Korallen sterben, trübes Wasser

  • Hallo Hans-Werner,

    keine Probleme; wir sind in einem Diskussionsforum, und ich will hier um Gottes Willen keinen neuen Streit vom Zaum brechen. Allerdings halte ich Deine Theorie bezüglich der Wirkung auf Fische als für nicht unbedingt ernst zu nehmend.
    Aber dies ist ja auch nicht das Kernthema, und bezüglich der Phosphatabsenkungen als Ursache für Kevin´s Probleme teile ich durchaus Deine Auffassungen.

    Gruß

    Bernd

  • Zitat

    Original von Ralf Schuster
    Hallo Jörg,

    kann die Idee, das LS aus dem Technikbecken zu entfernen nicht nachvollziehen. Was soll sich dadurch positiv verändern? Was bleibt an Restbiologie noch übrig, wenn er die LS aus dem Becken nimmt und lediglich mit einer frisch ins Becken gebrachten Keramik weiterfährt?

    Vielleicht zB zur Hälfte neues LS einsetzen?

  • Zitat

    Original von Koberstaedt
    Die von Jörg vorgeschlagenen Maßnahmen würde ich auch so treffen, nur bezüglich der Steine nicht, da bin ich eher bei Joe. In den Steinen wird es trotz des"Störfalls" immer noch von Mikroorganismen wimmeln und zwar vor allem von solchen, die sich in der Vergangenheit bei Deinen konkreten Beckenverhältnissen gut entwickelt haben.

    Hallo zusammen,

    so verwundert, wie Ihr jetzt offenbar seid, bin ich es jetzt!!!. Joe, würdest Du einem Kunden die Steine, die Kevin jetzt gerade wie auf dem Foto dokumentiert eingelagert hat, als qualitativ gutes Lebendgestein verkaufen? Und Bernd, wo wimmelt denn da was? Joe, die Nährstoffe waren in den Steinen, dort wo sie im Hauptbecken lagen, abgebunden, jetzt werden sie unter Umständen mit der Zeit freigesetzt! Das wird ein Problem werden!

    Das sind doch Steine, die offensichtlich aus dem Unterbau stammen, wo kein Licht und kaum Strömung vorhanden war, die kompletten Aufwuchsorganismen sind so gut wie weg. Das einzige, was passiert sein wird, ist dass die Steine sedimentiert sind und die Oberfläche verdichtet ist, dass sie Nährstoffe eingelagert haben. jetzt wiederum sind sie ins Technikbecken gekommen, wo plötzlich wieder sauerstoffreiches Wasser hinkommt und sich dort Bakterien ansiedeln. Die Depots können sich rücklösen, oder, jetzt wo wieder Licht hinkommmt, werden sich womöglich Algen und phototrophe Bakterie ansiedeln und die Steine in unansehnliche Algenbeläge verhüllen.

    Und ausserdem ist doch nicht der gesamte Aufbau aus Kermaik neu, doch nur der Mittelteil. Ihr tut so, als wäre das Becken selbst tot und das Technikbecken mit den Lebenden Steine wäre jetzt Ausgangspunkt für neues Leben. Das ist doch fern der Tatsachen. Es sind genug Bakterien und nützliche Organismen im Hauptbecken, es gilt nur zu verhindern, dass sich die Rückstände aus den alten lebenden Steinen im Technikbecken nun bemerkbar machen.

    Man kann sich ja über viele Dinge produktiv streiten, aber dass ihr tatsächlich der Ansicht seid, dass die auf den Fotos gezeigte, übrig gebliebene schlechte Qualität der Steine im Filterbecken positiv für das Gesamtsystem sei, das finde ich schon bemerkenswert ....

    Jörg

    H Hersteller

    2 Mal editiert, zuletzt von Joerg Kokott (5. Mai 2013 um 19:27)

  • Hallo Kevin,

    in dem Lebendgestein sehe ich kein Problem.
    Algen (vor allem Mikroalgen) können Bestandteil des Detritus sein und zu dessen Bildung und Verfestigung beitragen. Das kann man mit einem Mikroskop abklären. Ansonsten sehe ich keinen Zusammenhang mit Licht.

    Wenn Du eine etwas größere Sammlung von Riffbildern, z. B. von Rifffischen anschaust, wirst Du tatsächlich auch einige mit Detritusablagerungen ähnlich denen auf Deinem Lebendgestein finden. Auch Schwämme zeigen oft solche Detritusablagerungen. Ich kann alleine aus dem Vorhandensein keine Schädlichkeit ableiten, sie sind halt vor allem häßlich, so wie Cyanobakterien.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Naja, Jörg, wenn das Lebendgestein langsam Phosphat abgibt, wäre das zunächst mal nicht so schlecht für das Becken, weshalb sollte er sie also rausnehmen? Es hat hat ja seinen Grund, weshalb für Riffaquarien Materialien verwendet werden, die zur Sorption und Desorption in der Lage sind: Sie stabilisieren die Nährstoffverhältnisse, indem sie Nährstoffe abgeben, wenn diese von den Korallen gebraucht werden und wieder aufnehmen, wenn Nährstoffe im Überschuss vorhanden sind. Im Momen wird allem Anschein nach eher Phosphat gebraucht, also sollen sie doch ruhig abgeben, was sie gespeichert haben.

    Kevin, kennst Du jemanden mit einem Mikroskop? Eine Untersuchung der Detritusbeläge und der braunen Beläge in Deinem Hauptbecken wäre vielleicht ganz gut.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Jörg,

    es handelt sich doch offensichtlich um - wenn auch alte - echte poröse lebende Steine. Diese sind mikrobiologisch nicht nur wegen des Aufwuchses, der hier tatsächlich fehlt, sondern auch im Zusammenhang mit ihrem Innenleben interessant. Dort haben sich mit Sicherheit - neben anderen Mikroorganismen - unzählige nützliche, an das System angepasste Bakterien der unterschiedlichsten Art trotz Störungen erhalten.
    Die Steine waren ja auch nicht Auslöser des Problems, denn es ging erst los, als diese entfernt bzw. umgesetzt und durch Riffkeramik ersetzt wurden. Die massiven Eingriffe - Aufwirbeln der Sinkstoffe etc. - in ein wohl durch verschiedene Zugaben schon hoch bakterienbefrachtetes System haben dann meiner Meinung nach eine Kettenreaktion ausgelöst.

    Ich hatte vor Jahren in einer anderen Sache - es ging damals um einen Bakterienatlas der Küsten der Meere - auch nicht gerade neue lebender Steine einem Biologen des bot. Institutes der Universität Karlsruhe zur Untersuchung überlassen. Du würdest staunen, was da als "Innenleben" alles gefunden wurde. Daher glaube ich fest, dass die Steine noch Sinn machen, zumal zeitweilige Belastungen, wie sie durch die Störung wohl vorhanden waren, vielen Mikroorganismen nicht unbedingt schaden.

    Gruß

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Koberstaedt (5. Mai 2013 um 19:53)

  • Hans-Werner, von alleine wird sich doch kein Phosphat rücklösen, das ist chemisch doch gar nicht möglich in der derzeitigen Umgebung. Was aber möglich ist, das ist die nun wieder einsetzende Bakterienaktivität auf den Steinen... Also wo gehen jetzt die derzeit fehlenden Nährstoffe hin? Vermutlich in den Bakterienstoffwechsel auf Siedlungssubstrat, dass in den vergangenen Tagen neu entstanden ist. Das ist nicht nur die Keramik, sondern auch die lebenden Steine im Technikbecken. Ich fände es ganz angebracht, dass alle mal genau darüber nachdenken, was biologisch passieren kann. Solche Steine sind doch keine Glückskekse, die man aufmacht, wenn man sie braucht... Alle pflegerischen Maßnahmen haben Konsequenzen, einerseits wird hier argumentiert, dass alle möglichen Dosierungen von Kohlenstoffquellen nun nach dem Umbau der Gestaltung rauskommen, gleichzeitig wird aber gesagt, dass die Steine absolut unbedenklich sind. Kontroverser kann man eine Diskussion ja kaum führen.

    Ich habe nicht gesagt, dass die Entfernung der Steine alle Probleme von jetzt auf gleich löst, sondern gesagt, dass sie der weiteren Entwicklung nicht im positiven Sinnen förderlich sind, und habe auch erklärt, warum ich das denke. Wie ich schon sagte, Kevin steht vor den Steinen und hatte sie in der Hand. Er kann beurteilen, wie gut die Steine sind oder eben auch nicht. Für mich sehen lebende Steine jedenfalls anders aus.

    H Hersteller

  • Zitat

    Original von Koberstaedt
    es handelt sich doch offensichtlich um - wenn auch alte - echte poröse lebende Steine. Diese sind mikrobiologisch nicht nur wegen des Aufwuchses, der hier tatsächlich fehlt, sondern auch im Zusammenhang mit ihrem Innenleben interessant. Dort haben sich mit Sicherheit - neben anderen Mikroorganismen - unzählige nützliche, an das System angepasste Bakterien der unterschiedlichsten Art trotz Störungen erhalten.

    Hallo Bernd,

    sowas steht auch in Büchern drin wie in Fossa&Nilsen etc, in denen seit 20 Jahren kann einziger neuer moderner Ansatz mehr zu finden ist. Ich kann anhand der geposteten Bilder nicht sehen, ob die Steine noch porös sind, und Du kannst das auch nicht sehen. Allerdings habe ich schon eine Menge Aquarien in meiner beruflichen Laufbahn abgebaut und gesehen, wie solche Steine aus der Nähe aussehen. Nimm doch mal so einen Stein und schüttel ihn in Wasser. Das was da rauskommt, ist das, was die Oberflächen versiegelt.

    Was hast Du denn dem Botaniker für einen Stein geschickt, einer, der in Deinem Becken oberflächennah der Strömung und Licht exponiert war, oder hast Du dafür ein Becken abgebaut und einen Stein von unten genommen?

    Jörg

    H Hersteller

    Einmal editiert, zuletzt von Joerg Kokott (5. Mai 2013 um 20:07)

  • Zitat

    Original von Joerg Kokott
    Das sind doch Steine, die offensichtlich aus dem Unterbau stammen, wo kein Licht und kaum Strömung vorhanden war, die kompletten Aufwuchsorganismen sind so gut wie weg.


    Hallo Jörg,

    du erwähntest schon mehrfach das fehlende Licht als qualitätsminderndes Kriterium für die Steine. Warum misst du der Beleuchtung von Lebendgestein und den daraus resultierenden Aufwuchsorganismen - Algen? - so eine große Bedeutung bei?

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    weil die photoautrotrophen Organismen, v.a. die Mikroalgen, einen wichtigen Anteil daran haben, dass die lebenden Steine funktionieren. Sie spielen eine Akzeptorrolle in der Aufnahme von Nährstoffe und in der "Energiebindung" aus der Umgebung, und sie nehmen Schadstoffe von den anderen Organismen auf den Steinen bzw. in den Biofilmen auf. Sie bilden eine Kompetenzkraft in den Biofilmen, halten diese in ihrer Entwicklung dynamisch, und sie ziehen v.a. herbivore Kleinsstiere an, die hier "granzen" und dadurch den gesamten Stein langfristig als Biotop oder Mikrokosmos lebendig halten. Wenn die photoautotrophen Organismen absterben, und der Stein zudem noch im Bereich der Beströmung geschwächt wird, dann verliert er ungemein an Qualität.

    Wenn alleine die Porösität eines Steine wichtig wäre, dann wären wir seither mit Siporax glücklich gewesen und das Berliner System hätte es so nie gegeben.

    Grüße
    Jörg

    H Hersteller

  • Ach so, den Lichtmangel diskutiere ich aber v.a. jetzt dahingehend, dass das lichtfern gehaltete Gestein nun für alle phototrophen Organismen ein neuer Siedlungsraum ist, und für Cyanobakterien oder Fadenalgen gerade eine offene Bühne sind. Im Technikbecken von Kevin hängt jedenfalls leicht schief ein T5-Doppelbalken.

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    es waren, ursprünglich aus dem Mittelmeer stammende (was sicher nichts am Grundproblem ändert), und jahrelang im Aquarium befindliche lebende Steine, die ich wegen einer Umgestaltung meines damaligen Beckens nicht mehr gebrauchen konnte. Mein damaliger Biologiedozent hatte dann daran im Hinblick auf seinen Bakterienatlas Interesse gezeigt.
    Wo die Steine nun genau im Becken lagen, kann ich heute natürlich nicht mehr sagen, aber ob da nun so gewaltige Unterschiede bestehen, bezweifle ich doch ein bisschen.
    Sicher richtig und besser als unsere theoretische Bewertung ist Deine Annahme, dass Kevin selbst wohl den Zustand der Steine am besten beurteilen kann.
    So sehr entscheidend sehe ich diesen Einzelaspekt ohnehin nicht, denn Kevin´s Becken scheint sich derzeit ja auch mit oder trotz der Steine im Technikbecken etwas zu verbessern.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo Jörg,

    das ist doch nichts Neues, dass Phosphatadsorber erstmal das ganze Phosphat aus dem Bodengrund und der Deko adsorbieren müssen, bevor es mit den Phosphatwerten weiter runter geht. Besonders nicht zu sehr gealteretes Calciumphosphat hat die Neigung, sich mit dem Wasser ins Gleichgewicht zu setzen. Es wir also adsorbiertes Phosphat wieder desorbiert.

    Weshalb soll also die Rücklösung von Phosphat aus dem Lebendgestein in der derzeitigen Umgebung nicht möglich sein? :confused_face:

    Was meinst Du mit "es gilt nur zu verhindern, dass sich die Rückstände aus den alten lebenden Steinen im Technikbecken nun bemerkbar machen", wenn nicht Phosphat.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Joerg Kokott
    Hi Kevin,

    naja, lebende Steine sind das in Deinem Technikbecken schon lange nicht mehr. Das was da alles ein- und abgelagert ist, ist für die weitere Beckenentwicklung nicht förderlich.

    Grüße
    Jörg

    Hallo Jörg,

    ich glaube das sieht schlimmer aus, als es ist. Die Steine sind gerade mal 6 Monate alt und sind durch die Umbauaktion so schlimm mit Detritus bedeckt. Ich müsste diese aber wirklich mit säubern und auch den ganzen anderen Schmodder aus dem Technikbecken absaugen. Aber ich denke trotzdem, das diese noch eine wichtige Funktion haben, vor 2 Wochen waren diese noch im Hauptbecken. Mein Aufbau war ja so gewesen, das alle Steine genug Licht und Strömung bekommen haben.

    Wenn ich diese jetzt entferne, kommt in mir wieder die Angst hoch, wieder enorm in die Beckenbiologie einzugreifen. Ich hatte vor ein paar Jahren erst 3 mal meinen kompletten Fischbesatz verloren, weil die Beckenbiologie gekippt bzw. nicht richtig funktioniert hatte. Ich glaube zum Schluss hatte ich alle möglichen Krankheiten incl. Vibrionen usw. Eine genaue Erklärung, habe ich bis heute nicht und diese konnte mir auch bisher niemand sagen.

    Ich glaube die Bilder täuschen ein wenig über den Zustand der SPS. Die LPS und Weichen sehen noch einiger Maßen gut aus, aber 90% der SPS sind im inneren schon weiß und der Geweberückgang geht weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die meisten SPS tot sind. Ich musste ja auch schon einige große Stöcke entfernen, welche komplett weiß waren. Ich habe mich aber damit abgefunden, so lange die Fische und die LPS überlegen und ich irgendwann wieder ein stabiles System habe, bin ich schon mehr als zufrieden.

    Ich möchte auch allen danken, welche sich hier die Mühe machen und versuchen, mir zu helfen.
    Ich werde auf jeden Fall weiter berichten und diesmal nicht den Fehler machen, das Becken lange unbeobachtet zu lassen.

    VG Kevin

  • Zitat

    Original von Kevin BittroffWenn ich diese jetzt entferne, kommt in mir wieder die Angst hoch, wieder enorm in die Beckenbiologie einzugreifen. Ich hatte vor ein paar Jahren erst 3 mal meinen kompletten Fischbesatz verloren, weil die Beckenbiologie gekippt bzw. nicht richtig funktioniert hatte. Ich glaube zum Schluss hatte ich alle möglichen Krankheiten incl. Vibrionen usw. Eine genaue Erklärung, habe ich bis heute nicht und diese konnte mir auch bisher niemand sagen.

    Hi Kevin,

    das Thema Aquarienbiologie wird gerne immer als absolute Grüße dargestellt, Du und offenbar die meisten anderen auch, gehen einfach davon aus, dass auf den Steinen gute und nützliche Bakterien sitzen, wie z.B. Nitrifikanten, die überall und in jeder Situation was positives für die Aquarienbiologie machen. Schön wäre das ja, aber das ist doch ein Wunschglaube.

    Die Beckenmikrobiologie ist ein labiles und dynamisches System, d.h. abhängig von der Ammoniumkonzentration, der allgemeinen physikalisch-chemischen Umgebung (auch Strömung), von der Zeit und v.a. von der räumlichen Anordnung der Nitrifikationsbakterien hängt es ab, ob die Nitrifikationskette läuft oder eben nicht. Du sagst zwar, dass Dein Aufbau überall gut beströmt war, ich weiß aber, dass wir in emails genau darüber gesprochen haben und ich Dir sagte, dass ich bei der Beckenform und der Gestaltung bezweifle, dass Du in der Mitte ausreichend Strömung hinbekommst. Dass Du an dieser Stelle sagst, dass alle lebenden Steine ausreichend mit Wasser versorgt waren, ist jetzt daher für mich komisch, warum hast Du dann überhaupt Deine Gestaltung umgebaut, wenn nicht auch aus diesem Grund?

    Mag ja sein, dass Du auf den lebenden Steinen z.B. Nitrifikanten oder anderen Bakterien sitzen hast (was niemand von uns einfach so behaupten kann!), aber die müssen sich jetzt in der neuen Umgebung mit einer ganz anderen Strömung und einer ganz anderen Nährstoffversorgung erst einmal neu formieren, vermehren, und dann kann man nach 1-3 Wochen vielleicht davon ausgehen, dass die wieder z.B. im Bereich der Nitrifikation funktionieren. Aber das dauert eben, wenn es denn überhaupt passiert, wenn da lange noch der Detritus drauf liegt, passiert das nämlich alles nicht.

    Was in Deinem alten Becken passiert war, würde mich auch interessieren, irgendwas musst du ja hier auch gemacht haben, von alleine "kippt" keine Beckenbiologie. Wichtig ist eben nur, dass man sich darüber bewußt sein muss, dass der Ausbau und die Neuplatzierung eines Steines auf die Funktionsweise des Steins einen gravierenden Einfluß hat, wenn die Umgebungsbedingungen sich stark verändern, also vom Unterbau an einen vollexponierten Platz.
    Man kann hier nicht einfach sagen (das betrifft aber die anderen Mitschreiber), dass die lebenden Steine dort wo Du sie jetzt platziert hast, grundsätzlich etwas gutes bewirken, das ist mir zu einseitig, zu spekulativ, und v.a. deckt es sich nicht mit meinen praktischen Erfahrungen.

    Wenn man solche allgemeinen Meinungen, wie sie sich oft propagandieren, nicht in Frage stellt, dann tritt man irgendwann auf der Stelle.

    Grüße
    Jörg

    H Hersteller

  • HI Kevin

    Was die Lebenden Steine angeht geh ich mit Jörg hier absolut konform, es zeigt eben auch die prakische Erfahrung wie solch Sachen langsfristig auswirken.
    Im Moment musst du halt schauen welchen Weg du hier gehen magst, Mein Tipp hatte ich dir ha abgegenen und ich hab einige Erfahrung mit solchen Aquarien gesammelt,

    Gruss

  • Hallo Jörg,

    Deine Ausführungen möchte ich nicht in Frage stellen und Deine breiten Erfahrungen und Kenntnisse stehen für mich außer Frage, aber Deine Aussage, dass hier vieles spekulativ ist, trifft wohl für uns alle zu.
    Die Mikrobiologie im Meeresboden oder eben auch in offenem Gestein ist ein so komplexes Gebiet, dass hier wohl keiner von uns den vollen Überblick hat. Auch die Wissenschaft liefert hier immer wieder neue Teilergebnisse, ist aber von einem absoluten Gesamtüberblick noch weit entfernt!
    Für zu einseitig halte ich die Konzentration auf Nitrifikanten. Der Proteinabbau wird z.B. sehr stark von Archaeen bewerkstelligt, Protozoen, Mikroalgen, Schwämme, Würmer etc. wirken bei vielen mikrobiologischen Prozessen mit. Damit sage ich Dir sicher nichts Neues, aber überblickst Du komplett, wer und was bei dem komplexen Zusammenspielen im Einzelnen wie agiert?

    Nochmals zu meinen alten Steinen und die Untersuchungen von damals. Es wurden in den Steinen - nach Jahren im tropischen Meerwasseraquarium - u.a. zig Bakterienarten identifiziert, die ausschließlich im Mittelmeer endemisch sind. Sie haben also unter alles anderem als idealen Bedingungen überlebt.

    Ich meine einfach, dass wir hier alle da nur Ansätze von Wissen haben, wobei ich Dir dabei natürlich fraglos einen größeren Anteil zugestehe.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Zitat

    Original von Joerg Kokott

    Du sagst zwar, dass Dein Aufbau überall gut beströmt war, ich weiß aber, dass wir in emails genau darüber gesprochen haben und ich Dir sagte, dass ich bei der Beckenform und der Gestaltung bezweifle, dass Du in der Mitte ausreichend Strömung hinbekommst. Dass Du an dieser Stelle sagst, dass alle lebenden Steine ausreichend mit Wasser versorgt waren, ist jetzt daher für mich komisch, warum hast Du dann überhaupt Deine Gestaltung umgebaut, wenn nicht auch aus diesem Grund?

    Mag ja sein, dass Du auf den lebenden Steinen z.B. Nitrifikanten oder anderen Bakterien sitzen hast (was niemand von uns einfach so behaupten kann!), aber die müssen sich jetzt in der neuen Umgebung mit einer ganz anderen Strömung und einer ganz anderen Nährstoffversorgung erst einmal neu formieren, vermehren, und dann kann man nach 1-3 Wochen vielleicht davon ausgehen, dass die wieder z.B. im Bereich der Nitrifikation funktionieren. Aber das dauert eben, wenn es denn überhaupt passiert, wenn da lange noch der Detritus drauf liegt, passiert das nämlich alles nicht.

    Grüße
    Jörg

    Hallo Jörg,

    das Problem war damals, das ich viele "tote" Ecken hatte und der Detritus immer in den hintere Ecken liegen geblieben ist. Ich hatte meine Pumpen dann um eine Osci Motion mit der 6155 Tunze und 75mm Auslass ergänzt und die anderen 6105 Stream so ausgerichtet, das "fast" überall gute Strömung herrschte. Das Problem war aber weiterhin der Detritus, welcher sich trotz guter und teilweiser starker Strömung abgelagert hatte. Vielleicht ist ja auch kein Detritus?
    Den Aufbau generell habe ich geändert, weil er mir optisch nicht zugesagt hatte und ich eher einen natürlichen Aufbau hinbekommen wollte mit vielen Überhängen. Torsten hat sich viel Mühe mit der Keramik gemacht und das auch sehr gut hinbekommen.
    Außerdem kann ich auf dem Plateau jetzt besser SPS postieren und leichter beströmen. Ich hoffe mal das ich irgendwann wieder SPS in dem Becken erfolgreich pflegen kann. :frowning_face:
    Ich wollte auch generell mein System langsam umstellen, weil es mir immer sehr "dreckig" vorgekommen ist. Wie gesagt, überall auf der Deko war dieser "Detritus" und teilweise hatte meine Grundel diesen aufgewühlt, wodurch das Wasser sehr trübe aussah. Die Korallen standen aber sehr gut zum Schluss und zeigten ein sehr schönes Polypenbild. Bisher fehlte mir aber dafür einfach die Zeit.


    Im Moment sieht es wohl so aus, das 4 große SPS weiter absterben, aber keine neuen dazu kommen. Einige zeigen schon wieder leicht Ihre Polypen, was die letzten Tage nicht der Fall war.

    VG Kevin

  • Hallo,

    also wenn meine Lippis und oder die Grundeln Detrius/Sediment aufwirbeln hab ich Schneesturm im Becken :winking_face: das Passiert aber so oder so alle 8 Stunden wenn meine Tunze den Storm Cycle macht :].

    Aber auch wenn es nicht "schön" (liegt ja im Auge des Betrachters) ist, bin ich dennoch der Meinung das ist gutes Futter für die Korallen ist, umsonst würden nicht alle LPS/SPS noch mehr aufmachen wenn diese Sedimente durchs Becken "schwimmen". Wieso sollten die Korallen sont die Energie aufwenden die Polypen noch weiter zu expandieren wenn da nichts verwertbares daherkommt.

    Also manchmal glaub ich die Leute übertreiben mit Ihrem "Der Dreck muss aus dem Aquarium raus"...

    OK, ich will im Moment auch etwas Detrius entfernen da sich hier bevorzugt die Dinos aufhalten (eventuell ziehen sie da ja ihre Nährstoffe raus). Sehe sie aber dennoch teilweise als Futter für die Korallen.

    Lasse mich natürlich auch geren belehren wenn ich hier einen Blödsinn geschrieben habe :smiling_face:

    Lg Alex

  • Hallo Forum,

    kurze Schilderung der Lage, das sterben geht weiter (ist ja nicht mehr viel da was sterben kann an SPS) und der Detritus wird immer mehr.

    @Hans-Werner
    Ist in den Elementen A und K irgend etwas drin, was auch die Nährstoffe reduzieren kann? Sollte ich die Dosierungen auch aussetzen? Die LPS stehen im Moment gut.

    Vg Kevin

  • Hallo Kevin,

    in den K+ und A- ELEMENTS ist nur das drin, was draufsteht. Prinzipiell kannst Du natürlich mit Eisen Phosphat absenken, das sind aber nur Spuren. Auch benötigen natürlich auch Bakterien Spurenelemente zum Wachstum, folglich können Spurenelemente nicht nur das Korallenwachstum fördern. Die Stoffwechsel-Enzyme sind oft von Hefen bis zum Menschen gleich oder nahezu gleich, da kann man nicht vorherbestimmen, wer ein bestimmtes Spurenelement nutzen darf.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Kevin,

    schade um die schönen Tiere. Wie bereits geschrieben würde ich an deiner Stelle nicht mit irgendwelchen Zusätzen hantieren, da weder Du noch andere beurteilen können, in welche Richtung eine Verschiebung stattfindet......das hat für mich etwas von Malen nach Zahlen .....

    Ich an deiner Stelle hätte sofort ein paar große Fässer besorgt und mir noch zusätzlich eine UOA geliehen....dann reichlich Osmosewasser produziert und den Pott mit frischem MW geflutet......dein ganzer Detritus muß ja auch irgendwo herkommen......für die Unordnung zuhause hättest du dich bei deiner Frau mit einem schönen Abendessen bedanken können :grinning_squinting_face:

    Ich wünsche dir das das Sterben aufhört und du wieder Stabilität ins Becken bekommst.

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff
    das sterben geht weiter (ist ja nicht mehr viel da was sterben kann an SPS)


    Hallo Kevin,

    es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das Sterben vor den LPS Halt macht, auch wenn sie im Moment noch gut aussehen. Das war bei mir nicht anders. Du hast jetzt schon öfters irrtümlich geglaubt, dass es aufhört.
    Wenn du etwas retten willst, dann nimm raus, was du rausnehmen kannst.

    Grüße
    Ingrid

  • Kurze Info:

    Die Nährstoffe sind jetzt dauerhaft nachweisbar, ohne das ich neu PO4 oder NO3 dosieren muss. Im Moment liegen diese bei PO4 0,03 und NO3 5. Meine 3 Seriatopora sehen sehr gut aus und zeigen richtig gut ihre Polypen. Einzig die Euphyllia zicken noch rum und ein paar restliche SPS, diese werden sich wohl nicht mehr erholen. Von daher kann ich das bestätigen, was Joe geschrieben hat.

    Was mir immer noch sehr viel Sorgen macht ist der Detritus. Die Keramik ist ja erst seit 2 Wochen im Becken und ist voll damit. Meine restlichen Korallen ersticken regelrecht unter diesem (siehe Bilder). Ich sauge diesen heute wieder ab, bin mir aber sicher, das es in ein paar Tagen genauso aussieht. Woran kann es liegen, wenn so extrem viel "Dreck" im Becken liegt?
    Die Wassertrübung kommt nämlich genau von dem Detritus. Heute Morgen war das Wasser extrem klar bis meine Grundel anfing, im Boden zu wühlen.

    VG Kevin

  • Hallo Kevin,

    um zu beurteilen, wo der Detritus oder besser Mulm herkommt, müsste man mehr über seine chemischen Zusammensetzung kennen. Ich vermute, es handelt sich um Kalkfällungen. Optisch sieht das beige Pulver für mich mineralisch aus.
    Wo der also herkommt ist einfach: Phosphat verhindert Kalkausfällungen. Durch die Phosphatabsenkung kam es aufgrund der Kalkübersättigung zu Kalkausfällungen.
    Vielleicht war also Deine Trübung sogar eine mineralische Trübung durch Kalkfällung.

    Gruß

    Hans-Werner

    P. S.: Überprüfe doch mal Deinen KH-Test oder verwende mal einen anderen und poste mal Deine aktuelle KH. Wie versorgst Du Dein Becken mit Kalk und in welcher Menge?

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (10. Mai 2013 um 09:42)

  • Hallo Hans-Werner,

    meine KH liegt im Moment bei 7. Diese ist mit Referenz und 2 verschiedenen Tests geprüft. Mein Becken versorge ich mit Calciumchlorid-Dihydrat und ca. 450ml/Tag. Die Lösung setze ich mit 1430g/20L an, also pro Tag ca. 32g Calciumchlorid-Dihydrat.
    Im Moment muss ich aber etwas nach unten mit der Dosierung gehen, da weniger CA verbraucht wird und es langsam steigt (450).
    Was ich gar nicht verstehe, das im Moment alle Seriatopora Super stehen und eine Acropora Humilis perfekt ihre Polypen zeigt. Diese Korallen waren sonst immer die ersten, die bei einer Limitierung Probleme machten. Die LPS werden mittlerweile Neon und fast schon transparent, obwohl PO4 und NO3 messbar ist. Angeschlagene Korallen werden aber weiterhin weiß. Kannst Du dir das erklären?

    VG Kevin

  • Hallo Kevin,

    weshalb sich die Korallen jetzt besser öffnen, kann ich höchstens versuchsweise erklären, es ist mir aber auf den letzten Bildern schon aufgefallen, dass die LPS und die Acropora humilis gut öffnen. Es ist ja auch in der Natur so, dass unterschiedliche Korallen unterschiedliche ökologische Ansprüche haben. Nicht alle Korallen fühlen sich im selben Wasser gleich wohl, das kann man immer wieder beobachten. Entsprechend werden auch in der Natur die einen Korallen an einem bestimmten Standort gut wachsen und andere, die mit den Bedingungen weniger gut zurechtkommen, verdrängen. Es gibt Acropora-Arten, die wachsen vorzugsweise in der Lagune, andere auf dem Riffdach und wieder andere am Riffhang.

    Dass einige Korallen weiterhin von unten her absterben ist nichts Neues und Joe hat es ja auch schon gesagt. Ich habe das schon vor mehr als 15 Jahren beobachtet, dass sich einige Acroporas nicht immer eingewöhnen liesen, vor allem wenn sie dunkler gefärbt waren und offensichtlich aus nährstoffreicheren Verhältnissen kamen. Das komische war, dass das Absterben kurz stagniert hat, nur ein paar Tage, wenn man die Korallen z. B. in ein anderes Becken umgesetzt hat, dann aber genauso weiterging wie vorher.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Anbei wieder ein paar aktuelle Bilder.

    Die Korallen werden nach wie vor heller, was ich mir nun nicht mehr erklären kann. Nährstoffe sind genug vorhanden und Algen wachsen auch wie wild auf der neuen Keramik.
    Einige Korallen werden jetzt an den abgedunkelten Stellen weiß, verlieren aber nicht mehr Fetzenweise das Gewebe. Die Acropora Tumida ist komplett weiß, zeigt aber noch grüne bzw. gelbe Polypen. Teilweise sterben die Korallen aber auch an den Spitzen ab. Meine grüne Montiplatte und nur noch hell beige, zeigt aber Polypen. Eine Blasenkoralle ist innerhalb von ein paar Tagen Neon geworden und fast durchsichtig.
    Kann die Ursache noch etwas anderes sein als die Nährstoffe? Warum können Korallen noch so extrem Ihre Farbe verlieren und aufhellen? Das ganze ging ja schlagartig los nach dem die Keramik im Becken war.
    Korallen sind auch nicht mehr viele übrig, mittlerweile passen alle auf die neue Deko. :frowning_face:

    VG Kevin

  • Kurzes Update:

    Den Fischen geht es weiterhin sehr gut und das Wasser ist schon seit mehreren Tagen sehr klar.
    Aktuelle Wasserwerte:
    NO3 5
    PO4 0,03
    CA 450
    KH 7
    MG 1300
    Temp 24,7
    Sal 34

    Den SPS und manchen LPS geht es nach wie vor nicht gut. Sie zeigen kaum Polypen und werden weiterhin heller. Meine Blasenkorallen ist mittlerweile durchsichtig (leicht Neon), zeigt aber noch schön Ihre Blasen.
    Die SPS werden weiterhin vom Fuß her weiß, manche sehr langsam und andere komplett über Nacht.
    Mittlerweile habe ich keine Erklärung mehr dafür, da es 3 SPS Stöcke gibt, die volle Polypen zeigen und sogar extrem schnell wachsen. :winking_face_with_tongue:
    Nährstoffe sind jetzt seit über einer Woche konstant vorhanden, daran sollte es nicht mehr liegen.

    Kann es sein, das die meisten SPS durch die ganzen Veränderungen so geschädigt sind, das man diese einfach nicht mehr retten kann, auch wenn mittlerweile die Wasserwerte im grünen sind?
    Was ich bisher noch nicht probiert habe sind Aminosäuren zu dosieren.

    VG Kevin

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff
    Kann es sein, das die meisten SPS durch die ganzen Veränderungen so geschädigt sind, das man diese einfach nicht mehr retten kann, auch wenn mittlerweile die Wasserwerte im grünen sind?

    moin kevin,

    was hat hans-werner und ich denn weiter oben geschrieben.... :face_with_rolling_eyes:

  • Zitat

    Original von Joe

    moin kevin,
    was hat hans-werner und ich denn weiter oben geschrieben.... :face_with_rolling_eyes:

    Nichts darüber, das es nach 1 oder 2 Wochen anfangen kann oder die Symptome erst dann zum Vorschein kommen, obwohl die Werte wieder im Lot sind. Das Korallen, welche schon angefangen haben, Ihr Gewebe weiter verlieren können, ist mir schon klar. Nur das es bei anderen, trotz guten Wasserwerten, erst später losgehen kann, war mir so nicht bewusst.

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Kevin,

    ...

    Das komische war, dass das Absterben kurz stagniert hat, nur ein paar Tage, wenn man die Korallen z. B. in ein anderes Becken umgesetzt hat, dann aber genauso weiterging wie vorher.

    Gruß

    Hans-Werner

    Editiere einfach Tage durch Wochen ..

    In 99% der Fälle sieht man den Schaden erst wenn ca. 1Woche rum ist.

  • Hallo Kevin,

    die Vorgeschichte der Korallen ist mitentscheidend. Scheinbar wird da irgendetwas, ich nehme an Phosphat, im Skelett gespeichert, was dazu führt, dass Korallen bei einer stärkeren Phosphatabsenkung nicht mehr wachsen oder im Extremfall Gewebe verlieren. Das gespeicherte Phosphat beeinträchtigt wohl die Calzifizierung. Komischerweise wachsen die Korallen aber, solange noch ausreichend Phosphat im Wasser ist, ist wohl so etwas wie eine Gleichgewichtsreaktion.

    Wäre also die Frage, ob die Acroporas in Deinem Becken eine unterschiedliche Vorgeschichte hatten (vielleicht erst seit kurzem im Becken?).
    Das erklärt aber nicht ganz die weitere Aufhellung der Blasenkoralle bei Nährstoffen im Wasser. Das könnte vielleicht am Entzug von organischen Substanzen oder von Spurenelementen liegen. Oder die Nährstoffe sind doch noch deutlich niedriger.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff

    Aha, woher weißt du das so genau?

    Weil wie Hans-Werner schreibt, die Tiere an mehreren GGW hängen,
    wenn Du eines unabsichtlich massive störst, kann das den Tieren sehr starken Schaden zufügen.

    Solange die Stoffe noch in Skelett oder im Gewebe gespeichert sind passiert wenig,
    wenn Du dann aber eine Zeit zu viel abführst oder zu wenig zuführst, verlieren die Tiere
    Gewebe, dies ist dann oft nicht mehr zu stoppen.


    MfG Philipp

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Kevin,

    die Vorgeschichte der Korallen ist mitentscheidend. Scheinbar wird da irgendetwas, ich nehme an Phosphat, im Skelett gespeichert, was dazu führt, dass Korallen bei einer stärkeren Phosphatabsenkung nicht mehr wachsen oder im Extremfall Gewebe verlieren. Das gespeicherte Phosphat beeinträchtigt wohl die Calzifizierung. Komischerweise wachsen die Korallen aber, solange noch ausreichend Phosphat im Wasser ist, ist wohl so etwas wie eine Gleichgewichtsreaktion.

    Wäre also die Frage, ob die Acroporas in Deinem Becken eine unterschiedliche Vorgeschichte hatten (vielleicht erst seit kurzem im Becken?).
    Das erklärt aber nicht ganz die weitere Aufhellung der Blasenkoralle bei Nährstoffen im Wasser. Das könnte vielleicht am Entzug von organischen Substanzen oder von Spurenelementen liegen. Oder die Nährstoffe sind doch noch deutlich niedriger.

    Gruß

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    na das ist ja schon mal eine Aussage auf welcher man aufbauen kann.
    Die meisten Korallen habe ich schon lange, diese wurden aus meinem alten Becken übernommen. Ich habe aber 2 Wochen bevor das ganze losging ein paar Korallen gekauft. Davon waren 3 Stöcke frisch importiert, wovon eine noch lebt und sogar wächst. Die anderen beiden waren die ersten, welche eingegangen sind.
    Dann habe ich 7 Ableger aus einem Nährstoffreichen Becken übernommen, welche alle sehr braun waren. 3 von diesen haben bis jetzt überlebt und sind neongrün geworden, obwohl diese eigentlich blau sein sollten.
    Meine hellrosa Tischacro wird auch langsam grünlich, ich denke das ist ein Zeichen das auch tatsächlich Nährstoffe vorhanden sind.
    NO3 habe ich mit Salifert und JBL gemessen. Salifert zeigt ja immer zu wenig an, zumindest ist aber NO3 damit nachweißbar (2mg/l). Mit JBL messe ich um die 10mg/l, also wird es irgendwo dazwischen liegen.
    PO4 messe ich mit Rowa 0,03 und mit Gilbers (alter Test) 0,08. Das verwundert mich aber, da ich vorher immer fast identische Werte mit beiden Tests hatte. Aber zumindest ist auch PO4 nachweisbar.

    Die Keramik ist aber mittlerweile schon schön mit Kalkalgen usw. überzogen. Ich nehme ich jeden zweiten Tag eine kleine Pumpe und blase damit den ganzen Detritus von der Dekoration und den lebenden Steinen. Der Abschäumer und Filterwatte, welche ich vorher einbringe und nachdem das Wasser wieder klar ist entferne, holen mit den ganzen Detritus aus dem Wasser. Mittlerweile ist das Wasser auch stechend klar und ich kann kaum noch Detritus finden.

    Ich warte jetzt erst mal ab, wie sich die Nährstoffe in den nächsten Wochen einpendeln und passe bei Bedarf meinen Fischbestand so an, das ich NO3 und PO4 immer an der unteren Nachweißgrenze halte ohne irgendwelche zusätzlichen Mittel und Adsorber. Erst dann werde ich es wieder mit neuen Korallen versuchen.

    Noch mal die Frage an euch, sollte ich es mal mit Aminosäuren probieren? Vielleicht kann ich ja so den schleichenden Gewerückgang einiger SPS unterbinden?

    VG Kevin

  • Zitat

    Original von Kevin Bittroff
    Der Abschäumer und Filterwatte, welche ich vorher einbringe und nachdem das Wasser wieder klar ist entferne, holen mit den ganzen Detritus aus dem Wasser. Mittlerweile ist das Wasser auch stechend klar und ich kann kaum noch Detritus finden.
    VG Kevin

    Hallo Kevin,
    welchen Durchsatz durch den Filter hast du? Bei mir dauert es immer sehr lange, bis ich das *Schneegestöber* aus dem Wasser habe.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Zitat

    Original von ACDC63

    Hallo Kevin,
    welchen Durchsatz durch den Filter hast du? Bei mir dauert es immer sehr lange, bis ich das *Schneegestöber* aus dem Wasser habe.

    Hallo Dirk,

    ich habe eine Rd Speedy 75 als Rückförderpumpe, welche mit 95% läuft. Wenn man dem Leistungsdiagramm glauben darf, müsste der Durchsatz bei ca. 6000L/h liegen.

    VG Kevin

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