Mandarinfisch Synchiropus splendidus, meine Erfahrungen

  • Moin Hajo,

    Wahrscheinlich ist meine Altersschwerhörigkeit schon schlimmer als befürchtet. Aber ich habe weder bei meinen Röhrenmäulern noch den Mandarinfischen ein hörbares Geräusch beim Fressen gehört, auch nicht heutzutage mit Hörgeräten. Und ich würde einfach mal behaupten, dass allein aufgrund der Größe bei meinen H. abdominalis viel eher ein hörbares Geräusch hätte vorhanden sein müssen. War es meiner Erinnerung nach aber nicht.

    Da hast du mich missverstanden. Der Hinweis auf die seltsame Anatomie des Kiefers bezog sich nicht auf ein Gräusch, sondern auf die Saugmethode. Die einzigen, kaum hörbaren Geräusche entstehen an der Glasscheibe, wenn der Fisch sei Ebenbild attackiert.

    Gruss

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Die einzigen, kaum hörbaren Geräusche entstehen an der Glasscheibe, wenn der Fisch sei Ebenbild attackiert.

    Ich glaube ich muss da mal ein Video mit Unterwasser-Mikrofon aufnehmen. Meine beiden sind nicht die größten Brocken, aber wenn sie Futter picken, dann hört man jedesmal ein gut hörbares "tock" und da sehe ich ihnen dabei zu.

    Sind eure Becken so laut dass ihr das nicht hört ?

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Ich glaube ich muss da mal ein Video mit Unterwasser-Mikrofon aufnehmen. Meine beiden sind nicht die größten Brocken, aber wenn sie Futter picken, dann hört man jedesmal ein gut hörbares "tock" und da sehe ich ihnen dabei zu.

    Sind eure Becken so laut dass ihr das nicht hört ?

    Das ich was an den Ohren hätte, höre ich von meiner Frau dauernd.:smiling_face:

    In gewisser Weise bestimmt das 50Hz-Gebrumme die gesamte Gräuschkulisse.

    Ich habe mich aber vorhin, bei gedrosselten Pumpen, mal neben das Becken gestellt. Mein Splendidus-Weibchen frisst geräuschlos. Vielleicht ist es aber nur gut erzogen.

    Gruss

    Hajo

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  • Eine kleine Ergänzung zu diesem Thema:

    Ich bin nicht allwissend. Nur, weil mir die "Klicks" beim Synchiropus fremd sind , muss das nicht heissen, dass auch andere Beobachtungen gemacht wurden. Mein momentaner Stand ist ein Wissen über die Klicklaute bei Seepferdchen und Seenadeln. Bei Synchiropus wäre mir das neu. But..who knows......

    Gruss

    Hajo

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  • Sind eure Becken so laut dass ihr das nicht hört ?

    Vielleicht handelt es sich auch einfach nur um LSD-Leierfische, die in hohen Dosen zu Halluzinationen führen können ( optisch und akustisch ):wink

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

    Beste Grüße

    Stefan

  • Ich muss ergänzend erwähnen, dass dieses "tock" nicht jedes mal zu hören ist wenn sie picken, bzw. nur dann wenn die Futteraufnahme etwas "energischer" ist (weiß nicht wie ich es anders umschreiben kann ...).

    Mein Becken ist dazu noch extrem leise, weil die Technik im Keller ist und somit hört man das natürlich auch weit besser.

    Habe versuchsweise mit meiner Taucherkamera probiert die beiden dabei zu filmen, doch die finden das Ding im Wasser aber gar nicht ansprechend und haben das Weite gesucht.

    Mal sehen was mir sonst noch einfällt um das aufzunehmen ...

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Spoiler anzeigen

    Dann hat das anscheinend nichts mit der Art und Weise der Futteraufnahme zutun, sondern ist in solchen Fällen eher dem harten "Schnabel" des Synchiropus geschuldet. Wie bereits erwähnt, erzeugen Spiegelbildattacken der Männchen auf Glas ähnliche Laute. Also, mehr passiver als aktiver Noise!

    Gruss

    Hajo

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  • hab´ da was im Netz gefunden --> https://www.youtube.com/watch?v=YCIePo0xW-Q :winking_face_with_tongue:
    Genau so hört sich das bei mir auch an.

    Quod erat demonstrandum!

    Die Laute scheinen durch das Schnappen des Kiefers zu entstehen. Zumindestens anders als bei Seenadeln und Seepferdchen. Wie gesagt, diese Geräusche kenne ich eigentlich nur von Spiegelbildattacken auf Glas. Tolles Video. Die Empfindlichkeit des Mikros spielt wohl eine untergeordnete Rolle, da du diese Geräusche auch ohne Verstärkung hörst. Das Video kommt in meine persönliche Sammlung der "Überraschungen".

    Gruß

    Hajo

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  • Bitte gerne Hajo :winking_face:

    Wie gesagt um das zu hören brauchst du schon ein sehr leises Becken.
    Als totaler Neuling auf dem Gebiet und durch meinen kompletten Selbstbau inkl. ca. 25-30m PVC-Verrohrung in und vom Keller wirst du anfangs bei jedem noch so geringen Geräusch hellhörig und das ist ziemlich ähnlich dem wenn sich Kunststoff ausdehnt und knackt.
    Dazu kommen noch Geräusche wie z.B.
    - Kaudernis die einen dumpfen Klopflaut von sich geben wenn sie aufgeregt sind
    - Einsiedler die vom Riff auf die Glasplatte fallen
    - springende Kegelfechterschnecken (hört sich bei barebottom richtig schlimm an)
    - "Samba tanzende" Trochus Schnecken am Glas (als Einsteiger glaubst du, du bist im falschen Film wenn du das das erste Mal beobachtest)
    - Neritas die einen Landgang von der Glaskante auf den Boden machen
    - etc.

    Man lernt nie aus :grinning_face_with_smiling_eyes:

    LG :smiling_face_with_sunglasses:

    Stephan

  • Hallo Stefan!


    Auch eines meiner früheren Becken war mit einer Wasser führenden Verrohrung zur Filteranlage im Keller verbunden. Die Fliessgeräusche waren auch nicht ohne. Jede plötzlich auftretende Änderung des Geräuschpegels erweckte Misstrauen gegenüber den eigenen Fähigkeiten. Die Verrohrung hatte ich selbst verklebt. Letztendlich bin ich nicht an meiner eigenen Kompetenz gescheitert, sondern an der Qualifikation des Aquarienbauers. Das neue Becken wurde undicht. Nicht an den von mir mit Misstrauen beäugten, "neuralgischen" Punkten, sondern an der Verklebung der Scheiben.Man sollte zwar immer auf ungewohnte Geräusche achten. Absolute Sicherheit rundherum gibt das aber nicht. Wasser fliesst leise. Bis es dann irgendwann plätschert.....

    Gruss

    Hajo

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  • Ich stehe nun vor einer schwierigen Entscheidung. Gerne würde ich wieder einen Leierfisch aufgrund seinen unglaublich schönen Zeichnung einsetzen. Aber die Krernfrage ist, ob mein Becken genügend Zooplankton bietet, um die Grundernährung sicherzustellen.

    Vom Verstand sage ich, dass im siebenten Jahr genug ZP nachhaltig wachsen sollte, zumal ich täglich deswegen N. s. dosiere. Zudem Artemia als Nauplien und demnächst auch reichlich im halbwüchsigen Stadium verabreicht werden können.

    Aber die Tatsache, dass kaum noch Würmer und grabende Schnecken vorhanden sind, macht mich stutzig.

    Daher meine simple Frage, wer sicher feststellen konnte, dass auch ein mehrjähriges Becken über auffallend wenig Zooplankton verfügt.

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

    Reefer 425, 2 x Hydra 32 + 40 Watt umlaufende LED-Leisten 13.000 K.+ 5 Spots
    6 Turbellen, Rundströmung mit Wellen im 2-Sekundentakt, "Ebbe - Flut" alle 3,5 h
    Deltec 600i, Lanthan, Biopellets, Balling light
    10 % Wasserwechsel/Woche

    Täglich lebende Artemianauplien + 120 cm³ frisch gezapftes Phytoplankton

  • Ich stehe nun vor einer schwierigen Entscheidung. Gerne würde ich wieder einen Leierfisch aufgrund seinen unglaublich schönen Zeichnung einsetzen. Aber die Krernfrage ist, ob mein Becken genügend Zooplankton bietet, um die Grundernährung sicherzustellen.

    Vom Verstand sage ich, dass im siebenten Jahr genug ZP nachhaltig wachsen sollte, zumal ich täglich deswegen N. s. dosiere. Zudem Artemia als Nauplien und demnächst auch reichlich im halbwüchsigen Stadium verabreicht werden können.

    Aber die Tatsache, dass kaum noch Würmer und grabende Schnecken vorhanden sind, macht mich stutzig.

    Daher meine simple Frage, wer sicher feststellen konnte, dass auch ein mehrjähriges Becken über auffallend wenig Zooplankton verfügt.

    Hallo Werner,

    hast du schon mal über das Phänomen alternder Becken nachgelesen?: "Old Tank Syndrom".

    Gruss

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Vom Verstand sage ich, dass im siebenten Jahr genug ZP nachhaltig wachsen sollte, zumal ich täglich deswegen N. s. dosiere. Zudem Artemia als Nauplien und demnächst auch reichlich im halbwüchsigen Stadium verabreicht werden können.

    Aber die Tatsache, dass kaum noch Würmer und grabende Schnecken vorhanden sind, macht mich stutzig.

    Daher meine simple Frage, wer sicher feststellen konnte, dass auch ein mehrjähriges Becken über auffallend wenig Zooplankton verfügt.

    Hallo Werner, die Logic sollte Dir sagen, dass die Vielfalt der Beckenfauna beim Start am allergrößten ist, wenn lebende Steine eingesetzt wurden. Danach beginnt der Kampf um Siedlungsraum und Ressourcen/Futter und nicht von anderen gefressen zu werden. Die Biodiversität nimmt also stetig ab. Das, was sich durchsetzen kann vermehrt sich teilweise in großer Zahl, die Population wird jedoch fragiler, da sie alle die gleichen Resourcen benötigen und wenn da eine Lücke aufkommt, kann alles sehr schnell zusammenbrechen. Nicht ohne Grund wird häufig betont, dass Biodiversität ein wesentlicher Pfeiler für ein gesundes Ökosystem ist, auch für so ein begrenztes System wie unsere Becken.

    So kann gerade bei gestandenen Becken das Mikroleben ziemlich gering sein, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Kleinlebewesen sich durch viele Jahre aufrecht erhalten ist doch recht gering.

    Eine Maßnahme für die Aufrechterhaltung der Biodiversität und damit auch die Gesundheit des Mikrobioms ist immer wieder mal eine kleine Menge Lebendgestein ins Becken zu setzen. Dies dient auch den Korallen, denn nicht nur die Kleinkrebse, sondern auch Bakterien und Microalgen unterliegen diesem Artenschwund. Und auch Korallen benötigen eine gewisse Diversität im Zusammenleben mit Bakterien und Algen.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Ich finde die Entscheidung nicht schwer, entweder auf futterfeste Nachzucht setzen oder aber den Aufwand annehmen, sie ans Ersatzfutter zu bringen. Wieso auf sein Glück und die Mikrofauna hoffen, ist nicht der einzige und ggfs beste Weg 🤔


    Oder auf andere Leierfische setzen, die von Beginn an futterfest sind, wenn man das Geld und dem Aufwand scheut.

    VG

    Chris

    2 Mal editiert, zuletzt von Linkstein (20. Oktober 2026 um 06:20)

  • Servus Werner,

    Kann nur wiederholend (siehe auch hier mein Beitrag) sagen, dass sich die Copepoden in meinem Becken dort am stärksten entwickeln und vermehren, wo ungenütztes, beleuchtetes, mit Biofilm und Algen überwachsenes Riffgestein ist, das nicht permanent von Algenfressern wie Doc´s etc. komplett clean gehalten wird.
    Solange das nicht gewährleistet werden kann, kannst du da Lebendgestein und andere Mittel en masse reinkippen und trotzdem wird sich da nicht viel entwickeln weil die Oberfläche permanent abgegrast wird und diesen Kleinkrebsen die Nahrungsgrundlage entzogen wird.

    Du hast ein Reefer 425 ? Wenn ja, dann habe ich mit meinem Armatus 500XD ungefähr das selbe Nettovolumen.
    Besatztechnisch bin ich extrem schmal aufgestellt (5x Pycnochromis retrofasciata, 1x Kauderni, 2x Clownfische, 2x Synchiropus splendidus, 1x Scartella cristata und Rest sind Schnecken, Seeigel, etc.) und ich habe keinen Doctor oder sonstige Grazer (wobei es kann sein dass mir da der Scartella in Zukunft etwas mehr davon wegfressen wird).
    Anderer "pickender Besatz" war von vornherein wegen den beiden Mandarins tabu.

    Deinen Doc wirst du sicher nicht hergeben nehme ich an ?

  • Ich finde die Entscheidung nicht schwer, entweder auf futterfeste Nachzucht setzen oder aber den Aufwand annehmen, sie ans Ersatzfutter zu bringen. Wieso auf sein Glück und die Mikrofauna hoffen, ist nicht der einzige und ggfs beste Weg 🤔


    Oder auf andere Leierfische setzen, die von Beginn an futterfest sind, wenn man das Geld und dem Aufwand scheut.

    Nun, mit "Glück" hat das nichts zu tun. Die Basis ist zwar die angestrebte Beckenfauna. Aber zusätzlich wurde/wird der Fisch ja auch von außen gefüttert.

    A-Nauplien wurden sofort angenommen. Nyos Goji nach etwa 2 - 3 Monaten. Möglicherweise nach Jahresfrist auch Fisch-/Muschelfleisch.

    Mir geht es halt darum, die Grundnahrung inform Mirofauna anbieten zu können, da der Fisch ständig auf Futtersuche ist.


    Die Hinweise von Sandy und Hajo bezüglich Monokultur sind stichhaltig, darauf lese ich mich just ein.

    Möglicherweise ist es sinnvoller, einen eigenen Beitrag zur Mikrofauna anzulegen?

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

    Reefer 425, 2 x Hydra 32 + 40 Watt umlaufende LED-Leisten 13.000 K.+ 5 Spots
    6 Turbellen, Rundströmung mit Wellen im 2-Sekundentakt, "Ebbe - Flut" alle 3,5 h
    Deltec 600i, Lanthan, Biopellets, Balling light
    10 % Wasserwechsel/Woche

    Täglich lebende Artemianauplien + 120 cm³ frisch gezapftes Phytoplankton

  • Nun, mit "Glück" hat das nichts zu tun. Die Basis ist zwar die angestrebte Beckenfauna. Aber zusätzlich wurde/wird der Fisch ja auch von außen gefüttert.

    A-Nauplien wurden sofort angenommen. Nyos Goji nach etwa 2 - 3 Monaten. Möglicherweise nach Jahresfrist auch Fisch-/Muschelfleisch.

    Finde ich persönlich schon. Auf die Beckenfauna zu hoffen, dass der Fisch so lange überlegt, bis er Ersatzfutter annimmt. Manche gewöhnen sich an das gebotene Ersatzfutter, andere aber nicht und das hat für mich mit Glück zu tun. Ist finde ich der falsche Ansatz, ich bringe den Fisch erst an Ersatzfutter und gebe ihn dann ins Becken. So weiß ich gesichert, dass er bei der Fütterung Futter findet und 2x Fütterung am Tag reichen aus, sie lange und erfolgreich halten zu können.

    VG

    Chris

  • Die Hinweise von Sandy und Hajo bezüglich Monokultur sind stichhaltig, darauf lese ich mich just ein.

    Hallo Werner,

    das hier beschreibt ausführlich die Wurzeln allen Übels.

    Gruß

    Hajo

    Old Tank Syndrome
    Old Tank Syndrome - Does old tank syndrome really exist? Julian explains changes that the tank goes through as it gets older.
    reefs.com

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

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