Verschwinden bei Euch höhere Algen?

  • Zitat

    Original von Bloom
    Ich habe vor einiger Zeit irgendwo mal irre schöne Bilder von reinen Algenbecken gesehen, die auf den ersten Blick einem Süßwasser-Pflanzbecken ähnelten. Ein Bereich der Meeresaquaristik der in Deutschland vielleicht nur wenig betrieben wird. Könnt Ihr mir sagen wo ich solche Spezialisten kennen lernen kann und/oder Fachlitheratur zu diesem Thema finde.

    Und dann bin ich schon wieder ruhig.

    Heinz

    Literatur dazu habe ich nicht in petto; ich kann nämlich nicht lesen :face_with_rolling_eyes:
    aber das hier habe ich mir mal als Filmdokument aufgehoben.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Hans Werner,

    der Teil "Korallenriffe". Meeresströmungen bringen zeitweise Unmengen an versch. Plankton heran.
    Klar ist Plankton nicht direkt mit PO4/NO3 zu vergleichen. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, daß in dieser "Brühe" NN-Werte gemessen werden. Natürlich auch org. gebundene P/N-Verbindungen.
    Auch Planton sedimentiert-wird zersetz-Nährstoffe werden frei- und werden schnell aufgenommen.
    Diese Planton haben wir ja nicht zur Verfügung. Aber P/N ist lebensnotwendig für jeden Organismuß.
    Ich bin der Meinung, daß Nährstoffe permanent meßbar im AQ vohanden sein sollten um ein gesundes Wachstum aller (Algen/Korallen/Bakterien) zu gewährleisten. Sprich den P/N-Kreislauf am "leben" zu halten. Natürlich nicht wenn die Pfleglinge anderen Methoden ernährt werden.

    VG Markus

  • ach übrigens noch was stefan, du kannst die acro relativ gut als indikator nehmen, je nährstoffärmer das system wird desto mehr gleich sich das grundgewebe an die farbe der wachstumsspitze an, d.h. im idealfall ist die koralle komplett so durchgefärbt wie ihre wachstumsspitze. Die Wachstumsspitzen sind dann farblich identisch mit dem grundgewebe, nur etwas heller.

  • Danke Stefan, doch das triffte es nicht ganz, weil Dein Beispiel ein großes Aquarium ist, wo man die auftretenden Algen vielleicht nur wachsen hat lassen. Ich habe Becken gesehen - kleiner - wo die Algen in verschiedenen Farben und Formen darin standen wie gegärtnert.

    Ich bin trotz intensiver Internetrecherche noch keinen Schritt weiter, wenn Dir/Euch etwas von diesem Thema über den Weg läuft bitte PN. Danke

    Heinz

  • Hallo Heinz,

    was meinst Du mit Literatur dazu? Geht es Dir um die Arten und die Bestimmung oder generell um die dauerhafte Pflege höherer Algen? Zur Pflege liest Du hier im Forum eigentlich "Pionierarbeit". Ich könnte Dir noch eine Empfehlung per PN schicken. Zur Bestimmung, Herkunft usw. gibt es Fossa und Nilsen Band 2 vom Korallenriff-Aquarium, das von Stefan schon erwähnte Buch "Algen" von Julian Sprung und einen Artikel in English hier ab Seite 22. Dieser Aquarianer holt sich die Algen selbst, was bei uns vom Mittelmeer evtl. auch möglich ist.

    Hallo Markus,

    das ist für meinen Geschmack einer der ganz entscheidenden Unterschiede zwischen Meer/Riff und Aquarium. Hier ganz minimale Konzentrationen gelöster anorganischer Nährstoffe und viel Plankton, dort niedrige bis hohe Konzentrationen gelöster anorganischer Nährstoffe und wenig bis fast kein Plankton. Im Meer, insbesondere in den Riffgebieten werden gelöste anorganische Nährstoffe (Nitrat, Phosphat, Ammonium aus Kot, zerfallenden Planktonorganismen) sofort wieder von Phytoplankton und Bakterien aufgenommen und somit sofort wieder in die Nahrunsnetze eingeschleusst. Etwas, was im Riffaquarium bisher scheinbar eher selten funktioniert. Anorganische Nährstoffe, wie die Phosphat- und Nitratlösung sind m. E. eher kontraproduktiv, da sie den Abbau organischer Stoffe scheinbar beschleunigen.

    Matthias,

    bei vielen Händlern habe ich das aber so gesehen, dass frische Importe besser aussahen. Liegt das daran, dass bei Pohl das Aquarium so gut aussieht, oder daran, dass die Importe sich erst einmal an seine speziellen Verhältnisse gewöhnen müssen. Ich denke da insbesondere an das Polypenbild. Mit den Farben, das ist eine andere Geschichte.

    Grüße

    Hans-Werner

  • @HansWerner, mir geht es darum, dass ich evtl daran interessiert bin in dieses Thema aquarstisch enzusteigen, weil die Bilder klasse waren. Leider finde ich jetzt nicht mal diese mehr. Ich kann mich nur daran erinnern, dass es um eine Fangruppe in Kalifornien ging. Und eines der Bilder war aus einem portugisischen Aquarium.

    Es gibt also einen ganz bestimmten Liebhaberkreis -ber scheinbar nicht in Deutschland

    Heinz

  • Hi Hans-werner,

    Die korallen von pohls schaubecken sehen schon besser aus als frische importe, die firschen importe haben ja oft schon die zooxanthellen abgeschmissen und leuchten deswegen schön ...
    Da wohl in der anlage von thomas viele korallen rein / raus gehen ist dort das millieu nicht so stabil wie in seinem schaubecken, deswegen sehen importkorallen wenn sie sich an die verhältnise in der korallenanlage gewöhnt haben nicht so gut aus wie frische importe oder wie die korallen in seinem schaubecken.

  • Zitat

    Original von Bloom
    @HansWerner, mir geht es darum, dass ich evtl daran interessiert bin in dieses Thema aquarstisch enzusteigen, weil die Bilder klasse waren. Leider finde ich jetzt nicht mal diese mehr. Ich kann mich nur daran erinnern, dass es um eine Fangruppe in Kalifornien ging. Und eines der Bilder war aus einem portugisischen Aquarium.

    Es gibt also einen ganz bestimmten Liebhaberkreis -ber scheinbar nicht in Deutschland

    Heinz

    Bei den Seepferdchen gibt es einige Bilder von Becken mit Algen.

    zu Beispiel
    Becken mit Algen

  • Nein @Reinhard, da sind nur ein paar Stränge Caulerpa drin. Trotzdem Danke.

    Ich scheine ja wirklich was ganz besonderen hinterher zu jagen *seufz*

    Heinz

  • Zitat

    Original von Bloom
    Danke Stefan, doch das triffte es nicht ganz, weil Dein Beispiel ein großes Aquarium ist, wo man die auftretenden Algen vielleicht nur wachsen hat lassen. Ich habe Becken gesehen - kleiner - wo die Algen in verschiedenen Farben und Formen darin standen wie gegärtnert.

    Ich bin trotz intensiver Internetrecherche noch keinen Schritt weiter, wenn Dir/Euch etwas von diesem Thema über den Weg läuft bitte PN. Danke

    Heinz

    das Becken ist nicht so groß :D, nur bekommt die Ansicht des wogenden Tangs dank des water-wheels -Antriebes eine ganz eigene Dynamik . Mußt dir mal nur die nebenstehenden Links durchklicken, da sieht man auch das dahinter steckende Gimmick :winking_face:

    zu weiteren Links im Netz empfiehlt es sich, das weltgrößte Forum auf der anderen Seite des Globus nach Macroalgae zu durchforsten.
    Hier meine Suchergebnisse , allerdings nichts mundgerechtes.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Markus,
    ich verwende die Ultralith-Methode von FaunaMarin, die reine Zeo-Methode hatte ich früher mal. Ich bin immer wieder am experimentieren mit den Feinheiten, so dass ich je nach Bedarf das ganze mit einzelnen Zusätzen (z.B. Staubfutter) aufpeppe.

    Generell halte ich es aber für wichtig, was ein bekannter Korallenzüchter "die Werte zueinander" nennt: d.h. es kommt nicht auf isolierte Werte an, sondern deren Verhältnisse zueinander in einem bestimmten Beckenmilieu. Wenn du bspw. herkömmliche Spurenelemtelösungen immer im gleichen Verhältnis dosierst also 1:1:1 (was wohl die meisten machen) hast du oft das Problem, dass das eine Element noch nicht anschlägt, das andere aber überdosiert ist. Resultat ist, dass die Korallen keine richtige Farbe bekommen aufgrund der Überdosierung des anderen Elements aber bereits Algen wachsen.


    Meine Beobachtung ist auch, dass nährstoffarme Systeme generell viel empfindlicher reagieren wenn diese "Werte zueinander" im Ungleichgewicht stehen. Auf einzelne Spezifikationen der einzelnen Algenarten kann ich nicht eingehen, deshalb beschränkt sich mein Beitrag im folgenden allgemein auf Algen. Ich kann sagen, dass sich bei mir bereits Algenteppiche ausbreiten, wenn ich von UltraminS 1ml pro Tag zuviel dosiere (auf 2500 Liter). Das gleiche gilt für Spurenelemte, Bakterienzugaben o.ä und ich rede hier nicht über Dosierungen im ml-Breich sondern im Tropfenbereich. Die Korallen wachsen dann noch, die Algen aber auch, bei geringeren Dosiermengen wachsen hingegen nur die Korallen (in meinem Becken jedenfalls).

    Wie würde ich also im einzelnen vorgehen:
    0.Es gibt viele Becken mit extremem Korallenwachstum und -farben die algenfrei sind
    ->Algenfreiheit muss also möglich sein

    1.Ausgangspunkt einer Verbesserung sollten die Korallen sein, diese sind der beste Indikator
    a)Korallen sind "dunkel"
    -dann ist generell "zuviel" drin (von was auch immer), dh nicht nur im messbaren sondern auch im nichtmessbaren Bereich
    -ich würde die Werte runterziehen und v.a. Spurenelementezugabe (va Eisen) komplett einstellen

    b)wenn die Korallen richtig hell sind und dann Algen/bakterienfilme wachsen ist dies meist auf zuviele Bakterienzugabe u/o Aminos zurückzuführen. solche Systeme reagieren meiner Meinung nach sehr sensibel, es kommmt also daruf an die genaue Dosierung rauszufinden.

  • Hallo Matthias,

    danke für die Antwort.

    Das gleiche habe ich bei der Anwendung von Organotrace beobachtet. Ein Quäntchen zuviel und schon geht die grüne Hölle los. Hier muß man auch die optimale Dosierung herausfinden.
    Mein persönliches optisches empfinden für Korallenfarben, liegt in der Farbgebung derer von Bernd Mohr.
    Satte Farben und proppes Ausehen vom Gewebe und Polypenbild. Aber das ist ja Geschmacksache.
    Da wuchert auch alles (Korallen).

    @ Hans-Werner

    Was ist denn in deinen Augen produktiv, wenn nicht anorg. Zugaben?

    VG Markus

  • Hallo Markus,

    Staubfuttergaben sind m. E. wesentlich besser, als die Zufuhr der Nitrat-, Ammonium- oder Phosphatlösungen. Das hat vordergründig auch einen recht einfachen Grund: Die Korallenpolypen haben direkten Zugang zum Staubfutter, Algen und Zooxanthellen nicht. Ein weiterer Grund ist, dass die Überreste zunächst als Bakteriennahrung dienen und erst die bakteriell mineralisierten Nährstoffe den Algen und Zooxanthellen zur Verfügung stehen. Das ist der Natur mit viel Plankton, wenig gelöste Nährstoffe ungleich näher. Bei starken Nährstoffungleichgewichten kann man dann über Einzelnährstofflösungen nachdenken.

    Stefan,

    sehr guter Link, auch wenn ich noch nichts weiterverfolgt habe.

    Matthias,

    eigentlich geht es ja hier darum, Algen zum Wachsen zu bringen, nicht um Algenfreiheit. Die Frage war ja gerade, was fehlt unseren Aquarien, was in Riffgebieten bestimmte Algenarten wachsen lässt.
    Ich meine, wenn Kalkrotalgen verhindern, dass Fadenalgen wachsen und andere höhere Algen auf Grund eines Mangels nicht mehr wachsen, bleiben nicht mehr viele Algen, die noch wachsen könnten. Insofern, ist das etwas besonderes? Ich glaube, weniger als ein Aquarium mit gutem und artenreichen Algenwuchs.
    Ich denke eine gewisse Vielfalt wäre auch in der Meeresaquaristik nicht von Nachteil. Also, warum nicht Aquarien mit Makroalgen, LPS, Schwämmen und anderen Filtrierern? Makroalgen und Schwämme kann man auch handeln, tauschen etc.. Diese Art der Meeresaquaristik wäre relativ einfach, im Unterhalt (Licht!) gerdezu billig und ebenfalls superfarbig! Eine Meeresaquaristik mit Zukunft also?

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (14. April 2008 um 08:39)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner

    ...Ich meine, wenn Kalkrotalgen verhindern, dass Fadenalgen wachsen.............

    hallo hans-werner,

    und das ist ja das witzige. in der natur wachsen kalkrotalgen an abgeschatteten bereichen, da die sonneneinstrahlung für sie zu hoch ist.

    in unseren becken ist unsere beleuchtung aber für kalkrotalgen geradezu ideal.....

  • Hallo Wolfgang,

    das halte ich für sehr wahrscheinlich, dass das die Ursache ist. Das Staubfutter regt ebenfalls, wie diverse Bakterienfutter, die bakterielle Aktivität an, die Bakerien wiederum produzieren die Vitamine und Wuchsstoffe für die Algen ....

    Joe,

    unsere Becken sind mit besonnten Bereichen des Riffes nicht unbedingt vergleichbar. Aber es sollen auch an der Riffkante, also im seewärtigen Breich des Riffdaches, vor allem Kalkrotalgen wachsen, weil Korallen und die meisten Algen diese starke Strömung und Brandung nicht vertragen. Es ist also vielleicht auch eine Frage der Konkurrenz.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (14. April 2008 um 14:11)

  • Hallo zusammen,

    das Becken aus Stefans link hab ich schon ein paarmal live gesehen, da der Betreiber der Anlage ein Freund von mir ist. Es befindet sich in einem öffentlichen Aquarium in Bilbao und fasst 20000 Liter, also nicht ganz so klein. Obwohl dort regelmäßig Wasserwechsel mit Meerwasser gemacht werden und das Becken zusätzlich über Tageslicht beleuchtet wird, sind die höheren Algen darin auch nicht länger haltbar und müssen regelmäßig durch neue ersetzt werden. Allerdings handelt es sich bei diesen Algen um Kaltwasseralgen, die auch jahreszeitlich reagieren, wenn ich das mal so ausdrücken darf.
    Die Universität in Bilbao ist mit dem Thema Makroalgen auch schon länger am forschen um den vielen ungeklärten Zusammenhängen auf den Grund zu gehen.

    Vielleicht ist dies eines Tages die neue Herrausforderung für Aquarianer, die von wuchernden SPS irgendwann gelangweilt sind. :smiling_face:


    Grüßle Jochen:wink

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Hallo Jochen,,

    das ist interessant, ich habe den freundlichen Herren und seinen Bruder in Arnhem auf einer Tagung getroffen, wo er einen Vortrag hielt. Vielleicht sollte ich ihn einmal kontaktieren.

    Wenn Du einmal den Text zum aktuellen "Tank of the Month" aufmerksam liest, könnte es, zumindest regional, mit SPS noch andere Probleme als die Langeweile der Betreiber geben, nämlich steigende Energiepreise. Und häßlich ist so ein Algenbecken ganz bestimmt nicht!

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo!

    Ich möchte den sehr interessanten Thread noch einmal hochholen. Wie zäh höhere Alten sind, zeigt das nachstehende Bild. Vor Jahren habe ich einen etwa faustgroßen Stein bei einem Großhändler mitgenommen, auf dem nur Kalkrotalgen zu sehen waren. Der Stein wurde rund 10 Jahre in einem Minibecken bei geringster Beleuchtung und unter recht miesen Bedingungen "gehalten". Nun habe ich ihn vor ein paar Wochen in ein Algenbecken (4 x 39 W T5) gegeben, in dem sich als größere Tiere nur ein paar Einsiedler und Schnecken befinden. Innerhalb kürzester Zeit sind drei Algenarten herausgewachsen: der viloette Busch im Vordergrund, die leuchtend rote Alge dahinter und eine purpurrote Alge, die nicht mehr zu sehen ist, weil sie der violette Busch überwuchert hat. Algen habe einen starken Überlebenswillen - und ich finde ihre Haltung auch zu Zeiten des SPS-Booms immer noch interessant.

    Gruß

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    wenn die Freude an der Alge gehalten willst, dann solltest du peinlichst darauf achten das die Drahtalge Abstand hält und nicht dazwischen wächst, denn sonst erstickt die Drahtalge die anderen. Besonderst solche Büche mag die Drahtalge sehr und es ist fast unmöglich die Algen wieder zu trennen !

    Auch ich finde man kann heute wunderschöne Algenbecken machen !

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter!

    Hast Recht, aber ich habe vor dem Foto einen riesigen Busch Drahtalge geteilt und verschoben, da blieb ein Rest hängen. Ganz aus dem Becken nehmen möchte ich sie nicht, weil sie auch an finsterster Stelle wächst und in dem Knäuel das Leben "wurlt".

    Zitat

    Auch ich finde man kann heute wunderschöne Algenbecken machen !

    Ja, leider gibt es kaum gezielte Importe.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (30. April 2008 um 07:59)

  • Hallo Wolfgang,

    ich muss auch sagen, dass viele Algen farblich mit fast jeder Steinkoralle mithalten können und von der "Dynamik" her mit den Leder- und Hornkorallen. Ich kann mir da schon tolle Sachen vorstellen, die z. B. mit einer Waver Box wirklich ein einzigartiges Bild ergäben, dazu ein paar Lederkorallen, Gorgonien, Schwämme und ander Filtrierer. Der Vorteil eines solchen Beckens wäre, dass die Stromkosten wirklich im günstigen Bereich liegen könnten. Die meisten Algen mögen gar nicht so viel Licht, um die schönsten Farben zu entwickeln, und das Becken könnte mit einer Abdeckung betrieben werden. Abschäumung wäre überflüssig bis schädlich, also keine Salz-Aerosole und praktisch keine erhöhte Luftfeuchtigkeit und schimmeligen Wände (bei manchen ein Problem) mehr! Mit dem, was an Kleinlebewesen usw. in so einem Becken wachsen würde doch eigentlich der Traum jedes MW-Aquarianers, oder?
    Ich sehe es so, dass bisher auch das Verschwinden der höheren Algen nach einiger Zeit ein Hindernis war. Ich denke mit Spurenelementen und Förderung der Mikrobiologie und eventuell verzicht auf Abschäumung ließe sich das gut in den Griff kriegen. Also eine Meeresaquaristik mit Zukunft?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner!

    Ich denke auch, dass so ein Becken viel Potenzial hat. In den 80ern hatte ich - notgedrungen - ein schönes Becken mit Algen, wenigen Lederkorallen und Scheibenanemonen. Das lief besser, als so mancher Jüngling sich das heute vorstellen kann - und es sah m. E. sehr gut aus! Daran hing ein heute vielgescholtener Außenfilter und erst später ein kleiner luftbetriebener Abschäumer. Für mich ist so ein Becken auch heute noch erstrebenswert, mit SPS habe ich es nicht so. Selbstverständlich wären heute die Möglichkeiten auch für solche Becken wesentlich vielfältiger als damals. Und natürlich hast du recht, wenn du gerade heute auf die Energiefrage hinweist. Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass die schönsten Algen auf zu viel Licht und zu "sauberes" Wasser geradezu allergisch reagieren. Das dürfte auch mit ein Grund sein, warum sie in den "modernen" Becken keine Chance haben, sich dauerhaft zu etablieren.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo!

    Auch ich interessiere mich sehr für die pflege von Algen. Eines meiner derzeitigen Aquarien habe ich als Algenbecken eingerichtet. Ca. 12 verschiedene höhere Grün- und Rotalgen wachsen derzeit darin. An Tieren leben drin: Röhrenwürmer (Protula und Sabella), einige kleinere Anemonen (Actinia equina, Cereus pedunculatus, Aiptasia mutabilis) sowie ein Paar Synchiropus ocellatus und ein Ecsenius bimaculatus. Das Aquarium fasst 60 Liter und wird betrieben mit zwei Strömungspumpen (EHEIM Aquaball) und einer Beleuchtung von 2 x 18 Watt T 8. Trotz oft mehrmals täglicher Fütterung (Leierfische!) ist Nitrat nicht nachweisbar und Phosphat ca. 0,04. Es ist eines meiner Lieblingsaquarien. Sofern ich nicht allzu lange mit dem Gärtnern warte, erinnert es von der Gestaltung sehr an die "holländischen" Süßwasseraquarien.

    Kontakt zu Aquarianern mit ähnlichem Interesse würde mich freuen. Auch um durch Tausch zu seltenen Algenarten zu kommen.

    Lieben Gruß

    Harold

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Hallo Harold,

    genau dieses Thema interessiert mich auch. Leider finde ich sehr wenig über die technische Ausstattung solcher Aquarien. Meistens sind es Nanoaquarien, von denen ich lese. Doch haben sie nun keinen Abschäumer und keine große Wasserumwälzung weil so ein Aufwand für ein kleines Becken nicht nötig ist oder ist Abschäumung bei Algenbecken sowieso eher schädlich. Und brauchen Algen keine Strömung ... usw ... usw .... Ich hätte längst schon mit so einem Becken angefangen, aber irgendwie habe ich wegen der nicht beantworteten Grundfragen eine Startsperre im Kopf. Auch sehe ich fast nirgendwo Algen im Handel.

    Heinz

  • Hallo!

    He, das finde ich ja wirklich erfreulich, dass es noch mehr "Veralgte" gibt :wink. Ich lebe dieses Interesse derzeit in einem 288-l-Panoramabecken aus, das mit dem 900-l-Becken im Kreislauf hängt. Das Becken ist bei 100 cm Länge und 40 cm Breite ungewöhnliche 80 cm hoch, weil es als Jaubert-Becken dient. Da ich es eh nicht groß mit Fischen oder Korallen besetzen will, hat es sich angeboten, ein Algen-Refugium zu schaffen und es entwickelt sich besser als gedacht. In dem Becken selbst ist nur der Zulauf vom und der Ablauf zum großen Becken und eine Tunze 6055, die mit wechselnder Stärke, aber auch mit größeren Pausen läuft. Die Beleuchtung mit 4 x 39 W brennt auch nur zeitweise mit allen Röhren. Über mehrere Stunden sind nur 2 Röhren eingeschaltet und es schadet den Algen offensichtlich nicht. Im Gegenteil habe ich festgestellt, dass vor allem Rotalgen im oberen Bereich nicht gedeihen und umso schöner werden, je tiefer sie stehen. Ach ja: Thema Abschäumer. Im Kreislauf hängt ein unterdimensionierter Tunze Abschäumer, den ich aus Gründen der Planktonschonung demnächst durch einen luftbetriebenen Knop-Abschäumer ersetzen will. Dabei geht es mir aber mehr um die Sauerstoffanreicherung in der Nacht als um das Entfernen von Stoffen. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

    Zitat

    Auch sehe ich fast nirgendwo Algen im Handel.

    Genau das ist das Problem, deshalb wäre ein "Tauschring" nicht schlecht. Auch kenne ich jemanden, der am gezielten Import von höheren Algen dran ist - ich hoffe, dass es ihm gelingt.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Genau das ist das Problem, deshalb wäre ein "Tauschring" nicht schlecht. Auch kenne ich jemanden, der am gezielten Import von höheren Algen dran ist - ich hoffe, dass es ihm gelingt.


    der schiwo wirds schon richten :thup .
    Hab ihm vorgestern auch schon meine Wünsche aufgetragen. Kelp und solche Sachen =) ; er redet von Seegras :loudly_crying_face: . oh mei oh mei...

    Servus
    Stefan

  • Hallo,

    dann würde ich mich gerne für einen Padina-Stein interessieren, wenn´s recht wär, und Turbinaria (nicht die Koralle, die kleine zackige Braunalge) auch. Ob das wohl ma´ was wird? :grinning_squinting_face: Ist zwar nur Kleinkram, aber diese braunen find´ ich interessant und sind schlecht zu haben, obwohl man sie auf fast allen Bildern von Algen im Flachwasser sieht.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo!

    Zitat

    Kelp und solche Sachen

    ER nun wieder :D. Wir wollen nicht in die Kosmetikindustrie einsteigen sondern schöne kleine Algenbecken haben. =)

    Zitat

    dann würde ich mich gerne für einen Padina-Stein interessieren

    Ja, die gefallen mir auch sehr gut und dahinter wogt vielleicht Asparagopsis taxiformis. Wenn man nur einmal im Mittelmeer an der Felsküste schnorchelt und aufmerksam betrachtet, wie viele verschiedene Algen auf kleinster Fläche vorkommen können, kann man sich schon ein tolles Aquarium vorstellen, wobei viele interessante Arten gerade aus kühleren Gefilden kommen. Aber die Haltung dieser Algen im Aquarium ist halt weitaus schwieriger als "nur" Caulerpas. Da tut sich ein noch offenes Forschungsfeld auf...

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von Wolfgang S

    ER nun wieder :D. Wir wollen nicht in die Kosmetikindustrie einsteigen sondern schöne kleine Algenbecken haben. =)

    Ja, der Stefan, mit kleinen Sachen mag er sich scheinbar nicht abgeben, will gleich die "Bäume des Meeres" pflanzen, der Gartler!

    Wolfgang, Du hast´s net so weit zum Mittelmeer glaub´ ich. Die Padina wächst da doch teils in sehr seichtem Wasser, wo´s auch mal 30° hat. Die sollte doch auch für´s Wwbecken geeignet sein.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Wolfgang, Du hast´s net so weit zum Mittelmeer glaub´ ich.


    :face_with_tongue: der ist gut.
    Hans-Werner,
    du tust gerade so, als ob Wolfgang 20km landeinwärts vom Meer wohnen würde. OK, zum 'bayrischen Meer' hat er es wohl näher, aber das enthält auch kein Salzwasser.

    Ansonsten kann man prima zu Algen mit den Korallenimporten kommen. Ich habe allerdings jetzt das bereits erwähnte Becken mit der Vielzahl an Algen geleert, weil schon wieder die rote Haaralge 'Asparagopsis' überhand nahm.
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass insbesondere die Algen aus den tropischen Gefilden tendenziell einen Hang 'zur Plage werdend zu können', besitzen.

    Servus
    Stefan

  • Hallo!

    Na ja, ganz nah ist das Mittelmeer nicht, aber zu weit weg auch nicht. Wahrscheinlich fahre ich im Sommer wieder ein paar Tage runter.

    @Hans-Werner

    Zitat

    Die Padina wächst da doch teils in sehr seichtem Wasser, wo´s auch mal 30° hat. Die sollte doch auch für´s Wwbecken geeignet sein.

    Das stimmt schon, aber ich habe schon verschiedentlich gehört, dass sich die Padina im Aquarium nicht lange halten. Daher habe ich es (dummerweise) noch gar nicht versucht, aber das werde ich sicher machen. Meine Caulerpa prolifera aus Sardinien hat auch einige Zeit Zicken gemacht, aber jetzt wächst sie wunderbar - und im Gegensatz zu manchen tropischen Arten wird sie nicht zur Plage sondern ist auch ohne Flammenwerfer beherrschbar.

    @Stefan:

    Zitat

    Ich habe allerdings jetzt das bereits erwähnte Becken mit der Vielzahl an Algen geleert

    Wäre das nicht eine Marktlücke? Oder besser gesagt einfach ein neues Segment in deinem gärtnerischen Angebot? :winking_face:

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Jungs, ich verstehe nur Bahnhof. WO und WER ist an Algenimporte dran?

    Und ... ja da tut sich gerade mit Mittelmeeralgen ein weites Interessenfeld auf. Es scheint aber auch viele Fans von Algenbecken an der amerikanischen Pazifikküste zu geben.

    @Professor Stefan und Hans Werner, könntet ihr nicht mal ein paar Eckwerte für einen Technikaufbau Algenbecken posten. Das wäre eine feine Sache.

    Heinz

  • Hallo Heinz!

    Der Kelp-Stefan hat´s ja schon verraten:

    Zitat

    der schiwo wirds schon richten

    Rainer (User schiwo) knüpft derzeit zarte Bande zu Algenhändlern. Da könnte es z. B. so etwas geben: Algen

    Ein Anfang wäre es ja schon einmal. Aber es gibt sicher noch andere interessante Quelle (die Rainer sicher findet, denn im Finden ist er prima! :D).

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Heinz,

    mach´s doch nicht so kompliziert. Man nehme ein Becken, sagen wir 150 oder 250 l, kann auch mit Abdeckung sein (nimm doch einfach ein Baumarkt-Becken mit Abdeckung), T8-Beleuchtung, z. B. 2 x 30 W oder mehr, evtl mal mit LED, wegen des Effekts, einen Powerhead, evtl. Heizer falls nötig, Korallenkies und/oder -sand und ein paar lebende Steine. Wenn das steht kommen sicher erst einmal ein paar Algen aus dem Lebendgestein. In den Kies kann man nun noch etwas pflanzen, z. B. Caulerpa.
    Die Lichtfarbe würde ich nach den Algen richtigen. Für Grünalgen besser nicht so blau, eher Tageslicht, evtl. noch eine Sylvania Aquastar, auch Warmton dürfte gehen. Man kann das Aquarium auch in der Nähe eines Fensters aufstellen, so dass zusätzlich Tageslicht reinkommt.
    Mit Bakterienfutter (ich nehm unser REEF ACTIF) kannst Du dann versuchen die Mikrobiologie und die Algen am Leben zu erhalten. Viel Spaß und viel Glück!

    Gruß

    Hans-Werner

  • Sorry Hans-Werner, so habe ich das nicht gemeint. Auf den Wissenstand war ich schon vor 30 Jahren. Ich dachte an mehr Spezialinformation. Denn Algen lieben sicher andere Wasserwerte wie Korallen, anderes Licht und vielleicht auch andere Technik, wie z.B. keinen Abschäumer etc. Aber macht nix. In Kalifornien gibt es scheinbar eine große Gruppe an Algenfreaks. Ich informiere Euch, wenn ich mehr weiß.

    Heinz

  • Hallo Heinz!

    Zitat

    Ich informiere Euch, wenn ich mehr weiß.

    Ja, bitte, das wäre wirlich interessant!
    Ich sehe es aus heutiger Kenntnis etwa so wie Hans-Werner. Ob man einen Abschäumer verwendet oder nicht, sehe ich zweitrangig, kommt aber auf den übrigen Besatz an. Ich denke aber, dass eine extreme Abschäumung den Algen eher nicht gut tut. Andererseits sollte man nicht glauben, dass versiffte Becken unbedingt ideal sind für höhere Algen. Mein oben gezeigter Stein ist dafür ein gutes Beispiel. So lange er unter schlechten Wasserverhältnissen gehalten wurde, tat sich nicht das Geringste. Erst als er in bessere Verhältnisse kam (Nitrat nicht nachweisbar, Phosphat an der Nachweisgrenze), wucherte es aus ihm heraus.

    Licht: Wie gesagt würde ich hier eher etwas sparsam sein. Gerade rote Algen scheinen auf zu helles Licht eher negativ zu reagieren, wobei man hier - wie halt immer - nicht vollig pauschalieren kann. Da kann man nur ausprobieren, das ist noch ein gewisses Feld für Pioniere :). Vielleicht kommen hier die neuen Energiesparlampen mit 6500 Kelvin (Philips 865) mal zu Ehren (ich habe schon 3 hier liegen ;)).

    Strömung: Die scheint auch für Algen von einer gewissen Bedeutung zu sein (Nährstoffzu/abführung). Aber eine Tunze Nano dürfte es tun, wenn das Becken nicht allzu groß ist.

    Tiere: Jedenfalls dürfen keine Tiere hinein, die Makro-Algen fressen. Ansonsten könnte ich mir Seepferdchen oder -nadeln, Mandarinfische, Einsiedler, Garnelen und - der Technik angepasst - Weichkorallen, Scheibenanemonen oder sogar Filtrierer gut vorstellen, weil der durch die Fütterung höhere Nährstoffgehalt durch die Algen gut abzupuffern sein müsste.

    Den Arbeitsaufwand sollte man aber nicht unterschätzen: Das ist etwas für Gärtner - womit wir wieder bei Stefan wären. :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Wolfgang, ich glaube nicht, dass die herrlichen Algenbecken, die man gelegentlich auf amerikanischen Seiten sieht, mit den gleichen Standardwerten gefahren werden, wie unsere Korallenbecken. Aber ich komme bis dato nicht an die Leute dieser Becken ran.

    Klar, in den Weltmeeren sind auch für die Algen alle Werte gleich. Doch kann ich mir gut vorstellen, dass man in solchen Becken mit Wasserwerten in bestimmten Richtungen nachhilft, dass sie besser wachsen (Beispiel Co2-Düngung bei Süßwasser für Pflanzen). Auch sehen diese Becken, wie Du schon angedeutet hast, auf den Bildern nicht annähernd so hell aus, wie die Bilder der Korallenbecken. Mag sein, dass das aber eine Sache der Aufnahmewerte ist. Eben deshalb meine Neugier und Unsicherheit. Und weil ich kein Bastler bin, wie viele hier im Forum, die mal das und jenes ausprobieren, hier mal eine Leitung ziehen, dort mal eine Pumpe oder Abschäumer einsetzen oder wechseln, will ich eben mit den richtigen Dingen anfangen und das Rad nicht neu erfinden. Dazu gibt es bestimmt jahrzehntelanges Wissen - vielleicht nicht in unserem Dunstkreis.

    Heinz

  • Hallo Heinz!

    Zitat

    ich glaube nicht, dass die herrlichen Algenbecken, die man gelegentlich auf amerikanischen Seiten sieht, mit den gleichen Standardwerten gefahren werden, wie unsere Korallenbecken.

    Das glaube ich auch nicht! Die "normalem" Korallenbecken zeichnen sich heutzutage ja durch extreme Nährstoffarmut und viel Licht aus. Das ist den höheren Algen sicher nicht zuträglich. Aber ich glaube auch nicht, dass die Becken nitrat- oder phosphatbetont gefahren werden. Meiner Erfahrung nach sind erhöhte Nährstoffwerte genau so ungünstig wie Null-Werte.
    Aber die Licht- und die messbaren Nährtoffverhältnisse allein sind vielleicht gar nicht dafür verantwortlich, dass höhere Algen so rasch verschwinden. Es bedarf sicherlich eines "algenfreundlichen Milieus". Heute habe ich Reef Actif bekommen. Mal schauen, wie sich die Anwendung auswirkt.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

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