• Ein lustiges Hallo allen! :wink

    Ist schon komisch, genau die Arten von Grundeln, die ihr mir empfohlen habt, sind im *Laden um die Ecke* nicht zu finden. Dafür aber heute reingekommen einige Pärchen Valenciennea strigata - Goldstirn-Schläfergrundel. Ich habe mir gleich im Laden ein Paar reservieren lassen, werde sie aber nach den Infos aus dem MWLex wohl nicht nehmen.

    Zum Einen suche ich ja die Kombination von Bodengrund beackern und Fadenalgen futtern (also die Amblygobius phalaena - Bagger Grundel), und wenn ich die nicht bekommen kann, gefallen mir die Valenciennea wardi - Breitband-Schäfergrundel rein von der Optik (auf den Fotos) noch am Besten. Na mal sehen, welche überhaupt geliefert werden können.

    Habe heute meine Pfaffenhüte abgeholt. Sind schon interessante Tiere! Nun können sie sich erstmal satt futtern! Kein Mitleid den :uzi: Algen!

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Also erstmal habe ich nicht gesagt Stecker rausziehen, das kam von dir :winking_face: Bei uns war das auch DEUTLICH schlimmer, die komplette Rückwand, beide Seitenwände und alle freien Stellen inkl. dem Schacht waren komplett mit dem Zeug zugewachsen. Meine Erfahrung ist, das die Algen irgendwann von alleine weggehen, wenn die Nährstoffe fehlen. Wichtig ist halt: keine zusätzlichen Nährstoffe zugeben nicht die Geduld verlieren und den Schaden minimieren.

    Die Pfaffenhüte gehen schon an die Grünalgen, vor allem wenn nirgends wo Kalkrotalgen mehr zu sehen sind. Zu Ihrer bevorzugten Nahrung gehören die Algen allerdings nicht, das stimmt. Kleine Warnung: Bei einer entsprechenden Größe (unser ist nahezu faustgroß) rumpeln die dir alles um, was nicht fest ist. Unser hatte schon mal einen kompletten Schnellfilter auf dem Rücken, die haben Kraft.

    Wir hatten schon etliche Arten Grundeln im Becken (A. phalaena, V. puellaris, V. strigata) von denen da keine ranging. Auch sämtliche Salarias gingen nicht ran, ebenso Seehasen.

    Viel Glück !

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • @Rüdiger
    Ja, nee, ist schon klar mit dem Stecker :winking_face:

    @all
    Die drei Pfaffenhüte Tripneustes gratilla verrichten jetzt seit zwei Wochen ihre Arbeit. Das sind wirklich sehr interessante Tiere! Dieses Wechselspiel aus Stacheln und Tentakeln ist beeindruckend!

    Eingesetzt habe ich sie zur Algenbekämpfung. Mittlerweile war kaum noch eine (beleuchtete) Stelle frei von diesen grünen, haarigen Algen. Leider verursachen die herumwehenden Büschel Schäden an den Gorgonien. Eine Fächergorgonie hat schon die Hälfte des Gewebes verloren, zeigt zum Glück aber woanders noch ihre Polypen.

    Dort, wo die Seeigel langmarschieren, wächst kein Gras mehr :ylol. Soll heißen: gar nichts mehr. Die Riffkeramik und besonders die Scheiben werden komplett abgenagt. Nicht mal mehr Kalkrotalgen bleiben übrig. Als erstes haben sie die blättrig wachsende Rotalge verspeist, fand ich nicht lustig.

    Leider sind sie keine Augenjäger. So finden sie die restlichen großen Grünalgenkolonien nicht, streifen stattdessen an der Scheibe entlang. Ist wohl ein einfacheres Fortkommen als duch die unebene Rückwand.

    Ich hoffe, daß sie in den nächsten Wochen die Oberhand gewinnen. Ich helfe weiter beim Ernten.

    Beim letzten Wassertest ist mir aufgefallen, daß der PO4 Wert sich auf 0,3 halbiert hat. Kann es sein, daß das mit der Entnahme der Algen aus dem Stoffkreislauf zu tun hat?

  • Hallo allerseits!

    Nun steht das Becken schon ein Jahr. Rückblickend eine sehr spannende und interessante Zeit mit Erfolgen, aber auch Enttäuschungen.

    Zusammenfassend kann ich aus heutiger Sicht sagen, dass ich die Einfahrzeit wohl komplett übersprungen habe. Die RK war sehr lange kaum bewachsen, ein paar Kieselalgen zu Beginn. Das wars. Nach neun Monaten gabs dann eine Grünalgenexplosion. Innerhalb kürzester Zeit war alles überwuchert.

    Warum die Plage mich (so spät) ereilt hat, kann ich nicht genau sagen. Zuviel hab ich seitdem verändert. Ich glaube aber, die Kombination aus zuviel Licht und zuviel Nährstoffen war der Hauptgrund.

    Die Bekämpfung hat lange gedauert, die letzten Reste sind aber kaum noch zu sehen. Eine der wohl wichtigsten Maßnahmen war die Reduzierung der Beleuchtungszeit auf sieben Stunden plus Blaulicht. Weiterhin hab ich einen Phosphatfilter in die Zirkulation der UV-Anlage eingebunden. Der Erfolg dieser Maßnahme war schnell erkennbar. PO4 ist bis jetzt auf 0,03 geblieben. Wichtig war aber auch eine mechanische Filterung. Hatte ich anfangs noch auf mein erlesenes Wissen gebaut, wurde mir schnell klar, dass ich ohne mechanische Filterung nicht weiterkommen würde. Gepaart mit einem OFA ist so ein Filter eine gute Methode, die umherfliegenden Algen und Schwebstoffe aus dem Wasser zu holen, bevor sie irgendwo liegen bleiben und sich zersetzen. Allerdings kam ich ohne tägliche Reinigung in der Tat nicht aus.

    Die eingesetzten Amblygobius phalaena - Bagger Grundeln erwiesen sich als zwei weibliche Tiere. Die kleinere von beiden hat die Flucht nach vorn (oder besser oben) angetreten. Die andere entwickelt sich prächtig, ist stets am Baggern und hält den Bodengrund schön sauber. Auch kann ich bestätigen, dass sie öfter mal an den Fadenalgen geknabbert hat. Sie steigt bei mir wirklich nicht sehr hoch auf. Es war die richtige Entscheidung, obwohl ich andere Grundeln damals hübscher fand.

    Tja, und dann waren da noch die Tripneustes gratilla - Pfaffenhut-Seeigel. Auf glatten Flächen echte Freßmaschinen, in der strukturierten RK haben sie sich jedoch nicht so gerne aufgehalten. Aber genau da waren die Fadenalgen. Die Scheiben hätt ich auch alleine putzen können. Dazu haben sie mir sämtliche erreichbaren Kalkrotalgen abgefressen. Durch ihre Körpergröße sind sie glücklicherweise nicht in die Scheibenecken gekommen. Dort sind noch Kolonien verblieben. Ich hoffe, die reichen für eine Neubesiedlung der restlichen Flächen aus.

    Einen wirklichen Freßfeind hatte ich mit Dolabella auricularia – Seehase gefunden. Der hat alles weggeputzt, bis in die kleinste Ritze. Leider hat er sich vor Kurzem hinter einem Eheim-Bogen verklemmt und ist eingegangen.

    Da sich die Turboschnecken immer recht schnell verabschiedet hatten, bin ich auf Astralium sp. – Sternschnecke/Turbanschnecke umgestiegen. Die fressen ebenso gut, sind aber (bei mir) wesentlich haltbarer.

    Ansonsten mach ich nach wie vor 10 % WW wöchentlich, Ausgleich mit Balling light. Kalkwasser gebe ich täglich zu.

    Die tägliche Dosis Aminos habe ich jetzt erstmal abgesetzt. Wegen erhöhter Stickstoffwerte hab ich mal eine Ampulle Probio Bio Digest Bakterien zugegeben. Ammoniak ist schon vermindert, Nitrit und Nitrat folgen (hoffentlich) später.

    Zurückblickend ist mir die Algenplage ziemlich auf die Nerven gegangen. DAS war nun nicht das Becken, dass ich haben wollte. Wie war das noch mit dem *Ellen Thaler Aquarium*, Klaus? Nun, da die Aussichten wieder besser geworden sind, geht’s auch vor der Scheibe wieder aufwärts!

    Es ist schon spannend, beim ersten Mal…

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Ja Thorsten, mich auch.

    Schön, wenn die Geduld belohnt wird.

    Mich beschäftigt noch die Frage mit den Aminos. Die Hineingabe hat wohl abends den größten Effekt. Werden die denn so schnell verstoffwechselt oder so schnell von den Korallen aufgenommen? Im letzteren Falle wären die Korallen schneller als die Baks. Dann könnte ich die Aminos doch weiter geben, oder?

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo allerseits!

    Ich wünsche allen Lesern und Schreibern ein besinnliches Weihnachtsfest! :weihnacht:

    Erstaunlicherweise hat der Weihnachtsmann mal wieder genau gewusst, was ich mir für mein Aquarium wünsche :winking_face:

    Es gab eine regelbare Tunze 6105. Große Freude! Den Controller hab ich von Stefan Z schon im Oktober zu einem fairen Preis bekommen.
    Danke nochmals, Stefan :thup . Kann ihn nun endlich ausprobieren.

    Mein Ziel ist der Ersatz mindestens einer Tunze 6045 und die annähernde Simulation einer wechselnden und/oder turbulenten Strömung. Hin- und herwogende Korallen, wie bei einer Wavebox wären schön. Nur eben kommt DAS Teil bei mir nicht ins Becken.

    Im Moment hab ich die Pumpen an den Seitenscheiben angebracht, Ausrichtung zur Wasseroberfläche. Rechts läuft die 6045 mit konstant 4.500 Litern (ich glaube allerdings, soviel bringt die nicht mehr). Links die 6105, auf Pulsbetrieb zwischen kleinster Einstellung (wohl bei 3.000 Liter) und halber Kraft (6 bis 7.000 Liter). Die Pulsfrequenz hab ich auf 1 Sekunde eingestellt.

    Auf jeden Fall gefällt mir die Strömung im Becken schon besser. Aber ich werde wohl noch ein bisschen rumexperimentieren müssen. Evtl. habt ihr noch eine andere Idee? Sollte ich die Pulsfrequenz ändern?

    Frohe Weihnachten.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • ... man kauft sich eine Schnecke :winking_face:

    Im Frühjahr hab ich mir einige Astralium sp. Sternschnecken als Algenfresser gekauft. Bei einer hatte ich mich über den eigenartigen Gehäusewuchs gewundert. Da ich sie bisher nur von oben gesehen hatte, vermutete ich eine Art Mißbildung des Gehäuses.

    Jetzt, da sie an der Scheibe saß, konnte ich eine kleine Muschel entdecken, die auf dem Schneckenhaus festgewachsen ist. Mal sehen, wie sie sich weiterentwickelt.

    Sachen gibts.....

  • Hallo allerseits!

    Vor einiger Zeit war mir aufgefallen, daß meine Holothuria atra - Schwarze Seegurke nicht mehr, wie sonst üblich, schmuddelig grau durchs Becken zog, sondern wunderbar samtschwarz förmlich erstrahlte.

    Richtig erklären konnte ich mir das nicht.

    Nun bin ich dem Rätsel aber auf die Spur gekommen. Ich konnte beobachten, wie sich die Seegurke ihrer grauen Pelle entledigte. Ich vermute, daß das keine Häutung war, sondern eher eine Schleimschicht mitsamt den Ablagerungen abgestoßen wird. Das Ganze hat auch nicht lange gedauert.

    Leider hält die schöne Farbe nicht lange, weil sich der feine Sand relativ schnell wieder auf der Gurke absetzt.

    Übrigens ist die Gute vollgefressen um die 25 cm lang.

    Anbei mal ein paar Fotos.

  • Hallo allerseits!

    Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder ein paar Bilder zusammengestellt.

    Die Fotoqualität bitte ich zu entschuldigen, besser bekomme ich das nicht hin.

    Die Gesamtansicht ist von November, ein aktuelles hab ich im Moment nicht. Ein Großteil der auf dem Boden stehenden Weichkorallen ist abgegeben, sodaß jetzt wieder mehr Platz im Becken ist. Außerdem ist der Stein mitsamt Anemone umgezogen, hier gibts demnächst was Neues.

  • Hallo allerseits!

    Ich hab mir nochmal das Freßverhalten meiner Holothuria atra Seegurke angesehen. Sie nimmt doch eher ihr Futter von der Bodenoberfläche auf. Somit ist die Oberfläche auch gut gesäubert, so solls sein. Die Baggergrundel Amblygobius phalaena geht noch etwas tiefer.

    Aber was ist mit den darunterliegenden Schichten?

    Nun hab ich gelesen, daß Schnecken der Gattung Nassarius im Bodengrund fressen und diesen so umschichten. Stimmt das? Dann wäre die Wahrscheinlichkeit, daß sich dort irgendwelche Drecknester bilden, wohl geringer. Auch, wenn der Boden nur vier bis fünf cm dick ist.

    Was meint ihr? Nassarius einsetzen, oder gibts eine bessere alte Naive?

    Danke euch im Voraus!


    P.S. Hat mal jemand oben geguckt, ist das eine Caulastrea (Bild 9816)?

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

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