• Hallo allerseits!

    Ist jemand an einem Update interessiert? Wenn ja, es ist einiges passiert in den letzten acht Wochen. Es gab Höhepunkte und schmerzliche Verluste, aber so ist das wohl beim ersten Mal…

    Aber der Reihe nach.

    Nachdem ich drei Montis und eine wunderschöne Acropora eingesetzt hatte, hab ich dann mal angefangen, Ca und Mg zu messen. Böser Fehler, hätte ich vorher machen sollen. Ca über 600 und Mg bei 1.200. Woher auch immer diese enormen Werte kamen, aus der Riffkeramik, dem Salz oder den verwendeten Kanistern, die Montis und Acro konnte ich nicht retten. Den Tröt dazu findet ihr hier . Ich setze jetzt erstmal ein anderes Salz ein und mache damit 20 % Wasserwechsel pro Woche. Bin jetzt aktuell bei 515 Ca/ 1.315 Mg.

    Die zwischenzeitlich eingesetzten Fische waren anfangs auch putzmunter. Leider erwiesen sich die fälschlicherweise gekauften Chrysiptera cyanea - Blaue Demoiselle als echte Störenfriede. Jeder Fisch wurde attackiert, die kleinen Grundeln und Feenbarsche haben sich kaum gezeigt.

    Passenderweise bekamen gerade die Feenbarsche die Weiße-Pünktchen-Krankheit. Also hab ich statt in Fische noch mal in Technik investiert und eine UV-Lampe angeschafft. Ohne Technikbecken geht´s dann wiederum eben nur über die Eheim-Bögen, einer raus aus dem Wasser, einer rein ins Wasser. UV-Lampe funktioniert, Knoblauch ins Futter noch dazu, das werd ich schon in den Griff kriegen! Aber erstens kommt es anders…

    Seitdem funktionierte der Abschäumer nicht mehr. Er sprudelt und sprudelt, aber es entwickelt sich keine ordentliche Schaumkrone. Hier der Tröt dazu . Am Knofi hat´s wohl nicht gelegen, evtl. an dem Schwammfilter, den ich vorgeschaltet hatte. Oder es war irgendein Trennmittel in der UVL oder der Pumpe. Der Schwamm ist erstmal raus. Den Rest hab ich so gelassen, mittlerweile funktionieren UVL und AS gemeinsam. Vielleicht ist es besser, neue Teile wirklich mit Essigwasser zu spülen, bevor man sie ans AQ anschließt.

    Wie anfangs beschrieben, habe ich meine Riffkeramik mit etwas Abstand zum Glas verbaut. Sämtliche Argumente dafür hatten mir eingeleuchtet. Leider musste ich feststellen, dass sich nicht nur Fische und Schnecken dazwischen verkeilten, es bildete sich am Boden auch eine graue Masse, an die ich nicht herankommen konnte.

    Da die Korallen noch nicht festgeklebt waren,
    ich den Spalt zwischen Riff und Glas (wann, wenn nicht jetzt?) schließen wollte,
    und die beiden Demoisellen sich partout nicht fangen lassen wollten,
    habe ich den Entschluss gefasst:

    Wasser ablassen!

    Dies war für mich die einzige durchführbare Möglichkeit, alle drei Probleme auf einen Schlag zu lösen. (Die graue Masse hat dermaßen nach Schwefelwasserstoff gestunken, ich bin froh, dass das Zeug aus dem Becken ist.)

    Jetzt bin ich ganz zufrieden, wenn ich in mein Becken gucke. OK, das Grünzeug muß noch reduziert werden. Aber das Becken entwickelt sich langsam dahin, wie ich es mir vorgestellt habe:

    wunderbares Licht,
    farbige Korallen,
    bunte Fische und
    Nemo´s in ihrer Anemone!


    Drückt mir die Daumen, das es mehr Erfolge als Niederlagen gibt! Dann bleibt´s das schönste Hobby auf der Welt!

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo,

    da hab ich mich wohl zu weit rausgelehnt! Von wegen, das Grünzeug krieg ich auch noch in den Griff :ylol.

    Mittlerweile hab ich zwei Algen??? die meine Rückwand überwuchern.

    Zum einen eine rote, sehr zerbrechlich, die Bruchstücke wachsen auch auf dem Bodengrund weiter, können dort aber abgesaugt werden. Zum anderen eine grüne, fühlt sich eher drahtig an, wächst nur im Lichtbereich, dort aber sehr fest am Untergrund.

    Sowohl der Blenny Salarias fasciatus als auch der Onkel Ctenochaetus tominiensis schaffen es nicht, dieser Plage Herr zu werden. Die Turbos gehen da wohl auch nicht dran.

    Da ich nicht genau weiß, worum es sich handelt, sauge ich die rote beim WW ab, die grüne kann ich täglich ernten.

    Weiß jemand einen Rat?

  • Hallo liebe Gemeinde!

    Als erstes möchte ich euch mal einen Gesamteindruck vom aktuellen Stand geben. Bis auf einen verlorenen Nemo Amphiprion ocellaris geht es wohl allen Insassen gut. Die Algen zupfe ich beim wöchentlichen WW so gut es geht ab. Als zusätzliche Maßnahme habe ich noch zwei Handvoll Caulerpa eingebracht. Ich hoffe, die Nahrungskonkurrenz bewirkt etwas.

    Das LG auf dem zweiten Foto hab ich aus dem Becken genommen. Die vielen Kugelalgen will ich icht mehr im Becken haben. Mittlerweile siedeln die sogar schon auf der Riffkeramik. Um tierisches Leben zu retten, hab ich den Stein in ein kleines Becken mit einer Pfütze SW gestellt. Und siehe da, nach und nach kamen immer mehr Kollegen zum Vorschein. Sind Borstenwürmer, oder? Die auf dem Foto sind so drei cm lang. Heute kam noch einer dazu, der hat mindestens zehn cm Länge.

    Was meint ihr, wieder reinsetzen? Ich wette, es sind noch genug drin! Wenn sie aber kein Problem sind, will ich ihnen auch nicht den Garaus machen.

  • So, die Borsti´s hab ich wieder reingesetzt. Sind auch sofort im Bodengrund verschwunden.

    Beim WW am Wochenende hab ich unter einem Korallenstein eine Nacktschnecke gefunden. Ich war erstaunt, wie schnell die sein kann. Die Fotos seht ihr unten. Ich vermute nach MWLex eine Stomatella sp. 01 - Ohrenschnecke. Da sie wohl ein Algenfresser ist, hab ich auch sie zurückgesetzt.

    Vor Kurzem hab ich einen Halichoeres chrysus - Biochoeres chrysus - Kanarien-Lippfisch im Laden entdeckt. Meiner Meinung nach ein sehr schönes Tier. Hat jemand Erfahrungen mit dem Fisch?

  • Hallo Dirk,

    mit Stomatella liegst du richtig.

    Ich habe fast 2 Jahre ein (regelmäßig balzendes) Pärchen H. chrysus gepflegt. Bis sich das Weibchen plötzlich entschieden hat, auch ein Kerl werden zu wollen...
    Diese Entscheidung ist dem bestehenden (!) Männchen leider zum Verhängnis geworden... er durfte seinen Schlafplatz im Sand nicht mehr verlassen...

    Das verbliebene Tier ist inzwischen fast 10cm groß und sehr schnellwüchsig.
    Er ist sehr schwimmaktiv und ich glaube nicht, dass er sich auf Dauer in 300L wohl fühlt.
    Das Tier benötigt ausreichend hohen Bodengrund, in den er sich eingraben kann. Springt auch gern, das Becken sollte also abgedeckt sein.


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo Dirk,

    Zitat

    Vor Kurzem hab ich einen Halichoeres chrysus - Biochoeres chrysus - Kanarien-Lippfisch im Laden entdeckt. Meiner Meinung nach ein sehr schönes Tier. Hat jemand Erfahrungen mit dem Fisch?

    wie Sabine schreibt, halte ich den für Dein Becken auch als ungeeignet...

    Ich hab zwei auf 960L und die sind ganz sicher 10cm groß..., das schon sehr grenzwertig.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo ihr beiden,

    na ich hätte es ja wissen müssen: entweder sind die Fische zu groß oder mein Becken zu klein :uzi:

    Schade. Nun hoffe ich, daß der Fisch beim Händler in ein großes Becken verkauft wird.

    Sabine, du schreibst von einem sehr interessanten Verhalten dieser Lippfische. Gibts das auch bei kleiner bleibenden Arten, also die in mein Becken passen würden?

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Sorry, Sabine,

    ja genau das! Hab ich bisher noch nie live gesehen.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hi Dirk,

    mehrere Lippfischarten graben sich zum Schlafen im Sand ein.
    Z.B. Biochoeres-Arten (ehem. Halichoeres), Macropharyngodon-Arten

    Leider kenne ich keine Arten, die so kleinbleibend sind, dass sie in ein 300L-Becken passen würden.


    Dieses Verhalten zeigen nicht:
    Z.B. Paracheilinus-Arten, Chirrhilabrus-Arten, Pseudocheilinus-Arten


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo Sabine,

    Zitat

    Original von Sabine Sax

    Leider kenne ich keine Arten, die so kleinbleibend sind, dass sie in ein 300L-Becken passen würden.

    Schade! Trotzdem: Danke! :thup

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo allerseits,

    seit fünf Monaten habe ich eine Sarcophyton tenuispiculatum im Becken, die sich bisher in voller Schönheit gezeigt hat. Seit zwei Wochen gefällt sie mir aber gar nicht. Ich konnte beobachten, daß sie ihre Polypen einzog und sich einem Reinigungsprozeß unterzogen hat. War beim ersten Mal alles sehr aufregend. Nunmehr liegt sie aber schon seit zwei Wochen auf der Seite, die Polypen sind draußen, also machte ich mir keine Sorgen.

    Beim heutigen WW hab ich sie dann mal hoch genommen und mußte feststellen, daß sich der Fuß auflöst. Wenn ich es drauf anlegen würde, könnte ich wohl die Gute ohne Wiederstand vom Stein lösen.

    Hab sie jetzt etwas höher gestellt (war bisher am Boden) und etwas mehr in die Strömung.

    Was kann ich noch tun, um sie wieder auf die *Beine* zu bringen?

    Danke im Voraus!

  • Hallo,

    die Sacro hat ihren Fuß abgelöst. Ich habe sie nun an eine strömungsschwache Stelle gesetzt. So wie sie jetzt aussieht, ist sie wohl nicht mehr zu retten.

    Ich meine mal gelesen zu haben, daß man Lederkorallen durch Teilung vermehren kann. Geht aber wohl nur bei gesunden Tieren, oder?

    Bevor ich sie ganz verliere würde ich es mal versuchen, Teile von ihr zu retten. Also gesundes Gewebe vom *Hut* abschneiden und mittels Zahnstocher-Methode versuchen, zu befestigen.

    Könnte das klappen?

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Moin.Versuch macht Klug.Es soll ja funktionieren,aber viele verwenden lieber feine Spritzenkanülen zum befestigen,stadt der Zahnstochen,die doch schon etwas größere Löcher reißen.
    Ich habe mich an das Thema leider auch noch nicht rangetraut. :confused_face:

  • Hallo
    Also ich denke einen Versuch ist es wert, wenn du schon sagts das es um das Muttertier schlecht aussieht.

    Grüße Daniel

  • Hallo,

    wenn ich eine Sarcophyton teilen muß binde ich sie immer mit einem Kabelbinder auf einen
    Stein. Habe ich schon oft so gemacht, klappt prima.

    Gruß Holger

  • Hallo allerseits,

    ich danke euch.

    Heute morgen konnte ich das Elend nicht mehr ansehen und habe mich entschlossen, einzugreifen.

    Nachdem ich alles vorbereitet hatte, hab ich versucht, die Sacro aus dem Becken zu heben. Leider war sie schon sehr mitgenommen. Ich habe sie dann direkt unter Wasser in ein kleines Becken gesetzt, damit sie mir nicht völlig auseinanderbricht. Beim ersten Begutachten hat sie sich dann jedoch weitestgehend aufgelöst.

    Das Wasser hat dermaßen gestunken, Schwefelwasserstoff war es aber nicht. Unter dem Fuß war alles schwarz, der Fuß selber schon sehr bröselig. Vom *Hut* waren nur noch einige Randbereiche als normal einzuschätzen. Da sich diese jedoch bei Berührung von selbst ablösten, konnte ich das Skalpell wieder zur Seite legen. Den Stein und die *Mutter* hab ich entsorgt. Die verbleibenen Teile hab ich nicht gespießt, dafür erschienen sie mir zu klein. Sattdessen hab sie sie in ein Glas mit Gestein gegeben, welches im AQ steht, mit ein wenig Strömung. Vielleicht wachsen sie ja an. Mit dieser Methode hab ich bei Scheibenanemonen schon gute Erfahrungen gesammelt. Mal sehen, wie es weitergeht, ich halte euch auf dem Laufenden.

  • Hallo allerseits,

    leider hat meine Entacmaea quadricolor am Anfang der Woche das Zeitliche gesegnet. Beginnend von einer Seite verblaßte sie zusehends. Dann fing sie an, zu wandern und trieb schließlich im Becken. Ich hab sie an eine strömungsabgewandte Stelle gesetzt, wo sie sich auch noch festmachte. Allerdings entfärbte sie sich weiter, hing nur noch *kopfüber* und machte einen einen kranken Eindruck. Am nächsten Morgen war sie tot. Sehr schade, daß ich sie nicht lange bewundern konnte, sie war ein sehr schönes Tier.

    Da ich den Nemos aber ein Zuhause bieten will, (die Quadricolor haben sie nicht angenommen, stattdessen die Röhrenkoralle attackiert, bisweilen auch ziemlich wütend!), habe ich mich für eine Heteractis magnifica entschieden. Zuvor habe ich noch einen großen Brocken LG aus dem Becken entfernt. Zum Einen hat er wohl seine Aufgabe als Starthilfe in der Einfahrzeit erfüllt, zum Anderen war er schon dermaßen mit allerlei niederen Algen bewachsen, daß er nicht nur viel Platz wegnahm, sondern auch eine erhebliche Strömungsbremse war.

    Jetzt sieht das Becken auch gleich viel *luftiger?* aus. Dabei ist mir aufgefallen, daß sich direkt unter der RK Mulm abgesetzt hat. Strömungsmäßig ist da sicher nicht viel zu machen. Evtl. hilft zusätzlicher Besatz? Habe momentan zwei Archaster angulatus und zwei Amblygobius hectori zur Bodenbearbeitung. Was würde wohl noch passen?

  • Hallo allerseits,

    ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten, Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit, Geduld und ein salziges Händchen für eure Pfleglinge.

    Und nicht vergessen, auch an den Feiertagen sind einige Pflichten zu erfüllen :ylol

  • Hallo allerseits,

    auch wenn´s langsam ein Alleinunterhalter-Tröt wird, heute mal ein paar neue Bilder.

    Der *Wurm* (eine Art Seegurke?) sollte eigentlich den Bodengrund zumindest oberflächlich abgrasen, ist aber ein genauso fauler Geselle wie die beiden grabenden Seesterne.

    Evtl. hilft doch nur eine Baggergrundel? Mit SPS hab ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht, und die LPS würde es wohl nicht stören, oder?

    Die Euphyllien und die Gorgonien stehen super.

    Unterhalb der Pavona wächst ein Gebilde, daß ich von der *Bauform* schon mal bei Montis gesehen habe. Weiß jemand, was das ist?

  • Hallo Dirk,

    damit es weniger ein Monolog ist...:

    ja das schwarze ist eine Seegurke: http://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/1085_Holothuria_sp.%2001.htm

    das unter der Pavona sind blättrig wachsende Kalkrotalgen

    und eine Kritik: der Ctenochaetus tominiensis und der Siganus unimaculatus sind leider von der Größe her unpassend für das Becken

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo allerseits,

    schön, daß ihr am Werden meines Beckens teilnehmt.

    Markus, du bist einer der Ersten, die sich in meinem Tröt zu Wort gemeldet haben. Hast den Werdegang von Anfang an verfolgt. Danke für deine Tips.

    Solche Kalkrotalgen hab ich bisher noch nicht gesehen. Wenn die weiter so wächst, wird´s ne Augenweide. Gibt´s da evtl. Konflikte mit der Pavona? Oder stören die sich nicht?

    Die Seegurke hatte ich im Lex nicht gefunden. Sieht aber im Original aus, wie auf deinem Link. Wenn´s klappt, stell ich mal ein Foto ins Lex, sind ja noch nicht so viele.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • So,

    ich hab am Wochenende mal meine UOA getestet. Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß ich mehr Zeit brauchte für meine 25 Liter, als sonst.

    Mitten im laufenden Betrieb hab ich mal zwei Meßbecher drunter gestellt. Nach drei Minuten waren dann 650 ml OW und 1.700 ml Restwasser durch die Anlage durch.

    Macht erstmal ein Verhältnis von 40 : 60, was wohl nicht so schlecht ist. Und pro Stunde komme ich auf eine Leistung von 13 Litern, in zwei Stunden ist mein Kanister für den wöchentlichen WW voll.

    Bei einer so günstigen Anlage kann man sicher keine Höchstleistungen erwarten. Insgesamt bin ich mit Anlage zufrieden.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo,

    heute treibt mich ein lästiges Problem ins Forum. Seit Kurzem habe ich eine Grünalgenplage im Becken. Ich hoffe, ihr könnt auf den Bildern was erkennen. Sie haften sehr gut am Gestein, komplett bekommt man sie nicht abgezupft. Die rabiateste Methode ist bis jetzt eine Reinigung mit der Zahnbürste. Funktioniert aber eigentlich auch nur dann gut, wenn ich den Schlauch zum Absaugen in der Nähe habe. Ansonsten fliegen die Büschel durch´s ganze Becken, setzen die Streamer und leider zunehmend auch die Gorgonien zu. Wenn man die Büschel aus dem Wasser bekommt, fallen die in sich zusammen, wie ein nasser Wattebausch.

    Die Einsiedler gehen da nicht so recht ran und die Turbos weiden wohl auch lieber auf den verbleibenen kahlen Stellen der RK oder an der Scheibe.

    Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen kann? Mit Chemie wollte ich da jetzt noch nicht bei...

  • Wir hatten das vor 2 Jahren auch, allerdings noch heftiger ..... geholfen hat eigentlich nur Einstellung aller Zusätze (auch Balling), kein Wasserwechsel, Beleuchtungsreduzierung, regelmäßiges Absaugen und sehr viel Geduld.

    Viele Korallen haben das nicht überlebt, darunter nahezu alle SPS. Sehr geholfen hat uns dabei auch unser Pfaffenhutseeigel, der die Algen recht zuverlässig verputzt hat. Zwei Seehasen sind uns einfach eingegangen, ohne das sie an die Algen ran gegangen sind. Fische: ging keiner ran !

    Irgendwann nach einem knappen halben Jahr sind die Algen weniger geworden und dann komplett verschwunden, wahrscheinlich als die Nährstoffe aufgebraucht waren.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Hallo Rüdiger,

    danke erstmal für deine schnelle Antwort. Deine Erfahrungen klingen ja fast wie: Stecker rausziehen :angry_face:

    SPS hatte ich versuchsweise mal im Becken, haben sich aber leider nicht gehalten. Also mach ich erstmal ohne SPS weiter. Ich könnte mir aber vorstellen, wenn ich alle Maßnahmen so durchführe, wie du, daß dann die Korallen wie bei dir sehr drunter leiden.

    Für einen kurzfristigen Erfolg werde ich weiter absaugen und abbürsten, zumindest da, wo ich rankomme. Licht könnte ich reduzieren. Blaulicht ist dabei wohl egal, aber auf welche Beleuchtungszeit sollte ich die weißen Lampen runterfahren? Und schrittweise?

    Die Idee mit dem Tripneustes gratilla - Pfaffenhut-Seeigel (ist der doch, oder?) find ich gut. Wieviele könnte man davon einsetzen? Wenn die Algen weg sind, finde ich bestimmt wieder Abnehmer.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo Philipp,

    *kaum Verluste* klingt schon mal gut :winking_face:

    Die Wasserwerte sind alle im grünen Bereich, ich glaube nicht, daß es daran liegt.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Zitat

    Original von ACDC63
    Hallo Philipp,

    *kaum Verluste* klingt schon mal gut :winking_face:

    Die Wasserwerte sind alle im grünen Bereich, ich glaube nicht, daß es daran liegt.

    Das glaubte ich auch .. es mag sein das die Werte keinen konkreten Hinweis geben,
    aber ich denke irgendeine "Störung" muss ja vorliegen.

    Bzw. die Wasserwerte sind ja auch gut, weil die Algen zu 99% die Nähtstoffe aufgenommen
    haben die zu zuviel sind.


    MfG Philipp

  • Hi,
    das selbe hatte ich bei mir auch im Becken über 3-4 Monate. Da waren die Werte auch alle i.O. Ich habe die Algen wöchentlich mit einem Schaschlikspieß entfernt, einfach aufwickeln. Man bekommt so fast alles weg und es schwimmt nichts im Becken umher. Meine 2 Pfaffenhutseeigel, die Einsiedler usw. haben dann den Rest gemacht. Nach 3 Mon. waren Sie veschwunden und die Kalkrotalgen hatten die Oberhand.
    Im Übrigen habe ich auch alle Zusätze weggelassen, wie z. Bsp. Bio- Calzium von TM. Vieles bringt zusätzlich CO² ins Becken, was das Wachstum der Algen noch begünstigt. SPS Hatte ich zu der Zeit ürigens auch im Becken und keine Verluste!
    An der Technik würde ich nichts ändern wenn es vorher gut gelaufen ist, dass kann mehr schaden als nützen.

    VG
    Christian

  • Hallo allerseits,

    nach dem letzten Gärtnern sieht es schon ein bisschen besser aus. Allerdings weis ich auch, daß die Algen nicht lange brauchen, um ihre Biomasse wieder zu verdoppeln.

    Habe versucht, die abgelösten Teile gleich mit abzusaugen. Habe dafür einen großen WW mit 20 % gemacht, sonst reicht die Zeit einfach nicht. Ärgerlich nur, daß sich trotzdem einige Fussel in den Gorgonien verfangen haben...

    Zwei Pfaffenhüte sind bestellt. Ich dachte, zwei kleine sind besser als ein großer.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hi, ich hab die auch noch teilweise drin.
    Die beiden großen Pfaffenhüte fressen sie nur versehentlich, heißt wirklich mögen tun sie sie nicht und in die Ritzen kommen sie nicht dran.

    Ich habe aber letzte Woche zwei Amblygobius phalaena eingesetzt, die knabbern dran rum und fressen sie auch.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hi Adi,

    das hab ich nicht gewußt. Wäre evtl. auch eine Variante. Zumal ich ohnehin noch etwas suche, was mir den Bodengrund umgräbt. Die beiden Amblygobius hectori - Hector's Grundel und zwei Archaster angulatus - Grabender Seestern schaffen das nicht so recht.

    Hatte bisher auf Baggergrundeln verzichtet, weil ich mal hörte, daß die gerne die SPS *zumüllen*. Da ich aber nur Weiche und LPS habe, könnte ich es doch mal versuchen, oder?

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Versuch ein Päärchen zu bekommen, die schwimmen dann auch schön beisammen.

    Da die SPS eher weiter oben stehen, glaube ich nicht, dass sie die zumüllen, die LPS kommen damit anscheinend klar...

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Hallo Dirk und Adi,

    Grundeln die mit dem Bodengrund hoch aufsteigen "müllen" alle Korallen zu, denen ist egal, was es ist. :winking_face:

    Am besten gehen Valenciennea puellaris, die steigen nicht hoch auf.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Dirk und Adi,

    Grundeln die mit dem Bodengrund hoch aufsteigen "müllen" alle Korallen zu, denen ist egal, was es ist. :winking_face:

    das hat ja auch keiner bestritten :grinning_squinting_face:
    nur wenn ich sie so beobachte, so steigen sie vielleicht 10-15cm über den Boden und lassen den Sand dann rausrieseln.
    was ich meinte ist, dass SPS, die weiter oben im Becken angeordnet sind nach meiner Beobachtung bisher eher verschont werden.

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

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