Wie habt ihr euren Beleuchtungs-Zyklus eingestellt?

  • Hallo, ich nutze eine Lampe mit App auf dem Smartphone / Tablet und habe da die Möglichkeit, den Tages-Zyklus selbst zu "programmieren".

    Wer hat ebenfalls Beleuchtung mit so einer Funktion und wie habt ihr die Einstellungen gesetzt?

    Viele Grüße, Stefan

  • Naja, das haben die meisten Lampen . Macht auch Sinn : Beleuchtungszeit - Stärke . Welches Spektrum zu wieviel % usw.

    Pauschal ist es schwierig da was zu sagen , kommt auf die Lampe , den Besatz Becken , Lampen Höhe ..... an

    Geb mal mehr Infos dann kommen bestimmt auch brauchbare Ratschläge

  • Fast alle Lampen für Meerwasseraquarien können über eine Steuerung mit einem Tagesverlauf angepasst werden, aber dies ist nicht entscheidend. Wichtig ist zuerst, dass die Korallen ausreichend, nicht zu viel und nicht zu wenig Licht erhalten und der Tagesverlauf in der Dauer für die Korallen angemessen ist.

    Was das genau ist hängt von der Lampe, der Art, wie sie über dem Becken angebracht ist, ob hoch darüber oder dicht über dem Wasser und den Korallen im Becken ab.

    Alles andere ist Spielerei und Vorliebe. Ob dies nun eine Blauphase oder ein langsames Hochdimmen ist, gehört zu den persönlichen Vorlieben.

    Egal, ob jemand die gleiche Lampe hat, entscheidend ist, dass es für DEIN Becken passt. Wenn Du unsicher bist, leihe Dir ein PAR-Meter und stelle die Beleuchtung so ein, dass sie an dem Aufstellort der Koralle 100-400 PAR hat, je nach Besatz, ob Weiche, LPS, oder SPS. Die Hauptbeleuchtungszeit sollte etwa 8-10 Stunden betragen.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Hi Stefan,

    10-12 Stunden Beleuchtungszeit. Ich mache es so:

    Halbe Stunde Sonnenaufgang bis 80%, 1,5 Stunden von 80% auf 100%, dann für 6 Stunden 100%, dann wieder über 1,5 Stunden auf 80% und am Ende eine halbe Stunde Sonnenuntergang. Macht zusammen 10 Stunden Beleuchtungszeit.

    Überlegung dazu: allzu lange Blaulichtphasen sind recht strahlungsintensiv, daher nur eine halbe Stunde Sonnenauf- und untergang. 80-100%, um die Tiere langsam an die volle Beleuchtung zu gewöhnen und 6 Stunden volle Beleuchtung reicht für die meisten Tiere. Mit 100% meine ich übrigens nicht 100% der Lampenpower, sondern 100% von dem, was ich eingestellt habe. Aktuell sind 100%=60% der möglichen Lampenleistung.

    Ich würde mich da nicht zu sehr verkünsteln. Früher gab es auch nur an/aus. In der Regel versucht man, den Tagesablauf unter Sonnenschein abzubilden.

    Viel wichtiger ist die Beleuchtungsstärke und das Spektrum.

    Grüße

    Chris

  • Hallo,

    wie schon geschrieben wurde, ist vieles bei den möglichen Beleuchtungsphasen reine Spielerei. Im Rahmen des Konkurrenzkampfes der Hersteller wurden die Beleuchtungen mit immer mehr Einstellungsmöglichkeiten ausgestattet, primär um sich voneinander abzuheben. Vieles davon ist für den Aquarienbesatz weitgehend unnötig, manchmal sogar bizarr (z.B. Gewittersimulation) oder gar schädlich (starkes Mondlicht). Sinnhaft kann ein langsames Hoch- und Runterfahren am Beginn und Ende der Beleuchtungsphase sein. Davon profitieren aber allenfalls schreckhafte Fische beim Neubesatz; den Korallen ist dies sowas von egal! Ich beleuchte mein Riffbecken zeitgeschaltet an/aus in angemessener Stärke täglich 12 Stunden von 10 - 22 Uhr. Die Fische haben sich an den gleichmäßigen Rhythmus gewöhnt und stellen sich darauf ein, die Korallen gedeihen bestens.

    Gruß

    Bernd

  • hi stephan,

    diese bogenförmige kurve hat ja nur wenig mit einer natürlichen simulation im riff zu tun. wenn das maximum 40-50% fast nur an einem kurzen zeitpunkt erreicht wird, ist es im tagesverlauf eher mit einer enormen dämmerungsphase zu vergleichen.

    welche art von korallen pflegst du denn in deinem becken oder welche planst du?

  • Ich schließe mich vollständig und vorbehaltslos Bernds Meinung an.

    Etwas drastischer ausgedrückt: Alles unnütze und somit sinnlose Spielerei für das Kimd im Manne!

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Hallo an Alle,

    danke für die nützlichen Erfahrungen und Meinungen. Vielleicht nutzt Jemand von euch auch eine Jebao AL-150 in der ATI-Version?

    Ansonsten werde ich mir was zusammenstellen. Ich kenne nur von früher: HQI an, Stromkreis im ganzen Haus geht kurz in die Knie, laufen lassen und Abends Mond-LED an und HQI aus.

    Die liebe Technik und die Kinder in den Männern 😄😀😃😉

    Viele Grüße, Stefan

  • hi stephan,

    diese bogenförmige kurve hat ja nur wenig mit einer natürlichen simulation im riff zu tun.

    Servus Joe,

    Lies' dir mal diesen Artikel von Dana Riddle durch und dann weißt du warum ich das so mache. Die Natur macht es vor und ich mach's nach :smiling_face_with_sunglasses:

    Imitating natural light

    Mit einem Punkt gebe ich vollkommen recht ... Mondlicht brauchen Korallen gar nicht und im schlimmsten Fall können die dadurch sogar sterben.

    In meinen Augen hat das in den Voreinstellungen einer Leuchte gar nichts verloren.

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

    Edited once, last by AquaMares (February 12, 2026 at 5:36 PM).

  • Hallo Stephan,

    hast du mal auf die PAR Werte geschaut in der Grafik von Dana Riddle? Da hast du von 8:30 bis 18 Uhr PAR Werte von über 400 (bei Bewölkung), in der anderen Grafik sogar krass viel mehr (strahlender Sonnenschein). Das bekommst du mit einer Lampe nicht hin, was bedeutet, dass du das nicht einfach übertragen kannst ins Aquarium.

    Grüße

    Chris

  • Um die PAR-Werte geht's mir nicht, sondern nur um den natürlichen Anstieg und Abfall der Beleuchtungsstärke.

    Wenn ich auf Vollast fahre, kriege ich ca. 700-800 PAR bei 20cm unter der Wasseroberfläche schon hin, würde aber meine Korallen "grillen". (Im Moment Leuchten bei 52% Intensität, max. 30% UV)

  • Um die PAR-Werte geht's mir nicht, sondern nur um den natürlichen Anstieg und Abfall der Beleuchtungsstärke.

    Hallo Stephan,

    natürlich bleibt es jedem überlassen, welchen Aufwand man treiben möchte und ob man aus einer einfachen Aufgabe eine Wissenschaft machen möchte. Mir bleibt die Frage für was? Welcher Mehrwert ist damit verbunden?.

    Einen "natürlichen Anstieg und Abfall" der Beleuchtungsstärke nachvollziehen zu wollen, kann ja nicht die unterschiedlichen Wetterverhältnisse und die damit zwangsläufig verbundenen starken Schwankungen berücksichtigen. Diese unterliegen keinerlei erfassbaren Regelmäßigkeiten. Daher muss man sich zwangsläufig an den grundsätzlichen Ansprüchen der Tiere orientieren, also der notwenigen Gesamtmenge des benötigten Lichts. Dieser ist auch je nach Art und Standort/ Wassertiefe ganz verschieden. Deshalb muss man sich eher an einem Mittelwert anstatt an Tageszeiten orientieren

    Gruß

    Bernd

  • Um die PAR-Werte geht's mir nicht, sondern nur um den natürlichen Anstieg und Abfall der Beleuchtungsstärke.

    Rechne mal von dem Diagramm runter mit deiner maximalen Beleuchtungsstärke, siehe Beitrag 7 von Joe. Du hast dann nur relative kurze Zeit die maximale Beleuchtungsstärke. Einen großen Teil des Tages dämmerst es dann so vor sich hin. In der Natur mag das keine Rolle spielen, weil da die PAR Werte schon sehr früh sehr hoch sind, 400 -1250 PAR.

    Das was ich oben vorgeschlagen habe ist auch nur ein Beispiel, wie man es machen kann. So gefällt es mir halt. Ich könnte genauso gut einen leichten Bogen einbauen oder wie es lange Zeit üblich war, einfach an- und ausschalten. Du wirst da keine Vorteile haben was Korallenwachstum und -gesundheit anbelangt.
    Ich will dir das aber auch nicht ausreden, vielleicht reicht es ja und alles wächst und gedeiht. Schau dir nur mal die ganzen Farmen an, die teilweise immer noch mit T5 beleuchten. Die gehen morgens an und abends aus.

    Grüße

    Chris

  • Servus Joe,Lies' dir mal diesen Artikel von Dana Riddle durch und dann weißt du warum ich das so mache. Die Natur macht es vor und ich mach's nach :smiling_face_with_sunglasses:Imitating natural lightMit einem Punkt gebe ich vollkommen recht ... Mondlicht brauchen Korallen gar nicht und im schlimmsten Fall können die dadurch sogar sterben.In meinen Augen hat das in den Voreinstellungen einer Leuchte gar nichts verloren.

    hallo stephan,

    ok, du fährst also einen versuch nach "riddle".

    inwieweit das zielführender ist als übliche einstellungen, wird die zeit zeigen.

    deine ursprüngliche frage wirkt eher wie die allgemeine frage nach der einstellung einer led.

    im übrigen kenne ich zugegebenerweise die reddlekurven nicht.

    das redfieldverhältnis in bezug auf no3/po4 wurde eine zeitlang und auch heutzutage noch ab und an als referenz für die riffaquaristik genommen, brachte aber nur die grobe erkenntnis - no3 darf um etliches höher sein als po4.

    vom grundsatz her (hqi und röhre) genügt ein morgens an und abends aus.

    ging in früheren tagen nun nicht anders aber eine verbesserung von wachstumsraten oder farbgestaltungen ist durch den einsatz der steuerbaren leds m. e. nicht sichtbar geworden.

    wobei weiche und lps nie das thema waren, sps sind (waren) in der hauptsache die verlierer in den versuchen, eine passende leuchte zu entwickeln.

    glücklicherweise sind infolge unzähliger versuchskaninchen in form privater beckenbetreiber:winking_face: , auch hersteller wissender geworden.

    mit mondlicht in schwächster ausführung - dass grad so die umrisse des riffs zu erkennen und die umherstreifende scherengarnelen sind - hat keiner koralle geschadet. war aber auch nie für die pflege von korallen gedacht.

    aber ein hersteller von lampen muss nicht zwangsweise riffaquarianer sein und da wurde vielfach zuviel watt ins mondlicht platziert.

    der aufbauf in deinem becken ist - wie heutzutage oft zu sehen - recht flach gehalten aber auch recht gut gelungen.

    die parwerte sind interessant, letztlich aber momentaufnahmen, da zumindest staghorns in die höhe wachsen und dann von der spitze zum fuß mit starken unterschieden in der stärke des lichts auskommen müssen oder können.

    700 par ist schon ne hausnummer - starklicht über nur zwei, drei, vier stunden fördert eine intensivere ausfärbung. will mich allerdings nicht auf die zahl "700" festlegen - nur wie bei der redfielgeschichte die erkenntnis, dass kurze zeit starklicht hier förderlich sein kann.

    für den rest des tages reicht wieder die möglichst flächige diffusausleuchtung.

    nunja.

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