Dendronephthya-Haltung - ein Versuch

  • Ja, ich saß gerad am Rechner als die Benachrichtigung reinkam und habe dann mal schnell reingeklickt.

    Dosierung immer noch so, wie oben beschrieben, 1 Tropfen am Abend auf 100 l und die gleiche Menge nochmal zum Futter.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Die Sclero von vor einem Monat ist nicht mehr wiederzuerkennen.

    Das Dendro-Becken verarbeitet das zugegebene Futter zunehmend und macht sein eigenes Futter daraus, wie man bei den Kalkröhrenwürmern sieht. Es sind zeitweise nicht wenige solcher Laichballen zu finden.
    Auch Copepoden vermehren sich und es treiben fast ständig Gammariden-Häutungen durch das Wasser.
    Solches Futter kann man nicht selber machen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Alex,

    schau Dir mal die linke Seite an: Am 12.01. (eingestellt am 15.01.) Ästchen bis zur Basis und ein kleiner Buckel ziemlich weit unten. Dort sind jetzt nur noch Sclerite, alle Ästchen sind auf der Strömungsseite abgebaut. Selbst gegenüber dem 08.02. sind leichte Veränderungen zu erkennen. Die Sclero bewegt sich fast amöbenartig vor der Strömung über den Untergrund, baut auf der Strömungsseite ab und wächst auf der strömungsabgewandten Seite. So ist das Teil im Vordergrund an dem Kolonieteil im Hintergrund schon vorbeigewandert.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi zusammen,

    gehe mittlerweile mal davon aus, dass das tier, das mir als Dendro verkauft wurde eine Scleronephthya ist. Sieht eher wie diese aus... Bilder folgen.... Leider hat sich der Zustand des Tieres nicht wesentlich verbessert. Kam wie gesagt schon sehr gschwächt zu mir.

    2 Mal editiert, zuletzt von Marc C (19. Februar 2011 um 19:01)

  • Hallo Hans-Werner,

    vielen Dank für die "neue verbesserte Variante" der Tropfen! Sie sind heil angekommen und ich habe sofort 2 Tropfen in 40 ml AQ-Wasser gelöst und mit der Pipette über der Scleronephthya verteilt, die aber bis jetzt noch schlapp in ihrer Ecke liegt. An einem weiteren Stein den ich mitbekommen hatte beim Kauf der Scleronephthya, sitzt ein winziger Ableger der seine drei Polypen weit öffnet :grinning_squinting_face: Mal schauen wie es weiter geht... Wollte morgen mal eine Mischung aus den Tropfen, reef actif und Ultra Marin Seafan geben...

    Nochmals herzlichst "Danke!", ich werde weiterhin berichten, wie es der Scleronephthya ergeht...

  • Hallo zusammen,

    4 Monate sind rum und, wie Marc schon schrieb, ich probier wieder mal etwas aus, etwas, auf das diese Beschreibung perfekt zutrifft.
    Die Öffnung der Dendro hat sich dadurch wieder verbessert und gestern war sie ziemlich dick. Die Polypen sehen gut aus. Mal sehen, wie´s weiter geht.
    Hier also die Bilder.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,

    wollte mal kurz berichten: die kleinen Ableger der Scleronephtya, die eher als "Beigabe" dabei waren, stehen mit geöffneten Polypen recht gut da. Der große Ableger hingegen liegt schlapp am Platz.
    Ich füttere nun mehrfach täglich eine Mischung aus den Tropfen (machen die eigentlich süchtig? - kann mich daran gar nicht satt schnüffeln :grinning_squinting_face: ) Phytoplankton, Seafan, Actif Reef und Cyclops, in de4r Hoffnung, dass sich die große noch öffnen wird.

    Die Übrigen Bewohner im Becken finden diese Futtermischung prächtig, insbesondere die Gorgonien, aber auch eine Favia, die aus meinem alten Becken noch übersiedelte, gedeiht gut. Sämtliche Ricordea yumas wachsen auch.

    Einzig der Cyanobefall an meinen Menellas stimmt mich etwas nachdenklich.

    Werde weiter berichten und hoffe, dass ich bald Bilder posten kann (Ich bin mit der Kamera nicht so begabt wie Hans-Werner.....Tolle Bilder Deiner Tiere!)

    Meinen PO4 Wert muss ich weiterhinabsenken, liegt derzeit bei knapp 0,4.

    Würde auch gern von Euch wissen was ihr zum Thema Beleuchtung in Azoobecken denkt: ich beleuchte meinen 60er Würfel derzeit mit 150Watt Hqi, wobei ich schon darauf bedacht bin allen Azoos auch Schattenplätze zu bieten und alle anderen Bewohner näher ans Licht stelle.

    Einmal editiert, zuletzt von Marc C (18. März 2011 um 09:43)

  • Hallo zusammen

    ach ja...noch ne Frage: die "Tropfen" stelle ich in den Kühlschrank - richtig so?

    Können meine Goldseescheiden von den Tropfen auch profitieren?

    Einmal editiert, zuletzt von Marc C (25. März 2011 um 22:44)

  • Hallo,

    mal ne kurze Rückmeldung: ich weiß nicht ob es an den Tropfen allein liegt, aber die Mischung aus ca. 1/3 Messlöffel reef actif, i gehäuften Löffel Zooplankton und zweiTropfen scheint gut anzukommen. Ich füttere diese Mischung zwei bis drei Mal täglich, hin und wieder variiere ich auch etwas und gebe noch Phytoplankton und Ultra Seafan, sowie Cyclops Eeze. Das Ganze ziehe ich in der Spritze auf und gebe es mit langer Pipette aus ca. 10 cm Entfernung über die Tiere. Abends gibt es noch FroFu - in erster Linie für die Tubastreas, wobei alle anderen aber auch was abbekommen. (Meine Nährstoffwerte muss ich gut im Blick behalten, PO4 jetzt bei 0,3). Allerdings wechsle ich zwei Mal wöchentlich 10% Wasser.
    Bisherige Veränderungen: meine rote Meerhand, die ich vor ca. acht Wochen ins Becken einbrachte und seither "nur ein roter Brocken" war, öffnet sich gestern das erste Mal :D. Meine Scleronephtia Ableger öffnen sich mittlerweile, bis auf einen der sieben, der noch rumzickt. Meine Seescheiden machen zunächst keine Anzeichen, dass ihnen etwas missfallen würde. Die Diodogorgia öffnet sich seitdem stark sichtbar, echt klasse. Alles in allem: :thup

    An dieser Stelle mal meinen Dank für die Unterstützung die ich durch diesen Beitrag erfahre.

    Interessieren würde mich noch die Frage nach der Beleuchtung Eurer Azoo-Becken.

    Ich werde mal weiter berichten und hoffe, dass ich mal halbwegs vorzeigbare Bilder demnächst hochladen kann.

    Ach ja, wenn die Entwicklung weiterhin voran schreitet, werde ich wohl einen kleinen Dendro-Ableger einsetzen - dann bin ich auch nicht mehr offtopic :yrf

    Einmal editiert, zuletzt von Marc C (29. März 2011 um 22:00)

  • Hi Marc,
    schön zu hören, das es Deinen Korallen gut geht.

    Was Deine Frage betrifft, unser 50x50x60 wird mit 3x 24 Watt T5 beleuchtet. 2xblau, 1x weiß.
    Allerdings werden darin hauptsächlich Azoo LPS und andere LPS gehalten. Eine Monti als Versuchskaninchen, Zylinderrosen......

    Kann also nicht sagen ob sich das 1:1 auf Weiche Azoos umlegen läßt......

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    mal am Rande: der Kugelfisch, ist der auf dem Bild hinter dem Becken?

    Da ich meine Beleuchtung eh umstellen wollte - ich gehe mal davon aus, dass ich für Azoos nicht wirklich einen HQI brauche - wäre es toll, wenn es mit einer solchen T5-Lösung klappen könnte. Stromsparender wäre es ja auch noch :grinning_squinting_face:

    Über weitere Meinungen würde ich mich freuen.

    Heute wird mein kleiner Dendronephtia-Ableger einziehen :grinning_squinting_face:

    Dann bin ich nicht mehr OT :ylol

    Einmal editiert, zuletzt von Marc C (1. April 2011 um 08:03)

  • Hallo Marc,

    ja der ist nur 2 dimensional.....
    Hat aber auch schon andere irritiert :grinning_squinting_face:

    Ohne die Catalas, Euphillias und die Versuchsmonti würden wir mit noch weniger Licht fahren.

    LG,
    Wolfgang

  • Hi zusammen,

    nochmals zur Beleuchtung: ich könnte statt meines 150 W HQI (mit 14.000K) eine Dupla Leuchte mit 2x55W Dulux-Röhren zur Beleuchtung des Beckens verwenden. Die Dupla-Leuchte stammt zwar noch aus Süßwasserzeiten, sollte aber mit blauen Röhren (sofern ich da welche finde) bestückbar sein. 110W sollten dann doch noch dicke reichen. Es sind zwar auch noch einige zooxathelle Tiere drin und auch ne Monti und ne Hystrix, aber die könnte man ja weiter oben, direkt unter die Lampe setzen. Meint ihr das geht?

    Ein Dendronephtia Ableger ist nun eingezogen. Er sieht noch etwas schlapp aus, ich hoffe er pumpt sich bald voll auf und öffnet dann auch die Polypen. Ich gebe täglich zwei bis drei Mal zwei Tropfen in ca. 30 ml AQ Wasser gelöst, direkt mit der Pipette über den Ableger, teils mische ich die Tropfen mit TM Zooplankton oder reef actif. Mal schauen wie er sich macht.

    Die Tropfen bzw. die o.g. Fütterungsweise in Verbindung mit den Tropfen, scheint sich auch enorm auf das Wachstum meiner Haliclona auszuwirken: muss schon aufpassen dass sie die Krustenanemonen nicht überwuchern.

    Die Scleronephtias stehen mittlerweile gut und sind fast alle, stets geöffnet :grinning_squinting_face:

    Eine meiner Seescheiden, Polycarpa aurata, ist seit drei Tagen geschlossen und in ihrer Größe stark geschrumpft - hoffe das gibt sich wieder. Ansonsten wechsle ich weiterhin alle drei Tage 10 % des Wassers um die Wasserwerte im Griff zu behalten PO4 weiterhin bei 0,4 (war zwischenzeitlich schon bei 0,2, stieg aber wieder auf 0,4)

    Diodogorgia steht so gut wie noch nie da! :thup Ebenso scheint die Favia von den Bedingungen zu profitieren. Habe da die Tropfen in Verbindung mit reef actif in Verdacht.

    Gebe weiterhin ca. alle drei Tage einen "halben" Tropfen TM Jod hinzu. Eine wahre Exposion erlebt meine Ophiocoma pumila-Population....das sind jetzt "Tausende"......

  • Hi Marc,
    die Dupla Lampe kannst Du vergessen.
    Habe das auch mal ausprobiert, hat keinen wirklichen Reflektor und ist durch die Bauweise auch noch selbstabschattend.....
    Würde eher in Richtung Leds gehen.
    LG,
    Wolfgang

  • Hallo,

    Zitat

    Original von AlexRügamer

    meine ist leider sehr schlapp...

    alex

    ...meine Dendronephthya ist auch ganz schlapp und läßt die Ohren hänegn. Allen anderen geht es gut. Würde mich schon freuen, wenn sie sich aufrichtet. Habe den Eindruck, dass sie nachts extrem schlapp ist, tagsüber hingegen ein minimales Aufrichten zeigt. Vollaufgepumpt war sie aber noch gar nicht. Zusammenhänge zur Fütterungszeit bzw. zur Futterzsammensetzung konnte ich nicht feststellen. Jemand ne Idee?

  • hallo marc,

    was macht deine schlappe dendro hast du sie durchgebracht?
    beschäftige mich schon seit einiger zeit mit azoos und habe diesen tread aufmerksam verfolgt. vieleicht können wir erfahrungen austauschen?

    lg brigitta

  • Hallo zusammen

    Irgendwie ist der Thread ein bisschen eingeschlafen...

    Hans-Werner
    Was machen deine Dendros?

    Was ist mit all den andern die von Anfang dabei waren?
    Habt ihr alle Misserfolg gehabt??

    Ps. @Hans-Werner danke für die Post!! :thup

    Liebe Grüsse Andi


    80x80x70 Becken mit Filterbecken im Nebenraum, insgesamt 524Lt.
    Beleuchtung: 1x AI Hydra, 2x AI Sol, 160er Mini Bubbel King, Rück-
    förderung Red Dragon 3, 50W, Closed Loop Strömung mit
    2x Abyzz A200 gesteuert über GHL Profilux 3,Theiling Rollermat,
    Bubbel-Magnus Wirbelbettfilter Zeitweise mit Kohle.

    3 Mal editiert, zuletzt von Andi S. (27. Mai 2011 um 21:13)

  • Zitat

    Was ist mit all den andern die von Anfang dabei waren? Habt ihr alle Misserfolg gehabt??


    Ja leider. Bei mir sind die Waserwerte im Filtriererbecken gekippt, und sie haben sich nicht mehr erholt.

    Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
    Ich entscheide mich für den Mut.

    Gruß Harald

  • Hallo Harald

    Oh je.. das tut mir aber leid!
    Es ist halt nachwievor ein Experiment!

    Irgendwie sind die Händler alle auf den Zug aufgesprungen, und
    führen ein riesen Sortiment an Dendros und anderen schwierigen
    Tiere. Ich hoffe dass jetzt nicht einfach so viele Tiere verheizt werden!

    Will jetzt keine Böse diskusion aus lösen, bloss anregen dass diejenigen
    die es versuchen wollen es sich gut zu überlegen. Einfach ist es ja nicht,
    vorallem die Wasserwerte machen vielen zu schaffen!

    Liebe Grüsse Andi


    80x80x70 Becken mit Filterbecken im Nebenraum, insgesamt 524Lt.
    Beleuchtung: 1x AI Hydra, 2x AI Sol, 160er Mini Bubbel King, Rück-
    förderung Red Dragon 3, 50W, Closed Loop Strömung mit
    2x Abyzz A200 gesteuert über GHL Profilux 3,Theiling Rollermat,
    Bubbel-Magnus Wirbelbettfilter Zeitweise mit Kohle.

    Einmal editiert, zuletzt von Andi S. (28. Mai 2011 um 00:15)

  • Hallo zusammen,

    scheinbar bin ich unbeabsichtigt bei der Benachrichtigung über den Thread rausgefallen und war dann nicht mehr auf dem Laufenden.

    Bei mir gibt es keine guten Neuigkeiten. Ich hatte vor einem Urlaub die Fütterung auf "gehaltvoller" umgestellt, was sich fatal ausgewirkt hat. Die Dendro und die Sclero waren nach dem Urlaub schwer angeschlagen und da ich mich nicht sofort wirklich um sie kümmern konnte, sind sie vor ca. drei Wochen eingegangen, haben sich da endgültig aufgelöst.

    Dennoch war der Versuch für mich und hoffentlich auf für die anderen Pfleger nicht umsonst. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass die Anreicherung mit Aminosäuren und gehaltvollen Substanzen kontraproduktiv war und generell ist. Auch Claudes Empfehlung, Ozonisation einzusetzen, deutet für mich in diese Richtung. Die Ozonisation dient vor allem dazu, leicht abbaubare organische Substanzen zu oxidieren, was aber bei einigen widerstandsfähigeren organischen Substanzen vermutlich nicht der Fall ist, die dann im Wasser übrig bleiben.
    Dies deutete sich nach dem Beginn der Anreicherung relativ rasch an, als die Copepoden ziemlich schlagartig verschwanden, was ich leider zu ignorieren beschloss.

    Resümé: Die bereits in diesem Thread geäußerte Vermutung, dass es nicht auf viel gehaltvolles Futter ankommt, dürfte richtig sein. Dendronephthya scheint es mit ihrer speziellen Mikroflora irgendwie zu schaffen, aus sehr nährstoffarmen Substanzen wie dem REEF ACTIF und Mikroben und Abrieb von den verwendeten Pellets ausreichend Biomasse zu generieren, um gut zu wachsen. Ein guter Indikator für die Annäherung an geeignete Bedingungen sind m. E. Copepoden, von denen ich annehme, dass sie als Filtrierer ähnliche Ansprüche an die Nahrung haben wie die Dendronephthya. Sobald ich der Meinung bin, dass die Copepoden wieder annehmbare Bedingungen anzeigen, werde ich es nochmal mit Dendronephtya probieren. Vermutlich wird es aber einige Zeit dauern, bis die Mikroflora wieder die Qualität erreicht hat, die vor der Anreicherung herrschte. Vielleicht werde ich dazu auch noch einmal Lebendgestein einsetzen, um die möglicherweise verarmte Mikroflora wieder zu bereichern. Danach scheint mir Geduld angesagt da sich die für Dendronepthya und Copepoden geeigneten Bedingungen nur langsam einzustellen scheinen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner!

    Wenn die Korallen tatsächlich auf nährstoffarmes Futter spezialisiert oder sogar fixiert sind, dann bedeutet das aber vermutlich auch, dass eine durchgehende oder zumindest lang anhaltende Versorgung erforderlich sein kann, damit das Tier genügend Energie gewinnen kann. Der Traum, das ideale Futter (das man nur finden müsste) werde ein- oder zweimal täglich in das Becken geschaufelt, dürfte damit ziemlich ausgeträumt sein. Das macht die Sache aber nicht einfacher. Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Hans- Werner

    vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung...

    Wenn Du Copepoden als Indikator für gute Bedingungen für Azooxanthellate hältst, könntest Du ja auch mal versuchen, sie in einem Becken ausschließlich mit normalen, lebenden Phytoplankton und Reef-active zu halten? In meinen Aufzuchtbecken explodieren die Copepoden ja immer total und sie scheinen sich "sauwohl" zu fühlen...

    Aber da bist Du wahrscheinlich schon selber darauf gekommen...

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Hi Hans Werner,

    schade zu hören.
    Aber es hat natürlich auch wieder ein Stück weitergebracht.
    Unsere Sclero lebt noch, aber kein wirkliches Wachstum feststellbar. Macht aber brav auf und frißt.

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    das sehe ich derzeit anders. Sie benötigen vermutlich ein nährstoffarmes, relativ stabiles Futter, das von ihren Symbionten verwertet werden kann. Relativ stabil bedeutet, dass es nicht kurzfristig abgebaut wird. Eine Dosierung mit Dosierpumpe könnte also einfacher sein als die Dosierung von gekühlten Lobstereiern und ähnlichem "Fischfutter". Zwar war bei meinen Versuchen eine langsame Dosierung in gefrorenem Zustand vorteilhaft, es sind aber auch andere, relativ einfache Wege der Zufuhr wie z. B. simple Dosierpumpen denkbar und das sogar ohne Kühlschrank und Magnetrührer. Auch Pellets könnten eine Option zumindest für eine zusätzliche Versorgung sein.

    Das nährstoffarme Futter, wie ich es meine, ist auch nicht wirklich arm an Energie sondern nur arm an Proteinen, Aminosäuren, Phosphaten und schwer verwertbar, eben die ausgegammelten, stabilen organischen Substanzen, wie sie z. B. in Detritus enthalten sind, was irgendwie schon Wilkens festgestellt hat, als er empfahl, den Bodengrund aufzurühren um die Dendros mit Nahrung zu versorgen. Den Aufbau von Proteinen, Aminosäuren, Nukleinsäuren und anderen organischen Phosphaten übernehmen die Symbionten von Dendronephthya, der mikrobiologische Teil des Holobionten. Es geht also weiter in Richtung, das ideale Futter für den "Holobionten" Dendronephthya zu finden. Das Scheitern hatte seine Ursache vermutlich darin, dass das an organischem Stickstoff und leicht abbaubaren Aminosäuren reichere Futter die falschen Mikroben ernährt hat, die das mikrobiologische Gleichgewicht des Holobionten Dendronephthya zerstört haben.
    Wenn diese "Holobionten-Theorie", wie sie sich für immer mehr Riffkorallen bestätigt, auch für Dendronephthya stimmt, wäre das ein Grund, weshalb es so schwer ist, ihre Ernährung zu belegen.

    Es hat sich nichts daran geändert, dass Dendronephthya vielleicht ihre schönsten Vorkommen ausgerechnet im nährstoffärmsten Teil des Roten Meeres hat.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner!

    Danke für die ausführliche Darlegung. Das klingt zumindest als Arbeitsansatz schon einmal schlüssig. Wilkens hat sich ja im wahrsten Sinn des Wortes "rührend" um seine Korallen bemüht und damit zumindest positive Effekte erzeugt. Vielleicht kommen wir allmählich dahinter, warum das eigentlich so war/ist.

    Dein Hinweis auf Dosierpumpen geht in die Richtung, die ich mir als "eine durchgehende oder zumindest lang anhaltende Versorgung" vorgestellt habe. Es wird ja nicht damit getan sein, die Stoffe ins Becken einzubringen; sie müssen dem Verbraucher in geeigneter Weise (Ort, Zeit, Form) auch zur Verfügung stehen. Da ist sicher noch einiges zu erforschen. Also halt dich ran. =)

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • HI

    Peters Koralle war eine Scleronephtea und die hat eben auch Zooxanthellen. Was das aufrühren den Bodengrundes bei gleichzeitiger Dosierung von Combisan ( Vitaminisierte Hefe ) bedeutet sollte an sich klar sein.

    Vielleicht denkt ihr da mal drüber nach :winking_face:

  • Hallo Claude!

    Zitat

    Vielleicht denkt ihr da mal drüber nach :winking_face:

    Kannst du das nicht selber und uns dann deine Ergebnisse mitteilen? :grinning_squinting_face:

    Gruß

    wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Zitat

    Original von Wolfgang S
    Hallo Claude!

    Kannst du das nicht selber und uns dann deine Ergebnisse mitteilen? :grinning_squinting_face:

    Gruß

    wolfgang

    :thup :ylol :thup

  • Hallo Claude,

    Deine Rede gleicht der der Sphinx.

    Wenn es so einfach wäre, warum ist es dann so schwierig? :confused2:

    Außerdem bin ich mir fast sicher, dass, wenn ich nachdenke, etwas anderes herauskommt, als Du denkst. :haeh:

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner

    Ich hab nur etwas zum Thema Wilkens beigetragen , er hatte keine Dendronephtea sondern eine Scleronephtea das ist ein ziemlicher Unterschied, denn diese Tiere hab ich schon soweit gebracht das sie im Aquarium ablaichen und Polypen ansiedeln. Eine Dendro ist was anderes und das es leicht ist hab ich auch nicht gesagt.

    Gruss

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