Amphiprion ocellaris Männchen plötzlich aggressiv gegen Halichoeres chrysus

  • Hallo zusammen,


    seit ein paar Tagen dreht der Clown-Mann völlig durch und jagt meinen Kanarien-Lippfisch durchs Becken bis sich dieser wieder im Sand versteckt.
    Alle anderen Fische (z.b. Diamant-Lippfisch, Mandarin, Orangerücken-Zwergkaiser, Lyra-Kaiser,...) lässt er in Ruhe!
    Das Clown-Pärchen und der Kanarien-Lippfisch schwimmen seit über 2 Jahren bei mir und hatten bisher keinerlei offensichtliche Konflikte.


    Der Kanarien-Lippfisch ist auch ein Männchen und sogar deutlich größer als der Clown-Mann.
    Kennt Ihr ähnliche Verhaltensänderungen?


    Viele Grüße, Wolfgang

  • Laichen die Amphiprion oder hatten sie gelaicht?
    Meist ist die natürliche Aversion damit erklärbar.


    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Sie balzen ordentlich, aber ablaichen habe ich sie (noch) nicht gesehen.
    Wird sich das voraussichtlich wieder beruhigen, sodass der Kanarien-Lippfisch wieder frei schwimmen (und dann auch wieder fressen) "darf" - kannst Du erklären, weshalb die Aversion nur gegen diesen einen Fisch auftritt? Nur dieser wird durchs ganze Becken gejagt...


    Viele Grüße,
    Wolfgang

  • Lippfische sind exzellente Laichräuber.
    Das wissen nicht nur die Amphiprion. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Das Verhalten der Amphiprion ist genetisch angelegt und völlig natürlich.
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Vielen Dank für die rasche Info - das war mir so nicht bewusst bzw. ein mir noch nicht bekanntes Verhalten für mich! Vorallem in der Intensität :upside_down_face:



    Viele Grüße, Wolfgang

    Hallo Wolfgang!


    Dieses Verhalten legen nicht nur die Amphiprion an den Tag, sondern viele andere Riffbarsche, die Brutpflege betreiben und ihre Nachkommen, Partner oder ihren Laichplatz gegen Fressfeinde verteidigen müssen. Dazu gehört bei Amphiprion nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Unversehrtheit ihrer Wirtsanemone.
    Mach dir keinen Kopf.
    Das regelt sich alles.
    Bestenfalls macht der Lippfisch nun einen Bogen um den Platz der Fische.
    Es könnte auch sein, dass andere Beckeninsassen ähnliche Erfahrungen sammeln müssen. :grinning_face_with_smiling_eyes:


    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Wenn der Lippfisch sich gestresst fühlt, wird er den Sand aufsuchen.
    Z. B. Angstreflexe. Das ist auch völlig normal.
    Allerdings hängt Stress auch stellenweise mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zusammen.
    Das ist wohl hier nicht der Fall.


    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Wolfgang!


    Die Kanarie Lippis sind doch 3x schneller als die Anemonenfisch.
    Da wird der LIppfisch mit den Anemonenfische eher etwas gespielt haben.


    War das sicher das Männchen bei den Anemonenfischen?
    Wäre sehr ungewöhnlich, normalerweise sind die Weibchen wesentlich aggressiver.

  • Hallo Wolfgang!


    Die Kanarie Lippis sind doch 3x schneller als die Anemonenfisch.
    Da wird der LIppfisch mit den Anemonenfische eher etwas gespielt haben.


    War das sicher das Männchen bei den Anemonenfischen?
    Wäre sehr ungewöhnlich, normalerweise sind die Weibchen wesentlich aggressiver.

    Servus Reinhard,
    ja - es war tatsächlich der deutlich kleinere Anemonenfisch, den den Lippfisch ordentlich attackiert hat.


    Viele Grüße, Wolfgang

  • Hallo Wolfgang!


    Die Kanarie Lippis sind doch 3x schneller als die Anemonenfisch.
    Da wird der LIppfisch mit den Anemonenfische eher etwas gespielt haben.


    War das sicher das Männchen bei den Anemonenfischen?
    Wäre sehr ungewöhnlich, normalerweise sind die Weibchen wesentlich aggressiver.

    Auch kleine Wesen müssen mal auf den Putz hauen. :grinning_squinting_face:
    In einer Ehe schon gar!


    Gruß
    Hajo

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    (Mark Twain)


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  • Auch kleine Wesen müssen mal auf den Putz hauen. :grinning_squinting_face: In einer Ehe schon gar!


    Gruß
    Hajo

    Ist halt wie zu Hause :loudly_crying_face: Die armen Kleinen müssen auch schmal zeigen, wo der Hammer hängt. Ich habe danach immer Stubenarrest. :pouting_face:




    Meine Amphiprion nigripes Malediven - Anemonenfische sind auch richtige Stinker. Meine Lippis wissen, dass es nur Maulhelden sind. Beide sind gleich aggressiv und genauso feige. Sobald sie Gegenwehr spüren, sind sie futsch. Egal ob Fisch oder Isch :smiling_face:




    Gruß


    Dietmar



  • Hallo zusammen,


    ich muss das Thema nochmal "aufwärmen"...


    Wieder sind meine Clowns extrem aggressiv gegen meine zwei neuen Mitbewohner: Parachaetodon ocellatus und Zebrasoma flavescens (NZ) jeweils ca. 3-4cm

    Beide Neubewohner waren zur Eingewöhnung einige Tage in einer Schwimmschule im Becken - da war alles friedlich. Jetzt hat der Zebrasoma innerhalb von drei Tagen die Hälfte der unteren Flosse eingebüßt - beide wurden unaufhörlich durchs ganze Becken gejagt. Ich kann kein Gelege entdecken und auch kein auffallendes Balzverhalten - dürfte wirklich an den neuen Bewohnern liegen. Die Orangerücken-Zwergkaiser sind auch nicht amused, aber bei weitem nicht so heftig wie die Clowns (vorallem das Weibchen!).


    Ich habe jetzt zum Schutz der beiden, das Clown-Weibchen (mit viel Glück) recht einfach fangen und in die Schwimmschule setzen können...


    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen bzw. können ein paar Tage in der Schwimmschule helfen um sie soweit zu beruhigen, dass sie die beiden akzeptieren kann?


    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    Versuch macht kluch... :smiling_face:


    Das Verhalten ist kein Einzelfall.

    Ich würde das Weib für mindestens 1 Woche verbannen. Danach sehen wir weiter.

    Ich weiß, das ist nicht befriedigend, aber einen Versuch wert.


    Gruß

    Hajo

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  • Innerhalb einer Gattung ist es leider oft anders, da das dominante Tier immer wieder die Dominanz festigen wird und die anderen dann zur Ordnung niederprügelt. Weil nicht nur Menschen vergesslich sind, auch andere müssen immer wieder erinnert werden. Gerade macht der scopas seit zwei Tagen den anderen Dok nieder, um genau diese Rangordnung wieder in Erinnerung zu rufen. Nicht sehr schön anzusehen.

  • Gerade macht der scopas seit zwei Tagen den anderen Dok nieder, um genau diese Rangordnung wieder in Erinnerung zu rufen. Nicht sehr schön anzusehen.

    Auch dafür ist der Scopas berüchtigt.


    Gruß

    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
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  • Leider hat sich auch nach ein paar Tagen in der Schwimmschule das Verhalten nur kurz beruhigt und nach 2 Tagen ist sie wieder vehement gegen die "Neuen" aufgetreten, sodass die Flossen des Zebrasoma ordentlich zerfetzt wurden - auch Wunden am Körper waren eindeutig zu erkennen.

    Lange Rede, kurzer Sinn - ich habe das Pärchen nun für einige Zeit ausgesiedelt und muss mir überlegen, ob ich das Risiko nochmal eingehen möchte oder das Pärchen an einen anderen Platz abgeben werde.

    Es wurde sofort "ruhiger" im Becken und der gesamte Besatz wirkt deutlich entspannter.


    Viele Grüße!

  • Zanksüchtige Damen sind auch beim Homo sapiens nicht ganz unbekannt.....


    Gruß

    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


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  • Ja - da bin ich mir sicher! Weshalb fragst du?

    Weil ich seit über 20 Jahren Amphiprion ocellaris halte und diese Aggressivität bei den Fischen noch nie erlebt habe.

    Meine 3 schwimmen jetzt in einem gleich großen Becken wie Deine. Dabei ist ein 22 Jahre altes, sehr großes, Weibchen.

    Diese fürchtet sich vor keinem anderen Fisch im Becken, hat aber auch noch nie einen anderen Fisch angegriffen.

    Daher ist dieser Verhalten für mich völlig unverständlich.

    Was man immer wieder hört ist aggressives Verhalten von den größeren Anemonenfischen, wie z.B. A. clarkii.

  • Weil ich seit über 20 Jahren Amphiprion ocellaris halte und diese Aggressivität bei den Fischen noch nie erlebt habe.

    Meine 3 schwimmen jetzt in einem gleich großen Becken wie Deine. Dabei ist ein 22 Jahre altes, sehr großes, Weibchen.

    Diese fürchtet sich vor keinem anderen Fisch im Becken, hat aber auch noch nie einen anderen Fisch angegriffen.

    Daher ist dieser Verhalten für mich völlig unverständlich.

    Was man immer wieder hört ist aggressives Verhalten von den größeren Anemonenfischen, wie z.B. A. clarkii.

    Ja, das hat mein Händler auch schon gesagt... aber offensichtlich sind es halt tatsächlich die Charaktere, die den Unterschied ausmachen...

  • Weil ich seit über 20 Jahren Amphiprion ocellaris halte und diese Aggressivität bei den Fischen noch nie erlebt.

    Daher ist dieser Verhalten für mich völlig unverständlich.

    Unverständlich vielleicht, aber besser ungewöhnlich.

    Auch bei den Ocellaris gibt es Aggressionen gegen Mitbewohner.

    Das ist dokumentiert.

    Es ist müssig nach dem Grund zu suchen.

    Selbst in größeren Becken passiert so etwas.


    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


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