angemischtes Meerwasser lagern?

  • Hallo alle zusammen,

    für die regelmäßigen Wasserwechsel würde es sich anbieten eine größere Menge Wasser an zu mischen und diese über bspw. 4 Woche zu lagern. Nun habe ich versucht ein wenig zu recherchieren welche Auswirkungen das auf das Wasser haben könnte.

    Vorteile:
    -Zeitersparnis, da nur einmal für vier Wasserwechsel angemischt werden muss
    -Wasser hat durch die lange Standzeit Raumtemperatur und muss daher vor dem nachfüllen nicht erwärmt werden
    -die chemischen Komponenten haben ausreichend Zeit um sich vollständig zu lösen.

    Nachteile (in verschiedenen Foren zusammen gesucht und leider nie belegt):
    -Stromverbrauch, angeblich muss das Wasser in Bewegung gehalten werden, da sonst Ausfällung zu erwarten sind
    -Wasser könnte Algen ansetzen
    -Wasser könnte Bakterienblüten erzeugen

    Nun meine Fragen dazu:
    Hat bereits jemand Erfahrung mit der Lagerung von angemischtem Wasser?
    Warum muss das Wasser in Bewegung gehalten werden um Ausfällungen zu verhindern?
    Ist das Bakterienproblem realistisch?

    Da ziemlich alle Aussagen in den Foren nicht belegt werden konnten und verschiedenste Aussagen vom maximalen lagern von 2, 4 oder 6 Wochen bis hin zu einem halben Jahr empfohlen wird würde ich gerne mit euch diskutieren welche Erfahrungen ihr habt. Gerne würde ich das ganze auch einmal untersuchen mit einer kleinen Untersuchungssreihe. Dabei könnte man das Wasser über vier Wochen wöchentlich testen um nach zu vollziehen ob Ausfällungen entstehen. Da würde sich allerdings anbieten wenn noch jemand ausser mir das ganze testet um einen Vergleich zu haben.

    Grüße Thomas

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo Thomas,

    Wasser 4 Wochen zu lagern stellt eigentlich kein Problem dar. Bewegen musst du es nicht wegen Ausfällungen,
    sondern damit es nicht gammelt. In völlig unbewegtem Wasser können durch Bakterienaktivitäten lokale anaerobe
    Zonen entstehen, in denen Schwefelwasserstoff gebildet werden kann. Eine kleine Strömungspumpe verbraucht
    nicht viel Strom.
    Algenblüte kannst du durch Dunkelheit vermeiden. Und je kühler das Wasser steht, desto weniger Bakterienwachstum findet statt.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    schonmal vielen Dank für die flotte Antwort. :thup und dass du meinen Irrglauben bzgl. Umwälzung beseitigt hast :grinning_squinting_face:

    Noch mal zu dem Bakterienwachstum: Mein Mineralwasser aus dem Supermarkt ist einige Monate haltbar und man sagt doch immer, dass Leitungswasser höheren Standards genügen muss als Leitungswasser. Beziehen sich diese Standards nicht auch auf die Bakterienanzahl? Falls ja müsste doch erst recht mein Osmosewasser lange wenn nicht noch länger haltbar sein als das Mineralwasser. Ändert sich durch Zugabe des Salzes das Wachstum der Bakterien?

    Grüße Thomas

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo Thomas,

    weil Mineralwasser hohen Standards genügen muss, wird es mikrobiologisch überprüft und in fest verschlossene
    Flaschen abgefüllt. Beides machst du mit deinem Meerwasser nicht.

    Durch die Zugabe des Salzes ändert sich nicht das Wachstum als solches, sondern die Zusammensetzung der Bakterien.

    Gruß Armin

  • Hallo Thomas, die Haltbarkeit des angesetzten Meerwasser hängt sehr stark von der Sauberkeit des Vorratsbehältnisses ab. Bleiben Wassereste im Gefäß zurück, so werden sich die Bakterien schneller im neuen Wasser vermehren, als wenn man ein sauberes und trockenes Gefäß verwendet. Darüber hinaus hängt es auch von Ausgangswasser ab. Je reiner das Wasser ist, desto besser natürlich.

    Apropos Mineralwasser: Die rechtliche Grundlage von Mineralwasser ist die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung. Natürliches Mineralwasser darf gemäß Artikel 4 der EG-Richtlinie nur eingeschränkt behandelt werden. So dürfen unbeständige Inhaltsstoffe wie Eisen- oder Schwefelverbindungen mit physikalischen Verfahren entfernt werden (enteisentes und entschwefeltes Mineralwasser). Unter bestimmten Bedingungen ist es erlaubt, mittels Ozon verschiedene aus dem Gestein stammende Inhaltsstoffe zu entfernen. Einem natürlichen Mineralwasser darf – mit physikalischen Verfahren – Kohlensäure entzogen oder hinzugefügt werden. Des weiteren dürfen unerwünschte Bestandteile wie z.B. Mangan oder Arsen mit genehmigten Verfahren entfernt oder reduziert werden. Auch Fluorid darf durch den Einsatz aktivierten Aluminiumoxids entfernt werden.

    Gruß Dieter

  • Hallo ihr beiden,

    mikrobiologisch untersuchen lasse ich es wirklich nicht, wäre aber mal eine Überlegung wert :winking_face: Mehr oder minder gut verschließen tue ich es in so fern, dass es in einem Kanister mit Schraubverschluß lagert.

    Und nochmal zu dem Mineralwasser: Die kontrollierten Bedingungen führen natürlich zu einem zuverlässigen Mindest Haltbarkeitsdatum. Aufgrund dieser Gegebenheiten können dann auch mehrere Monate das Wasser gelagert werden. Auch wenn unser Meerwasser nicht den üblichen Mineralwässern entspricht sollte doch unser Wasser über mehrere Wochen eine genügende Qualität haben.

    Das Problem an dem Thema ist, dass man leider keinen Anhaltspunkt hat. Es wäre einfach schön zu wissen wie lange das Wasser unter typischen idealen Bedingungen haltbar ist. Einen dunklen kühlen Raum werden die meisten besitzen und den Behälter kann man vor dem nächsten Befüllen trockenen lassen.

    Ich habe einen 20 Liter Kanister und wechsele pro Woche 5 Liter, daher wären vier Wochen ausreichend. Gibt es eine Möglichkeit das Wasser zu untersuchen ohne großen Laboraufwand. Wäre für mich einfach mal spannend auf Basis von Messdaten das Thema sicherer zu haben.

    Bitte versteht meine kritischen Nachfragen nicht falsch, Messwerte machen einem das gute Gewissen einfacher =)

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo Thomas,

    das Problem beginnt schon bei dem Begriff "haltbar". Ab wann ist das Wasser schlecht? Dass sich ein Bakterienfilm bildet, bedeutet ja nicht, dass man es nicht mehr verwenden kann. Nur ein Bruchteil aller denkbaren Bakterienarten wären schädlich für das Becken.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    das ist wahrscheinlich auch das Problem warum im Netz so viele verschiedene Meinungen umher geistern. Es gibt einige Beiträge bei denen komplett davon abgeraten wird, das Wasser überhaupt zu lagern.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo zusammen

    wir brauchen unser Osmosewasser für Kaffee, Tee und sonstiges. Dieses lagern wir immer mehrere Wochen im Keller in einem 30 Liter Fass. Das Reinstwasser für's Aquarium hat etwas mehr Umschlag, lagert aber auch immer mehrere Wochen im Keller bis es wieder nachgefüllt wird. Das haben wir in einem 100 Literfass. Beide sind Lebensmittelecht.
    Bis jetzt leben wir alle noch...
    Also ich denke dass es sicher ohne Probleme 3 Monate gehalten werden kann wenn es kühl und dunkel gelagert wird.
    Das Salzwasser selber mische ich immer vor dem WW an in einem Maischefass.

    Grüsse Philipp

  • Hallo Philipp,

    so verallgemeinern würde ich Deine Aussage aber nicht. Das Wasser für Tee und Kaffee wird sicher auch bei Dir noch mal über 65 Grad erhitzt. Hier werden die meisten Bakterien getötet... Das Ganze würde ich aber nicht zur Nachahmung empfehlen, da sich auch hier Keime bilden und vermehren können, die das Aushalten! Wahrscheinlich hast Du bisher Glück gehabt! Das muss aber nicht jedem so gehen!

    Um dem Argument zu vor zu kommen: ...früher hat man sicher auch nur ne Zisterne zur Wasserhaltung gehabt. Aber da war der menschliche Metabolismus auch noch fitter und die ganzen an Ruhr u.ä. gestorbenen Leute hat man nicht so akribisch gezählt. :winking_face_with_tongue:

    Letztlich ist das aber der eigene Lebensmittelbereich. Ein Becken verträgt da doch einiges mehr an Bakterien. Wenn man 10% Wasser wechselt, hat man immer noch 90% im Becken. Und die Beckenkulturen wissen sich im Allgemeinen gegen neu eingetragene Bakterien gut zu wehren. :winking_face: Aber auch hier kann das mal schief gehen. Wie Armin schon schrieb ist z.B. eine Zugabe von Schwefelwasserstoff zum Becken nicht gerade förderlich. Aber das riecht man ja auch im allgemeinen vorher.

    Thomas
    Probiere es doch aus. Und wenn das Wasser nach den 4 Wochen zum Himmel stinkt, wird es sich von selbst verstehen, das man es nicht mehr verwendet. :winking_face: Du wirst hier außer den gegebenen Tipps keine allgemeinen Regeln bekommen. Denn die hängen von etlichen Faktoren ab, die man nicht mal unbedingt beeinflussen kann.

    Ciao sagt Nico.

  • Ich probiere das sogar aktuelle seit ca. 8 Wochen und bisher konnte ich keine Geruchsänderung feststellen. Die recherche nach dem Thema hat mich nur sehr verunsichert und leider redet das Wasser auch nicht mit uns, sodass ich die Allgemeinheit dazu mal befragen wollte.

    Was ich auf jeden Fall zukünftig machen werde, ist nach vier Woche den Kanister offen stehen lassen, damit der Inhalt vollständig trocknet. Das sollte die Problematik weiter entschärfen.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo,

    Bakterien benötigen um zu wachsen Nährstoffe. Wenn Du nun aus reinem Wasser und Salz das Wasser ansetzt, so kann da nicht viel wachsen. Ich hatte da noch nie Probleme - grade wenn man nicht durchlüftet waechst da sehr wenig, da immer irgend ein Sauerstoff benötigt wird, der aber nicht da ist.

    Gruß
    Roger

  • Hallo Ihr,

    ich habe mein Salzwasser einige Jahre lang in 50Liter-Fässern zw. 4 und 6 Wochen gelagert. Weder konnte ich irgendeinen Geruch feststellen, noch Algenwuchs im Fass oder Unwohlsein meiner Tiere im Becken.
    Man sollte natürlich auch nicht mit den Händen in das Wasser fassen oder die Fässer zwischendurch für andere Zwecke missbrauchen. Auch standen meine Fässer dunkel und relativ kühl.
    Diesbezüglich sehe ich also für diesen Zeitraum garkein Problem.

    Ob das Wasser durch die lange Lagerung an Qualität verliert, kann ich nicht sagen. Einige Spurenelemente sollen sich ja relativ schnell verflüchtigen.

    Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo zusammen,

    ich lege immer ein paar Brocken Lebendgestein aus meinem (unbelichteten) Technikbecken in den Behälter mit dem frischen Meerwassser.

    Natürlich muss das ganze dann mit einer Pumpe bewegt oder anderweitig belüftet werden.

    Ob das ganze Sinn macht oder nicht kann ich nicht sagen. Die Idee dahinter ist, dass man dadurch gleich die "richtigen" Bakterienpopulationen in größeren Mengen in das frisch angesetzte Meerwasser einbringt und die frische Suppe somit gleich ein bischen "belebt" wird.

    Das Wasser wird bei mir aber auch maximal ne Woche oder zwei so gelagert.

    Was meint Armin dazu :grinning_squinting_face: ?

    Gruss,

    Christoph

  • Zitat

    Original von Christoph B.
    Die Idee dahinter ist, dass man dadurch gleich die "richtigen" Bakterienpopulationen in größeren Mengen in das frisch angesetzte Meerwasser einbringt und die frische Suppe somit gleich ein bischen "belebt" wird.


    Hallo Christoph,

    die Mühe kannst du dir sparen. Im freien Wasser werden vielleicht auch ein paar erwünschte Bakterien umherirren, aber von größeren Mengen kann keine Rede sein. Die Nitrifizierer und Denitrifizierer, die wir in unserem Becken haben wollen, sind substratgebunden und schwimmen nicht frei im Wasser.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo,

    die Vorratshaltung stellt m. E. kein Problem dar. höchstens ein quasi theoretisches.
    Seit über 30 Jahren halte ich permanent in einem 150l Tank angesetztes Wasser vor.
    Der Tank ist "lebensmittelecht" und der Inhalt wird in der Regel 14-tägig verbraucht.
    In der Urlaubszeit können es auch mal 4-5 Wochen sein.
    Wichtig ist, wie Armin aufzeigte, eine leichte Wasserbewegung. Bei der Vermengung verschiedener
    Salzprodukte können Ausfällungen auftreten. Aber wer macht das schon.....
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo,

    wenn ich Armin mal zitiere, dann sollte deine Aussage bzgl. Umwälzung und Ausfällung so nicht richtig sein:

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Thomas,

    Wasser 4 Wochen zu lagern stellt eigentlich kein Problem dar. Bewegen musst du es nicht wegen Ausfällungen,
    sondern damit es nicht gammelt. In völlig unbewegtem Wasser können durch Bakterienaktivitäten lokale anaerobe
    Zonen entstehen, in denen Schwefelwasserstoff gebildet werden kann. Eine kleine Strömungspumpe verbraucht
    nicht viel Strom.
    Algenblüte kannst du durch Dunkelheit vermeiden. Und je kühler das Wasser steht, desto weniger Bakterienwachstum findet statt.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Sorry, Thomas, vielleicht habe ich da ein Verständnisproblem, aber wo ist da der Widerspruch?

    Ich kenne keine Spurenelemente im Meerwasser, die sich leicht verflüchtigen. Das dürfte auch im Widerspruch zur durchschnittlichen Verweildauer der Mineralstoffe im Meerwasser (Iod 340.000 Jahre, Strontium 5.100.000 Jahre) stehen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hajo hatte geschrieben, dass das Wasser umgewälzt werden muss, damit keine Ausfällung zu Stande kommt. Das hatte ich im ersten Post auch so geschrieben. Armin hatte aber daraufhin geschrieben, dass man die Umwälzung nicht wegen der Ausfällung sondern gegen die mögliche Bakterienentstehung durchführen kann.

    Ich hoffe so habe ich das richtig verstanden.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo,

    mein Hinweis bezog sich auf die VERMENGUNG von verschiedenen handelsüblichen
    Salzmischungen im Vorratsbehälter, nicht auf die Wasserbewegung an sich.
    Über einen längeren Zeitraum hinweg bilden sich dabei harte Ablagerungen (Plaque).
    Falls man den Behälter aber jedes mal vollständig entleert, zeigt sich dieses "Problem"
    nicht.
    Gruß
    Hajo

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    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

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  • Hallo Thomas,

    das kann ich bei Hajo nicht erkennen:

    Zitat

    Original von hajo
    Wichtig ist, wie Armin aufzeigte, eine leichte Wasserbewegung. Bei der Vermengung verschiedenerSalzprodukte können Ausfällungen auftreten. Aber wer macht das schon.....


    Das sind zwei Sätze. Ich kann nicht erkennen, dass sich die Aussage des zweiten Satzes auf den ersten bezieht.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hajo,

    wie erklärst du dir, dass eine Mischung verschiedener Meersalzsorten (das hattest du doch mit Salzprodukten gemeint, oder?) zu Ausfällungen führen kann? So unterschiedlich dürften die in ihrer Zusammensetzung doch nicht sein.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ich kenne keine Spurenelemente im Meerwasser, die sich leicht verflüchtigen. Das dürfte auch im Widerspruch zur durchschnittlichen Verweildauer der Mineralstoffe im Meerwasser (Iod 340.000 Jahre,

    moin, hans-werner,

    das verstehe ich jetzt nicht ganz. mir ist jod eigentlich nur als sehr flüchtig bekannt, daher soll es oft nachdosiert werden ???

    mfg
    michael

  • Hallo zusammen,

    Hans-Werner hat völlig recht. Es gibt keine Spurenelemente im Meerwasser, die sich plötzlich verflüchtigen.
    Es würde mich wirklich interessieren, wer dieses Märchen erfunden hat. Die Dosierung von Iod ist wegen des
    Verbrauchs und des Austrags durch die Abschäumung, nicht weil es sich in Luft auflöst.

    @Christoph: von der Idee mit dem LS halte ich nicht viel. Im schlimmsten Fall gammelt etwas darin, Vorteile erkenne ich nicht.

    Gruß Armin

  • Hallo Ingrid,

    ich kann das nicht erklären, nur meine Beobachtungen lassen diesen Schluss zu.
    Die Salze können in ihren Zusammensetzungen ja unterschiedlicher Natur sein.
    Mal weniger Ca, mal mehr. Das trifft auch bei verschiedenen Sorten auf Mg und andere Elemente
    zu. Bei einer vollständigen Entleerung des Behälters wäre das kein Problem. Bei permanentem
    Nachfüllen mit unterschiedlichen Salzmischungen kommt es wegen der Additionen mancher
    Elemente zu einer unnatürlichen Größenordnung derselben und bestimmt auch zu Ausfällungen.
    Wie kann man sonst die Plaque an den Wänden und auf dem Boden erklären?
    Vielleicht bin ich aber nur auf dem Holzweg?
    Vielleicht kann Armin helfen?
    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

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  • Ich nutze seit ca. einem Jahr kein andere Salz als das von Aqua Medic und habe trotzdem bereits den "Plaque" in meinem Mischeimer. Von daher könnte der Plaque auch gut eine andere Ursache haben.
    Bei mir kann ich mir das gut vorstellen, weil das Aqua Medic sich sowieso nie vollständig löst.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Die Löslichkeit der Salze ist auch temperaturabhängig. Ich könnte mir vorstellen, daß
    durch das Beimischen von kaltem Osmose- oder Leitungswasser die verschiedenen Elemente
    sehr unterschiedlich in Konzentration und Zeit in Lösung gehen. Eine zügige und gleichmässige
    "Harmonisierung" der Vermischung findet da nicht statt.
    Plaque wäre dann das Ergebnis diverser Ausfällungen bezw. nicht eingegangener Verbindungen?
    Das sind leider nur Vermutungen, keine Beweise.

    Gruß
    Hajo

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  • Hallo zusammen,

    wenn diese "Plaque" schnell entsteht, kann es sich nur um Ausfällungen oder höchstens noch um unlösliche Anteile handeln.
    Niedrige Temperatur bzw. niedrige Gefäßtemperatur begünstigt dies.

    Unter dem Mikroskop müssten sich leicht Kristalle erkennen lassen.

    Gruß Armin

  • Danke, Armin,

    dann lag ich mit meinen Vermutungen doch nicht so falsch. :]

    Gruß
    Hajo

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  • Hallo Armin,

    können denn solche Ausfällungen tatsächlich durch das Mischen unterschiedlicher Salzsorten hervorgerufen werden? Das erscheint mir nicht schlüssig.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    dann probiers mal aus! Ich denke das geschieht bei mindestens 50% der Salze. Bei mir ist das auch zwei mal so gewesen. Seit dem mische ich das nicht mehr, denn der Plaque lässt sich schlecht entfernen, da er sich meist nicht mehr in Wasser löst. Dies würde wiederum für "Kalk" als Ausfällung sprechen. :winking_face:

    Aber warum das genau passiert, würde mich auch interessieren. Überpufferung von Ca? Das Wasser steht bei mir im beheizten Raum neben dem Becken. Der Behälter ebenso. Das scheidet also bei mir aus...

    Ciao sagt Nico.

  • Hallo Nico,

    das habe ich schon mehrfach probiert, bisher immer ohne Ausfällungen. Wenn ein Salz zur Neige geht und ich auf eine andere Sorte wechsle, mische ich bei Ansetzen des Wechselwassers.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    ich könnte mir denken, dass nicht nur die kalte Temperatur ein Faktor ist, sondern auch die jeweilige Größenordnung der Zugabe einer neuen Salzmischung. Mein Vorratsbehälter fasst z.B. 150L. Er wird durch kleinere Wasserwechsel innerhalb von 1 Woche bis auf ca. 30-40l geleert. Dieses „Altwasser“ wird wieder mit Frischwasser bis zur 150L-Marke aufgefüllt. Darauf kommt sofort die entsprechende Menge des neuen Salzes (die Zugabe erfolgt erst einmal „über den Daumen“). Nach der vollständigen Auflösung, was bei dieser Menge Stunden dauern kann, und nach dem Anpassen und Erreichen der gewünschten Salinität, ist das Wasser dann gebrauchsfertig.
    Die dafür benötigte Salzmenge ist erheblich größer als diejenige, die man gewöhnlich in 10L Eimern ansetzen wird, und sie wird auf einmal zugegeben und nicht in kleinen Portionen.
    Vielleicht ist das der Schlüssel?

    Gruß
    Hajo

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  • Hallo Hajo,

    deine Beobachtung mit der Menge kann ich nicht bestätigen. Ich setze zuhause ebenfalls 150 Liter an, ohne "Plaque".
    Im Vivarium setzen wir 2000 Liter an, da kann ich ebenfalls kein "Plaque" erkennen.

    @Ingrid: vorstellbar ist es schon, dass Salzmischungen so unterschiedlich sind, dass die Kombination zu
    Ausfällungen führt. Solange die Hersteller die Zusammensetzungen nicht angeben, können wir das nur vermuten.

    Gruß Armin

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