Hallo, ich möchte hier mein Becken vorstellen, welches sich im Moment wieder in der Einfahrphase befindet.
Zunächst aber, möchte ich Euch schreiben was mich zu dem Neubeginn bewegt hat.
Das Becken sah ja Anfang des Jahres noch ganz gut aus (s. Bild 1), jedoch hatte ich immer wieder Probleme den PO4 Wert im Becken, trotz massivsten Einsatzes von Adsorbern unter 0,12mg/l PO4 zu halten. Mit Nitrat hatte ich weniger Probleme (Wodkamethode).
Ende März/ Anfang April installierte ich meine selbstgebaute LED + T5 über dem Becken und brachte auch neuen Bodengrund ein. In dieser Zeit begannen dann auch die Probleme mit diversen Algen. Schmieralgen, Goldalgen, Cyanos und Dinos, von Allem eine bisschen.
Zunächst versuchte ich durch Erhöhung des pH Wertes, mittels Kalkwasser, den Dinos Herr zu werden. (4 Wochen) Da dies keinen Erfolg brachte, spielte ich mit dem Gedanken ein Algenmittel einzusetzen. Dazu beriet ich mich mit einem „Hersteller“ eines Algenmittels. Mir wurde dazu geraten das Licht zu reduzieren, Adsorber entfernen, Ozon aus sowie die Dosierung von Spurenelementen, Wodka und Aminos einzustellen. Wasserwechsel sollte ich auch erstmal keine mehr machen.
Also bestellte ich mir das Algenmittel und machte es so wie mir geraten wurde, jedoch wurde es nicht besser, sondern eher noch schlechter. Der Nitratwert stieg von unter 1mg/l auf über 30mg/l und der PO4 Wert von ca. 0,1mg/l auf über 0,45mg/l. War ja auch irgendwie klar, da ja kein Adsorber mehr verwendet wurde.
Meinen SPS/ LPS Korallen ging es zu diesem Zeitpunkt zunehmend schlechter und starben reihenweise ab. Wieder mit Rücksprache, stellte ich die Dosierung des Algenmittels ein und erhöhte langsam wieder die Beleuchtungsdauer. Auch eine Auslagerung der noch lebenden Korallen in ein extra Becken, welches ich auf die schnelle organisierte, half nichts. Sämtliche SPS/LPS die noch nicht Tot waren sind abgestorben, nur einige Weichkorallen und Gorgonien leben noch. Denen haben wohl die schlechten Wasserwerte nichts gemacht und ich hatte sie im Becken gelassen.
Zu diesem Zeitpunkt spielte ich schon mit dem Gedanken der Aufgabe meines Hobbys. Ich hatte schon keine Lust mehr überhaupt ins Becken zu schauen und ich lies es nur noch so laufen ohne mich großartig zu kümmern.
Nach langen Beratungsgesprächen mit meiner Frau fassten wir gemeinsam den Entschluss das Becken neu zu starten. Da ich immer Probleme mit PO4 hatte, wollte ich der Ursache auf den Grund gehen und Entschloss mich auch zu einer kompletten Umgestaltung des Beckens. Der Riffaufbau sollte offener und mit mehr Schwimmraum gestaltet werden, so dass keine Schmuddelecken mehr entstehen. In diesen vermutete ich die Ursache des PO4 Problems. Mein Riffaufbau lies in der Ecke, wo sich der Ablaufschacht befindet einfach zu wenig Strömung zu.
Außerdem hatte ich es satt, wenn man mal einen Stein, oder mehrere Steine, aus dem Wasser genommen hat, diese nicht wieder so ins Becken zurücksetzen zu können wie es ursprünglich aussah.
Dies war der Zeitpunkt den Neubeginn mit Riffkeramik zu machen.
Ich nahm also Kontakt mit Torsten Luther von Korallenwelt auf, und bestellte meiner Vorstellung entsprechend die Riffkeramik. Zusätzlich lies ich mir auch noch die Abyzz 200 „aufschwatzen“, was ich bis heute nicht bereue.
