Spurenelemente durch Wasserwechsel

  • Hai zusammen,

    nachdem ich die gleiche Frage schon beim Thema "Königsweg beim Wassrwechsel" gestellt hatte, der thread sich aber wohl schon verflüchtigte nier noch ein anderes Problem:

    Es gibt doch dieses Rechenbeispiel, zum Thema der Nährstoffzunahme aufgrund von "Zins und Zinseszinseffekt" , das rechnersich darstellt wie sich das Nitrat bei nicht vorhandener Abbauleistung im System kumuliert. Gut, das ist ein Thema für sich :-).
    Die Frage stellt sich mir allerdings was die Kompensation verbrauchter Spurenelemte anbelangt. Wenn man hier mal die Rechnung aufmacht wird man feststellen, dass sich egal wie hoch der Gehalt der im frischen Wasser gelösten Spuren ist, früher oder später die Geschichte immer mehr nach unten entwickelt, es sei denn, im Salz wären erheblich mehr Spurenelemente enthalten als benötigt, dann allerdings in Dosen, die vermutlich nicht sonderlich gesund sein dürften.

    Wer weiss was??? Aufzeigen!

    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen,

    Du zeigst in geradezu genialer Weise in wenigen Sätzen die ganze Spurenelemente-Problematik auf!

    Da wir nur sehr wenig zuverlässiges über die Bioverfügbarkeit, die Konzentrationen der Spurenelemente und deren Relevanz im Aquarium wissen, bleibt es eine Art Glaubensfrage.

    Kurz gesagt: Wenn ein Spurenelement, sagen wir Kupfer, nicht bioverfügbar ist, wird es auch nicht verbraucht und verbleibt somit im Wasser. Es gibt nun Leute, die meinen, dass, weil wir das Hundertfache der natürlichen Konzentration in Aquarien finden, Kupfer im Überschuss vorhanden sei. Wenn es aber nicht bioverfügbar ist, kann diese Konzentration mit einem Kupfermangel einhergehen und die hohe Konzentration konnte nur deshalb entstehen, weil das Kupfer hier nicht bioverfügbar ist. Alles klar, oder?

    Wasserwechsel ist immer gut, ob es noch Spurenelemente braucht, muss man die Korallen fragen. Meine haben noch nie nein gesagt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Wasserwechsel ist immer gut, ob es noch Spurenelemente braucht, muss man die Korallen fragen. Meine haben noch nie nein gesagt.

    hi hans-werner,

    du sitzt ja auch an der quelle..... :grinning_squinting_face:

    durch steigerung der ww zeigt sich im allgemeinen eine erhellung der korallengrundfärbung (porcellaneffekt) mit ggfls. einer verstärkung von farben bei manchen korallenarten.

    ob diese wirkung aufgrund von reduzierung oder zuführung von "stoffen" beruht....?!

  • Hallo Zusammen,

    das wird wohl auf das jeweillige Spurenelement ankommen. Zum Beispiel Jod (und andere Spurenelemente) werden relative schnell abgebaut. Hier ist durch einen Wasserwechsel zu erwarten dass diese Werte ansteigen und damit den Korallen als Nahrung zur Verfügung stehen.

    Anders sieht es bei den Spurenelementen aus die nur langsam abgebaut werden. Eine Verringerung derer ist nach meiner Logik nicht zu erwarten da diese Werte ja im Becken nich höher sind als im frisch angesetzten Wasser. Ergo, erhöht sich auch hier wenn auch nur sehr wenig, die Konzentration. Allerdings gilt dies auch nur solange man davon ausgeht dass die im frisch angesetzten Wassern enthaltenen Spuren optimal zur Versogrung ausreichen, und man ansonsten keine weiteren Spurenelemente zudosiert.
    Dosiert man zusätzlich Spurenelemente kann es auch sein dass die Werte höher liegen als im frischen Wasser und diese durch einen Wasserwechsel sinken.

    Das sind jetzt mal meine eher Laienhaften Überlegungen.

    Was meine Erfahung angeht, so ist es auf jeden Fall so dass die Korallen und auch andere Lebewesen bei einem häufigeren Wasserwechel besser stehen. Und ich kenne viele Becken die allein durch einen regelmässigen WW (alle 1-2 Wochen min. 10%) ansonsten schon seit Jahren ohne zusätzliche Spurenelemente auskommen und die Tiere bestens gedeihen und optisch so sind wie wir sie uns wünschen.

    Es kommt letztendlich darauf an dass jeder mit seinem Becken eigene Erfahungen sammelt um die für ihn / sein Becken optimale Versorgung zu gewährleisten. Pauschale Aussagen können aufgrund der Andersartigkeit eines jeden Beckens eh nicht getroffen werden.

    Christian A.

    Webmaster / Administrator


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    Marubis e.V.

  • Zitat

    Original von Christian A.
    Zum Beispiel Jod (und andere Spurenelemente) werden relative schnell abgebaut. Hier ist durch einen Wasserwechsel zu erwarten dass diese Werte ansteigen und damit den Korallen als Nahrung zur Verfügung stehen.

    Hallo Christian,

    genau das passiert nicht, da die Werte ja im gesamten Becken verbraucht werden und durch den Wasserwechsel von sagen wir mal 10% die Werte ja nur für diese 10 % angehoben werden wenn die Salzmischung optimal zusammengesetzt ist. Die anderen 90% Wasser bleiben bei ihren abgesenkten Werten. Selbst wenn die Dosierung einiger Bestandteile im Salzgemisch höher als optimal sind wird sich die Gesamtmenge allmählich verringern. Das ist ja genau das was mich nachdenklich stimmt...?(

    Grüßle Jochen:wink

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  • Hallo Jochen,

    bei Jod (und auch Strontium) ist es so dass dieses innerhalb einiger Stunden nicht mehr im Wasser nachweisbar ist. Daher ergibt sich beim WW eine Erhöhung und keine Senkung des Jod-Gehaltes.

    EDIT: Daher geht die Empfehlung die man oft lesen kann in die Richtung dass zumindest schnell flüchtige Spurenelemente täglich zudosiert werden. Ich habe allerdings bisher keinen Unterschied feststellen können zwischen täglicher Jod und Strontium Dosierung zu keine Dosierung bzw. über den ww.

    Christian A.

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    Marubis e.V.

  • Schönes Thema

    Wie ist den wenn ich meinen Auto-Wasserwechsel Laufen las (1l in 1 H Bei 1600 L Wasser ) Und dazu meinen Kalki Laufen lasse ???
    Wie ist das dann mit den Verzinsten Spuris ??? --- Versteht ihr was ich meine ? Also würde der Kalki dieses Manko abfangen....oder ist das weniger von Bedeutung ???????
    oder soll mann doch Spuris Zufüren ??????

    Gruß Gerald

    Mein Becken

    Duh dich net ab..................des wird scho wieder ................

  • Hallo Jochen,

    deine Überlegung wäre richtig, wenn im frisch angesetzten (künstlichen) Meerwasser so viele Spurenelemente
    wie im natürlichen Meerwasser vorhanden wäre. Tatsächlich ist es aber so, dass die meisten Spurenelemente
    in unserem künstlichen Meerwasser in weitaus höheren Dosen vorhanden sind als in natürlichem, oft das hundertfache
    und mehr. Daher versorgen regelmäßige Wasserwechsel alle Beckeninsassen mit Sicherheit mit fast allen Spurenelementen.
    Ausnahmen könnten Iod und Brom sein, es liegen aber noch keine ausreichenden Untersuchungen dazu vor.

    Wasserwechsel haben im Bezug auf Spurenelemente aber noch eine andere, nicht zu unterschätzende Funktion:
    Sie begrenzen die Menge der Spurenelemente auch nach oben, so können sich potentiell toxische Elemente nur
    begrenzt anreichern.

    Gruß Armin

  • hallo

    und was ist, wen man noch dazu kohle verwendet?
    da werden doch die spuris eher reduziert und der as holt auch einiges, oder?

    da gibt es doch eine alte "studie" im netz in englisch, da wird behauptet, das die salze die wird verwenden zu viele spurenelemente enthalten
    der eine oder andere alte hase hier wird sich sicher noch daran erinnern?!?
    ich hab den link leider nicht mehr :frowning_face:

    Einmal editiert, zuletzt von riffito (27. August 2008 um 01:54)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    ob es noch Spurenelemente braucht, muss man die Korallen fragen. Meine haben noch nie nein gesagt.

    wenn ich meine Korallen frage , halten sie immer den Mund :ylol

    ...sie haben jedenfalls noch nie ja gesagt.

    Es bleibt eben wie du schon sagst eine Glaubensfrage , solange man die Werte nicht messen kann , und ich glaube , das es eben lange dauert bis wirklich mal was fehlt , da dem Becken ja normalerweise immer Spuren durch Futter zugeführt werden und die meisten Stoffe brauchts halt eben wie der Name schon sagt , eben nur die Spur...
    Sachen wie Jod lassen sich ja messen und einigermassen gesteuert zuführen.
    Und wenn die Korallen schlecht aussehen ohne Spurendosierung und besser mit ist die Sache ja einfach.
    Ansonsten kann es ja oft schwierig sein ,die Ursachen zu deuten .
    Ich habe in meinem System immer grosszügig Makroalgen wachsen lassen , und diese sollen ja Grossverbraucher von Spuris sein , meine Korallen haben sich noch nie beschwert ... :ylol
    Ausserdem nehme ich mal an das es bei stark mit Korallen besetzte Becken mit viel Technick möglicherweise
    eher mal knapp werden könnte.

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Tatsächlich ist es aber so, dass die meisten Spurenelemente
    in unserem künstlichen Meerwasser in weitaus höheren Dosen vorhanden sind als in natürlichem, oft das hundertfache
    und mehr.

    Wasserwechsel haben im Bezug auf Spurenelemente aber noch eine andere, nicht zu unterschätzende Funktion:
    Sie begrenzen die Menge der Spurenelemente auch nach oben, so können sich potentiell toxische Elemente nur
    begrenzt anreichern.

    Hallo Armin,

    das würde doch eigentlich bedeuten, dass die hundertfache Menge einiger Elemente auch giftig sein müßte oder irre ich mich. Bei einem frisch eingefüllten Becken müssten sich doch dann alle eingesetzten Tiere extrem verfärben durch diese Unmengen an Spurenelementen.

    Weiterhin hätte man doch dann den selben Effekt was die Surenelementversorgung anbelangt wenn man ausschließlich die im Salz vorhandene Mischung reinkippt und nicht ständig auch das NaCl austauscht.

    Die Sache mit den Giftstoffen ist netürlich ein anderes Argument.....

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Tja, Thomas,

    die Sprache der Korallen ...

    Dass Spuren mit dem Futter (für die Fische?) zugegeben werden, halte ich nur für bedingt richtig, denn der Fisch braucht ja auch diese Spurenelemente. Das ist ja der ganze Hintergrund, weshalb Organismen Spurenelemente anreichern.

    Armin, diese Behauptung ist in der Pauschalität einfach falsch. Woher nimmst Du diese Zahlen? Die neueren Salzuntersuchungen (z. B. Inland Reef) haben Ergebnisse erbracht, die lagen für Kupfer und Zink bei 3 - 5 x für die meisten Salzmischungen. Lediglich für Blei wurden in allen Salzmischungen nach dieser Untersuchung hohe Faktoren von 100 und mehr gefunden. Da das aber an der sehr geringen natürlichen Konzentration von Blei liegt und nicht an hohen absoluten Mengen in den Salzen, dürfte das Blei recht schnell als Bleicarbonat in den Aragonitskeletten landen.

    Für mich stellt sich auch die Frage, wer kennt die tatsächlichen Konzentrationen der variablen Spurenelemente in Riffen, die ja in der Regel küstenbeeinflusst sind? Shimek meint, es gibt unzählige Untersuchungen, zuviele um eine zu zitieren!!! Ich kenne das Netz in dieser Hinsicht ganz gut (habe einen Vortrag zu diesem Thema für ein Symposium in Holland vorbereitet) und von diesen Untersuchungen habe ich keine gefunden, nicht einmal ein Abstact. Wer weiß, was das bedeutet, kann die Lage einschätzen. Um Verschmutzungen und deren zeitliche Abfolgen im Riff zu untersuchen, werden in der Regel Korallenskelette herangezogen, weil hier die Spurenmetalle so schön angereichert und konzentriert vorliegen!

    Da Strontium nicht verdunstet und auch nicht sonderlich schnell verbraucht wird, kann es nicht kurzfristig verschwinden. Strontium wird wie Calcium ca. um den Faktor 1000 in Korallenskeletten angereichert.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Da Strontium nicht verdunstet und auch nicht sonderlich schnell verbraucht wird, kann es nicht kurzfristig verschwinden. Strontium wird wie Calcium ca. um den Faktor 1000 in Korallenskeletten angereichert.

    Hallo Hans-Werner,

    dann scheint es hier unterschiedliche Aufassungen darüber zu geben. Im Netz liest man sehr oft dass Strontium innerhalb meherer Stunden durch Abschäumung und anderen Abbauprozessen verflüchtigt ist und täglich dosiert werden sollte um eine Unterversorgung zu vermeiden. Kann natürlich sein dass es sich hier um veraltete Informationen handelt und darüber mittlerweile neue Erkenntnisse vorliegen.

    Christian A.

    Webmaster / Administrator


    80x80x80 cm, ca. 500 Liter, 1x 400 Watt HQI, 2x 24 Watt T5, 2x Tunze Stream, ZC Cyclon AS 1500, Technikbecken mit ca. 80 L netto, Förderpumpe 3000 l/h


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  • Morgen zusammen !

    Ich sage ganz klar, man(n) braucht "keine" zusätzlichen Spurenelemente bei ausreichendem WW !
    "Aber", jeder macht andere Erfahrungen !

    Bei mir werden 60L die Woche bei 520L netto gemacht.
    Etwas Preis Minerlsalz dabei fertig. Es wird immer zwischen sechs Sorten Salz gewechselt.
    Dosiert wird noch etwas Organotrace (Spurenelemente auf Organischer Basis).
    Wie Christian schon schreibt sind Jod und Strontium nach einer Zeit nicht mehr nachweisbar,
    dieses wird auch dosiert.

    Das es wunderbar klappt siehst Du hier: Klick

    Weiniger ist oft mehr ! :winking_face:

    Viele Grüße, Gerd

  • Hallo Christian,

    die Abschreiberei ist in allen Gebieten ein echtes Übel. Es gibt Legenden, die haben nie gestimmt und werden trotzdem über Jahrzehnte einfach abgeschrieben. Das ist nicht nur in der Meeresaquaristik so, hier habe ich nur manchmal den Eindruck, es gibt fast mehr Legenden als überprüftes Wissen.

    Es gibt aber tatsächlich Spurenelemente, die messtechnisch verschwinden können, die man aber wieder "hervorzaubern" kann. Ich habe das einmal mit Eisen probiert. Das war schon eine halbe Stunde nach der Zugabe mit einem Test Kit nicht mehr messbar, obwohl die Konzentration hätte messbar sein müssen. Durch die Zerstörung der Organik und damit der biologischen Komplexbildner (Siderophore, Chelatine), konnte es wieder nachweisbar gemacht werden.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Morgen Hams-Werner !

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    was ist denn drinn im "Organotrace"?

    Im Grunde sind es Spurenelemente, aber eben auf organischer Basis.
    Davon dosiere ich zur Zeit die Hälfte wie angegeben.

    Die Angaben sind von der HP von M.Mrutzek !

    Gehalt pro 1mL Lösung [mg]:

    Kohlenstoff : 11,19
    Kalium : 5,91
    Bor : 0,27
    Lithium: 0,34
    Eisen : 0,30
    Mangan : 0,20
    Molybdän : 0,10
    Zink : 0,10
    Nickel : 0,05
    Chrom : 0,05
    Cobalt : 0,05
    Kupfer : 0,08
    Vanadium: 0,03


    Viele Grüße, Gerd

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    erkennst Du den Widerspruch in Deinen Aussagen?

    War mir klar das Du darauf hinaus wolltest ! :winking_face:

    Organisch stehen die Spurenelemente aber als Futter !?
    Aber im grunde das selbe, irgendwo hast Du schon recht.


    Viele Grüße, Gerd

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Christian,

    die Abschreiberei ist in allen Gebieten ein echtes Übel. (...)

    Hans-Werner

    Ich habe nichts abgeschrieben oder drgl. sondern lediglich Informationen zusammengefasst wiedergegeben die ich im laufe der Zeit in den weiten des Netzes und in Büchern mehrmals lesen konnte. Und zu den Quellen gehört u.a. das Forum, Korallenriff.de und diverse Fachbücher. Wenn ich diesen Quellen kein vertrauen schenken darf, wem denn dann noch?

    Ich ja bin kein Chemiker oder Laborant der die Möglichkeit hat alle Informationen (jetzt speziell auf Spuren bezogen) auf Richtigkeit zu prüfen da mir das Wissen und die Mittel dazu fehlen. Daher bin ich auf die Aussagen von namhaften Authoren und zu guter letzt zu einem großen Teil auch auf meine Erfahrungen beschränkt.

    Christian A.

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  • Hallo Christian,

    ist auch kein Vorwurf an Dich gewesen, es geht mir nicht um unser Geplauder, das hier ungeprüft steht, es geht um die Abschreiberei bei Veröffentlichung, die auch also solche konzipiert sind, also um Bücher, Artikel etc..

    Gerd,

    das mit dem "organisch" bedeutet nur, dass da irgend eine organische Säure, Essigsäure, EDTA, was weiß ich, drin ist, um z. B. das Eisen in Lösung zu halten, sonst nix. Ansonsten sind da genau die anorganischen Spurenelemente-Salze drin, wie überall anders auch. "Organisch" steht hier nicht für "von biologischer Herkunft".

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    ahh alles klar dann habe ich Dich missverstanden sorry :winking_face:

    Christian A.

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    Marubis e.V.

  • Irgendwie erinnert mich dieses Thema auch an die "Kalium- Problematikk", die hier vor einiger Zeit heiss diskutiert wurde.Dazu gibt es ja nun eine Aufklärung.Der Verbrauch von Kalium lässt sich ja (nun) messen, und Fakten liegen auf dem Tisch.
    Hier in Norwegen fahren einige Leute immer noch voll auf der Myte ab , ohne Kalium(zusatz) - kein Erfolg mit Steinis...
    So ist es leider (noch) nicht mit den meisten Spuris , und dennoch wird uns die Wichtigkeit eingepredigt , so dass viele von uns besorgt sind , zuviel oder zuwenig zu machen...
    ... mich würde mal interessieren , ob es eigentlich dokumentierte Fälle gibt , wo ein Zuviel oder Zuwenig wirklich zu PROBLEMEN geführt hat ?

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (28. August 2008 um 01:10)

  • Hai,

    genau desshalb hat mich die Sache ja interessiert! Wenn manche nur Wasserwechsel machen und nichts zugeben und ein Verbrauch stattfindet, wird sich die Menge der Elemente unweigerlich verringern. Das kann man ganz einfach errechnen.
    Mich würde auch mal interessieren was in den Salzen überhaupt alles so reingemacht wird an Spuren. Kann mir nicht vorstellen, dass sämtliche im Meer befindlichen Elemente dazugepackt werden. Hat jemand eventuell mal was darüber gelesen?

    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo zusammen,

    mit Interesse habe ich das Für und Wider zum Thema "Wasserwechsel" verfolgt.
    Der Kommentar von Armin Glaser trifft den Nagel auf den Kopf.
    Es ist nämlich unbestritten, daß mit dem Wasserwechsel (in ausreichender Menge) die kompletten Komponenten einer ausgewogenen Salz- bezw. auch Spurenelementenmischung ins Wasser kommen.
    Diese Ausgewogenheit lässt sich schwer mit der Vielzahl der am Markt angebotenen Lösungen erreichen.
    Und das auch noch in einem Arbeitsgang!
    Ich bin vor Jahren auch der allgemeinen Hysterie verfallen, mein Beckenwasser mit den vielfältigsten Mittelchen anzureichern. Der Aufwand für die Herstellung der verschiedenen Lösungen hat Zeit und Geld gekostet. Fertigprodukte kosten noch mehr!
    Aber was ich als viel unangenehmer empfunden habe, war die Tatsache der Unkontrollierbarkeit in Bezug auf die bereits vorhandene komplexe Wasserchemie meines Beckens.
    Was fällt wann und wie aus? Was muß wann und wie ersetzt werden? Was reichert sich an und verbleibt im Wasser? Was wird evtl. zur Zeitbombe?
    Das Milieu ist bei jedem unserer Becken ein anderes. Also kann es auch keine allgemein verbindlichen Dosierungsvorschriften geben. Herstellerrichtlinien sind mehr als vage....
    Seit 2 Jahren tätige ich bei meinem 2000l Riffbecken einen wöchentlichen Wasserwechsel von bis zu 10%.
    Die Korallen danken es mir.
    Sehr positiv hat sich das bei meiner "Problemkoralle" gezeigt.
    Seit vielen Jahren versuch ich nun schon die Seriatopora hystrix größer als 20cm zu ziehen.
    Das ist, mit der Methode "Wasserwechsel" jetzt kein Problem mehr.
    Die Koralle ist momentan größer als ein Fußball und wächst und wächst.....
    Diesen Erfolg hatte ich mit meinen früheren "Aufbereitungsmethoden" nicht.
    Ich beziehe den Erfolg auf die Komplexheit der Seesalzmischungen, was ein klarer Vorteil gegenüber der eigentlich nur partiell angewandten Dosierungsmetoden mit einzelnen Ingredenzien ist und den dementsprechenden Unsicherheiten.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo ,

    Vielen Dank für dein Statement , wieviel Wasserwechsel hast du denn vor den letzten 2 Jahren gemaht ?
    Dein Becken steht ja schon 'ne Weile , und wenn das Beginnen mit Wasserwechsel vor 2 Jahren die einzige Änderung war , dürfte man wohl Schlüsse ziehen dürfen aus deinem Beispiel !
    Ich bin eigentich davon überzeugt , das so gut wie alle Spurenmittelzusätze mehr zum Wohlbefinden des Aquarianers( und der Hersteller) beitragen als dem der Korallen.In den allermeisten ist kaum was drin , damit es auch keinen Schaden anrichten kann , der Nutzen ist demensprechend fraglich...
    Als ich damals kaltes Salzwasser betrieb , mit Makroalgen im Mittelpunkt , habe ich ein "selbstgebasteltes "Präparat von einem norwegischem Spezialisten verwendet , der die handelsüblichen Präparate für unbrauchbar (für Makroalgen) erklärte , da "dort nichts drin sei"
    Damit musste man schon ein bischen vorsichtig mit umgehen , sonst traten Schmieralgen auf.
    Ich glaube , das es bei ausreichendem Wasserwechsel mit guten Salzen Ewigkeiten (jedenfalls Zeiten weit über normale Beckenstandzeiten hinaus )dauert , bis Mängel auftreten könnten , selbst wenn diese Möglichkeit rein mathematisch besteht.
    Davon ab , meine ( tropischen) Maroalgen wachsen betrachtlich besser ohne ekstra Spuris als damals die "kalten" , die mit "allem " versorgt wurdem , Wasserwechsel hatte ich da auch kaum gemacht...

  • Zitat

    Original von hajo
    Sehr positiv hat sich das bei meiner "Problemkoralle" gezeigt.
    Seit vielen Jahren versuch ich nun schon die Seriatopora hystrix größer als 20cm zu ziehen.
    Das ist, mit der Methode "Wasserwechsel" jetzt kein Problem mehr.
    Die Koralle ist momentan größer als ein Fußball und wächst und wächst.....

    Hallo,

    genau diese Erfahrung konnte ich bei der S. Hystrix (und bei anderen) auch machen. Seit ich keine Spurenelemente mehr zu dosieren und alles allein auf meinem 1-2 wöchentlichen Wasserwechsel beruhen lasse wachsen diese Kandidaten bei weitem besser. Im Falle der S. Hystrix konnte ich erst dadurch wieder ein Wachstum feststellen.

    Christian A.

    Webmaster / Administrator


    80x80x80 cm, ca. 500 Liter, 1x 400 Watt HQI, 2x 24 Watt T5, 2x Tunze Stream, ZC Cyclon AS 1500, Technikbecken mit ca. 80 L netto, Förderpumpe 3000 l/h


    Marubis e.V.

  • Noch ein Beispiel: Ich mache seit Beginn des aktuellen Beckens vor 2 Jahren 4% WW pro Woche. Spurenelemente dosiere ich praktisch nicht dazu. Mit dem Ergebnis bin ich bislang recht zufrieden.

    Aber natürlich mache ich mir auch Gedanken, ob bestimmte (Spuren-) Elemente sich nicht sehr langfristig anreichern oder verbrauchen. Also in langsamen Entwicklungen über Jahre hinweg.

    Gruß
    Stefan

    EDIT: die Hystrix wuchert bei mir wie wild. Eigentlich schon von Anfang an.

    Einmal editiert, zuletzt von Der_Stevie (28. August 2008 um 12:17)

  • Hallo,

    da bei großen Becken relativ mehr Wasser enthalten ist gegenüber Korallen, im Vergleich zu kleineren Becken, ist es ein Unterschied, ob 10% Ww bei einem kleinen oder großen Becken zur Versorgung der Korallen beitragen sollen.
    Was glaub ich in dieser Diskussion noch zu wenig berückstichtigt wird, ist, dass der Wasserwechsel auch Stoffe entfernt, die sich anreichern können, z. B. die Stoffe, die man deutlich riechen kann, wenn man eine Koralle aus dem Wasser nimmt, Terpenverbindungen u. Ä..

    Ich zeige einfach einmal ein Bild, gerade gemacht, also Mittagszeit, auch im Aquarium. Die gerade dosierten Spurenelemente sind etwas in der Art verändert, dass die Farben z. B. der S. hystrix nicht so gut gefördert werden, aber die Farbe der A. millepora ist gut und auch das Polypenbild. Allerdings gibt es noch andere Maßnahmen als Spurenelemente und Ww (aus Zeitgründen <10% wöchentlich).

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    sag mal Du sitzt doch an der Quelle. Kannst Du herausfinden was in den Meersalzmischungen so alles reingepackt wird oder ist das Betriebsgeheimnis de Küchenchefs?

    Grüßle Jochen :wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen,

    klar weiß ich das und es ist Betriebsgeheimnis. Im Grunde ist es aber unwichtig für die Diskussion. Theorie hilft am Anfang nicht wirklich weiter. Wichtig sind doch eigentlich nur die Beobachtungen an den sensibelsten Indikatoren, meist wohl den Korallen und die richtige Interpretation von Wachstum, Polypenbild und Färbung und sonstigen Möglichkeiten der Korallen "Verhalten" zu zeigen. Dann muss man beobachten, ob sich etwas verändert hat und ob diese Veränderung positiv oder negativ war, wenn sie positiv war, ob sie anhält oder ob dann mutmaßlich ein anderer Faktor limitierend wird oder vielleicht sogar die positive Entwicklung z. B. der Farbe durch Kupfer ins Negative umkippt etc.. Danach kann man sagen, das habe ich so und so erreicht und ich bin damit zufrieden oder nicht oder so würde es mir noch besser gefallen, wie kann ich das vielleicht erreichen.
    Dann, wenn man die Ergebnisse hat und vielleicht sogar damit zufrieden ist, dann kann man theoretisieren, was die entscheidenden Faktoren waren.
    Wasserwechsel sind positiv und können nicht ersetzt werden. Kann aber mit weiteren Mitteln der Zustand der Korallen zwischen den Ww noch verbessert werden? Man muss eigentlich nur gucken.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hans-Werner,
    ich wundere mich eigentlich immer, wie Aquarianer munter die Salzsorten durchtauschen können, um angebliche Mangel an Spurenelementen der unterschiedlchen Hersteller zu kompensieren,- ja selbst dabei Verbesserungen in Wuchs oder Farbe zu erkennen glauben :ylol.
    Ich habe eigentlich laufend sehr viele frische Importkorallen und stelle des öfteren mit Erschrecken fest, wie sensibel manche Arten auf den Wechsel an Salz reagieren, manche mit nachfolgendem Suizid.
    Ich bin nun nicht der Anrührer und nach-klarwerden-ins-Becken-Schütter-Fraktion bei Wasserwechsel. Mindestens eine Woche 'reift' bei mir das Wechselwasser. Auch achte ich sehr auf den Bakterienhaushalt nach Wechsel des Wassers; und dennoch treten des öfteren Flurschäden mit den meisten handelsüblichen Salzen am Markt an den Importen nach Salzwechsel auf.
    So wie du deine Beobachtung der Korallen beschreibst, kann nur jemand vorgehen-, der weiß, was er mit dem Wasser zuführt, mit positivem oder negativem Effekt, daraus Schlüsse ziehen und entsprechend reagieren.
    Der Käufer der Produkte ist eigentlich doch der Dumme, denn...
    sei mir nicht böse: die Texte auf den Dosen vieler wuchssteigernder Mixturen, -Pulver oder flüssig-, Spurenelemente sowieso, sind untereinander selbst bei einem Hersteller austauschbar. Mehrspaltig, aber absolut nichts aussagend, was man in der Hand hält.
    Die Beobachtung der Korallen nach dem Wassertausch ist dann zwar oft hilfreich, wie du beschreibst, aber in einigen wenigen Fällen auch irreversibel , wenn wie in meinem Fall vor 4 Jahren 80% an Korallenbestand gehimmelt werden....; nur durch das durchmischen von 10% Wechselwasser zweier Salzmarken bedingt, die bei Messung einen Mg-Wert von 1600mg und Ca von 850mg bescherten.
    Natürlich konnte sich kein Hersteller erklären, was denn da passiert war. Betriebsgeheimnis eben, was in den Salzmischungen ist/war; und wie sie derart miteinander reagieren konnten, -Schweigen.
    (dich jetzt ausgenommen, -du warst damals bemüht :O ; dennoch ist alles irgendwie im Sande verlaufen)
    Wie immer ist der Anwender der Dumme.

    Mir ist es aber verständlich, dass in diesen Zeiten, in welchen alle paar Monate eine neue Salzsorte (wers glaubt) auf den Markt kommt, sich alteingesessene Hersteller selbstverständlich bedeckt halten, was die Inhalte und Zusammensetzung eines Salzes ausmachen. Aber das war vor Jahren auch schon so-, und gebracht hat es nicht viel, wie die Konkurrenz zeigt.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (28. August 2008 um 20:59)

  • Hai,

    also ich bleib dabei, Spurenelementeversorgung kann nicht über Wasserwechsel sichergestellt werden wenn es wirklich einen nennenswerten Verbrauch gibt. Stellt Euch vor ihr habt 100 Liter Wasser und meinetwegen 3 g darin sind irgendein Element. Wenn jetzt sagen wir mal 1g davon verbraucht wird hab ich noch 2 g. Jetzt 10 Liter Wasser raus, bleiben 1,8g drin. Über das neue Wasser kämen wieder 3% also bei 10 Litern 0,3 g dazu. Ergibt in den 100 Litern nach dem Wechsel 2,3 g in der Summe. Das ganze läuft so weiter bis ich nur noch die Menge des Wechselwassers im gesamten System habe. Also z.B. 0,3g auf 100 Liter. Es sei denn das frische salz hat um ein vieles mehr Spurenelemte enthalten, sagen wir mal den 10 fachen Wert, dann würds wieder passen. Dann müßten die Tiere in frisch eingerichteten Becken aber erheblich dunkel werden. ?????


    Grüßle Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Jochen,
    und ich bleibe dabei, -es funktioniert doch :grinning_squinting_face: .
    zumindest bei mir.
    Nur eben mit dem Vorhalt, wie Hans-Werner beschreibt. Großes Becken-viel Wasser; im Vergleich zum Beckenvolumen wenig Verbraucher,
    kleines Becken, voll mit Verbrauchern;
    10 % Wasserwechsel schlagen bei beiden Systemen unterschiedlich an.

    Aber wie du es beschreibst, reicherst du mit Spureneleentzugaben das Wasser auch über Gebühr an??
    Im übrigen läßt sich das Liebig'sche Gesetz vom Minimum an Land wie unter Wasser anwenden.

    Edit: ich habe die Wasserwechselmenge auf die Beckengröße mit Inhalt abgestimmt; deshalb funktioniert es auch.

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (28. August 2008 um 21:26)

  • Hallo Stefan,

    ich bin absolut kein Verfechter von Spurenelemtezugabe, benutze sellber keine mehr. Im Gegenteil. Die Sache mit dem Wasserwechsel stellt mich halt vor die Frage ob diese Elemente überhaupt groß vrebraucht werden können, es sei denn im Salz sind halt entsrpechend große Menge beigesetzt. Das wäre die einzigste Schlußfolgerung wenn manche Becken ohne sonstige Zugaben nur über Wasserwechsel funktionieren denke ich..... Desshalb würde ich doch gerne wissen was da alles drin ist und wieviel. Und zwar aus dem Interesse heraus was wohl wirklich von den Tieren verbraucht wird und ob überhaupt....


    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • also für sein Becken das optimale Salz zu finden ist mE das A und O in Bezug auf die Färbung der Korallen. Ein "falsches" Salz kann die Farben schon mal zum Abstürzen bringen oder sie verwaschen aussehen lassen.
    Es gab da ja mal diesen interessanten Test mit den wesentlichen Werten der Salzsorten (ich hatte mal ein Thema dazu aufgemacht-da kam dann auch der Link). Bestimmte Werte bei manchen Salzsorten schlagen sich da dann schon in der Färbung der Korallen nieder (bspw. Kalium).

    Spuris gebe ich (fast) nie zu, da letztlich die negativen Effekte (Algen, Eindunkeln) auch bei minimalsten Zugabemengen bei mir auftreten. WW wirkt da viel besser. Ist natürlich eine Frage des Beckenvolumens, Besatzes und Nährstoffgehalts. Letztlich denke ich, dass gerade bestimmte Elemente wie Kupfer ind den Spurenelementelösungen (langfristig) mehr schaden als nützen (zB beim "old tank effect" wie in Armin Glasers Buch beschrieben).

    grüße

  • nun,

    dass sich durch wechseln der salzsorte eine verbesserung des milieus einstellt (einstellen kann), lässt
    sich theoretisch nicht erfassen, sondern nur selbst ausprobieren.

    aber auch beim beibehalten der "neuen" salzsorte über einen längeren zeitraum stellt sich - kann sich - ein abflachen der anfangs positiven entwicklung wieder einstellen.

    gleiches gilt für spuris.

    wie oft sind in den vergangenen jahren "neue" spuris auf den markt gekommen, die wohl tatsächlich nach den ersten anwendungen positive veränderungen brachten aber spätestens bein antesten der nächsten "neuen" spuris waren die vorherigen keine silbe mehr wert.

    es scheint sich tatsächlich eine gewöhnung an gleiche verhältnisse einzustellen, die nicht unbedingt positive auswirkungen haben.

    wir wechseln auch munter die salzsorten, ohne - so wie von stefan berichtet - verluste dadurch zu erleiden.

    frisch importierte korallen sind sowieso recht sensibel aufgrund der langen transportzeiten und diversen wechseln von parametern. meist verblassen die farben in den ersten wochen. solche veränderungen sind z.b. bei aquariengewachsenen korallen nicht zu beobachten. hier verbessern sich eher die farbgebungen beim wechsel von becken zu becken.

    den salz- und spurenelementewechsel machte schon altvater bernd mohr und ist bestens damit gefahren.

    für bestimmte "naturnahe" systeme mag auch ein hoher wasserwchsel notwendig sein, um eine konzentration diverser mittel zu vermeiden.

  • Zitat

    Original von Joe
    nun,

    lässt
    sich theoretisch nicht erfassen, sondern nur selbst ausprobieren.

    Joe, ein wahres Wort! Auch wenn´s viele nicht glauben wollen, ich glaube auch, dass Beobachtung, Erfahrung und Intuition das A und O in der Meeresaquaristik sind. Ich bin immer amüsiert, wenn manche schon vorher das Ergebnis errechnen wollen. Das mach ich lieber dann, wenn ich es sehe.

    Zitat

    Original von Matthias Kapaun

    zB beim "old tank effect" wie in Armin Glasers Buch beschrieben

    Von den "Größen" kann bisher keiner wirklich etwas mit dem "old tank effect" anfangen, folglich ist es müßig ihn erklären zu wollen, bevor man ihn beseitigen kann. Wenn man ihn beseitigen kann, kann man erklären wie und daraus auf die Ursache zurückschließen. Ich persönlich weiß nicht einmal was OTS oder OTE sein soll, ich kenne es aus eigener Anschauung nicht. Wenn´s das Kupfer wäre, müssten Zeovithler sehr schnell OTE bekommen, was glaube ich nicht so ist. Ich halte eher eine bestimmte schwer abbaubare Organik für die Ursache. Ziemlich seltsam ist, wenn man OTE mit frisch angesetzem Meerwasser in Verbindung bringt, wie vom DSB-Papst, OTE-Theoretiker und Schwermetallphobiker Shimek vollzogen, zumindest sollen beide Schäden die gleiche Ursache haben.
    Wenn jemand künstlich den OTE erzeugt oder überzeugend darlegt, wie er ihn beseitigt hat, können wir weiter darüber reden.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Von den "Größen" kann bisher keiner wirklich etwas mit dem "old tank effect" anfangen, folglich ist es müßig ihn erklären zu wollen, bevor man ihn beseitigen kann.


    warum so herablassend?
    ich kenne das Buch von Armin nun nicht, aber
    wäre die Erklärung mit 'Bakterienverarmung' genehm?

    Edit: der OTE lässt sich mit Spurenelementen kaum bis garnicht beeinflussen. Hier greift dann sprichwörtlich der Glaube an die Biologie und deren Unterstützung mit Tausch an LS , Zufuhr von Bakterien, Bakterienfutter etc

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (29. August 2008 um 09:55)

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