdem (oder gerade desswegen) etwas kränklich aussehen, wird gedüngt und alles ist wieder im lot. und wenn nach der düngung 5mg erreicht wird, ist das auch wurst.

  • Hi Joe,

    das ist durchaus eine berechtigte Frage. Muss die Messung überhaupt so genau sein?

    Wahrscheinlich nicht. Trotzdem erwarte ich, dass ich zu dem gemessenen Farbton auch so grob eine Entsprechung auf der Skala finde. Mehr will ich ja gar nicht. Ich finde, das ist nicht viel verlangt :winking_face:

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Joe
    bis anfang 2002 hab ich den no3 wert "nur" mit dem tetratest gemessen. hellzitonengelb ( 0 - 12,5 mg) war gut und alle korallen standen bestens in ihrer farbenpracht. wurde das gelbs dunkler in richtung des nächsthöheren wertes, wusste ich, dass wieder etwas an no3 zuviel im system war und konnte gegensteuern.

    irgendwann hörte ich von leuten, die den no3 wert sogar unter null bestimmten, weil das eine unabdingbare notwendigkeit sei :face_with_rolling_eyes:

    hilfe, machmal wünschte ich, dass die alten zeiten wieder kämen.

    Hi,

    also was du hierzu schreibst ist vollkommen i.O. sehe ich eigentlich genau so.... so super genau muss man nicht messen stimmt schon. Man muss auch seine Werte nicht alle 2 Tage überprüfen wie das viele hier auch schon behauptet haben. Ein Blick im Becken sagt mehr als hunderte von Tests.

    Ich muss aber sagen, dass ich schon mal Probleme hatte mit sehr wenig NO3 da kam ich mit dem TM-Test nicht sehr weit, sprich ich hatte gar nicht gemerkt das die Probleme durch zu wenig NO3 kamen.... Anfänger halt der gerade mal nicht auf 30 Jahre Erfahrung zurückblicken kann.

    Grundsätzlich aber.... wenn ich nicht so genau messen muss.... stellt man sich die Frage warum für einen Test 49 EUR bezahlen.

    Zitat

    Original von Der_Stevie
    Trotzdem erwarte ich, dass ich zu dem gemessenen Farbton auch so grob eine Entsprechung auf der Skala finde. Mehr will ich ja gar nicht. Ich finde, das ist nicht viel verlangt Zwinkern

    Das ist der Punkt. Wenn ich mir so was für so viel Geld kaufe dann erwarte ich halt ein genauere Handhabung und Bestimmung unabhängig ob das jetzt unbedingt notwendig ist oder nicht !

    Persönlich würde ich den Rowa/Deltec (Merck halt) nie wieder kaufen zumindestens nicht zu dem Preis. Der kann m. Meinung nach auch nicht viel mehr bzw. es bringt nichts. Ich hoffe das der Test von Filtergranulat hält was er verspricht und mehr Test brauche ich nicht.

    PS Joe: Wenn du selbst zugibt das die Tests stark schwanken können und es nicht zu sehr auf die punktgenaue Bestimmung ankommt.... dann hat das doch nichts mit mehr "Übt doch einfach mal ein bisschen" zu tun oder ?
    Auch nach tausend Übungsstunden bleibt der Test doch "genau" so "ungenau" :grinning_squinting_face:
    Anders wäre es gewesen, wenn du gesagt hättest: Achtet nicht immer nur auf den Test und versucht nicht alle Werte zu genau zu bestimmen sonder "übt" ein wenig die "Zeichen" des Aquariums zu erkennen !
    Das sind feine aber nunmal deutliche Unterschiede :wink

  • Zitat

    Das ist der Punkt. Wenn ich mir so was für so viel Geld kaufe dann erwarte ich halt ein genauere Handhabung und Bestimmung unabhängig ob das jetzt unbedingt notwendig ist oder nicht !


    nunja,
    was ist viel Geld?
    Die Billigheimer bis 10,- können doch damit kaum gemeint sein, oder?
    ich bin so vermessen und behaupte mal, Tröpfeltests ab 50,- € aufwärts sind sehr gut zu handhaben und liefern auch gute Ergebnisse.
    Nur der Schund nimmt im Handel überhand; insofern bezweifle ich die Ernsthaftigkeit hinter dem Wunsch der Käufer, möglichst verlässliche Ergebnisse zu erhalten.
    Es ist natürlich nachvollziehbar, dass sich kein Händler eine Testserie eines hochpreisigen Herstellers ins Lager holt; zumal es unwahrscheinlich ist, den ein oder anderen Test vor Ende des MHD losschlagen zu können.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    ich hab hier 16 Tropftests rumliegen. Die wichtigen Tests habe ich von mind. 2, teilweise 3 Herstellern da, weil man keinem so recht glauben kann. Da sind auch relativ teure bei wie Macherey und Nagel, Rowa oder der Fauna Marin Kalium Test dabei.

    Ich wäre froh, für jede Kategorie nur noch einen Test kaufen zu müssen. Selbst wenn dieser dann etwas teurer wäre, wäre es immer noch billiger als diese 2-3fach Sammlung. Diesem einen müsste man dann aber auch trauen können.

    Die jetzige Situation ist nervig. Viele Tests bedeuten auch viele, leider oft nicht übereinstimmende Meinungen.

    Wenn also jemand einen Test für 40-80 Euro macht, der dafür auch funktioniert und sicher zu interpretieren ist, der eine lange Haltbarkeit hat und für den es Nachfüllpacks gibt, dann wär das für mich total in Ordnung. Der Massengeschmack sieht natürlich anders aus, klar.

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    nunja,
    was ist viel Geld?

    viel Geld ist für etwas bezahlen, was eben nicht taugt, z.B. 49 EUR für einen Merck-Test (Rowa/Deltec) der im unteren Bereich zu schwierig zum ablesen ist.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Die Billigheimer bis 10,- können doch damit kaum gemeint sein, oder?

    die Billigheimer wie der TM-Test vom Stefan kosten auch schon wieder zu viel.... weil sie eben nix taugen.

    Wenig ist dagegen der PO4-Test von filtergranulat der anscheinend für 8,95 EUR genau das macht wofür man ihn brauch, und das wahrscheinlich genau so gut (oder schlecht je nachdem wie man es sieht) wie der Merck-Test... aber für ein fünftel des Preises... und schon hat man nichts mehr zu meckern.

    Das ganze nennt sich auch Preis-/Leistungsverhältniss. :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Pinuccio (27. Januar 2009 um 19:03)

  • Zitat

    Original von Der_Stevie
    Hallo Stefan,

    ich hab hier 16 Tropftests rumliegen. Die wichtigen Tests habe ich von mind. 2, teilweise 3 Herstellern da, weil man keinem so recht glauben kann. Da sind auch relativ teure bei wie Macherey und Nagel, Rowa oder der Fauna Marin Kalium Test dabei.

    Ich wäre froh, für jede Kategorie nur noch einen Test kaufen zu müssen. Selbst wenn dieser dann etwas teurer wäre, wäre es immer noch billiger als diese 2-3fach Sammlung. Diesem einen müsste man dann aber auch trauen können.

    Sag mal Stefan warum holst du dir dann nicht einfach eine Referenzlösung (z.B. Multireferenz von Fauna oder auch andere) ?

    Dann kannst du dich für einen Test nach Kategorie entscheiden und kommst womöglich billiger weg.

    Da du offensichtlich viel testest warum probierst du nicht mal den PO4-Test von filtergranulat aus ?
    8,95 EUR ist nicht die Welt.... der Vergleich und deine Meinung hierzu würde mich echt mal interessieren.

    Ich hab das auch vor... brauch aber ersteinmal eine Referenzlösung. Werde berichten.

  • Zitat

    Original von Pinuccio
    Sag mal Stefan warum holst du dir dann nicht einfach eine Referenzlösung (z.B. Multireferenz von Fauna oder auch andere) ?

    Da du offensichtlich viel testest warum probierst du nicht mal den PO4-Test von filtergranulat aus ?
    8,95 EUR ist nicht die Welt.... der Vergleich und deine Meinung hierzu würde mich echt mal interessieren.


    Ist beides in Arbeit... :winking_face:

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Wenig ist dagegen der PO4-Test von filtergranulat der anscheinend für 8,95 EUR genau das macht wofür man ihn brauch, und das wahrscheinlich genau so gut (oder schlecht je nachdem wie man es sieht) wie der Merck-Test... aber für ein fünftel des Preises... und schon hat man nichts mehr zu meckern.


    bitte nichts durcheinander werfen. Merck und Rowa haben die gleichen Reagenzien, aber nicht die identische Farbtabelle. Siehe weiter vorne geschrieben. Merck ist und bleibt Referenz.
    der Rest...
    tut mir leid.
    Das Test-Kid (neue deutsche Rechtschreibung auf der HP :grinning_squinting_face: ) nehme ich nicht ernst; warum? der abgedeckte Testbereich von 0,025-5mg/Ltr.!! Da hat selbst M&N als 'preiswerte' Auflage 2 Tests (zwecks Feinabstimmung) zur Abdeckung des Bereiches.
    Filtergranulat wirbt mit 5-8Ct Kosten pro Test. Mehr nachzulesen brauch ich nicht.

    @Stefan,
    Es gibt relevante brauchbare Tests. Die sind von verschiedenen Firmen und haben dementsprechende Eigenheiten.
    Ich messe z.B Si Süßwasser M&N ~50,-; Si Meerwasser unrelevant; KH von Tetra und TM billiig, Ca Salifert billig, Mg Salifert billig, Nitrat M&N ~ 60,-, PO4 2x M&N zusammen 120,-, Merck original ~100,-, Rowa/Deltec ~50,-.
    Kalium, Strontium usw...man kann sich irr machen, das hab ich nicht.
    Bei Si und PO4 bin ich eigen. Die vielen Tests brauche ich, -um bei Adsorbern die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Servus
    Stefan

  • Hi Stefan,

    bei kH, Ca und Mg habe ich mich auch einfach mal auf TM eingeschossen. Das ist alles nicht so kritisch, die Wiederhogenauigkeit ist sehr gut, kein Problem. Zur Sicherheit habe ich die alle auch noch von Salifert da.

    Dass Rowa und Merck unterschiedlich sind, höre ich zum ersten Mal. Wenn die Reagenzien ähnlich sind, müssten doch auch die Skalen ähnlich sein, oder? Oder ermöglicht der original Merck eine bessere Ablesbarkeit bei niedrigen Werten?

    NO3 wäre mich auch noch wichtig, da ist mein M&N aber noch recht neu. Da fehlt mir noch die Erfahrung.

    PO4 ist eindeutig das größte Problem für mich.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    ich von meiner Seite würde auf den Konsens für aquaristische Zwecke kommen: tendenziell blau oder gelb. :winking_face: (gelbweiß); und schon weiß man wohin die Reise geht. Bei Werten unter 0,04xmg./Ltr. nehme ich als Indikatoren lieber Korallen in der phosphathaltigen Suppe; bei Werten über 0,25mg...nunja :face_with_rolling_eyes:

    Den Unterschied zwischen Merck und Rowa hab ich auch schon weiters vorne dargestellt, 'und warum die abgespeckte Version genauer als das Original sein will' ; die Reagenzien sind nicht ähnlich, sondern gleich!

    Servus
    Stefan

  • @ Stefan C.

    warum so aggressiv und negativ gestimmt?

    Du meinst doch nicht etwa im Ernst, dass ein Farbtest wie deine Referenz das Nonplusultra ist. Leider sehr engstirnig.

    Dann meinst Du bestimmt auch, dass nur die Chemiker von Merck oder M&N in der Lage sind, einen solchen Test zu entwickeln --> Schade, das könnte jeder gute Chemie-Student und ist auch kein Hexenwerk!

    Oder lautet deine Devise: "was nichts kostet ist auch nichts"

    nochmal Schade!

    Wenn Du sagst, dass Merck und Rowa die gleichen Reagenzien haben, bist Du bestimmt vom Fach und hast Dich intensiv mit der Materie beschäftigt. Dann weißt Du bestimmt auch, dass die Kombination der Chemikalien auch unterschiedliche Einflüsse auf die Färbung haben kann. Z.B. wie schnell ein Test blau wird und wie lange die Farbe stabil bleibt.

    --> Das Test-Kid (neue deutsche Rechtschreibung auf der HP großes Grinsen ) nehme ich nicht ernst; warum?

    Kann schon mal passieren, wenn man sich mit XTC-Shops (neben dem ganzen anderen Kram) beschäftigt und froh ist, diesen ans laufen zu bekommen. Jetzt geht bestimmt die große Sucherei los. Ich schenke Dir jetzt ein "t" und dann ist es gut ,-))

    -->der abgedeckte Testbereich von 0,025-5mg/Ltr.!! Da hat selbst M&N als 'preiswerte' Auflage 2 Tests (zwecks Feinabstimmung) zur Abdeckung des Bereiches.

    Jeder Entwickler kann doch den Messbereich selber festlegen. Wo ist da jetzt das Problem? Die von mir gewählten Konzentrationen mit den entsprechenden Farben sind zweckmäßig und lassen sich ohne Raterei unterscheiden. Ich könnte aber auch eine Farbkarte für jeden gewünschten Konzentrationsbereich herstellen. Das ist mittlerweile kein Problem mehr und auch in Arbeit.

    Nicht unterscheiden lassen sich z.B. 0,024 und 0,026 mg/l

    --> Filtergranulat wirbt mit 5-8Ct Kosten pro Test. Mehr nachzulesen brauch ich nicht.

    Warum soll eine entsprechende Analytik auch viel mehr Geld kosten. 50 Cent für solch eine Farbbestimmung sind absoluter Unfug. Es geht auch günstiger. Bei 50 Cent pro Messung trauen sich bestimmt einige nicht oft genug PO4 zu bestimmen und behandeln teure Tests wie Diamanten bis das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

    Das kann nicht Sinn und Zweck eines Tests sein. Lieber öfter und günstiger in bestimmten Phasen messen (z.B. Doppel oder Dreifachbestimmung) als wenig und eventuell falsch. Tod messen sollte man sich jedoch nicht,-))

    In der Hoffnung auf eine weitere fruchtbare Diskussion,

    Peter

  • Moin,

    tut mir leid, wenn ich mit ein bißchen OT versuche euch wieder runterzuholen.

    20% aller europäischen Männer haben Probleme mit der Farbwahrnehmung insbesondere in den Mischfarben wo grün und rot enthalten sind! Frauen haben dieses Problem nur zu 5%.....deshalb sind die hier wohl auch so wenig vertreten....

    Ich bin sogar recht stark Farbenfehlsichtig....die ganzen Tests sind für mich demnach fürn :arschix:!

    Joe betrachtet das ganze eben von einer etwas flappsigen Art....und ich habe sehr viel davon gelernt (nur 2 persönliche Gespräche und hier im Forum). Mein (sagen wir mal) Mentor im Meerwasser, war ähnlich. Der sagte nur, beobachte die Korallen und mit der Zeit weißt Du was sie brauchen und was ihnen fehlt und ob die Wasserwerte passen!
    Mal ehrlich, wer viel misst, misst Mist! ...und lieber ein gut laufendes Becken mit schlechten Werten, als ein schlecht laufendes Becken mit guten Werten.

    Die Wasserwerte sollten nur einigermaßen konstant und im richtigen Verhältnis sein und mir reichen dafür die Augen meiner Freundin oder die von mir gesehenen Grauwerte! Da reichen sogar die Tests von JBL aus!

    M.f.G

    Markus

  • Zitat

    Original von filtergranulat
    Oder lautet deine Devise: "was nichts kostet ist auch nichts"

    diese Devise haben viele :winking_face:

    Zitat

    Original von filtergranulat
    --> Filtergranulat wirbt mit 5-8Ct Kosten pro Test. Mehr nachzulesen brauch ich nicht.

    Warum soll eine entsprechende Analytik auch viel mehr Geld kosten. 50 Cent für solch eine Farbbestimmung sind absoluter Unfug. Es geht auch günstiger. Bei 50 Cent pro Messung trauen sich bestimmt einige nicht oft genug PO4 zu bestimmen und behandeln teure Tests wie Diamanten bis das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

    :thup :thup :thup bin da absolut der gleichen Meinung.

    Manche verkaufen Schei..sse als Gold und viele kaufen das auch noch ab... nach dem Motto wenn es so viel kostet muss es ja Gold sein. Frag mich was bei dieser Analytik so viel kostet soll... die Genauigkeit bei den Aquaristik-Test ist nicht besonders und muss es ja auch nicht sein !

  • Zitat

    Manche verkaufen Schei..sse als Gold und viele kaufen das auch noch ab... nach dem Motto wenn es so viel kostet muss es ja Gold sein.


    na, das ist eigentlich das Niveau, auf das ich immer gerne verzichte. Das Thema ist meist ausgelaugt,wenn der endgültige Trumpf in Fäkalsprache ausgespielt wird :ylol .

    @ 'filtergranulat' :] ,
    ich und agressiv :confused_face:
    ich weiß mittlerweile Ruskin's Leitsatz 'für wenig Geld viel an Wert zu erhalten' auch und gerade in der Aquaristik einzuschätzen, da ich jahrelang von der Prämisse 'gut und günstig' (ich nenn es heute 'geiz ist geil') fehlgeleitet wurde.

    Zitat

    Du meinst doch nicht etwa im Ernst, dass ein Farbtest wie deine Referenz das Nonplusultra ist. Leider sehr engstirnig.
    Dann meinst Du bestimmt auch, dass nur die Chemiker von Merck oder M&N in der Lage sind, einen solchen Test zu entwickeln --> Schade, das könnte jeder gute Chemie-Student und ist auch kein Hexenwerk!


    nunja,
    von der Sichtweise aus betrachtet, wie mir nun die Worte in den Mund gelegt werden, hab ich es noch nicht betrachtet...
    schlechte Chemie-Studenten beim Mischen sind anscheinend auch in den renommierten Firmen vertreten; wie sonst sind die verschieden gezogenen Proben mit Abweichungen jenseits von Gut und Böse erklärbar?
    Ich habe nicht behauptet, dass jemand anders nicht fähig wäre, einen Test zu 'entwickeln'. Den Durchschnittspreis pro Messung jedenfalls als Verkaufsargument oder Entscheidungsrelevanz anzusehen...jeder trifft die Entscheidung für sich alleine. :winking_face:
    Ich bin nun doch etwas in der Branche involviert, um zu wissen, was 'entwickelt' oder nur gehandelt wird. Und hier hier tun sich wahre Abgründe auf .

    Bis jetzt hat mir noch kein Billig-Test in 10 Jahren Praxis chargenübergreifende Stabilität glaubhaft machen können. Am Rande: ich verbrauche im Jahr 2x Merck, 1x M&N, 2-3 Rowa und ca. 10 Billigtests ; alle in PO4.
    Ich denke, da messe ich etwas öfter als der Durchschnitt.
    Mal ganz ehrlich: Wie hoch ist bei dem Test der Ungenauigkeitsfaktor, wenn die Meßrelevanz von 0.025 - 5 !!!mg reicht? Warum wird, wenn der Test doch extra entwickelt wurde, solch eine Bandbreite gewählt?
    Natürlich ist vieles vom Anwender abhängig-, hat man schon auf Seite 2 gelesen. :face_with_rolling_eyes:

    Servus
    Stefan

  • Hallo zusammen,

    das ist ja eine heiße Diskussion hier, in der mir aber noch ein paar Fakten fehlen.

    Den Zusammenhang zwischen höherem Preis und höherer Qualität sehe ich aus meiner Erfahrung ähnlich wie
    Stefan. Das heißt aber nicht, dass man jemandem die Chance verweigern sollte, für wenig Geld etwas Gutes zu verkaufen.

    Bei vielen Tests ist der Wert der Messreagenzien der kleinste Anteil. Verpackung, Werbung und Handel machen
    meist viel mehr aus. Und eine ordentliche Qualitätskontrolle sollte einkalkuliert sein, ich glaube die fehlt bei
    einigen der günstigeren Produkte.

    Zum Farbinterpretetation: Ich bin immer wieder überrascht, wie sicher sich viele beim Ablesen ihrer Tests sind. Ich
    selbst würde nie wagen, auf Grund eines Farbvergleichs mit bloßem Auge eine exakte Angabe zu machen.
    Gut ablesen lassen sich Tests mit Farbumschlag, wie sie bei KH, Ca und Mg üblich sind. Auch Kalium kann man
    inzwischen recht sicher bestimmen (gegen eine Referenz). Bei Nitrat kommen die Unzulänglichkeiten des Tests
    selbst zum Tragen, daher sollte man nie mehr als eine Abschätzung der Größenordnung erwarten.

    Nun aber zum Phosphat. Die Farbe, die beim Messen entsteht, ist einfach BLAU. Das Problem ist nur, dass das
    menschliche Auge nicht in der Lage ist, eine einzelne Farbe aus einer Mischung herauszufiltern. Wenn das
    Aquarienwasser z.B. gelb ist, dann entsteht die Mischfarbe grün. Davon nur den Blauanteil zu bewerten ist eine
    Kunst, die nur ein Photometer beherrscht. Daher verstehe ich nicht, warum Aquarianer, die wirklich an genauen
    Phosphatergebnissen interessiert sind, nicht ein oder zweihundert Euro in ein ordentliches gebrauchtes
    Photometer investieren.

    Gruß Armin

  • @ Stefan C.

    --> schlechte Chemie-Studenten beim Mischen sind anscheinend auch in den renommierten Firmen vertreten;

    der ist gut!! Dank Fieber ist meine Körpertemperatur gerade um 3° gesunken wieder auf Normaltemperatur zurück gegangen =)

    --> Den Durchschnittspreis pro Messung jedenfalls als Verkaufsargument oder Entscheidungsrelevanz anzusehen...jeder trifft die Entscheidung für sich alleine. Zwinkern

    Ich finde die Einheit "Geld pro Messung" nicht uninteressant. Es ist zumindest etwas transparenter und ist ja überall zu finden.

    --> Bis jetzt hat mir noch kein Billig-Test in 10 Jahren Praxis chargenübergreifende Stabilität glaubhaft machen können.

    Mag ja sein, dass der Test "billig" ist. Er wird aber nach einigen Updates auch noch teurer werden.
    Bzgl. der chargenübergreifenden Stabilität: Ich betreibe eine Qualitätssicherung und komme auch noch aus der Instrumentellen Analytik. Ich arbeite sehr akribisch und ungeprüfte Chargen gehen bei mir nicht raus. Das kann ich mir auch nicht erlauben! Ich verwende hochwertige Chemikalien, die ebenfalls einer QS unterliegen, für meine Test's und keine technischen Chemikalien. Das erhöht enorm die Stabilität.

    --> Mal ganz ehrlich: Wie hoch ist bei dem Test der Ungenauigkeitsfaktor, wenn die Meßrelevanz von 0.025 - 5 !!!mg reicht?

    Ich denke mal, dass hier Klärungsbedarf besteht. Du darfst den Ungenauigkeitsfaktor nicht über den ganzen Messbereich betrachten sonder nur auf die einzelne Konzentration beziehen. Betrachte lieber die Ungenauigkeit von z.B. 0,025 mg/l (ich hätte auch 0,024 nehmen können)

    Fakt ist: man kann für jede Konzentration eine blaue Farbe festlegen, wenn die entwickelte Rezeptur ok ist. Da spielt der Messbereich und Linearität überhaupt keine Rolle. Er könnte auch von 0,001 - 100 mg/l gehen, wenn es bei diesen Anfangs und Endwerten überhaupt eine sinnvolle Farbe geben würde, die für eine Farbkarte verwertbar ist.

    Richtiger bei einer Farbkarte wäre, wenn man bei z.B. 0,025 mg/l eine +/- Angabe machen würde/könnte. Aus dieser +/- -Angabe könnte dann schon abgeleitet werden, dass solch ein Test auch Schwankungen hat und die Konzentrationsangabe fehlerbehaftet ist. Dann würde auch niemand in Panik verfallen, wenn der Messwert anstatt 0,025 z.B. 0,023 betragen würde.
    Ich glaube, dass es ein deutschen Syndrom ist, bei solchen unrelevanten Abweichungen in Panik zu verfallen. Ich zumindest für meinen Teil würde Zahlen nie alleine vertrauen sondern und immer eine Plausibilitätskontrolle durchführen.

    Der Konzentrationsbereich ist nicht alleine auf meinem "Mist" gewachsen. Ich habe die Konzentrationsstufen (als Nichtaquarianer) nach Rücksprache mit Salz-, und Süßwasseraquarianern festgelegt. Eigentlich sollte ein Test für beide Zielgruppen daraus entstehen. Das ist wohl ein Fehler gewesen.

    Welche Konzentrationen hältst Du denn für sinnvoll?

    @ Fischsuppe

    --> Joe betrachtet das ganze eben von einer etwas flappsigen Art.
    --> Der sagte nur, beobachte die Korallen und mit der Zeit weißt Du was sie brauchen und was ihnen fehlt und ob die Wasserwerte passen!


    Das finde ich persönlich auch richtig so.

    Mittlerweile habe ich viele Telefonate mit MWA'lern geführt. Die "alten Hasen" sehen schon beim vorbeigehen am Aquarium, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Sie lassen sich nicht so schnell durch eventuell falsch gemessene Werte in die Irre führen.
    Messwerte sind immer ganz sinnvoll, wenn man auch eine Gegenkontrolle durchführt.

    @ Armin

    --> Das heißt aber nicht, dass man jemandem die Chance verweigern sollte, für wenig Geld etwas Gutes zu verkaufen.

    Ich denke, dass wir alle nur mit Wasser kochen und es auf die Qualität der eingesetzten Chemikalien ankommt.
    Geschrieben hatte ich ja schon, dass das kein Hexenwerk ist. Ein Hexenwerk ist jedoch für mich die Farbkarte gewesen. Ich habe sehr viele Messungen und Farbvergleiche bei den entsprechenden Konzentrationen durchgeführt, bis die Farbe der Reaktionslösung mit der gewählten Farbe für die Farbkarte übereinstimmte. Das hat richtig Nerven gekostet, da die Farbe blau auch nicht so einfach auf das Papier zu bringen ist. Irgendwann hat es dann aber geklappt.
    Mit den Fehlausdrucken der Farbkarte könnte ich auch ein größes Gästeklo tapezieren. Da ist schon einiges an Papier und Tinte durch den Drucker gelaufen bis ich zufrieden war.

    --> Zur Farbinterpretetation: Ich bin immer wieder überrascht, wie sicher sich viele beim Ablesen ihrer Tests sind. Ich selbst würde nie wagen, auf Grund eines Farbvergleichs mit bloßem Auge eine exakte Angabe zu machen.

    Sehe ich ebenfalls so. Auf den Farbkarten steht eine Zahl in mg/l , die einer Schwankungsbreite unterliegt
    und berücksichtigt werden muss. In diesem Bereich ist aus analytischer Sicht noch Klärungsbedarf.
    In der Aquaristik sind ja nicht nur Chemiker unterwegs, die einige Sachen etwas differenzierter Betrachten und aufgrund ihrer Ausbildung auch betrachten können.

    Das Hobby Aquaristik sollte aber auch nicht zu sehr "verchemisiert" und "vermesstechnikt" werden. Der "grüne Daumen" kann oft schon helfen.

    Gruß, Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    6 Mal editiert, zuletzt von filtergranulat (28. Januar 2009 um 04:14)

  • So, da heute Sonntag (also Testtag) ist, habe ich mal wieder mein Glück am Rowa Phosphattest versucht.

    Ich bekomme als Ergebnis ein blasses Grün. Ich hab anhand der Tips in diesem Thread mal versucht, nur auf die Blaukomponente zu achten. Das gelingt ganz gut bis hinunter zu 0,092. Bis hierhin kann ich gut vergleichen und sehe, dass mein Messergebnis unter 0,092 liegt.

    Zwischen 0 und 0,092 wird der Test für mich eigentlich unbrauchbar. Die Vergleichsskala kippt darunter extrem ins Gelbe, die gemessene Probe aber nicht. Dadurch sind für mich mit dem bloßen Auge keine Blautöne mehr unterscheidbar.

    Trotz aller Tips hier: für den unteren Bereich ist der Rowa für mich unbrauchbar. Meine Acropora Echinata funktioniert als Indikator im unteren Nährstoffbereich deutlich besser, nur leider zu langsam :winking_face:

    Mit dem Tropic Marin Phosphattest kann ich (wie eingangs schon beschrieben) erst recht nichts anfangen.

    Ich warte jetzt mal auf den Test von Peter. Auch wenn der angeblich verdächtig billig ist. Wenn er funktioniert, würde ich über diesen Nachteil hinwegsehen können :winking_face:

    Gruß
    Stefan

    Nebenbei: die Tropfflaschen von TM gehen mir langsam auch mächtig auf den Zeiger. Im Gegensatz zu Rowa, M&N etc. neigen die TM Flaschen immer dazu, anfangs nur halbe Tropfen, ein paar Spritzer oder Luftblasen abzugeben. Also muss ich die ersten 1-3 Tropfen immer in ein Papiertuch geben, bis saubere Tropfen kommen. Wo ich grad mal am meckern bin...

  • Hallo Stefan,

    ich habe zwar nur den Merck und nicht den Rowa hier, aber die sollten ja eigentlich identisch sein. Bei mir ist die
    Vergleichsfarbe für 0,046 ein zwar schwaches aber eindeutiges Blau. Vielleicht ist bei deinem Test beim Druck was
    schief gegangen.

    Vielleicht können ja noch ein paar Rowa-Besitzer einen Blick auf ihre Farbskala werfen und das Ergebnis berichten.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    in meinem Eingangsposting kann man die Farben der Skala halbwegs erkennen. Es wirkt real allerdings noch ein wenig gelber. Ich versuche gleich mal, ein Bild mit ordentlichem Weißabgleich davon zu machen.

    Gruß
    Stefan

  • So, ich hab die Skala nochmal einzeln fotografiert. Die Farben werden natürlich trotz Weißabgleich noch verfälscht. Ich denke, man kann aber sehen, dass man die 3 linken Felder nur noch schlecht nach ihrer Blauintensität unterscheiden kann. Und, dass man eine Probe, die ein blasseres Grün als 0,092 hat, nur noch schwer zuordnen kann.

    Vielleicht kann ja jemand ein geeignetes, gebraucht erhältliches Photometer empfehlen. Mit den vorliegenden Tests und ohne Photometer kann ich die Phosphatmessung nämlich eigentlich auch ganz einstellen.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    danke, dass du das Bild hier reingestellt hast. Ich finde es wirklich gewagt, dass hier noch eine 0,024 mg/l Stufe
    eingefügt wurde. Das Merck-Original hat diese nicht und sie kommt mir eher wie ein Ratespiel vor.

    Als Photometer für die Phosphatmessung kannst du jedes mit 690 nm Filter verwenden. Da werden immer mal
    wieder bezahlbare versteigert.

    Gruß Armin

  • Liebe Leute
    Als Weihnachtsgeschenk habe habe ich den Ratgeber Meerwasserchemie bekommen.Auf Seite 113 ist der Rowa Test abgebildet
    Jetzt muss Ich lesen, es ist ein Ratespiel!
    Hier im Forum wurde er immer empfohlen, seltsam!

    Herbert

  • Zitat

    Original von herbertm764
    Jetzt muss Ich lesen, es ist ein Ratespiel!
    Hier im Forum wurde er immer empfohlen, seltsam!


    Bislang haben ja nur ich und Pinuccio Schwierigkeiten mit dem Test gemeldet.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan

    Ich habe mit dem Test absolut keine Schwierigkeiten. Mein Problem ist, ich stelle fest , derjenige der die Abbildung
    im Ratgeber Meerwasserchemie herausgebracht hat,hat den Test noch nie selber benutzt.

    Schönen Abend noch

    Herbert

  • Hallo Herbert,

    ich glaube Armin ging es mit dem Ratespiel nur um den Wert 0,024 und nicht um den ganzen Test.
    Ich halte es mittlerweile so, das ich bei Werten zwischen 0,046 und 0,092 zufrieden bin.
    Ab und an ist er auch mal bei, farblich gesehen, unter 0,14.
    Gruß Thomas.

    PS ich lasse ab und an den Test von meiner Frau gegenchecken.

  • Dank Peter bin ich jetzt glücklicher Besitzer von PO4 Referenzlösungen.

    Da ich den Tropic Marin Test noch rätselhafter fand als den Rowa, habe ich gleich mal damit losgelegt. Also eine 0,05 Referenzlösung genommen, in die andere Küvette Osmosewasser.

    Das Ergebnis habe ich als Foto angefügt. Die Küvetten stehen bereits auf den richtigen Feld. Jetzt mal Hand hoch, wer hätte die Probe auch diesem Farbfeld zugeordnet, ohne das Ergebnis vorher zu kennen?

    Ich würde mal sagen, unter 0,3 brauche ich den TM Test gar nicht auszupacken. Für >0,3 brauche ich aber keinen Test mehr.

    Gruß
    Stefan

  • Der Rowa hat sich etwas besser geschlagen. Mit der Lernhilfe "Referenzlösung" kann man den evtl. benutzen.

    Die Färbung der Probe entspricht zwar nach wie vor keinem Feld der Skala. Aber bei 0,05 erziele ich immerhin genau das gleiche blasse Grün wie bei meinem Beckenwasser.

    Beim Rowa passt also nur die Skala nicht zu meinem Beckenwasser. Mit einer Referenzlösung ist der Test aber interpretierbar. Der Sinn der Sache ist das allerdings auch nicht...

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan ( Der_Stievie ),

    hast Du Dir schon den Phosphattest von filtergranulat.de besorgt, und getestet?
    Mich würde mal Deine Meinung interessieren, da ich diesen benutze.
    Martin Kuhn ( Aquacalculator ) empfiehlt auch diesen Test.

    MfG.: Thorben

    AQ-Daten: 100x70x60 ; Technikbecken 80x35x40 ; Seaqualux F6x39W mit Coral Light ; Eheim 1250 Förderpumpe ; H&S Abschäumer150-F2001 ; 3x Tunze 6055 ; Tunze 7096 USB Controller; Osmoseanlage 900Ltr/Tag mit Entmineralisierungsfilter ; Heizer 200Watt von Jäger; 45KG Lebendgestein; Rising-Sun mit dimmbarem Mondlicht; Notstromsystem; Multifilter von Schuran als Phosphatfilter

  • Hallo Herbert,

    nicht gleich so aufregen! Lieber etwas gründlicher lesen.

    Ich schrieb, dass ich die 0,024 mg/l Stufe des Rowa-Tests als Ratespiel empfinde, nicht den Test als solchen.
    Dass ich selbst eine etwas aufwendigere Analytik betreibe, als sie mit einem aquaristischen Schnelltest möglich ist,
    sehe ich nicht als persönlichen Makel an =)

    Und beim Lesen des Ratgebers findest du Sätze wie diesen: "Auch die kolorimetrischen Tests renommierter
    Hersteller sind nur Schnelltests, eigentlich dazu gedacht, vor Ort eine ungefähre Bestimmung zu machen."(S.112)

    Gruß Armin

  • Ich habe inzwischen Peters Phosphattest bekommen und war einigermaßen positiv überrascht. Im Gegensatz zu Rowa und TM werden auschließlich Blautöne angezeigt. Sowohl auf der Farbkarte als auch in der Messlösung. Es gibt keine Gelb- und Grünkomponenten, die das Ablesen verhindern.

    Ich konnte mein Beckenwasser eindeutig mit 0,05 bestimmen. Ohne Photometer. Und ich konnte die Messung mit einer Vergleichslösung bestätigen. Von einer solchen Bestimmung war ich mit Rowa und TM weit entfernt. Die dominierenden Gelb- und Grüntöne machten mir ja eine Einordnung der Blauwerte unmöglich.

    Was mit Rowa ging, war folgendes: in eine Küvette eine 0,05er Vergleichslösung, in die andere das Beckenwasser. Dann über einer weißen Fläche vergleichen. So kam ich auch mit dem Rowa auf einen Hinweis auf eine Größenordnung von 0,05. Die dargestellten Farben haben aber kaum Ähnlichkeit mit der Farbskala. Praktikabel ist das aus verschiedenen Gründen nicht. Man hat meist keine Vergleichslösung und man kennt auch meist das Ergebnis nicht schon vor der Messung.

    Die Abstufungen sind im unteren Bereich auch bei Peters Test natürlich ziemlich fein. Die Unterscheidung 0,025/0,05/0,075 war teilweise recht kniffelig. Ich habe mir mit einer hellen, weißen LED Leuchte beholfen. Wenn ich dann (wie hier vorher empfohlen) immer wieder hin und her gehe, kann ich die Probe zuordnen.

    Peters Test ist noch nicht 100% perfekt (scheint ein Vorserienexemplar, schon mit Glasküvetten gewesen zu sein), aber für mich im Vergleich zu Rowa und TM trotzdem der klare Sieger. Die Preise habe ich für diese Wertung nicht berücksichtigt. Da von 3 Tests nur einer ein vernünftiges Ergebnis liefert, ist die Wertung auch ohne den Preisvergleich klar.

    Für mich ist das alles beruhigend. Ich dachte schon, ich sei zu doof für eine Phosphatmessung.

    Als nächstes wünsche ich mir einen Nitrattest von ihm (oder von den anderen Herstellern), der Werte unter 5 sauber auflöst :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    ich benutze auch den Test von Peter Gilbers, und bin sehr zufrieden. Die Glasküvetten sendet er mir bei der nächsten Bestellung mit ( habe ich mit Ihm so abgesprochen, da ich extra versenden für unwirtschaftlich halte ).

    Auch ich würde mich freuen, von ihm weitere Meerwassertests zu bekommen. Mal sehen was die Zeit bringt.

    MfG.: Thorben

    AQ-Daten: 100x70x60 ; Technikbecken 80x35x40 ; Seaqualux F6x39W mit Coral Light ; Eheim 1250 Förderpumpe ; H&S Abschäumer150-F2001 ; 3x Tunze 6055 ; Tunze 7096 USB Controller; Osmoseanlage 900Ltr/Tag mit Entmineralisierungsfilter ; Heizer 200Watt von Jäger; 45KG Lebendgestein; Rising-Sun mit dimmbarem Mondlicht; Notstromsystem; Multifilter von Schuran als Phosphatfilter

  • Hallo,
    mit anderen Tests wird es noch sehr lange dauern.

    Nitrat ist nicht so toll wegen des Reduktionsmittels. Weiter runter als 1 mg/l komme ich im Moment nicht. Habe ich gestern noch getestet. Eine Feinabstufung unterhalb von 1 mg/l ist zur Zeit für mich unmöglich. 2 - 100 mg/l sind aber kein Problem. Weiterhin muss der Test so gestaltet werden, dass schon anwesendes Nitrit im Becken vor der Analyse mit einer Chemikalie "unbrauchbar" gemacht wird. Sonst hat man einen Mehrbefund an Nitrat. Nitrat wird im ersten Schritt zu Nitrit reduziert und nur Nitrit ergibt eine Farbreaktion.
    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Chemikalien nicht so lange halten. Die Nitrat/Nitrit-Chemikalien stehen jetzt seit ca. 5 Monaten im Regal bei Raumtemperatur. Die Farben, die ich damals für die einzelnen Konzentrationen ermittelt habe, stimmen jetzt nicht mehr überein und ergeben ein schwächeres Rot respektive weniger NO3/NO2 (Minderbefund). Dieser Punkt muss auch noch überprüft werden.

    Silikat ist da schon eine größere Baustelle. Soweit ist die Rezeptur schon fertig. Mir ist es aber noch nicht gelungen, reproduzierbare Ergebnisse zu erreichen, die auch auf eine Farbkarte übertragbar sind.

    Mit GH und KH bin ich auch schon relativ weit. Die Ergebnisse stellen mich aber auch noch nicht zufrieden.

    Gruß, Peter

    Schwerpunkte: Instrumentelle Analytik, Entwicklung analytischer Methoden und Adsober

    http://www.filtergranulat.de

    Einmal editiert, zuletzt von filtergranulat (14. Februar 2009 um 11:43)

  • Zitat

    Original von filtergranulat
    Weiter runter als 1 mg/l komme ich im Moment nicht. Habe ich gestern noch getestet. Eine Feinabstufung unterhalb von 1 mg/l ist zur Zeit für mich unmöglich. 2 - 100 mg/l sind aber kein Problem.


    Hallo Peter,

    unter 1 wäre schon recht extrem. Da würde ein einzelnes Farbfeld "0-1" sicher reichen. Aber der Bereich 1-5 wäre interessant. Zumindest eine Art Auflösung "0-1, 1-3, 3-6" oder ähnlich wäre schon ein Fortschritt.

    Evtl. könnte man ja zwei verschiedene Tests machen. Einen groben (ab 5mg) für Fischbecken und einen feinen (1-10) für Korallenbecken. Nitrit dürfte in gut laufenden Korallenbecken eigentlich kein Thema sein.

    Ich hau jetzt mal meine Wünsche raus, unbelastet von Wissen hinsichtlich der Machbarkeit :winking_face:

    Gruß
    Stefan

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!