Leitungswasser ohne Osmose?

  • Liebe Meerwassergemeinde,

    wie bereits in verschiedenen Threads bereits erwähnt plane ich die Anschaffung eines 120x50x50 Aquariums.
    Nun habe ich mir die Wasserwerte des lokalen Wasserversorgers geholt und stelle diese mal mit den Empfehlungen von Martin Kuhns FAQ zu Wasserwerten:
    ...........................Ist.........Soll (laut FAQ)
    Ammonium........<0,05..........0-0,1
    Nitrit.................<0,05..........0-0,1
    Nitrat...................7,6...........2-10
    Phosphat...........<0,05.........0,01-0,1
    pH-Wert..............7,61.........7,7-8,5
    Silicat...................4,2..........0,0-0,3

    Also alles in allem eigentlich bis auf Silicat im grünen Bereich.
    Wie gesagt sind dies die Analysewerte von den Stadtwerken, so dass dies natürlich ohne Gewähr ist. Auch Schwankungen sind mit sicherheit möglich.
    Nun meine Fragen: 1) Könnte man das Leitungswasser nicht ohne Osmoseanlage verwenden? (Mit einem Mischbettfilter zur Silikatentfernung)
    2) Die Wasserhärte ist einmal als KH (14,1) und einmal als dH (14,9) angegeben. Welcher wert entspricht nun der oft zitierten Einheit dKH??

    Dass ich mich nicht blind auf die Angaben verlasse und das natürlich entspechend nachmessen würde sollte vielleicht vorher gesagt werden :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von imglashaus (28. Mai 2008 um 00:17)

  • Wenn Du mich fragst
    -> erspare Dir möglichen späteren Ärger und schaffe Dir eine Umkehrosmoseanlage mit nachgesch. Reinstwasser/Mischbettharzfiltzer an.

    Diese Fragen kamen hier schon zigmal und das Ergebnis war meistens das folgende
    a) der Rat wurde beherzigt, dementsprechend wenig / bis keine Probleme damit
    b) der Rat wurde nicht beherzigt und es gab über kurz oder lang Probleme mit und/oder
    Silikat/Kieselalgen (v.a. in den Wintermonatne)
    zu großer Alkalinität /KH da die Salzmischungen auf Wasser mit KH =0 ausgelegt sind
    Problemchen mit zu hohen Nährstoffgehalten

    Weitere probleme mit eingebrachten Schadstoffen/Giften sind zwar extrem selten aber ohne UOA auch nicht auszuschließen

    Sorry, that's life

    lG Martin

  • Moin,

    grundsätzlich gebe ich meinen Vorrednern recht, aber ich fahre meine Becken seit Anbeginn mit Leitungswasser und das relativ Problemlos. Nur sind unsere Becken noch nicht wirklich eingelaufen bzw. die Standzeit ist noch unter zwei Jahren.

    Es ist m.E. auch etwas abhängig von dem was man halten möchte. In einem reinen Fischbecken ist es nicht ganz so problematisch wie in einem Misch- oder Korallenbecken vor allem wenn man SPS und LPS halten möchte...

    Das Risiko besteht auch darin, dass die Wasserwerke ab und zu den Silikatgehalt verändern oder andere Beimischungen zum Spülen und Instandhalten der Leitungen zusetzen...darüber hast Du keine Kontrolle!

    Es gibt aber auch hier im Forum einige, die Leitungswasser nehmen und wenig oder keine Probleme haben...nur sollte die Qualität des Leitungswassers extrem gut sein und weder Nitrat noch Phosphat enthalten.

    Leitungswasser birgt Risiken und bei einem kleinen Becken und bei SPS un LPS würde ich diese Risiken nicht eingehen.

    M.f.G

    Markus

  • Ich würde es drauf ankommen lassen wenn du nicht gerade ein bonbonfarbenes 2000l Steinkorallenbecken dein Eigen nennst und das daran ausprobieren willst, dann würdest du aber wohl eher nicht fragen.

    Ich benutze seit Jahren das Leitungswasser hier in Freiburg und ich habe hier auch so 10 mg/l Nitrat im Wasser. Silikat interessiert mich nicht, ich hab auf jeden Fall keine größeren Probleme mit Kieselalgen im Becken, zudem verwende ich sehr gerne HW Meersalz, dass enthält sowieso etwa 3 mg/l Silikat. Letztlich ist eine Osmoseanlage wenn sie nicht unbedingt notwendig ist eine einzige große Geld- und Wasserverschwendung.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • servus

    das mit den werten vom wasserwerk is ja schön und gut,aber miß mal deine werte die aus dem wasserhan kommen.die zeigten bei uns nen total anderes bild.bis das wasser bei dir is musses durch etliche rohre.

    gruß marko

    Ps.als wasserverschwendung kann man das eigentlich nchicht sehen,das wasser is ja nich weg,irgentwann kommts wieder als leitungswasser aus der leitung :)geldverschwendung ja.

    Einmal editiert, zuletzt von xray (28. Mai 2008 um 12:20)

  • hi,

    ich nutze ja auch nur leitungswasser, allerdings sind die werte bei uns super!
    doch leider ist der kh wert zu hoch ca. 14 doch die bekommt man ja schnell wieder runter...

    zum anderen gibt es ja auch schon viele schwermetalle im wasser, dafür nehme ich immer ein aufbereitungsmittel!

    viel glück!
    micha

    lg Michael

  • Hallo !

    Wie Martin schon schreibt, osmose mit nachgeschaltetem Vollentsalzer und nichts anders ! ! !

    Die Werte vom Wasserwerk mögen in Ordnung sein, was bei Dir Zuhause ankommt ist aber
    ein ganz anderes Ding !


    Viele Grüße, Gerd

  • Zitat

    Original von michael81
    hi,

    i...
    zum anderen gibt es ja auch schon viele schwermetalle im wasser, dafür nehme ich immer ein aufbereitungsmittel!

    viel glück!
    micha

    Hallo Micha!

    Was denkst Du was das Wasseraufbereitungmittel mit den Schwermetallen macht?

  • Hallo Glashaus,

    das Meiste haben meine Vorredner ja schon erklärt. Wenn du trotzdem das Experiment mit dem Leitungswasser
    machen willst, dann leite es wenigstens über Aktivkohle, damit bei möglichem Chloreinsatz der Wasserwerke keine
    Katastrophe passiert.

    micha: Schwermetalle lösen sich nicht in Wohlgefallen auf, sondern können höchstens gebunden werden. Unter
    ungünstigen Umständen werden sie irgendwann wieder mobilisiert. Allerdings muss man sich zumindest bei
    einigermaßen hartem Wasser keine Sorgen darüber machen, da die Wasserleitungen eine schützende Oxid- und
    Carbonatschicht bilden.

    Gruß Armin

  • Moin,

    wie gesagt, nehme ich auch Leitungswasser. Wenn ich das aber noch mit Wasseraufbereiter behandeln müßte, würde ich auch auf Osmose mit Vollentsalzer umsteigen...denn die Wasseraufbereiter gehen auch ins Geld.
    Ist letztendlich alles eine Frage der Risikooptimierung/-minimierung, des Beckenbesatzes und der Finanzen.

    ...und die Bedenken, die Armin und andere nennen (Schwermetalle, Chlor, Silikat etc.) sind schon stichhaltig. Wenn ich mit einem wöchentlichen Wasserwechsel von 5-10 Litern klarkommen würde, würde ich sogar das Becken mit dest. Wasser aus dem Baumarkt betreiben...

    M.f.G

    Markus

  • Hallo,

    ich habe hierzu auch eine Frage.
    Ich habe meinen Wasserversorger gebeten mir die aktuellen Wasserwerte zukommen zu lassen.

    Heute habe ich die gewünschten Wasserwerte auf dem Fax gehabt.
    Allerdings fand ich keine Angabe zur gemessenen Höhe von Silicat.
    Also rief ich dort an, als Antwort bekam ich, dass dieser Wert nicht getestet werden müsse und
    die es auch nicht tun. Man wisse also nichts über die Höhe von Silicat.
    Ist die Aussage richtig die ich erhalten habe, oder wusste die Dame es einfach nicht besser?
    Jetzt ist nur die Frage, wie ich den Wert sonst ermittlen kann, gibt es da irgendwelche Indikatoren?

  • Hallo ??? !

    Wie ich oben schon schrieb:

    Die Werte vom Wasserwerk mögen in Ordnung sein, was bei Dir Zuhause ankommt ist aber
    ein ganz anderes Ding !

    Kauf Dir eine Osmose mit nachgeschaltetem Silikatfilter !

    Viele Grüße, Gerd

  • Hmm, mir kam das auch schon komisch vor, dass sie das nicht messen würden. Naja, viielleicht ist der Wert so utopisch hoch, dass sie es nicht preisgeben wollen. :grinning_squinting_face:

    Aber danke dir, für die schnelle Antwort. Gehe morgen gleich los und hole so einen Test. :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Cafu (21. Juli 2008 um 21:39)

  • Hallo Raphael,

    das Problem ist, dass Wasserwerke Silikat nur ab und zu dem Leitungswasser zusetzen. Damit werden die Rohre "gespült"...

    Du kannst also nur sicher sein, wenn Du regelmäßig mißt, oder auf einen Silikatfilter zurückgreifst....oder ein paar Kieselalgen in Kauf nimmst!

    M.f.G

    Markus

  • Ahh so, das könnte natürlich auch ein Grund sein, warum es nicht in den Wasserwerten aufgelistet ist. Aber morgen weiß ich mehr.

  • Wir haben hier in Berlin Silikatwerte zwischen 0 und 40, hauptsähclich geben sie das im Winter dazu. Da die Werte für Menschen eh unbedenklich sind, haben nicht alle Wasserwerke das in Ihren Standradlisten enthalten. Da hilft nur selber messen.

    Wir haben unser altes Becken ja auch problemlos 2,5 Jahre mit Leitungswasser betrieben. Das einzige Problem waren die Kieselalgen, welche im Winter mit steigendem Silikatwert immer mehr wurden, den Cyanos gefiel das auch hervorragend.

    Den initialen Grund für die jetzige Osmoseanlage bildete eigendlich die Aussage unseres Händlers, das er sich schon mal ein Becken mit Diskusnachzuchten komplett geplättet hatte, nachdem das Wasserwerk eine Pumpenstation umgeklemmt hatte und Kupfer im Wasser war. Man schliesst halt alle Unwägbarkeiten aus, das ist der echte Vorteil an der Osmose. Eine direkte Verbesserung im Becken habe ich, bis auf den konstant bei Null liegenden Silikatwert, bis dato nicht bemerkt.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

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