• Hallo,
    hab Daniel Knop zwar erreicht, er konnte mir am Telefon auf die schnelle net weiterhelfen, war auch e bissl kurz angebunden(war grad in ner kreativen Phase), warte jetzt auf ne Antwort per mail.
    Beni hält keine Zwerge mehr,er meinte es wäre ihm zu aufwendig
    von den Ponys die er Import hat, hab ich bis jetzt nur noch ein Halter ausfindig machen können der seinen Bestand halten konnte.

    liebe Grüße aus Sinsheim, Boris Rath

  • Hab inzwischen ne Antwort bekommen,ergab aber keine neuen Erkenntnisse er erwähnte nur seine Strategien welche er in seinem Band "Florida-Zwergseepferdchen im Meerwasseraquarium" schon erwähnte -Haltung im sterilen Becken mit täglicher Reinigung oder bei der Haltung in naturnah eingerichteten Becken bei einem vermehrtem Auftreten von Hydroiden das Beken gründlich zu reinigen oder besser noch neu einzurichten und nur die Ponys zu übernehmen(und sich schon mal mental auf die Rückkehr der Hydroiden einstellen) er empfiehlt aus diesem Grund au Wechselbecken zum ausweichen.

    Mal was ganz anderes, was haltet ihr von Miracle oder Mineral Mud(beides Schlammfiltersubstrat) für die Pferdekoppel?
    Hätte eine schöne dunkle und natürliche Farbe.Hab nur bedenken da das Substrat sehr fein ist und die Ponys es beim einsaugen ihrer Beute mit aufnehmen könnten.

    Liebe Grüße aus Sinsheim, Boris Rath

  • Zitat

    Original von Boris R.
    Hab nur bedenken da das Substrat sehr fein ist und die Ponys es beim einsaugen ihrer Beute mit aufnehmen könnten.

    Hallo Boris,
    da kann ich dich beruhigen. In meiner Pferdekoppel hab ich Putzsand als Bodengrund mit einer Körnung von 0,1 bis 1 mm, und zusätzlich verschlammtes Substrat aus dem Mangrovenbecken eingebracht wegen der Bodenbakterien.

    Wenn die Ponies daran ersticken würden, wären sie auch in der freien Wildbahn schon ausgestorben.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Dass Daniel Knop nix Neues sagt überrascht mich nicht :smiling_face:

  • Danke für die Antwort.Dann werd ich mal ein Becken mit Mineral Mud einfahrn, hab noch en Pot zu Haus.

    Liebe Grüße aus Sinsheim, Boris Rath

    PS:Fragen kostet ja nix und neue Erkenntnisse könne schließlich zu jeder Zeit an jedem Tag erlangt werden(au wenn es leider nicht so war), ein Versuch wars wert.

  • Hallo ihr Lieben,

    nachdem's bisher niemand gemacht hat, schreib ich die gute Nachricht hier in diesen Thread: Es gibt in D wieder Zostera-Ponies aus einem geglückten Import!

    Mane hat's schon in einem anderen Beitrag erwähnt, ebenso, dass die Tiere vorerst nur zur Zucht verwendet werden. Abgaben der Importtiere an Private sind auf wenige Ausnahmen beschränkt.

    Ich hab mich interessehalber auch angemeldet, um meinen Stamm ein wenig aufzufrischen. Aber außer einer netten Antwort mit Vertröstung auf Nachzuchttiere hab ich bislang nichts bekommen.

    Grundsätzlich wär ich vor allem interessiert an einem Tausch Stuten gegen Hengste - ich hab derzeit einen Männerüberschuss.

    Allerdings scheint einer der Jungspunde vom April bereits schwanger zu sein. Wenn's wirklich was wird (auch mit der Aufzucht), dann wart ich mal auf das dann bestehende Geschlechterverhältnis. Die adulten Hengste sind zum Teil schon eineinhalb Jahre alt. Ihnen möcht ich eine weite Reise nicht zumuten, außerdem sind sie wahrscheinlich nimmer sehr produktiv (was sich ja leider auch in meiner Koppel zeigt).

    Jedenfalls bin ich zuversichtlich, dass es mit den Nachzuchten aus dem aktuellen Import bald wieder genügend Zostera-Pferdchen gíbt, um die gegenwärtig starke Nachfrage zu decken und dann hoffentlich auch den Bestand in D und A zu sichern.

    Liebe Grüße
    Linda

  • moin, linda

    nur mal so an rande, ich freue mich immer wieder enorm über becken, in denen die tiere artgerecht und nicht in sterilen becken mit plastikpflanzen etc gehalten werden :thup :thup :thup

    mfg
    michael

  • Na, was glaubst du, Rübezahl, wie ich mich erst freu :smiling_face:

    Die naturnahe Haltung war mir immer ein Anliegen, und im Lauf der Jahre hab ich auch ein bissl dazugelernt. Ich mag's nicht verschreien: Die Pferdekoppel ist flohkrebsfrei, und die Hydroiden sind auch auf einen Level zurückgegangen, wo ich mich freu, wenn ich mal ein Meduserl seh :winking_face:

    Es ist halt immer ein Risiko, wenn man z.B neue Pflanzen einbringt so wie ich vor kurzem Bryopsis-Algen für die Elysia, die demnächst in die Pferdekoppel übersiedeln soll. Das ist Nervenkitzel par excellence und geht nur mit täglichen Süßwasserbädern über eine Woche und genauer Kontrolle der Buschen von allen Seiten.

    Oder wenn man glaubt, das selber gezogene Futter ist eh sauber. In meinen Moina-Zuchtwanndln im Garten hab ich vor ein paar Tagen einen Kübel Flohkrebse gigantischer Größe geerntet. Darüber freuen sich jetzt die Schlammspringer, und ich bin froh, dass ich die Moinas erstens immer vom oberen Bereich nahe der Wasseroberfläche abgefischt hab und sie zweitens nicht unmittelbar verfüttert hab, sondern nur gesiebt. Flohkrebskinder sind damit nicht ins Becken gekommen, und adulte Gammarus hätt ich sowieso bemerkt.

    Wir haben hier schon eine Menge Know how gesammelt, sodass die Haltung der Ponies an sich wirklich keine Hexerei mehr sein muss. Angi hat's schon früher mal erwähnt.

    Danke jedenfalls für das nette Feedback :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Huhu Linda,

    ich drücke fest die Daumen, damit Dein Hengsterl doch nochmal Vaterfreuden entgegen schaut. Könnte biologisch hinhauen. Mein ehemaliger Methusalem wurde mit über 3 nochmal Vater. Also ich drücke auf jeden Fall die Daumen.

    Es ist eine jedenfalls Augenweide, Zosterae in naturnahen Aquas zu sehen. Danke für das schöne Bild!

    Wenn ich das sehe, werde ich ganz sehnsüchtig (wer es nicht mitbekommen hat, ich musste meine Tiere krankheitsbedingt kurzfristig abgeben) und mein Entschluss steht immer mehr fest, dass ich auch wieder welche pflegen möchte. Und wenn, dann auch wieder ein naturnahes Becken mit strengster Invasorenkontrolle und Makroalgen-Quarantäne.

    lg nach Österreich und an alle Zwergerl Fans!

  • Hallo zusammen

    Kann dem nur zustimmen, ich finde es eine tolle Sache Aquarien naturgerecht und dann noch mit solchen Zwergen zu gestalten.

    Linda
    Hatte dir ja schon im Austria Forum geschrieben das ich ein Karibikartenbecken an den Start bringe. Es ist ein 125 Liter Würfel. Was meinst du, hätte ich da eine Chance die Pferde durch zu bringen? Oder ist bei der Größe schon unmöglich die Futterdichte aufrecht zu halten. Leider habe ich da auch schon eine Menge Flohkrebse und Asseln im Aquarium, eher wohl nicht so gut?

    Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
    Ich entscheide mich für den Mut.

    Gruß Harald

  • Hallo Harald,

    die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, ich beantworte sie aber trotzdem.

    In einem normalen Aquarium mit Lebendgestein, Kleingetier und sonstigen Bewohnern haben Zosterae keinerlei Überlebenschance!

    Für Gammarus sind die Zwerge willkommenes Futter, auch die allerkleinste Glasrose würde dutzende von den kleinen Ponies verspeisen oder lebensgefährlich verletzen und die Pumpen würden den Rest erledigen. Das wäre vermutlich eine Frage von wenigen Stunden bis eine kleine Herde weg wäre...

    Nein, wenn man Zwergseepferdchen halten willl, muss man das Aquarium komplett auf die Bedürfnisse der Zwerge ausrichten. Mögen 90 Prozent oder 95 noch für große Seepferdchenarten tolerierbar sein, bei den Zwergen müssen es einfach 100 Prozent sein, alles andere ist tödlich.

  • Hallo Harald,

    ich schließ mich Angi an, möcht aber noch eine Kleinigkeit ergänzen ...

    Die oft beschworene hohe Futterdichte halt ich für eine zweischneidige Geschichte: Ja, wenn sich in einem naturnahen Becken jede Menge für die Ponies essbares benthisches Kleinzeug (Copepoden, Asseln, tropische Mysis) tummelt, ist das prima.

    Ist man auf Zufütterung angewiesen und verwendet dafür auch noch Artemianauplien, erhöht eine hohe Futterdichte zuerst einmal die Keimzahl und ist Garant für Infektionen wie z.B. Vibrio.

    Aus diesem Blickwinkel ist auch die Aquariengröße zu sehen. 125 Liter sind super, solang die Biologie funktioniert, willkommene Mitbewohner gute Bedingungen vorfinden, unerwünschte Mitbewohner ausgeschlossen sind und die Pferdchenpopulation gering ist, sodass nur wenig (am Besten gar nix) zugefüttert werden muss.

    In allen anderen Fällen stimm ich Alisa Wagner Abbott und Daniel Knop zu, die für die Seegrasponies eher kleine Behältnisse überwiegend mit karger Einrichtung empfehlen. Da ist die Sauberhaltung einfacher.

    Diese Variante ist halt meine Sache weniger, allerdings muss ich zugeben, dass meine Pferdchenkoppel keine Bestandskontrolle zulässt. Sehr selten kommt es vor, dass ich alle Ponies zugleich entdecke. Aber es ist halt ein Gesellschaftsaquarium mit ausgewählten Mitbewohnern und in diesem Sinn eine Quelle der Freude :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von Linda

    Die oft beschworene hohe Futterdichte halt ich für eine zweischneidige Geschichte: Ja, wenn sich in einem naturnahen Becken jede Menge für die Ponies essbares benthisches Kleinzeug (Copepoden, Asseln, tropische Mysis) tummelt, ist das prima.

    Ist man auf Zufütterung angewiesen und verwendet dafür auch noch Artemianauplien, erhöht eine hohe Futterdichte zuerst einmal die Keimzahl und ist Garant für Infektionen wie z.B. Vibrio.

    Das würde ich sofort auch unterschreiben!

  • Zitat

    Original von angi
    ich drücke fest die Daumen, damit Dein Hengsterl doch nochmal Vaterfreuden entgegen schaut. Könnte biologisch hinhauen. Mein ehemaliger Methusalem wurde mit über 3 nochmal Vater. Also ich drücke auf jeden Fall die Daumen.


    Liebe Angi,

    dein Methusalem war wirklich was Besonderes! Irgendwie hat er mich an meinen Campino erinnert, der ja auch recht alt geworden ist. Aber mehr als 3 Jahre sind schon außergewöhnlich, und dann noch die Strapazen einer Schwangerschaft in diesem Alter...

    Übrigens: Gestern hab ich noch geglaubt, dass ich mich getäuscht hab, weil der orangerote Schimmer im Brutbeutel meines Youngsters nicht mehr zu sehen war.

    Aber jetzt grad eben hab ich's weiß mit schwarzen Punkterln durscheinen gesehen. Das gleich geknipste Foto zeigt's leider nicht wirklich, aber ich freu mich, dass es scheinbar doch was wird mit dem erhofften Nachwuchs.

    Der zweite Knirps im Hintergrund ist auch im Strudel der Hormone und balzt fast den ganzen lieben Tag.

    Ja, die Saison hat wieder begonnen =)

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda, Hallo Angi

    Vielen lieben Dank für die Antworten. Hatte es mir schon gedacht, schade. :frowning_face: Aber besser jetzt nachgefragt als später durch solche Fehler die Tiere zu verlieren.

    Marine Nachzucht ist eine Chance, wenn man den Mut aufbringt sie zu nutzen.
    Ich entscheide mich für den Mut.

    Gruß Harald

  • Ja, Harald,

    das stimmt schon. Trotzdem ist es schade, denn bei dir hätt ich ein gutes Gefühl was die Haltung der Ponies angeht.

    Es muss ja doch mehr Leute geben, die die Seezwergerln für die heimischen Aquarien erhalten. Importe werden zunehmend schwieriger, außerdem kann's ja nicht Sinn und Zweck sein, Fische aus der Natur zu entnehmen, wenn die Nachzucht nicht schwierig ist.

    Na vielleicht ergibt sich doch noch was in naher Zukunft.

    Das hofft
    Linda

    PS: Ein Ponybecken mit totem, Riffgestein, Bakterienstarter und ein bissl Grünzeug einzurichten ist keine Hexerei. Jedenfalls viel weniger als Azoogorgonien auf Dauer bei Laune zu halten =)

  • Zitat

    Original von Linda
    ... ich freu mich, dass es scheinbar doch was wird mit dem erhofften Nachwuchs.

    4 Stück sind's geworden :smiling_face: Nicht viel, aber für den ersten Wurf des Jungspunds nicht schlecht. Drei hab ich gleich gesehen und absaugen können, das vierte Fohlen hab ich erst am Abend entdeckt. Das lass ich vorderhand bei den Großen.

    Ich bin gespannt, wieviele Würfe noch folgen werden bis zum Winter und ob auch die Methusalems noch mal Lust kriegen auf Nachwuchs. Angis Old Boy hat ihnen die Latte hoch gelegt :smiling_face:

    Gute Nacht!
    Linda

  • Zitat

    Angis Old Boy hat ihnen die Latte hoch gelegt

    Den Satz melde ich jetzt den Mods! :ylol

    Viel Erfolg mit deinen Hüpferlingen!

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Danke, ihr Lieben! :smiling_face:

    Ich freu mich sehr und bin auch froh, dass ich eine naturnah eingerichtete Faunabox parat hab, in der sich viele kleine Copepoden tummeln sowie ein paar Schnecken und Feuerborstenwürmer.

    So brauch ich die Babies bis auf weiteres nicht extra zu füttern, sondern bloß alle paar Tage in bissl grüne Suppe reinzuleeren und ein bissl Krillgranulat.

    Die drei kleinen Musketiere haben sich im Becken verteilt und grasen die Algen nach Kleinzeug ab. Das vierte Fohlen in der Pferdekoppel hab ich in der Früh auch gesehen, also ist bis jetzt alles paletti.

    Ja, und dann hab ich heute ein eindrucksvolles Foto geknipst von der Gesellschaft in der Pferdekoppel: An der Frontscheibe sind einander mein größter Clibanarius tricolor und der junge Papa begegnet. Schaut wild aus, gell, aber die Blaubeine sind äußerst friedlich und tun den Ponies nix.

    Einen schönen Tag wünscht euch
    Linda

    PS: Die Faunabox dürft ich, glaub ich, gar net ins Netz stellen - so wie die ausschaut :smiling_face:

  • Hallo liebe Linda,
    Glückwunsch meinerseits :thup, Du wirst das Kind(besser die Kinder) schon schaukeln!

    Liebe Grüße aus Sinsheim, Boris
    ach ja ich weiß gar net was Du hast, die Fauna Box sieht doch schön aus

    2 Mal editiert, zuletzt von Boris R. (30. August 2012 um 00:25)

  • Zitat

    ach ja ich weiß gar net was Du hast, die Fauna Box sieht doch schön aus


    Hallo Boris,

    danke für die Blumen. Ich hab das Bild mit der Totale gewählt, damit man die Gammelstellen nicht so deutlich sieht :smiling_face:

    Wie sieht's bei dir aus mit Ponies?

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Die beiliegenden Fotos hab ich jetzt noch angehängt. Das Fohlen in der Koppel beginnt sich schon umzufärben. Dass ich's entdeckt hab ist fast ein Wunder. Dass man's zumindest schemenhaft erkennen kann, auch. Die Kamera tut sich genauso schwer mit dem Fokussieren wie ich :smiling_face:

  • So weit, so gut....

    Alle Vorbereitungen sind getroffen(Becken/Futter....)

    und die Ponies ziehen bestimmt au bald ein :winking_face:

  • Hallo ich wollte mich auch mal wieder melden.

    Ich bin in diesem Sommer nicht sehr vorangekommen. Bin seit Juli krank und und konnte mich nicht bewegen geschweige denn mich um meine Kulturen kümmern.

    So gab es bei mir einen derben Rückschlag und fast alle meiner Phyto- und Copepodenkulturen sind
    über den Jordan gegangen.
    Ich kann nur langsam wieder anfangen und muß mir erst alles wieder neu besorgen und einrichten.

    Aber jetzt wo ich zumindest mal wieder vor dem PC sitzen kann lese ich Eure Beiträge mit großer Freude.
    Ich drücke die Daumen Linda!

    Liebe Grüße !

    Anke

  • Hallo,
    ich kann jetzt zosterae-Nachzuchten bekommen und könnte noch den einen oder anderen Mitbesteller brauchen.
    Dann würde ich die Tiere selbst abholen und sie aussuchen. Wer Interesse hat, bitte bezüglich Konditionen per PN Kontakt mit mir aufnehmen.

    Leider sind meine eigenen Zwerge zur Zeit nicht produktiv und durch einen technischen Defekt habe ich von ursprünglich 11 Tieren nur noch 2 Paare behalten. Die Tränen standen mir in den Augen. Jetzt will ich diese Chance nutzen.
    Wer macht mit?

    Gruß Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo,

    habe nun auch eine eigene Ranch eröffnet.

    Auf den Bildern seht ihr ein Prachtexemplar meiner H. zosterae Gruppe.

    Werde die Herde zunächst in einem sterilen Quarantäne Becken halten, auch wenn dies von einzelnen Lesern hier im Forum abgelehnt wird. Die Erfahrungen, die andere Züchter in diesem Thread gepostet haben und Erfahrungsberichte aus dem amerikanischen Raum, haben mich dazu bewogen, zunächst kein übermäßiges Risiko einzugehen und zu versuchen, die Population zu stabilisieren.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen bedanken, die auch ihre negativen Erfahrungen trotz aller Anfeindungen freimütig der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Ich hoffe, einige Fehler vermeiden und meinen Pferdchen damit etwas mehr Sicherheit bieten zu können.

    Das Fernziel bleibt natürlich eine naturnähere Haltung, wie Linda sie praktiziert. Dazu gehören aber auch Algen, die keine Fressfeinde oder Parasiten einschleppen. Diese heranzuziehen, bedeutet vermutlich ebenfalls noch einigen Aufwand und benötigt mehr Zeit. Daher habe ich mir Zwischenziele gesteckt, die etwas weniger ehrgeizig sind.

    MfG

    Knut

  • Hallo Knut,
    gratuliere zum zosterae-Bestand. Ein schönes kräfiges Seepferdchen. Viel Glück mit der für mich sehr sinnvoll klingenden Aquarienstrategie. Bitte auf dem Laufenden halten.

    Herzliche Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Knut, da schließe ich mich an! Auch von mir viel Glück mit den Tieren.

    Ich habe heute in einer meiner Futterkulturen das da gefunden.
    sind das Hydroiden?
    Habe die noch nie live gesehen...
    ABer egal was es ist, es schwimmt jetzt im Mülleimer. :yrf

  • Hallo Knut,

    schöne Fotos von einem prächtigen Tier hast du da gepostet!

    Ich freu mich mit dir über dein Gestüt und find wie Elena, dass dein Haltungskonzept Hand und Fuß hat. Die Fernhaltung von ungebetenen Gästen ist tatsächlich eine Sisyphusarbeit, also hat die Bestandssicherung mit steriler Haltung als erste Priorität schon Sinn.

    Bin gespannt auf deine ersten Fohlen!

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von Anke
    Ich habe heute in einer meiner Futterkulturen das da gefunden.
    sind das Hydroiden?
    Habe die noch nie live gesehen...
    ABer egal was es ist, es schwimmt jetzt im Mülleimer. :yrf


    Hallo Anke, willkommen im Club :smiling_face:

    Egal, ob Hydroiden oder Gammarus: Das hebt den Blutdruck und den Adrenalinspiegel. Saubere Futterzuchten sind schon mindestens die halbe Miete.

    Aber ein schönes Foto hast du da geknipst. Solche Hydroiden hatte ich bisher noch nicht.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    in der herbstlichen Deprizeit ist ein bisschen Adrenalin ja vielleicht gar nicht so schlecht... :winking_face:

    Aber im Ernst man schaut jedes Mal mit einem flauen Gefühl in die Gläser.
    Gestern habe ich beim Fachhändler schöne große Tisben bekommen, ich habe gestaunt um diese Zeit
    war sonst immer gähnende Leere im Futterkühlschrank.
    Habe mich gleich eingedeckt und die nächste Ration angesetzt.

    In meinem Becken habe ich momentan das Gefühl die Glasrosen explodieren. Je mehr ich wegspritze umso mehr sind ein paar Tage später wieder da. :yrf
    Früher hatte ich nicht eine, nach der ersten Bekämpfungsaktion gings dann los. :weinen:
    Aber das wird einen wohl auf Dauer begleiten.

    Leider mußte ich nach einer schlaflosen Nacht Elenas Angebot ablehnen, ich habe das Gefühl immer noch zuwenig Zoo zur Verfügung zu haben.
    Mir fehlt da auch die Erfahrung wieviel 4 Pferdchen wirklich verdrücken, daher will ich lieber zuviel anzüchten als zuwenig.

    Allerdings bin ich mit der Entwicklung des Beckens an sich ganz zufrieden. Wenn ich denn doch mal meine Brille aufsetze sehe ich es in den Algen ordentlich rumwuseln was mich und meine kleine Mini-Blaustreifenseenadel, die derzeit darin wohnt offensichtlich sehr freut.
    Die ist rund und fett.
    Hauptsächlich sind es aber kleine Isopoden, weniger Tisben.

    Heute will ich noch ein 13-Liter-Becken mit Bodengrund, Makroalgen und Tisben ansetzen.

    Und dann hoffe ich bald auf ein paar Bilder von Elenas neuen Schätzen. :zwinck:

    Liebe Grüße !

    Anke

    Einmal editiert, zuletzt von Anke (5. Oktober 2012 um 09:09)

  • Hallo Anke,

    dass du Tisben im stationären Handel bekommst ist wahrlich einm Glück! Bei uns in Wien gibt's bestenfalls die großen calanoiden Copepoden, die die erwachsenen Ponies zwar nicht rasend gern essen, aber als Abwechslung taugen sie doch. Sie sind halt nach dem, was ich bisher gelernt hab, indoor nicht wirklich produktiv zu züchten, aber sie sind wenigstens halbwegs regelmäßig zu haben.

    Wenn du dir 4 Pferdchen kaufst, wirst du hinsichtlich des Futterbedarfs ohnehin auch Nachwuchs mit einkalkulieren müssen. Und da steigt der Bedarf dann exponentiell.

    Aber du und ein paar andere Seegrasponyfreunde aus meinem Beklanntenkreis gehen derart gut vorbereitet an die Sache heran, dass ich mir um den Erfolg keine Sorgen mach.

    Ich selber bin nah dran aufzugeben :frowning_face:

    Die kleine Stute vom letzten Wurf ist am vergangegen Wochenende plötzlich gestorben, nachdem sie irgendetwas gegessen hatte, was ihr nicht gut getan hat. Ich hatte das Gefühl, sie wollte es ausspucken, hat das aber nicht geschafft und ist eine halbe Stunde später tot in der Caulerpa gehangen.

    Aber damit nicht genug. In der Pferdekoppel hab ich kürzlich wieder einen Flohkrebs entdeckt, außerdem haben sich Turbellarien breitgemacht (die in der Menge auch nicht gesund sind für die anderen Beckenbewohner), und seit ein paar Tagen seh ich winzige Hydroidmedusen an den Scheiben und an der Federcaulerpa, die nichts mit den bekannten Cladonemas zu tun haben. Sie sind kleiner, max. 1 mm, und haben unregelmäßige Fangarme. Aber sie sind extrem vermehrungsfreudig, also finden sich in dem Becken offenbar keine Fressfeinde für diese Art. Absaugen ist auf Dauer keine Lösung.

    Ich bin sehr frustriert und hab mich entschlossen, die letzte verbliebene Stute und den Junghengst vom Frühjahr in ein neues Becken zu übersiedeln, das ich nach der Methode der früheren Faunaboxen (ohne Bodengrund, beflanzt mit Caulerpa, einrichten werde - wobei ich die Algen aber vorher mit Methylenblau desinfizieren möchte.

    Wenn dann kein Nachwuchs kommt oder auch dieser Stute etwas zustößt, dann reih ich mich ein in die große Gruppe derer, die sich zwar bemüht haben, aber auf Dauer gesehen letztlich gescheitert sind.

    Kommt doch Nachwuchs, dann bin ich guter Hoffnung, später auch weitere Tiere zum Einkreuzen zu bekommen. Im Augenblick tut sich ja einiges in der Seegraswiese, und ich hoff, dass das eine Zeit lang so bleibt.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Liebe Linda,

    das hört sich ja sehr verzweifelt an. Was meinst Du, wie es mir vor 10 Tagen ging, als ich mogens 7 erwachsene Zwergseepferdchen erstickt vom Boden auflesen durfte, nur weil die Elektrofirma vorher keine Zeit hatte, die sich schon ankündigenden, bis dahin häufigen, jedoch kurzen Stromausfälle zu bearbeiten. Das nach einem Auftrag, der viele Wochen vorher erteilt wurde.

    Dann fiel der Strom Sonntag Abend um 20:30 Uhr aus und am nächsten Morgen 8 Uhr hatte die Firma Zeit. Zu spät für diese und weitere Tiere. Zum Glück haben 4 Zwerge und weit mehr als 90% der Tiere diesen Stromausfall gut überstanden. Das ist für mich ein Wunder.

    Ich will Dir damit sagen, dass es zu schade wäre, wenn Du den Seepferdchen Deine Liebe nicht mehr geben würdest. Sie haben es so gut bei Dir.

    Viel Mut und Glück !!!

    Herzliche Grüße
    Elena

    PS: Fotos wird es auch geben - genau so wie von den Hippocampus erectus, die ich nun auch hier habe.

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Na ja, liebe Elena,

    natürlich kann ich mir vorstellen, wie's dir nach dem Stromausfall gegangen ist. Ein schrecklicher Gedanke!

    Was mich angeht: Die - wie ich dir geschrieben habe - schon lang bestellt gewesenen Ponies sind angeblich wegen des Tags der Deutschen Einheit (Mittwoch!?) vom Transporteur am Montag nicht übernommen worden. Deshalb hab ich die Bestellung dann gleich storniert, denn das halt ich im Zusammenhang mit dem tags zuvor erfolgten Tod der kleinen Stute für einen Wink des Schicksals.

    Ich plag mich ja schon länger mit dem Erkennen sehr kleiner Dinge, die Futterzuchten und die genauer Beobachtung der Kleinzeugfauna im Becken werden zunehmend mühsamer.

    Ja, wenn ich das Gefühl bekomm, dass auch aus meinem kleinen vorhandenen Bestand wieder was wird, sieht die Sache anders aus. Aber bloß durch den Zukauf weiterer Tiere den Bestand zu retten ist meine Sache nicht.

    Bei dir war's ein gröberer Unfall. Das ist schlimm, aber doch was Anderes als wenn sich ein Haltungskonzept schllussendlich als auf Dauer nicht brauchbar erweist.

    Die Tiere - nur um sie zu besitzen und zu vermehren - in weitgehend sterilen Aquarien zu halten ist für mich keine Lösung.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Methylenblau ist bei uns nur mehr schwer zu bekommen. Ich glaub aber, dass KMnO4 als Mittel gegen Hydroiden und Plattwürmer für die Caulerpasprosse auch geeignet ist. Wie siehst du das?

  • Liebe Linda,

    ich bewundere Dich, wie Du das überhaupt so gut schaffst. Und wie in einem Garten, muss vielleicht - bildlich gesehen - das Becken einmal umgegraben werden, damit die erwünschten Erfolge kommen. Dies wünsche ich Dir von Herzen, denn ich sehe doch, dass Du es mit viel Liebe machst.

    Herzliche Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Linda,
    du darfst nicht aufgeben, nicht Du.............:weinen:
    Du bist die, die am längsten die Kleinen erfolgreich in naturnah eingerichteten Becken hält(hab ich dir ja schonmal gesagt). Rückschläge gibt es immer mal, man darf sich nur nicht entmutigen lassen.
    Liebe Grüße aus Sinsheim, Boris

  • Hallo Elena und Boris,

    lange war ich überzeugt, dass man der Natur ihren Lauf lassen kann, solange sich ein Gleichgewicht einrichten lässt zwischen 'Plagegeistern' und Fressfeinden, die ihrer ungebremsten Vermehrung Einhalt gebieten ohne die kleinen Pferdchen und ihren Nachwuchs zu gefährden.

    Das ist bei den Cladonema-Hydroiden (die ja meist das Hauptproblem bei der Haltung von Seegrasponies sind) gut gelungen mit den kleinen Asterinas.

    Für die jetzt aufgetretenen kleinen weißen Hydroiden interessieren sich die Gänsefüßchen aber nicht.

    Die Massenvermehrung der Turbellarien ist mir auch ein Rätsel, denn Kieselalgen sind nicht in erkennbarem Ausmaß vorhanden. Oder sie kommen wegen der vielen Strudelwürmer nicht auf. Da kann ich vielleicht noch was tun - muss mal die Nährstoffwerte checken und den Silikatgehalt des Wassers. Sofern das die Ursache ist, lässt sich das Problem durch konsequentes Absaugen der Turbellarien und Reduktion des Nährstoffeintrags lösen.

    Als Hauptproblem seh ich mittlererweile die Flohkrebse. Es ist so gut wie unmöglich, ihren Zuzug zu verhindern. Gekauftes Lebendfutter enthält fast immer ein paar winzige Gammarus, die ich in den Aufbewahrunsboxen erst nach ein paar Tagen erkennen kann, wenn sie bereits ein bisschen gewachsen sind. In der Zwischenzeit sind durch die Fütterung mit Sicherheit schon welche in das Seepferdchenaquarium gelangt.

    Wenn - wie die Praxis zeigt - der Zuzug nicht zu verhindern ist, dann müsste sich ein Prädator zumindest für die Jungkrebse finden. Aber der geht mit Sicherheit auch an das andere Kleinzeug wie Copepoden und tropische Mysis und vergreift sich vermutlich dann auch an neugeborenen Fohlen.

    Mein Plectranthias inermis im Gorgonienbecken isst zwar mit Begeisterung Gammarus, aber dem würden sogar erwachsene Seegrasponies schmecken.

    Eine Möglichkeit wär eventuell eine Zwerggrundelart wie z.B. Coryphopterus venezuelae - wenn man die überhaupt im Handel findet. Einfacher zu bekommen sind Eviota und Trimma. Die passen halt nicht geografisch zu den Ponies und schon gar nicht zum Lebensraum Seegraswiese.

    Die Frage bei diesen Überlegungen ist halt, ob die viel schnelleren Grundeln nicht zu Kugelfischen mutieren, während die lansamen Ponies verhungern. Nahrungskonkurrenz ist in dem Fall besonders heikel.

    Alle diese Überlegungen sind nicht nötig bei einem spartanisch eingerichteten Becken, das leicht zu reinigen ist und im Bedarfsfall einfach ausgeräumt und neu eingerichtet wird. Aber das ist wie schon erwähnt nicht meine Vorstellung von einem funktionierenden Aquarium.

    Der Grat zwischen spannender Beobachtung und dem sich Herausforderungen Stellen auf der einen Seite und der Don Quichoterie auf der anderen ist halt sehr schmal. Im Moment hab ich das Gefühl, eher auf der Seite des Kämpfers gegen die Windmühlen zu stehen :frowning_face:

    Aber nochmals: Danke für eure aufmunternden Worte.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Die karibische Sand-Zwerggrundel hab ich grad bei Ccritters gefunden. Die Seite ist also wieder Online - aber leider verfügen die nicht über eine Exportlizenz, außerdem sind die Grundeln grad out of Stock.

    Da hab ich sie übrigens auch gefunden.

  • Hallo Linda,

    diese Grundel wäre mir mit etwa 7,5 cm Endgröße etwas zu groß.
    Was hältst Du von Blaustreifenseenadeln?

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

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